Eine Engelbegegnung

Diese spontane Engelbegegnung erlebte ich im Jahr 1997. Sie war eine der berührendsten Erfahrungen, die ich jemals gemacht habe.

Die Vorgeschichte

Ich war im Herbst 1996 alleine mit meinen beiden Kindern im Teenageralter von Deutschland nach Wien gezogen. Zunächst fühlte sich diese Entscheidung gut an. Wir hatten zuerst ein Übergangsquartier in einem Kleingartenhaus im dreizehnten Wiener Gemeindebezirk. Solange war die Welt halbwegs in Ordnung. Ich war zwar einsam, vermisste meine Freunde aus Deutschland sehr, doch mein neuer Job in der Radiologie, Haushalt und Kinder beschäftigten mich so sehr, dass ich kaum zum Nachdenken kam.

Wir mussten aus dem Haus ausziehen

Doch dann kam der Frühling 1997 und anders als erwartet, sollten wir diesen nicht in der Kleingartensiedlung erleben. Ich hatte mich den ganzen Winter darauf gefreut, dass wir im Sommer auf der Terrasse und im Garten sitzen würden, doch der Besitzer verlangte sehr plötzlich, dass wir ausziehen sollten. Somit begann eine hektische Suche nach einer Bleibe. Ich schaute mir Wohnungen in ganz Wien an. Eine war schrecklicher als die andere. Und die, die einigermaßen schön waren, konnten wir uns nicht leisten.

Spät am Abend rief der Makler an

Der Makler, den ich mit der Suche beauftragt hatte, war mit mir schon ein wenig verzweifelt. Ich hatte Ansprüche, die ich mir aber nicht leisten konnte. Das war ein Dilemma. Außerdem musste ich so schnell wie möglich aus meiner bisherigen Bleibe hinaus. Der Besitzer machte täglich Druck. Und eines Tages rief mich der Makler abends gegen halb neun Uhr an und sagte, dass er vermutlich eine passende Wohnung für mich hätte. Allerdings müsste ich diese sofort besichtigen, weil es bereits einen Interessenten gab. So machte ich mich ziemlich bald nach diesem Telefonat auf den Weg. Wir trafen uns kurz nach zehn Uhr am Abend vor der Wohnung im zwölften Bezirk. Von außen sah das Haus ganz passabel aus. Die Wohnung war erstaunlich geräumig mit Küche, Bad, zusätzlichem WC, zwei recht großen Zimmern und einem Wohnzimmer. Und dazu war sie gerade noch leistbar für mich. Was für ein Glücksfall!

Die Wohnung war sogar möbliert

Obwohl eigentlich ein Zimmer fehlte, entschloss ich mich, dass ich im Wohnzimmer schlafen würde. Dadurch würde jedes Kind ein eigenes Zimmer haben. Ein Glück war auch, dass die Küche vollständig eingerichtet war, alle Elektrogeräte waren vorhanden. Die Wohnung war sogar vollständig möbliert, was mir, die ich weder Möbel noch Geld hatte, wie eine willkommene Gelegenheit erschien. Ich würde schon etwas Hübsches daraus machen, dachte ich mir. Hinzu kam, dass sie praktisch sofort beziehbar war.

Der Tag des Umzugs

Wenige Tage später übergab mir der Makler die Schlüssel. Wir hatten ja nicht viel zu packen. Waren wir ja nur mit ein paar Kleidungsstücken und sonst nicht viel nach Wien gekommen. Die paar Dinge luden wir ins Auto einer Schulmutter, die sich bereit erklärt hatte, mir zu helfen und fuhren in die neue Wohnung.

Ich dachte mich trifft der Schlag

Als wir in der Wohnung ankamen, es war ungefähr um die Mittagszeit, traf mich fast der Schlag. Kein Wunder, dass ich diese Wohnung am Abend besichtigen musste. Sie war stockdunkel und alle Fenster waren mit Gittern versehen. Die Wohnung, die bei der nächtlichen Besichtigung ganz passabel ausgesehen hatte, stellte sich als ein mit Chippendale Stilmöbel versehenes Gefängnis heraus. Es gab nicht ein einziges unvergittertes Fenster. Und die eine Hälfte der Wohnung schaute in einen stockdunklen Innenhof. Die andere Hälfte schaute auf den Garten des Nachbarhauses, doch trennten uns davon massive Eisengitter. Mir fielen fast die Kisten aus der Hand. Wir teilten die Räume auf und ich sagte den Kindern, dass sie nur das Notwendigste auspacken sollten. Wir würden hier ganz bestimmt nicht bleiben.

Die Suche ging weiter

Also suchte ich weiter. Dieses Mal mit einem anderen Makler. Doch es war offensichtlich in ganz Wien nichts Besseres aufzutreiben. Sowohl die Kinder, als auch ich, wurden in dieser Wohnung von Tag zu Tag depressiver. Die Energie war unerträglich und es passierten andauernd schreckliche Dinge. Es war klar, wir mussten so schnell wie möglich da weg. Doch wohin sollten wir gehen?

Der Tag der absoluten Verzweiflung

Es war an einem Sonntagnachmittag. Die Kinder waren bei Schulfreunden eingeladen. Ich war alleine zuhause. Draußen war es sonnig, doch davon war in der Wohnung nichts zu bemerken. Ich lag im Wohnzimmer auf meinem improvisierten Matratzenlager mit dem Gesicht zur Wand und fragte mich zum wiederholten Male, ob die Entscheidung, mein ganzes bisheriges Leben in Deutschland aufzugeben und nach Wien zu gehen, nicht einfach ein vollkommener Irrsinn gewesen war. Im Krankenhaus, in dem ich arbeitete, war es auch gerade nicht so rosig. Als Deutsche eckte ich immer wieder an mit meiner direkten Art, und die Wohnsituation war unerträglich. Außerdem war ich finanziell am Ende, wusste nicht, wie ich eine weitere Maklerprovision bezahlen sollte und kannte niemanden, der mir mal Trost gespendet hätte. Ich hatte bis dahin keinerlei soziale Kontakte, die über lose Bekanntschaften hinaus gingen.

Ich wollte aufgeben

An diesem Nachmittag wollte ich aufgeben. Ich lag auf dem Bett und starrte die Wand an. Verzweifelt suchte ich nach einer Lösung und fand einfach keine. Meine Lage war aussichtslos. Ich hasste diese Wohnung und auch die ganze Umgebung so sehr. Ich hatte das Gefühl, mit meinem Entschluss auf ganzer Linie versagt, ja alles in meinem Leben falsch gemacht zu haben.

Plötzlich wurde es hell im Raum

Als ich so lag, wurde es in dem Raum, in dem man auch bei Tag die Lampen brennen lassen musste, ganz hell. Ich hatte keine Lampe an, lag eigentlich im düsteren Zimmer. Das Licht schien aus den Wänden zu kommen. Ich lag ganz still und wunderte mich, dass ich zwar das Gesicht zur Wand gedreht hatte, aber den ganzen Raum sehen konnte. Noch mehr wunderte es mich plötzlich, dass ich mich selbst von hinten dort liegen sah. Und als ich dies realisierte, umfing mich eine unglaubliche Welle von Wärme und Liebe. Wo vorher Dunkelheit, Verzweiflung und Einsamkeit war, war plötzlich Liebe und Geborgenheit.

Ich wusste plötzlich, dass dies mein Engel war

Plötzlich fühlte ich wie Schwingen um meinen Körper, fühlte mich umarmt und regelrecht gewiegt. Es war ein wunderschönes Gefühl. Alles wurde licht und leicht. Meine ganze Verzweiflung, meine Angst, meine Selbstvorwürfe, alles wich diesem unendlich lichten Gefühl. Ich habe keine Ahnung, wie lange dieses Gefühl anhielt, doch es durchflutete mich vollständig. Zuversicht begann in mir zu wachsen. Mir fielen Geschichten von anderen Menschen über Engelbegnungen ein und ich wusste, dass mir dies nun selbst auch widerfahren war.

Wenige Tage später

Wenige Tage nach diesem Erlebnis bot mir ein entfernter Bekannter an, sein kleines Haus im dreizehnten Bezirk zu mieten. Mit einem wunderschönen Garten, direkt am Rand des Hörndlwaldes. Und das Beste war, er wollte genau so viel Miete, wie ich für die Wohnung bezahlte. Da es sein Haus war, fielen auch keine Maklerkosten an. Nach dieser Engelbegnung hatte das Leben uns wieder. Wir mussten uns noch ein paar Wochen gedulden, doch mit der Aussicht auf das Haus war es auszuhalten. Damit begann ein neuer Abschnitt in unserem Leben, der nicht weniger abenteuerlich, aber wesentlich lustiger werden sollte.

Meinem Engel werde ich auf alle Ewigkeiten dankbar sein!

Manou

Bild von Alessio auf Pixabay

Lichtkräfte – ihr Wirken

Das Wirken der Lichtkräfte findet in uns selbst statt. Die Lichtkräfte arbeiten direkt in unseren Energiekörpern, sodass wir es oftmals nicht von unseren eigenen Impulsen unterscheiden können.

Was sind die Lichtkräfte?

Die Lichtkräfte sind all jene Wesenheiten, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Menschheit im Kampf gegen die dunklen Mächte zu unterstützen. Sie lassen uns die Freiheit, denn es ist die oberste Prämisse, die Menschen nur zu unterstützen, wenn sie dies auch wollen. Wir dürfen uns also an die Bibelworte: „Klopfet und es wird euch aufgetan“ und „Bittet und ihr werdet empfangen“ erinnern. Die Lichtkräfte werden uns nicht zu etwas zwingen, noch werden sie uns „retten“. Aber sie stehen uns bei, wenn wir uns mit ihnen verbinden.

Lichtkräfte der Engelsphären

Wir haben grundsätzlich viele Engel in unserem Umfeld, ganz besonders auch unseren persönlichen Engel, der uns durch alle Inkarnationen begleitet. Dies sind meist Engel der neunten Hierarchie, also die unter den Erzengeln stehenden Engel. Dann sind da natürlich noch die Erzengel, die uns ebenfalls zur Seite stehen. Erzengel Michael als der Zeitenengel ist eine der ganz wichtigen Lichtkräfte. Wir alle kennen das Bild von Michael mit dem Schwert. Diese Qualität des beschützenden und auch durchaus trennenden stellt Michael uns derzeit zur Verfügung.

Die Elohim oder Exusiai

Seit ungefähr letztem Jahr um diese Zeit nehme ich wahr, dass sich die Elohim eingeschaltet haben. Sie sind Engel der 6. Hierarchie und direkt in Verbindung mit Christus, dem großen Sonnenwesen. Die Elohim sind reine durchgeistigte Liebe, die sehr eng mit der Menschheit verbunden sind. Rudolf Steiner bezeichnet diese Lichtkräfte als Lichtgeister und sagt folgendes über sie: „Als Elohim sind sie identisch mit den Schöpfergöttern, von denen in der Bibel gesprochen wird. Sie lenken und leiten die irdische Entwicklung von der Sonne aus.

Lichtkräfte anderer Planeten

Derzeit wird viel über unsere Sternengeschwister geschrieben und gesprochen. Und das ist gut so. Es gibt eine Menge Bewohner anderer Systeme, wie z.B. die Arkturianer, die Sirianer, die Plejadier und die Andromedaner…“, die von den meisten Menschen in den Bereich der Phantasie geschoben werden. Diese Lichtkräfte sind bereits so hoch entwickelt, dass es ihnen möglich ist, uns nun zu unterstützen. Doch auch sie wirken nur dann, wenn wir uns an sie wenden und sie darum bitten.

Auf der Erde beheimatete Lichtkräfte

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir hier auf der Erde ebenfalls eine Heerschar wunderbarer Wesenheiten aus dem Bereich der Elementarwesen haben, die uns unterstützen können. Da gibt es die großen Landschaftsdevas, die Devas ganzer Gattungen und auch Wesenheiten, die sich um die Mutter Erde kümmern. All diese Wesenheiten sind ebenfalls Lichtkräfte, die nun bereit sind, die Menschen, so weit es in ihrer Macht steht, zu unterstützen.

Wie wirken diese Wesenheiten in uns?

Allen Lichtkräften ist es gemein, dass sie durch uns wirken. Sie inspirieren uns während wir meditieren, beten oder schlafen. Sie geben uns notwendige Hinweise, stärken unsere Kraft und erzeugen Energiefelder, in denen die Menschen, die sich der lichten Seite verschrieben haben wirken können und geschützt sind. Die Lichtkräfte führen auch Menschen zusammen und stärken so den Zusammenhalt unter den Menschen. Denn eines ist gewiss: Die Lichtkräfte unterstützen uns, doch tun müssen wir es selbst. Es kann nicht für uns getan werden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen wunderbar durchlichteten Samstag

Wer weiterlesen möchte, hier sind ein paar weiterführende Artikel von mir:

Die Lichtkräfte werden stärker

Unterstützung durch die Verstorbenen

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Reinkarnation Teil 1/2

Unter Reinkarnation verstehen wir den Vorgang, dass unsere Seele sich wiederverkörpert, um die Erdenreise erneut anzutreten. Ich möchte heute darüber schreiben, wie diese Entscheidungen zustande kommen.

Wenn wir sterben

Wenn wir sterben, das heißt, wenn unser physischer Körper stirbt, verbringen wir zunächst einmal eine sehr lange Zeit in der geistigen Welt, um unser vergangenes Erdenleben aufzuarbeiten. Dies geschieht aber nicht, indem jemand neben uns steht und uns auf Fehler oder sogar Vergehen aufmerksam macht, sondern es geschieht während unseres ausführlichen Lebensrückblickes, der ungefähr ein Drittel der gelebten Lebenszeit ausmacht. Wir erkennen dabei, was wir schon sehr gut, aber auch, was wir nicht gut gemacht haben. Schließlich erleben wir unser Leben aus der Sicht der anderen Menschen und erkennen, wo wir z.B. Schmerz verursacht haben. Schon während dieser Zeit entsteht in uns der Wunsch nach Reinkarnation, um das Erlebte wieder gut zu machen.

Die Seelengruppe findet sich zur gemeinsamen Reinkarnation wieder zusammen

Wir reinkarnieren wieder mit den Menschen aus unserer Seelengruppe. Das heißt, wir treffen bei jeder Inkarnation die Mitglieder der Seelengruppe wieder. Die Seelengruppe sind die Menschen aus unserem jetzigen Leben, die uns besonders nahe stehen, aber auch Menschen, die uns immer wieder vor Herausforderungen stellen. Doch wir verkörpern uns in jedem Leben in unterschiedlichen Rollen. Wer in diesem Leben ein Partner gewesen ist, kann im nächsten ein Kind oder Elternteil sein. Dies hängt damit zusammen, wer sich für welche Aufgaber und Erfahrungen definiert und bereit erklärt. Aber zunächst bleiben wir in der geistigen Welt solange zusammen, bis die „Kernmitglieder“ der Seelengruppe wieder alle angekommen sind. Doch ist Jeder mit dem Rückblick seines Lebens beschäftigt und fasst daraus seine Entschlüsse.

Wir verlieren die Persönlichkeit des letzten Lebens und werden zur Essenz

Nach dem Lebensrückblick, wenn wir in immer weitere Sphären aufsteigen, verlieren wir die Erinnerung an die letzte Inkárnation und werden zu unserer Essenz, also zu allem dem, was wir in allen Inkarnationen gewesen sind. Dabei helfen uns unser Geistführer und unser Engel, die uns beide schon durch alle Inkarnationen begleitet haben. Sie kennen uns so gut, wie niemand sonst. Sie waren dabei, als wir durch verschiedene Umstände zu Tode kamen, sie waren dabei, wenn wir glückliche und traurige Momente hatten. Wir bekommen nun eine Art Übersicht, aus dem wir ersehen können, wie unsere Seele sich durch die verschiedenen Inkarnationen entwickelt hat, und welche Erfahrungen noch gemacht werden müssen. Und aus diesem Verständnis heraus, erwächst in uns der Wunsch zur Reinkarnation. Dabei besprechen wir alle Einzelheiten sowohl mit dem Engel aber insbesondere auch mit dem Geistführer und natürlich mit den anderen Mitgliedern der Seelengruppe.

Wenn wir schwierige Umstände für die Reinkarnation wählen

Manchmal kann man es sich aus der irdischen Sicht heraus gar nicht erklären, warum man z.B. ein schwieriges Lebensthema gewählt hat. Da wir, solange wir inkarniert sind, versuchen, Leid in jeder Art zu vermeiden, können wir nicht verstehen, warum wir uns freiwillig in unangenehme Umstände hinein inkarniert haben. Das ist auch ein sehr umfangreiches Thema, deshalb werde ich morgen gesondert darüber schreiben. Ebenso möchte ich morgen darüber schreiben, welche Kräfte und Fähigkeiten, die wir im Erdenleben erworben haben, in der geistigen Welt wichtig sind.

Du kannst hier ein wenig weiterlesen: Es gibt keinen Tod – wir können nicht sterben

Und hier: Warum wir niemals alleine sind – auch nicht, wenn wir sterben

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Sonntag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Mystische unsichtbare Welten

Mystische unsichtbare Welten umgeben uns. Nur hin und wieder werden wir uns deren Anwesenheit bewusst, wenn etwas Unerklärliches geschieht. Dann werden wir ein wenig aufmerksam, um kurz danach wieder in die Alltagsgedanken zu versinken.

Es ist so unfassbar umfangreich, wer und was uns umgibt, ohne dass die meisten Menschen sich dessen bewusst sind. Wenn wir immer gewahr wären, welche geheimnisvollen, mystischen unsichtbaren Welten uns umgeben, würden wir die ganze Welt aus völlig anderen Augen sehen.

Ich möchte das ändern

Weil ich dies ändern möchte, bin ich gerade dabei, einen ganz zauberhaften Videokurs zu erstellen, in dem ich Euch in vielen kurzen Videos erzähle, was uns alles umgibt und wie Ihr es schaffen könnt, mehr davon wahrzunehmen.

Der Kurs ist so aufgebaut, dass Ihr immer mal ein wenig zuhören und es dann auf Euch wirken lassen könnt. Deshalb sind es viele geschlossene Kapitel und nicht eine einzige lange Wurst 🙂 Es gibt sogar eine App dazu, damit Ihr auch unterwegs eine kleine Dosis mystisches Wissen zu Euch nehmen könnt.

Und es ist mir eine große Freude an diesem Thema zu arbeiten. Wenn ich alle technischen Hürden genommen habe, und keine weitere mehr auftaucht, so sollte dieser magische, mystische, zauberhafte Videokurs ab Mitte kommender Woche verfügbar sein und ich bin wahnsinnig aufgeregt.

Wovon der Video-Kurs handelt

  • Von Elementarwesen, Naturgeistern und dem Bewusstsein aller Materie
  • Von Hauswesen und Hofwesen
  • Von Wesenheiten der technischen Geräte
  • Von Wesenheiten der Jahreszeiten
  • Von Wesenheiten, die wir selbst erschaffen, den sogenannten Elementalen
  • Von Engeln
  • Von Geistführern
  • Von Verstorbenen und Menschen in der geistigen Welt
  • Von nicht-dienlichen Wesenheiten, den sogenannten Widersachern
  • Von Geistern, Spektren und Spukgestalten
  • Von Kommunikation mit den verschiedenen Wesenheiten
  • Vom Schutz gegen nicht-dienliche Wesenheiten
  • Vom Leben in vielen Welten und Dimensionen
  • Vom Bewusstsein und der Erinnerung der Gegenstände
  • Und von Vielem mehr….

Warum ich die mystischen unsichtbaren Welten so sehr liebe

Ich liebe diese Welten, weil sie uns eine neue Perspekte der Welt zeigen. Ich erlebe, dass die Beschäftigung und die immer stärker werdende Wahrnehmung dieser Welten im Leben jedes Menschen eine große Veränderung bewirkt.

  • Wir werden bewusster und achtsamer
  • Wir wissen um das Wirken der geistigen Welt
  • Wir erfahren die Hilfe aus der geistigen Welt
  • Wir entwickeln mehr Vertrauen ins Leben und ins Schicksal
  • Wir verstehen die großen und kleinen Zusammenhänge besser
  • Wir gewichten die Vorkommnisse in der physischen Welt anders
  • Wir können selbst in diesen mystischen unsichtbaren Welten wandeln
  • Wir werden Bewohner der zwei Welten – physische und feinstoffliche Welten treffen sich in unserem Bewusstsein und unserer Wahrnehmung

Und ich würde mich riesig freuen, wenn dieser Video-Kurs, den ich mit viel Liebe und Begeisterung für die mystischen unsichtbaren Welten erstelle, auch Euch beflügeln wird, damit wir alle gemeinsam in ein völlig neues Bewusstsein hineinwachsen. Ein Bewusstsein, das die neue Welt, die gerade erschaffen wird, prägt.

So, jetzt muss ich weiterarbeiten, denn ich möchte diesen Video-Kurs noch vor Samhain (Allerheiligen) der Welt zur Verfügung stellen.

Denn mit Samhain beginnt die magisch-mystische Zeit, die sich durch den Advent und die Raunächte zieht.

Wer sich schon ein ganz klein wenig einstimmen will, findet passende Artikel hier:

Elementarwesen

Wasser hat Bewusstsein

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Sonntag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Willgard Krause auf Pixabay

8. Portaltag: Übersinnliche Fähigkeiten

Übersinnliche Fähigkeiten sind in jedem Menschen angelegt und wir werden sie in der neuen Zeit dringend brauchen. Und dabei geht es nicht nur darum, mit Verstorbenen zu kommunizieren oder die Aura anderer Menschen zu lesen. Es gibt so viele Fähigkeiten mehr, über die ich heute schreiben möchte.

Übersinnliche Fähigkeiten werden in der neuen Welt gebraucht

Wenn wir in diese neue, jetzt zu erschaffende, Welt eintreten, geht es darum, die Materie weitestgehend zu überwinden. Wir können nun endlich erkennen, dass die Welt der Materie in gewisser Weise ein Trugbild ist. Sie ist das, was wir von ihr denken. Wenn wir nun beginnen, unser Denken zu ändern, indem wir mehr erfahren und wahrnehmen, erschaffen wir eine neue, völlig andere Welt. Wir wurden in diese Materie ja aus dem Grund hineingebannt, damit wir lernen, sie zu überwinden.

Hier habe ich dazu schon etwas geschrieben: Was wir für die Realität halten

Bislang unsichtbare Wesenheiten wahrnehmen

Wenn wir unsere übersinnlichen Fähigkeiten trainieren, werden wir bald feststellen, dass es in unserer Welt von anderen Wesenheiten nur so wimmelt. Hier nur ein Beispiele:

Elementarwesen und Naturgeister

Die Welt ist voller dienlicher Wesenheiten, die sich um die Belange der einzelnen Elemente, aber auch um Pflanzen, Tiere und auch um Häuser und alles von Menschen geschaffene kümmern. Wenn wir nur erkennen würden, dass selbst in unseren technischen Geräten Wesenheiten wirken, wir würden mit allem ganz anders umgehen. Wir sind dringend aufgerufen, unsere übersinnlichen Fähigkeiten so zu schulen, dass wir diese Wesenheiten wahrnehmen und mit ihnen in Kontakt treten. Ein schönes einführendes Buch, das ich schon ganz oft empfohlen habe ist dieses hier: Elfensommer

Und auch das hier: Rettet die Elementarwesen

Engel

Es sind überall um uns herum Engel, die uns unterstützen und die auch sehr gerne mit uns kommunizieren würden. Doch Engel haben eine besonders hohe und feine Schwingung, sodass wir unsere Übersinne wirklich gut entwickeln müssen, um mit ihnen in Kontakt zu treten. Mein Lieblingsbuch, das ich auch schon oft dazu empfohlen habe, ist dieses hier: Engel in meinem Haar

Geistführer

Wenn unsere übersinnlichen Fähigkeiten nur ein wenig weit entwickelt sind, können wir die Anwesenheit unserer Geistführer erkennen. Geistführer sind besonders gut in der Lage mit uns Menschen zu kommunizieren. Und nicht selten ist ein plötzlicher Einfall oder ein „zugeflogener“ Gedanke ein Hinweis unseres Geistführers. Dazu kann ich dieses Buch von James van Praagh empfehlen: Die Weisheit deiner Geistführer

Hier gibt es einen weiterführenden Artikel von mir dazu: Das geistige Team – wer ist das denn?

Weitere Welten, die wir mit unseren übersinnlichen Fähigkeiten kennenlernen können

Unsere übersinnlichen Fähigkeiten können uns noch viel mehr Welten eröffnen:

  • Wir können in die nicht-alltägliche Wirklichkeit reisen um unsere Krafttiere und andere Wesenheiten zu befragen
  • Wir können mit der Psychometrie die lernen, die Erinnerungen von Gegenständen zu lesen.
  • Wir können über Remote Viewing lernen, durch Raum und Zeit zu reisen
  • Wir können lernen, unsere ganze Welt durch unser eigenes Denken und Wahrnehmen zu verändern

8. Portaltag – Tag der übersinnlichen Fähigkeiten – Fragen statt Mantra

Ich möchte Euch heute dazu anregen, weit über den Tellerrand hinaus zu schauen und Eure Gedanken und Fantasie schweifen zu lassen, und Euch selbst zu fragen:

  • Was hat mich schon immer fasziniert?
  • Womit würde ich mich gerne beschäftigen?
  • Welche übersinnliche Fähigkeit würde ich gerne für mich erschließen wollen?
  • Und dann macht Euch auf den Weg!

Und falls Ihr Lust bekommt, im Februar startet eine neue online Hellsinne-Gruppe, die genau diese Themen behandelt. Nährere Infos findet Ihr hier:

Hellsinne-Gruppe ab Februar

Ich wünsche Euch einen wunderschönen übersinnlichen Dienstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Enrique Meseguer auf Pixabay

Heute ist der 24. September… was wird wohl passieren?

Diese Frage habe ich mir heute Morgen gestellt, als ich wie jeden Tag auf der Terrasse meinen Kaffee getrunken habe und den Himmel, die Rax, die Bäume betrachtete. Was liegt in der Luft? Was ist der Impuls des heutigen Tages? Was wird passieren? Daher möchte ich heute gerne über meine Wahrnehmung diesbezüglich schreiben. Und wie ich jedes Mal schreibe: Dies ist meine Wahrnehmung und ich bin nicht unfehlbar. Ich könnte mich auch täuschen, aber ich schreibe nach bestem Wissen und Gewissen!

Ich nehme die geistige Welt wahr

Ich nehme eine unglaubliche Kraft, eine fröhliche Kraft, aus der geistigen Welt wahr. Ich kann spüren, dass die geistige Welt unglaubliche Energie in unsere Dimension schickt. Heute Morgen hatte ich das Gefühl als wäre die Luft wie mit kleinen Bläschen aufgeladen. Es fühlte sich an, wie wenn man Sprudelwasser in ein Glas gießt. Doch was bedeutet das? Für mich ist dies ein Zeichen, dass wieder einmal ein Teilsieg in der geistigen Welt errungen wurde. Vielleicht war tatsächlich eine Aktion für den heutigen Tag geplant, doch wenn das so ist, dann wurde diese vereitelt.

Wer hat sich denn mit uns verbunden

Ich hatte es ja schon in der letztjährigen Weihnachtsgeschichte, die mir eingegeben wurde, geschrieben, dass sich die Elohim, Geister der vierten Hierarchie, auch Exusiai oder Gewalten genannt, sich auf unsere Seite gestellt haben. Dies sind hohe mächtige Engelwesen, die uns durch diese Zeit begleiten und sich uns zur Verfügung stellen. Mittlerweile erleben auch andere hellsichtige Menschen die Anwesenheit der Elohim und deren Wirken. Und heute Morgen habe ich das unbändige Gefühl der Freude aus dieser Richtung gefühlt.

Die Arbeit der Menschen in der geistigen Welt

Und ich nehme auch wahr, dass es viele Menschen in der geistigen Welt gibt, die sich entschieden haben, in dieser Zeit aus der jenseitigen Sphäre zu wirken und uns zu unterstützen. Da sind Kräfte, vor allem von Menschen, die sehr jung in die geistige Welt eingegangen sind, die sich uns zur Verfügung stellen. Wenn ich diese Menschen in der geistigen Welt frage, was sie gerade tun, erhalte ich Bilder von Schulungen aber auch von ordnenden Tätigkeiten, die ich nicht ganz verstehe. Ich habe das Gefühl und die Wahrnehmung, dass unglaublich viele Wesenheiten gerade wie ein Schutzschild um die physische Erde aufbauen und mithelfen, dass die Dinge sich in die gute, richtige Richtung entwickeln.

Wir physischen Menschen haben einen Auftrag

Doch all diese Wesenheiten können uns nur beistehen, wenn es unser Wille ist. Deshalb liegt der große Teil der Aufgabe bei uns: Wir müssen die Intention pflegen, dass sich alles zumn Guten wenden wird, dass wir – gemeinsam mit der geistigen Welt – eine neue Erde erschaffen. Eine Erde, die sich dadurch auszeichnet, dass jeder Mensch sich weiterentwickelt, dass jede andere (dienliche) Wesenheit auf der Erde erkannt und geachtet wird und dass wir gemeinsam an diesem großen Ziel arbeiten.

Und deshalb möchte ich heute noch einmal das Gebet, das uns aus der geistigen Welt durch eine wunderbare, hellsichtige Frau übermittelt wurde, aufschreiben. Je öfter und intensiver dieses Gebet laut und in Gedanken gesprochen wird, desto mehr Kraft und Wirksamkeit schicken wir damit in die geistige Welt – zum Wohle aller dienlichen Mächte.

Sonnenwesen, Christusheld

Schicke Deine Kraft zu uns auf die Erde

Um zum Guten zu wenden, die Kräfte des Bösen

In der Zeit der Not

Lasse werden – oh Herr – die Geschehnisse in dieser Welt

zukunftsfördernde Taten

Wende die Lanze des Bösen von ihrem Ziel

Gib der Welt Frieden

Amen

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Samstag – bleibt im Vertrauen!

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Wie sieht es im Jenseits eigentlich aus? – Eindrücke und Wissenswertes

Oftmals gelingt es Menschen, dass sie aktzeptieren können, oder darauf vertrauen, dass die Lieben in der geistigen Welt noch vorhanden und nicht einfach weg sind. Sondern dass es einen Ort gibt, an dem sie nach wie vor wirken. Aber wo dann die Vorstellungskraft endet ist an dem Punkt, wie es da, wo die Menschen jetzt sind, eigentlich aussieht. Und dass dies schwierig ist zu verstehen, ist vollkommen verständlich, denn wir Inkarnierten haben nur eine sehr begrenzte Vorstellungswelt, die vermutlich nicht ausreicht, um sich dem auch nur anzunähern. Da ich neugierig bin, frage ich im Jenseitskontakt gerne nach, wo sich die Menschen denn nun befinden. Und da wird es ganz spannend.

Das Jenseits – wie ist es da mit der Zeit?

Das Jenseits ist ebenfalls eine Welt wie das Diesseits, nur sehr viel vielfältiger. Was sicher ein absoluter Unterschied zu hier ist, ist die Gleichzeitigkeit. Es ist alles gleichzeitig vorhanden. Die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft. Und wenn die Menschen in der geistigen Welt denken, dass sie z.B. im irdischen Zuhause vorbeischauen wollen, dann sind sie im gleichen Moment auch schon dort. Zeit spielt in der geistigen Welt keine Rolle. Deshalb ist es auch nicht immer leicht zuverlässige Zeitangaben aus der geistigen Welt zu erhalten. Manchmal klappt es, wenn es in der Erinnerung der Menschen noch gut verankert ist.

An welchen Orten sind die Menschen in der geistigen Welt?

Rudolf Steiner hat es einmal gut beschrieben. Er sagte sinngemäß: „Wenn ein Mensch zum Beispiel sich nicht damit abfinden kann, dass er gestorben ist, dann baut er sich in der geistigen Welt – nur mit der Kraft des Gedankens – ein Abbild seiner physischen Welt. Er lebt dann weiter in seinem Haus, geht weiterhin in sein Büro und führt alles so fort, wie er es zu Lebzeiten auch getan hat.“ Dies alles ist ohne Weiteres möglich. Mir zeigen sich die Menschen in der geistigen Welt oftmals in ähnlichen Situationen, die die Angehörigen auch aus der physischen Welt kennen. An einem Bistrotisch stehend und sich unterhaltend oder wie auf einem Marktplatz stehend und zu den Menschen sprechend, oder in einem Garten sitzend… In der geistigen Welt kann man sich die Orte, an denen man sein will, im Augenblick erschaffen. Wenn ich zum Beispiel nachfrage, ob auch andere Angehörige bei dem Menschen in der geistigen Welt sind, dann erhalte ich oftmals das Bild, dass sie wohl da sind, dass Derjenige auch weiß, dass sie da sind, aber sie derzeit nichts gemeinsam zu tun haben. Das ist dann ohne jegliches Bedauern. Da es keine Zeit gibt, ist es nicht wichtig, ob man sich jetzt oder später trifft. Die Menschen sind ohne jede Eile und ohne jeglichen Druck. Sie scheinen ganz genau darin geleitet zu werden, was als nächstes zu tun ist.

Oftmals befinden sich die Menschen in wunderschönen Landschaften, in denen es offenbar von ganz vielen Wesenheiten wimmelt und deren Anwesenheit die Menschen erfühlen. Es wird die Anwesenheit anderer Wesen sowieso mehr erfühlt als gesehen. Es ist, als ob die Menschen in der geistigen Welt genau wissen, wer alles hier ist und wie alles miteinander verwoben ist. Und sie fühlen sich, da wo sie sind, sehr zuhause.

Wer leitet die Menschen in der geistigen Welt an – Geistführer, Engel?

Aus meiner Sicht sind es diese beiden Begleiter, die den Menschen sowohl im physischen Leben, aber auch zwischen den einzelnen physischen Leben anleiten und ihnen zeigen, was zu tun ist. Der Geistführer, der uns durch alle Leben begleitet und der persönliche Engel, der uns ebenfalls durch alle Leben begleitet, sind um uns herum. Im nachtodlichen Leben sind wir freier. Wir haben einerseits die Aufgabe, uns unser Leben noch einmal genau zu betrachten – und zwar nicht wie wir es erlebt haben, sondern wie die anderen Menschen uns erlebt haben. Wir erleben die Gefühle, die wir in anderen hervorgerufen haben. Und daraus ziehen wir dann unsere Schlüsse. Und darüber beraten wir uns dann auch sowohl mit dem Geistführer als auch mit dem persönlichen Engel.

Wieso inkarnieren wir dann wieder?

Viele Menschen fragen sich, wieso wir eigentlich wieder inkarnieren, wo es doch in der geistigen Welt so schön ist? Doch ist die Zeit, die wir auf der Erde verbringen sehr wichtig, weil wir gewisse Entwicklungsschritte nur hier vollbringen können. Wir entscheiden uns – aufgrund unserer eigenen Erkenntnisse bei der Lebensrückschau – wie und in welche Umstände wir später wieder inkarnieren wollen. Da kommt dann in weiterer Folge auch noch dazu, dass wir nach der Rückschau auf das letzte Leben auch sehen, wer wir in all den früheren Leben waren und wie weit wir mit unserem Seelenplan gekommen sind. Und das sind die Grundlagen für unsere nächste Inkarnation. Natürlich besprechen wir das auch mit den Menschen unserer Seelengruppe, die nach und nach ebenfalls in der geistigen Welt ankommen. Und dies ist ein höchst kompliziertes Unterfangen nach unseren Maßstäben im Diesseits. Aber im Jenseits ist es gar nicht so kompliziert, da alle Vorgänge gleichzeitig ersichtlich sind, und wir über ein wesentlich komplexeres Bewusstsein verfügen. Und wir legen dort andere Maßstäbe an, als wir sie während einer Inkarnation anlegen. Ein Klient von mir sagte vor ein paar Tagen: „Ich muss hirntot gewesen sein, als ich mir dieses Leben ausgesucht habe.“ Und das war sehr treffend. Ja, das Gehirn, das physische Gehirn, hatte dabei nichts mitzusprechen. In diesen Entscheidungen sind wir viel überpersönlicher. Das, was uns jetzt hier vielleicht so schrecklich erscheint, sind aus der geistigen Welt heraus betrachtet wichtige Erfahrungen, die wir machen wollten(!). Dies ist mir unserem 3D-Denken kaum vorstellbar.

Wie sehen die Menschen in der geistigen Welt die physische Welt

Ich habe den Eindruck, dass die physische Welt aus der geistigen Welt nicht genauso wahrgenommen wird, wie wir sie wahrnehmen, sondern sie wird mehr in der seelischen Qualität wahrgenommen. Oftmals fragen die Klienten: „Wie findet er/sie das, wie ich das Haus neu gestrichen habe?“ Und dazu erhalte ich dann oftmals ein geistiges Achselzucken. Wenn allerdings etwas mit ganz besonders viel Liebe getan wurde, dann nehmen es die Menschen in der geistigen Welt wahr. Sie sehen uns also nicht und denken: Uff, der rote Rock steht ihr jetzt aber gar nicht.“ Sondern sie sehen uns und denken: „Ach, heute ist ihr Herz weit und offen und frei von Kummer.“ Das ist nur ein winzig-kleines Beispiel um das verständlich zu machen. Deshalb spielen viele der materiellen Dinge in der geistigen Welt auch keine Rolle mehr. Ich werde auch oft gefragt: „Ist es für z.B. die Oma in Ordnung, wenn wir ihr Haus verkaufen?“ Und da erhalte ich meist auch nur Gleichgültigkeit. Lediglich wenn es darum geht, für den Angehörigen eine Sicherheit zu schaffen oder zu erhalten, haben die Menschen in der geistigen Welt daran Interesse. Ansonsten spielt es keine Rolle, auch wenn es im physischen Leben sehr wichtig war.

Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Eindruck der geistigen Welt geben. Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Freitag.

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Portaltage Teil 4 – Berufe in der neuen Welt

Ach, mich holt die Vergangenheit doch immer wieder ein – war ich doch sehr lange Berufsorientierungs-Coach und habe mit großer Leidenschaft immer die Lage am Arbeitsmarkt und auch in den selbständigen Bereichen sondiert. Für die neue Welt werden wir jetzt eine Menge neuer Berufe brauchen und das ist super aufregend. Es genügt nicht mehr, dass Büros organisiert, Waren produziert und gewisse Dienstleistungen erbracht werden – wir brauchen nun zusätzlich noch eine Menge ganz anderer Bereiche, die für sensitive Menschen geeignet sind. Daher möchte ich heute mal eine Liste von diesen Berufen vorstellen:

Berufe, die mit Heilung zu tun haben

  • Geistheiler und Energetiker für Menschen und Tiere – diese Heiler arbeiten daran, das energetische Gleichgewicht im Menschen oder Tier wieder herzustellen und dadurch für Gesundheit zu sorgen.
  • Tierkommunikatoren – Menschen, die mit dem Bewusstsein der Tiere kommunizieren und dies in die Menschenwelt tragen können
  • Space-Healers, Energetiker und Heiler für Häuser und Wohnungen – diese Menschen nehmen Kontakt mit der Wesenheit des Ortes auf, identifizieren und entfernen nicht-dienliche Energien und stärken die dienlichen Energien. Ebenso erfragen sie bei der Wesenheit des Hauses, was dem Ort Heilung bringen könnte
  • Heiler für Grundstücke und Landschaften – diese Menschen nehmen Kontakt auf mit dem Genius Loci, dem Geist oder Bewusstsein des Ortes und erfragen, was dieser Ort brauchen könnte. Sie kümmern sich darum, wenn ein Ort bebaut werden sollte, wo die heiligen Stätten dieses Ortes sind, damit diese nicht zerstört werden. Außerdem arbeiten sie mit den Energiebahnen der Erde, und stärken diese, bzw. schwächen störende Energien ab
  • Heiler für die Atmosphäre – diese Menschen beschäftigen sich mit Geräten, wie z.B. Natur-Frequenz-Stationen und forschen und tüfteln aus, was die Atmosphäre braucht, bzw. wie man diese auch von Chemtrails und anderen Störungen heilen kann

Berufe, die mit der Kommunikation mit der geistigen Welt zu tun haben

  • klassische Medien, die Jenseitskontakte herstellen können – diese Menschen sorgen für den geregelten Austausch zwischen den Welten
  • Menschen, die mit Naturgeistern und Elementarwesen kommunizieren – diese stärken den Kontakt zwischen den Menschen und den Naturgeistern und Elementarwesen und arbeiten mit ihnen zusammen
  • Menschen, die mit Engeln arbeiten – diese Menschen werden den Kontakt zwischen den Menschen und den Engelhierarchien pflegen und deren Botschaften an die anderen Menschen weitergeben
  • Channel-Medien – das sind Menschen, die aufgestiegene Meister, Wesenheiten von anderen Planeten und andere geistige Wesenheiten channeln und deren Botschaften verbreiten

Berufe, die mit der Verbreitung von geistigem Wissen zu tun haben

  • Erwachsenenbildungstrainer, die über Seminare und Vorträge das Wissen an viele andere Menschen weitergeben
  • Blogger und Youtuber, die über die verschiedenen Wahrnehmungen schreiben und sprechen
  • Schriftsteller, die das Wissen in Büchern verbreiten

Berufe die mit Forschung zu tun haben

  • Techniker, die zu den verschiedenen Möglichkeiten zur Energie-Gewinnung forschen
  • Menschen, die Apparaturen zur Atmosphären-Heilung entwickeln
  • Menschen, die nach neuen Heilmethoden forschen
  • Menschen, die im Bereich der übersinnlichen Kommunikation forschen
  • Menschen, die an neuen Währungssystemen arbeiten
  • Menschen, die sich mit Anbaumethoden beschäftigen
  • Menschen, die sich mit der wahren Bedeutung von Kristallen beschäftigen
  • Menschen, die mit den Pflanzendevas Kontakt aufnehmen und das Reich der Pflanzen in den Plan mit einbeziehen

Manager und Organisatoren

  • Es wird Menschen geben, die sich um die Vernetzung der Menschen kümmern
  • Es wird Menschen geben, die Forschungseinrichtungen gründen, die diese Forschung überhaupt erst ermöglichen
  • Es wird Menschen geben, die ganz neue Heilzentren errichten
  • Es wird Menschen geben, die weltweit darauf schauen, dass alle Interessen und Notwendigkeiten berücksichtigt werden
  • Es wird Menschen geben, die sich ganz in den Dienst von Gaia, Mutter Erde, stellen und weltweit die Menschen darin schulen, wie sie Gaia rücksichtsvoll behandeln können und bereits vorhandene Schäden heilen

Die Liste könnte endlos weitergeführt werden. Und all das Wissen aus den vorherigen Berufen darf nun in diese Arbeiten auch mit einfließen. Wer sich bereits Wissen in bestimmten Bereichen angeeignet hat, kann nun auf diesem Wissen aufbauen und einen neuen Beruf für die neue Welt entwickeln.

Wir, vom Medium and Healer College sind bereit, all das neue Wissen in den nächsten Jahren zur Verfügung zu stellen, damit sich möglichst viele Menschen auf den Weg machen können, um die neue Welt zu gestalten.

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Sonntag!

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Mystic Art Design auf Pixabay

Wir brauchen die geistige Welt und ihre Bewohner um die kommende Zeit gut zu überstehen

Das ist wirklich keine Übertreibung. Um die kommende Zeit gut zu überstehen, ist es wichtig, dass so viele Menschen wie nur möglich, den Schritt machen und die geistige Welt in ihren Wahrnehmungsraum aufnehmen. Unser Gehirn kann uns zwar oft Lösungen anbieten oder auch vorgaukeln, aber diese Art von Inspiration, die wir nun brauchen, erhalten wir nur aus der geistigen Welt. Ich möchte noch einmal kurz aufzählen, wer uns denn aus der geistigen Welt beisteht.

Engel

Wir sind stets angeleitet von Engeln. Zum einen haben wir unseren persönlichen Engel, der uns seit allen Ewigkeiten begleitet und der stets an unserer Seite ist, aber auch die höheren Engelhierarchien sind in dieser Zeit in unser Schicksal involviert. Erzengel Michael ist nur einer von vielen höheren Engelwesen, die uns derzeit zur Seite stehen und auf deren Rat und Inspiration wir hören sollten.

Menschen in der geistigen Welt

Es gibt eine Menge Menschen, die verfrüht in die geistige Welt gegangen sind, um von dort aus die Zeitenwende mitzutragen. Vieles muss von der Erde aus erledigt werden, aber bestimmte Menschen haben sich bereit erklärt aus der geistigen Welt heraus zu wirken. Es ist wichtig, dass wir mit diesen Menschen in Kontakt treten.

Unser höheres Selbst und unser Ich in verschiedenen Dimensionen

Wir brauchen nicht denken, dass das, was hier hier verkörpern, unser ganzes Sein ist. Wir haben viele Teilaspekte von uns in unterschiedlichen Welten und es ist von großer Bedeutung, mit diesen Aspekten wieder bewusst in Kontakt zu treten. Unbewusst sind wir es ja schon.

Naturgeister und Elementarwesen

Vor allen Dingen die großen anleitenden Naturgeister und Elementarwesen sind nun bereit, mit uns zu arbeiten. Es ist von absoluter Wichtigkeit, dass wir uns der Welt der Naturgeister und Elementarwesen annähern und gemeinsam mit ihnen (er-)schaffen. Nur mit ihnen können wir die Herausforderungen meistern.

Krafttiere

Wer ein Krafttier hat, der darf sich glücklich schätzen, denn auch unserere Krafttiere verfügen über eine Menge Möglichkeiten, uns durch diese Zeit zu begleiten und uns zu unterstützen.

Geistführer

Wir brauchen keine Angst zu haben, dass wir einer Sache – egal welcher! – nicht gewachsen sein werden. Wir haben unsere Geistführer an unserer Seite, die uns immer wieder helfen, Schwierigkeiten zu meistern.

Das morphische Feld

Außerdem werden wir lernen müssen, Informationen aus dem morphischenen Feld zu holen, da dies unter Umständen für eine kurze Zeit die uns bekannten Informationskanäle ersetzen wird. Das tut es in einem gewissen Ausmaß auch bereits jetzt, aber dies wird sich noch viel mehr intensivieren müssen.

Wir dürfen die kommende Zeit insgesamt dazu verwenden, dass wir weit über unsere Persona, also diesen Teil, der gerade inkarniert ist, hinauswachsen. Dies ist eine wunderbare Gelegenheit, der Menschheitsentwicklung einen richtigen Drive zu geben. Ich wünsche mir, dass wir möglichst viele Menschen sind, die gemeinsam in der nächsten Zeit, die neue Welt erschaffen.

Wer sich gerne mit all diesen Themen näher auseinandersetzen möchte, der ist herzlich in der neuen Hellsinne-Gruppe willkommen, die am Samstag, den 10.09. startet. Einen besonderen Augenmerk werden wir dieses Mal auch darauf richten, mit den vielen Aspekten unseres Selbst zu kommunizieren.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Start in die Woche

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

PS: Ich bin Euch noch ein Foto der Natur-Frequenz-Station schuldig. Das bekommt ihr, sobald ich sie in Betrieb genommen habe!

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Fragen und Antworten – Wie nimmst Du Kontakt zu Deinem geistigen Team auf?

Gestern habe ich über das geistige Team geschrieben und heute möchte ich darauf eingehen, wie Du Kontakt zu Deinem geistigen Team aufnehmen kannst. Ich habe es ja immer mal wieder angeschnitten, dass es möglich und auch hilfreich und wünschenswert ist, wenn wir alle Kontakt zu unserem geistigen Team haben. Nur funktioniert das nicht einmal eben im Vorbeirasen, sondern im Kontakt zu stehen mit seinem geistigen Team bedeutet, eine Beziehung zu den feinstofflichen Wesenheiten aufzunehmen. Und wie auch in der grobstofflichen Welt wollen Beziehungen gepflegt werden. Daher ist es mehr eine Lebenseinstellung und ein Lebensstil als eine kurze Übung.

Voraussetzungen für die Beziehung mit dem geistigen Team

Um eine Beziehung mit dem geistigen Team aufzubauen, darfst Du Dir bewusst machen, dass es eine Entscheidung ist. Die Frage ist nicht, wie kann ich instant, mit ein paar trickreichen Übungen diesen Kontakt herstellen, sondern, wie werde ich mein Leben in Zukunft führen, dass ein Kontakt und eine dauerhafte Beziehung hergestellt werden kann? Und dies bedeutet für uns westliche Menschen aus unserer Gesellschaft, dass wir Raum dafür schaffen müssen. Innerer und äußerer Raum und Zeiträume werden dafür notwendig sein. Es bedarf zunächst einmal der Erkenntnis – über die schon oft geschrieben habe – dass auch wir Bewohner der geistigen Welt sind. Wir sind nicht nur unser Körper, den wir sehen und fühlen können, sondern wir sind auch geistige Wesenheiten – selbst wenn uns das bislang noch nicht bewusst ist. Aber für den Anfang genügt es, wenn wir dies anerkennen.

Du fängst am besten mit dem Aspekt an, mit dem Du am leichtesten Verbindung eingehen kannst

Engel

Wenn Du mit den Engeln Kontakt aufnehmen möchtest, dann ist es wichtig, dass Du Dich mit deren Schwingung beschäftigst. Engel schwingen sehr hoch und stehen in ihrer Entwicklung über uns Menschen. Es ist hilfreich, wenn Du damit anfängst, über Engel zu lesen und bereits mit ihnen zu sprechen, auch wenn Du noch keine Wahrnehmungen hast. Du kannst die Engel zu allen Belangen ansprechen, aber sie fühlen sich nicht für alle Belange zuständig. Wenn Du Hilfe für Dein Geschäft suchst, sind die Engel vielleicht nicht gerade die richtigen Ansprechpartner. Jedoch, wenn es darum geht, Deinen übergeordneten Seelenpfad zu finden, können sie Dir hilfreich zur Verfügung stehen. Engel lieben es, wenn Du betest, wenn Du Dich mit mit dem göttlichen Impuls beschäftigst und eine echte – nicht konfessionelle – Religiosität pflegst. Dabei geht es vielmehr darum, ein göttliches Prinzip anzuerkennen, als diesem einen bestimmten Namen zu geben. In unserer monotheistischen Staatsreligion werden andere göttliche Prinzipien generell verneint. Aber auch das ist ein Herunterbrechen, das durch Menschen – die wiederum bestimmte Absichten verfolgt haben – geschehen ist. Du kannst auch das Göttliche in Mutter Erde und in allen Naturkräften sehen. Das Wiederaufkommen von Naturreligionen zeigt ja, dass dies in den Menschen immer noch lebendig ist. Konfessionelle Kirchen haben eigentlich ausgedient. Sie haben den Menschen Gebote und Verbote auferlegt, nicht um die spirituelle Entwicklung zu fördern, sondern um Machtstrukturen aufzubauen und zu bewahren. Es ist nun an der Zeit, dass wir zu einem individuellen Glauben finden.

Geistführer

Wenn Du in Kontakt mit Deinem Geistführer treten möchtest, dann ist es gut, wenn Du Dich auch darüber gut informierst. Achte darauf, welche Eingebungen Du hast, welche Themen Dich besonders anziehen – auch und gerade dann, wenn Du diese Wahrnehmungen bislang ignoriert hast. Dein Geistführer steht in direkter Verbindung mit Deinem Seelenweg. Und er ist auch der richtige Ansprechpartner, wenn es um konkrete Umsetzungen geht. Auch für den Kontakt mit dem Geistführer brauchst Du die Fähigkeiten, Deine Energie anzuheben. Dies kannst Du in bestimmten Übungen lernen, aber Du kannst es auch mit Medititation und Kontemplation versuchen.

Menschen in der geistigen Welt

Die Menschen aus der geistigen Welt sind am Anfang am einfachsten zu erreichen. Sie kennen oftmals Deine Schwingung ganz genau und können sich darauf einstellen. Einfache Wahrnehmungen sind sogar ohne große Übung möglich. Wenn Du allerdings detailreiche Wahrnehmungen haben möchtest, dann sind auch hier bestimmte Übungen notwendig. Aber für den Anfang genügt es ja schon, wenn Du wahrnehmen kannst, dass die Menschen aus der geistigen Welt bei Dir sind und Dir beistehen.

Krafttiere und Krafttier-Reise

Um sein Krafttier zu finden und kennenzulernen machst Du am besten eine schamanische Reise. Du wechselst dabei den Bewusstseinszustand von der Wahrnehmung der alltäglichen Wirklichkeit zur nicht-alltäglichen Wirklichkeit. Am besten geht dies, wenn Du auf dem Klang der schamanischen Trommel, die Dich mit ihrem monotonen Rhythmus in die nicht-alltägliche Wirklichkeit bringt, reist. Allerdings sollte diese Reise, solange Du noch keine Übung hast von einem erfahrenen Menschen angeleitet werden. In der nicht-alltäglichen Wirklichkeit gibt es drei Welten: Die untere Welt, die obere Welt und die mittlere Welt. Die Krafttiere sind in der unteren Welt beheimatet. Dort triffst Du – wenn Du es schaffst – auf Dein persönliches Krafttier, das Du mitbringst und das Dir ab sofort zur Seite steht. Krafttiere sind geistige Ressourcen für jede Lebenslage. Sie bringen Dir eine Ressource oder eine Fähigkeit mit, die Du für Dein Leben und für Deine Arbeit brauchst. Jedes Tier steht für einen ganz bestimmten Aspekt und hat eine eigene Bedeutung – egal wie klein und unscheinbar das Tier in der physischen Welt sein mag.

Falls jemand das Bedürfnis verspürt, in näheren Kontakt mit seinem geistigen Team zu kommen, stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Sonntag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Enrique Meseguer auf Pixabay

Fragen und Antworten: Wann stehen uns Menschen aus der geistigen Welt zur Seite und wann der Geistführer? Welche Rolle hat der Geistführer?

So, heute möchte ich eine weitere Frage beantworten, die mir gestellt wurde. Es geht darum, wer uns wann zur Seite steht. Und damit es nicht zu einfach wird, werde ich diese Gruppe noch erweitern durch den Engel, der uns ebenfalls begleitet. Außerdem gibt es auch noch die Krafttiere, die uns ebenfalls helfen, unsere Aufgaben zu erledigen. Dazu muss ich ein wenig ausholen. Ihr könnt Euch also gerne mal einen Kaffee holen. Ich vermute, es wird etwas länger.

Das geistige Team

Ich spreche ja gerne vom geistigen Team, da wir nicht nur von einer, sondern von vielen Wesenheiten begleitet werden.

Der Engel, der uns begleitet

Wir alle sind von einem Engel begleitet, das ist der, den man gemeinhin als Schutzengel bezeichnet. Und dieser Engel kennt uns besser, als wir uns selbst. Er begleitet uns durch alle Inkarnationen hindurch – von Anfang an. Und dieser Engel hat sich unserem Schutz verschrieben. Er kennt unseren Seelenplan und hat dadurch die Möglichkeit, uns immer wieder durch leises Einflüstern daran zu erinnern. Aber er kann nichts tun, gegen unseren freien Willen. Wenn wir uns zum Beispiel entscheiden würden, auf die dunkle Seite zu wechseln, so muss dieser Engel mit uns mitgehen. Wir besiegeln damit nicht nur unser Schicksal, sondern auch seines. Er hat nicht die Wahl, sich zu entscheiden, da gehe ich mit oder nicht, sondern er bleibt immer treu an unserer Seite – auch dann, wenn es ihm selbst zum Nachteil wird. Wir können es uns vielleicht vorstellen, welche Qualen ein so lichtes Wesen wie ein Engel durchmacht, wenn wir es mitnehmen auf die dunkle Seite. Doch selbst dann, wird er uns nicht im Stich lassen. Er kann Dinge verhindern – zum Beispiel Unfälle – die nicht unserem Seelenplan entsprechen. Darüber gibt es massenhaft Berichte, wie der Engel Menschen das Leben gerettet hat.

Viele Engel in unserer Umgebung

Ich finde das Buch von Lorna Byrne „Engel in meinem Haar“ wunderschön, weil sie – die sie seit ihrer Kindheit Engel wahrnimmt – darin so wunderbar anschaulich beschreibt, wie viele Engel stets um uns herum sind, und dass wir diese bitten können, uns zu helfen, wenn wir ihrer Hilfe bedürfen. Wir können also auch auf diese himmlischen Wesenheiten zurückgreifen, wenn wir das Bedürfnis nach besonderer Hilfe verspüren. Ich habe immer, wenn meine Kinder krank waren, die Heilengel gebeten, sich um das Bett herum aufzustellen und dem jeweiligen Kind zu helfen, sich selbst zu heilen. Diese „freien“ Engel gehören zwar nicht direkt zu unserem persönlichen geistigen Team, stehen uns aber, auf unsere Bitte hin, zur Verfügung und tun dies auch gerne.

Der Geistführer

Wenn wir von Geistführer sprechen, so sprechen wir von einer Wesenheit, die meist nicht oder schon sehr lange nicht inkarniert war. Es sind Wesenheiten, die oftmals auch als „aufgestiegene Meister“, also Menschen, die ihren Inkarnationszyklus beendet haben, oder aber Wesenheiten wie „Silver Birch“, der über Maurice Barbanell die Menschen geistiges Wissen gelehrt hat. Derzeit spricht das Medical Medium Anthony William über seinen Geistführer „Spirit“, wie er ihn nennt, darüber wie Menschen Krankheiten durch Ernährung uns Lebensstil heilen können, auch über die wahren Hintergründe von bestimmten Krankheiten. Estelle Roberts hatte einen Geistführer namens „Red Cloud“, der durch sie hindurch sprach. Der Geistführer hängt immer mit unserem Seelenplan zusammen. Wenn unser Seelenplan vorsieht, dass wir als Heiler oder Medium tätig werden sollen, dann werden wir einen Geistführer haben, der uns – während wir schlafen – in diese Richtung unterrichtet und praktisch unseren Seelenplan in unserer Seele wach halten.

Geistführer für bestimmte Zeiten

Aber zu unserem – ich nenne ihn einmal „Haupt-Geistführer“ – gesellen sich oftmals auch noch andere geistige Wesenheiten, die uns ebenfalls im Sinne eines Geistführers helfen, unseren Seelenplan zu erfüllen. Und dies sind oftmals tatsächlich auch Menschen in der geistigen Welt, die uns dabei unterstützen. Um bei dem Beispiel „Heiler“ zu bleiben. Viele spirituellen Heiler haben sogar ehemalige Ärzte in ihrem Team, die ihnen helfen, Zusammenhänge zu erkennen. Oder wenn wir uns mit unserer ganzen Liebe Pflanzen und ihrer Bedeutung widmen, dann kann es sein, dass wir auch einen Botaniker oder eine Heilkräuterfrau in unserem Team haben, der oder die uns Wissen über die Pflanzen zuflüstert. Es kann auch sein, dass wir Aspekte von z.B. Hildegard von Bingen in unserem Team haben. Es gibt ja in der geistigen Welt auch die Möglichkeit, dass manche Menschen zwar schon wieder inkarniert sind, aber Aspekte von ihnen, die ganz besonders mit ihrem Werk zusammenhängen, immer noch aus der geistigen Welt heraus wirken. Nehmen wir als Beispiel Rudolf Steiner. Unter Umständen ist er bereits wieder inkarniert, und doch nehme ich und KollegInnen ihn immer wieder in der Nähe von ernsthaft suchenden Menschen wahr. Wir dürfen uns die geistige Welt nicht digital vorstellen. Wir alle existieren mehrmals in verschiedenen Formen und Dimensionen. Sobald wir diese 3D-Ebene verlassen haben wird alles riesengroß und es eröffnen sich – uns hier auf der Erde – völlig unbekannte Möglichkeiten. Ich bin sogar davon überzeugt, dass wir sogar, während wir inkarniert sind, anderen Menschen, unter Umständen in parallelen Welten, ebenfalls zur Seite stehen können und vice versa.

Den Geistführer kennen

Natürlich wollen die meisten Menschen ihren Geistführer kennen, aber wir müssen uns hier auch bewusst machen, dass es – selbst wenn es uns durch bestimmte Übungen gelingt ihn zu treffen – nur ein Aspekt von vielen ist, die uns begleiten. Meine Tutorin in England, Sandie Baker, hat es daher abgelehnt, den Menschen etwas über ihren Geistführer zu erzählen, weil sie sagte, dass dadurch die Menschen nicht in ihr volles Potential gehen, weil sie sich danach nur noch auf diesen Aspekt konzentrieren. Ich persönlich finde es schon sehr schön, zu wissen, wer in meinem geistigen Team ist, bin mir aber bewusst, dass dieses Wissen niemals vollständig ist und das geistige Team auch wechseln kann. Lediglich DER Geistführer, der uns meist durch mehrere Inkarnationen begleitet, ist dabei eine Konstante, ebénfalls wie DER Engel.

Unterstützung durch vertraute Menschen in der geistigen Welt

Ich erlebe im Jenseitskontakt immer wieder, dass Menschen, die uns sehr vertraut sind, aus der geistigen Welt heraus, sehr interessiert daran sind, uns zu unterstützen. Sie sind zwar auch dann nicht allwissend, aber sie erkennen wesentlich mehr Zusammenhänge als zu Zeiten, in denen sie noch einen physischen Körper hatten. Und mit diesem Wissen wollen sie uns unterstützen. Aber auch Menschen, die wir in diesem Leben nur flüchtig gekannt haben, stellen sich oftmals ein und helfen uns über bestimmte Situationen hinweg.

Die Krafttiere, die uns begleiten

In der schamanischen Tradition sind es Tiere, die uns bestimmte Eigenschaften näherbringen, bzw. uns in bestimmten Aspekten unterstützen. Und diese Krafttiere sind ebenfalls eine absolute Realität. Hierzu kann ich eine Geschichte erzählen: Als ich im Arthur Findlay College bei einem Seminar war – das war noch vor meiner formalen Ausbildung – sollte ich meinen ersten Jenseitskontakt herstellen. Ich war in diesem Moment völlig überfordert damit und rief mein Krafttier – meine Eule – zur Hilfe. Und der Jenseitskontakt klappte so wunderbar, dass die Dame, für die er war, sogar ein Bild von dem jungen Mann – ihrem Schwiegersohn – dabei hatte und ich die Evidenz auch mit eigenen Augen sehen konnte. Meine Tutorin – es war damals schon Sandie Baker – nahm mich anschließend zu Seite und zischte mir zu: „Ich verstehe nichts von Schamanismus, aber das, was Du gerade mit dem Vogel gemacht hast, war ziemlich cool.“ Ich starrte sie damals nur an. Noch nie hatte ich erlebt, dass jemand anderer mein Krafttier auf diese Art und Weise wahrnehmen konnte. Daher sind auch Krafttiere wunderbare Begleiter, die uns und unseren Lieben beistehen können.

Aber nun merke ich, dass es für heute wirklich zu lang wird. Ich werde morgen daran weiterschreiben, wie wir diese einzelnen Wesenheiten aus unserem geistigen Team ganz gezielt um Hilfe bitten können.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Samstag!

PS: Wir sind aus dem Survival-Camp aka Camping Urlaub zurück und ich bin nun zwei Wochen wieder arbeitend, bevor wir nach Kos fliegen. Falls wer noch was braucht, ich bin ab Montag wieder im Dienst.

Ganz liebe Grüße

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Wie Du selbst mit der geistigen Welt in Kontakt treten kannst

Oftmals denken die Menschen, dass die geistige Welt nur etwas ist, das für die sogenannten „Eingeweihten“ oder „Erleuchteten“ erkennbar ist. Und viele spirituelle LehrerInnen nähren dieses Narrativ. Dabei ist dies ein Riesenhumbug. Alle Menschen sind Teil der geistigen Welt. Alleine dadurch, dass jeder Mensch einen geistigen Ursprung hat und – ich würde sogar sagen – zum größten Teil rein geistig ist. Was zwischen den meisten Menschen und der geistigen Welt steht, sind die Glaubenssätze. Die einen mögen gleich gar nicht an eine Welt außerhalb des Zähl- und Messbaren glauben, die anderen glauben, dass sie nicht fähig sind, die geistige Welt zu erforschen. DOCH! Alle Menschen sind fähig, die geistige Welt zu erforschen, wenn sie es nur wollen.

Das Erforschen ist auch „nur“ ein Handwerk, das man lernen kann

Wenn Du wirklich in Kontakt treten willst mit der geistigen Welt, dann gibt es eine Art Fahrplan, was dabei zu tun ist. Und der ist gar nicht so schwierig. Zunächst darfst Du Dich von all diesen Glaubenssätzen verabschieden. Die erste Voraussetzung ist, dass Du Dir die Existenz der geistigen Welt bewusst machst. Und dann gibt es ja auch viele Bereiche. Nicht jeder will Kontakt mit Verstorbenen suchen. Manche Menschen wollen Kontakt zu Engeln oder Elementarwesen und Naturgeistern oder auch zu Geistführern.

Kontakt zu Verstorbenen

Wenn Du Dir vor Augen hältst, dass der Tod nicht das Ende des Lebens ist, und auch nicht sein kann, dann ist es auch klar, dass die Menschen, die wir „verstorben“ nennen, immer noch da sind und auch ihr eigenes Leben führen. Es gibt in Wahrheit keinen Tod – es gibt nur Leben mit und ohne physischen Körper. Wir nennen es nur „Tod“ weil wir nicht verstanden haben, dass alle Menschen ewig leben. Und zwar nicht irgendwo aufgelöst im Nirvana, sondern ganz konkret. Wenn wir sterben, gehen wir nur auf die andere Seite des Vorhanges. Wir sind praktisch nach Hause zurück gekehrt, um dort die gemachten Erfahrungen während unserer Inkarnation zu verarbeiten und zu integrieren. Manchmal sind die Menschen in der geistigen Welt so beschäftigt, dass sie nicht zu einem Jenseitskontakt kommen können, aber meist nehmen sie auch Anteil an Deinem Leben. Es ist gut, wenn Du Dich mit Ihnen unterhältst, wie Du es auch getan hast, als sie noch einen Körper hatten. Da die Menschen aus der geistigen Welt heraus uns nicht ganz so wahrnehmen, wie wir uns sehen, ist es gut, wenn Du zur innigen Zwiesprache eine Kerze anzündest. Das Licht der Kerze und Deine Gedanken leuchten in die geistige Welt hinein. Erzähle den Menschen in der geistigen Welt, was Dich bewegt und womit Du Dich gerade beschäftigst. Du kannst auch Fragen stellen. Achte auf Deine Empfindungen! Natürlich muss man so etwas üben und man braucht Ruhe und Zeit dazu – aber dann stellen sich irgendwann die Erkenntnisse ein.

Kontakt zu Engeln

Jeder von uns hat einen bestimmten Engel an seiner Seite, der uns über alle Inkarnationen begleitet – bedingungslos! Er liebt uns so sehr, dass er sogar mit uns in die Hölle gehen würde. Dieser Engel kennt uns besser, als wir uns kennen. Denn er kennt alle unserer vergangenen Leben und auch unsere zukünftigen. Wenn Du mit Deinem Engel kommunzieren möchtest, dann geht das am besten über die Dankbarkeit. Beginne damit, diesem Engel täglich zu danken. Er ist nicht ganz so leicht wahrzunehmen wie andere Bewohner der geistigen Welt, weil er sehr nahe an uns dran ist. Aber im Lauf der Zeit können wir lernen, seine Energie von anderen Energien zu unterscheiden. Es ist wichtig, dass Du Dich regelmäßig an ihn wendest. Denn dann kann er Dir auch noch besser zur Seite stehen. Wenn Du Hilfe von ihm möchtest, ist es gut, wenn Du ihn darum bittest. Denn er darf nicht unaufgefordert in Dein Schicksal eingreifen. Doch wenn Du ihn darum bittest, Dir den richtigen Weg zu zeigen (falls Du zum Beispiel eine Entscheidung treffen musst) dann wird er Dir Zeichen geben.

Kontakt zu Elementarwesen und Naturgeistern

Wer am allerdringstlichen derzeit auf unseren Kontakt wartet, sind die Elementarwesen und Naturgeister. Sie sind diejenigen, mit denen wir ständig zu tun haben. Keine Pflanze würde ohne sie wachsen und nichts, das jetzt besteht, wäre ohne sie denkbar. Sie wirken und schaffen in allem was ist. Und die Elementarwesen und Naturgeister warten darauf, dass wir mit ihnen in Kontakt treten. Allerdings müssen wir auch wissen, dass sie bereits sehr enttäuscht sind von uns Menschen, weil wir so wenig Interesse an ihnen zeigen und jeder Mensch einfach nur „sehen“ will. Doch wenn Du ernsthaft mit ihnen in Kontakt treten willst, dann ist es gut, wenn Du Dich irgendwo in der Natur still hinsetzt und sie einfach einmal begrüßt. Selbst wenn Du dabei keine Wahrnehmungen hast, veränderst Du dabei etwas in der Welt der Elementarwesen. Es dauert unterschiedlich lange, bis sie sich zeigen, aber eines Tages wirst Du zumindest ihre Anwesenheit erfühlen. Aber die Kontaktaufnahme von uns Menschen ist eine Bringschuld. Ebenso kannst Du Kontakt zu Deinem Haus- oder Wohnungswesen aufnehmen, sogar zu den Wesenheiten in Deinen technischen Geräten. Je bewusster Du Dir machst, dass überall – in ALLEN Dingen, in jeder Erscheinung in der Natur – Elementarwesen und Naturgeister wirken, desto eher wirst Du die verschiedenen Energien zu unterscheiden lernen.

Falls Du wirkliches Interesse bekommen solltest, Deine Hellsinne zu schulen, so startet im September erneut eine Hellsinne-Jahresgruppe. Siehe hier: Hellsinne-Jahresgruppe

In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Freude mit der Erforschung der geistigen Welt. Heute ist Montag, Tag des Wassers, Du kannst ja mal ausprobieren, ob Du mit einem Wasserwesen in Kontakt treten kannst. Gehe einfach zu einem ruhigen Ort am Wasser und beginne damit, den Wasserwesen für ihr unermüdliches Tun zu danken.

Schönen Tag wünsche ich Dir und Euch allen

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Enrique Meseguer auf Pixabay

Beltane – Fest der Sonne am Sonntag

Es ist unglaublich wunderbar, wie dieses Jahr die Feste fallen. Der Sonntag, der Tag der Sonne und Beltane das Fest der Sonne am gleichen Tag. Die heutige Sonnenkraft mag uns ein Zeichen sein, dass auch in düsteren Zeiten das Licht immer viel stärker ist als die Dunkelheit. Wenn auch dunkle Mächte versuchen, das Weltgeschehen in ihren Bann zu ziehen, Kriege zu führen und Menschen in Abgründe zu schicken, so ist die ungebrochene Kraft der Sonne ein Zeichen, dass wir uns nur der lichten Seite zuwenden müssen, um den Sieg über die Dunkelmächte zu erringen. Die Sonne, der Sitz des höchsten Sonnenwesens – Christus – ist das Sinnbild der ewigen Liebe und des grenzenlosen Vertrauens.

Was Rudolf Steiner über die Sonne und die Sonnenwesen sagt – Quelle: Anthrowiki

Michael als großes Sonnenwesen

Der führende Erzengel der Sonnensphäre ist Michael. „Nun, Sonne ist für denjenigen, der wirklich erkennt, nicht der physische Gasball, als den ihn die heutige Physik beschreibt, sondern eine Summe von geistigen Wesen. Und die hauptsächlichsten geistigen Wesenheiten, die von der Sonne aus sozusagen das Geistige, das Spirituelle ausstrahlen, wie physisch das Sonnenlicht oder ätherisch das Sonnenlicht strahlt, die gruppieren sich alle um ein gewisses Wesen, das wir nach einer alten christlich-heidnischen, christlich-jüdischen Benennung könnten wir auch sagen, als das Michael-Wesen bezeichnen können. Michael wirkt aus der Sonne. Und das, was geistig die Sonne der Welt zu geben hat, kann man auch dasjenige nennen, was Michael mit den Seinigen der Welt zu geben hat.“ (Lit.:GA 243, S. 138f)

Das höchste Sonnenwesen – Christus

Der höchste führende Sonnengeist aber war der Christus selbst. Er war schon der oberste Führer der alten Sonnenentwicklung und auch während der eigentlichen Erdenentwicklung war zunächst die Sonne seine Heimat und hier wirkte er als schöpferischer Geist, als schaffendes Weltenwort, durch die Gemeinschaft der sieben Elohim.

„Das, was man da an materialistischen Kosmologien heute entwickelt, das ist ja pure Phantasterei. So hat man sich nicht vorgestellt in älteren Zeiten: die Sonne – ein Gasball, der da draußen schwimmt, sondern die Sonne war ein Geistwesen. Das ist sie auch für den wirklichen Weltanschauer heute noch: ein Geistwesen, das sich nur äußerlich in der Weise repräsentiert, wie das Auge eben die Sonne wahrnehmen kann. Und dieses zentrale Geistwesen empfand die ältere Menschheit als eins mit dem Christus. Die ältere Menschheit wies auf die Sonne, wenn sie von dem Christus sprach.“ (Lit.: GA 207, S. 183)

Um die Folgen des Sündenfalls auszugleichen, stieg der Christus aber zum Heil der Menschen im Laufe eines langen kosmischen Entwicklungsprozesses, in dem er die Vorstufen zum Mysterium von Golgatha durchlebte, auf die Erde herab und verband sich mit dieser durch das Mysterium von Golgatha, damit auch sie einst Sonne werde und so zu einer höheren Daseinsform aufsteige.

„Diese wirkliche Sonne besteht aus geistigen Wesenheiten, die sich der physischen Sonne bedienen, wie die Menschen sich der Erde bedienen. Die inneren Geheimnisse dieses Sonnendaseins zu schauen und zu offenbaren, das war die Aufgabe des großen Sonnenorakels. Für dieses war das Sonnenlicht nicht einfach etwas Physisches, sondern jeder Sonnenstrahl ist die Tat der geistigen Wesenheiten, welche auf der Sonne ihren Schauplatz haben. Diese großen Wesenheiten waren zur Zeit der alten Atlantis noch ausschließlich auf der Sonne. Später änderte sich dies, indem die große Wesenheit, welche später Christus genannt wurde, sich mit der Erde vereinte. Man kann daher das Sonnenorakel auch das Christus-Orakel nennen. Die Vereinigung der Christus-Wesenheit mit der Erde geschah, als auf Golgatha das Blut des Christus Jesus floss. Da vereinte sich sein Wesen mit der Atmosphäre der Erde, wie dies heute noch im hellseherischen Rückblick wahrgenommen werden kann. So kam die Christus-Wesenheit von der Sonne auf die Erde. Als bei Damaskus das Licht der geistigen Erleuchtung auf den Saulus-Paulus fiel, da sah Paulus den mit der Erde vereinten Christus und wußte zugleich, dass er es war, der auf Golgatha sein Blut vergossen hatte.“ (Lit.: GA 109, S. 12)

„Christus «starb von der Sonne», er starb kosmisch von der Sonne zur Erde herab, er kam zur Erde herunter. Von dem Momente von Golgatha ab war auf der Erde zu schauen dasjenige, was sein Lebensgeist war. Wir lassen den Lebensäther, den Ätherleib, den Lebensleib zurück nach dem Tode; nach diesem kosmischen Tode ließ der Christus den Geistesmenschen auf der Sonne zurück, und im Umkreise der Erde den Lebensgeist. So daß vom Mysterium von Golgatha ab die Erde von dem Lebensgeiste Christi wie von einem Geistigen umweht war.“ (Lit.: GA 240, S. 291)

Und nichts Anderes ist Beltane

Beltane ist die Verehrung der Sonne und die Freude über das neu gewordene Licht. Wenn wir jetzt – ab heute – in die neue Zeit hineinwandern – die Zeit der Sonne und des Lichts – so können wir uns tagtäglich bewusst machen, dass wir nicht alleine in diesem Kampf drinnen stehen, sondern dass die höchsten geistigen Wesenheiten stets präsent sind und uns durch diese Zeit begleiten. Und es ist gut, den Beginn dieser Zeit ausgiebig zu feiern und sich mit den großen Wesenheiten zu verbinden – das ist Beltane.

Die Planeten wesenhaft zu schauen – das ist der Beginn der neuen Zeit

Erst wenn wir erkennen, dass nichts um uns tote Materie ist, dann werden wir sehen, wo der Kampf eigentlich stattfindet. Wir werden aufhören, uns in Kleinheiten zu verrennen, sondern erkennen, dass wir uns in diese Zeit hineingebären ließen um unseren Anteil an dem historischen Moment der Menschheitsgeschichte zu (er-)leben. Nur aufgrund all dieser Tatsachen werden wir die Kraft und den Mut finden, uns gegen die Dunkelmächte zu stemmen und trotzdem die nicht im Kampfmodus zu verharren, sondern auch die Feste zu feiern, wenn sie anstehen. Wir gehen durch eine Ära, die vermutlich Jahrzehnte andauern wird und wir brauchen dafür den notwendigen Modus Operandi – den Weg des Handelns.

Wie Rudolf Steiner in seinem Buch „Philosophie der Freiheit“ schrieb „Leben in der Liebe zum Handeln und Lebenlassen im Verständnisse des fremden Wollens ist die Grundmaxime des freien Menschen.“ (GA 4, Seite 166)

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen wunderschönen Sonntag, einen schönen Maifeiertag und/oder ein schönes Beltane

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Darkmoon_Art auf Pixabay

Die „imaginären“ Freunde der Kinder

Viele Eltern und Großeltern haben es schon erlebt. Etwa im Alter von ein bis zwei Jahren beginnen die Kinder davon zu erzählen, dass sie einen Freund oder eine Freundin haben, manchmal sogar mehrere. Die Eltern sind oftmals etwas ratlos, da sie diese Freunde weder sehen können, noch sich erklären können, wie die Kinder auf diese Idee kommen. In der pädagogischen Literatur wird es als „imaginäre Freunde“ der Kinder beschrieben und deren sich ausbildenden Phantasie zugeschrieben. Aber wie imaginär sind diese Freunde eigentlich? Oder sind sie womöglich gar keine Produkte der Phantasie, sondern real existente, wenngleich für die Erwachsenen nicht sichtbare, Wesen? In den seltensten Fällen sind solche Erzählungen gruselig, sondern die Kinder wissen meist die Namen der Freunde und oftmals muss sogar ein Platz am Tisch für diese Freunde freigehalten werden oder die Tür solange geöffnet bleiben, bis auch diese die Türschwelle passiert haben.

Wie zeigen sich diese imaginären Freunde?

Ich kenne Kinder, die eindeutig davon erzählt haben, dass die Freunde Zwerge sind. Und eine meiner Töchter saß über Jahre auf einem Apfelbaum und unterhielt sich dort mit ihrem Freund im Baum. Sie erzählte mir ständig von kleinen Wesen, die sich bei jeder Pflanze aufhielten und immer ein wenig aussahen wie die Pflanze zu der sie gehörten. Im Gegensatz zu den Freunden anderer Kinder, kam der Freund meiner Tochter nie ins Haus, sondern er blieb immer im Baum und sie leistete ihm über Jahre Gesellschaft. Der Baum stand im Garten vor unserem Haus und war von der Straße aus gut sichtbar, sodass öfter besorgte Nachbarn anläuteten, weil sie so hoch oben in diesem Baum saß. Aber über all die Zeit ist sie nie hinuntergefallen. Sie hat sogar ihr Essen mit auf den Baum genommen und dort mit ihrem Freund gevespert. Bis heute kann sie, wenn sie will, mit diesen Wesen Kontakt aufnehmen.

Elementarwesen, Baumwesen, Naturgeister

Der Freund meiner Tochter war eindeutig ein Baumwesen. Das brachte mich zurück in meine eigene Kindheit, in der mein bester Freund ein Nussbaum war, mit dem all meine Freude und all mein Leid geteilt habe und der mich immer getröstet hat. Allerdings hatte ich nie einen optischen Eindruck und dachte damals, dass mein Freund tatsächlich der Baum war. Als meine Tochter allerdings von ihrem Freund erzählte, wurde mir klar, dass auch ich damals einen Baumwesen-Freund hatte. Baumwesen sind diejenigen unter den Naturgeistern, mit denen man am leichtesten Kontakt aufnehmen kann und viele Menschen, die sich unter oder mit Bäumen wohlfühlen, erleben unbewusst die Anwesenheit dieser Baumwesen. Die Kinder, von denen ich am Anfang schrieb, sahen Zwerge, also Gnome, sogenannte Erdwesenheiten. Auch mit diesen konnten sie eine innige Bindung eingehen und haben viel Zeit mit ihnen verbracht. Oftmals lernen die Kinder gewisse Dinge von diesen Wesenheiten und verblüffen ihre Eltern mit ungewöhnlichen Einsichten. Leider sind viele Erwachsene so erstarrt in der Welt des Sichtbaren, dass sie die Erzählungen der Kinder als Unsinn oder Phantasie abtun. Dabei wäre es so interessant, dem zu lauschen. Kinder haben, im Gegensatz zu Erwachsenen, noch den Bezug zur geistigen Welt und sehen Dinge, die die meisten Erwachsenen nicht mehr sehen können.

Andere Wesenheiten, die Kinder sehen

Einer meiner Söhne erzählte immer von einem Herrn Hafer, der bei uns im Haus wohnte. Wir leben in einer ehemaligen Schule und Herr Hafer war ständig in einem der Räume und arbeitete dort. Je besser unser Sohn sprechen konnte, umso klarer wurde die Beschreibung und schon bald hatten wir den Verdacht, dass Herr Hafer hier in der Schule einmal ein Schulwart gewesen sein musste. Dies bestätigte sich dann viele Jahre später, als er ihn schon nicht mehr wahrnehmen konnte. Aber Herr Hafer taucht jetzt noch hin und wieder bei Jenseitskontakten auf. Er ist noch da und kümmert sich immer noch um seine Schule.

Manche Kinder haben auch Engel oder verstorbene Kinder als Spielgefährten und erzählen bereitwillig von ihnen. Doch die größte Gruppe der sogenannten imaginären Freunde dürften Elementarwesen und Naturgeister sein.

Was sind Elementarwesen und Naturgeister?

Diese Wesenheiten sind immer und überall. Sie befinden sich bei und in allem was lebt und auch in der Technik, die wir verwenden. Sie sind allgegenwärtig. Wenn sie einem bestimmten Element, wie z.B. der Erde, dem Wasser, dem Feuer oder der Luft zugeordnet werden können, bezeichnet man sie als Elementarwesen, wenn sie unabhängig von einem bestimmten Element sind, sind es Naturgeister. So hat alles, was wir in Gebrauch haben eine Wesenheit. Es gibt Wesenheiten des Papiers, des Salzes, des Glases und so weiter. Alles, womit wir umgeben sind, ist auf einer Ebene wesenhaft. Manchmal bemerken wir das auf einer mehr unbewussten Ebene und bedanken uns bei einem technischen Gerät oder einem Auto. Oder wir spüren, dass die Pflanzen in unserer Umgebung mehr sind als nur grüne Zimmerdekoration. Natürlich sind sie das sowieso, denn sie sind einerseits als Pflanze lebende Wesen, aber sie sind zusätzlich noch belebt durch die Naturgeister, die sich um sie kümmern.

Wir brauchen die Wesenheiten und sie brauchen uns

In unserer Zeit ist es so unglaublich wichtig, dass wir mit diesen Wesenheiten Kontakt aufnehmen und mit ihnen gemeinsam arbeiten. Das liegt daran, dass Elementarwesen und Naturgeister bis vor ca. hundert Jahren von den Engeln angeleitet wurden, aber nun eigentlich der Mensch aufgerufen ist, die Verbindung zu diesen Wesenheiten zu suchen. Daher zeigen sie sich, so oft es nur irgendwie geht. Und am einfachsten ist das bei den Kindern, die noch nicht so starre Wahrnehmungsfilter haben wie die Erwachsenen. Wenn die Erwachsenen den Kindern zuhören würden, könnten sie unglaublich viel über diese Wesenheiten erfahren. Aber es gibt auch Möglichkeiten, als Erwachsene direkt mit Elementarwesen und Naturgeistern Kontakt aufzunehmen. Dazu braucht man ein wenig Geduld und muss wirklich gewillt sein, in diesen Kontakt zu treten.

Alruna, die mit den Elfen pflanzt

Ich habe schon einmal darüber geschrieben, es gibt eine liebe Freundin, die sich so sehr mit den Elementarwesen angefreundet hat, dass sie gemeinsam mit ihnen ihren Garten bewirtschaftet und seither im Gärtnern einen ganz anderen und neuen Sinn gefunden hat. Sie arbeitet mit den Elementarwesen auf der Gefühlsebene der Erde und ganz nebenbei erhält sie viel größere Erträge als all die Jahre zuvor. Wenn Sie hier in der Nähe wohnen, haben Sie die Möglichkeit, ihren Erfahrungen zu lauschen. Sie hält kommenden Sonntag, den 13.03. hier in der Alten Schule in Edlach einen Vortrag über diese Wesenheiten und ihre Erfahrungen mit dem gemeinsamen Gärtnern.

Wenn Sie daran Interesse haben, können Sie hier nachlesen: Gärtnern mit Elementarwesen

Und ich möchte Sie auf jeden Fall ermuntern, wenn Sie Kinder haben und diese erzählen Ihnen von Freunden, die Sie nicht sehen können, tun Sie es nicht als Phantasie ab, sondern hören Sie genau zu. Sie können dabei Faszinierendes erfahren.

In diesem Sinne wünsche ich einen wunderschönen Mittwoch

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Willgard Krause auf Pixabay

Quo vadis? Wohin gehst Du? Wohin geht das alles?

Nachdem es immer mehr klar wird, dass wirklich jeder Mensch für sich seine Marschrichtung definieren muss, um die nächsten Jahre und vielleicht Jahrzehnte gut zu überstehen, stelle ich heute – am Sonntag – diese Frage. Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, wohin Sie gehen? Wohin Ihr Weg geht? Vor allen Dingen unter der Prämisse, dass wir in einer Zeit und einer Region leben, die zunehmend instabiler wird. Wenn man heute noch an die Zielen festhält, die man sich vielleicht vor fünf oder auch drei Jahren gesetzt hat, so darf man erkennen, dass seither nichts mehr so ist, wie es damals noch den Anschein hatte. Es ist, als würde man auf einen Marathon trainieren, den man sich vor ein paar Jahren in den Kopf gesetzt hatte, aber mittlerweile wurde ein Bein amputiert. Die Voraussetzungen stimmen nicht mehr!

Die veränderten Voraussetzungen

Egal, was man vor ein paar Jahren geplant hat, man hat es unter anderen Vorzeichen geplant. Man hat es vielleicht unter der Prämisse der Reisefreiheit, des Friedens…whatever… geplant. Nichts dergleichen stimmt mehr. Ein paar Menschen waren flink darin, ihre Pläne und Vorhaben zu modifizieren, andere halten noch daran fest, in der Hoffnung, dass alles wieder wird wie früher. Wieder andere beginnen erst jetzt die Pläne zu ändern. Es ist egal. Für fast alle Vorhaben dürfen wir nun die Pläne verändern. Wichtig ist, dass wir die veränderten Vorzeichen erkennen.

Selbstbestimmung auf allen Ebenen

Energie

Wer in vielen Bereichen abhängig von zentralen Versorgern ist, darf sich nun überlegen, ob ein wenig Autonomie nicht gut wäre. Ein Küchenherd, der mit Holz geheizt werden kann, ist vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft Gold wert. Wer die Möglichkeit hat, möge sich einen besorgen. Und so könnte man das ewig weiterführen. Gerade habe ich gelesen, dass die österreichischen Gasvorräte noch rund 30 Tage ausreichen. Wenn die Politiker weiterhin mit den (nicht vorhandenen) Säbeln rasseln, dann könnte es noch in diesem Winter geschehen, dass es in so manch einer Wohnung ein wenig schattig wird. Wir wollen es nicht hoffen. Aber wir dürfen uns vorbereiten.

Berufliche Selbstbestimmung

Ich habe sehr lange im arbeitsmarktpolitischen Bereich gearbeitet und ich weiß, dass auch dort sich Vieles langsam aber manchmal auch sehr schnell verändert. Wer momentan vorausschauend denkt, überlegt auch, womit er im allerschlimmsten Fall seine Brötchen verdienen kann – oder was er oder sie als Tauschmittel anbieten kann. Es ist gut, wenn Menschen in dieser Hinsicht kreativ sein werden.

Lebensmittel

Davon abgesehen, dass die meisten Lebensmittel aus dem Supermarkt sowieso nicht gesundheitsfördernd sind, dürfen wir überlegen, wer welche Lebensmittel selbst herstellen kann. Es ist kein Zufall, dass Riesenkonzerne wie Mon*anto seit vielen Jahren nur noch Hybridsaatgut ausgeben und die Landwirte zwingen, dieses zu verwenden. Dieses kann nämlich nicht weiter vermehrt werden. Was in die absolute Abhängigkeit zwingt. Wir tun gut daran, Saatgut zu kaufen, das sich weitervermehren lässt und diese Weitervermehrung zu lernen. Es gibt noch vereinzelte Firmen, die dies anbieten. Üben wir im Garten, auf dem Balkon, auf der Fensterbank ein paar Pflanzen zu ziehen und eigene Kräuter oder Gemüse zu ernten. Und pflanzen wir Obstbäume – und zwar die alten, unveränderten Sorten.

Kooperation mit der geistigen Welt

Wir werden die geistige Welt brauchen und sie braucht unsere Zusammenarbeit. Üben wir mit den Elementarwesen zu kommunizieren, beziehen wir unsere Lieben und andere Menschen aus der geistigen Welt mit ein, hören wir auf unsere Geistführer, fragen wir die Engel um Rat und sprechen wir mit der großen universellen Quelle, die auch Gott genannt wird. Wir müssen mit der geistigen Welt zusammenarbeiten und unsere Aufgabe in der Jetzt-Zeit erkennen.

Erkennen wir unsere Aufgabe in der Jetzt-Zeit

Warum sind Sie hier? Was ist das, was sie auszeichnet? Was ist das, was sie besonders gut können? Wir haben uns ausgewählt momentan hier zu sein. Und das hat einen Grund. Wir haben uns vorgenommen, dass wir in dieser Zeit etwas vollbringen möchten. Was ist es? Können Sie es bereits erahnen? Oftmals ist es das, was wir sowieso am liebsten tun.

Hören wir auf, Schaum zu schlagen und Wellen zu produzieren

Lassen wir uns nicht von den Medien von einen Gefühlswirbel in den anderen katapultieren. Bleiben wir sachlich und prüfen wir, was man uns vorsetzt. Mit Angst und Panik verändern wir nichts. Aber wir verändern Vieles in dem wir in unserer Mitte bleiben und aus dieser heraus kraftvoll und in Frieden handeln. Versuchen wir, nicht zu verurteilen, sondern anerkennen wir, dass wir von vielen Dingen, die gerade geschehen, nichts verstehen. Wir kennen die ganzen Hintergründe nicht. Und allzu leicht verfallen wir in eine Meinung. Aber Meinungen können wir viele haben, es hat nicht zwingend etwas mir der Realität zu tun. Halten wir uns mit Meinungen zurück, bleiben wir auf dem Boden und schauen wir auf uns, unsere Familien, unsere Mitmenschen. Und wünschen wir allen Wesenheiten Frieden.

Üben wir uns im Spürwissen

Spürwissen ist ein Wort, das gestern meine Freundin auf Facebook verwendet hat. Es ist ein kluges Wort. Es gibt in uns eine Instanz, die viel mehr weiß als unser Verstand. Lernen wir wieder, dieser Instanz zuzuhören. Spürwissen kann sich aus unserem Inneren bemerkbar machen im Sinne eines Instinktes, es kann aber auch aus der geistigen Welt kommen im Sinne einer Intuition. Üben wir uns in diesem Spürwissen und hören wir mehr darauf als auf die lauten Trommeln im Außen. Wie so oft wird oft gerade dann laut getrommelt, wenn etwas Anderes verborgen werden soll. Bleiben wir kritisch.

In diesem Sinne wünsche ich einen wunderschönen Sonntag

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Peter H auf Pixabay

Was wir für die Realität halten…

Wir sind uns meist allzu sicher, dass dies, was wir um uns herum sehen und wahrnehmen die gesamte Realität ist. Wir tun so, als gäbe es außerhalb dessen nichts, das ebenfalls existent wäre. Doch dies mag ein großer Irrtum sein. Nehmen wir als Vergleich den (alten) Fernseher. Wenn wir ein Programm wählen, laufen die anderen Programme gleichzeitig auch, aber wir haben eine andere Frequenz eingestellt, damit wir dieses eine Programm empfangen. Dies bedeutet aber nicht, dass die anderen Programme nicht sofort zur Verfügung stehen, sobald wir die Frequenz wechseln. Ebenso verhält es sich mit unserer Wahrnehmung der Welt.

Wieso wir nur einen Ausschnitt wahrnehmen

Wir sind von Kindheit an darauf getrimmt, das wahrzunehmen, was uns gesagt wird. Und die Kinder, die anfangs noch ihre sogenannten „imaginären“ Freunde haben, werde ebenfalls darauf getrimmt, diese Seite der Wahrnehmung aufzugeben. Diese Freunde sind mitnichten imaginär, sie sind real. Diese Kinder sehen etwas, das die Erwachsenen nicht mehr sehen können. Und schon alleine deshalb haben die Eltern oft Angst. Anstatt dem Kind andächtig zuzuhören, reden sie ihm ein, dass es sich dies alles nur einbildet. Aus der eigenen Angst heraus bringen Eltern ihre Kinder dazu, ihre Wahrnehmung einzuschränken. Und so geht das seit ewigen Zeiten. Wir schränken uns selbst ein, weil wir gelernt haben, vor der anderen Wahrnehmung Angst zu haben. Ich habe unglaublich viele KlientInnen, die mir genau solche Geschichten erzählen. Sie haben in jungen Jahren etwas wahrgenommen, das sie nicht einordnen konnten und niemand konnte ihnen helfen, die Wahrnehmung zu verstehen. Deshalb haben sie selbst ihre geistigen Augen verschlossen. Sie hatten Angst davor. Und ja, es ist sogar so, dass es bestimmte gelenkte Interessen gibt, dass wir nicht mehr wahrnehmen als die sogenannte physische Welt. Denn dadurch sind wir leicht steuerbar und immer verstrickt in den Angelegenheiten dieser einen Welt.

Die Zeiten ändern sich – endlich!

Doch immer mehr Menschen beginnen nun, mit anderen Welten zu kommunizieren. Sie sprechen mit Engeln, mit Elementarwesen und Naturgeistern, mit Verstorbenen, mit Geistführern und auch mit Wesenheiten aus anderen Dimensionen und Welten. Während noch vor zwei Jahrzehnten diese Menschen als verrückt gegolten hätten, sind es jetzt schon so viele, dass man mit diesem Argument nicht mehr durchkommen kann. Doch immer noch herrscht Unwissenheit und Angst bei großen Teilen der Bevölkerung. Und immer noch haftet diesen Wahrnehmungen der Ruf des Verschrobenen, des Spinnerten an. Aber je mehr Menschen aus ihrem stillen Kämmerlein heraustreten und der Welt über ihre wundervollen Gaben berichten, umso freier kann unsere ganze Gesellschaft werden.

Die Wahrnehmung anderer Welten ist nicht nur eine private Sache

Wir müssen unbedingt über diese Wahrnehmungen berichten, weil sodann die äußeren Bedrängnisse sofort an Kraft verlieren. Wenn wir erkennen, dass wir nicht im geringsten einzusperren oder zu manipulieren sind, sondern, dass wir mit Leichtigkeit in die Realitäten anderer Welten wechseln können um dort unsere Aufgaben zu verrichten, dann sind wir innerlich wesentlich freier. Wir schütteln das, was uns in der sogenannten physischen Welt passiert, genauso ab, wie wir Staub von unserem Mantel klopfen. Weil wir wissen, dass dies nur ein Teil der Wirklichkeit ist. Und dieses Wissen zu verbreiten, und möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, ist eine der vordringlichsten Aufgaben der Jetzt-Zeit.

Der Weg in die anderen Realitäten ist kein Eskapismus

Gerne bekommt man vorgeworfen, dass diese Beschäftigung mit den anderen Realitäten nur eine Flucht sei. Und vielleicht ist es bei dem einen oder anderen so, doch die meisten Menschen erkennen sehr bald, dass auch diese anderen Realitäten Aufgaben beinhalten und stellen sich für diese zur Verfügung. Und wenn wir an diesem Punkt angelangt sind, dass wir erkennen, dass diese physische Welt in der Form, wie sie uns präsentiert wird, gar nicht existiert, sondern dass wir uns auch hier einem kollektiven Trugbild unterworfen haben, dann kommt erstmalig auch der Gedanke auf, welche der Welten denn nun die wahre Realtität sei. Und dies ist für uns Menschen vermutlich nie vollkommen zu beantworten, doch wir können lernen, durch die Welten zu switchen und sie alle als gleichwertig anzuerkennen. Genau wie wir den Sender des Radios oder Fernsehers wählen können, werden wir in kürzester Zeit erkennen, dass wir auch zwischen den sogenannten Realitäten switchen können.

Und das wahrhaft Interessante daran ist, dass es dafür egal ist, ob wir gerade einen Körper haben oder nicht. Es verschwimmen dadurch auch die Grenzen zwischen Leben und Tod. Und wir kommen wieder zur ersten und wichtigsten Erkenntnis: Dass wir ewig lebende Wesen sind! Wir sind mal hier und mal da und haben jeweils unsere Aufgaben. Und die Aufgabe, die wir in dieser Zeit haben ist, dass wir lernen, sogar als inkarnierte Menschen zwischen den Welten zu pendeln. Dann haben wir endlich erfasst, wer wir wirklich sind.

Doch wir dürfen nicht vergessen, dass wir dies mit Bewusstsein durchdrungen machen müssen. Wenn wir glauben, einen einfachen Weg über halluzinogene Drogen oder andere Substanzen gehen zu wollen, werden wir vielleicht wirklich ver-rückt. Wir haben dann andere Welten gesehen und wahrgenommen, aber nicht verstanden. Wer den Weg durch die Welten antreten will, tut gut daran, ein wirklicher Geistesschüler zu werden und Schritt für Schritt Erkenntnisse ins Bewusstsein zu holen und zu verarbeiten. Wir sind im Zeitalter der Bewusstseinsseele und es geht längst nicht mehr darum, nur träumerisch gewisse Dinge wahrzunehmen, sondern es geht darum, das bislang Unerklärliche durch Studium des Geistigen zu verstehen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Mittwoch

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von charnchai saeheng auf Pixabay

Die Erdenreise Teil 39 und 40 – Ende

oben schauen, unten lesen

Bei den Dunklen herrschte wieder einmal helle Aufregung. Heute würden sie es schaffen, die Menschen auf ihre Seite zu ziehen. Sie waren mittlerweile viel mehr geworden. Der große Dunkle hatte noch Verstärkung für seine Schergen geholt. Es war nicht so einfach, die Wesen vom Saturn auf die Erde zu transportieren, da die Erde auf dem Saturn bereits als verbrannter Planet galt. Da gab es interessantere Planeten mit ihren Bewohnern in anderen Sonnensystemen, die von den Asuras eingenommen werden konnten. Dort ging alles einfacher. Die Asuras selbst verstanden auch nicht, dass die Erde mit ihren menschlichen Bewohnern derzeit der wichtigste Planet war, weil hier die Entwicklung aller Wesenheiten entschieden werden sollte. Der große Dunkle gab sich auch nicht besonders viel Mühe, ihnen das zu erklären, da er wusste, dass sie nicht besonders intelligent waren. Aber er brauchte sie auch nicht zum Denken, sondern er brauchte sie für seine Pläne.

Sie hatten sich alle versammelt und der große Dunkle erklärte ihnen, was sie zu tun hatten. Sie würden nicht die Menschen angreifen, die waren mittlerweile schon viel zu resistent geworden für ihre Verführungsversuche. Die paar wenigen, die ihnen noch auf den Leim gingen, waren längst nicht genug. Daher brauchten sie einen völlig anderen Plan. Sie würden statt den Menschen die Erde direkt angreifen. Er versuchte den Asuras zu erklären, dass die Erde über eine Menge Erdenhüter verfügte, die seit Anbeginn aller Zeiten tief in der Erde vergraben waren. Aber seit einigen Jahrzehnten kamen sie immer mehr an die Oberfläche, weil die Erde wusste, dass ihnen eine harte Zeit bevorstand. Diese Erdenhüter waren in riesengroßen physischen Kristallen verborgen und wirkten von dort um die Erde immer wieder zu unterstützen und auch die Menschheit immer wieder zu unterstützen auf den richtigen Pfad zurückzukehren. Diese Kristalle mussten sie zerstören. Sie waren über die ganze Erde verteilt.

Der Große warnte die Asuras vor den feinstofflichen Kristallen mit dem lila-goldenen Licht, die viele Menschen im Geiste manifestiert und ebenfalls auf der Erde verteilt hatten. Denen durften sie auf keinen Fall zu nahekommen, denn das würde sie sofort töten. Die Asuras hörten zu, verstanden nur die Hälfte, wussten aber, dass sie die physischen Erdenhüter Kristalle zerstören sollten. Der große Dunkle verstand es gut, sie in Kriegsstimmung zu versetzen. Wie wilde Hummeln surrten sie vor sich hin. Heute war der Tag. Es war gut, richtig ausgelassen zu sein und zu zerstören, was ihnen in den Weg kam. Der Große hatte ja gesagt, dass sie ihrer Zerstörungslust freien Lauf lassen sollten. Das war für die Asuras wie ein Fest. Sie liebten diese feurige aufgeheizte Stimmung und sie lechzten danach, endlich hinaus zu dürfen und alles kurz und klein zu schlagen.

Der große Dunkle verstand es gut, diese blutrünstige Meute so aufzustacheln, dass sie wie ein wütender Mob über die Erde und ihre Bewohner herfallen würden. Es würde heute kein Stein auf dem anderen bleiben. Das war endlich der Tag seines Triumphes. So lange hatte er darauf gewartet und nun hatte er die Methode gefunden, die auf jeden Fall zu seinem Sieg führen würde. Da würden die Erdlinge schauen, wenn ihnen plötzlich nur noch die Splitter der Erdenhüter um die Ohren fliegen würden. Und binnen weniger Stunden würde die Erde alle Kraft verlieren und sie würden einfach zugrunde gehen. Warum war der da nicht früher drauf gekommen. Wie lange hatte er versucht, die Erdlinge auszutricksen und sie sich gefügig zu machen. Ja, das wäre natürlich auch ein großer Triumph geworden, denn dann hätte er die Menschen als Geiseln gehabt. Aber bevor er sich geschlagen gab, würde er lieber alles zerstören. Auf der Erde würde nichts als Chaos, Wut und Zerstörung bleiben – und das genau in dem Moment, in dem sich die dummen Erdlinge in Sicherheit wiegte. Sie dachten ja, dass die helle Seite das Ruder übernommen hatte. Aber da hatten sie sich getäuscht. Der große Dunkle lachte sein rauhes, hässliches Lachen und peitschte die Asuras weiter auf. Wenn er sie loslies, waren sie nicht mehr aufzuhalten. Und je mehr er ihre Wut anstachelte, umso verheerender wurde die Zerstörung, die sie anrichten würden. Heute war der Tag seines größten Triumphes!

In Wien indessen herrschte emsiges Treiben. Mittlerweile saßen drei Elohim in Klaras Wohnzimmer in der Wiener Innenstadt und konzentrierten sich darauf, ihre Energie über die ganze Erde zu verteilen. Hannes, Klara, Martin, die pensionierten Juristen, Klaras Wohltätigkeitsdamen und vielen andere Helfer waren damit beschäftigt alle Sender anzurufen, die bisher mit ihnen kooperiert hatten, und ihnen verständlich zu machen, dass sie nun handeln mussten.

Durch die Tatsache, dass so viele Tage die Engel über den Himmel gezogen waren, war Vieles einfacher. Was sie früher stundenlang hätten erklären müssen, war nun relativ rasch gesagt. Sie hatten einen Masterplan, der aber nur funktionieren würde, wenn alle daran mitwirkten.

Der Plan sah vor, dass alle Sender gleichzeitig die Musik mit den Obertönen spielen würden. Wann genau das war, würden die Elohim ihnen noch sagen, aber bis dahin mussten sie die Bevölkerung auf der ganzen Erde dazu motivieren, ihre Fernseher, Radios, Computer einzuschalten und auf ganz laut zu stellen. Alle Musiker und Musikerinnen sollten mit ihren Instrumenten ins Freie gehen und wer kein Instrument hatte, sollte sich mit Singen und Tönen beteiligen. Ganze Gruppen auf der Erde machten sich bereit in eine tiefe Meditation einzusteigen, sobald das Signal zum Start kommen würde. Kein einziger Mensch auf der Erde durfte sich nun entziehen. Es hing ihr aller Leben und der Fortbestand der Erde davon ab. Schon einmal hatten sie gedacht, dass sie die dunklen Mächte besiegt hatten, aber damals hatten sie diese nur verjagt. Heute mussten sie einen Schritt weitergehen. Sie mussten die dunklen Schergen und die Drahtzieher mit ihrer Energie neutralisieren. Dies würde deren Tod bedeuten.  Es war nicht leicht, den Menschen zu verstehen zu geben, dass es diese drastische Maßnahme nun brauchte, um ein für alle Mal Ruhe auf der Erde einkehren zu lassen. Und die Sender hatten alle Hände voll zu tun, Überzeugungsarbeit zu leisten. Es war ein finaler Kampf des Guten gegen das Böse und wenn sie nun zu zögerlich wären, dann hätten sie vielleicht ihre allerletzte Chance verspielt. Die Moderatoren sprachen mit Engelszungen auf die Menschen ein und immer mehr Menschen fassten den Mut nun in den Kampf einzutreten und die Menschheit, die Erde, die Natur, die Tiere und alle Wesenheiten, die sonst noch die Erde bevölkerten, zu beschützen.

Martin, Hannes und Klara liefen zur Höchstform auf. Sie wussten, dass sie einen unglaublich wichtigen Beitrag leisten würden und sie wussten auch, dass die Erzengel, Theo und Luisa fast am anderen Ende der Welt ebenfalls alles tun würden, was in ihrer Macht stand.

In Bonnotola hatte Herr Liebhart sich wieder etwas beruhigt, weil er bemerkte, dass seine Bedenken nun nicht im Vordergrund standen, sondern dass es um so viel mehr ging. Mongila einzuweihen war nicht so schwer, sie kannte Michael, Raphael und Phanuel ja bereits und sie hatten ihr damals erklärt, was der Angriff auf dem Dorfplatz bedeutet hatte. Sie hatten auch für Mongila und alle Menschen in der Region einen Plan. Es sollte sich so schnell wie möglich von Dorf zu Dorf herumsprechen, dass alle Menschen sich mit Rasseln, Trommel und Gesang auf den Dorfplätzen versammeln sollten. Mongila schaffte es in kürzester Zeit junge Leute zu mobilisieren, die in die entlegendsten Dörfer fuhren. Noch nicht überall waren elektronische Geräte so genutzt, dass sie ständig zur Verfügung standen. Die Menschen waren auch nicht interessiert daran. Sie setzten noch auf die Kommunikation von Mensch zu Mensch und das konnten sie perfekt.

Eine wunderbare Kette von Menschen setzen sich auch über die Landesgrenzen von Bangladesch in Bewegung und immer mehr Menschen versammelten sich in Städten und Dörfern mit all ihren Instrumenten. Auch in Europa, Amerika, Australien, Afrika und allen entlegenen Gebieten versammelten sich die Menschen und die Nachricht verbreitete sich über Fernseher, Radios, Telefone, Computer und von Mund zu Ohr in rasender Geschwindigkeit. Alles ging so schnell, dass die Menschen gar nicht dazu kamen, Angst zu haben, sondern sie erkannten, dass nun die Zeit zum Handeln war. Alle waren auf den Beinen und eines war die wichtigste Erkenntnis: Sie würden diesen Angriff nur gemeinsam abwehren können.

Der große Dunkle hatte die Asuras mit seinen wilden Reden aufgepeitscht und immer wilder surrten sie herum. Sie waren wütend und sie wollten sich nun austoben. Was immer ihnen gegenübertreten würde, sie würden es gnadenlos zerstören.

Die Elohim empfingen von den großen Engeln in der Engelwelt das Signal, dass sie sich nun bereitmachen sollten und gaben dies sofort an Hannes weiter. Von dort verbreitete sich die Nachricht in Minutenschnelle über die ganze Erde. Die Menschen standen bereit und sie standen Seite an Seite und würden siegen, komme was wolle. Wenig später war in der Atmosphäre schon das erste Surren zu vernehmen. Die Erzengel, Luisa, Theo und Mongila setzten sich auf den Dorfplatz inmitten der trommelnden Dorfbewohner und visualisierten das Netz der feinstofflichen Kristalle, die die Menschen überall auf der Welt manifestiert hatten. Sie wussten, dass diese Kristalle nun die einzige Waffe waren, die großen Erdenhüter Kristalle zu beschützen. Die Anstrengung stand ihnen im Gesicht. Aber die Symphonie der Musik, die über die ganze Erde anschwoll, gab ihnen die notwendige Kraft. Und sie wussten, dass sie auch dieses Mal Verstärkung aus der Engelwelt hatten. Aber sie mussten diese Arbeit nun tun.

Überall schwoll der Rhythmus an. Es erklang sanfte Musik von Saiteninstrumenten, rhythmische Trommeln, wundersame Rasseln, Gesang in allen Tonlagen und alles zusammen hob die Schwingung der Erdatmosphäre auf so unglaubliche Weise an, dass alles auf der ganzen Erde und sogar die Erde selbst in Schwingung geriet.

Indessen wurde das Surren immer lauter, alle Menschen intensivierten ihre Bemühungen und gaben alles, was sie zu geben hatten und als die Asuras in die Erdatmosphäre eintreten wollten, fanden sie nur eine dichte Membran aus Energie vor, die sie unmöglich durchdringen konnten. Immer wütender und verzweifelter versuchten sie Schwachstellen in der Membran zu finden, doch die Menschen intensivierten ihre Bemühungen immer mehr. Der Gesang, die Musik, die vielen meditierenden Menschen, die Gebete und Mantras – all dies erschuf einen undurchdringlichen Schutz und nach vielen Stunden wurden die Asuras immer weniger. Einer nach dem anderen verlor die Kraft und löste sich einfach auf. Der große Dunkle im Hintergrund verlor mit jedem seiner sterbenden Schergen ebenfalls ein Stück seiner Kraft und seiner Macht. Er hatte alle, ihm zur Verfügung stehenden, Reserven aktiviert.
Nun verlor er doch seinen letzten großen Kampf gegen die Menschen und die Erde. So sicher war er sich dieses Mal gewesen, dass sie die Menschen und die Erde überrumpeln würden, und so gnadenlos war er gescheitert. Ihm war bewusst, dass dies für sehr lange Zeit sein letzter Versuch gewesen war. Er würde Äonen brauchen, um wieder zu Kräften zu kommen. Diese Schmach und diese Niederlage würden für ihn weitreichendere Konsequenzen haben, als er sich jemals vorgestellt hatte – diese Erkenntnis war der letzte Gedanke, bevor er sich im Universum auflöste.

Langsam wurde das Surren immer leiser und die Menschen schauten vorsichtig nach oben. Sie hatten die Bedrohung die ganze Zeit über nicht gesehen, lediglich hatte der Himmel sich unheilvoll grau-rot verfärbt als das Surren begann. Nun wurde er wieder klar und erhielt langsam seine ursprüngliche Farbe zurück. Immer leiser wurden die Mantren, die Musik, der Gesang. Irgendwann verkündete sich die Nachricht, dass sie es geschafft hatten.

Überall auf der Welt fielen die Menschen sich in die Arme. Die meisten von ihnen realisierten erst jetzt, welcher Gefahr sie gerade entkommen waren. Sie klopften sich gegenseitig auf die Schultern. Menschen, die schon ewig nicht mehr miteinander gesprochen hatten, umarmten sich, luden sich gegenseitig ein, alles miteinander zu teilen und eine große Erleichterung machte sich auf der Erde breit.

Die Elohim atmeten auf. Endlich war es vollbracht. Sie konnten die Menschenwelt nun verlassen, sogar etwas früher als geplant. Aber es gab nichts mehr für sie zu tun. Und sie würden die Erzengel und die Jung-Engel nun mitnehmen. Die Menschen würden nun in der Lage sein, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Spätestens seit heute wussten sie, dass sie nur bestehen würden, wenn sie gemeinsam an einem Strang ziehen. Dies Lektion hatten sie nun gelernt.

Wenige Augenblicke später fanden sich Theorahel und Luisahim und die zehn anderen Jung-Engel gemeinsam mit den Elohim, Michael, Raphael, Uriel, Gabriel und Phanuel wieder in der Engelwelt. Vieles war ganz anders verlaufen, als sie es geplant hatten und doch konnten sie alle miteinander stolz darauf sein, dass sie stets rechtzeitig, gemeinsam mit den Menschen, das Richtige getan hatten. In der Menschenwelt musste man flexibel sein und schnell handeln. Dadurch unterschied die Menschenwelt sich eindeutig von der Engelwelt. Luisahim und Theorahel wussten jetzt schon, dass die die Menschen und die Menschenwelt sicher vermissen würden. Und so sehr sie freuten, dass sie nun zurück in der Engelwelt waren, so sehr hofften sie insgeheim, dass sich eines Tages wieder eine neue Mission auf der Erde für sie auftun würde. Aber nun würden sie ausruhen. Sie würden den Erfolg genießen und erst einmal wieder ihren Engelaufgaben nachkommen. Sie wurden freudig von ihren Freunden begrüßt und zum ersten Mal seit langer Zeit konnten sie sich ganz beruhigt ausschlafen. Es war alles gut!

  • Ende   –

Vielen lieben Dank an alle, die die Abenteuer von Luisahim und Theorahel bis hierher verfolgt haben.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht, ein wunderschönes Jahr 2022 und es ist so: Wenn wir Menschen zusammenhalten, kann das Gute nur siegen!

Alles Liebe Eure
Manou

Die Erdenreise Teil 38

oben schauen, unten lesen 🙂

Nachdem Silvester eher damit vergangen war, dass Sophie und Jonas viele Instruktionen erhalten und ihre Sachen gepackt hatten, gingen sie alle rasch zu Bett, um am Morgen ausgeruht zu sein. Der Flug nach Dhaka würde um 7.30 Uhr vom Flughafen Wien starten. Jonas und Sophie hatten bereits am Nachmittag schmerzhaft Abschied von Martin, Hannes und Klara genommen und es wurde ihnen bewusst, dass sie nun auch Abschied von ihren Eltern als Sophie und Jonas nehmen mussten. In wenigen Tagen würden die echte Sophie und der echte Jonas diese Körper wieder übernehmen und Luisahim und Theorahel würden wieder in der Engelwelt sein.

Hach, den beiden war recht schwer ums Herz. Nur Jonas Vater würde mitfliegen. Die Duncans hatten beschlossen, dass sie zurück nach England fliegen und von dort die Abreise von Sophies Klasse organisieren würden und Frau Liebhart würde in Wien, gemeinsam mit dem Direktor, die Organisation übernehmen. Somit musste sich Luisa von beiden Eltern, die sie mittlerweile sehr lieb gewonnen hatte, verabschieden und Jonas sich von seiner Mutter und von Paula. Diese Mission war eindeutig nichts für sentimentale Jung-Engel. Am liebsten würden sie all die liebgewonnenen Menschen mit in die Engelwelt nehmen. Einen kleinen Trost hatten sie, dass sie zumindest jedes Jahr an Weihnachten, aus der Engelwelt heraus, nach ihnen schauen konnten. Und wer konnte schon sagen, ob nicht bald ein neues Abenteuer auf sie wartete. Qualifiziert hatten sie sich ja zur Genüge.

Der zwölfstündige Flug nach Dhaka war etwas mühsam. Luisa und Theo dachten daran, wie einfach sie als Engel immer nach Bangladesch gereist waren. Mit dem Flugzeug war das wahrlich sehr beschwerlich. Und somit kamen sie etwas gerädert an, mussten aber ihre Reise noch weiter auf dem Landweg fortsetzen. Sehr müde und zerschlagen erreichten sie Bonnotola und waren zunächst ein wenig enttäuscht, wie distanziert Mongila ihnen gegenübertrat. Aber ja, sie wusste ja nicht, wer sie waren. Im Dorf waren schon ein paar Männer dabei, große Bundeswehrzelte aufzubauen, in denen die Schüler nächste Woche wohnen würden. Mohammed, der Textilunternehmer traf kurz nach Sophie und Jonas ein und erklärte den beiden alles, was sie ja längst wussten. Aber sie ließen sich nichts anmerken.

Der Bau der Fabrik war schon sehr weit fortgeschritten und das Schulgebäude fast fertig. Jonas und Sophie lernten die zukünftigen Lehrer kennen und Herr Liebhart schaute sich an, ob er als Maschinenbauingenieur etwas beitragen konnte. Mittlerweile ging es schon auf Mitternacht zu, was in Bangladesch kein Problem zu sein schien und gemeinsam aßen sie noch ein wunderbares Mahl. Dann war es endlich Zeit schlafen zu gehen. Sophie, Jonas und Herr Liebhart erhielten eine kleine Hütte ganz für sie alleine und Jonas und Sophie hofften, dass sie dieses Privileg beibehalten durften – bis ihnen einfiel, dass es eigentlich völlig egal war, denn wenn die anderen kamen, war es für sie bereits Zeit zurück in die Engelwelt zu reisen.

Die Tage verliefen wie im Flug. Obwohl Jonas und Sophie stets wachsam waren, da sie ja nicht wussten, ob nicht irgendwo die Dunklen wieder auftauchen würden, schien alles sehr ruhig zu sein – bis in der dritten Nacht. Während sie, völlig zufrieden mit ihren bisherigen Ergebnissen, in der Hütte schliefen, pochte es plötzlich heftig an der Tür. Jonas wachte zuerst auf und rechnete damit, dass Mongila draußen stand. Er öffnete die Tür und trat vor Schreck drei Schritte zurück.  „Was macht ihr denn hier?“, fragte er und hörte, dass Sophie und Herr Liebhart auch schon wach waren. „Es wird brenzlig, wir müssen sofort etwas unternehmen“, sagte Michael und hinter ihm standen Gabriel, Uriel, Raphael und Phanuel. Jonas, der noch ziemlich verschlafen war, verstand nicht so recht. „Was wird brenzlich? Was müssen wir unternehmen?“, fragte er und zeigte verstohlen auf seinen Vater. Herr Liebhart kannte die fünf Erzengel zwar aus Martins Werkstatt, wusste aber natürlich nicht, wer sie wirklich waren. „Darauf können wir jetzt keine Rücksicht mehr nehmen. Dann müssen wir ihn eben einweihen“, sagten sie und drängten sich an Jonas vorbei in die Hütte. „Die Dunklen haben einen Plan ausgeheckt und wir können von Glück sagen, dass die großen Engel den Elohim gewarnt haben. Morgen wird alles auf dem Spiel stehen und wir müssen uns so schnell wie möglich eine Gegenwehr überlegen. Wir sind nicht alleine, sogar der Elohim hat noch Verstärkung von zwei weiteren Elohim-Engeln erhalten. Aber wir dürfen keine Zeit verlieren“, sagte Michael, während er sich in der Hütte umsah.

Herr Liebhart, der jetzt erst so richtig munter war, verstand nur Bahnhof. „Was wollten die Kollegen von Hannes hier? Für die hatte er die Erzengel bisher immer gehalten. Er hatte sie immer nur in Verbindung mit Hannes gesehen. Und von welcher Gefahr sprachen sie? Er wusste sich auf das alles keinen Reim zu machen. „Könnte mich mal bitte jemand aufklären?“ fragte er daher vollkommen verwirrt. Insgeheim hoffte er, dass dies nur ein seltsamer Traum war.

Die Erzengel, Sophie und Jonas schauten sich an und wussten, dass dies nun länger dauern würde. Sie mussten ihm ja nicht nur erklären, dass sie eigentlich keine Menschen waren, sondern sogar, dass Jonas eben gar nicht Jonas war, wie Paula es immer gesagt hatte. Sie hatten keine Ahnung wie er reagieren würde. Und offenbar sollte dies auch noch unter Zeitdruck geschehen. Gleichzeitig wollten Sophie und Jonas unbedingt wissen, welchen Plan die Dunklen ausgeheckt hatten. Was konnten sie denn jetzt noch ausrichten. Es war doch schon fast jedes Projekt in trockenen Tüchern und die Menschen spielten fleißig auf ihren Obertoninstrumenten. Eigentlich lief alles nach Plan.

Phanuel war der Erste, der seine Fassung wiederfand und sich bereit erklärte, Herrn Liebhart alles zu erklären. Es waren schwierige zwei Stunden, denn Herr Liebhart ging durch alle möglichen Gefühlszustände. Vor allen Dingen sorgte er sich schrecklich um das Wohlbefinden des echten Jonas, obwohl er immer wieder beteuerte, dass er sich das alles nicht vorstellen konnte. Er raufte sich die Haare und verzweifelte, dann wurde er wieder ruhig und besonnen und so ging das hin und her. Zwischendurch griff er zu seinem Telefon und wollte seine Frau anrufen, doch die Erzengel konnten ihn erfolgreich daran hindern. Nach zwei Stunden waren sie so weit, dass sie über die Strategie der dunklen Mächte und ihre Gegenstrategie sprechen konnten. Sie mussten sich beeilen, es blieb nicht mehr viel Zeit.

Und wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen in der letzten Doppelfolge

Ich wünsche Euch eine gute Nacht und süße Träume

Manou

13. und letzte Nacht der 13 heiligen Nächte

Nach dieser langen Reise durch die Portaltage und die Rauhnächte, bzw. die dreizehn heiligen Nächte, nähern wir uns heute Abend dem Finalen. Zum Schluss kommt noch die entscheidende Nacht in der das höchste Sonnenwesen, Christus, uns seine Energie zur Verfügung stellt – Christus, der sich an die Menschheit geopfert hat, damit wir die Möglichkeit haben, freie Menschen zu werden. Ohne diese Opfergabe wären wir heute gar nicht in der Lage, diese Erkenntnisse zu erlangen, wie wir sie derzeit erlangen können. Und wir haben dieses Erbe nun anzutreten.

Was bedeutet es, das Erbe des Christus anzutreten?

Die Menschen haben durch die Opfergabe, durch den Sohn, der sich geopfert hat, die Möglichkeit erhalten, sich selbstbestimmt und aus dem freien Willen heraus, zu entwickeln. Und dies ist nun unsere Aufgabe. Es geht im Speziellen darum, sich mit der geistigen Welt zu verbinden und seine Aufgabe in dieser Zusammenarbeit zu finden. Wir haben die Möglichkeiten dazu erhalten. Die Menschheit steht momentan vor einem gewaltigen Wandel, der so groß ist, dass wir ihn mit unserem Verstand fast nicht ergreifen können – und daher sind wir nun in aller Ernsthaftigkeit aufgerufen, da unseren Anteil daran zu vollbringen. Durch die Christusenergie in der kommenden Nacht haben wir noch einmal die Möglichkeit unseren Weg darin zu erfragen.

Der Dreikönigstag

Wir feiern am Dreikönigstag die Erscheinung der drei Weisen oder Magier aus dem Morgenland, die dem Jesusknaben ihre Geschenke in Form von Gold, Weihrauch und Myrrhe bringen. Wir können uns nun einmal in diese Symbole vertiefen und überlegen, welches unser Gold, unser Weihrauch und unsere Myrrhe ist, das wir in die Welt tragen können? Welche Form von Magie, von Spiritualität will sich bei uns zeigen und was können wir dem Christuswesen, das uns durch die kommende Nacht begleitet, anbieten? Was sind unsere speziellen Gaben, die wir nun, nach dem Dreikönigstag, hinaus in die Welt tragen wollen?

Die Arbeit mit der geistigen Welt

Wer meine Morgen-Impulse regelmäßig verfolgt, wird vielleicht innerlich schon aufstöhnen und sich fragen, ob es denn kein anderes Thema gibt, als immer nur Arbeit und insbesondere die Arbeit mit der geistigen Welt. Sorry, derzeit ist das ein zentrales Thema und es ist gut, wenn wir langsam beginnen, unsere Welt zu durchdringen und immer mehr und mehr zu verstehen. Wenn uns bewusst ist, dass das, was wir im Allgemeinen so leben, nur eine schreckliche Reduktion der Welt insgesamt ist, dann können wir ganz leicht schlussfolgern, dass dahinter so viel verborgen ist, das wir nun entdecken und vor allen Dingen in einen Zusammenhang bringen und verstehen dürfen.

Es gibt keinen Instant-Weg zur Erleuchtung

Es entspricht dem Trend der Zeit und auch dem, was viele spirituelle LehrerInnen verbreiten, dass man nur ein oder zwei Bücher lesen muss und zack, weiß man schon wo es lang geht in der geistigen Welt. Doch das ist – mit Verlaub – Quatsch. Es ist schon die physische Welt so hochkomplex, dasss es schon lange keine Universalgelehrten mehr gibt, die uns alle Zusammenhänge der physischen Welt erklären können – wie komplex ist dann erst die geistige Welt? Es geht – genau wie in der physischen Welt darum, sich ein Verständnis der geistigen Welt Schritt für Schritt zu erobern. Doch auch dies kann nur in Schritten vor sich gehen.

  • Wir brauchen die notwendigen Informationen – aus zuverlässigen Quellen
  • Wir müssen diese Informationen zunächst einmal denkend durchdringen
  • Als nächsten Schritt müssen diese Informationen in unserem Inneren nachvollzogen werden – wir müssen sie in Beziehung zu unserem Leben setzen
  • Danach können wir – in diesem speziellen Teilbereich, mit dem wir uns gerade beschäftigt haben – versuchen, eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen zu haben
  • Und wenn wir darin wirklich schon sehr geübt sind, können wir damit beginnen, selbst in diesem Bereich zu forschen
  • Und gleichzeitig gilt es, dass wir uns als Menschen und Persönlichkeiten stets weiterentwickeln, damit wir die Erkenntnisse, die wir gewinnen, nicht missbrauchen!

Rudolf Steiner sagte einmal sinngemäß: Jeder Schritt in der Erkenntnis verlangt drei Schritte in der Moral

Und dies ist eine absolut wichtige Mitteilung. Ansonsten landen wir dort, wo viele spirituelle Marktschreier auch sind, in einem Durcheinander von verschiedenen Halbinformationen, Erdachtem, Erfundenem. Doch wenn wir heute Nacht in die Verbindung mit dem höchsten Sonnenwesen gehen, dann können wir von ihm die weise Führung erbitten.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Mittwoch und eine erkenntnisreiche letzte heilige Nacht.

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Die Erdenreise Teil 37

oben schauen, unten lesen – viel Freude!

Jonas und Sophie, die ja jetzt auch Theo und Luisa waren, fühlten sich von den Ereignissen vollkommen überrollt, aber überglücklich. Endlich waren sie wieder die Engel, die sie waren. Und natürlich hatte der Elohim einen Plan für sie. Er und die anderen großen Engel würden dafür sorgen, dass sie sich mit den anderen zehn Engeln beim ersten Durchgang des fliegenden Klassenzimmers treffen würden. Und mit ihrer geballten Kraft, würden sie in den nächsten Tagen noch einmal richtig durchstarten. Aber zunächst stand am nächsten Tag Silvester auf dem Programm und sie konnten noch ein wenig in der Erinnerung schwelgen. „Wollen wir deinen Eltern vorschlagen, dass ihr heute bei uns übernachtet? Dann können wir noch ewig lange plaudern“, schlug Jonas vor. Sophie war begeistert. „Oh, das ist eine tolle Idee! Hoffentlich sind sie damit einverstanden“, sagte sie. Sie hatten sich darauf geeinigt, dass sie, solange sie diese Rollen noch hatten, sich mit diesen Namen ansprechen würden.

Bevor sie gingen, vereinbarten sie mit dem Elohim, den Erzengeln, Martin, Hannes und Klara, dass sie sich am morgigen Silvestertag unbedingt noch einmal treffen sollten, um alles Weitere zu besprechen. Doch nun war es Zeit, dass sie alle zur Ruhe kamen. Jonas und Sophie riefen sich, wie mit den Eltern vereinbart, ein Taxi und gaben die Wohnadresse an. Als sie die Tür öffneten hörten sie lautes Stimmengewirr. Ihre Eltern und der Direktor waren in begeisterten Diskussionen vertieft. „Oh, da seid ihr ja wieder“, sagte Sophies Vater und Sophie fiel gleich mit der Tür ins Haus: „Wäre es möglich, dass wir hier schlafen?“, fragte sie. „Jonas und ich haben uns noch so viel zu erzählen.“ Die Erwachsenen schauten alle ein wenig verdutzt. Der Direktor kratzte sich am Kinn. „Das träfe sich jetzt gar nicht so schlecht. Mir fällt gerade ein, dass ich ganz vergessen habe, ein Hotel zu reservieren. Allerdings würden wir auch sicher noch eines finden.“ Frau Liebhart, die Praktische der Familie, hatte sehr schnell eine Entscheidung getroffen. „Wenn Sophie auf deinem Sofa schlafen darf, könnte ich für die Eltern das Bett im Gästezimmer anbieten. Dann ginge das schon und wir könnten hier bis zum Umfallen noch weitere Pläne schmieden. Wollt ihr wissen, was wir schon alles herausgefunden haben?“, fragte sie weiter. Jonas und Sophie schüttelten den Kopf. „Wäre es möglich, dass ihr uns das alles beim Frühstück erzählt?“, fragte Jonas.

Jonas fiel auf, dass die Erwachsenen auch schon ziemlich rote Wangen hatten und auf dem Tisch standen bereits zwei leere Weinflaschen. Sie schienen gerade eine Mischung aus Planung und Party zu veranstalten. Selbst der Direktor versuchte zwar nüchtern zu wirken, war es aber eindeutig nicht mehr wirklich. Jonas musste schmunzeln. So ausgelassen hatte er ihn noch nie gesehen. Aber neue Zeiten brachten eben auch neue Sitten mit sich, dachte er sich insgeheim.

Daher war niemand enttäuscht, dass sie sich jetzt gar nicht so brennend für die Planung interessierten. „Wo ist Paula?“, fragte Jonas. „Paula ist auf dem Sofa eingeschlafen und ich habe sie ins Bett gebracht“, antwortete sein Vater. Jonas freute sich. Das hieß, dass er mit Luisa, die er noch Sophie nennen musste, jetzt ungestört war. „Dann werden wir auch mal ins Bett gehen“, sagte er und zupfte Sophie am Ärmel. „Gute Nacht“, schallte es vom Tisch zu ihnen her. Die beiden grinsten und machten sich auf den Weg zu Jonas Zimmer. „Hast du noch Hunger?“, fragte er Sophie. „Ein wenig schon“, antwortete diese. Sie machten noch einen kleinen Umweg in die Küche und nahmen sich einen Teller mit allerlei Snacks mit. Der Abend konnte beginnen. Sie erzählten und erzählten sich haarklein, was sie bisher alles erlebt hatten und sie waren sich einig, dass sie, bevor sie wieder zurück in die Engelwelt gingen, auf jeden Fall noch einmal Mongila besuchen wollten. Doch sie sahen als Jonas und Sophie völlig anders aus und würden sich ihr kaum zeigen können. Aber sie mussten unbedingt wissen, wie es ihr in der Zwischenzeit ergangen war. Sie schnatterten aufgeregt, bis sie beide von der Müdigkeit übermannt wurden und einschliefen.

Am nächsten Morgen waren die Liebharts schon früh wach, obwohl sie so spät ins Bett gegangen waren. Jonas und Sophie hörten das Klappern von Geschirr und nahmen sich vor, dass sie sich ganz leise verhalten würden, bis alles fertig vorbereitet war. Dies gelang ihnen auch. Und nun waren sie tatsächlich sehr gespannt darauf, was die Erwachsenen ihnen berichten würden.

Es läutete an der Tür. Gedämpft hörten sie die Stimme des Direktors und die einer Frau, die sie nicht zuordnen konnten. Leise schlichen sie zur Treppe und versuchten etwas zu erkennen. Aber alles spielte sich in Küche und Esszimmer ab und das war von hier aus nicht zu sehen. „Ich denke, das Frühstück dürfte bald fertig sein. Ziehen wir uns an und gehen hinunter“, sagte Jonas und grinste.

Am Tisch saßen die Liebharts, die Duncans, der Direktor und eine unbekannte Frau, die sich sehr bald als eine der wichtigsten Sponsorinnen für das Wiener Projekt des fliegenden Klassenzimmers entpuppte. „So, da die jungen Herrschaften nun vielleicht gewillt sein werden, unsere Pläne zu hören, werden wir sie an unserer Genialität teilhaben lassen“, sagte der Direktor und Jonas wunderte sich erneut, wie ausgelassen er sein konnte. „Wir sind gewillt und ganz Ohr“, antwortete Jonas und sah die sechs Erwachsenen aufmunternd an.

„Ihr beiden reist bereits morgen als Vorhut voraus, um vor Ort alles auszukundschaften“, fiel Herr Liebhart dem Direktor ins Wort, bevor dieser auch nur etwas sagen konnte. „Und ich werde euch begleiten“, fügte er hinzu. „Wir haben nämlich heute Nacht so genial geplant, dass wir mit dem fliegenden Klassenzimmer nicht nur ein paar wenige Projekte unterstützen können, sondern wir haben uns mit ganz vielen Projekten vernetzt, die sich über unsere, bzw. eure Unterstützung riesig freuen. Und ihr beiden seid die ersten, die das Projekt praktisch aus der Taufe heben“, sagte er und schaute Jonas und Sophie voller Begeisterung an.

Jonas räusperte sich und sagte nüchtern: „Paps, glaubst du nicht, dass da noch eine ganze Menge Information fehlt?“ Herr Liebhart schaute ein wenig irritiert. „Was fehlt denn?“, fragte er und schaute tatsächlich etwas ratlos. „Das Reiseziel, zum Beispiel“, sagte Sophie und brach gemeinsam mit Jonas in schallendes Gelächter aus. „Nur zu eurer Information. Wir haben eurem feuchtfröhlichen Treffen gestern Abend nicht beigewohnt und es wäre super, wenn ihr uns ein paar Eckdaten nennen könntet“, sagte Jonas.

Nun mussten auch die Erwachsenen lachen. „Ihr fliegt zuerst nach Bangladesch. Da haben wir einen Sponsor, der eine ganz neuartige Textilfabrik aufbaut, in der die Mitarbeiter fair bezahlt werden und die Kinder der Mitarbeiter eine Schulausbildung erhalten“, mischte sich nun die fremde Dame ins Gespräch ein. „Wir fliegen nach Bonnotola!“, rief Sophie freudig aus. Am Tisch wurde es still. „Woher weißt du, wo die Fabrik gebaut werden wird?“, fragte Herr Duncan etwas irritiert und alle Augen richteten sich auf Sophie. Diese biss sich auf die Unterlippe. „Wir haben zufällig von dem Projekt gehört. Hannes hat uns gestern davon erzählt“, fiel Jonas schlagfertig als Erwiderung ein und hoffte, dass das große Sonnenwesen ihm diese Lüge verzeihen würde. Damit waren alle zufrieden. „Genau, ihr fliegt nach Bonnotola. Eure Aufgabe wird sein, dabei zu helfen, alle Materialien, die die Schule braucht, zu definieren und auch für eure Klassenkollegen Wohnmöglichkeiten zu besorgen. Für euch haben wir schon einen Platz gefunden und wenn ihr unten alles geregelt habt, kommen eure Schulklassen nach. Wir denken, ihr habt eine Woche Zeit, dann können sich die anderen Schüler auch darauf vorbereiten. Soeben werden bereits alle Eltern kontaktiert“, ergänzte der Direktor. Sophie und Jonas kniffen sich unter dem Tisch gegenseitig in die Knie, so sehr freuten sie sich darauf, Mongila so bald wiederzusehen.

Der Vormittag verlief wie im Flug mit Besprechungen, Planungen, Buchungen von Flügen und Sophie und Jonas erinnerten sich, dass sie sich ja noch mit dem Elohim, den Erzengeln, Hannes, Klara und Martin treffen wollten. Längst war besprochen, dass die Anwesenden Silvester gemeinsam feiern würden und somit störte es niemanden, dass die beiden sich auf den Weg machten. Kurz bevor sie das Haus verließen, zupfte Paula Jonas an der Jacke. „Ich habe gewusst, dass etwas mit dir nicht stimmt. Kommt der echte Jonas bald zurück?“, wisperte sie. Theo schaute ihr tief in die Augen, nahm sie in den Arm und sagte: „Ja, schon sehr bald.“ Paula lächelte zufrieden. Beim Hinausgehen fragte Sophie: „Woher hat sie es gewusst?“ Jonas-Theo zuckte mit den Schultern. „Ich habe keine Ahnung, aber sie hat die ganze Sache als Einzige durchschaut.“

Bei Klara angekommen, wurde Theo und Luisa nun bewusst, dass sie schon wieder Abschied nehmen mussten. Sie würden, noch während sie in Bangladesch waren, wieder in die Engelwelt zurückkehren. Das bedeutete, dass sie sich von Hannes, Martin und Klara endgültig verabschieden mussten. „Ein bisschen viel Abschied“, sagte Theo, der sich gerade gar nicht als Jonas fühlte. Alle nickten traurig. „Aber noch sind wir beisammen und haben eine Menge zu besprechen“, versuchte der Elohim die Stimmung ein wenig aufzuheitern.

Und wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen

Ich wünsche Euch eine wunderbare Nacht und schöne Träume

Manou

Die Erdenreise Teil 36

oben schauen, unten lesen – viel Vergnügen!

Der Elohim schaute Jonas und Sophie eine lange Zeit an und er erkannte, dass es sich bei den beiden um die beiden ehemaligen Jung-Engel Theorahel und Luisahim handelte. Obwohl diese Situation nun völlig außerhalb des ursprünglichen Planes war, fühlte er sich erleichtert. Auch für ihn war es schwer gewesen, die beiden Engel, die ihm mit ihrem Mut und ihrer Tüchtigkeit so sehr ans Herz gewachsen waren, einem doch ungewissen Schicksal zu überlassen.

„Ich bin Elohim“, sagte er. „Ihr kennt mich aus eurer früheren Existenz. Ist euch aufgefallen, dass ihr vor Kurzem Erinnerungslücken gehabt habt?“, fragte er die beiden. Jonas und Sophie nickten und starrten dabei den Elohim mit großen Augen an. „Ja, das haben wir beide, völlig unabhängig voneinander, gehabt. Wir kennen uns ja erst seit heute und haben festgestellt, dass wir beide in den letzten Tagen das gleiche erlebt haben. Und als wir durch Wien gegangen sind, hatten wir das Gefühl, dass wir da schon gemeinsam unterwegs waren. Aber das kann ja nicht sein. Sophie lebt in England und war noch nie in Wien“, erklärte Jonas ihre Situation. Der Elohim hörte zu und atmete innerlich auf. Sie waren es wirklich. Nun musste er sehr behutsam vorgehen. Er hatte schon die Möglichkeit, den beiden ihre Erinnerung an das Leben als Engel wieder zu geben, aber er musste erst herausfinden, wie sie damit zurechtkommen würden. Wenn sie das Wissen darum zu stark aus ihrem Gleichgewicht brachte, würden sie sich in ihrem Leben nicht mehr zurechtfinden, und sie mussten ja noch eine Weile in der Rolle des Jonas und der Sophie bleiben. Daher musste er sie jetzt erst einmal besser kennenlernen und herausfinden, was sie vielleicht schon ahnten.

„Hattet ihr eine Idee, woran das mit dem Gedächtnis liegen könnte?“, fragte er deshalb behutsam. Die beiden schwiegen eine Weile. „Bitte entschuldigen sie, sie sagten ihr Name wäre Elohim. Das ist schön, dann wissen wir, wer sie sind. Aber was mir noch nicht klar ist, ist was sie sind? Sind sie ein Außerirdischer?“, fragte Jonas beherzt. Der Elohim lachte. „Wenn du so willst, bin ich tatsächlich ein Außerirdischer. Ich bin ein Engel. Sogar ein großer Engel der vierten Hierarchie-Ebene.“ Jonas und Sophie standen immer noch da und starrten ihn an. „Sie sind also ein Engel?“, fragte Sophie. „Einer von den Engeln, die noch bis vor Kurzem über den Himmel gezogen sind? Und warum sind sie hier?“, fügte sie hinzu. Der Elohim war sich bewusst, dass sie ein Recht hatten, dies alles zu erfahren. „Das könnte ein wenig länger dauern. Mögt ihr euch nicht setzen? Vielleicht ist Klara so lieb, und macht euch einen Kakao?“, fragte er mit leichtem Zwinkern zu Klara.

Über eines waren sich Jonas und Sophie gewiss, sie waren hier nicht in Gefahr. Der Elohim strahlte so viel Liebe und Güte aus und ihnen beiden kam er auch irgendwie bekannt vor, doch sie konnten es nicht einordnen. „Oh ja, ein Kakao wäre genial. Aber ich denke, ich sollte noch einmal meinen Eltern Bescheid geben, dass es jetzt doch länger dauert“, sagte Jonas. Er rief erneut seine Mutter an, die aber nicht im Geringsten besorgt schien. Sie kannte Klara und die anderen ja bereits. Sie hatte nur eine einzige Bedingung, dass sie nicht zu Fuß nach Hause gehen, sondern sich ein Taxi nehmen sollten. Sie erwähnte noch kurz, dass sie alle noch mitten in der Planung des fliegenden Klassenzimmers steckten und auch noch eine sehr lange Weile damit beschäftigt sein würden. Somit hatten sie nun Zeit, den Erklärungen des Elohim zu lauschen. Sie fühlten beide, dass sie gerade im Begriff waren, etwas ungeheuer Wichtiges zu erfahren.

Als sie dampfende Tasse mit dem süßen Kakao vor sich stehen hatten, fuhr der Elohim fort. „Seid ihr denn bereit dazu, dass ich euch etwas sage, das euch betrifft und das euch vielleicht ein wenig…sagen wir mal, irritieren könnte?“, fragte er die beiden. „Wird es uns mehr irritieren, als die Tatsache, dass wir beide vor wenigen Tagen aufgewacht sind und uns an nichts aus unserem Leben mehr erinnern konnten, nicht einmal mehr an unsere Eltern?“, fragte Jonas. Der Elohim schüttelte den Kopf. „Ich vermute nicht. Auf jeden Fall wird das Erlebte dann einen Sinn machen, wenn ihr die Geschichte dahinter kennt“, sagte er. „Wir hören gespannt zu“, sagte Sophie und klammerte sich an ihre Tasse. „Welch eine absurde Situation“, dachte sie und atmete tief durch. Aber was war in den letzten Tagen schon normal gewesen?

Der Elohim begann ganz von vorne. Er erzählte ihnen, dass sie zwei tüchtige Jung-Engel in der Engelwelt waren und dass der große Rat der Engel vor einigen Wochen beschlossen hatte, dass sie den Menschen auf der Erde zu Hilfe eilen müssten, da die dunklen Mächte ihr Unwesen nun schon so heftig trieben, dass es für die Menschen schon unerträglich wurde. Er erzählte ihnen, wie eigentlich geplant war, dass sie nur jeden Tag auf die Erde reisen, und am Abend wieder zurückkehren sollten. Auch wie es dazu kam, dass dies nicht ausreichte, sondern dass die Erzengel Michael, Gabriel, Raphael, Phanuel und Uriel mit ihnen hinab gereist waren. Als er an diese Stelle angekommen war, unterbrach ihn Sophie. „Sie wollen also sagen, dass die fünf Männer hier“, dabei zeigte sie auf die Erzengel „…in Wahrheit auch Engel sind? Sogar Erzengel?“  Der Elohim nickte zustimmend und die fünf Erzengel grinsten.

„Und warum sieht man es den fünf Männern nicht an, dass sie Engel sind? Sie sehen ja aus wie Menschen“, fragte Sophie weiter. „Weil die unteren drei Hierarchie-Ebenen, sich in Menschen verwandeln können“, sagte der Elohim. Ab der vierten, zu der ich gehöre, geht das nicht mehr. Wir sind immer Engel. Egal, wo wir uns aufhalten.“ Sophie schien zufrieden. Zumindest fragte sie nicht weiter. Jonas schwieg und wartete darauf, wie die Geschichte weiterging.

Der Elohim berichtete, wie die Macht der Dunklen doch größer war, als sie alle gedacht hatten und dass sie zwar wunderbare Fortschritte machten, dies aber alles zu langsam ging. Er erzählte, wie sie Martin, Klara und Hannes und auch Mongila kennengelernt hatten. Und wie es dazu kam, dass jetzt so viele Sender auf der Welt jeden Abend Menschen zusammenbrachten, die gemeinsam eine neue Welt erschufen. Hier unterbrach ihn Jonas: „Das heißt jetzt, wenn ich das richtig verstehe, dass dies alles, was auf der Welt gerade geschieht, eigentlich von uns begonnen wurde? Also nicht von uns, Jonas und Sophie, sondern von…wie hießen wir damals nochmals?“, fragte er. „Theorahel und Luisahim“, antwortete der Elohim.

„Meine Fresse!“, entfuhr es Jonas. „Wir sind ja ganz schöne Influencer, oder?“ Bei diesem Satz lachten alle auf. „Ja, das kann man so wohl sagen“, antwortete der Elohim. „Ich brauche mal eine kurze Pause. Kann ich mal fünf Minuten raus und ein wenig frische Luft schnappen?“, fragte Jonas und Sophie schloss sich an. „Natürlich! Machen wir mal eine kurze Pause. Es wird auch den Erzengeln guttun, wenn sie mit euch ein wenig nach draußen gehen.

„Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“, dachte der Elohim. Er kannte die menschliche Psyche nicht gut genug, um zu wissen, was all diese Informationen bei den beiden anrichtete. Daher war es ihm wohler, wenn die Erzengel sie begleiteten. Er selbst würde eine kurze Innenschau halten, um in Verbindung mit den anderen großen Engeln zu treten und sich auszutauschen, wie weit er ihre Erinnerungen wiederherstellen sollte.

Als sie wieder hereinkamen, war auch der Elohim erleichtert, da er die Rückversicherung von den noch größeren Engeln erhalten hatte, dass er den beiden sämtliche Erinnerungen wieder zur Verfügung stellen durfte, auch wenn es für die zwei nicht leicht sein würde, ab sofort zumindest noch für ein paar Tage ein Doppelleben zu führen.

Jonas und Sophie schienen sehr stabil zu sein, denn sie wirkten weder sonderlich verwirrt, noch beunruhigt. Daher fragte der Elohim ob sie nun bereit wären, wieder ihre Erinnerungen zu erhalten. Beide nickten. „Ihr müsst euch aber bewusst sein, dass ihr noch mindestens für ein paar Tage als Jonas und Sophie leben müsst und dass eure Eltern nichts davon erfahren sollten. Erst dann werden wir euch wieder zu uns in die Engel-Welt holen können.“

Jonas fuchtelte plötzlich mit den Händen. „Aber was ist dann mit diesen Körpern? Sterben die dann? Und wo sind eigentlich die echte Sophie und der echte Jonas?“, fragte er. Der Elohim lachte. „Es spricht für dich, dass du dir darüber Gedanken machst. Die beiden sind immer noch da, sind aber in ihrem Bewusstsein stark herabgedämpft. Ihr könnt euch vorstellen, sie sitzen derzeit wie schlafend auf der Reservebank. Allerdings werden wir dafür sorgen, dass sie an die Erinnerungen der letzten Tage herankommen werden, sodass sie nicht die gleiche Verwirrung erleben werden, die ihr erlebt habt, als ihr vor einigen Tagen aufgewacht seid. Jonas und Sophie werden fast normal da weitermachen, wo ihr aufgehört habt, aber zunächst werdet ihr euch den Körper gewissermaßen teilen“, sagte der Elohim. Sophie zuckte mit den Schultern. „Wie gut, dass ich das nicht verstehen muss“, sagte sie.

Der Elohim hieß sie nun, die Augen zu schließen und versetzte sie in eine tiefe Trance. Aus der Engelwelt heraus wurden nun alle Erinnerungen an das Leben als Theorahel und Luisahim und die Erdenexistenz als Theo und Luisa gesendet.

Nach etwa einer halben Stunde war alles vorbei. Theo-Jonas und Luisa-Sophie waren nun soweit, dass sie ihren Auftrag weiter erfüllen konnten. Aber zuerst fand ein riesiges Fest des Wiedererkennens an. Theo-Jonas und Luisa-Sophie umarmten alle Anwesenden. Plötzlich war die Vertrautheit der ganzen Zeit wieder normal und sie wussten um ihre Existenz. „Dürfen wir jetzt also doch wieder zurück in die Engelwelt?“, fragte Luisa-Sophie. Der Elohim nickte. „Ja, das dürft ihr und mit euch alle anderen Jung-Engel auch. Es sind ein paar der großen Engel unterwegs um ihren ebenfalls ihre Erinnerungen wieder zu geben. Es hatte offensichtlich genügt, dass ihr euch zu diesem riesengroßen Opfer bereit erklärt habt. Vielen Dank an euch!“, sagte der Elohim und lächelte die beiden zärtlich an. Auch ihm fiel ein riesengroßer Stein vom Herzen. Es wäre vermutlich leichter gewesen, selbst so ein Opfer zu erbringen, als es von diesen wunderbaren Jung-Engeln zu verlangen. Doch er wäre nicht dazu in der Lage gewesen.

Es war ein großer Moment der Freude!

Und wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen.

Ich wünsche euch eine wunderbare Nacht und wundervolle Träume!

Manou

11. Tag der 13 heiligen Nächte

Heute sind wir in der Energie der Seraphim, der Geister der Liebe. Am heutigen Tag geht es darum, dass wir uns über das Persönliche hinaus erheben und den Egoismus überwinden. Wir haben das gemeinsame große Ziel vor Augen und opfern Teile unseres Daseins zum Wohle der Anderen. Es ist ein Akt des freien Willens, seine eigene Bequemlichkeit oder seine eigenen Vorstellungen zum Wohle eines übergeordneten Zieles freudig zu opfern. Ich weiß, dass das nicht bei vielen Menschen auf Begeisterung stoßen wird, da der allgemeine Tenor ja meist so ist, dass wir uns zuallererst um unser eigenes Wohl kümmern sollen. Und genau dies haben wir getan, wenn wir den Reigen der dreizehn heiligen Nächte mitvollzogen haben.

Vom Persönlichen zum Überpersönlichen

Natürlich ist es eine Voraussetzung, dass wir uns zunächst um unser eigenes Seelenheil kümmern. Doch die meisten Ratgeber für Lebensgestaltung bleiben dabei stehen. Aber wer sich schon einmal sehr lange und sehr intensiv um sich selbst gekümmert hat, hat meist festgestellt, dass die wahre Erfüllung darin nicht liegt. Unser Wohlbefinden und unser Seelenheil ist kein Selbstzweck. Wir sind nicht nur hier auf der Erde, um ein möglichst angenehmes Dasein zu führen, sondern wir sind hier, weil wir uns eine Aufgabe ausgesucht haben. Und bei den meisten Menschen liegt diese Aufgabe darin, dass sie sich für etwas einsetzen, sich für eine Sache engagieren, mithelfen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Und genau dies ist die Stimmung des heutigen Tages ab dem Abend.

Das Engagement schmälert nicht das Wohlbefinden – im Gegenteil

Wenn wir uns aus der Komfortzone herausbewegen, wenn wir unsere Gaben und Kräfte beginnen einzusetzen, für ein großes und hehres Ziel, dann steigert dies unser Wohlbefinden. Wir treten damit hinaus in das Weltengefüge und erfüllen darin unsere Aufgabe. Und unsere Seele jubiliert, wenn sie sich der (selbstgewählten!) Aufgabe widmen darf. Wir stellen dann nämlich fest, dass alle Fäden an diesem Punkt zusammenlaufen. Alles, was wir bisher getan haben, alles, was wir bisher erlebt haben, macht dann einen Sinn, weil es uns die notwendigen Kräfte beschert, die wir dafür brauchen. Unser Leben ist keine Aneinanderreihung von Zufällen, sondern unterliegt der weisen Führung durch unsere geistigen Begleiter. Wenn wir uns dem widmen, was wir uns vorgeburtlich ausgesucht haben, dann sind wir an einem Punkt im Leben angekommen, der uns vielleicht kein bequemes, dafür aber ein erfülltes Leben ermöglicht.

Und was, wenn man nicht weiß, was diese Aufgabe ist?

Wenn man nicht weiß, was diese Aufgabe ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, dem näherzutreten. In der kommenden Nacht ist es besonders zielführend. Fühlen wir hin, von welcher Aufgabe wir uns angezogen fühlen. Dies bedeutet ja nicht, dass wir zu einem Pionier der Weltveränderung werden müssen (können wir aber 🙂 ), sondern es kann ein Tun im sogenannten „Kleinen“ sein. Wir können unsere Aufgabe vollkommen erfüllen, wenn wir uns um das kümmern, wohin es uns zieht. Ich möchte ein paar Beispiele nennen:

  • Manche Menschen mag es insgeheim dahin ziehen, dass sie gerne mit Menschen arbeiten möchten. Sie möchten Menschen helfen ihren Weg zu finden – dann geht es darum, einen Weg zu finden, sich dafür zu qualifizieren. Das kann eine Ausbildung sein, es kann sein, dass man einen Mentor oder eine Mentorin findet…. wer will, findet Wege.
  • Manche Menschen fühlen sich berufen, Tieren zu helfen. Damit kann man anfangen, indem man im Garten ein Vogelhäuschen aufstellt, Niskästen baut, die Eichhörnchen füttert. Man kann streunenden Tieren in anderen Ländern helfen, ob persönlich oder finanziell, man kann auf einem Gnadenhof anheuern oder noch besser, einen Gnadenhof gründen, man kann sich aber auch politisch engagieren, um sogenannten „Nutztieren“ bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen, man kann Tiere adoptieren z.B. Hühner aus Legebatterien, um ihnen einen schönen Lebensabend zu ermöglichen….die Möglichkeiten sind unendlich!
  • Manche Menschen möchten sich gerne für die Umwelt einsetzen – da kann man damit beginnen, dass man selbst einen kleinen Garten anlegt, in dem Platz für alle möglichen Insekten und andere Tiere ist. Man kann anfangen sich mit den Naturwesen zu verbinden und sie zu fragen, was sie brauchen. Man kann sich Organisationen anschließen oder politisch arbeiten…auch hier unendliche Möglichkeiten.
  • Manche Menschen möchten mit der geistigen Welt arbeiten – auch hier gibt es ebenfalls mannigfaltige Möglichkeiten. Man kann sich geeignete Ausbildungen suchen, sich überlegen, welcher Teil der geistigen Welt zuerst studiert werden möchte: Will man mit Verstorbenen kommunizieren und Jenseitskontakte herstellen, will man mit Elementarwesen und Naturgeistern wirken, will man mit Engeln und Geistführern zusammenarbeiten? Auch hier unendliche Möglichkeiten.
  • Dies sind nur einige wenige Beispiele….die Liste ist unendlich lang

Das Wichtigste ist, aus der Liebe heraus zu handeln

Wir sind in unserer Gesellschaft darauf getrimmt, dass wir uns zuerst fragen: Gibt es einen Markt für den wir arbeiten werden? Das war vielleicht früher der zentrale Gedanken. Aber in der neuen Zeit lautet die Frage: Wohin zieht mich mein Herz? Was will ich aus den tiefsten Tiefen meines Herzens heraus machen? Und genau das ist die Frage, die wir uns in der kommenden Nacht stellen dürfen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen allen einen wunderschönen ersten Montag im neuen Jahr

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

9. und 10. Tag der heiligen 13 Nächte – Neujahr

Zunächst möchte ich mich bedanken, für die vielen, vielen Genesungswünsche bedanken! Herzlichen Dank! Glücklicherweise habe ich eine ziemlich robuste Konstitution und die liebe Petra Reibenwein (www.petrareibenwein.com) hat mir Heilungsenergie geschickt, sodass ich heute schon wieder etwas deutlich fitter bin. Jetzt müssen wir eben zwei Tage in einem behandeln. Gestern war Neujahrstag, das ist der Tag der Energie der Aralim oder Throne und diese Energie gilt ja noch bis heute Abend. Das sind die Geister des Willens. Daher sind die Neujahrsvorsätze so wichtig. Unter dem Einfluss der Energie dieser Wesenheiten können wir – besser als zu jeder anderen Zeit des Jahres – unserem Handeln eine neue Ausrichtung geben.

Aralim/Throne – Geister der Willenskraft

Jeder Mensch kann unter Mitwirkung der Aralim oder Throne wahnsinnig viel bewegen und in die Verwirklichung bringen. Das sollte uns heute bis zum Abend noch im Bewusstsein sein. Wir können heute noch unserem Leben eine völlig neue Richtung geben, wenn wir uns der Zusammenarbeit mit diesen hohen Engelwesenheiten bewusst sind. Diese opfern sich teilweise in die Menschen hinein um ihnen Taperkeit und Mut zu schenken.

Ab heute Abend, der zehnten Nacht, wirken dann die Cherubim, die Geister der Harmonie

Die Cherumbim stehen dafür, das Böse in das Gute zu verwandeln. Diese Nacht und der drauffolgende Tag (also morgen) stehen für die Transformation. Das Böse soll in eine wertvolle Frucht verwandelt werden. Dies ist das wahre Christentum. Nicht das, was immer schon gut war, ist das besonders Erstrebenswerte, sondern das, was sich aus dem freien Willen heraus in das Gute verwandelt.

Als Geister der Harmonie wirken die Cherubim natürlich auch in die Musik hinein. Sogar das Planetensystem schwingt in Harmonie, wie Johannes Kepler bereits im 16. Jahrhundert herausgefunden hat. Außerdem schenken uns die Cherubim die Fähigkeit unser Schicksal anzunehmen. Jeder von uns hat eine Aufgabe hier auf dem Planeten Erde, mit Hilfe der Cherubim können wir dieses Schicksal klaglos erfüllen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen wunderschönen Sonntag, dem zweiten Tag im Neuen Jahr.

Manou Gardner aka Manuela Pusker

PS: Es geht heute auch schon wieder mit der Geschichte „Die Erdenreise“ weiter.

Bild von cocoparisienne auf Pixabay

Die Erdenreise Teil 35

oben schauen, unten lesen 🙂

Michael, Martin, Jonas und Sophie saßen immer noch gemütlich beisammen, als Hannes und Klara dazustießen. „Wir wollten euch eigentlich holen, denn wir haben noch Einiges drüben zu besprechen. Wir wussten ja nicht, dass du Besuch hast, Martin.“ Martin stellte Sophie vor, Jonas kannten sie bereits. Hannes war ein wenig unruhig, denn einladen konnte er die beiden ja nicht, da drüben, in Klaras Wohnung, der Elohim saß. Und dem sah man auf den ersten Blick an, dass er kein Mensch war. Aber Jonas und Sophie hatten den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden. „Ich denke, wir sollten dann sowieso wieder gehen. Unsere Eltern warten sicher schon auf uns“, sagte Jonas. Martin hatte das Gefühl, dass er die beiden nicht gehen lassen wollte. Er hatte einen Verdacht und wollte dem auf den Grund gehen. Daher sagte er: „Könnt ihr bitte noch einen Moment warten. Ich würde gerne drüben etwas besprechen und euch dann erst verabschieden. Oder habt ihr es sehr eilig?“ Jonas und Sophie sahen sich an. „Ich denke, dann rufe ich unsere Eltern kurz an. Wenn sie wissen, dass wir hier sind, ist das sicher kein Problem“, antwortete Jonas.

Martin, Hannes, Michael und Klara gingen hinüber zum Elohim und den anderen Erzengeln. Martin fing ohne Einleitung an zu sprechen: „Bei mir drüben in der Werkstatt sitzen gerade die beiden jungen Leute. Jonas, der junge Mann, den Hannes damals in der Stadt beim Taubenfüttern getroffen hatte, und ein etwas gleichaltriges Mädchen aus England. Und ich werde den Verdacht nicht los, dass ich die beiden kenne. Mir kam das schon beim ersten Mal so vor, als ich Jonas getroffen habe. Als wäre er mir sehr vertraut.“ Hannes nickte. „So ging es mir auch. Worauf willst du hinaus?“, fragte er.

„Ich will darauf hinaus, dass ich einen Besen fresse, wenn das nicht Theo und Luisa sind. Der Elohim sog hörbar die Luft ein, sagte aber nichts. Die Erzengel schauten sich im Raum um, sagten ebenfalls nichts. „Hat es euch allen jetzt die Sprache verschlagen?“, fragte Martin. Der Elohim schüttelte den Kopf. „Nein, es hat mir nicht die Sprache verschlagen, aber das wäre ein seltsamer Zufall. Ich möchte die beiden kennenlernen.“

„Tja, das wird aber nicht ganz so einfach sein. Was sollen wir ihnen erklären, wer du bist?“, fragte Martin. Der Elohim dachte nach. „Wenn das tatsächlich Theo und Luisa sind, brauchen wir nicht viel zu erklären. Spätestens wenn sie mich sehen, wird ihre Erinnerung wieder zurückkommen.“ „Ja und? Was machen wir dann? Könntest du die beiden denn wieder zurückverwandeln?“, fragte Hannes. Der Elohim wiegte seinen Kopf hin und her. „Ach, ich weiß es nicht. Wahrscheinlich ginge das schon. Aber zunächst wäre es wahrscheinlich hilfreicher, wenn sie bleiben, wer sie sind und mit dem Wissen um ihre Herkunft weiter an der Sache dranbleiben.“ „Aber sollte das nicht vermieden werden?“, fragte Martin. „Nein“, sagte der Elohim. „Es ging nie darum, dass irgendetwas vermieden werden sollte. Es ging nur um das Opfer. Es war die Kraft des unglaublichen Opfers, das die beiden und die zehn anderen Jung-Engel erbracht haben, dass das, was wir jetzt geschafft haben, erst möglich wurde. Und bei einem Opfer geht es auch nicht darum, dass es zwingend bis ins Letzte durchexerziert werden muss, sondern es geht um die Entscheidung und die Bereitschaft. Und die haben die beiden erbracht. Sie konnten nicht damit rechnen, dass wir sie wieder treffen und wir sie eventuell sogar in ihr altes Leben zurückholen werden. Aber momentan denke ich, dass es sehr sinnvoll wäre, wenn die beiden wüssten, wer sie sind. Ich glaube, wir brauchen sie dringender als wir denken – und zwar mit allen Fähigkeiten – denen der Menschen und denen der Engel. „Okay, soll ich sie jetzt herüberholen?“, fragte Martin. „Ja, hol sie“, antwortete der Elohim.

Bei den Dunklen herrschte eine schreckliche Stimmung. „Ihr habt total versagt!“, herrschte der große Dunkle die Asuras an. „Es wäre ein Leichtes gewesen, die drei Menschen zu überwältigen, wenn ihr euch angestrengt hättet.“ Die Asuras antworteten im Chor: „Was heißt die drei Menschen? Da waren Heerscharen von Engeln im Hintergrund, die die Menschen abgeschirmt haben.“ Der große Dunkle wischte mit dem Arm durch die Luft, dabei quoll dicker schwarzer Rauch aus seinen Ärmeln. „Wie soll nur irgendetwas funktionieren, wenn man nur so eine unfähige Meute wie euch zur Verfügung hat?“, donnerte er weiter. Und so ging es noch eine ganze Zeit. Er konnte sich einfach nicht beruhigen. Die Wut auf die Schergen, auf die Menschen, auf die Engel brachte ihn fast um den Verstand. Sie waren ihrem Ziel so verdammt nahe gewesen. So viele mächtige Menschen hatten sie in ihren Bann gezogen und die anderen Menschen hatten auf sie gehört. Und plötzlich hatten diese Menschen all ihren Einfluss verloren. Und nun machten alle einfach, was sie wollten. Damit hatte er nicht gerechnet. Er schwor bittere Rache. So einfach würden ihm diese Erdlinge nicht davonkommen. Aber er brauchte einen neuen Plan und neue Verbündete. Die alten hatten versagt. Er hatte auch schon eine Idee.

Martin ging zurück zur Werkstatt. Ihm war ein wenig mulmig zumute. Was, wenn er sich getäuscht hatte und die beiden gar nicht Theo und Luisa waren? Wie würden sie reagieren, wenn sie den Elohim sahen? Warum war alles nur so schrecklich kompliziert? Doch die Tatsache, dass ihm Jonas und Sophie so vertraut waren, obwohl er sie eigentlich gar nicht richtig kannte und dass ihnen die Werkstatt so vertraut war….es musste einen Grund geben.

Die beiden saßen immer noch auf der Couch in der Ecke und unterhielten sich. Martin schluckte. „Mögt ihr bitte mal mit mir mitkommen? Wir haben eine Art Überraschung für euch. Ich weiß nicht, ob ihr damit etwas anfangen könnt….aber seht selbst“, sagte er und merkte, wie schwer es ihm fiel unbeschwert zu wirken. Er hatte insgeheim ziemliche Angst vor der Reaktion der beiden. Es war, als würden sie gerade das ganze Projekt in Gefahr bringen. Doch der Elohim musste ja wissen, was er tat. Das war Martins einziger Hoffnungsanker. Er trug ja nicht die Verantwortung, sondern der Elohim war das höchste Wesen hier in ihrem Kreis. Und wenn er es wagen wollte, dann musste es doch richtig sein… Doch so ganz sicher war er sich nicht.  Jonas und Sophie folgten ihm arglos. An der Tür empfing sie Phanuel. „Wir werden euch jetzt etwas zeigen. Und womöglich werdet ihr eine neue Erinnerung empfangen, bzw. eine alte Erinnerung zurückbekommen. Bitte erschreckt euch aber nicht“, sagte er. Auch er war etwas unsicher, wie das nun vor sich gehen sollte. Der Lichtschein des Elohim reichte bis in den Flur hinein und Jonas und Sophie wurden schon sehr neugierig. „Sind wir in Gefahr?“, fragte Sophie. Es kam ihr ein wenig seltsam vor, dass sowohl Martin als auch dieser Mann, den sie nicht kannte, sich so seltsam verhielten. „Nein, ihr seid nicht in Gefahr. Aber was wir euch jetzt zeigen, ist ein wenig ungewöhnlich für Menschen“, ergänzte Phanuel. Sophie und Jonas wechselten einen Blick. Das war ja alles ein wenig merkwürdig.

Phanuel machte eine Handbewegung in Richtung des Wohnzimmers und Jonas und Sophie gingen zögerlich in die angedeutete Richtung. Der Lichtschein des Elohim wurde immer heller, je näher sie dem Wohnzimmer kamen. Da öffnete Gabriel von innen die Tür vollständig und ließ sie eintreten.

Der Elohim lächelte sie an. Jonas und Sophie standen wie vom Donner gerührt. Sophie begann sofort zu weinen. Etwas überwältigte sie. Jonas legte fast automatisch den Arm um ihre Schultern. „Warum weinst du?“, fragte Phanuel sanft. „Ich weiß es nicht. Es ist so fremd und doch habe ich gerade das Gefühl, als ob ich nach einer langen Zeit nach Hause kommen würde“, sagte sie und verbarg ihr Gesicht in den Händen. Jonas schwieg noch immer und starrte den Elohim an, der sanft lächelte. „Erkennst du mich?“, fragte der Elohim. Jonas schluckte. „Ich…ich weiß nicht. Mir geht es ähnlich wie Sophie und ich verstehe nicht…Wer sind sie?“  

Und wie es weitergeht, erfahrt Ihr morgen. Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins Jahr 2022 und ein wunderschönes, erfülltes Neues Jahr!  

Manou

Die Erdenreise Teil 34

Oben schauen, unten lesen 🙂

Es herrschte große Aufregung im Hause Liebhart. Der Direktor hatte angerufen. Heute würde die englische Delegation anreisen. Alles ging wahnsinnig schnell. Herr und Frau Liebhart hatten vorgeschlagen, dass die Besprechung bei ihnen zuhause stattfinden könnte. Der Direktor hatte dankend angenommen. Offenbar kam ebenfalls eine Familie aus England und gemeinsam würden sie besprechen, wie sie das fliegende Klassenzimmer organisieren würden. Frau Liebhart rannte aufgeregt zwischen Küche und Speisekammer hin und her. „Was soll ich nur vorbereiten. Was könnte Engländern und dem Direktor schmecken?“, murmelte sie ständig vor sich hin. „Also über die Engländer würde ich mir nicht so viele Gedanken machen“, sagte Jonas. „Die sind jetzt nicht gerade für ihre raffinierte Küche bekannt.“ Herr Liebhart lachte. „Jonas hat recht, vermutlich wären Fisch und Chips nicht schlecht, aber vielleicht machen wir einfach Pizzaschnecken und einen Salat, das hat immer schon allen geschmeckt. Und die können Jonas und Paula auch alleine zubereiten, während wir uns besprechen“, sagte Herr Liebhart.

Frau Liebhart schien damit einverstanden zu sein, denn sie wurde merklich ruhiger. Es kam ja niemand um ihre Kochkünste zu bewundern, aber es sollte eben doch allen schmecken. Nervös schaute sie auf die Uhr. Sie hatten noch vier Stunden Zeit, dann würde der Direktor die Gäste am Flughafen Wien Schwechat abholen und direkt zu ihnen kommen. Herr Liebhart und Jonas würden noch ein paar Stunden zu Martin in die Werkstatt fahren, aber versprachen rechtzeitig zurück zu kommen.

Martin wirkte heute ein wenig unausgeschlafen und hatte dunkle Ringe unter den Augen. „Geht es dir nicht gut?“, fragte Jonas. Martin winkte ab. „Ach nein, ich habe vergangene Nacht nur ein wenig schlecht geschlafen.“ Insgeheim dachte er sich, dass selbst wenn er die Geschichte erzählte, ihm niemand glauben würde. Das war alles ein wenig absurd. Und tatsächlich fiel er nach dem gestrigen Kampf mit den Dunklen und der Errichtung des Kristallgitters in einen tiefen traumlosen Schlaf und trotzdem hatte er sich heute Morgen gefühlt, als hätte ihn über Nacht ein Traktor mehrfach überrollt. Aber wenn das stimmte, was der Elohim sagte – und davon ging er aus – hatte sich das ja mehr als gelohnt. Er hatte heute auch das Gefühl, als würde die Atmosphäre sich leichter anfühlen. Aber vielleicht bildete er sich das alles nur ein. Rasch bauten sie die Wagen, die sie bereits vorbereitet hatten zusammen und begannen schon, das Holz für die nächsten fünf zu schneiden. Als Jonas das erste Mal auf die Uhr schaute, war es schon fast soweit, dass sie sich auf den Weg machen mussten. Sie erzählten Martin, wie rasend schnell alles ging und dass Jonas Direktor es binnen eines Tages geschafft hatte, eine kleine Delegation aus England zu organisieren, um gemeinsam das Projekt zu planen. Martin staunte nicht schlecht. Es war unglaublich, wie alles seinen Lauf nahm. Als er die Begeisterung bei Jonas sah, dachte er kurz an Theo. Wie schade, dass er das nicht miterleben konnte.

Als Jonas und sein Vater zuhause ankamen, duschten sie nur rasch und zogen sich frische Kleidung an, als es auch schon an der Tür läutete. Draußen stand der Direktor und Jonas begrüßte ihn respektvoll. Hinter ihm standen ein Mann, eine Frau und ein Mädchen in Jonas Alter. „Darf ich vorstellen“, sagte der Direktor in recht flüssigem Englisch. „Das sind Mr. Und Mrs. Duncan mit ihrer Tochter Sophie.“ Die Liebharts begrüßten die Familie Duncan und hießen sie willkommen.

Das Eis war schnell getaut und sowohl die Eltern, als auch Jonas und Sophie verstanden sich hervorragend. „Ist es für euch in Ordnung, wenn ich Sophie ein wenig die Stadt zeige? Sie war noch nie in Wien“, fragte Jonas. Die Erwachsenen waren einverstanden, da sie bereits mitten in der Planung angekommen waren. Jonas und Sophie zogen sich eine warme Jacke an und machten sich auf den Weg. Sophie staunte und wurde immer stiller. Nach einer Weile fragte Jonas: „Ist alles in Ordnung mit dir?“, Sophie nickte nur und schwieg noch eine Weile. Irgendwann begann sie wieder zu sprechen. „Es ist seltsam, aber mir kommt das alles sehr bekannt vor“, sagte sie plötzlich. Jonas, der dieses Erlebnis erst vor Kurzem in Martins Werkstatt gehabt hatte, verstand sofort was sie meinte. „Kannst du dir erklären, woher das kommt?“, fragte er Sophie und erzählte ihr von dem Erlebnis in der Werkstatt. Sophie dachte nach und sagte dann: „Und wenn ich ganz ehrlich bin, kommst auch du mir sehr bekannt vor. Es ist fast so, als wären wir hier schon einmal gemeinsam entlanggegangen.“ Jonas, der ebenfalls sofort eine starke Vertrautheit mit Sophie empfunden hatte, wurde auch immer nachdenklicher. „Irgendetwas ist seltsam“, sagte Sophie. „Und ich weiß nicht, was es ist.“ Jonas hatte plötzlich eine Idee. Es war noch früh genug, dass sie noch einmal zu Martin in die Werkstatt schauten. Er würde sicher noch arbeiten. Zielsicher lenkte er seine Schritte in die Richtung. Er wusste nicht warum, aber er wollte Sophie die Werkstatt zeigen.

Jonas hatte recht gehabt. Martin arbeitete noch und war sichtlich erfreut über den Besuch. Sophie ging, ähnlich wie Jonas am ersten Tag, durch die Werkstatt. „Hast du auch das Gefühl, dass dir das alles bekannt vorkommt?“, fragte Jonas. „Ja, es ist wie eine undeutliche Erinnerung. Aber ich wüsste nicht, woher die kommen sollte“, sagte Sophie. „Ich war noch nie in Wien. Nicht einmal in Österreich.“ Martin kratzte sich am Kopf, wie er das immer tat, wenn er nachdachte. Ein Verdacht keimte in ihm auf.

Der Elohim und die Erzengel berieten, was sie noch zu tun hatten, bevor sie in wenigen Tagen endgültig die Menschenwelt verlassen würden. „Ich bin guter Dinge. Die Menschen haben die Chance aufgegriffen und fangen an, neue Strukturen zu schaffen und die Welt zu einem lebenswerten Platz für alle zu machen. Das gibt mir und den anderen großen Engeln Hoffnung“, sagte der Elohim.

„Aber wie können wir sicher sein, dass diese Entwicklung anhält, auch wenn wir nicht mehr da sind?“, fragte Michael. „Wir haben es in der Geschichte der Menschheit doch schon öfter erlebt, wie schnell sie sich auf die Dunklen einlassen, wenn diese es ihnen nur schmackhaft genug machen“, fügte er noch hinzu. „Wir sind nicht die Babysitter der Menschen“ antwortete Phanuel. „Diejenigen, die sich wirklich bemühen, werden wir auch aus unserer Welt heraus unterstützen. Aber wenn sie nicht wollen, können wir nichts machen. Wir haben die letzten Wochen mehr eingegriffen als wir vorgehabt haben. Mehr können wir nicht tun.“

Gabriel schaute still vor sich hin und sagte dann: „Ich liebe die Weihnachtszeit sehr. Nicht nur, weil ich der Zeitgeist der Weihnachtszeit bin, sondern auch deshalb, weil die Menschen innerlich empfänglicher sind, als zu anderen Zeiten. Auch jetzt in den Tagen des Jahreswechsels sind sie mehr bereit als sonst, ihr Leben anzuschauen und zu reflektieren. Das macht mir immer wieder Mut und Hoffnung.“

„Ich schaue mal hinüber zu Martin“, sagte Michael. „Ich habe ihn seit gestern Abend nicht mehr gesehen und ich möchte wissen, wie es ihm geht.“ Michael ging über den Hof und sah durch die Fenster, dass Martin noch Besuch hatte. Kurz zögerte er, dann klopfte er doch an. „Komm rein, Michael! Ich habe dich schon gesehen!“, rief Martin. Michael trat ein und Martin stellte ihm Jonas und Sophie vor. Michael hatte von Hannes bereits über Jonas gehört und nickte freundlich.

Die beiden Familien Liebhart und Duncan sowie der Direktor saßen mit glühenden Ohren über ihren Plänen. Immer bunter wurde die Planung für das Jahr und da sie schon genügend Sponsoren hatten, mussten sie sich nicht einmal Gedanken darüber machen, ob sich das alle leisten konnten. Sondern sie konnten einfach planen. Wie großartig das war! Mr. Duncan erklärte, dass er, als Arzt, natürlich gerne irgendwohin reisen würde, wo natürliche Heilmittel eingesetzt werden und gemeinsam kamen sie auf die Idee, dass sich das im Regenwald ja wunderbar verbinden ließ. Sie würden zwei Gruppen machen. Die einen würden zuerst im Forstprojekt arbeiten und die andere Gruppe startete mit der Bestimmung und den Heilwirkungen der Pflanzen. Sie hatten dazu zwar noch keinen Ansprechpartner vor Ort, waren aber sehr zuversichtlich, dass sie den geeigneten Menschen schon noch finden würden.

Zwischendurch schaute Herr Liebhart auf die Uhr. Sophie und Jonas waren lange unterwegs. Aber dann erinnerte er sich daran, dass die beiden alt genug waren, sich im recht sicheren Wien auch in den Abendstunden zu bewegen. Er ahnte nicht, dass sie beiden bei Martin saßen und dass sich bald ein riesiges Geheimnis lüften würde.

Und wie es weitergeht, erfahrt Ihr morgen

Ich wünsche Euch eine gute Nacht uns schöne Träume

Manou

Bild von ThePixelman auf Pixabay

7. Tag der 13 heiligen Nächte – Weisheit und Ausräuchern morgen (Anleitung)

Wir sind nur noch einen Tag vom Jahreswechsel entfernt. Heute, ab der Dämmerung, sind wir in der Tagesqualität der Kyriotetes oder Tarshishim. Dies sind die Engel der sechsten Hierarchie oder die Geister der Weisheit. Wir dürfen uns somit heute ab dem Abend mit unserer eigenen inneren Weisheit beschäftigen. Außerdem ist es heute an der Zeit, alles für das morgige Ausräuchern zu besorgen, falls noch etwas fehlt. Die genaue Anleitung finden Sie unten. Doch zunächst einmal zum Prozess der Reise durch die Hierarchien.

Was ist Weisheit?

Wenn wir davon sprechen, dass ein Mensch weise ist, dann meinen wir meist, dass er aufgrund seiner Lebenserfahrung gut über Situationen urteilen kann. Aber es ist noch etwas mehr, das die Weisheit auszeichnet: Das Zurückstellen der eigenen Meinung und wertfreie Betrachtung einer Situation und die daraus resultierenden Schlussfolgerung. Wenn wir ein weises Urteil sprechen, dann wägen wir genau ab, was das Für und das Wider ist. Dabei bleiben wir nicht bei der persönlichen Sympathie oder Antipathie stecken, sondern betrachten den gesamten Zusammenhang. Auf jeden Fall ist Weisheit die Abwesenheit von Vorurteilen.

Das Beschäftigen mit den eigenen Vorurteilen

Oftmals treffen wir ein Urteil deshalb, weil wir in den Menschen oder in die Situation etwas hinein interpretieren, das aus uns heraus kommt und meist mit dem Umstand per se gar nichts zu tun hat. Wir treffen ein Vorurteil. Da kann es oftmals schon genügen, dass der Menschen einem anderen Menschen ähnelt und wir projezieren sofort die Charaktereigenschaften auf diesen Menschen. Oder wir haben in einer bestimmten Situation schlechte Erfahrungen gemacht und lehnen weitere, ähnliche Situationen aufgrund dieser einen schlechten Erfahrung, die aber unter Umständen gar nicht mit der Situation, sondern mit uns oder anderen handelnden Personen zusammenhing, ab. Wenn wir so urteilen und handeln, stecken wir in unseren Vorurteilen fest. Dann ist unser Handeln alles andere als weise. Weisheit schließt immer mit ein, dass wir unser eigenes Befinden außen vor lassen können.

Die Geister der Weisheit in unserem Leben

Wenn wir uns mit den Geistern der Weisheit, den Kyriotetes oder Tarshishim, beschäftigen, können wir einen Eindruck davon bekommen, wie es ist, wenn wir unser Sein auf einen größeren Zusammenhang ausrichten. Es kann durchaus befreiend sein, wenn man nicht selbst immer im Zentrum der Wahrnehmung stehen muss, sondern seinen Wahrnehmungshorizont etwas erweitert.

Morgen ist Silvester – wir sollten ausräuchern – die energetische Reinigung des Hauses

Wenn wir uns in diesen Reigen der Engelhierarchien einlassen, sind wir bereits in einem Zustand erhöhter Wahrnehmung, die ja auch Teil und Herausforderung der Rauhnächte ist. Und da wir dann umso mehr spüren, was wir nicht-dienliches aus unserem Leben entlassen möchten, ist es unabdingbar, das Haus von diesen alten Energien und Einflüssen zu reinigen. Ich habe gestern bereits aufgeschrieben, was man für das Räuchern braucht. Für die Reinigung ist weißer Salbei aus meiner Sicht unübertroffen, aber auch andere reinigende Räuchermischungen sind gut. Der 31.12. ist ein idealer Tag für die Räucherung des Hauses.

Achtung: Es sollten während der energetischen Reinigung weder Kinder noch Tiere zugegen sein!

Wer wunderbare Räuchermischungen kaufen möchte, dem kann ich sehr empfehlen: Räuchermanufaktur Eisenstadt

Hier ein paar Beispiele für wirksame Räucherungen

Salbei – starke Reinigungskraft

Beifuß – ebenfalls starke Reinigungskraft

Wacholder – vertreibt negative Einflüsse

Myrrhe – desinfiziert, klärt, gibt Ruhe

Thymian – reinigt und stärkt die Energie

Myrthe – sorgt für Klarheit, Reinheit und bringt Frieden

Kampfer – löscht alte Informationen

Angelikawurzel – erhöht die Schwingung des Raumes

Styrax – gibt Wärme und Geborgenheit

Weihrauch – bringt Segen und erhöht die Energie

Der Vorgang selbst braucht Zeit und Ruhe. Man kann nicht zwischen Tür und Angel ausräuchern. Das ist unmöglich. Es ist ein Ritual, das vollzogen wird und viel mehr als nur mit bestimmten Mischungen oder Kräutern durchs Haus zu ge

  1. Schritt – Vorbereitung

Bereiten Sie alle Utensilien vor: Salbeibündel, Räucherschale, Räucherkohle, Räuchermischung…was auch immer Sie verwenden wollen. Überlegen Sie, welche geistige Wesenheiten Ihnen bei dem kommenden Ritual zur Seite stehen sollen. Ich nehme die Wesenheiten (Naturgeister oder Elementarwesen) der vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde und mache ein Eröffnungsritual in dem ich diese Wesenheiten einlade, mir zu helfen. Für jede der Wesenheiten ist etwas da, worauf sie ihren Fokus legen können. Wasser, eine Kerze, Rauch, und Steine – damit sie überhaupt teilhaben können.

2. Schritt – Ritual

Machen Sie sich mit dem Haus/der Wohnung, oder der Wesenheit des Hauses/der Wohnung vertraut. Ich verwende dazu eine Trommel und mache eine schamanische Mittelweltreise. Sie können auch in eine Meditation gehen oder sich auf ihre eigene Art mit der geistigen Welt verbinden. Fragen Sie, was die Wohnung oder das Haus braucht. Achten Sie darauf, was die Wesenheit Ihnen sagt. Falls Sie keine Antworten erhalten, beginnen Sie trotzdem mit der energetischen Reinigung.

3. Schritt – Energetische Belastung prüfen

Gehen Sie entweder mit einer schamanischen Trommel oder klatschend gegen den Uhrzeigersinn durch ihre Wohnung oder ihr Haus. Hören Sie genau hin wo die Trommel oder das Klatschen dumpfer klingt, als an anderen Stellen. Dort sollten Sie dann besonderns aufmerksam reinigen.

4. Schritt – die eigentliche Reinigung

Gehen Sie mit einem reinigenden Kraut, meist Salbei oder eine reinigende Räuchermischung, gegen den Uhrzeigersinn durch ihre Wohnung oder ihr Haus. Bei mehreren Stockwerken beginnen sie oben und arbeiten sich nach unten durch. Dort, wo der Schall der Trommel oder das Klatschen dumpf geklungen hat, verweilen Sie so lange, bis sie eine deutliche Erleichterung verspüren. Die meiste Belastung sitzt entlang der Wände, in Ecken und oftmals auch in alten Möbeln oder Kunstwerken. Vor allen Dingen Ritualgegenstände wie z.B. afrikanische Masken etc. können extrem belastet sein. Machen Sie diese Arbeit in absoluter Konzentration. Das ist wirklich anstrengend. Und denken Sie daran, nicht Sie reinigen, sondern die helfenden Kräfte aus der geistigen Welt, die sie dazu eingeladen haben. Ihre Arbeit ist, die Reinigung durchzuführen und währenddessen den Raum zwischen den Welten zu halten. Lassen sie den Rauch eine Weile in den Räumen und dann lüften Sie kräftig.

5. Schritt – Energetisierung

Wenn Sie mit der Reinigung fertig sind, beginnen Sie das Haus oder die Wohnung zu energetisieren, z.B. mit Weihrauch oder einer anderen Räuchermischung, die nicht reinigend sein muss, sondern dazu verhilft, die Energie anzuheben. Dazu gehen Sie mit dieser Räucherung im Uhrzeigersinn – also genau umgekehrt wie bei der Reinigung durch ihre Räume und konzentrieren sich dabei auf das, was Sie nun in ihren Räumen begrüßen wollen. Auch danach kräftig lüften.

6. Schritt – Abschluss des Rituals – und Reinigung

Bedanken Sie sich bei den Wesenheiten, die Ihnen bei der Arbeit geholfen haben und entlassen diese wieder. Reinigen Sie alle Gegenstände, die Sie verwendet haben und geben alle Kleidung, die Sie getragen haben zur Wäsche. Danach nehmen Sie ein Salzbad. Es ist wichtig, sich danach auch selbst zu reinigen, damit alles, was sich während des Vorgangs angeheftet hat, wieder entfernt wird.

Sie sehen, dieser Vorgang kann durchaus 2-4 Stunden dauern, je nachdem, wie groß Ihr Haus oder Ihre Wohnung ist. Falls Sie nicht alles perfekt machen könne, tun Sie es trotzdem. Ich habe Ihnen hier lediglich die ideale Vorgehensweise aufgeschrieben.

Ich wünsche Ihnen und Euch einen wunderschönen Donnerstag!

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Tracy Lundgren auf Pixabay

Die Erdenreise Teil 33

oben schauen, unten lesen 🙂 Viel Freude damit

Langsam kamen Hannes, Martin und Klara wieder zu sich. Sie wirkten müde und erschöpft, aber auch glücklich. Immerhin hatten sie einen schweren Kampf ausgefochten. Der Elohim erklärte ihnen, was eigentlich passiert war, und dass sie es nur mit der Unterstützung der Engel geschafft hatten, den Plan der Dunklen zu vereiteln. Damit hatten diese einfach nicht gerechnet. „Ich hätte nicht geglaubt“, sagte Hannes, „dass ich dieses Jahr noch die Welt retten muss.“ Klara kicherte. Martin saß immer noch unbeweglich und starrte vor sich hin. „Martin, was ist los mit dir?“, fragte Hannes. „Lass ihn noch eine Weile, er ist sehr erschöpft. Martin musste weit über seine Kräfte gehen. Ihn haben sie am meisten angegriffen“, sagte der Elohim. Michael stand auf und holte Martin ein Glas Wasser aus der Küche und hielt es ihm wortlos hin. „Er könnte etwas Zucker gebrauchen“, sagte der Elohim. „Klara hast du Kekse da?“ Klara bejahte und eilte sofort in die Küche um einen Teller Kekse zu holen.

„Bin ich froh, dass wir das geschafft haben. Ich werde jetzt sofort in mein Bett fallen und hundert Jahre schlafen“, sagte Hannes. Die Erzengel schauten den Elohim an, der sich räusperte und sagte: „Tja, leider sind wir noch nicht ganz fertig. Eine Kleinigkeit fehlt noch. Ihr müsst noch einmal los“, sagte er. Hannes starrte ihn entgeistert an. „Nicht dein Ernst“, sagte er nur tonlos und griff nach den Keksen. Da er nicht weiterfragte, sagte der Elohim auch nichts mehr. Zumal nicht sicher war, ob Martin heute noch dazu in der Lage war. Dieser saß immer noch unbeweglich da und starrte in die Luft.

Mongila saß vor ihrer kleinen Fabrik und fragte sich, was dieses Brausen gerade zu bedeuten hatte. Es dauerte zwar nur ungefähr eine Stunde, aber sie war völlig erschöpft, als wäre sie mitten in einem Orkan gewesen. Sie vermisste den Gesang der Engel so sehr. Doch die Stille war gar nichts gegen das Getöse soeben am Himmel. Doch nun schien es vorbei zu sein. Sie konnte plötzlich wieder atmen. Vorhin war es ihr, als würde sie keine Luft mehr bekommen. Die anderen Menschen im Dorf hatten es ebenfalls bemerkt, aber nicht so heftig wie Mongila. Sie hatte sich gefühlt, als wäre sie mitten in einen Kampf geraten. Langsam atmete sie auf. Es schien tatsächlich vorbei zu sein. Doch ihre innere Nervosität war immer noch vorhanden. Sie versuchte sich abzulenken, indem sie die Werkstücke ihrer Kolleginnen begutachtete. So wunderschöne Dinge entstanden hier. Und sie hatten tatsächlich Händler für all ihre Produkte gefunden. Es war wunderbar. Es gab auch keine Vorgaben, die Frauen konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen und wenn mal ein Stück nicht so ganz gelang, fand sich jemand im Dorf, der es zu einem günstigeren Preis kaufte. Der Bau der großen Fabrik hatte bereits begonnen und Mongila fühlte sich sehr wohl in ihrer Managerinnenrolle. Obwohl sie nicht viele Jahre die Schule besucht hatte, so war sie doch klug und lernte sehr schnell.

Muhammed, der Textilfabrikant, saß vor der gerade beginnenden Baustelle und vor seinem inneren Auge entstand die Fabrik, die Wohnhäuser, die Schule und der Kindergarten und die Kantine. Er sah schon die vielen Frauen und Männer, die hier glücklich ihrer Arbeit nachgehen konnten und wussten, dass ihre Kinder in der Zwischenzeit eine hochwertige Bildung erhielten. Insgeheim träumte er davon, sogar eine kleine Universität für die Kinder der Angestellten zu errichten. Er hatte genügend Geld bis ans Ende seiner Tage. Eigentlich müsste er ja gar nicht mehr arbeiten. Es war vielmehr sein Gewissen, das zu ihm sprach und ihn immer wieder motivierte, hier etwas entstehen zu lassen, das irgendwann den anderen Fabrikanten als Vorbild dienen würde. Es würde sicherlich nicht lange dauern, bis die anderen diese Standards auch bieten mussten. Wenn einer anfing, setzte das meist eine Kettenreaktion in Gang.

Warum hatte er all die Jahre weggeschaut. Er wusste doch, wie hart das Leben seiner Mitarbeiter gewesen war. Er wollte es einfach nicht sehen. Als wäre das Glück dieser Menschen weniger wert als ein eigenes. Das war schrecklich und es verging kein Tag, an dem er sich nicht dafür schämte. Er würde den Rest seines Lebens damit verbringen, so viele Fabriken wie nur möglich zu errichten und damit tausenden Menschen die Möglichkeit geben, ihr Einkommen unter würdigen Bedingungen zu erwirtschaften.

Jonas hatte es tatsächlich geschafft, seinen Direktor in den Ferien zu erreichen und mit ihm einen Termin zu vereinbaren. Seine Eltern würden mit ihm gehen und gemeinsam wollten sie den Direktor davon überzeugen, dass seine Klasse eine der ersten wäre, die das fliegende Klassenzimmer umsetzen würde. Lange bereiteten sie sich zuhause auf das Gespräch vor, um dann festzustellen, dass es absolut leicht war, da der Direktor natürlich auch die allabendlichen Sendungen verfolgte, die Hannes ausstrahlte. Und er hatte sogar schon selbst darüber nachgedacht. Als nun auch noch Herr Liebhart sich bereiterklärte, die ganze Koordination zu übernehmen und mitzureisen, war der Direktor Feuer und Flamme. Er hatte zusätzlich noch die Idee, dass sie mit ihrer Partnerschule in England gemeinsam reisen sollten. Dann hätten beide Klassen zusätzlich die Möglichkeit Englisch und Deutsch zu lernen. Er würde sich gleich morgen darum kümmern. Eventuell würde eine Delegation aus England kommen und sie könnten das gleich gemeinsam planen.

Doch bis dahin würden die Liebharts Martin helfen noch so viele Wagen wie möglich zu bauen. Das war eine wunderbare Beschäftigung.

Martin erholte sich langsam. Er war aber noch sehr mitgenommen. „Wir müssen noch eine Kleinigkeit erledigen, dann seid ihr für heute fertig“, sagte der Elohim. Klara, Hannes und Martin gingen in Startposition und der Elohim führte sie wieder aus ihrem Körper hinaus ins Universum. Dieses Mal störte sie keiner. Und sie mussten auch keine weiteren Kristalle entstehen lassen, sondern ihre Aufgabe war es, unter der Anleitung des Elohim nun die Kristalle miteinander zu verbinden. Es war wie ein Feuerwerk. Kaum hatten sie damit begonnen, liefen Bahnen von einem Kristall zum nächsten und plötzlich sahen sie, dass die ganze Erde nun von einem Kristallgitter überzogen war. Es waren viel mehr Kristalle als sie selbst aufgestellt hatten. Da mussten auch noch andere Menschen am Werk gewesen sein.

Der Elohim hatte nicht zuviel versprochen. Es dauerte nicht lange, und die ganze Erde war überzogen von einem golden-violetten Licht. Die drei staunten. Und der Elohim holte sie auch schon wieder zurück. Das war weder anstrengend noch aufregend gewesen – sondern einfach nur wunderschön und erhebend. „Wir haben jetzt alles getan, was wir tun können, um die Dunklen fernzuhalten. Ich denke, das sollte fürs Erste genügen. Jetzt sind die Menschen und ihre ganzen wunderbaren Projekte in Sicherheit und sie können nun eine neue Welt erschaffen“, sagte der Elohim

Und wie das nun weitergeht, erfahrt Ihr morgen.

Ich wünsche eine gute Nacht und schöne Träume

Manou

6. Tag der 13 heiligen Nächte

Nachdem wir bereits kurz vor dem Jahreswechsel angekommen sind, möchte ich heute auch darauf eingehen, welche Rituale wir jetzt vorbereiten können, um unserem Leben im Jahr 2022 eine neue Richtung zu geben, falls das gewünscht ist. Jeder Wechsel in ein neues Jahr kann fast wie ein Wechsel in ein neues Leben betrachtet werden. Wir können das alte Jahr Revue passieren lassen und mit der Hilfe der geistigen Hierarchien eine Wende einleiten. Natürlich können wir auch während eines Jahres Veränderungen vornehmen, aber ein neues Jahr, das ja jetzt praktisch vor der Tür steht, bietet sich noch mehr dafür an und die Weichen sind auch kosmisch dafür gestellt, Veränderungen umzusetzen.

Heute stehen die Hashmalim oder Dynameis, das sind die Geister der Bewegung, im Mittelpunkt

Die Dynameis, Engel der fünften Hierarchie, sind diejenigen Kräfte, die heute ab Einbruch der Dunkelheit, wirken. Als Geister der Bewegung sind sie die Planetenlenker. Die Dynameis oder Hashmalim (auf hebräisch) stehen in Verbindung mit der göttlichen Ordnung. Wir können heute unser Leben unter dem Gesichtspunkt betrachten, ob wir in der göttlichen Ordnung stehen. Wir erkennen dies an der Ausgewogenheit in unserem Leben. Sobald wir aus der Ausgewogenheit fallen, können wir die Dynameis bitten, uns wieder in die göttliche Ordnung zu führen. Und dies ist oft einfacher als wir glauben, da alles in unserem Universum auf Schwingung beruht. Wir können uns wieder einschwingen in die göttliche Ordnung.

Wie können wir uns in die göttliche Ordnung einschwingen?

Wir haben viele Möglichkeiten, die Schwingung unserer Zellen und somit die Schwingung unseres ganzen Lebens wieder auf die göttliche Ordnung auszurichten. Eine Möglichkeit ist die Meditation. Und dabei ist es egal, ob es eine Meditation in der Stille ist (falls man das kann) oder eine geführte Meditation. Wenn wir uns auf unser göttliches, auf unser feinstoffliches Sein konzentrieren und für eine Zeit lang diesen Kräften überlassen, kommen wir wieder in die göttliche Ordnung. Je öfter und je länger wir dies tun, umso mehr kommt auch unser ganzes Leben wieder in Ordnung. Desweiteren können uns Obertöne und überhaupt Klänge helfen, wieder unseren Ursprung zu finden. Es geht immer um Schwingung. Wir können uns über Schwingung immer wieder neu organisieren.

Zitat von Max Planck

Wenn wir darüber nachdenken, dass alles in unserem Leben als Geist beginnt, als Schwingung beginnt, dann müssen wir uns nicht damit abplagen, dass wir die Veränderungen auf der Ebene der Materie einleiten, sondern es ist wesentlich zielführender wenn wir die Veränderung geistig und auf der Schwingungsebene vornehmen und dafür haben wir in der Hierarchie der Dynameis eine unglaublich mächtige Unterstützung, die gerade in der kommenden Nacht besonders wirksam ist.

Max Planck, der Physiker, sagte einmal Folgendes:

Als Physiker, der sein ganzes Leben der nüchternen Wissenschaft, der Erforschung der Materie widmete, bin ich sicher von dem Verdacht frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu werden. Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich. Alle Materie besteht und entsteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente Kraft noch eine ewige Kraft gibt – es ist der Menschheit nicht gelungen das heiß ersehnte Perpetuum mobile zu erfinden – so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie.

Das Leben auf der geistigen Ebene, der Ebene der Schwingung, neu ausrichten

Wenn wir nun, zwei Tage vor dem Jahreswechsel, darüber nachdenken, unserem Leben eine neue Richtung zu geben, so tun wir gut daran, unser Leben einmal aus einer höheren Warte zu betrachten. Uns nicht unbedingt leiten zu lassen von materiellen Gütern oder kleinen egoistischen Wünschen, sondern zunächst einmal zu schauen:

  • Wie stehe ich als Mensch im Weltenzusammenhang?
  • Was ist mein Beitrag hier in dieser Welt?
  • Was möchte ich gerne beitragen?

Wenn wir dies betrachtet haben, dann können wir dazu übergehen, auch die kleinen Dinge und Umstände einzuladen, die wir uns in unserem Leben wünschen. Und lassen wir uns tragen von der Schwingung, die das neue Leben haben wird. Konzentrieren wir uns auf die Bewegung unserer Atome und die Bewegung der Planeten im Weltall und führen wir uns hin, diese Schwingung zu erahnen, die unser zukünftiges Leben haben wird. Dann sind wir bereit für ein Ritual.

Das gebräuchlichste Ritual „Loslassen und Einladen“

Wenn wir die letzten verbleibenden Tage im alten Jahr dafür nutzen, das vergangene Jahr zu betrachten, dann können wir über die Tage nun aufschreiben, wovon wir uns verabschieden möchten. Wir nehmen insgesamt zwei Blatt Papier. Auf eines schreiben wir die Dinge, Umstände, Gemütszustände…etc. von denen wir uns verabschieden wollen. Auf das zweite Blatt Papier schreiben wir, was wir heranziehen und einladen wollen. Diese Listen führen wir bis zum Silvesterabend.

Das Blatt, mit den Dingen, die wir Loslassen wollen, übergeben wir VOR dem Jahreswechsel dem fließenden Wasser.

Das Blatt, mit den Dingen, die wir einladen wollen, übergeben wir NACH dem Jahreswechsel dem Feuer.

Außerdem macht es Sinn, am 31.12. die Wohnung oder das Haus auszuräuchern. Das beschreibe ich morgen noch genauer. Was ihr allerdings schon besorgen könnt, ist ein Büschel weißer Salbei und/oder eine geeignete Räuchermischung, Räucherschale und Räucherkohle.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch einen wunderschönen Mittwoch

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Die Erdenreise Teil 32

oben schauen, unten lesen 🙂

Als die Nacht schon längst ihre dunklen Tücher über Wien geworfen hatte, einigten sich Familie Liebhart und Martin darauf, dass sie für heute aufhören sollten. Aber sie verabredeten sich gleich wieder für den nächsten Tag. Fünf Wagen waren in ihren Einzelteilen fertig und mussten am nächsten Tag nur noch montiert werden. Erschöpft aber glücklich kehrten sie die Späne und den Staub zusammen, säuberten die Maschinen und Werkzeuge und betrachteten stolz ihr Werk. Sie tranken noch gemeinsam einen Tee und dann machten sich die Liebharts auf den Nachhauseweg.

Jonas Vater konnte nicht aufhören davon zu schwärmen, wie sehr ihm diese Arbeit heute Spaß gemacht hatte. Auch Frau Liebhart war ganz erfüllt davon, dies alles zu notieren und nahm sich vor, noch vor dem Zubettgehen ihre Notizen zu strukturieren.

Martin indessen hatte mittlerweile von Hannes erfahren, dass sie sich bei Klara treffen würden, da der Elohim wieder zurückgekehrt war und ihnen wohl etwas Wichtiges zu sagen hatte. Martin schaute auf die Uhr. Es war fast neun Uhr abends. In weniger als einer Stunde würde Hannes das Studio verlassen. Er hatte also noch ein wenig Zeit, um sich zu duschen und einen Kleinigkeit zu essen.

Gegen 22.00 Uhr versammelten sie sich alle in Klaras Wohnzimmer. Der wohlbekannte Anblick des Elohims auf dem Sofa erfreute alle. Hannes und die Erzengel waren ebenfalls gerade eingetroffen. Klara verteilte die Teetassen und dann ging es auch schon los. Der Elohim begann zu sprechen.

„Wir stehen heute vermutlich an einem ganz wichtigen Scheitelpunkt. Mir ist zu Ohren gekommen, dass die Dunklen heute Nacht versuchen werden, die ganzen Bemühungen zu kippen. Die Menschen sind toll und arbeiten auch intensiv an der Vision, aber sie sind noch lange nicht stabil. Leider habe ich nicht die geringste Ahnung, was sie genau vorhaben. Wir müssen jetzt eine wirklich massive Schutzvorrichtung installieren, die helfen wird, die Dunklen aus der Atmosphäre draußen zu halten. Ich habe dies mit den anderen Engeln oben abgesprochen und sie werden uns unterstützen. Vor allen Dingen werden wir die Hilfe des großen Sonnenwesens erhalten.“

Martin, Hannes, Klara und die Erzengel schauten sich verdutzt an. Was sollte das sein, das sie errichten sollten? Sie konnten sich nichts darunter vorstellen. Doch der Elohim sprach weiter. „Wenn es uns heute Nacht gelingt, die Dunklen von der Erde fernzuhalten, bzw. diejenigen, die da sind, zu vertreiben, dann haben wir es vermutlich geschafft. Doch wir müssen es schaffen! Es wird anstrengend werden. Wer von euch noch etwas essen möchte, sollte dies jetzt tun. Wir werden vermutlich Stunden damit beschäftigt sein.“

Klara verstand den Wink mit dem Zaunpfahl und eilte in die Küche, um ein paar Brote zu belegen. Rasch sättigten sich Hannes und die Erzengel. Martin und Klara hatten bereits gegessen. Als das Geschirr wieder abgeräumt war, erklärte der Elohim, was nun zu tun war.

„Ich werde euch nun auf eine Reise in unsere Sphäre mitnehmen. Ihr braucht nichts Anderes zu tun, als zu sitzen und meinen Worten zu folgen. Sobald wir den unteren Rand unserer Sphäre erreicht haben, schalten sich die Cherubim, Seraphim und Aralim wieder dazu und auch das große Sonnenwesen. Und wir werden gemeinsam die Schutzvorrichtung erstellen. Es ist von absoluter Wichtigkeit, dass ihr Menschen dies mit uns gemeinsam errichtet. Wir Engel dürfen das alleine nicht tun.“

Die Erzengel, Martin, Hannes und Klara nickten etwas ratlos. Speziell Hannes, Martin und Klara hatten nicht so ganz verstanden, was sie nun tun sollten, hofften aber, dass sich ihnen dies in weiterer Folge noch erschließen würde. Der Elohim begann zu sprechen:

„Ich möchte nun, dass ihr euch ganz auf euren Atem konzentriert. Und sobald ihr bemerkt, dass ihr innerlich ruhiger werdet, spürt ihr, wie ihr von einer wohlwollenden Kraft aus eurem Körper herausgezogen werdet. Ihr bewegt euch nach oben und lasst euren Körper hier im Wohnzimmer zurück. Wenn ihr weit genug oben seid, und die Welt von oben sehen könnt, überlasst ihr euren feinstofflichen Körper uns, und wir werden uns mit euch verbinden. Gemeinsam mit uns steigt ihr immer höher bis ihr die Erde als kleine Kugel von oben sehen könnt. Ihr konzentriert euch nun auf eure Hände und stellt fest, dass sich zwischen euren Händen ein Kristall manifestiert. Dieser Kristall wird immer größer und größer und ihr stellt fest, dass die Engel nun beginnen, diesen Kristall mit goldenem und lilafarbenem Licht zu füllen. Und nun überlasst ihr euch ganz der inneren Führung und stellt diesen Kristall irgendwo auf der Erde ab.“

Während Martin, Hannes und Klara den Anweisungen folgten, betete der Elohim:

„Sonnenwesen, Christusheld!

Schicke deine Kraft zu uns auf die Erde

um zum Guten zu wenden, die Kräfte des Bösen,

in der Zeit der Not.

Lasse werden, oh Herr, die Geschehnisse in dieser Welt

zukunftsfördernde Taten!

Wende die Lanze des Bösen von ihrem Ziel.

Gib der Welt Frieden.

Immer und immer wieder sprach der Elohim dieses Gebet, während Martin, Hannes und Klara einen Kristall nach dem anderen entstehen ließen und über die ganze Erde verteilten. Kaum war ein Kristall platziert, war schon der nächste dran.

Anfangs ging alles leicht. Die Kristalle entstanden zwischen ihren Händen und sie stellten sie überall dort ab, wo ihre innere Führung sie hinzog. Aber nach etwa fünfzehn Kristallen, die jeder irgendwo platziert hatte, schwoll draußen im Universum ein ohrenbetäubender Lärm an. Ehe sie es sich versahen, waren die Dunklen angekommen und attackierten ihre Bemühungen. Jeder von ihnen wurde durchgeschüttelt und durchgerüttelt und konnte nur noch mit Mühe und Not die Kristalle auf die Erde transportieren.

Immer wilder tobte die Schar der Asuras da draußen und der große Dunkle brauste immer wieder über sie hinweg. Dabei flogen sie nur so durcheinander. Der Elohim sprach unbeirrt weiter und hielt sie an, das Gebet in Gedanken mitzusprechen und immer weitere Kristalle zu manifestieren.

Martin, Hannes und Klara hatten schon bald das Gefühl, dass ihre Kräfte erlahmten. Doch der Elohim beschwor sie, nicht aufzugeben, sondern immer weiter einen Kristall nach dem anderen entstehen zu lassen und auf die Erde zu bringen. Immer schwieriger wurde das Unterfangen. Bald hatten sie das Gefühl, dass es ihnen gar nicht mehr möglich war, die Erde zu erreichen. Doch der Elohim feuerte sie an. „Ihr dürft den Dunklen keine Beachtung schenken. Bitte einen Kristall nach dem anderen nach unten transportiert. Wir Engel sind um euch und schirmen euch so gut es geht, ab!“ Hannes, Martin und Klara keuchten bereits. Alles war schwer und sie wollten einfach nur noch aufgeben, doch der Elohim ließ nicht locker. „Ihr habt keine Ahnung, wie wichtig euer Tun ist, selbst wenn ihr noch so erschöpft sein, ihr müsst weitermachen!“

Es schien ewig zu dauern. Alles um sie herum brauste und tobte und die ganze Erde schien zu erzittern und immer weiter arbeiteten die drei und brachten unter Aufbietung all ihrer Kräfte einen Kristall nach dem anderen auf die Erde. Über ihre Gesichter flossen Tränen. Sie konnten es kaum noch schaffen.

Als Martin kurz davor war aufzugeben, schrie ihn der Elohim an: „Wenn du die heutige Nacht überleben willst, dann machst du weiter. Ansonsten garantiere ich für gar nichts!“

Immer weiter und weiter kämpften sich die drei durch die Wirbel. Die Dunklen ließen nichts aus, um sie zur Verzweiflung zu treiben. Sie kannten keine Gnade. Es toste, brauste, rüttelte um sie herum. Der große Dunkle schrie ihnen Verwünschungen entgegen und versuchte sie einzuschüchtern. Doch die drei konzentrierten sich ganz auf den Elohim und seine Anweisungen. Und plötzlich wurde es ruhiger. Immer weniger Dunkle sausten um sie herum und sie stellten mit letzter Kraft jeder noch einen Kristall auf der Erde ab.

Dann sprach endlich der Elohim die erlösenden Worte: „So, nun könnt ihr zu euren physischen Körpern zurückkehren. Langsam bewegten sie sich mit ihren feinstofflichen Körpern wieder Richtung Erde, Europa, Österreich und schließlich nach Wien und in Klaras Wohnung. Als sie angekommen waren, fielen die drei in eine tiefe Ohnmacht.

„Das war knapp“, sagte der Elohim zu den Erzengeln, die zwar auch erschöpft wirkten, aber längst nicht so sehr wie die Menschen. „Warum hast du sie in dem Glauben gelassen, dass wir dabei mitwirken?“, fragte Phanuel. „Damit sie nicht schon mutlos wurden, bevor sie begonnen hatten. Hätten sie gewusst, dass sie den Kampf zu dritt aufnehmen müssen, hätten sie es wahrscheinlich nicht geschafft.“

„Außerdem habt ihr ja mitgewirkt. Ihr habt sie sehr gut abgeschirmt. Es hätte allerdings nicht viel gefehlt und sie hätten es nicht überlebt. Doch das musste ich riskieren.“

„Und haben wir es geschafft?“, fragte Michael. „Ich glaube ja“, antwortete der Elohim. Sie haben es geschafft, neunzig Kristalle aufzustellen. Das war die Mindestzahl, die wir brauchten. Sobald sie wieder zu sich kommen, werden wir die nächsten Schritte einleiten.“

„Wir sind noch nicht fertig?“, fragte Gabriel und schaute die drei mitleidig an, die blass und mit tiefen Augenringen ohnmächtig in ihren Sesseln hingen. „Nein, noch nicht ganz, aber der nächste Schritt wird nicht mehr so schwierig und das sind auch bereits die Vorbereitungen für die Zeit, in der ihr nicht mehr auf der Erde sein werdet“, sagte er.

So, und wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen

Ich wünsche euch eine gute Nacht und wunderbare Träume!

Manou

5. Tag der 13 heiligen Nächte

Heute sind wir schon bei Tag fünf angekommen. Dieser Tag, also ab der heutigen Dämmerung bis zum Abend des morgigen Tages, gilt der Überwindung der eigenen inneren Schwächen. Wir stehen ab heute Abend in Verbindung mit der Hierarchie der Exusiai oder Elohim. Diese Wesenheiten kommen aus den Sonnensphären und sind Träger des Lichtes, der Liebe und der Weisheit. Und diese Wesenheiten können uns gut zur Seite stehen, wenn wir unsere inneren Schwächen einer genauen Prüfung unterziehen. Heute, tagsüber, stehen wir ja noch in der Verbindung mit den Archai, die uns helfen, unser bisheriges Handeln zu überdenken. Sobald der heutige Tag in die Dämmerung übergeht, übergeben die Archai an die Exusiai oder Elohim und wir können sofort unsere Schwächen anschauen.

Das Anschauen der inneren Schwächen

Es mag sein, dass dies keine prickelnde Erfahrung ist, wenn man sich wirklich mit seinen Schwächen beschäftigt, aber das ist nun einmal das Ziel des Menschseins, dass wir diese – aus dem freien Willen heraus – überwinden. Was macht uns noch zu schaffen? Wo sind wir noch zu sehr in der Schwächung? Womit stehen wir uns selbst im Wege? Die eigenen inneren Schwächen zu betrachten, ist ein wunderbarer Moment der Intimität mit sich selbst. Wir brauchen an uns nicht den Anspruch der Perfektion stellen, sondern wir entwickeln uns ja immer weiter und jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Schwächen. Diese einmal ohne Emotion zu betrachten und sie einer genauen Prüfung zu unterziehen schafft eine wunderbare Klarheit. Wir sehen uns so, wie wir wirklich sind. Wir müssen uns doch selbst auch gar nichts vormachen, sondern dürfen uns einfach so betrachten. Und diese Schwächen zu sehen, ist der erste Schritt zu deren Überwindung. Und wenn wir heute die Elohim bitten, uns Wege aus diesen Schwächen zu zeigen, diese zu transformieren, bringt uns in einen völlig neuen Zustand.

Das Transformieren der inneren Schwächen

Wenn wir an Schwächen denken, ist das oftmals mit Scham belastet. Doch dies ist völlig unnötig. Alleine das Bewusstmachen derer ist ein großer und mutiger Schritt. Und es ist oftmals leichter, wenn wir uns bereits vorstellen können, wohin wir diese transformieren können, daher beschreibe ich ein paar Beispiele:

Trägheit in Gelassenheit transformieren – wenn wir oftmals träge sind, und uns nicht aufraffen können, etwas zu tun, das dringend getan werden soll, dann können wir diese Trägheit transformieren, indem wir uns nicht der Unlust hingeben, sondern genau prüfen, was uns wirklich wichtig ist. Dies führt dann bereits in die nächste Transformation.

Unlust in kritisches Hinterfragen transformieren Wenn uns bewusst ist, dass etwas getan werden muss, dann werden wir es auch tun. Aber manchmal sind diese Dinge gar nicht notwendig, sondern wir handeln aus einem Konzept heraus. Konzepte sind manchmal hilfreich, weil sie Ideen und Gedanken eine Struktur geben, aber oftmals haben wir eine Menge veralteter Konzepte im Kopf, die gerne wieder hinterfragt werden können. Und so kommen wir zum nächsten Punkt.

(Veraltete) Konzepte in neue Zusammenhänge transformieren Viele Menschen machen Dinge, weil „man sie eben so macht“. Da darf man sich ruhig die Frage stellen: Wer ist „man“? Wenn man Dinge macht, „weil MAN sie so macht“, darf man sich fragen: „Wie mache ICH diese Dinge?“ Und wenn wir diese Konzepte, die scheinbar von außen aufoktroyiert wurden, verwandelt in eigene Werte, dann wandelt sich Unlust in Lust, weil es in einem inneren Zusammenhang steht.

Jähzorn in kinetische Energie verwandeln Viele Menschen neigen zu Jähzorn und dieser Zorn hat eine unglaubliche Energie. Wenn wir es schaffen, in diesem Moment den Zorn nicht über andere Menschen zu ergießen – denn meist ist es sowieso der Zorn auf sich selbst – sondern diesen Zorn in Energie verwandeln, endlich etwas in Angriff zu nehmen, das schon lange wartet, getan zu werden, dann ist das eine wunderbare Kraftquelle. Hier heißt es eben, eine Zwischeninstanz einzuschalten. Ich hatte gestern ja darüber geschrieben, das Tierische in uns zu überwinden. Wenn wir dem Zorn einfach freien Lauf lassen und ihn über einen anderen Menschen ergießen, womöglich sogar über einen schwächeren Menschen, dann sind wir ganz im Reptiliengehirn. Wenn wir aber kurz innehalten können und diese Energie transformieren in eine Schaffenskraft, dann haben wir gleich mehrere Dinge in uns überwunden.

Dies sind nur einige Möglichkeiten, wie wir unsere Schwächen zu etwas Dienlichem verwandeln können. Diese Liste könnte unendlich fortgesetzt werden. Es geht nun einfach darum, dass wir diese Schwächen betrachten und sie einmal ungeschönt vor uns hinstellen. Mehr ist heute noch gar nicht zu tun.

Ich wünsche Ihnen und Euch einen wunderschönen Dienstag auf der Reise durch die Rauhnächte und die dreizehn heiligen Nächte – und achtet auf Eure Träume – diese können gerade jetzt viel offenbaren.

Alles Liebe und einen schönen Tag

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Die Erdenreise Teil 31

Oben schauen, unten lesen 🙂 Viel Freude damit

Um 22.00 Uhr am zweiten Weihnachtsfeiertag machten sich alle Sender daran, den Menschen zu erklären, dass die Engel am Himmel sich heute Abend noch zurückziehen würden, und dass es nun an den Menschen selbst liegt, dass sie die Energie in der ganzen Erdatmosphäre anheben. Die jungen Künstler, die Uriel getroffen hatte, spielten ab 22.00 Uhr auf allen Sendern die Monochords und andere Saiteninstrumente und wurden dadurch über Nacht zu einer absoluten Berühmtheit.

Zwischendurch erklärten die Musiker wie man sich ein Monochord selbst herstellt, bzw. wo man welche bekommen konnte. Überall auf der Welt holten diejenigen Menschen, die schon ein solches Instrument besaßen, diese hervor und stimmten ein. Zwei Stunden lang schwebten noch die Engel über den Himmel und auf der Erde ertönten die Klänge. Um Punkt Mitternacht wurden die Engel immer weniger und verschwanden nach und nach und mit ihnen ihr Gesang.

Dafür schwoll nun auf der Erde der Klang der Obertöne an und überall spielten die Menschen ihre Instrumente. Wer kein Oberton-Instrument besaß, spielte auf dem Klavier oder auf der Geige. Die ganze Erde wurde in eine wunderbare Klangwolke eingehüllt. Viele Gruppen von Menschen fanden sich zusammen, die immer abwechselnd mit anderen Gruppen die Töne ins Universum schicken würden. Und siehe da, es funktionierte. Die Engel waren zwar nicht mehr da, doch die Menschen blieben bei ihren Vorhaben. Sie arbeiteten weiter an ihren Unternehmungen und Projekten und überall griffen immer wieder Menschen zu ihren Instrumenten. Und es wurden immer mehr.

War früher Musik für viele Menschen nur eine Art Luxus gewesen, so wussten die Menschen nun, dass die Musik, die nun überall auf der Erde gemacht wurde, die Dunklen in ihren Grenzen hielt. Die dunklen Mächte konnten diese Musik noch weniger ertragen als den Gesang der Engel, da sie von den Menschen selbst gemacht wurde. Die Menschen bekamen es nicht geschenkt, sondern taten es aus ihrem freien Willen heraus. Das war sehr schmerzhaft für die dunklen Mächte.

Michael, Raphael, Phanuel, Gabriel und Uriel zogen sich zu einer Besprechung zurück. „Ich will keinen Stress machen, aber auch unsere Zeit hier auf der Erde geht dem Ende zu. Es sind nur noch zehn Tage bis zum Dreikönigstag und dann werden auch wir nicht mehr hier sein. Wir müssen uns noch etwas einfallen lassen, das wir hier auf der Erde hinterlassen können, um die Energie zu halten. Bitte denkt auch darüber nach. Unsere ganze Bemühung soll auf keinen Fall umsonst gewesen sein. Die Menschen haben die schreckliche Tendenz, dass sie nach anfänglicher Begeisterung wieder in ihre alten Muster zurückkippen. Das müssen wir verhindern“, sagte Gabriel. Die anderen Erzengel stimmten ihm zu. „Ich habe auch schon darüber nachgedacht und ich halte dies ebenfalls für extrem wichtig“, sagte Michael.

„Was sind nun unsere weiteren Schritte hier?“, fragte Raphael. „Wir sind eigentlich schon sehr weit gekommen und es braucht nur noch hier und da unsere Unterstützung. Aber die neuen Projekte gedeihen fast ausnahmslos ohne unsere Hilfe“, fügte er noch hinzu. „Weiß eigentlich jemand etwas von den Jung-Engeln, die jetzt in einem menschlichen Körper leben?“, fragte Gabriel. „Nein, und das ist auch nicht der Plan. Sie müssen ganz alleine schauen, dass sie zurechtkommen. Aber heute kommt der Elohim wieder zu uns zurück und vielleicht kann er uns ja doch etwas über ihren Verbleib sagen. Aber ich fürchte, er wird es nicht tun. Doch ich bin mir sicher, dass er etwas über sie weiß“, sagte Phanuel.

Martin verbrachte den Tag nach Weihnachten wieder in seiner Werkstatt. Er hatte sich vorgenommen, dass er in den nächsten Tagen mehrere Wagen für die obdachlosen Kumpels herstellen würde. Es würde noch sehr kalt werden im Januar und so viele Menschen wie möglich sollten einen erhalten. Außerdem hatte sich ja heute der junge Mann angekündigt, den Hannes vor Kurzem bei der Maria Theresien Statue getroffen hatte. Und dieser würde seine Eltern mitbringen. Vielleicht hatten die ja Lust ihm etwas zu helfen. Denn eigentlich hatte er keine Zeit herumzusitzen und zu plaudern. Er wollte arbeiten. Mittlerweile war er dazu übergangen, mehrere Wagen gleichzeitig herzustellen. Es war leichter zuerst fünf Boden, zwanzig Wände und zehn Achsen zu montieren. Daher hatte er die jeweils fertigen Teile draußen aufgestellt. Wenn alle Teile hergestellt waren, würde er die fünf Wagen zusammenbauen. So mussten sich die Menschen gefühlt haben, als sie das erste Mal Fließbandarbeit eingeführt hatten. Es ging tatsächlich viel schneller. Über all der Arbeit vergaß er vollkommen die Zeit und plötzlich stand die ganze Familie Liebhart vor der Tür. Martin begrüßte sie herzlich und erklärte allerdings gleich, dass sie nun gerne gemeinsam einen Tee oder Kaffee trinken konnten, aber er dann gleich weiterarbeiten musste, da er ein wenig unter Zeitdruck stand.

Vater Liebhart hörte ihm zu und bot sich auf der Stelle an, sofort nach einer Tasse Kaffee mit anzugreifen. Auch Jonas würde helfen. Mutter Liebhart sprach, während sie in ihrer Kaffeetasse rührte, darüber, dass sie gerne die Dokumentation dieser Arbeit machen würde. Martin war begeistert. Das war ganz nach seinem Geschmack.

Jonas ging, während die Eltern und Martin Kaffee tranken, langsam durch die Werkstatt. Irgendwie kam sie ihm so seltsam vertraut vor. Er schaute aus dem Fenster und fragte Martin: „Entschuldigen sie bitte, aber wohnt dort drüben vielleicht eine ältere Dame?“ Martin schaute auf und sagte: „Ja, da drüben wohnt Klara. Ihr gehört das alles. Kennst du sie?“ Jonas schüttelte den Kopf. „Nein, es ist nur so….irgendwie komisch“, sagte er. Martin sah ihn prüfend an und fragte: „Was ist komisch?“ Jonas schüttelte den Kopf. „Ach nichts. Es ist ein wenig verrückt. Aber mir kommt hier alles so vertraut vor. Als wäre ich schon einmal hier gewesen“, sagte er. „Die Werkstatt gibt es schon lange. Vielleicht warst du da, als Klaras Mann noch lebte“, sagte er und dabei fiel ihm aber ein, dass Klara gesagt hatte, dass ihr Mann schon zwanzig Jahre tot sei und dieser Junge war höchstens sechzehn.

Herr Liebhart war begeistert von all den Maschinen und da er Martin bereits lang und breit erzählt hatte, dass er Maschinenbauingenieur war, zeigte Martin ihm auch die Maschinen, die er noch nicht funktionstüchtig gemacht hatte. Herr Liebhart zog sogleich seine Jacke aus und krempelte die Ärmel auf. Die kleine Paula saß auf dem Sofa in der Ecke und beobachte die freudige Geschäftigkeit. Frau Liebhart begann ebenfalls damit,  Notizen zu machen und sich eine Struktur für die Dokumentation zu überlegen. „Wollen sie, dass diese Idee später von anderen Werkstätten nachgeahmt werden kann?“, fragte sie Martin. „Ja, das wäre natürlich das allerbeste. Stimmt! Ich weiß woran sie denken. Wir sollten zu allen Projekten so eine Art Handbücher machen, damit andere nicht wieder von vorne beginnen müssen. Das haben sie doch vor, oder?“, fragte Martin. Frau Liebhart nickte und erwiderte: „Ich glaube ja, solange es nicht um Konkurrenz oder Mitbewerb geht, wäre das natürlich sehr naheliegend.“ Martin lachte auf. „Ach ich wünsche mir nichts sehnlicher als eine Menge anderer Werkstätten, die das Gleiche tun. Ich werde das alleine nicht schaffen. Auch wenn ich immer wieder Helfer habe“, sagte er.

Hannes war schon den ganzen Tag auf den Beinen, telefonierte mit einschlägigen Musikgeschäften und sammelte Adressen und Kontaktdaten von Musikern, die er gerne engagieren wollte. Er hatte sich vorgenommen, dass er einen großen Teil der Sendezeit dazu verwenden würde, diesen Männern und Frauen eine Plattform zu bieten, wo sie ihre Musik für ein großes Publikum darbringen würden. Und im Handumdrehen hatte er, wie immer, eine Menge Kontakte geknüpft. Auch die anderen Sender würden entweder die Musiker mitübertragen, die bei Hannes spielten, oder sie würden sich selbst welche suchen. Das war sehr schnell in trockene Tücher gebracht. Sie nahmen dies alles ausgesprochen ernst und arbeiteten daran, dass praktisch rund um die Uhr, nur mit wenigen Unterbrechungen durch die abendlichen Live-Sendungen und ein paar Reportagen, die derzeit auch zum Thema passten, die Musik sich über den ganzen Erdball verteilte. Hannes selbst konnte die Wirkung an sich spüren. War er noch in einer Minute vollkommen aufgedreht, so beruhigte er sich auf der Stelle, sobald die zauberhafte Musik erklang. Er war sich selbst der beste Beweis. Und auch die Mitarbeiter im Studio, die Juristen und die Damengruppe waren alle ganz angetan von dieser sphärischen Musik. Das war vermutlich die beste Idee, die Uriel haben konnte.

Auch merkten sie nichts, dass draußen in den Projekten auch nur irgendwo der Arbeitsfluss abriss. Alle waren nach wie vor voll motiviert und arbeiteten fast rund um die Uhr. Es würde nicht mehr lange dauern, dann hätten sie es geschafft, eine völlig neue Gesellschaft zu bauen. Die Vielzahl der Ideen war überwältigend und sie verteilten sich interessanterweise über alle Lebensbereiche.

Es entstanden Projekte für besser Produktionsbedingungen für alle möglichen Produkte. Es entstanden Gartenprojekte zum Nahrungsmittelanbau. Es entstanden neue Schulen und neue Büros. Es fanden sich Menschen zusammen, die über Fortbewegung und Verkehr nachdachten, wieder andere über Finanzen und Wirtschaft. Alles gestaltete sich in rasender Geschwindigkeit um.

Aber eines hatten sie übersehen. Die dunklen Mächte waren immer noch da und würden heute noch zum ultimativen Gegenschlag ausholen. Wenn sie sich nicht vorsahen, würde ihre ganze Welt, die gerade im Entstehen war, heute Nacht noch in Schutt und Asche gelegt werden. Noch ahnte keiner die Gefahr und alle schwelgten in der Glückseligkeit des Aufbaus. Doch die dunklen Mächte heckten zeitgleich einen wahrhaft teuflischen Plan aus – sie würden die Menschen da angreifen, wo sie am empfindlichsten waren…..

Tja, und ob den Dunklen dies gelingt erfahrt ihr morgen.

Ich wünsche euch eine gute Nacht und wunderbare Träume

Manou

Bild von J. S. Clingman auf Pixabay

4. Nacht der 13 heiligen Nächte – Geister der Zeit

Heute Abend starten wir in die vierte der dreizehn heiligen Nächte. Und diese ist der nächsten Hierarchie der geisitgen Wesenheiten gewidmet. Das sind die Archai – die Zeitgeister. Jedes unserer Zeitalter wird durch die Archai gelenkt. Sie sind diejenigen, die uns durch die verschiedenen Epochen führen. Sie ermöglichen uns die jeweiligen Erfahrungen, die die entsprechende Zeit uns bieten kann. Wir denken vielleicht, dass wir die Zeitalter durch unsere menschlichen Errungenschaften prägen, dies stimmt auch zum Teil. Doch in Wahrheit sind es die Archai, die uns dazu anleiten – und zwar in der Nacht. Während wir schlafen, werden wir durch die Archai unterrichtet und wir erfahren in dieser Zeit auch eine Beurteilung unseres Tuns.

Und heute von Einbruch der Dämmerung bis morgen zum Einbruch der Dämmerung können wir uns folgende Frage stellen:

Will ich so handeln, wie ich bisher gehandelt habe?

Dies ist eine sehr intime Frage, denn wie dürfen uns bei der Beurteilung selbst ganz nahe kommen. Können wir hinter unseren Handlungen stehen? Oder handeln wir so, weil „alle“ so handeln? Welche Beweggründe habe ich für mein Handeln? Wenn wir uns bewusst machen, dass wir allerspätestens nachtodlich all unseren Taten auf unserem Lebenstableau begegnen, dann wissen wir auch jetzt bereits, dass wir unser Handeln immer selbst verantworten müssen. Es nützt nichts, wenn wir sagen: „Aber ich konnte ja nichts dafür. Das war eine Anweisung“, oder wenn wir uns unser Handeln jetzt schönreden, indem wir uns sagen: „Aber es machen doch alle so und es ist bequemner“.

In der kommenden der Heiligen Nächte dürfen wir unser bisheriges Handeln einer genauen Prüfung unterziehen – unter der Prämisse, dass wir die alleinige und vollständige Verantwortung dafür tragen. Wir sind nicht Opfer der Umstände, sonder wir sind Erschaffer unserer Umstände.

Das heutige Handeln ist unser Morgen

Wenn wir bedenken, dass wir in einem Rad von Ursache und Wirkung stehen, dann wissen wir auch, dass unsere gestrigen Taten die heutigen Umstände und so weiter bewirken. Wenn wir gestern – und damit meine ich gestern im übertragenen Sinne, also in der Vergangenheit – dieses oder jenes getan haben, dann ernten wir heute die Früchte davon. Wenn wir in der Vergangenheit an unserer Persönlichkeit gearbeitet, wenn wir uns weiterentwickelt haben, dann haben wir in der Gegenwart die Ergebnisse davon auf dem Tisch liegen. Wenn wir faul waren und die Dinge einfach laufen ließen, ebenfalls.

Wir können die Zukunft in die Hand nehmen, indem wir heute unser Handeln überdenken

Wenn die Umstände, in denen wir uns heute wiederfinden, nicht dem entsprechen, was wir gerne hätten, dann können wir heute überlegen, wie wir bisher gehandelt haben. Und wir können uns überlegen, welche Taten wir setzen müssen, um in der Zukunft das Leben leben zu können, das wir uns vorstellen. Albert Einstein sagte einmal sinngemäß: „Die größte Dummheit ist, wenn man immer wieder das Gleiche macht und dabei ein anderes Ergebnis erhofft.“

Das bedeutet für uns, dass wir heute Abend und heute Nacht mit der Unterstützung der Archai, unser Handeln überdenken und neu definieren können.

Das Tierische in uns überwinden

Um wahrlich als Mensch zu inkarnieren, Mensch zu werden, in allen Aspekten, dürfen wir heute darüber nachdenken, wo wir noch triebhaft und instinkthaft handeln. Wo überlassen wir unser Tun und Denken noch unserem Reptiliengehirn und wo sind wir ganz Mensch, indem wir das Triebhafte durchgeistigen? Wo sind wir noch steckengeblieben und nicht HerrIn unserer Sinne, unserer Gedanken, unserer Taten? Wir dürfen alles, was uns begegnet durchgeistigen indem wir es einer genauen Betrachtung unterziehen. Reagieren wir nicht mehr mit den alten bewährten Kampf-Flucht-Mechanismen, sondern beginnen wir, Situationen zu analysieren, zu durchdenken, zu durchfühlen. Versetzen wir uns in die Lage des anderen Menschen, wenn wir einen Konflikt haben, anstatt ihn gleich zu verurteilen, überlegen wir zunächst, bevor wir etwas Tun. Dies ist der Auftrag unserers Zeitalters – des Bewusstseinseelenzeitalters.

Wir sind im Zeitalter der Freiheit

Das Zeitalter, in dem wir uns gerade befinden, ist das Zeitalter, in dem der Mensch aufgerufen ist, in die Freiheit zu gehen. Die Freiheit als Auftrag, Möglichkeit und Chance zu betrachten. Wir sind in der Lage mit unserem freien Willen uns für die helle oder für die dunkle Seite zu entscheiden – doch wir müssen uns entscheiden – immer wieder aufs Neue.

Daher nutzen wir den heutigen Tag dazu, uns unseres Handeln bewusst zu werden und prüfen wir – in aller Freiheit – ob wir dieses Handeln in der Zukunft auch gut heißen werden. Und ob die Früchte unseres Handelns so wie sie jetzt sind, für uns in Ordnung sind.

Wenn wir morgen neue Ergebnisse wünschen, dürfen wir heute unser Handeln ändern.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Montag!

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Die Erdenreise Teil 30

oben schauen, unten lesen 🙂 Viel Freude damit

Es war bereits der zweite Weihnachtsfeiertag und Uriel zog von dannen. Er musste überlegen. Dies gelang ihm am besten, wenn er sich zurückziehen konnte. Es waren nicht einmal mehr zwölf Stunden, dann würden die großen Engel, die Seraphim, Cherubim und Aralim, sich wieder in die Engelwelt zurückziehen. Die Menschen, die sich mittlerweile schon an den Anblick gewöhnt hatten, würden unter Umständen sehr enttäuscht sein und die Dunklen hätten die nächste Chance, diese Enttäuschung zu nutzen und die Oberhand zu gewinnen. Er musste etwas finden, das die Schwingung der Menschen positiv beeinflussen würde. Das war gar nicht so einfach. Zu diesem Schauspiel der großen Engel gab es keine Steigerung. Es musste also etwas sein, das sie Menschen ebenfalls sehr bewegen würde. Damit hatte er keine leichte Aufgabe vor sich.

Auch Hannes, Klara, Martin und die anderen Erzengel waren besorgt, wie es sein würde, wenn die Engel nicht mehr die Stimmung verzauberten. Uriel hatte sie schon darauf vorbereitet, dass – egal was er herausfinden würde – dies heute Abend in so vielen Sendern wie möglich ausgestrahlt werden würde. Hannes nutzte die Zeit, um mit all den Sendern zu sprechen, die derzeit mit ihm kooperierten – und das waren sehr viele – über die ganze Welt verteilt. Alle wollten natürlich wissen, was sie senden sollten und es war für Hannes alles andere als einfach, ihnen zu sagen, dass er das selbst noch nicht wusste. Aber die Menschen waren mittlerweile überall an Überraschungen gewöhnt, sodass sie sich alle, ohne Ausnahme, dazu bereit erklärten.

Die pensionierten Richter, Anwälte und Notare saßen im großen Besprechungsraum und gingen die Projekte durch. Es war unglaublich, was den Menschen alles einfiel und wie viel Unterstützung, auch finanzieller Art, sie erhielten. Auch die Damen, von Klaras Wohltätigkeitsrunde hatten alle Hände voll zu tun, die Spender und Ideengeber miteinander zu koordinieren und überall das Beste rauszuholen. Darin waren sie sehr geschickt. Nicht selten spendeten die Menschen schlussendlich mehr als doppelt so viel, als sie eigentlich vorhatten. Die Damen waren Vollprofis. Und zum Schluss waren alle sehr glücklich.

Michael machte sich auf den Weg in das Hotel am Stadtrand, das gerade zu einem Gesundheitszentrum umfunktioniert wurde und er konnte nur staunen, was hier in drei Tagen alles geschehen war. Fast alle Hotelzimmer waren mit Patienten belegt und in den unteren Räumen entstanden gerade Untersuchungszimmer, Labore und Behandlungsräume. Viele Hände und Köpfe waren fleißig am Werk und es entstand vermutlich das schönste und beste Gesundheitszentrum, das die Welt je gesehen hatte.

Die Familie Liebhart saß am zweiten Weihnachtsfeiertag beim Mittagessen. Herr Liebhart hatte bereits seine Kündigung formuliert und mit den Damen im Sender telefoniert, die ihn erfreut in das Schulprojekt aufnahmen. Wie und in welcher Form er entlohnt werden würde, stand noch nicht fest. Aber sie hatten ihm zugesichert, dass er nicht verhungern musste. Aber er würde auch nicht reich werden – so viel stand fürs Erste fest, denn das Geld sollte möglichst viele Menschen in Lohn und Brot bringen, die nun in ein neues Leben starten würden. Herr und Frau Liebhart machten Kassensturz. Glücklicherweise hatten sie immer gut gewirtschaftet und hatten somit doch ein gutes Polster auf der hohen Kante, das sie eben vorerst dafür verwenden würden, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Es war allen klar, dass es nun nicht mehr darum ging, möglichst viel Geld auf der Bank zu haben, sondern es gleichmäßig auf der Welt zu verteilen, sodass alle Menschen ein gutes Leben führen würden.

Vielleicht war später wieder Zeit etwas anzusparen. Jetzt mussten sie eben das, was sie hatten, anknabbern und sie fühlten, dass dies völlig in Ordnung war. Dafür würden sie ein deutlich glücklicheres und erfüllteres Leben führen. Morgen würden sie zu Herrn Körner in die Werkstatt gehen und Frau Liebhart würde sich für die Dokumentation bereitstellen, wenn es gewünscht war. Hach! Es war alles sehr aufregend. Das fanden auch Jonas und Paula. Jonas war schon ganz aufgeregt. Würde sein Direktor sich einverstanden erklären, dass seine Klasse dieses Jahr noch reisen würde?

Bei den Dunklen herrschte heute eine etwas bessere Stimmung. Auf irgendeinem Weg war es bis zu ihnen vorgedrungen, dass die Engel sich heute um Mitternacht zurückziehen würden. Sie erkannten natürlich sofort, dass sie somit eine Chance hatten, die Menschen auf ihre Seite zu lotsen.

„Wir müssen um Mitternacht sofort damit beginnen, zwischen den Menschen Zwietracht und Neid zu sähen“, sagte der große Dunkle zu seinen Schergen, den Asuras. „Das kann man ja nicht mit anschauen, wie die alle plötzlich in Harmonie sind. Das ist ekelhaft. Wir werden da heute Nacht schon dazwischen grätschen. Wir werden sicher Menschen finden, die anfällig sind für unsere Intervention“, sagte er und lachte sein dreckiges Lachen. Die Schergen waren skeptisch. Seit sie die Engel am Himmel gesehen und gehört hatten, wussten sie gar nicht mehr so recht, ob sie Lust hatten auf der dunklen Seite zu dienen. Sie hatten gespürt, mit welcher Begeisterung die Menschen sich plötzlich aufgemacht hatten und es hatte sie beeindruckt.

Der Große schien es zu bemerken. „Was ist los mit euch?“, herrschte er sie an. „Wer sich nicht mehr mit meinen Zielen verbinden kann, wird auf der Stelle zurück auf den Saturn verbannt. Dort könnt ihr dann schmoren! Und glaubt mir, ich zögere keine Sekunde. Es gibt mehr als genügend Ersatz für euch!“ Die Asuras bemühten sich, möglichst schreckliche Grimassen zu ziehen. Sie durften sich nichts anmerken lassen. Sie wussten ja auch nicht, ob unter ihnen nicht welche waren, die nach wie vor auf der Seite des großen Dunklen standen. Aber vielleicht würden sie sich ja auch umbesinnen, wenn die Engel weg waren. Die hatten ihnen vermutlich die Sinne vernebelt. Es war schon fast teuflisch, was die da oben trieben.

„Ich habe einen Plan. Sobald die Engel da oben verschwunden sind, strömen wir aus und hängen uns an die Menschen dran. Die werden zunächst in ein tiefes Loch fallen, wenn die Engel weg sind. Sie werden befürchten, dass das alles nur ein Schauspiel war und wir werden diese Zweifel schüren“, sagte er und schaute die Asuras grimmig an. „Und ich erwarte von euch, dass ihr eure Arbeit gut machen werdet!“

Sophies Vater, Herr Duncan, hatte eine schlaflose Nacht hinter sich. Auch seine Frau konnte nicht schlafen. Und so hatten sie sich die halbe Nacht beraten, was sie nun tun sollten. Sie haben beschlossen, dass sie ein Heim für Menschen gründen würden, in dem sie leben und wenn es soweit war, auch gut begleitet sterben konnten. Es sollte sich von den herkömmlichen Alten- und Pflegeheimen dadurch unterscheiden, dass es viel mehr Fürsorge und Behaglichkeit geben würde. Sie würden ein Team von Menschen zusammenstellen, das ihnen helfen würde, so ein neues Zuhause für alte, einsame und kranke Menschen jeden Alters zu ermöglichen. Sie wollten auch Ateliers und Werkstätten einrichten, damit die Menschen, die gesund genug waren, sich auch beschäftigen konnten. Heute würden sie bei einem der englischen Sender anrufen und schauen, ob sie jemanden zugeordnet bekommen würden, der das ganze finanziell unterstützen würde, bzw. der ein passendes Gebäude hatte. Hier in Mountfitchet gab es eine Menge leerstehender Häuser. Vielleicht war da etwas dabei?

Uriel ging und ging und ging. Es wollte ihm einfach nichts einfallen. Er war schon seit Stunden unterwegs und seine Verzweiflung wuchs. Er wusste, wenn er keine passende Idee liefern würde, dann würden die Dunklen ab heute Nacht leichtes Spiel haben. Das durfte einfach nicht passieren. Er hatte Wien schon einmal in die eine Richtung durchkreuzt und ging nun in die andere Richtung. Es musste ihm einfach etwas einfallen. Immer wieder sah er hinauf zu den Cherubim, Seraphim und Aralim und hoffte, dass sie ihm eine passende Idee schicken würden, aber sie zogen einfach nur über den Himmel und verströmten ihren wunderbaren Gesang. Mittlerweile war Uriel wieder am Ring angekommen und auch er fühlte sich magisch von der Maria Theresien Statue angezogen. Dort würde er sich eine Weile auf die Stufen setzen. Hannes hatte sich dort auch gut erholt. Vielleicht gelang ihm das auch. Er war mittlerweile so sehr erschöpft, dass er auch keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte. Auf den Stufen saßen ein paar junge Leute, die ein seltsames Instrument mit sich hatten, bei dem sie immer wieder einfach über die Saiten strichen. Dabei entstanden ganz wundersame Töne, die eine richtige Klangwolke entstehen ließen. Uriel lauschte eine Weile und fand sich bald in einer absolut entspannten und verzückten Stimmung wieder. Alles in ihm begann mit diesen Tönen mitzuschwingen.

Als die jungen Leute aufhörten zu spielen, wusste er, dass dies genau das war, wonach er gesucht hatte. Diese Töne hoben ebenfalls die Schwingung der Menschen. Er sprach die jungen Leute an: „Entschuldigt bitte, aber ich habe eurer Musik gelauscht und die ist so wunderbar, dass ich ein paar Fragen dazu hätte“, sagte er. Die jungen Leute schienen erfreut. „Aber gerne doch“, sagte ein junger Mann mit einem Zopf. „Was ist das für ein Instrument?“, fragte Uriel. „Das ist ein Monochord. Es erzeugt Obertöne, wenn man es richtig spielt“, antwortete der junge Mann. Uriel nickte. Obertöne! Das war es. Genau danach hatte er gesucht. Damit konnten sie den Menschen helfen!

Rasch erklärte er den jungen Leuten, dass er wusste, dass die Engel heute verschwinden würden und dass die Menschen nun etwas Neues brauchten, das ihre Energie anhob. Und er fragte sie, ob sie bereit wären, mit in den Sender zu kommen und dort heute Abend zu spielen. Zunächst waren die jungen Leute etwas skeptisch, aber der Gedanke gefiel ihnen gut. Und sie verabredeten, dass sie noch weitere Instrumente holen würden und dass sie sich um 22.00 Uhr im Sender treffen würden.

Und wie es weitergeht….erfahrt Ihr morgen.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht und schöne Träume!

Manou

2. Weihnachtsfeiertag – 3. Tag der 13 heiligen Nächte

Heute begehen wir den zweiten Weihnachtsfeiertag. So langsam sind auch die Erschöpftesten unter uns in der Ruhe angekommen. Und das ist gut so. Der zweite Weihnachtsfeiertag gibt uns die Möglichkeit, noch einmal ganz einzutauchen, in das Mysterium der Weihe-Nacht an sich. Und in der kommenden der dreizehn heiligen Nächte, stehen wir in Verbindung mit den Erzengeln. Die Erzengel haben viel mit dem Fühlen zu tun. Das Fühlen ist die Verbindung zu unserer Seele. Erzengel sind auch in der Entwicklung der Sprache involviert, die ja auch ganz stark in der Verbindung zum Fühlen steht. Wer mehrere Sprachen spricht, kennt das Phänomen, dass man in den unterschiedlichen Sprachen auch anders fühlt. Ich spreche nur eine einzige Fremdsprache gut genug, dass ich dem folgen kann, nämlich Englisch, und es ist für mich so, dass ich oft gerne die Sprache wechseln möchte, wenn ich etwas erkläre oder erzähle, das mir auf Englisch leichter fallen würde. Alle anderen Sprachen spreche ich zu schlecht, als dass sich mir dieses Phänomen erschließen würde.

Das Fühlen als Wirkung in die geistige Welt hinein

Wir betreten mit unserem Fühlen automatisch die geistige Welt, das heißt, unsere Gefühle erreichen die geistige Welt und daher sollten wir gut darauf achten, wie und was wir fühlen. Es ist nicht so, dass unsere Gefühle (ebensowenig wie unserer Gedanken) nur uns alleine betreffen, sondern mit unseren Gefühlen dringen wir ein in die Welt, die wir nur unter besonderen Voraussetzungen wahrnehmen. Die geistige Welt jedoch kann gar nicht anders, als unser Fühlen wahrzunehmen. Und natürlich hat das seine Auswirkungen.

Die Erzengel und ihr Wirken

Es gibt sieben führende Erzengel:

Oriphiel – der dem Saturn zugeordnet ist

Zachariel – der dem Jupiter zugeordnet ist

Samael – der dem Mars zugeordnet ist

Michael – der der Sonne zugeordnet ist

Anael – der der Venus zugeordnet ist

Raphael – der dem Merkur zugeordnet ist

Gabriel – der dem Mond zugeordnet ist

Außerdem gibt es vier führende Erzengel der Jahreszeiten, die sich teilweise überschneiden

Raphael – Frühjahr und Ostern

Uriel – Sommer und Johanni

Michael – Herbst und Michaeli

Gabriel – Winter und Weihnachten

Eine Sonderstellung unter den Erzengeln nimmt, laut Rudolf Steiner, Phanuel ein. Phanuel gilt als der Schutzgeist der Einzuweihenden und begleitet die Geistesschüler auf ihrem Schulungsweg.

Erzengel sind auch immer Zeitgeister, da wo etwas Neues entsteht, haben wir die Verbindung zu den Erzengeln.

Wie können wir selbst in der kommenden Nacht die Verbindung zu den Erzengeln herstellen?

Wenn wir uns für das kommende Jahr etwas Neues vornehmen, wenn wir etwas entstehen lassen wollen, dann ist es gut, dies in Absprache mit den Erzengel zu tun. Sie sind diejenigen, die das Neue begleiten. So, wie bestimmte Erzengel und auch durch bestimmte Zeiten begleiten – derzeit begleitet uns Michael, das ist der Erzengel mit dem Schwert, so begleiten die Erzengel auch neue Projekte und Vorhaben.

Was können wir heute konkret tun?

Wir können die heute Rauhnacht (von heute Abend Einbruch der Dunkelheit bis morgen Einbruch der Dunkelheit) dazu verwenden, dass wir uns überlegen, was wir im kommenden Jahr in die Welt bringen wollen. Was wollen wir (er-)schaffen? Und in der Verbindung mit diesem Vorhaben wenden wir uns an die Erzengel und bitten diese, dass uns einer oder mehrere davon begleiten. Achten wir auf unsere Wahrnehmungen. Welcher der Erzengel möchte uns begleiten? Wer ist uns hilfreich? In wessen Aufgabengebiet geht unser Vorhaben?

Nutzen wir also den Tag, an dem wir ja noch in der zweiten, der dreizehn heiligen Nächten stehen, also mit den Engeln in Verbindung sind und bereiten wir uns vor auf die Dämmerung, wenn die zweite in die dritte Nacht übergeht. Dann tragen wir unser Anliegen in die geistige Welt hinein und fühlen hin, welche Botschaften wir dazu erhalten.

Habt Vertrauen, gerade jetzt ist die geistige Welt sehr daran interessiert, mit uns zusammenzuarbeiten.

Ich wünsche Euch und Ihnen einen wunderschönen zweiten Weihnachtsfeiertag und eine erkenntnisreiche Rauhnacht!

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Die Erdenreise Teil 29

Oben schauen, unten lesen – viel Freude damit 🙂

Jonas verbrachte einen wunderbaren Heiligen Abend mit der Familie. Seine Eltern und auch Paula waren an dem ganzen Geschehen sehr interessiert, allerdings auch etwas ratlos. Sie hatten die Sendung von Hannes geschaut, in der das Schulprojekt mit den neunten Klassen vorgestellt wurde, und speziell Herr Liebhart, Jonas Vater, war der ganzen Sache gegenüber sehr aufgeschlossen. Jonas musste am ersten Weihnachtsfeiertag, beim Frühstück, noch einmal das ganze Gespräch mit Hannes erzählen, das er mit ihm geführt hatte, als sie sich bei der Maria Theresien Statue beim Taubenfüttern mit Hannes geführt hatte.

Jonas Vater interessierte sich dafür, wie es passiert war, dass sie plötzlich damit begonnen hatten, neue Ideen in die Welt zu bringen, bei denen die Menschen sich gegenseitig helfen konnten um all die Missstände zu beseitigen die die ganze Zeit vorhanden waren.

Herr Liebhart rief sich die Schläfen und sagte: „Für mich ist es heute, nur wenige Tage nachdem die ganze Sache aufgekommen ist, eigentlich unvorstellbar, wie wir die ganze Zeit nur auf uns selbst geschaut haben. Es ist doch verrückt. Die Welt ist voller Leid und Menschen, Tiere und der ganze Planet werden ausgebeutet und wir tun nichts dagegen. So war das nun seit Jahrzehnten und keiner von uns hat sich daran gestört. Wir haben gelebt, als gäbe es kein Morgen mehr, und als wäre das Leid, die Trauer, die Verzweiflung und der Hunger in vielen Gegenden der Welt, eine ganz natürliche Sache. Ich auf jeden Fall kann nach Weihnachten nicht mehr zur Arbeit gehen, wie zuvor. Ich arbeite in einem Unternehmen, das andere Menschen vollkommen ausbeutet. Ich wusste es immer, habe aber auch nichts dagegen unternommen. Jetzt fühle ich mich ganz schlecht.“

Jonas hörte sich die Worte seines Vaters an und dachte darüber nach. „Ich denke nicht, dass du dich schlecht fühlen musst. Aber ich glaube, dass wir alle umdenken müssen. Es muss doch möglich sein, dass alle Menschen auf der Welt in einer sicheren Existenz leben und dass wir aufhören, Tiere, Menschen und den Planeten auszubeuten. Es muss neue Wege geben. Und ich habe das Gefühl, dass niemand mehr die alten Wege einschlagen will.“

„Was haltet ihr davon, wenn ich mich für dieses Schulprojekt bewerbe? Ich habe Maschinenbau studiert und kann ganz sicher etwas beitragen, um Menschen bessere Lebensumstände zu ermöglichen“, fragte Herr Liebhart. Frau Liebhart schaute eine Weile zum Fenster hinaus. „Ja, du hast vielleicht recht. Natürlich mache ich mir Sorgen darüber, wie wir unseren Lebensstandard aufrechterhalten können. Aber vielleicht ist das ja gar nicht der wichtigste Aspekt. Vielleicht müssen wir alle einen ganzen Schritt zurücktreten und einfach alles noch einmal neu denken. Das ist gar nicht einfach. Ich finde deine Idee, dich für das Schulprojekt zu bewerben, gut. Auch ich überlege, wie ich mich in dieser neuen Situation nützlich machen könnte. Ich bin Publizistin, mache aber einen Bürojob. Vielleicht sollte ich diese ganzen Projekte begleiten und darüber schreiben. Ich könnte mir vorstellen, dass ich bei den Pilotprojekten dabei bin und die Dokumentation mache, damit die nächsten, die so ein Projekt planen, nicht auch wieder ganz von vorne beginnen müssen. Zum Beispiel könnte ich in dieser Werkstatt beginnen, von der Jonas erzählt hat. Ich könnte einfach ein paar Tage dort verbringen und alles genau dokumentieren.“

Herr Liebhart und Jonas fanden die Idee super. „Dann lasst uns doch nach den Feiertagen gemeinsam dahingehen. Und ich könnte meinen Direktor fragen, ob wir nicht mit meiner Klasse, ich bin ja in der neunten Schulstufe, dieses Projekt beginnen können. Dann würden wir uns auch schon mal nützlich machen.“ Paula war die einzige, die noch zu klein war, um irgendwo mitzumachen. Aber sie hörte der Familie gespannt zu und spürte, dass große Veränderungen auf sie zukommen würden. Und sie freute sich darauf. Etwas in ihrem Inneren sagte ihr, dass dies absolut richtig war, was gerade geschah.

Sophie und ihre Eltern saßen ebenfalls um den Tisch und überlegten, wie sie zu der ganzen Veränderung standen. Sophies Vater war noch ein wenig skeptisch. „Es ist alles sehr seltsam, und ich erkenne die Welt nicht mehr. Vor wenigen Tagen oder Wochen hatte ich noch einen Plan, wie es in meinem Leben weitergehen soll. Ich wollte Chefarzt werden und dann irgendwann meine eigene Praxis eröffnen. Und plötzlich fliegt uns das alles um die Ohren. Wenn ich diese Sendung sehe, in der sich die Menschen zusammenfinden und neue Projekte gemeinsam umsetzen wollen, dann begeistert mich das auf der einen Seite, weil natürlich nicht zu leugnen ist, was gerade passiert und dass früher nicht alles optimal war. Aber es bringt meine Pläne durcheinander. Ich hatte mit einem Leben einfach etwas Anderes vorgehabt und ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll. Sophie schluckte. Sie verstand ihren Vater sehr gut. Sie hatte ja selbst erlebt, wie sehr er sich ins Zeug legte, aber natürlich steckte auch er in einem System drinnen, das ihn auch vorher unglücklich gemacht hatte.

 „Schau mal Paps, ich kann mich daran erinnern, wie verzweifelt du immer warst, dass die Menschen bei euch im Krankenhaus vollkommen alleine gelassen wurden beim Sterben. Du hast immer und immer wieder davon gesprochen und fandest das so traurig. Wäre nicht dies etwas, womit du dich nun beschäftigen könntest?“, fragte Sophie.

Herr Duncan schluckte. Sophie hatte natürlich recht. Er hatte das oft bemängelt. Doch er hatte sich nie Gedanken darüber gemacht, wie er es ändern könnte. Überhaupt hatte er sich nie in der Lage gesehen, etwas daran zu verändern. Er dachte immer, dass dies andere Menschen machen müssten, Entscheidungsträger in der Klinikleitung oder sogar in der Politik. Er, als kleiner Arzt, sah sich dafür nie verantwortlich. Und jetzt war es plötzlich anders. Er fühlte sich nun für alles, was geschah und woran er beteiligt war, verantwortlich. Das hatte sich alles vollkommen verändert. „Was sagst du, Mariam?“, fragte er Sophies Mutter.

„Tja, auch ich bin derzeit ein wenig überfordert. Ich habe zum Beispiel in meiner Massagepraxis immer die Menschen gesehen, die so einsam waren, dass sie alleine deshalb zu mir kamen, damit irgendwer während der Woche mal mit ihnen spricht. Und auch mit taten die Menschen wirklich leid, aber ich hatte auch nie das Gefühl, dazu berufen zu sein, das zu ändern. Und auch bei mir hat sich etwas verändert. Wenn ich hinaufschaue in den Himmel und diese Engel über den Himmel ziehen sehe, dann weiß ich, dass wir noch einmal die Chance bekommen, alles neu und anders zu machen. Und ich fühle mich einerseits etwas überfordert und andererseits in einer wunderbaren Aufbruchsstimmung. Wir sollten vielleicht noch den morgigen zweiten Feiertag abwarten und uns dann Gedanken machen, was dies alles für unser persönliches Leben bedeutet. Was sagst du dazu, Sophie?“, antwortete Frau Duncan.

Sophie überlegte eine Weile. „Erinnert ihr euch noch, vor ein paar Tagen, als ich das Gedächtnis verloren hatte und gar nicht mehr wusste wer und wo ich war?“ Beide Eltern nickten. „Du hast uns einen schönen Schrecken eingejagt“, sagte Herr Duncan. „Ich hatte mich schon über juvenile Demenz erkundigt.“

Sophie fuhr fort: „Ja, und ich hatte damals so seltsame Erinnerungsfetzen an Engel und andere Wesen. Auch hatte ich immer wieder das Gefühl, in Wien gewesen zu sein. Ich habe mir dann Bilder im Internet angesehen und es kam mir alles so seltsam vertraut vor. Als hätte ich dort gelebt. Jetzt ist es fast weg. Jetzt kann ich mich wieder an alles hier erinnern. Aber für ein paar Tage hatte ich das Gefühl, als wäre ich plötzlich in einem ganz anderen Leben. Ich erwähne das deshalb, weil ich glaube, dass mich das verändert hat. Ich denke, ich kann seither vielmehr sehen, was hier bei uns in der Welt, alles völlig schiefläuft und ich fände es super, wenn meine Eltern einen Teil zur Veränderung beitragen würden. Auch wenn das bedeuten würde, dass wir weniger Geld haben. Ich glaube, dass wir hier auf der Erde erst dann wirklich glücklich sein können, wenn alle Menschen glücklich sind. Und das ist eine sehr große Aufgabe und es braucht eine Menge helfender Hände. Ich wäre auf jeden Fall dabei“, sagte sie.

Hannes, Klara, Martin und die Erzengel saßen am ersten Weihnachtsfeiertag in Klaras Wohnzimmer und ließen die letzten Tage und Wochen wieder einmal Revue passieren. Es war so viel geschehen, und sie hatten das Gefühl, den Überblick verloren zu haben. „Ihr müsst nicht verzweifelt daran festhalten, dass ihr den großen Überblick bewahrt. Die Menschen können und müssen nun überall auf der Welt die Dinge selbst in die Hand nehmen. Es genügt, dass ihr hier so eine Art Ideenvermittler seid. Ihr bringt die Menschen zusammen und dann dürfen und müssen sie es selbst umsetzen. Wir haben nur noch einen Tag, an dem die Engel über den Himmel ziehen und die Erde mit kosmischer Schwingung versorgen. Ab übermorgen müssen die Menschen bereit sein, dies selbst zu tun“, sagte Michael. „Wir können es ihnen nicht abnehmen, und ihr auch nicht“, fügte Gabriel hinzu.

Wir haben nun die Aufgabe, dass wir heute und morgen Möglichkeiten finden, wie die Menschen diese Schwingungen selbst erzeugen können. Und dafür brauchen wir dann wieder deinen und die vielen anderen Sender, um dies in der Welt zu verbreiten. Aber noch habe ich keine Idee“, sagte Uriel.

Uriel war bisher recht zurückhaltend gewesen. Er hatte immer mitgeholfen, sich aber niemals in den Vordergrund gestellt. Aber nun merkte er, dass diese Aufgabe wohl ihm gehörte. Er musste Möglichkeiten finden, dass die Energiewolke, die die großen Engel erzeugten, nicht zusammenbrach, wenn sie sich um Mitternacht des zweiten Weihnachtsfeiertages wieder zurückziehen würden. Das war keine leichte Aufgabe und er musste bestehen. Nur wenn die Menschen dies schafften, würden sie all die Ideen, all die angefangenen Projekte weiterführen. Es musste eine Möglichkeit geben – er wusste nur noch nicht, welche.

Und wie es weitergeht, was die Eltern von Sophie und Jonas planen, was Uriel herausfinden wird, wie die Menschen die Energie der Engel aufrecht erhalten können – all dies erfahrt ihr morgen.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht und wunderschöne Träume

Manou

1. Weihnachtsfeiertag – 2. der 13 heiligen Nächte

Heute haben wir den ersten Weihnachtsfeiertag. Es ist ruhig in der geistigen Welt – als würden selbst die Kämpfe zwischen den Mächten mal eine kurze Pause einlegen. Die Anspannungen der letzten Tage sind gewichen. Für manche Menschen kann sich das wie eine Leere anfühlen. Aber es keine Leere, sondern es ist das Gefühl des Ausatmens. Die geistige Welt atmet aus…dieser Prozess kann durchaus Tage dauern. Und wir sind noch in der Energie der ersten Rauhnacht. Bei Sonnenuntergang kommen wir in die Energie der zweiten, der dreizehn heiligen Nächte.

Der erste Weihnachtsfeiertag

Jesus ist nun geboren und wir freuen uns, dass der Mensch Jesus sich als Gefäß für das große Sonnenwesen zur Verfügung stellen wird. Wir sind in der freudigen Erwartung, dass alles, was uns bedrückt und was uns von außen entgegentritt, durch die Anwesenheit des großen Sonnenwesens, Christus, transformiert werden kann. Daher können wir diesen Tag in ruhigem Vertrauen begehen.

Die zweite Nacht der dreizehn heiligen Nächte

In dieser Nacht und dem darauffolgenden Tag (also morgen solange es hell ist) sind wir in der Energie der Engelwesen. Also in der Energie der neunten Hierarchie. Engel sind den meisten Menschen bekannt – sie sind uns meist als Schutzengel vertraut. Die neunte, unterste, Engel-Hierarchie sind Boten. Sie wandeln zwischen den Welten und sind uns Menschen die nächststehendsten Engel. Und ab heute Abend können wir wunderbar mit dieser Hierarchie in Verbindung treten.

Heute Abend: Gespräch mit unserem Schutzengel

Unser Schutzengel begleitet uns durch alle Inkarnationen. Er weiß so viel mehr von uns, als wir selbst von uns wissen. Er weiß, wer wir waren in all unseren vergangenen Leben. Und er ist uns zugeteilt und geht mit uns durch Dick und Dünn. Daher haben wir auch eine gewisse Verantwortung für diese Wesenheit. Wenn wir ins Dunkle gehen, wenn wir uns dem Bösen zuwenden, dann muss er uns dahin begleiten. Er hat keine Wahl. Nur wir Menschen verfügen über den freien Willen. Unser Schutzengel bleibt an unserer Seite, wohin auch immer wir gehen. Und wenn wir in Abgründe gehen, verändert das auch unseren Schutzengel. Das heißt, wir nähren ihn mit Positivem, Liebevollen und schwächen ihn mit unseren Abgründen. Aber er ist ein treuer Freund und bleibt immer bei uns. Es ist also schön, wenn wir heute Abend das Gespräch mit ihm suchen – ihm danken für seine Dienste.

Was sonst noch in den Rauhnächten passiert

Wir sind in den Rauhnächten auch viel stärker als sonst, mit der Welt der Verstorbenen verbunden. Wir können ihre Anwesenheit oftmals besser fühlen als in den anderen Zeiten des Jahreskreises. Die Rauhnächte sind auch wunderbar geeignet mit unseren lieben Verstorbenen zu kommunizieren – zu sagen, was noch gesagt werden muss und zu lauschen, was sie uns zu sagen haben. Die Rauhnächte sind ebenfalls Zeit der Rituale und Brauchtümer.

Was wir loslassen wollen

Wir können jetzt in der Zeit vor dem Jahreswechsel auch in uns gehen und loslassen, was nicht mehr zu uns gehört. Ich habe das Ritual schon oft geschildert, werde es aber hier noch einmal tun:

Alles, was wir loslassen möchten, schreiben wir auf ein Blatt Papier und übergeben es dem WASSER!

Alles, was wir herholen möchten, schreiben wir auf ein Blatt Papier und übergeben es dem FEUER!

Bitte nicht umgekehrt! Was wir dem Feuer übergeben, schreiben wir in der geistigen Welt fest. Was wir dem Wasser übergeben, können wir loslassen und aus unserem Energiefeld entlassen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen allen einen wunderschönen ersten Weihnachtsfeiertag

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Die Erdenreise Teil 28 – Heiliger Abend

Unten lesen, oben schauen 🙂 Viel Freude damit!

Und dann war schon der Heilige Abend da. Alle Engel und Menschen waren in freudiger Erwartung. Viele Menschen auf der Erde hatten plötzlich Zeit und schauten versonnen in den Himmel. Es war wie vor mehr als zweitausend Jahren. Damals war es ein Stern, der über den Himmel zog und jetzt zogen tatsächlich Engel über den Himmel. Immer lauter schwoll ihr Singen an und die Herzen der Menschen begannen, sich auf diesen Gesang einzuschwingen. Überall erstrahlte die feierliche Stimmung und ließ niemanden kalt. Fast niemanden.

Die dunklen Mächte hatten an diesem Abend Krisengespräch. Es war einfach wie verhext. Sie waren sich schon so sicher gewesen, dass sie es geschafft hatten, die Menschen hinters Licht zu führen und nun war alles anders gekommen. Sie waren sauer! Das war gründlich schiefgegangen. Wenn die verflixten Engel am Himmel nicht verschwinden würden, dann könnten sie ihre Pläne vorläufig vergessen. Alle Erklärungen, dass dies nur eine Wettererscheinung war, wurde als Lüge erkannt. Bisher waren sie so gut darin gewesen, alles zu verdrehen. Aber das konnten sie nicht wegargumentieren. Die Menschen standen auf den Straßen und starrten in den Himmel. Es war zum verrückt werden.

Und nun kamen die Rauhnächte, in denen sie sich sonst auch immer ganz gut eingeschlichen hatten, indem sie die Menschen davon überzeugten, dass sie einfach so weitermachen sollten, wie im übrigen Jahr. Damit konnten sie recht gut verhindern, dass die Menschen etwas von dieser grauslichen heiligen Stimmung erlebten. Aber dieses Jahr sah es danach aus, als würden sie sich darauf besinnen, dass sie sich für die Wunder, die gerade geschahen, öffnen wollten.

„Was ist euer Plan?“, fragte der große Dunkle seine Schergen, die Asuras. „Die Asuras, die immer nur im Chor sprachen, antworteten: „Wir wissen es nicht. Alle unsere Pläne sind schiefgegangen. Wir haben keinen weiteren Plan.“ Der große Dunkle schlug mit der Faust auf den Tisch. „Ich hatte euch doch gesagt, dass ihr einen Plan B braucht!“, herrschte er sie an. Die Asuras duckten sich und sagten: „Aber es ist doch alles so gut gelaufen. Wir dachten, dass es immer so weitergeht.“ „Ihr dachtet!“ sagte der große Dunkle verächtlich. „Seit wann könnt ihr denken? Schaut doch einmal hinaus. Am Himmel ziehen die großen Engel und die Menschen stehen wie die Ölgötzen und fangen wieder an, an das Gute zu glauben. So werden wir nie ans Ziel kommen. Ihr habt versagt!“

Die Asuras zogen die Köpfe ein. Immer hackte er auf ihnen herum. Wenn sie etwas gut gemacht, und die Menschen zu etwas verführt hatten, das ihnen nicht guttat, lobte er sie nicht, sondern nahm es als selbstverständlich hin. Und nun hatte er nur Verachtung für sie. Was konnten sie denn dafür, dass die Hellen sich plötzlich so ins Zeug legten? Bisher hatte es ja fast den Anschein gehabt, dass die Menschen denen recht egal seien. Plötzlich waren sie da und vereitelten ihre Pläne. Die Asuras wechselten Blicke. Sollte der große Dunkle doch toben. Sie hatten keine Lust mehr. Wenn sie ehrlich waren, würden sie sogar selbst gerne dem Gesang der Engel lauschen.

Der große Dunkle schien es zu ahnen. Ihr werdet heute in die Höhlen gehen. Dort könnt ihr euch überlegen, was die nächsten Schritte sind. Ich will keinen von euch mehr hier auf der Erdoberfläche sehen!“ Die Asuras zogen unwillig ab. Wenn der große Dunkle so weitermachte, konnte er sich bald neue Helfer suchen. Sie hatten eigentlich keine Lust mehr, sich so behandeln zu lassen. Sie warfen noch einen wehmütigen Blick zum Himmel und gingen dann in die Höhle.

Hannes war wieder erholt. Er hatte sich gestern noch lange mit dem jungen Mann unterhalten und sie hatten verabredet, dass dieser nach den Weihnachtsfeiertagen zu Martin in die Werkstatt kommen wollte. Das war ein schönes und entspannendes Gespräch gewesen und hatte ihn ein wenig vom Stress der letzten Wochen abgelenkt und die Bewunderung des jungen Mannes hatte ihm auch wieder Mut gemacht, um weiter zu arbeiten.

Heute war Heiliger Abend und sie hatten für heute Abend drei ganz besondere Studiogäste eingeladen. Sie freuten sich alle schon darauf. Hannes moderierte die Sendung an und ließ offen, um welches Projekt es sich heute handeln würde. Zwei Herren und eine Dame betraten das Studio. Hannes stellte sie vor: Es waren Jolanda und Simon Markert, zwei Industrielle, die ein immenses Vermögen angehäuft hatten und Prof. Dr. Siebenstreich, der eine der größten Schulen des Landes leitete. Und die Idee des Ehepaares Markert war, dass sie die Möglichkeit zur Verfügung stellen wollten, dass alle neunten Schulstufen ein Jahr des fliegenden Klassenzimmers machten.

Die ganze Klasse sollte in der Zeit, in der die Jugendlichen pubertierten und sowieso etwas außer sich waren, ein Jahr lang überall auf der Welt lernen. Das Konzept bestand daraus, dass sie in den Regenwald reisen sollten, um dort Biologie zu lernen und um gemeinsam mit den Einheimischen die abgeholzten Flächen wieder aufzuforsten. Dabei mussten sie viel über Pflanzengemeinschaften lernen. Danach sollten sie nach Amerika fliegen und in verschiedenen Bereichen der NASA Mathematik lernen. Dann würden sie eine Zeit im französisch sprechenden Afrika verbringen und dort bei Brunnenbauprojekten mitarbeiten. Das war das Grundkonzept, das sich aber gerne, je nach dem Bedarf auf der Welt, verändern durfte. Somit würden all die jungen Erwachsenen einen Teil der Welt sehen, der ihnen selbst bei Urlauben verborgen bleiben würde.

Und sie würden dort, wo Fachkenntnisse gebraucht würden, zur Hand gehen. Natürlich würden die entsprechenden Lehrer jeweils mit ihnen reisen. Prof. Siebenstreich würde das Ganze aus pädagogischer Sicht aufbereiten und nach und nach alle Schulen mit einbeziehen, sodass eine ganze Generation von jungen Menschen heranwachsen konnte, die die Welt und die Bedürfnisse der Menschen kennen. Dazu wurden noch weitere Sponsoren und Fachleute gesucht.

Auch heute, selbst am Heiligen Abend, liefen die Telefone heiß und eine Menge Menschen meldeten sich, die sich einerseits bereit erklärten, bestimmte Fachkenntnisse zur Verfügung zu stellen und andere Zuschauer meldeten sich, die mithelfen wollten, das Ganze zu finanzieren und Ideen lieferten, wie die jüngeren Schüler, schon in ganz frühen Klassen, einen Teil der Kosten über Basare und Veranstaltungen erwirtschaften könnten.

Insgesamt war es ein wunderbarer Abend und Hannes versprach, für die Zuschauer eine Reportage über die erste Klasse zu machen, die schon im kommenden Jahr in dieses Abenteuer starten würde.

Ganz spät trafen Martin und Hannes bei Klara ein, die zur Feier des Tages einen Weihnachtsbaum aufgestellt, und es sogar geschafft hatte, eine Menge Päckchen unter dem Baum zu verteilen. Wenig später läutete es an der Tür und die Freude war groß, als alle Erzengel ins Wohnzimmer traten. „Jetzt fehlen nur noch Theo und Luisa“, sagte Martin ein wenig traurig. „Das stimmt. Wie schön wäre es, wenn sie jetzt hier sein könnten“, stimmten Klara, Hannes und die Erzengel mit ein. „Aber, dass dies alles möglich ist, und dass die Cherubim, Seraphim und Aralim über den Himmel ziehen können, das haben wir dem Opfer der zwölf Engel zu verdanken. Dadurch, dass diese sich dazu bereit erklärt haben, haben wir Engel ganz neue Möglichkeiten erhalten. Ich weiß, das klingt kompliziert, aber auch bei uns in der Engelwelt gibt es gewisse Gesetzmäßigkeiten“, sagte Phanuel.

Klara öffnete den Vorhang und alle sahen hinauf in den Himmel, wo die Engel unermüdlich vorbeizogen und ihren wunderbaren Gesang über die ganze Erde ergossen. Es würde alles gut werden. Dieses Gefühl stieg langsam in allen auf. Sie würden es schaffen. Die Menschen waren einfach wunderbar.

Und jetzt wünsche ich Euch allen einen wunderschönen Heiligen Abend und eine gute Nacht in den ersten Weihnachtsfeiertag hinein. Heute ist die erste der dreizehn heiligen Nächte!

Bis morgen

Manou

10. Portaltag, 1. Rauhnacht – Heiliger Abend

Es ist soweit! Der Heilige Abend ist da. Wir dürfen nun in einen Reigen der dreizehn heiligen Nächte gehen und uns bewusst werden, dass wir als Menschen werdende Götter sind. Während heute tagsüber noch die Portaltag-Energie wirkt, geht diese mit Einbruch der Dunkelheit in die Energie der Rauhnächte über. Heute, am Heiligen Abend, beginnt die Einweihung in ein tiefes Mysterium. Wir werden durch die Rauhnächte alle Hierarchien der geistigen Engel-Wesenheiten und ihre tiefe Bedeutung erfahren.

Die erste der dreizehn heiligen Nächte – Heiliger Abend

Heute feiern wir das Fest der Geburt Jesu. Jesu wurde geboren, um später das Gefaäß für den Eintritt des großen Sonnenwesens – Christus – zu werden. Christus trat bei der Jordan-Taufe in Jesus ein. Er war das, was hier heute einen Walk-in nennen. Eine Wesenheit, die den Körper eines Menschen übernimmt, um eine Mission zu erfüllen. Und die Geburt des Jesus feiern wir heute. Und während der Nacht treten wir in die magische Zeit der Rauhnächte und der Hierarchien ein und erleben heute tatsächlich die Nacht, die energetisch dem Menschen nahesteht. Jesus, der Mensch wurde geboren um eine Mission zu erfüllen – und wir Menschen haben ebenfalls eine Mission.

Die Mission der Menschen

Wir Menschen sind tatsächlich auf dem Weg, die zehnte Engel-Hierarchie zu werden. Bisher haben wir neun Engel-Hierarchien:

  1. Seraphim – Geister der Liebe
  2. Cherubim – Geister der Harmonie
  3. Throne oder Aralim – Geister des Willens
  4. Kyriotetes oder Tarshishim – Geister der Weisheit
  5. Dynamis oder Hashmalim – Geister der Bewegung
  6. Exusiai oder Elohim – Geister der Form
  7. Archai – Geister der Persölichkeit
  8. Archangeloi oder Erzengel – Geister des Feuers
  9. Angeloi oder Engel – Geister der Dämmerung

Und als zehnte Hierarchie sind die Menschen vorgesehen als Geister der Freiheit.

Und aus dem heraus können wir verstehen, warum die Freiheit auf allen Ebenen für uns Menschen solch ein wichtiger Entwicklungsschritt ist. Erst wenn wir aus der Freiheit heraus das Gute tun, werden wir aufsteigen. Dies entspricht den Berichten des Aufstiegs in die fünfte Dimension. Wir werden dann die zehnte Hierarchie stellen und die Wesenheiten, die wir heute Elementarwesen und Naturgeister nennen, werden an die Stelle des Menschen treten.

Das Feiern des Heiligen Abends

Wie auch immer Sie oder Ihr Euer Fest am Heilgen Abend begehen werdet, ich wünsche Euch Freude, Liebe und Licht. Ich wünsche Euch, dass Ihr glücklich seid, weil Ihr spüren könnt, dass mit dem heutigen Tag wieder etwas ganz Besonderes in die Welt getreten ist.

Und ich wünsche Euch auch bis zum Abend, dass Ihr nicht in Stress geratet. Denn es ist völlig egal, was heute Abend auf dem Tisch stehen wird – die Hauptsache ist, dass alle fröhlich um den Tisch versammelt sind.

Genießt den Tag, bereitet Euch in freudiger Stimmung vor. Bei uns steht ein Korb Äpfel bereit, den wir später im Wald verteilen werden, als Weihnachtsgeschenk für die Tiere des Waldes, die im Gegensatz zu uns Menschen, ganz von sich aus spüren, dass heute ein besonderer Tag ist.

Ich wünsche Euch frohe Weihnachten und eine zauberhaften, wunderbaren Heiligen Abend, ob im Kreise Eurer Lieben oder auch in trautem All-eins-Sein

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von TizzleBDizzle auf Pixabay

Die Erdenreise Teil 27

oben schauen – unten lesen

In der Engelwelt war reges Treiben. Alle Engel – angefangen von den jüngsten Jung-Engeln bis zu den höchsten Engeln waren damit beschäftigt den Heiligen Abend und das Weihnachtsfest vorzubereiten. Dieses Jahr hatten sie ja ein wenig Personalmangel, da die größeren Engel beschlossen hatten, dass sie bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag über den Himmel ziehen wollten, damit die Menschen sich ihre Gegenwart genau verinnerlichten. Sie hatten ja schon erlebt, wie die Menschen manchmal waren. Selbst wenn sie etwas Außergewöhnliches erlebt hatten, vertrauten sie sich selbst nicht und redeten sich kurz danach schon ein, dass sie sich das alles nur eingebildet hatten. Und natürlich hatten sie es auch hier in der Engelwelt mitbekommen, dass die dunklen Mächte auf der Erde den Menschen einreden wollten, dass dies nur ein seltenes Wetterleuchten war. Das konnten sie so nicht akzeptieren, also würden sie fünf Tage lang über den Himmel ziehen. Bis dahin würden alle Menschen erkannt haben, dass es kein Wetterleuchten war, sondern dass sie ganz real über den Himmel zogen.

Doch auch in der Engelwelt machte man sich Sorgen um die Menschen. Die Engel spürten, dass auf die Menschen noch einige Herausforderungen zukommen würden. Sie mussten sich vollkommen neu organisieren. Und obwohl die zwölf Engel nun als Menschen auf der Erde waren und auch die Erzengel, die unten waren, alle Hände voll zu tun hatten, und obwohl viele Menschen schon umdachten, es blieb spannend.

Viele der alten Strukturen mussten aufgebrochen werden und die dunklen Mächte hatten sich in vielen Bereichen breitgemacht. Sie hatten ganze Institutionen unterwandert, die sich ursprünglich einmal dem Guten verschrieben hatten. Dies alles musste nun transformiert werden und dies würde viel Arbeit und vermutlich auch viele Konflikte bedeuten. Doch die Engel hatten Hoffnung, weil sie sahen, dass die Menschen so Vieles bereits selbst in die Hand genommen hatten. Doch sie würden staunen, wenn sie erst einmal das Ausmaß der Unterwanderung zu Gesicht bekommen würden. Und das konnte ihnen nicht erspart bleiben. Nur indem die Menschen sahen, was sie alles zugelassen hatten in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten, konnten sie nun die neuen und besseren Entscheidungen treffen.

Hannes saß bei Martin in der Werkstatt und raufte sich die Haare. „Ich bin gewohnt, viel zu arbeiten, aber ich fürchte, ich kann nicht mehr“, sagte er. Martin legte das Brett, das er gerade in der Hand gehalten hatte, zur Seite. „Kann ich etwas für dich tun?“, fragte er und setzte sich neben Hannes. Hannes schüttelte den Kopf. „Nein, ich fürchte, dass du nichts für mich tun kannst. Das ganze Unterfangen übersteigt gerade etwas meine Kräfte. Ich fürchte, ich bin einfach total erschöpft. Seit vier Wochen schlafe ich nur wenige Stunden und arbeite von früh bis spät und ich fürchte, es ist einfach zu viel.“  Martin konnte Hannes gut verstehen. Er hatte ja selbst erlebt, wie Hannes von frühestem Morgen bis spät am Abend unter Dauerstress stand. Er selbst war froh gewesen, dass er sich in die Werkstatt zurückziehen konnte, da er auch das Gefühl gehabt hatte, dass er sich aus dem ganzen Stress ein wenig heraustreten und trotzdem etwas Sinnvolles tun wollte. „Glaubst du, würde es dir helfen, wenn du heute ein wenig Pause machst?“, fragte Martin.

Hannes lehnte sich zurück und rieb seine Schläfen. „Ich glaube, es wäre hilfreich, wenn ich einen Spaziergang mache. In meinem Kopf drehen sich die Gedanken und ich kann das Karussell nicht mehr anhalten. Heute Abend muss ich sowieso wieder die Sendung moderieren. Aber bis dahin könnte ich die Dinge vielleicht einfach laufen lassen. Das Team der Herren und Damen im Studio macht wirklich gute Arbeit und die Erzengel sind bei den verschiedenen Projekten und schauen dort nach dem Rechten. Ich denke, die Welt wird nicht untergehen, wenn ich eine kleine Pause mache“, sagte Hannes. Martin dachte einen Moment nach. „Ich nehme an, dass du die morgige Weihnachtssendung selbst moderieren möchtest, aber was hältst du davon, wenn ich die heutige Sendung übernehme und du dich einfach bis morgen zurückziehst.“ Hannes wollte zuerst widersprechen, hielt dann aber inne und dachte kurz nach. „Ich glaube, das ist ein sehr verlockender Gedanke. Ist das wirklich in Ordnung für dich?“, fragte er. Martin nickte. „Ja, das ist völlig in Ordnung für mich. Ich habe mich die letzten zwei Tage hier in der Werkstatt erholt und fühle mich sehr ruhig. Ich mache das liebend gerne für dich, und wie du weißt, habe ich die große Kunst des Sprechens ja auch einmal gekonnt. Ich denke, ich schaffe das.“

Hannes drückte Martins Arm und verließ die Werkstatt. Er brauchte Zeit für sich. Was in den letzten vier Wochen auf ihn eingeprasselt war, war noch nicht im Geringsten verarbeitet. Seit Martins Anruf vor vier Wochen hatte sich sein Leben vollkommen verändert. Natürlich war er schon immer ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen gewesen, aber es war ja noch viel mehr. Bis vor Kurzem waren Engel für ihn eine Art Fabelwesen. Und er hatte auch gedacht, dass die Welt eigentlich ganz gut war, so wie sie war. Und in den letzten Wochen war alles von unten nach oben gekehrt worden. Sein ganzes Weltbild stand auf dem Kopf. Langsam schlenderte er durch die Wiener Innenstadt und überlegte, was er mit der unverhofften freien Zeit nun anfangen sollte.

Obwohl er gerade nichts zu tun hatte, kreisten seine Gedanken. Hatte er Martin gut genug instruiert für heute Abend? Doch er wusste, dass er ein höchst professionelles Team im Sender hatte und dass Martin ebenfalls schon sehr häufig vor einem großen Publikum gesprochen hatte. Es konnte nicht viel passieren – und selbst wenn…dann würde die Welt sich trotzdem weiterdrehen. Er musste abschalten. Aber wie ging das? Kurz überlegte er, ob er noch ein paar Weihnachtsgeschenke besorgen sollte. Aber es kam ihm lächerlich vor. Was sollten die Menschen jetzt mit einem Schal oder einer Schachtel Pralinen anfangen? Er machte gerade viel größere Geschenke und das war auch viel wichtiger.

Mittlerweile war er am Stephansplatz angekommen und entschied sich über den Graben zur Hofburg zu gehen und dann zu überlegen, wohin ihn sein Weg führen würde. Noch immer zogen die Engel über den Himmel und das Summen war auch noch da. Fast war es schon normal geworden. Die letzte halbe Stunde hatte er überhaupt nicht darauf geachtet. In der Hofburg angekommen, zog es ihn über den Ring zur Maria Theresien Statue. Zunächst umrundete er sie, dann setzte er sich auf die Stufen und atmete tief durch. Dieses Jahr war alles anders. Normalerweise waren große Mengen von Touristen hier, aber heute war fast niemand da. Auf der anderen Seite der Statue saß ein junger Mann und fütterte die Tauben und ein paar ältere Damen drehten ihre Runden.

Das Picken der Tauben beruhigte seine Gedanken. Er studierte genau, welche der Tauben scheinbar die mutigste von allen war und er bewunderte den jungen Mann, wie er zielsicher auch immer ein paar Bröckchen zu den weniger mutigen Tauben hinüber schoss. Dabei musste er ganz vorsichtig sein. Waren die Bröckchen zu groß, erschraken die Tauben und flatterten weg. Waren sie zu klein, flogen sie nicht weit genug. Hannes war ganz gefangen von dem Schauspiel und merkte dabei gar nicht, wie er langsam anfing, sich zu entspannen. Mittlerweile hatte der junge Mann bemerkt, dass Hannes ihn beobachtete und lächelte ihm zu. „Danke, dass die mich nicht gleich zurechtweisen“, sagte er. Hannes sah ihn fragend an. „Die meisten Menschen hassen Tauben und nennen sie die Ratten unter den Vögeln. Aber das stimmt gar nicht. Tauben übertragen nicht mehr Krankheiten als andere Tiere auch. Und wenn sie sich bis auf den Boden begeben, haben sie schon furchtbar Hunger. Eigentlich sollte man ihnen ja Körner füttern, aber ich habe nur eine Semmel gehabt.“

Der junge Mann schien sich mit Tauben gut auszukennen. „Nein, ich fand es sogar sehr interessant zu sehen, wie sie darauf geachtet haben, dass alle von ihnen etwas bekommen“, erwiderte Hannes. Dann schaute er wieder in den Himmel. „Wie finden sie dieses Schauspiel da oben?“, fragte er den jungen Mann. Dieser folgte dem Blick von Hannes und versank eine Weile in stilles Beobachten. „Ich finde es faszinierend und es beruhigt mich. Und das finde ich seltsam. Sollte etwas, von dem wir nicht wissen, was genau es ist, uns nicht eigentlich beunruhigen?“, fragte der junge Mann. „Da haben sie wohl recht. Aber ich kann mich ihrer Meinung nur anschließen. Mich beruhigt es auch und ich habe das Gefühl, dass es eine so tiefgreifende Botschaft hat, dass ich sie gar nicht verstehen kann.

In dem Moment stutzte der junge Mann. „Sind sie nicht Hannes Frisch, der jeden Abend die Sendung moderiert, in der die Menschen sich gegenseitig bei neuen Projekten unterstützen?“, fragte er. Hannes lächelte und nickte. „Jawohl, der bin ich. Aber heute habe ich frei, weil mein Kollege Martin Körner heute für mich übernimmt. Ich fürchte, ich muss mich etwas entspannen“, sagte Hannes. „Oh bitte entschuldigen sie, dass ich sei gestört habe. Das wollte ich nicht“, sagte der junge Mann und wollte sich wegdrehen. „Nein, um Gottes Willen! Sie haben mich überhaupt nicht gestört. Genau genommen konnte ich mich erst entspannen, als ich ihnen beim Füttern der Tauben zugeschaut habe. Ich freue mich über unsere Bekanntschaft“, sagte Hannes.

Wieder schauten beide in den Himmel und beobachteten die Engel die in einer endlosen Reihe über ihnen ihre Runden zogen. Auch die wenigen anderen Menschen, die unterwegs waren, schauten immer wieder nach oben, dann sprachen sie weiter. „Es ist eine surreale Situation“, sagte Hannes mehr zu sich selbst. Der junge Mann schwieg noch eine Weile und erwiderte dann: „Ja, wie zwischen wachen und träumen.“ Hannes fand, dass dies die perfekte Definition war.

„Bitte verzeihen sie, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt“, sagte der junge Mann und reichte Hannes die Hand. „Ich weiß ja bereits, dass sie Hannes Frisch sind. Ich bin Jonas Liebhart.“ Hannes nahm die die Hand von Jonas Liebhart und schüttelte sie erfreut. Es war, als würde er einen alten Bekannten treffen.

Und wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen am Heiligen Abend!

Manou

Die Erdenreise Teil 26

oben schauen – unten lesen 🙂

Mit diesem Ereignis hatte sich das ganze Leben auf der Erde verändert. Überall auf der Welt traten die Menschen auf die Straßen. Menschen, die bisher in Unterdrückung gelebt hatten, erkannten nun, dass dies kein gottgewolltes Schicksal war, sondern dass sie von anderen Menschen dazu gezwungen wurden, damit diese immer noch mehr Profite machten. An manchen Stellen auf der Erde kam es zu Streit, an anderen begannen die Menschen sich in Gruppen zusammenzutun und neue Wege zu finden. All die Projekte, die die verschiedenen Sender nun schon initiiert hatten, wurden in Windeseile umgesetzt. An manchen Stellen entstanden Höfe für Tiere, die sich dort wohlfühlen durften und artgerecht gehalten wurden. Millionen von Hühnern wurden aus den grausamen Tierfabriken befreit und liebevolle Menschen gaben ihnen Wiesen und Ställe, wo sie leben durften.

Phanuel begleitete eines dieser Projekte und war anwesend, als die Hühner gebracht wurden. Er sah, wie sie das erste Mal ihre Füße auf das Gras stellten und plötzlich Platz genug hatten, ihre Flügel zu spreizen. Immer mehr Wiesen wurden abgesteckt. Und obwohl es Winter war und kalt, genossen die Tiere es sichtlich, dass sie nun in Würde leben durften. Sie bekamen große Ställe mit Stroh und Sägespänen, in denen sie sich an das neue Leben gewöhnen durften. Die Füße, die teilweise ganz gekrümmt waren, weil sie bisher nur gewohnt waren, auf Gitterstäben zu stehen, konnten endlich auf gutem und weichem Boden stehen.

In die anderen Ställe wurden Schweine gebracht. Die klugen Tiere waren ganz verängstigt, denn sie waren es nicht gewohnt, dass sie Platz hatten und sich bewegen durften. Und plötzlich konnten sie miteinander spielen und sich im Stroh wälzen. Wieder ein anderes Projekt kümmerte sich um Milchkühe, die das erste Mal in ihrem Leben ihre Kälber behalten durften. Viele der Kühe waren hoch trächtig und durch die Aufregung des Transports gebaren sie ihre Kälber früher. Und sie konnten es kaum glauben, dass niemand kam, und ihnen ihre Babys wegnahm. Ganz aufgeregt leckten die Kühe immer wieder das Fell ihrer Kinder und man sah das Glück in ihren großen, gutmütigen Augen. Viele Menschen erklärten sich bereit, ihr Geld in diese Projekte zu stecken. Phanuel kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, wie viel Energie in den Menschen steckte, wenn sie das tun durften, was ihrer Natur entsprach.

Michael begleitete den Aufbau des alternativen Gesundheitszentrums. Diese Gruppe hatte ein wunderschönes Hotel mit einem großen Park am Stadtrand von Wien gefunden, das sie nach und nach ausbauen würden. Doch die ersten Patienten konnten bereits empfangen werden und sie kümmerten sich um chronische, von der Schulmedizin bereits aufgegebene, Erkrankungen. In der ehemaligen Hotelküche standen Menschen, die sich dem Kochen von gesunder Nahrung verschrieben hatten und bereiteten für die ersten Patienten wunderbare, heilsame Kost zu. Therapeuten, Künstler, Ärzte und andere Heilkundige lernten gerade, wie es war, wenn man über alle Disziplinen zusammenarbeitete. Natürlich war dies anfangs nicht leicht und sie mussten sich erst einmal verständigen und jeder durfte lernen, dem Anderen auch zunächst einmal zuzuhören. Aber es dauerte nicht lange, und sie hatten Konzepte und Möglichkeiten gefunden, wie sie die Patienten bestmöglich versorgen konnten. Und da Weihnachten vor der Tür stand, schmückten sie das ehemalige Hotel und gaben den kranken Menschen das erste Mal das Gefühl, dass sich nun jemand um all ihre Bedürfnisse kümmern würde.

Eigentlich hatte Michael gar nichts zu tun, sondern er beobachtete nur und lernte, dass die Menschen über eine unglaubliche Schöpfer- und Schaffenskraft verfügten. Und er wunderte sich, wie schnell sich dies alles herumsprach. Denn schon wenige Stunden, nachdem sie geöffnet hatten, standen die Patienten bereits Schlange. Vieles war noch nicht vorhanden und es musste an allen Ecken und Enden improvisiert werden, aber die vielen Ärzte und Ärztinnen, Heiler, Krankenschwestern und Pfleger, Therapeutinnen und Schamanen fanden Wege, wie sie die ungewohnte Situation meistern konnten.

Gabriel leistete Unterstützung in Martins Werkstatt. Hier entstanden in Windeseile die Wagen für die obdachlosen Menschen. Immer mehr von ihnen kamen und halfen auch mit, die Wagen zu bauen. Freudestrahlend zogen sie dann mit ihrem mobilen Zuhause von dannen. Nun waren sie frei und trotzdem geschützt. Viele Firmen hatten sich gemeldet, die Material und Maschinen zur Verfügung stellten, sodass sie die Wagen zwar außen mit einer Holzwand bauten, aber innen war der ganze Wagen mit Styropor ausgekleidet, sodass es im Innenraum im Winter warm und im Sommer kühl blieb. 

Hannes hatte unglaublich viel im Sender zu tun. Die pensionierten Anwälte, Richter und Notare und die Damen aus Klaras Wohltätigkeitsverein waren fast rund um die Uhr damit beschäftigt, die richtigen Menschen zusammenzubringen und dadurch entstanden in Windeseile eine Menge völlig neuer Initiativen.

Und immer noch zogen die Cherubim, Seraphim und Aralim über den Himmel. Und immer wieder blieben die Menschen stehen und schauten nach oben. Nicht einmal 24 Stunden nach dem Eintritt dieses Ereignisses hatte sich die ganze Erde verändert. Martin schaute auch sehr oft nach oben und er wusste, dass der Gesang der Engel dazu beitrug, dass die Transformation auf der Erde relativ friedlich verlief. Immer wenn die Menschen in Gefahr liefen, sich zu streiten, konzentrierten sie sich wieder auf diesen Gesang, der ihre Gemüter sofort glättete. Während Martin sägte, hobelte und schliff dachte er immer wieder an Theo und Luisa und wo und unter welchem Namen sie nun lebten. Er vermisste die beiden. Er liebte ihr sonniges Wesen und ihre bescheidene, freundliche und hilfsbereite Art. Und das Wissen darum, dass er sie unter Umständen niemals mehr wiedersehen würde, war sein einziger Wermutstropfen in dieser ansonsten so zauberhaften Zeit. Doch er vertraute den Engeln und bat inständig darum, dass sie wieder in sein Leben treten würden. Sie waren es, die sein Leben vollständig verändert hatten. Und nicht nur seines, sondern auch das von Klara, Hannes und mittlerweile vielen tausenden Menschen da draußen, die nun begannen eine neue Welt zu bauen.

Jonas war am Vormittag in der Schule gewesen. Viele seiner Mitschüler waren nicht gekommen. Anscheinend betraf diese Veränderung, die überall zu bemerken war, auch seine Mitschüler. Aber sie waren eine kleine und engagierte Gruppe und endlich konnte er wieder so viele Fragen stellen, wie er wollte. All diejenigen, die ihn das letzte Mal dafür gerügt hatten, dass er plötzlich zum Streber geworden war, waren heute nicht gekommen. Er genoss die Zeit in der Klasse mit nur einer Handvoll Schüler. Die Lehrer waren ausgesprochen aufgeschlossen, um mit ihnen über die aktuellen Ereignisse zu diskutieren. Es wusste ja keiner so genau, was eigentlich geschehen war. Doch speziell die Lehrerin für Philosophie und Ethik begann darüber zu sprechen, wie dies alles zustande gekommen war. Die paar engagierten Schüler erfuhren, dass sie nun Zeitzeugen einer Entwicklung wurden, die es in dieser Form noch gar nie gegeben hatte und dass es auch jetzt keine vorgegebenen Regeln mehr gab. Die Menschen waren nun aufgerufen, die Regeln für ihr Zusammenleben auf der Grundlage des freien Willens und ihres Gewissens selbst zu definieren. Aller erstrahlte in einem neuen Glanz.

Jonas konnte gar nicht genug davon bekommen, zu erfahren, wie die Entwicklung der Menschen bisher stattgefunden hatte und wie die Menschen, obwohl sie doch eigentlich sehr klug waren, immer mehr von ihren Freiheiten der Bequemlichkeit geopfert hatten. So hatte er das Ganze noch gar nie gesehen. Und es kam ihm vor, als würde er gerade aus einem ganz langen Schlaf erwachen. Und nicht nur er, sondern nahezu alle Menschen begannen nun, diese Fragen zu stellen.

Mongila hatte Sarah bei sich in der kleinen Fabrik aufgenommen. Mohammed, der Textilunternehmer, bezahlte ihr ein kleines Haus, damit sie mit ihren Kindern in Mongilas kleiner Fabrik arbeiten konnte, bis die große Fabrik fertig gestellt war. Mongila hatte alle Hände voll zu tun und war froh, dass Sarah nun immer öfter auch auf ihre Kinder schaute, wenn sie Gespräche mit neuen Mitarbeiterinnen führte. Sie und Sarah waren rasch Freundinnen geworden. Es war schön, wenn man seine Arbeiten gemeinsam machen konnte und nicht für alles alleine verantwortlich war. Die Frauen in der Fabrik hatten auch die Idee gehabt, dass immer eine von ihnen für sich und alle anderen kochte und somit hatten sie eine wunderbare Arbeitsteilung. Sie mussten gar keine starren Regeln aufstellen, sondern es fügte sich immer alles, da jede der Frauen sich für die Arbeit und die Fabrik verantwortlich fühlte. Für die Kinder fühlten sich sowieso alle verantwortlich und jede der Frauen hatte ein Auge auf sie.

Weihnachten nahte und Hannes, Martin, Klara und die Erzengel fragten sich, wie dies alles nun weitergehen würde. Würde es so friedlich und arbeitsam bleiben, oder würden größere Konflikte entstehen?

Und wie es denn sein wird, erfahrt ihr morgen!

Ich wünsche euch eine gute Nacht und süße Träume

Manou

Die Erdenreise Teil 25

Oben schauen, unten lesen 🙂 Viel Freude!

Der Tag der Wintersonnwende war gekommen. Hannes hatte eine Menge Menschen ins Studio eingeladen, um mit ihnen eine Sondersendung zum Thema der neuen Zeit und dem Kampf gegen die dunklen Mächte zu veranstalten. Es waren viele Menschen aus den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft, Finanzen, Digitalisierung, Spiritualität und so weiter, gekommen. Sie alle hatten viel zu sagen. Hannes hatte auch dafür gesorgt, dass andere Sender ebenfalls diese Veranstaltung ausstrahlen würden. In weiten Teilen des Landes, und auch in vielen anderen Ländern, saßen die Menschen vor den Fernsehern und hörten, was diese Experten zu sagen hatten.

Sie zeigten auf, wie weit die dunklen Mächte bereits sämtliche Bereiche des Lebens in Beschlag genommen hatten. Zusammenhänge zwischen all diesen Bereichen wurden besprochen und die Menschen erfuhren erstmals, wie weit dieses Netzwerk der dunklen Mächte bereits sie alle infiltriert hatte.

Noch während die Sendung lief, erreichten tausende Anrufe die Telefonzentralen der verschiedenen Sender. Die Menschen wollten wissen, wie sie aus diesen Netzwerken entrinnen konnten. Und die Experten der jeweiligen Bereiche gaben, so gut sie konnten, Auskunft. Immer wieder war auch die Rede davon, dass die geistige Welt ihnen ein Zeichen schicken wollte. Doch der Abend schritt immer weiter voran und kein Zeichen war zu sehen. Martin und Klara suchten während der Sendung den Himmel ab. Die verschiedenen Sender hatten Außenstationen eingerichtet, damit sie das Ereignis live senden konnten, aber selbst um 21.00 Uhr war noch nichts zu sehen. Hannes wurde immer nervöser. Zwar war die Sendung an sich schon ein großer Erfolg, aber das angekündigte Ereignis durfte auf keinen Fall ausbleiben! Die Experten hatten jedoch alle Hände voll zu tun, um die vielen Fragen der Menschen zu beantworten.

Gegen 23.00 Uhr brach im Studio ein Riesentumult aus und alle rannten nach draußen. Glücklicherweise war draußen schon alles vorbereitet.  Die Kameras liefen und Hannes begann sofort seine Eindrücke für die Zuseher zu beschreiben.

Der Anblick war atemberaubend! Über den dunklen Nachthimmel zogen, in einer langen Reihe, hell erleuchtete Umrisse der Engel. Selbst die Erzengel brauchten einen Moment, um zu erkennen, dass es die ganz großen Engel aus den Hierarchien der Cherubim, Seraphim und Aralim waren. Auch Michael, Gabriel, Uriel, Raphael und Phanuel schauten zum Himmel und kamen aus dem Staunen nicht heraus. Die Engel strahlten ein rosa-goldenes, weiches, schimmerndes Licht aus und es wurden immer mehr. Ein schier unendlicher Strom Engel kam zwischen den Wolken hervor und zog langsam über den Himmel. Dabei war die Luft erfüllt von einem wunderbaren Summen. Es war, als würden die Engel singen, während sie über den Himmel zogen.

In allen Ländern der Welt sahen die Menschen die Erscheinung und fielen sich gegenseitig in die Arme. Selbst diejenigen Menschen, die sich bisher noch gar keine Gedanken über die dunklen Mächte gemacht hatten, erkannten plötzlich, dass nun die Erlösung nahte. Sie spürten intuitiv, dass die Zeiten sich nun wandelten. Es geschah soeben etwas Wunderbares – etwas, das vielleicht nur ein einziges Mal auf dieser Erde passierte.

Das Singen der Engel schwoll an und bald war der ganze Erdball umrundet von rosa-goldenen sanft singenden Engeln. Das Singen löste in den Menschen eine nie gekannte Euphorie und Freude aus und überall stand alles still. Alle Menschen schauten zum Himmel. Auch in den Erdteilen, in denen es hell war, waren die Engel gut zu sehen.

Sophie wachte plötzlich auf. Irgendein Geräusch hatte sie geweckt. Ihre Mutter stürmte ins Zimmer und rief ihr zu, dass sie rasch aus dem Fenster schauen sollte. Sophie zog sich einen Morgenmantel über und öffnete das Fenster.

Der Anblick der Engel am Himmel und das Singen, das sie auch geweckt hatte, kamen ihr ungewöhnlich bekannt vor. Als sie dem Schauspiel stumm folgte, fühlte sie eine Sehnsucht in ihrem Inneren, die sich wie Heimweh anfühlte. Sie stand schweigend und reagierte auch nicht auf die Aufregung der Eltern.

Irgendetwas in ihr erinnerte sich, aber sie konnte es einfach nicht fassen. Doch auch sie durchwallte ein unglaubliches Glücksgefühl. Sie konnte sich von dem Anblick gar nicht losreisen. Lange Zeit später schlüpfte sie in ihre Jacke und Hausschuhe und ging nach draußen in den Garten, um in aller Ruhe das Spektakel zu betrachten. Vor den Häusern standen die Menschen. Ganz Mountfitchet war auf den Beinen, starrte zum Himmel und jubilierte. Viele der Menschen, hier in Mountfitchet, hatten die Sendung gesehen, die mit Untertiteln auch in einigen englischen Sendern übertragen wurde. Jetzt erkannten sie, dass dies keine Fiktion war, sondern dass sie alle Zeuge eines unglaublichen Ereignisses wurden.

Sophie nahm sich vor, solange im Garten zu sitzen, bis die Erscheinung vorüber war. Doch sie schien einfach nicht zu enden. Kaum waren die einen Engel aus dem Blickfeld verschwunden, tauchten schon wieder neue auf und der immerwährende himmlische Gesang zog in ihren Körper ein. Sie hatte das Gefühl, dass nicht viel fehlte, und sie würde mit diesen wunderbaren Engeln über den Himmel ziehen.

Jonas wachte ebenfalls plötzlich auf, weil Paula ihn an der Schulter rüttelt. „Los, steh auf Jonas oder wer immer du bist. Vielleicht kannst du das erklären“, zischte Paula ihm ins Ohr. Jonas sprang aus dem Bett und rannte ebenfalls zum Fenster. Nun hörte er auch den Gesang der Engel und fühlte etwas wie eine Erinnerung. „Wieso glaubst du, dass ich das erklären kann?“, fragte er Paula. „Das weiß ich nicht, aber zuerst ist etwas mit dir geschehen und jetzt kommt das“, sagte Paula. Die Eltern winkten ihnen von unten zu. Auch hier, in Wien, waren alle Menschen auf der Straße. Es war eine unglaubliche Stimmung.

Der Zug der Engel dauerte die ganze Nacht und war am nächsten Morgen noch immer am Himmel zu sehen. Auch das Singen hielt an. Auf der ganzen Welt war an ein normales Arbeiten nicht zu denken. In allen Fernsehsendern liefen Dokumentationen, in denen Meteorologen, Physiker und andere Wissenschaftler versuchten, diese Erscheinung als besonderes Wetterphänomen zu erklären. Doch die Menschen glaubten ihnen kein Wort und sie erkannten, dass die öffentlich anerkannten Experten nun versuchten, ihnen das Ereignis als ein völlig gewöhnliches, wenngleich auch seltenes, Ereignis zu verkaufen. Nur glaubte ihnen niemand mehr. Denn die Menschen erkannten nun, dass sie schon sehr oft belogen worden waren. Sie begannen, ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.

Obwohl das reguläre Leben, wie man es vorher gekannt hatte, stillstand, brach kein Chaos aus. Die Menschen gingen zu Fuß dahin, wohin sie wollten und sie sprachen miteinander und kümmerten sich um die Dinge, die wirklich wichtig waren. Plötzlich übernahmen die Menschen Verantwortung für alles Mögliche. Sie waren nicht mehr in ihrer stillen Resignation, sondern sie fühlten sich lebendig und hatten Freude daran, sich gegenseitig zu helfen und Lösungen zu finden.

Mongila schaute schon seit Stunden in den Himmel. Sie konnte sich an diesem Schauspiel nicht sattsehen. Und ein Gefühl des Erkennens schlich sich bei ihr ein. Theo, Luisa, Michael und Raphael – sie war sich sicher, dass die damit etwas zu tun hatten. Auch wenn sie nicht wusste, was es war. Aber seit diese Burschen aufgetaucht waren, war alles anders. Nichts war mehr so trostlos wie zuvor.

Sie saß vor ihrer kleinen Fabrik, die anderen Frauen saßen ebenfalls mit ihren Kindern bei ihr und gemeinsam genossen sie die wunderbaren Klänge, die vom Himmel zu ihnen herunterströmten. Sie waren alle eine große glückliche Familie.

Wenig später fuhr der Wagen des Textilunternehmers, Mongila durfte ihn Mohammed nennen, auf den Dorfplatz. Mit ihm stiegen eine Frau und drei Kinder aus. „Unsere Gebete wurden erhört. Sarahs Kinder sind wieder da – und sie sind unversehrt!“ Tränen flossen über sein Gesicht und auch Sarah weinte. Die Kinder strahlten einfach nur.

Der Kreis der Frauen um Mongila öffnete sich und machte Platz für Sarah, Mohammed und die Kinder. Es war ein gemeinsames, dankbares Schweigen, Beten und Lauschen. Niemand fragte Sarah, sondern alle fühlten mit ihr, fühlten ihre Erleichterung. Zwei lange Monate des Bangens und der Angst lagen hinter ihr und nun saß sie hier, im Kreis dieser wunderbaren Frauen und genoss die Tatsache, dass sie ihre Kinder wieder zurückerhalten hatte.

Immer wieder strich sie dem einen, dann dem anderen Kind über den Kopf und küsste sie immer wieder. Mohammed saß daneben und man sah ihm an, dass ihn in diesem Moment nichts auf der Welt glücklicher machen konnte, als die Tatsache, dass Sarah und ihre Kinder wieder vereint waren. Alle schauten gemeinsam zum Himmel. Keiner konnte sich erklären, was er da sah, aber sie wussten alle, dass dies auch gar nicht notwendig war. Alles war in diesem Moment gut, richtig und wahrhaftig.

Und wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen.

Ich wünsche Euch allen eine wunderbare und gute Nacht und schöne Träume

Manou

Die Erdenreise Teil 24

Oben schauen, unten lesen

Mongila war erschöpft. Seit Tagen reiste sie zwischen ihrer kleinen Fabrik und der großen Fabrik, die sich im Aufbau befand, hin und her. Aber sie sah, welche Freude sie damit so vielen Menschen machte. Der Textilfabrikant hatte sie beauftragt, ihm bei der Planung zu helfen. Schließlich wusste sie am besten, was ihre Kollegen und Kolleginnen brauchten. Dafür entlohnte er Mongila fürstlich und hatte ihr in Aussicht gestellt, dass sie in der großen Fabrik eine leitende Position einnehmen sollte.

Mongila hatte aufgeschrieben, vor welchen Herausforderungen die Arbeiterinnen oft standen. In den meisten Textilfabriken war es so, dass die Arbeitszeit bis zu vierzehn Stunden täglich betrug und es nur einen freien Tag gab. Dies führte dazu, dass die Frauen nach wenigen Jahren so ausgelaugt waren, dass sie nicht mehr arbeiten konnten. Davon abgesehen, dass sie unter furchtbarem Heimweh litten und ihre Kinder vermissten.

Daher fand sie den Gedanken wunderbar, dass sie Wohnhäuser bauen würden, in denen die Familien leben können. Sie war erstaunt, welch großes Interesse der Unternehmer daran hatte, dass es den Arbeitern und Arbeiterinnen gut ging. „Wo sollen wir die Kantine planen?“, fragte er. Mongila beugte sich über die Pläne. „Wenn sie hier zwischen der Schule und den Fabrikgebäuden noch Platz hätte, dann wäre das perfekt“, sagte Mongila. „Dann können sich Eltern und Kinder zum Essen hier treffen.“ „Ja, da sollte noch genügend Platz sein. Wie wäre es Mongila, wenn sie sich um die ganzen Einstellungen kümmern. Ich denke, wenn wir sofort anfangen zu bauen, dann können wir in einem halben Jahr in Betrieb gehen. Bis dahin brauchen wir die ersten eintausend Arbeitskräfte und wenn das läuft, dann vergrößern wir hier.“ Dabei zeigte er mit dem Finger auf das Gelände, das bisher noch nicht eingeplant war.

Mongila stimmte zu. Was für eine großartige Aufgabe es sein würde, so vielen Menschen zu einem wunderbaren Arbeitsplatz unter europäischen Bedingungen zu verhelfen. „Das möchte ich sehr gerne tun“, sagte sie erfreut und dachte daran, wie kurz es erst her war, dass sie selbst in der Fabrik saß und weinte, weil sie ihre Kinder so sehr vermisste und sich so schreckliche Sorgen machte. Sie freute sich so sehr darüber, dass nun für eine Menge anderer Mütter und Väter ebenfalls die Möglichkeit bestand, dass sie eine gute Arbeit hatten und trotzdem bei ihren Familien sein konnten. Und sie freute sich fast noch mehr darüber, dass all die Kinder in die Schule gehen konnten und somit ganze Dörfer aus der Armutsfalle entrinnen konnten.

Aber eine Frage beschäftigte sie und sie fasste sich ein Herz, um sie zu stellen: „Warum machen sie das eigentlich alles? Sie würden doch viel mehr Geld verdienen, wenn sie es machen würden, wie alle anderen Textilfabrikanten auch. Der Unternehmer sah sie lange an. „Wissen sie Mongila, ich habe viele Jahre, sogar Jahrzehnte, genau das gemacht, was alle machen. Und ich habe dabei sehr viel Geld verdient. Aber es hat mich nicht glücklich gemacht. Ich habe oft nachts wach gelegen und es war mir bewusst, dass ich mich an den vielen Menschen versündige. Und als eines Tages…“ An diesem Punkt hörte er auf zu sprechen und schaute zum Fenster hinaus und Mongila sah, dass Tränen in seine Augen traten. „…und als eines Tages eine der Arbeiterinnen zusammenbrach, weil sie die Nachricht erhalten hatte, dass ihre unbeaufsichtigten Kinder verschleppt worden sind, während sie in der Fabrik war, wusste ich, dass ich etwas ändern musste.

Ich bin alt und krank und ich habe eine Menge Geld, das ich nicht mit ins Jenseits nehmen werde. Und ich möchte das, was ich verbrochen habe, wieder gut machen. Ich möchte meine Schuld so gut wie es geht begleichen.“ Er schnäuzte sich laut hörbar in ein großes Stofftaschentuch. „Was ist mit den Kindern geschehen?“, fragte Mongila und ihr Herz hämmerte laut in ihrer Brust. „Leider gibt es bis heute kein Lebenszeichen von ihnen“, sagte er. „Ich möchte diese Frau, die Mutter dieser Kinder, unbedingt hier beschäftigen, denn durch die unmenschlichen Arbeitsbedingungen ist es erst so weit gekommen. Ich habe auch mehrere Privatdetektive eingeschaltet, die die Kinder suchen. Sie sind jetzt zwei Monate verschwunden und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir sie finden.“ Mongila war sehr betroffen. Das war ihre größte Angst gewesen, während sie selbst in der Fabrik war und sie dankte Gott jeden Tag, dass ihren Kindern nichts geschehen war. Sie konnte sich vorstellen, durch welche Hölle diese Mutter ging. Und sie wusste auch, dass viele der verschleppten Kinder nie mehr auftauchten, es wäre schon ein großes Glück wenn sie wieder gefunden werden würden. Aber sie hoffte es inständig. Niemand sollte dies erleben müssen. Die armen Kinder und die arme Mutter.

Mongila verabschiedete sich und machte sich auf den Weg zurück nach Bonnotola, wo in ihrer kleinen Fabrik schon reges Treiben herrschte und die Frauen fröhlich plaudernd ihre Arbeit machten, während ihre Kinder zwischen ihren Füßen herumkrabbelten. Das hatte sie schon geschafft. Und jetzt würde sich das Leben für noch viel mehr Menschen verändern. Sie dachte dankbar an Theo und Luisa und hoffte sehr, sie bald wieder zu sehen. Noch wusste sie nicht, dass sie die beiden in der Form nie wiedersehen würde.

Der Elohim hatte sich das Anliegen der fünf Erzengel, Hannes, Martin und Klara angehört. Er wäre kein Elohim, wenn er nicht sofort verstanden hätte, worum es ihnen ging. „Ich denke, da kann ich etwas machen“, sagte er. Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Ich werde das mit den großen Engeln besprechen. Dazu muss ich euch aber hier alleine lassen. Ich hoffe, dass ich die Dunklen so weit im Griff habe, dass sie die Gelegenheit nicht nutzen. Aber wissen kann man es nicht. Um das, was ihr vorhabt, vorzubereiten, werde ich bis zur Wintersonnwende weg sein. Ich muss den großen Rat einberufen und auch das große Sonnenwesen hinzu bitten. Das ist nichts, was wir Engel entscheiden können. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es klappt. Schließlich hatten wir zu Jesu Geburt ja auch einen Kometen am Himmel. Aber mit einem Kometen können wir die Menschen nicht mehr beeindrucken. Dieses Mal werden wir größere Geschütze auffahren müssen. Die Menschen sind ja schon sehr abgestumpft.“ Die Erzengel und die Menschen atmeten auf.

„Aber eure Aufgabe wird sein, all die Menschen, die etwas zu sagen haben, zusammenzutrommeln und am besten bei dir im Sender auftreten lassen. Bis dahin werdet ihr das Ereignis ankündigen müssen. Das müsst ihr jetzt tun.“ „Aber was können wir denn ankündigen? Wir wissen ja noch gar nicht, was geschehen wird.“, sagte Hannes und kratzte sich dabei ratlos am Kopf. Das war der Horror eines jeden Journalisten, dass er etwas ankündigen soll, von dem er selbst nichts Genaues wusste. Aber er würde sich bemühen.

„Wir müssen uns besprechen. Wir brauchen ein gutes Storytelling, womit wir die Aufmerksamkeit auf den Tag der Wintersonnwende lenken können. Und wir brauchen eine Liste all derer, die den Menschen so viel zu sagen haben, auf die aber im Moment niemand hört. Das ist eine fast unlösbare Aufgabe und wir haben nur noch ein paar Tage Zeit“, sagte Hannes und sah dabei nicht gerade glücklich aus.

Die nächsten beiden Tage waren mit hektischem Treiben erfüllt. Der Elohim war in die Engelwelt gereist und Martin, Hannes, Klara und die Erzengel waren dabei, das größte Event ihres Lebens zu planen. Sie würden ihre komplette Glaubwürdigkeit verlieren, wenn dies nicht klappte. Hannes konnte fast nicht mehr aufhören, sich die Haare zu raufen. Aber sie hatten sich geschworen, dass sie es schaffen würden.

Und wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen am Tag der Wintersonnwende! Ich wünsche Euch eine gute Nacht und schöne Träume!

Manou

Die Erdenreise Teil 22

Oben schauen, unten lesen 🙂

Indessen wachte Sophie auf. Um sie herum war alles still. Sie stand auf und ging zum Fenster. Draußen sah sie Häuser und Gärten und die Gegend war ein klein wenig hügelig. Warum fühlte sie sich so fremd? Sie sah an sich herunter. Sie trug einen Schlafanzug im Weihnachtsdesign. Ihre Füße waren nackt und sie stand auf einem flauschigen Teppich. Sie öffnete die Tür ihres Zimmers und sah direkt vor sich eine kleine schmale Treppe. Auch diese war mit flauschigem Teppich belegt. Unten befand sich eine Küche, aber sie war ganz offensichtlich alleine. Langsam ging sie durch das Haus. Was war nur mit ihr los? Sie fühlte sich hier völlig fremd. In der Garderobe hingen eine Menge Jacken. Ein paar davon schienen ihr zu gehören und daneben hingen Damen- und Herrenjacken. Sie trat vor die Tür. Es war kalt und regnete. Vor der Tür war ein kleiner Vorgarten. Das Haus, in dem sie offenbar wohnte war aus roten Klinkersteinen und rechts und links waren noch viele, gleich aussehende Häuser. Sophie nahm sich vor, einen Spaziergang zu machen. Aber zunächst musste sie etwas Wärmeres anziehen.

Sie ging zurück in das Zimmer, in dem sie aufgewacht war. An der Schranktür hing eine Uniform mit Rock, Bluse, Pullunder und Jacke. Diese schien ihr zu gehören. Aber wozu brauchte sie die? Sie entschloss sich, den Schrank zu öffnen und etwas Anderes anzuziehen. Im Schrank war eine Menge schöner Kleidung und sie betrachtete sie eine Weile versonnen. Warum konnte sie sich an all das nicht erinnern? Aber sie hatte schon das Gefühl, hier zuhause zu sein. Es war seltsam. Sie würde jetzt einfach einmal die Umgebung erkunden und unter Umständen würde ihre Erinnerung dann wieder zurückkommen. Am besten würde sie bis zum Ortsende gehen, damit sie wüsste, wie der Ort heißt, in dem sie gerade war. Nachdenklich kratzte sie sich am Kopf. Was sie am meisten wunderte war, dass sie einerseits nicht wusste wo und wer sie war, aber dabei keine Angst verspürte. Musste man in so einem Moment nicht völlig außer sich geraten? Es war etwas in ihr drin, das sie beruhigte. Als müsste sie sich nur ein wenig orientieren und dann würde sich alles richtig zusammenfügen. Achselzuckend zog sie sich an und suchte nach einem Schlüssel, damit sie nachher wieder ins Haus konnte.

Sophie ging die Straßen entlang. Sie kam an einem Wirtshaus vorbei, das sich „The Queens Head“ nannte. Die Autos fuhren auf der linken Straßenseite, sie war also in England. Langsam ging sie weiter. Die Straße gabelte sich und sie ging links entlang, wo die Straße ein wenig anstieg. Neugierig schaute sie in die Gärten. Es gab außer den roten Klinkerhäusern auch noch Fachwerkhäuser. Der Ort wirkte sehr malerisch. Nach einem längeren Fußweg kam sie endlich zu einem Ortschild. „Mountfitchet“ stand auf dem Schild. Immerhin wusste sie nun, wo sie wohnte. Auf dem Rückweg kam sie wieder an einem Haus vorbei, das schon vorher ihre Aufmerksamkeit geweckt hatte. Neben dem Haus war eine Art Tor und danach kam ein Feldweg. Wie von unsichtbaren Fäden gezogen, ging sie diesen Feldweg entlang. Er führte durch Felder, Wiesen und Wald hindurch und nach einiger Zeit stand sie vor einem riesengroßen Herrenhaus. Sie ging vorsichtig näher. „Stansted Hall“ stand neben dem Haupteingang. Sie nahm sich vor, dieses geheimnisvolle Haus zu einem späteren Zeitpunkt genauer unter die Lupe zu nehmen, aber jetzt war ihr kalt. Sie musste zurück. Der leichte, eiskalte Nieselregen hatte sie mittlerweile durchnässt bis auf die Haut. Sie war auch schon sehr lange unterwegs.

Als sie zurückkam, war immer noch niemand zuhause. Sie entschloss sich, den Pyjama wieder anzuziehen und sich im Bett aufzuwärmen. Im Bett grübelte sie noch eine Weile, schlief dann aber erschöpft wieder ein.

Als Sophie das nächste Mal aufwachte, stand eine Frau in ihrem Zimmer. „Was ist los mit dir? Warum bist du nicht in der Schule? Bist du krank?“ Die Frau schaute sie besorgt an. „Ja, ich fühle mich nicht gut, deshalb bin ich zuhause geblieben“, sagte Sophie und erkannte, dass die Uniform an ihrem Schrank offenbar ihre Schuluniform war. Und die Frau musste ihre Mutter sein. Sophie fühlte sich sofort zu ihr hingezogen. „Hast du Hunger? Ich mache gleich etwas zu essen“, sagte die Mutter. Sophie nickte. Ja, Hunger hatte sie schon. Sie schlief tatsächlich noch einmal ein, was die Geschichte, dass sie krank war, umso glaubhafter machte. Sie fühlte sich auch völlig erschöpft. Alles war surreal und seltsam.

Martin, Hannes und Klara saßen indessen im Sender und hingen ihren Gedanken nach. Wie es wohl Theo, Luisa und den anderen Engeln gehen mochte. „Wie ist das eigentlich, wenn die Engel als eine andere Person aufwachen? Wissen sie dann sofort wer sie sind?“, fragte Hannes, der immer sehr praktisch dachte. Phanuel schüttelte den Kopf. „Nein, es dauert ein paar Tage. Aber wir spielen ihnen in der Nacht immer Erinnerungen aus dem neuen Leben in ihr Unterbewusstsein, sodass sie nur einige Tage ein wenig desorientiert sein werden. Es fühlt sich für sie an, als wären sie ein wenig krank und hätten Mühe, sich an alles zu erinnern. Aber es wird von Tag zu Tag besser. „Wisst ihr, wo sie jetzt alle sind?“, fragte Klara. „Könnt ihr auf sie aufpassen?“ „Ja, wir wissen wo sie sind und wir haben ein Auge auf sie. Aber wir haben dafür gesorgt, dass sie alle in gute Familien kommen. Sie werden sich dort eingewöhnen und dann damit beginnen, ihre Aufgaben zu erfüllen“, sagte Michael.

Für Hannes, Klara und Martin war es nun etwas seltsam. Sie merkten erst jetzt, welch wichtige Rolle Theo und Luisa für sie gehabt hatten. Sie trauerten und vermissten die beiden sehr. Aber die Arbeit wurde immer mehr. Im Sender liefen immer noch eine Menge Ideen zusammen und mittlerweile waren sie ein riesiges Team, das all die Informationen auswertete und koordinierte. Das war kein kleines Unterfangen mehr.

„Woran merken wir eigentlich, dass diese Arbeit hier wirklich nützlich ist und sich positiv auf den Weg der ganzen Menschheit auswirkt?“, fragte Martin. Gabriel dachte eine Weile nach. „Hier auf der Erde merkt man es nicht so schnell. Hier merkt man zunächst einmal nur, dass eine Menge Menschen beginnen, aus freien Stücken zusammenzuarbeiten. Aber wir können aus der Engelwelt heraus erkennen, in welchem Maß sich die Energie auf der Erde anhebt. Und das ist derzeit schon wirklich gewaltig, aber es braucht noch viel mehr. Die dunklen Mächte haben ganze Arbeit geleistet und die Senkung der Energie seit Langem vorbereitet. Es muss noch sehr viel geschehen, damit die Menschen das ganz abwenden können. Aber die Richtung stimmt. Und zunächst ist es wichtig, die derzeitige Entwicklung zu stoppen. Wenn wir jetzt nicht eingreifen und die Menschen unterstützen würden, würden sie nicht merken, wie sie offenen Auges in eine Katastrophe laufen. Wenn wir die akute Gefahr gebannt haben, dann geht es darum, dass wir langfristig mithelfen, eine neue Gesellschaft aufzubauen. Und daran werden die zwölf Engel arbeiten.“

Klara, Hannes und Martin hörten gebannt zu. „Glaubst du, dass noch wirklich schwere Zeiten auf uns zukommen werden? Es klingt so ernst, wie du das sagst“, fragte Hannes. „Ja, das glaube ich. Veränderungen und Umbrüche führen immer zuerst ins Chaos. Natürlich können wir nicht genau sagen, was in der nächsten Zeit passieren wird, aber es ist gut, wenn wir uns schon einmal darauf einstellen, dass wir unter Umständen noch mit ernsten Schwierigkeiten rechnen müssen. Es hängt sehr viel von euch Menschen ab – und zwar auch von der Energie der nächsten Tage.“

„Aber war es da nicht ein Fehler, die Engel alle in Menschen zu verwandeln?“, fragte Klara. „Als Menschen können sie doch gar nicht so viel ausrichten.“ Phanuel schüttelte den Kopf. „Unsere Strategie muss nun in alle Richtungen gehen. Was wir hier im Sender und mit den Menschen auf die Beine stellen ist die kurzfristige Strategie, um die derzeit geplante Machtübernahme abzuwenden. Das was die zwölf Engel nun tun werden, ist die mittelfristige Strategie und dann gibt es noch eine langfristige Strategie, über die zu sprechen, mir noch nicht erlaubt ist.“

„Wir haben nur noch wenige Tage bis Weihnachten und es gibt noch eine Menge zu tun. Wenn die Widersacher zuschlagen wollen, werden sie es nach dem 24.12. tun. Wir haben nicht mehr viel Zeit. Ich möchte, dass wir heute schauen, dass wir unser Team hier so gut einschulen, dass wir acht, also ihr drei Menschen und wir fünf Erzengel ab morgen noch eine weitere Richtung verfolgen können. Dazu brauchen wir Zeit und die haben wir nicht, wenn wir uns hier um alles kümmern müssen. Wir suchen heute für alle Bereiche fähige Menschen aus dem Team heraus, die ab morgen die Leitung übernehmen“, sagte Gabriel.

Hannes bemerkte, dass die Erzengel heute ernster waren als zuvor. Es schien sich etwas zusammenzubrauen, worüber sie heute noch nicht sprechen wollten. Die Stimmung hatte sich verändert und das lag nicht nur daran, dass die Engel nun nicht mehr hier waren.

Und wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht und gute Träume

Manou

Die Erdenreise Teil 21

Unten Text, oben Video 🙂 Viel Freude!

Der Moment des Abschieds war unausweichlich. Theo und Luisa wollten sich gar nicht erheben, doch Klara gähnte schon mehrmals sehr herzhaft und es war Zeit, dass sie ein letztes Mal hinüber in Martins Werkstatt gingen. Etwas befangen standen sie auf. „Werden wir euch je wiedersehen?“, fragte Luisa und ihre Stimme war tränenerstickt. „Wir werden uns auf alle Fälle wiedersehen, sagte Phanuel. Ihr werdet in eurer Seele immer Engel bleiben. Und spätestens, wenn euer menschliches Leben zu Ende ist, werdet ihr wieder in die Engelwelt kommen. Aber bis dahin werden wir uns höchstens in euren Träumen begegnen.“ „Wir werden uns in den Träumen begegnen? Werden wir uns dann an diese Träume erinnern?“, fragte Theo. Der Elohim antwortete: „Wenn ihr aus freiem Willen zum Glauben an die geistige Welt kommen werdet, dann werdet ihr euch irgendwann auch an die Träume erinnern, und wir können uns auf diese Art treffen. Aber bis dahin werden wir uns auch treffen, nur werdet ihr euch im Wachbewusstsein nicht erinnern.“

„Das ist ja zumindest ein kleiner Trost. „Aber werden wir euch drei auch wiedersehen?“, fragte Luisa zu Martin, Hannes und Klara gewandt. Die drei waren etwas ratlos. Sie wussten nicht, wie das funktionierte. „Es kann passieren, dass sich eure Wege kreuzen werden. Aber das ist jetzt noch nicht absehbar. Und noch etwas ist wichtig: Theo, du wirst ab morgen Jonas heißen und du Luisa, wirst Sophie heißen. Wir haben keine Familie mit den passenden Namen gefunden. Aber wahrscheinlich werdet ihr euch an die Namen Theorahel und Luisahim auch gar nicht mehr erinnern“, ergänzte der Elohim noch.

Theo und Luisa traten zu Martin, Hannes und Klara und umarmten sie fest. Sie wussten gar nicht, was sie sagen sollten, so sehr lastete die Trauer auf ihren Herzen. Phanuel, Gabriel, Uriel, Raphael und Michael standen auch ein wenig betreten und umarmten dann die beiden mutigen Jung-Engel. Der Elohim verneigte sich vor ihnen. „Werdet ihr bitte gut auf euch und vor allen Dingen auch auf Mongila aufpassen. Jetzt konnten wir uns gar nicht mehr von ihr verabschieden“, sagte Theo. „Ich werde Mongila regelmäßig besuchen. Macht euch keine Sorgen, wir haben ein Auge auf sie“, sagte Michael.

Bevor die beiden Klaras Wohnzimmer verließen, drehte sich Luisa noch einmal um und fragte: „Werden Theo und ich uns erkennen, wenn wir uns als Menschen treffen sollten. Oder die anderen zehn Engel, werden wir diese erkennen?“ Der Elohim wiegte sein Haupt hin und her. „Das ist nicht ausgeschlossen“, sagte er. Aber zunächst werdet ihr ganz normale Menschen in ganz normalen menschlichen Familien mit menschlichen Geschwistern sein.“

„Gut, dann gehen wir jetzt. Ich danke für alles“, sagte Luisa und ihre Stimme wurde immer leiser. „Wir haben euch zu danken. Ihr könnt nicht ermessen, was diese Tat für die Welt der Engel und die der Menschen bedeutet. Ihr seid wahre Helden“, sagte der Elohim.

Theo und Luisa gingen schweigend über den Hof. „Ich habe Angst“, sagte Theo. „Ich auch“, antwortete Luisa. Sie legten sich in ihre Betten, die Martin so schön für sie vorbereitet hatte und starrten beide an die Decke. „Ich werde dich schrecklich vermissen, Theo“, sagte Luisa und schluchzte. Theo ergriff ihre Hand. „Ach Luisa, was glaubst du, wie sehr ich dich vermissen werde.“ Und so schliefen sie dann doch ein und hielten sich dabei ganz fest an den Händen. Als ob dies die Trennung verhindern könnte.

„Jonas, es ist Zeit, du musst aufstehen!“, hallte es durch den Raum. Jonas setzte sich im Bett auf. „Wo war er und wer rief da? Eine Frau betrat das Zimmer, in dem er schlief. „Los, beeil dich! Du hast verschlafen!“, rief die Frau. Jonas rieb sich die Augen. Er konnte sich einfach nicht erinnern, weshalb er verschlafen hatte und wohin er offensichtlich gehen sollte. Daher antwortete er sicherheitshalber mal nicht. Offensichtlich war wer noch nicht ganz wach. Die Frau kam nun näher und setzte sich an sein Bett. „Was ist mit dir, Jonas? Geht es dir nicht gut?“, fragte sie und griff an seine Stirn. „Doch, ich glaube, es geht mir gut“, sagte Jonas. „Komm, dann steh schnell auf, ich fahre dich zur Schule. Der Bus ist schon weg.“

Jonas wartete bis die Frau aus dem Zimmer gegangen war. Auf dem Boden lagen Jeans und T-Shirt. In diese schlüpfte er hinein. Dann öffnete er die Tür und schaute hinaus. Vor dem Zimmer lag ein Gang und eine Treppe führte hinunter ins Erdgeschoss. Dort unten hörte er Geschirr klappern. Langsam ging er die Treppe hinunter. Alles kam ihm fremd vor. Aber offensichtlich kannte diese Frau ihn gut. „Hier ist dein Kakao“, sagte sie und wedelte mit einer Tasse herum. Außer der Frau war noch ein Mann in diesem Raum, der offensichtlich eine Küche war, und ein kleines Mädchen saß vor einem Teller und löffelte Cornflakes. „Guten Morgen, mein Sohn“, sagte der Mann und strich ihm im Vorbeigehen über die Haare. Das musste also sein Vater sein. Dann war die Frau vermutlich seine Mutter und das kleine Mädchen seine Schwester. Warum konnte er sich an diese ganzen Leute nicht erinnern. Eigentlich konnte er sich an gar nichts erinnern. Es war, als käme er gerade aus einer anderen Welt. Das Dumme war nur, dass dies aber offensichtlich nicht stimmte, da die anderen ihn kannten.

Das kleine Mädchen starrte ihn die ganze Zeit an. „Paula, iss deine Cornflakes wir müssen gleich los. Warum starrst du Jonas die ganze Zeit so an?“, fragte die Mutter. „Weil Jonas gar nicht Jonas ist“, sagte das Mädchen. Die Mutter lachte. „Ach so, wenn es nur das ist. Wer ist er dann? Der Heilige Geist?“, fragte sie und wuschelte dem Mädchen dabei durch die Haare. „Ich weiß es nicht“, sagte Paula und starrte ihn weiter an.

„Unsere Kinder sind ein wenig seltsam heute“, sagte der Vater. „Jonas hat offenbar über Nacht seine Stimme verloren und Paula sieht Gespenster.“ „Wo ist deine Schultasche, Jonas?“, fragte die Mutter und klang langsam etwas nervös. Dabei fiel ihr Blick auf die nackten Füße ihres Sohnes. „Und darf ich fragen, warum du heute keine Socken trägst?“, fragte sie weiter. Jonas schaute ebenfalls auf seine Füße. Wenn er nun sagen würde, dass er nicht wusste, wo Schultasche und Socken sind, würde er nur noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Also ging er nach oben in das Zimmer zurück, aus dem er gekommen war. Schultasche war recht einfach, die stand neben dem Schreibtisch. Socken waren eine größere Herausforderung. Aber nach gründlichem Suchen in mehreren Schubladen, hatte er diese auch gefunden. Rasch ging er nach unten. Seine Mutter stand schon an der Tür und verdrehte genervt die Augen.

„Jonas, was ist heute nur mit dir los? Ziehst du dir bitte noch Schuhe an! Es ist schon allerhöchste Eisenbahn, dass wir losfahren, sonst kommen wir alle zu spät. „Ja natürlich“, sagte Jonas und schaute sich möglichst unauffällig um. Glücklicherweise hatte er die Schuhe rasch gefunden. Schnell schlüpfte er hinein und folgte seiner Mutter zum Auto. Sie öffnete den Kofferraum damit er seine Schultasche einladen konnte. Paula setzte sich schon auf den Rücksitz, als der Mutter plötzlich ein Schrei entfuhr. „Jonas, das ist jetzt aber nicht dein Ernst. Hast du heute einen Clown gefrühstückt, oder warum hast du die Schuhe deines Vaters an?“ Jonas schluckte. „Ich habe keine anderen gefunden“, sagte er. „Und deshalb ziehst du die Schuhe deines Vaters an? Was ist mit dir? Nimm bitte einfach die, die im Treppenhaus stehen“, sagte seine Mutter und setzte sich schon hinters Steuer.

Jonas fand tatsächlich Schuhe im Treppenhaus, die deutlich besser passten und ihm auch besser gefielen als die schwarzen Anzugschuhe seines Vaters. Schnell rannte er zurück zum Auto. „Jonas, muss ich mir Sorgen machen? Sollen wir zum Arzt fahren?“ Jonas schüttelte den Kopf. „Nein, ich bin nur etwas verwirrt heute“, sagte er. Paula rief vom Rücksitz: „Mama, das ist gar nicht unser Jonas!“ Jonas drehte sich um. „Und wieso glaubst du das?“, fragte er und hoffte insgeheim irgendwelche Hinweise zu erhalten, was eigentlich los war. „Weil du nicht Jonas bist. Jonas schaut anders, Jonas geht anders, Jonas riecht anders und Jonas weiß, wo seine Schuhe sind“, sagte Paule mit Bestimmtheit. Die Mutter wurde ärgerlich. „Paula hör bitte mit den Dummheiten auf. Natürlich ist das Jonas. Er ist heute nur ein wenig seltsam. Das muss die Pubertät sein.“ Paula schwieg beleidigt.

Plötzlich hielten sie an. Jonas schaute sich um. Die Mutter schaute ihn an. „Steigst du bitte aus?“, fragte sie. „Äh ja, natürlich“, antwortete Jonas und ging ums Auto herum, um die Schultasche aus dem Kofferraum zu holen. Dann sah er sich ein wenig um und ging los, damit nicht auffiel, dass er nicht wusste, wo er war. Seine Mutter streckte den Kopf aus dem Autofenster. „Deine Schule ist da drüben Herrgott noch einmal! Ich glaube, ich bringe dich zum Psychiater. Du scheinst ja das Gedächtnis verloren zu haben!“ Jonas, winkte ihr beschwichtigend zu. „Das wird schon wieder! Mach dir keine Sorgen! Bis später!“, rief er und ging in die Richtung, in die die Mutter gerade gedeutet hatte.

Und wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen.

Ich wünsche euch eine gute Nacht und wunderbare Träume!

Manou

Die Erdenreise Teil 20

Oben als Video, unten als Text! Viel Freude damit!

Luisa und Theo taten beide so, als würden sie schlafen. Doch in Wahrheit hing jeder der beiden seinen Gedanken nach. Sie konnten sich beide ein dauerhaftes Leben außerhalb der Engelwelt nicht vorstellen. Das war das Leben, das sie von Anbeginn an kannten. Sie waren Engel und keine Menschen. Irgendwann wurden beide vom Schlaf übermannt. Sie träumten wirre Dinge und wachten am Morgen wie gerädert auf.

„Und? Was sagst du nun?“, fragte Theo als erstes. Luisa versteckte ihren Kopf im Kopfkissen und Theo verstand die Antwort nicht. Als sie aufschaute war ihr Gesicht nass von den Tränen. „Wir haben doch in Wahrheit keine andere Wahl. Wir müssen das auf uns nehmen“, sagte sie, und Theo nickte erschlagen. „Glaubst du, dürfen wir noch ein letztes Mal zurück in die Engelwelt?“, fragte Luisa. Theo dachte eine Weile nach und sagte dann: „Ich weiß nicht einmal, ob ich das will. Wenn ich nochmal in die Engelwelt gehe, möchte ich sicher nicht mehr weg.“

Sie hatten beide ganz vergessen, dass Martin ja mittlerweile auch zuhause war. Doch er hatte sie gehört und kam zu ihnen ins Zimmer. „Was ist los mit euch beiden? Ihr seht ja aus, als wäre etwas Schreckliches passiert.“ Theo und Luisa schwiegen zunächst, doch dann sagte Theo: „Ist es auch. Wir sollen Menschen werden und in der Menschenwelt bleiben“, sagte er. Als er es aussprach, übermannte ihn wieder die Trauer. Martin, der ja nicht wusste, wie es in der Engelwelt war, konnte nicht das ganze Ausmaß der Tragödie erfassen. Er kannte ja nur die Menschenwelt. „Aber hier ist doch auch schön“, sagte er. „Gerade jetzt, wo ihr so viel Gutes in die Welt gebracht habt.“ Und er begann zu erzählen, welche Projekte gestern schon wieder zustande gekommen waren und was noch alles schon bereitstand. Theo und Luisa hörten nur mit halbem Ohr zu. Sie waren viel zu beschäftigt damit, zu überlegen, wie ihr Leben ab jetzt aussehen würde.

Eine Stunde später kam Phanuel und sagte ihnen, dass der Elohim sie nun erwartete und ihre Entscheidung hören wollte. Mit zitternden Beinen und ganz schwach gingen sie hinüber in Klaras Wohnung. Klara schien schon Bescheid zu wissen, denn sie hatte schon Kakao gekocht und stellte ihnen wortlos eine Tasse davon hin. Doch weder Theo noch Luisa konnten sich vorstellen, dass sie jetzt etwas trinken konnten. Sie wollten rasch das Gespräch hinter sich bringen.

„Wie ist eure Entscheidung nun?“, fragte der Elohim. „Ich werde bleiben“, sagte Luisa und ihre Stimme zitterte. „Ich auch“, sagte Theo. Der Elohim schaute sie ernst an. „Seid ihr euch sicher?“, fragte er noch einmal. Die beiden sahen sich kurz an und Theo sagte: „Ja, wir haben viel hin und her überlegt. Wir wissen zwar nicht, wie unser Leben dann aussehen wird, aber wir haben auch keine andere Wahl. Nein zu sagen und wieder in die Engelwelt zurückkehren geht irgendwie auch nicht“, sagte Theo.

„Das ist eine mutige Entscheidung und ich werde dafür sorgen, dass ihr es hier auf der Erde wirklich guthaben werdet.

Mittlerweile war auch Hannes eingetroffen und erzählte, dass bereits zwanzig Sender auf den Zug aufgesprungen waren und dass allerorten die Dinge ins Rollen kamen. Die Menschen hatten begonnen, Verantwortung zu übernehmen und es wurden ständig mehr. Der Elohim erzählte nun auch Hannes von seinem Plan zwölf Engel hier auf der Erde zu lassen, die gemeinsam diese Entwicklung stabilisieren würden. „Wieso ausgerechnet zwölf?“, fragte Hannes.

„Da stellst du eine wichtige Frage“, sagte der Elohim. „Ich will versuchen, es zu erklären. Als Christus, das höchste Sonnenwesen, damals auf die Erde kam, hatte er zwölf Jünger, die Menschen waren. Zwölf ist eine magische Zahl. Zwölf Wesenheiten und auch Menschen können sehr viel transformieren. Wenn wir etwas Geistiges auf der Erde durchsetzen wollen, brauchen wir eine Gruppe von zwölf. Wenn wir etwas Physisches erreichen wollen, reichen acht Wesenheiten. Für Christus war es ebenfalls keine leichte Entscheidung. Auch für uns in der geistigen Welt war es schwer. Die Menschen gewannen etwas hinzu, aber wir haben unser höchstes Wesen verloren. Und auch er tat sich damals schwer damit, da er ja wusste, was ihn erwartete. Und bis heute ist er ja im feinstofflichen Feld der Erde anwesend und wirkt da immer noch mit. Und nun braucht es das nächste Opfer aus der geistigen Welt, also in dem Fall aus der Engelwelt und das sind die Zwölf, die sich nun entschieden haben, ihr Leben als Engel für eine Zeit zu opfern. Und wie bei Christus wird es auch bei diesen Engeln sein. Wenn sie ihr Leben als Menschen beendet haben, kommen sie einerseits wieder zurück in die Engelwelt, ihre Energie wird aber bei den Menschen bleiben und weiterwirken. Es ist ein großes Opfer und eine große Tat für die Menschen.“

Als Luisa und Theo das hörten, fühlte sich ihre Mission etwas besser an. Sie taten also etwas, das vorher auch Christus, das große Sonnenwesen, getan hat. Das klang nicht mehr ganz so traurig, sondern es war in der Tat ein Opfer, aber es hatte mehr Bedeutung, als nur die, dass sie ihre Engel-Existenz aufgeben mussten.

„Und wie wird unser Leben dann aussehen?“, fragte Luisa, denn das beschäftigte sie sehr. „Ihr zwölf werdet über die ganze Erde verteilt werden und ihr werdet euch in bestimmten Projekten wiederfinden. Ihr werdet euch aber nicht mehr an euer Engeldasein erinnern. Ihr werdet als Menschen hier auf der Erde eure Mission erfüllen. Wir werden jeden eurer Schritte begleiten und euch auch helfen, wenn ihr straucheln solltet. Aber ihr werdet erst wieder lernen müssen, an uns und an die geistige Welt zu glauben“, sagte der Elohim.

Theo und Luisa dachten über die Worte des Elohim nach. „Werden wir hier bei Klara, Hannes und Martin bleiben?“, fragten sie. „Nein, ihr werdet euch ab morgen an einem völlig anderen Ort in einem völlig anderen Leben finden. Wir können euch nicht hierlassen, denn Martin, Klara und Hannes wissen ja Bescheid. Es würde nicht funktionieren, wenn ihr hierbleiben würdet.“

„Bleiben wir zusammen?“, fragte Theo. Der Elohim schüttelte erneut den Kopf. „Nein, ihr werdet euch in einer Familie finden und dort euren Platz einnehmen. Wir haben zwölf Familien gefunden, mit Jugendlichen in eurem jetzigen Alter hier auf der Erde, deren Seelen sich bereit erklärt haben, dass ihr den Körper dieser jungen Menschen übernehmen dürft. Das wurde schon lange in der geistigen Welt vorbereitet. Die Seele dieser jungen Menschen verlässt den Körper und ihr tretet an ihre Stelle. Daher werdet ihr auch ganz anders aussehen. Aber wie gesagt, ihr werdet morgen aufwachen und vielleicht werdet ihr eine Zeit brauchen, bis ihr euch an das neue Dasein gewöhnt habt, aber ihr werdet nicht wissen, warum. Das war bei Christus auch nicht anders, als er in den Körper von Jesus eingetreten ist“

Luisa und Theo fühlten sich völlig überfahren. Das war doch alles wie ein schlechter Traum. Nicht nur, dass sie nicht mehr in die Engelwelt zurückdurften, sie durften auch nicht zusammenbleiben. Das hätte das Ganze ja noch erträglicher gemacht. Wenn es hart kam, kam es richtig hart!

Luisa und Theo wussten bereits, dass es sinnlos war zu fragen, ob sie noch einmal in die Engelwelt zurückdurften. Sie kannten die Antwort bereits.

„Was machen wir jetzt bis morgen?“, fragte Theo. „Wir haben noch eine Menge zu tun. Heute ist große Sitzung mit Martin, Hannes, Klara und den Erzengeln. Wir werden diese Projekte hier noch einmal besprechen, solange ihr hier seid und dann geht’s auch schon los. Der Wechsel in die Körper der Menschen wird beginnen, sobald ihr eingeschlafen seid.“

In diesem Moment traten auch die Erzengel ins Zimmer und Klara kochte noch rasch Tee und stelle wieder einmal Kekse auf den Tisch.

Luisa und Theo wurden sich bewusst, dass sie das letzte Mal in dieser vertrauten Runde sitzen würden, und dadurch waren sie auch nicht so aufmerksam wie sonst. Doch es verlief alles prima. Die Erzengel hatten das Ruder übernommen, Hannes war ein perfekter Organisator, Klara kannte so viele hilfreiche Menschen und Martin war die Seele des ganzen Unterfangens. Und über all dem wachte der Elohim.

Sowohl Luisa als auch Theo erkannten, dass es gar nicht so wichtig war, dass sie hier waren. Es würde alles seinen Weg gehen. Doch sie hatten Angst. Was würde sie erwarten? Luisa nahm sich vor, dass sie einfach nicht einschlafen würde. Aber noch ehe sie den Gedanken zu Ende gedacht hatte, wusste sie, dass es nicht funktionieren würde, und es fiel ihr der letzte Satz aus dem Gedicht ein, das sie gestern gelesen hatte: „Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“

Und wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen.

Ich wünsche Euch allen eine gute Nacht und schöne Träume!

Manou

Die Erdenreise Teil 19

Oben Video, unten Text

In Klaras Wohnzimmer war es mucksmäuschenstill. Keiner sagte ein Wort. Über Luisas Wangen liefen dicke Tränen. Theo starrte auf den Boden. Phanuel war auch ganz bedrückt und der Elohim wartete ab, was als nächstes geschah. Er wusste, dass ab nun die Dinge ihren Lauf nehmen würden – so oder so.

„Müssen wir das sofort entscheiden?“, fragte Luisa. Phanuel schüttelte den Kopf. „Ihr habt bis morgen früh Zeit, dann brauchen wir aber eine Entscheidung. Ihr müsst jetzt nicht mehr in den Sender zurückgehen. Geht hinüber in die Werkstatt oder in Martins Wohnung und besprecht euch.

„Wenn wir Menschen werden, werden wir dann nie wieder Engel sein?“, fragte Theo. „Ihr werdet das Leben eines Menschen leben, bis zu dessen Tod und nachtodlich werdet ihr wieder Engel sein. Die Menschen sind nach ihrem Tod immer noch Menschen, aber bei euch wäre es etwas Anderes. Ihr werdet wieder zu Engeln.“

„Und die anderen zehn Engel? Werden die gar nicht gefragt?“, fragte Luisa. „Sie haben schon zugestimmt, wissen aber, dass es von euch abhängt, ob diese Mission durchgeführt werden kann“, sagte Phanuel. „Wieso hängt es von uns ab?“, fragte Theo. „Weil die Kraft des Anfangs bei euch liegt. In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne… das ist aus einem Gedicht von Hermann Hesse. Das ist bei den Menschen sehr beliebt – weil es wahr ist“, sagte er. Deshalb ist es wichtig, dass ihr beiden bei dieser Mission die Führung übernehmt. Für uns Engel ist ein Menschenleben nicht lang. Ich möchte euch nicht überreden, denn ihr müsst es – wie die Menschen – aus freiem Willen selbst entscheiden. Das könnt ihr, solange ihr hier als Menschen seid. Deshalb überlegt es euch gut.

„Was ist, wenn wir uns dagegen entscheiden?“, fragte Luisa. Der Elohim schwieg eine Weile. „Dann müssen die Menschen nach dem Dreikönigstag alleine zurechtkommen“, sagte er. „Und das werden sie nicht schaffen?“, fragte Luisa. „Vermutlich nicht“, antwortete der Elohim.

Danach war das Gespräch beendet. Luisa und Theo wussten jetzt alles, was sie wissen mussten. Es würde auf keinen Fall eine leichte Entscheidung werden. „Nun geht hinüber und beratschlagt euch“, fügte der Elohim noch hinzu und es war offensichtlich, dass er nichts mehr dazu sagen würde.

Luisa und Theo gingen hinüber in die Werkstatt. In einer Ecke war ein gemütliches Sofa und ein Sitzsack. Dort nahmen sie Platz und schwiegen lange. Jeder der beiden Jung-Engel hing seinen Gedanken nach. „Kannst du dir vorstellen, dass wir uns damit einverstanden erklären?“, fragte Luisa zu Theo gewandt. „Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, aber ich kann mir genauso wenig vorstellen, dass wir ablehnen und dann von unserer Welt aus beobachten, wie die Sache schiefgeht. Ich fürchte, das würden wir noch viel mehr bereuen“, sagte Theo.

Luisa schwieg weiter. Sie wollte unbedingt zurück in die Welt der Engel. Dort hatte sie sich wohl gefühlt. Natürlich gefiel es ihr auch auf der Erde, aber nur unter der Bedingung, dass dies nur ein kurzer Ausflug war. Wenn sie sich nun vorstellte, dass sie hierbleiben musste, dann war sie damit überhaupt nicht glücklich. Es erschien ihr nur traurig. „Wie werden wir dann leben?“, fragte sie. „Werden wir eine Familie haben? Oder sind wir dann ganz auf uns alleine gestellt? Werden uns die Engel noch helfen? Werden wir uns daran erinnern, dass wir eigentlich Engel sind?“

Theo zuckte bei allen Fragen mit den Schultern. „So wie ich es verstanden habe, werden wir uns nicht erinnern. Wir werden Menschen sein – bis zu unserem menschlichen Tod. Danach sind wir wieder Engel. Und vermutlich werden wir eine Familie bekommen und die anderen auch. Oder zumindest so etwas Ähnliches. Ich denke schon, dass sie für uns sorgen, sodass wir einen guten Start haben werden. Aber ich kann mich auch nicht mit dem Gedanken anfreunden. Mir erscheint das Ganze wie ein Alptraum. Ich möchte einfach aufwachen und wieder zuhause in der Engelwelt sein“, sagte Theo und nun begann er zu weinen.

Luisa nahm ein Buch in die Hand, das Martin auf dem Sofa liegengelassen hatte und begann darin zu lesen. „Hier ist das Gedicht, aus dem der Elohim vorhin zitiert hatte“, sagte sie. Theo schien das nicht weiter zu interessieren. Aber Luisa begann zu lesen:

Stufen von Hermann Hesse

„Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,

An keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

Uns neuen Räumen jung entgegen senden,

Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“

Als sie geendet hatte, schauten sich die beiden an. „Irgendwie ist das schon ein komischer Zufall, dass das hier liegt“, sagte Luisa nachdenklich und las das Gedicht noch einmal. „Wie wenn es für uns geschrieben wäre“, sagte Theo.

„Lass uns eine Nacht darüber schlafen“, sagte Luisa. „Ich fürchte, wir müssen das tun.“

Und wie es weitergeht, werdet Ihr morgen erfahren. Luisa und Theo müssen unbedingt eine Nacht darüber schlafen, bevor sie sich entscheiden.

Ich wünsche auch Euch eine gute Nacht und schlaft gut!

Manou

Die Erdenreise Teil 18

Unten zum Lesen, oben als Video – viel Freude damit!

Die nächsten Tage waren erfüllt von neuen Kontakten, neuen Ideen und neuen Projekten. Die neuen Engel, die zur Unterstützung gekommen waren, hatten schon bald alle Hände voll zu tun. Luisa, Theo, Martin, Hannes und Klara unterstützen die zwölf Richter, Anwälte und Notare bei den Notizen und der Auswahl der Ideen. Längst waren es schon so viele, dass keiner mehr den Überblick über alle Projekte hatte. Luisa hatte ein Lieblingsprojekt – es hatte sich ein Projektpaar gefunden, also eine Ideengeberin und Umsetzerin und eine Investorin, die gemeinsam einen Gnadenhof für Tiere errichteten. Und Luisa konnte gar nicht genug davon hören, wie schön es die armen Tiere in Zukunft haben würden. Außerdem gingen sie den neuen Engeln zur Hand und halfen hier und da aus.

Auch in Bangladesch ging es rasant voran. Die kleine Fabrik von Mongila war schon in Betrieb und zwei Dörfer weiter entstand bereits die große Fabrik. Es war allerorten ein geschäftiges Treiben und der Elohim machte sie alle darauf aufmerksam, dass sich die Energie der ganzen Erde bereits anhob. Er konnte die Dunklen immer noch wahrnehmen, sie waren nicht weg. Aber sie konnten im Moment nicht direkt etwas ausrichten.

Sie versuchten Ärger zu machen und viele Projekte durch die Behörden zu verunmöglichen, aber das Team der pensionierten Richter, Notare und Anwälte war stets in der Lage einen Weg zu finden, gegen den niemand etwas einwenden konnte. Längst waren sie nicht mehr so trocken, erschienen auch nicht mehr in grauen Anzügen, sondern kamen ganz leger gekleidet in den Sender und waren mit Begeisterung dabei.

Klara hatte noch eine Schar von Damen aufgetrieben, mit denen sie früher die Wohltätigkeitsveranstaltungen organisiert hatte. Auch diese halfen bei einer Menge Projekte. Innerhalb weniger Tage war auch die Werkstatt wieder instandgesetzt und Martin hatte eine behagliche kleine Wohnung bekommen, die er voller Freude bezog. Allerdings hatte er bislang keine Zeit, sein eigenes Projekt umzusetzen.

Auch in Israel, England, Südafrika, China und Australien waren die ersten Projekte bereits im Gange. Überall hatten die Menschen Ideen, wie das Leben auf der Erde angenehmer werden konnte. Sie sorgten für die Menschen, für die Tiere, für die Natur. Es war unglaublich, welche Kraft plötzlich auf der ganzen Erde in den Menschen frei wurde. Und dies führte auch dazu, dass sie nicht mehr wie gebannt auf die bedrückenden Nachrichten hörten, sondern sie waren so beschäftigt, dass keine Zeit mehr war, Angst zu haben oder traurig zu sein. Überall wurde gearbeitet und der Einfallsreichtum der Menschen war enorm.

Und immer mehr Helfer fanden sich ein. Hannes und sein Sender wurden in wenigen Tagen weltberühmt und sie hatten Mühe all die Nachfragen zeitnah zu beantworten.

Als sie einmal ein wenig Zeit hatten und wieder gemeinsam in der Kantine saßen, fragte Luisa: „Sagt mal, Martin, Hannes und Klara, warum haben die Menschen das nicht alleine geschafft? Wir organisieren ein wenig, aber in Wahrheit machen sie ja doch das meiste selbst.“ „Du wirst lachen“, sagte Hannes. „Darüber habe ich gestern Abend nachgedacht. Wir Menschen haben den Anstoß von euch gebraucht. Weißt du, wir Menschen sagen allzu rasch, dass etwas nicht gehen wird. Wir sind leicht zu entmutigen und wir neigen auch nicht dazu, neue Wege zu gehen. Die meisten Menschen gehen die alten Wege, selbst wenn diese nirgendwo hinführen und sie unglücklich machen.“ Luisa zog ihre Nase kraus. „Und warum machen das die Menschen so?“, fragte sie.

Hannes dachte eine Weile nach, dann erklärte er: „Weißt du, Luisa, wir Menschen haben Angst vor Veränderung. Lieber bleiben wir bei etwas, das wir kennen, selbst wenn es nicht gut ist, als dass wir uns in ein Abenteuer stürzen, von dem wir nicht wissen, wie es ausgeht. Das liegt in der Natur der Menschen. Wir sind träge, was Veränderung angeht. Wir brauchen einen Anderen, der uns den Anstoß und Hoffnung gibt. Menschen gehen meist eher davon aus, dass etwas nicht funktionieren kann. Dadurch, dass ihr dazu gekommen seid, wurden plötzlich Träume zu Realitäten. Und natürlich hat auch eure Energie dazu beigetragen. Und die Erzengel und der Elohim haben ebenfalls viel getan, indem sie die dunklen Mächte in Schach gehalten haben.“

Luisa verstand es zwar nicht ganz. Warum sollte man an etwas festhalten, das nicht gut ist. Aber Hannes musste es ja wissen. Schließlich war er der Fachmann – er war ein Mensch! „Aber jetzt geht es ja fast von alleine“, sagte Theo dazu. „Ja, es ist ein Anfang gemacht. Und die Menschen haben sich vernetzt und angefangen, miteinander zu sprechen. Das ist auch so eine Sache bei uns Menschen. Wir sprechen zwar miteinander, aber meist sprechen wir über Belangloses. Die wenigsten Menschen erzählen sich gegenseitig von ihren Ideen und Visionen, weil sie immer glauben, dass der andere sie dann für verrückt hält. „Menschen sind irgendwie komisch“, sagte Theo.

„Ja, das sind wir“, antwortete Hannes. „Wir sind manchmal sehr kompliziert.“ Luisa und Theo lachten. „Glücklicherweise müssen wir das auch nicht verstehen, wir sind ja nicht ewig hier“, sagte Luisa und bemerkte dabei nicht, dass ein Schatten über das Gesicht von Phanuel huschte, der bisher nur schweigend dabeigesessen war. „Auf geht`s!  Wir müssen wieder an die Arbeit“, sagte Hannes. Die Sendung für heute Abend ist noch nicht vorbereitet. „Hannes, wäre es für dich sehr schlimm, wenn ich mit Luisa und Theo zu Elohim fahre? Wir müssten etwas besprechen“, sagte Phanuel.

Hannes schaute überrascht. Davon hattest du mir ja gar nichts gesagt. „Nein, es ist auch heute erst aufgetaucht. Wenn es irgendwie ginge, würde ich die beiden jetzt entführen.“ Hannes bemerkte, dass Phanuel offenbar etwas Wichtiges zu besprechen hatte. Daher nickte er nur. „Wir werden das schon schaffen. Immerhin sind wir mittlerweile Weltmeister im Improvisieren.“

Luisa und Theo waren nicht minder überrascht. Was würden sie denn besprechen wollen? Aber Phanuel war nicht zu erweichen, ihnen auch nur irgendetwas zu verraten. „Kommt mit und ihr werdet es erfahren“, sagte er nur und wirkte ungewöhnlich ernst. Luisa und Theo zuckten mit den Schultern und trotteten hinter Phanuel her. „Ich lasse euch ein Auto kommen, das euch zu Klaras Wohnung bringt“, sagte Hannes noch. Eines musste man ihm lassen: Er war ein Mann der Tat, der stets praktisch dachte und alles im Blick hatte.

Als Luisa und Theo auf der Rückbank saßen, flüsterte Theo zu Luisa: „Glaubst du, wir haben etwas falsch gemacht?“ Luisa flüsterte zurück: „Das überlege ich auch schon die ganze Zeit, aber ich wüsste nicht, was es gewesen sein könnte.“ Den Rest der Fahrt verbrachten sie schweigend. Jeder hing seinen Gedanken nach. Luisa und Theo durchforschten ihr Gewissen. So ernst hatten sie Phanuel noch selten gesehen. Etwas musste geschehen sein. Sie konnten es kaum erwarten, dass sie vor der Toreinfahrt hielten. Phanuel lächelte sie an. Aber sein Lächeln wirkte nicht wie sonst. Irgendwas schien ihn zu quälen oder zu ärgern. Das wussten sie nicht. Also gingen sie etwas ängstlich hinter ihm her zu Klaras Wohnung.

Elohim saß wieder auf dem Sofa, als sie die Wohnung betraten und Luisa fragte sich, ob er wohl den ganzen Tag dort saß, oder was er eigentlich tat, wenn sie nicht hier waren? Bewegte er sich unter den Menschen? Aber angeblich konnte er das ja nicht, ohne erkannt zu werden. Diese Überlegungen lenkten sie für einen Moment ab.

Phanuel, Luisa und Theo setzten sich auf die drei Sessel, die rund um den Couchtisch standen. Obwohl der Elohim Liebe und Wärme ausstrahlte, wie sie das gewohnt waren, hatten sie doch das Gefühl, dass er auch er anders war als sonst. Die Anspannung bei den beiden wuchs.

„Luisa und Theo, ich habe euch ja schon gesagt, dass wir mit euch sprechen müssen. Es fällt mir nicht leicht, aber ich habe eine Bitte an euch. Ihr könnt sie auch ablehnen, aber ich bitte euch, das gut zu überlegen“, sagte Phanuel. Luisa und Theo atmeten auf. Sie hatten also nichts falsch gemacht. Eine Bitte konnte ja nicht so schlimm sein. Luisa entspannte sich und lehnte sich im Sessel zurück. „Okay, wir hören“, sagte sie lächelnd.

Nun ergriff der Elohim das Wort: „Ihr habt großartige Arbeit geleistet, und gemessen an der kurzen Zeit, haben die Menschen und ihr Engel und Erzengel schon wahnsinnig viel umgesetzt. Überall werden Projekte entstehen.“ Luisa und Theo schauten glücklich und stolz. Der Elohim fuhr fort: „Aber es kommen größere Probleme auf uns zu. Die Menschen werden beginnen zu streiten. Es ist nicht so leicht, dass die Menschen sich im Inneren verändern. Noch sind sie voller Elan und Begeisterung. Alles ist neu und aufregend und auch immer noch von uns Engeln geführt. Aber wie ihr wisst, ziehen wir Engel uns ja nach dem Dreikönigstag wieder in unsere Welt zurück. Und wenn ich mir das so anschaue, werden viele Projekte, die jetzt hoffnungsvoll beginnen, kaputt gemacht werden, weil die Menschen noch nicht friedlich genug sind. Sie haben das noch nicht gelernt. Immer noch sind sie in erster Linie mit sich selbst beschäftigt, anstatt die Idee und das gemeinsame Tun in den Vordergrund zu stellen.“

Luisa und Theo nickten und warteten gespannt. Luisa sagte: „Ja, das kann schon sein. Aber was können wir da tun?“ Der Elohim und Phanuel wechselten einige Blicke, bevor der Elohim weitersprach. „Wir müssen eine Delegation von Engeln hier auf der Erde zurücklassen.“ Theo sog heftig die Luft ein. Er ahnte schon, dass eine baldige Rückkehr in seine geliebte Engelwelt gerade in weitere Ferne rückte. „Wir sollen länger hierbleiben?“, fragte Luisa. Der Elohim schwieg einen Moment und auch Phanuel wich ihren Blicken aus.

„Luisa und Theo, ihr sollt für immer hierbleiben. Ihr sollt Menschen werden und die anderen zehn Engel, die ihr mitgebracht habt, auch.“ Luisa und Theo blieb der Mund offenstehen. „Warum? Warum gerade wir?“, schluchzte Luisa. „Ich habe doch schon jetzt Sehnsucht nach meinem Zuhause. Wieso sollen wir denn hierbleiben?“ Theo griff zu ihr hinüber und tätschelte ihren Arm, obwohl auch er das Gefühl hatte, gerade innerlich zu zerbröseln.

„Was genau bedeutet das?“, fragte Theo und seine Stimme zitterte. „Ich muss ein wenig ausholen. Wenn wir die Menschen und die Erde retten wollen, müssen wir ein Opfer bringen. Sonst werden sie immer von den Dunklen bedroht werden. Erst wenn wir ein wirklich großes Opfer bringen, gießen wir so viel Liebeskraft hier auf der Erde aus, dass die dunklen Mächte dadurch für lange Zeit ferngehalten werden können. Wir hoffen, dass dies lange genug ist, um die Wandlung hier auf der Erde zu vollziehen“, fuhr der Elohim fort.

Luisa und Theo hatte es nun endgültig die Sprache verschlagen. Sie würden ein Opfer sein, ein Faustpfand. Womit hatten sie das verdient? Und wie genau würde das funktionieren? In ihren Köpfen drehte sich alles.

So, und wie es weitergeht, erfahrt Ihr wieder morgen Abend.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht und schöne Träume

Manou

Die Erdenreise Teil 17

Oben als Video, unten zum Lesen 🙂

Kurz nach 22.00 Uhr waren die letzten Studiogäste gegangen und sie machten sich auf den Nachhauseweg. Hannes bot Martin und allen Engeln an, dass sie bei ihm wohnen können, solange die Werkstatt nun eine Baustelle war. Sie nahmen alle dankbar an. Klara war etwas aufgeregt, der Elohim war ja schon in ihrer Wohnung und sie wusste gar nicht, ob sie sich freute oder Angst hatte. „Kommt ihr alle noch mit zu mir?“, fragte sie daher. Und natürlich wollten alle noch mitkommen. Selbst die Erzengel und Theo und Luisa waren gespannt, wie sich der Elohim in einer menschlichen Wohnung zeigte. Immerhin bekamen sie ihn selbst in der Engel-Welt nicht so oft zu Gesicht.

Als Klara die Tür öffnete kam ihnen schon ein warmer Lichtschein entgegen. Sie trafen den Elohim im Wohnzimmer an. Er saß auf dem Sofa, hatte Umrisse wie ein größerer Mensch, war aber nicht so fest und menschlich wie die Erzengel und die Engel. Seine Energie nahm alle sofort in ihren Bann. Die ganze Wohnung war erfüllt von Weisheit und Liebe. Und sie sahen, dass er lächelte. „Da bin ich nun“, sagte er. „Ich habe mich schon ein wenig vertraut gemacht und wenn es die Wohnungsbesitzerin nicht stört, würde ich alles von hier aus begleiten. Vor allen Dingen werde ich an allen Orten, an denen jetzt die Projekte entstehen, anwesend sein, damit die Dunklen gar nicht erst auf dumme Ideen kommen. Somit könnten Michael und Raphael morgen wieder zurückkommen. Wir lassen sie noch über Nacht in Bangladesch, damit sie alles erklären können, aber dann sollen sie wieder hierherkommen. Ich habe das Gefühl, dass wir in wenigen Tagen eine Menge Orte betreuen müssen. Aber die Dunklen können uns nun nichts mehr anhaben. Die werde ich in Schach halten.“

Klara hätte zu gerne gefragt, wie er das zu tun gedachte, da er doch auf ihrem Sofa saß, aber sie traute sich nicht und hoffte, dass er ihr vielleicht in der nächsten Zeit noch mehr erklären würde. Sie wohnten nun ja zusammen.

„Gut, dann werden wir uns auf den Weg zu mir machen“, sagte Martin und winkte die Engel und Martin zur Tür. Morgen haben wir einen weiteren anstrengenden Tag und ich möchte gerne im Sender sein, wenn die Juristen eintreffen. Wir müssen vorher ja noch einiges besprechen.

In Hannes Wohnung gab es genügend Platz für alle. Sie waren so müde, dass sie sich sofort schlafen legten. Die Engel schliefen auch sofort. Hannes und Martin allerdings lagen noch eine Weile wach und ließen den Tag noch einmal Revue passieren. „Ich hatte schon immer ein umtriebiges Leben“, sagte Hannes. „Aber seit deinem Anruf habe ich das Gefühl, ich lebe in einer Achterbahn. Das ist wirklich ein absolutes Gefühlschaos. Und ich habe das alles ja noch gar nicht realisiert. Liegen drüben im Wohnzimmer tatsächlich drei Erzengel und zwei Engel? Und auf Klaras Sofa sitzt ein Elohim? Das ist doch verrückt. Wenn mir das vor drei Tagen jemand erzählt hätte, hätte ich denjenigen ausgelacht. Sowas passiert doch nur im Märchen“, sagte Hannes. Martin murmelte schläfrig: „Oder zu Zeiten des Weihnachtswunders.“ Und dann war er auch schon eingeschlafen.

Im Sender war in der Früh schon Hochbetrieb. Zwölf ehemalige Richter, Rechtsanwälte und Notare spazierten fachsimpelnd herum und waren schon zu Höchstform aufgelaufen, als Martin, Hannes, Klara und die Engel eintrafen. Alle zwölf waren in Würde ergraut und man hatte das Gefühl, dass sie alles, was sie zu sagen hatten, in reinstem Juristendeutsch ausdrückten. Hannes hörte sich das eine Weile an und sagte dann: „Leute, so geht das nicht! Das muss lockerer sein. Wenn ihr in den Menschen den Eindruck erweckt, dass die gleich mit juristischen Schritten bedroht werden, wird der Andrang bald nachlassen.“ Das sind keine Käufer oder Verkäufer, das sind nette Menschen, die helfen wollen.“

„Nun denn, aber die rechtlichen Grundlagen müssen eben besprochen werden“, sagte ein ehemaliger Richter. „Ja, aber nicht im ersten Gespräch“, erwiderte Hannes. Es geht nun darum, dass hier Menschen anrufen, die eine Idee haben, und die wollen sie erzählen. Da gilt es erst einmal zuzuhören und Notizen zu machen. Wer sind denn die lockersten von euch?“, fragte er. Alle zwölf schauten etwas verdutzt. „Woran, denken sie, können wir das festmachen?“, fragte einer der Herren. Hannes raufte sich die Haare. Wie konnten kluge Menschen nur so begriffsstutzig sein?

Phanuel ergriff das Wort: „Wie viele der ehrenwerten Herren brauchen wir für die Telefonzentrale?“ Hannes dachte kurz nach. „Ich denke sechs sollten genügen. Und die anderen sechs könnten die Gesprächsprotokolle von gestern durchschauen.“ Phanuel schaute jeden der Herren an und teilte sie in zwei Gruppen. „Diese Gruppe hier sind die Herren für die Telefonzentrale. Und diese Gruppe hier, macht sich über die Protokolle her.“ In Ermangelung einer besseren Lösung waren alle einverstanden.

Hannes rieb sich die Stirn. „Gut, wir arbeiten von jetzt bis 14.00 Uhr und dann treffen wir uns in der Kantine. „Klara, würdest du mit den sechs Herren die Telefonzentrale organisieren?“ Klara stimmte freudig zu. Das würde ihr einen Riesenspaß machen. „Phanuel, Gabriel und Uriel, könnt ihr bitte bei den Protokollen helfen, bzw. gleich die interessantesten Anrufe von heute aussortieren, sodass wir nachher besprechen können, wen wir für heute Abend einladen?“  Die drei Erzengel waren einverstanden. Für sie war das recht leicht, denn sie konnten die Energie in den Protokollen spüren. Aber die Menschen sollten das auch ohne sie können. Sie würden ja nicht immer hier sein. Aber sie würden dafür sorgen, dass die besten Ideen heute Abend in die Sendung kamen.

Martin schaute etwas verwirrt. „Und was machen wir?“ Hannes grinste. „Dich, Theo und Luisa brauche ich jetzt im Besprechungsraum. Da kommt gleich eine phänomenale Überraschung“, sagte er. Während sie die langen Gänge zum Besprechungsraum entlang gingen sagte Hannes: „Bin ich froh, dass Klara in der Telefonzentrale mitarbeitet. Ich hätte echt Bedenken, ob die trockenen Herren nicht unsere Anrufer vergraulen. Wir werden das heute Abend dazu sagen müssen. Die Anrufer sollen sich ein Glas Wasser neben das Telefon stellen, es könnte etwas trocken werden.“ Hannes lachte schallend über seinen eigenen Witz. Auch Martin grinste. Für Theo und Luisa war diese Art von Humor fremd, aber sie lächelten höflich.

Im Besprechungsraum warteten bereits drei Herren und zwei Damen. Es stellte sich heraus, dass diese alle Programmdirektoren von verschiedenen Fernsehsendern waren. Einer war aus England, eine Dame kam aus Israel, eine weitere Dame kam aus Australien, ein Herr aus China und einer aus Johannesburg. Sie alle wollten das neue Format in ihre Sender aufnehmen. Hannes war ganz in seinem Element und schilderte in leuchtenden Farben die Idee hinter dem Format. Sie einigten sich darauf, dass sie nichts an den Sender von Hannes bezahlen mussten, aber alle Einnahmen – abzüglich aller Kosten – in die Projekte fließen lassen sollten. Alle fünf waren einverstanden. Hannes zog sich mit Martin, Theo und Luisa kurz zu einer internen Besprechung zurück. „Was sagt ihr dazu?“ fragte er und rieb sich die Hände. „Jetzt wird es wirklich international.“ Martin war ein wenig zurückhaltender. „Aber wie sollen wir sicherstellen, dass das dort auch funktioniert?“, fragte er.

Hannes wuschelte sich durch die Haare. „Fünf Sender, fünf Erzengel…“, sagte er nur. „Wir sollten die fünf Erzengel fragen, ob sie bereit wären, jeweils für zwei, drei Tage in den jeweiligen Sender zu reisen. Wir haben noch zehn Tage bis Weihnachten. Da kann noch wahnsinnig viel geschehen. Und außerdem werden wir lernen müssen, loszulassen. Wenn das eine weltweite Initiative der Nächstenliebe sein soll, können wir das unmöglich alles kontrollieren. Wir dürfen jetzt anfangen zu vertrauen. Wenn diese fünf Sender soweit sind, dass alles klappt, können sie wieder andere Sender einschulen…und so weiter.“

Für Martin ging das alles sehr schnell. „Gut, aber wir sollten zumindest mit den drei Erzengeln sprechen, die gerade hier sind. Luisa, könntest du Gabriel, Phanuel und Uriel rasch hierherholen? Dann können wir sie fragen, ob sie einverstanden sind.“ Luisa machte sich sofort auf den Weg und kam wenige Minuten später mit den Erzengeln zurück. Diese hörten gespannt zu und erklärten sich sofort bereit, die Einschulungsarbeiten zu übernehmen. „Sagt mal, seid ihr da oben auch so knapp mit Personal?“, fragte Hannes und grinste.

Phanuel schüttelte den Kopf. „Nein, so knapp sind wir nicht. Aber die anderen Erzengel werden oben gebraucht. Aber wenn wir noch Engel holen wollen, davon können wir oben sicher einige entbehren“, sagte er. Luisa und Theo staunten mit offenem Mund. Es würden noch mehr Engel auf die Erde kommen? Wie würden sie das anstellen?

Phanuel lieferte sogleich auch die Antwort: „Ihr beiden reist heute noch zurück in die Engelwelt und sucht zehn weitere Engel aus. Die Großen werden euch dabei helfen. Am besten bleibt ihr heute und über Nacht oben und kommt morgen früh mit den frischen Engeln herunter. Den morgigen Tag verbringt ihr dann mit Elohim, der die frischen Engel einweist. Und ihr seid dabei und unterstützt ihn.“

Das klang für alle nach einem sehr guten Vorschlag. Luisa und Theo waren einerseits traurig, dass sie den heutigen Tag verpassen würden. Auf der anderen Seite freuten sie sich auch, sich oben ein wenig auszuruhen. Es war schon sehr hektisch in der Menschenwelt.

Und wie es weitergeht, erfahrt Ihr morgen.

Ich wünsche Euch allen ein gute Nacht und wunderschöne Träume

Manou

Die Erdenreise Teil 16

Oben als Video, unten als Text 🙂 Viel Freude damit!

Währenddessen waren in Wien Hannes, Martin, Klara und die Engel wieder zurück in den Sender gefahren. Martin war zutiefst niedergeschlagen und wusste noch nicht, wie er heute Abend optimistisch vor der Kamera stehen sollte. So sehr hatte er sich über die Werkstatt gefreut und sie bereits als sein neues Zuhause betrachtet und jetzt war alles zerstört. Er wunderte sich darüber, dass Klara diese Situation wesentlich gelassener nahm als er. Sie schien unerschütterlich zu sein in ihrem Glauben daran, dass schlussendlich alles gut werden würde. Dafür bewunderte er sie. Er selbst fühlte sich gerade erneut an die schutzlose Situation auf der Straße erinnert, wo jederzeit irgendein Mensch kommen und sich an ihm vergreifen konnte.

Hannes hingegen schien dadurch sogar noch mehr in Fahrt zu kommen. Er musste über eine nahezu unerschöpfliche Energie verfügen. Während sie noch im Auto waren, telefonierte er bereits mit den Mitarbeitern im Sender, damit alles vorbereitet werden und die Studiogäste über die neue Adresse informiert werden würden.

„Alles hat am Ende auch sein Gutes“, sagte er zu Martin. Wir wissen zwar jetzt noch nicht, was es ist, und vielleicht werden wir es nie erfahren, aber ich glaube fest daran, dass gar nichts zufällig geschieht. Wir machen das mit der Werkstatt zu einem Projekt und wenn Klara damit einverstanden ist, werden wir die Werkstatt ein wenig kleiner machen und für dich eine Wohnung dazu bauen. Was meinst du, Klara?“, fragte er. „Oh, das ist eine wunderbare Idee“, sagte Klara. „Dann hat Martin viel mehr Privatsphäre und ist trotzdem immer da. Es ist für mich schön zu wissen, dass er da ist und ich nicht so ganz alleine bin. Was meinst du, Martin?“, fragte sie.

Martin war total erstaunt.  An so etwas hätte er niemals gedacht. Das war natürlich eine wunderbare Idee. Dann hätte er wieder eine eigene kleine Wohnung und wäre trotzdem immer in der Werkstatt. Wenn man es so betrachtete, war es tatsächlich nicht ganz so schlimm. Hannes schien recht zu haben. Alles hatte auch sein Gutes. Diese Vorstellung hob seine Stimmung schon wieder.

Als sie im Sender ankamen, war schon reges Treiben. Es wurde eine kleine Weihnachtsdekoration im Studio angebracht. Auch hier sollte die Stimmung des Weihnachtsfestes durchscheinen. Sie wollten ja ein Weihnachtswunder vollbringen! Viel zu früh traf dann auch schon das Ehepaar ein, das die Klink finanzieren wollte und kurz darauf auch der ehemalige Klinikmanager. Nur der Bauunternehmer fehlte noch. „Wir sind Jan und Friederike Hanssen“, stellte sich das Ehepaar vor. Der ehemalige Krankenhausmanager reichte ihnen die Hand und sagte: „Ich bin Gerhard Dorn.“ Hannes geleitete die drei in die Kantine und bat sie, an einem der Tische schon einmal Platz zu nehmen. Kurz darauf waren die drei in einem lebhaften Gespräch, sodass niemand sich um sie kümmern musste. Theo und Luisa halfen das Studio zu schmücken und rückten hier und da die Sessel und Tischchen ein wenig zurecht. Phanuel, Uriel und Gabriel waren immer noch damit beschäftigt sich abzusprechen. Noch hatten sie den anderen nicht gesagt, worüber sie sprachen.

Klara war ein wenig nervös, sie würde heute auch wieder vor der Kamera sein. „Ich habe euch noch gar nicht gesagt, wen ich gerne zur Unterstützung in unser Team holen würde“, sagte sie zu Hannes und Martin. „Ja, das stimmt. Es geht aber auch alles drunter und drüber. Nichts desto trotz werden wir morgen Verstärkung brauchen. Die Leute aus der Telefonzentrale sagten mir vorhin, dass die Telefone immer noch nicht stillstehen. An wen hast du denn gedacht?“, fragte Hannes. Klara lächelte ein wenig und sagte dann: „Ich kenne den Club der pensionierten Anwälte, Richter und Notare. Mit denen habe ich gesprochen und die würden uns helfen, die Gespräche zu führen und dann auch bei der Umsetzung beratend zur Hand gehen.“ Als sie das gesagt hatte, schaute sie triumphierend in die Runde. Hannes und Martin blieb gleich der Mund offenstehen. „Das ist natürlich das Nonplusultra!“, rief Hannes und riss Klara so heftig an sich, dass Martin schon dachte, er würde ihr die Rippen brechen. „Du weißt gar nicht, wieviel Arbeit uns das abnimmt!“ Klara lächelte. „Für wie doof hältst du mich? Natürlich weiß ich das, aber ich musste erst fragen und sie haben vorhin zugesagt. Wenn wir das wollen, kommen sie morgen hierher in den Sender und helfen gleich einmal, die Telefonate anzunehmen. Dann könntest du deine Mitarbeiter wieder mit ihrer eigentlichen Aufgabe beschäftigen.“

In dem Moment kamen Theo, Luisa, Phanuel, Gabriel und Uriel dazu. „Gibt es was zu feiern? Ihr schaut so glücklich aus?“, fragten sie. Hannes berichtete rasch von Klaras Neuigkeiten und auch die Engel fanden die Idee fabelhaft. Wir haben auch einiges zu besprechen. Können wir uns irgendwohin setzen? Martin bekam gleich wieder ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Hoffentlich hatten die Engel keine schlechten Nachrichten.

„Wir haben mit den oberen Engeln in unserer Welt Kontakt aufgenommen. Die großen Engel, also die oberen Hierarchien begleiten dieses Projekt ja aus der Ferne. Und es ist so, dass wir vereinbart haben, dass einer von ihnen, nämlich Elohim, ebenfalls zu uns in die Menschenwelt kommt. Aber wir haben ein Problem. Wir Engel und Erzengel können uns eine menschliche Gestalt geben, das geht aber bei den Oberen nicht. Wenn Elohim kommt, soll er nicht gesehen werden. Wir brauchen einen Ort, an den keiner kommt, aber er ist dann mit seiner Energie bei uns und beschützt das Projekt. Und uns ist da nur ein einziger Ort eingefallen, wo er sich aufhalten könnte…“.

Nach diesen Worten schwieg Phanuel und schaute in die Runde. Aber alle starrten ihn nur gebannt an. „Und wo ist dieser Ort?“, fragte Hannes, dem beim besten Willen kein solcher Ort einfallen wollte. Die Werkstatt war zerstört. Da würden in der nächsten Zeit viele Handwerker ein und aus gehen müssen. Phanuel biss ein wenig auf seiner Unterlippe herum. „Klara, könnte Elohim bei dir wohnen?“, fragte er dann einfach gerade heraus. Klara klappte der Unterkiefer herunter. Sie wollte etwas sagen, aber ihre Kehle war plötzlich völlig ausgedörrt. Deshalb nickte sie nur. „Es ist mir eine Ehre“, konnte sie nur noch sagen. So ein großes Engelwesen sollte in ihrer Wohnung sein! So etwas hätte sie sich niemals ausdenken können. Sie fühlte sich ja schon geehrt, dass die Engel und Erzengel bei ihr waren. Dass sie davon sogar noch eine Steigerung erleben sollte, machte sie sprachlos.

„Gut“, sagte Phanuel dann. Somit wird Elohim bereits in deiner Wohnung sein, wenn wir zurückkommen. Klara konnte wieder nur nicken. Sie dachte darüber nach, ob ihre Wohnung wohl gut genug für einen Elohim war, aber sie entschied sich dann, dass es einfach gut genug sein müsse. Sie hatte nicht mehr zu bieten. Und sauber war ihre Wohnung sowieso. Darüber musste sie sich keine Gedanken machen.

Hannes schaute auf die Uhr. „Leute es wird Zeit, dass wir alle zusammentrommeln und ins Studio gehen.“ Martin, kannst du die drei aus der Kantine holen?  Luisa und Theo, könnt ihr mal schauen, ob der Bauunternehmer schon da ist? Klara, rufst du die Juristen an und ich telefoniere noch rasch mit den Kollegen in Bangladesch.“ Alle beeilten sich, die aufgetragenen Dinge zu erledigen und wenige Minuten später trafen sie sich alle im Studio. Auch in Bangladesch warteten sie nur noch auf den Startschuss.

Und dann gingen sie auch schon auf Sendung. Das Ehepaar Hanssen und Herr Dorn, der ehemalige Krankenhausmanager, hatten sich schon auf ein Projekt geeinigt, das sie heute vorstellen wollten. Als die Kameras liefen, moderierte Hannes die Sendung an. Theo, Luisa, Martin und Klara wurden als die bereits bekannten Initiatoren des Weihnachtswunders vorgestellt, dann schwenkte die Kamera aber zu Gerhard Dorn, der den Zuschauern berichtete: „Ich bin Gerhard Dorn und ich habe viele Jahre Krankenhausmanagement in verschiedenen Häusern gemacht. Ich möchte gerne mein Wissen und meine Fähigkeiten zur Verfügung stellen, um eine Klinik aufzubauen, in der die Menschen von der Geburt bis zum Tod nach den Regeln aller Künste betreut werden. Wir wollen nicht nur schulmedizinisch arbeiten, sondern ebenso mit Homöopathen, Energetikern, Geistheilern und allen anderen Heilkünsten gemeinsam ein Haus betreiben, in dem jeder Mensch die Fürsorge und Behandlung bekommt, die er braucht – und zwar vom ersten bis zum letzten Tag. Wir wollen keinen Unterschied machen zwischen dieser und jener Medizin, sondern ganz individuell schauen, was der Mensch nun braucht. Ich habe mich vor der Sendung schon mit dem Ehepaar Hanssen abgestimmt und wir stellen uns dies so vor, dass wir Meditationsräume haben, Begegnungsräume und viel Fläche in der Natur, sodass die Menschen bei uns von Grund auf gesundwerden können.“

Gerhard Dorn hatte sich richtig in Rage geredet. Seine Begeisterung sprang ihm förmlich aus dem Gesicht. Und nun kam das Ehepaar Hanssen zu Wort: „Wir sind Friederike und Jan Hanssen und entstammen einer alten Hamburger Industriellenfamilie. Wir leben schon lange in Wien und da wir nun älter werden, haben wir uns gefragt, wie wir einmal behandelt werden wollen, wenn wir alt und krank sind. Und wir haben schon lange festgestellt, dass es so etwas, das wir uns vorstellen, in der österreichischen medizinischen Landschaft nicht gibt.“

Friederike Hanssen schluckte kurz, bevor sie fortfuhr: „Da uns das Schicksal verwehrt hat, dass wir Kinder bekommen, und wir somit keine Erben haben, würden wir gerne so eine Klinik finanzieren.“ Sie sagte das mit aller Bescheidenheit und trotzdem sehr entschieden. Es wirkte tatsächlich, als hätten sich die beiden das schon lange überlegt.

Nun kam noch Herr Himmelreich, der Bauunternehmer, zu Wort: „Auch ich bin nicht mehr der Jüngste und stehe kurz davor, mein Unternehmen zu verkaufen und würde gerne, bevor ich aufhöre, meinen Dank für eine lange erfolgreiche Berufslaufbahn dadurch zum Ausdruck bringen, dass ich für dieses
Vorhaben die Zeit meiner Mitarbeiter und das Baumaterial spende.“

Hannes konnte sich vor Begeisterung kaum halten. Und auch Martin, Klara, Theo und Luisa drückten sich heimlich unter dem Tisch die Hände. Das war so ein riesiges Projekt. Nun sprach Hannes sogar noch die zerstörte Werkstatt an, beschrieb sie als ein Opfer des Vandalismus, und Herr Himmelreich versprach, gleich am nächsten Tag einen Bautrupp hinzuschicken um die Maße zu nehmen und die Werkstatt neu zu planen.
Aus der Telefonzentrale erhielten sie Zeichen, dass die Telefone ununterbrochen läuteten und Hannes war schrecklich froh, dass ab morgen die Anwälte, Richter und Notare den Telefondienst übernehmen würden.

Nun war nur noch die Live-Schaltung nach Bangladesch dran und auch diese war ein voller Erfolg. Der Textilunternehmer, ein höchst erfolgreicher und sympathischer Mann hatte schon alles perfekt durchdacht und würde in den nächsten Tagen die Pläne für die neue Fabrik schicken, sodass die Initiatoren des Projektes dieses absegnen konnten. Mongila stand die ganze Zeit neben ihm und konnte nicht aufhören über das ganze Gesicht zu strahlen. Es war ein höchst gelungener Abend, trotz der nachmittäglichen Schwierigkeiten.

Und wie es weitergeht, erfahrt ihr morgen.

Ich wünsche euch eine wunderbar gute Nacht, schöne Träume und einen erholsamen Schlaf.

Manou

Die Erdenreise Teil 15

Unten als Text, oben als Video 🙂 Viel Vergnügen!

In der Zwischenzeit hatte das Team des Senders die Fotos der wundervoll dekorierten Werkstatt geschickt. Die Engel, Martin, Hannes und Klara freuten sich schon darauf, den Abend mit den Gästen dort zu verbringen. Martin war besonders stolz. War es doch seit vielen Jahren wieder ein erstes richtiges Zuhause für ihn. Und all dies hatte er nur Klara, Luisa und Theo zu verdanken. Welches Glück er doch gehabt hatte. Und nun war er auch noch Teil eines Teams aus Engeln und Menschen, die in wenigen Tagen die ganze Welt verändern würden. Manchmal hatte er das Gefühl, alles nur zu träumen.

Sie packten alle Unterlagen und Utensilien zusammen, die sie heute Abend brauchen würden und machten sich auf den Weg in die Werkstatt. Die Stimmung war ausgelassen und euphorisch. Das würde heute ein riesengroßer Erfolg werden. Die Autos hielten vor dem Einfahrtstor an. Klara stieg aus und wollte öffnen, stellte aber fest, dass das Tor nicht verschlossen war. „Du musst mit deinen Mitarbeitern sprechen“, sagte sie zu Hannes. „Sie dürfen das Tor nicht offenlassen.“ Hannes wollte gerade etwas erwidern, als sie alle vor Entsetzen erstarrten. Die Werkstatt stand ebenfalls offen, alle Scheiben waren zerbrochen und Martin, der als erstes aus dem Auto sprang stellte fest, dass auch im Inneren der Werkstatt alles zerstört war. Die Lampen des Filmteams waren zertrümmert und lagen in Scherben auf dem Boden, die ganze Werkstatt sah aus, als ob ein Tornado hindurch gefegt war. Werkzeug und Weihnachtsdekoration – alles lag wie Kraut und Rüben durcheinander. Kein Eckchen war verschont geblieben.

Martin sank auf die Knie und die Tränen flossen ihm in Strömen über das Gesicht. „Das darf nicht wahr sein“, schluchzte er immer wieder. Michael war der nächste, der sich die Bescherung anschaute. Schweigend ging er durch die Werkstatt und schnupperte mal hier und mal dort. „Wir müssen die Polizei rufen“, sagte Klara tonlos. Sie hatte die Bescherung bisher schweigend betrachtet. Michael schüttelte den Kopf. „Die Polizei kann uns hier nicht weiterhelfen“, sagte er. Diese Zerstörung haben keine Menschen gemacht. Es ist das Werk der Dunklen. Ich kann ihre Anwesenheit noch förmlich riechen. Das muss vor wenigen Minuten passiert sein. Es hätte mich gewundert, wenn sie nicht versuchen würden, uns zu stören.

Phanuel, Uriel, Gabriel und Raphael gingen schweigend durch die Werkstatt. Sie wussten, dass Michael recht hatte. Natürlich würden die Dunklen sie nicht einfach gewähren lassen. Es stand zu viel auf dem Spiel. Immerhin hatten sie schon einen gewaltigen Erfolg erzielt und eine kleine Bewegung ins Leben gerufen. Auf einmal drehte sich Raphael abrupt um und rief: „Mongila! Wir müssen Mongila beschützen, sonst passiert in Bonnotola das Gleiche!“ Die Erzengel zögerten nicht lange. Michael und Raphael sahen sich nur kurz an und waren sich einig, dass sie beide sofort nach Bonnotola reisen mussten. Ohne viel zu erklären, teilten sie ihre Erkenntnis den anderen mit und machten sich sofort auf den Weg.

Luisa und Theo waren erleichtert, dass die beiden nun zu Mongila reisen würden. Sie hatten recht, wahrscheinlich war auch dieses Projekt in Gefahr. Zwar wussten sie beide nicht viel über die Dunklen, aber sie wussten, dass die Erzengel stark genug waren, es mit ihnen aufzunehmen.

„Was machen wir jetzt?“, fragte Theo. „Hier können wir vermutlich nicht senden…“ Hannes durchschritt die Werkstatt zum wiederholten Male. „Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder zeigen wir, was die Widersacher angerichtet haben und verunsichern damit eine Menge Menschen, die uns vielleicht helfen wollten, oder wir fahren zurück in den Sender und gestalten den Abend dort.“ Dabei klopfte er Martin auf die Schulter. „Sei nicht traurig, das lässt sich wieder in Ordnung bringen. Wir machen das gleich zu einem Projekt.“ Zu Klara gewandt sagte er: „Klara, mach auch du dir bitte keine Sorgen. Wir werden deine Werkstatt wieder in Ordnung bringen.“ Klara nickte tapfer. Was blieb ihr auch anderes über. Sie hatte schon eine Menge Schicksalsschläge verkraftet. Sie würde auch dies verkraften. Und außerdem war sie keine Frau, die sich leicht unterkriegen lässt. Wenn ihre Aktion offensichtlich jemandem nicht passte, dann war das für sie Grund genug, sie erst recht fortzusetzen. „Wie wäre es, wenn wir zuerst einmal bei mir einen Tee trinken“, fragte sie in die Runde. Hannes und Martin waren sofort einverstanden.

Uriel, Phanuel und Gabriel schüttelten den Kopf. „Geht nur, aber lasst uns drei hier noch eine Weile alleine. Wir müssen etwas besprechen. Luisa und Theo, ihr könnt auch einen Tee vertragen. Wir werden euch nachher in Kenntnis setzen, aber jetzt brauchen wir ein wenig Zeit.“

Inzwischen waren Michel und Raphael in Bonnotola angekommen und Mongila staunte nicht schlecht, als sie die beiden sah. „Oh, ich wusste gar nicht, dass ihr kommt“, sagte sie zu Michael, den sie ja vom letzten Besuch noch kannte. „Du hast einen neuen Kollegen mitgebracht“, sagte sie und reichte Raphael die Hand. Michael stimmte ihr zu. „Ist alles in Ordnung bei dir?“, fragte er betont ruhig. Mongila nickte. „Ja, warum? Was sollte sein? Ich habe gehört, dass später ein großer Fabrikant hierherkommt, der eine riesige Fabrik nach unserem Vorbild bauen möchte. Und wir sind alle schon ein wenig aufgeregt und haben überall saubergemacht und alles, so gut wir konnten, dekoriert.“

Sie hatte kaum zu Ende gesprochen als die Luft plötzlich mit einem unheilvollen Brausen erfüllt war. Mongila blickte fragend zum Himmel, doch der war blau wie zuvor. „Komisch das hörte sich jetzt an, als würde ein heftiger Sturm kommen, aber der Himmel sieht gar nicht danach aus“, sagte sie noch als das Brausen plötzlich anschwoll und heftiger wurde. Michael und Raphael sahen sich kurz an. Es nützte nichts, vermutlich würden sie jetzt ihre Deckung aufgeben müssen. Aber das war nicht zu ändern. Wenn die Dunklen so heftig ankamen, dann waren sie auf einen Kampf aus.

„Geht bitte alle in eure Häuser und überlasst das uns“, rief Michael Mongila zu bevor er mit Raphael auf den Dorfplatz rannte. Dort stellten sie sich Rücken an Rücken auf. Mongila scheuchte alle Menschen in die Häuser.  Nur ein paar besonders neugierige Männer standen noch herum. Aber das Brausen wurde nun so laut, dass auch sie vorzogen, in Deckung zu gehen.

Michael und Raphael atmeten einmal noch durch und begannen dann, ihre Größe zu vervielfachen und ein riesiges Lichtfeld um sich herum aufzubauen. Die Luft auf dem Marktplatz und schon bald in ganz Bonnotola vibrierte. Die Menschen, die aus den Fenstern schauten, konnten kaum glauben, was hier vor sich ging. Und plötzlich erreichte ein schwarzer Wirbel den Marktplatz, doch bevor er auf die Erde auftreffen konnte, hatten Michael und Gabriel ihn auch schon in ihrem Licht eingekesselt. Es entstand ein heftiger Kampf und die beiden Erzengel wurden kräftig hin und her geschleudert, aber sie ließen nicht davon ab, den dunklen Wirbel im Inneren ihres Lichtscheins zu bewahren. Dieser schien immer wütender zu werden und begann sich wie ein Kreisel zu drehen und man konnte richtig spüren, wie schwierig es für die Engel war, ihn nicht entkommen zu lassen.

Nach ein paar Minuten war der Spuk vorbei. Michael und Raphael veränderten ihre Größe wieder auf die Größe eines Menschen und das Licht um sie herum verlosch langsam.  Zunächst traute sich keiner der Einwohner von Bonnotola aus den Häusern. Raphael und Michael waren erschöpft und schauten sich nach einem Platz um, an dem sie wieder zu Kräften kommen konnten. Sie waren dankbar, dass Mongila ihnen einfach etwas zu trinken reichte, ohne sie mit Fragen zu überhäufen.

Als sie wieder halbwegs bei Kräften waren, erklärten sie Mongila wer sie waren und was gerade geschehen war. Sie waren sich nicht sicher, ob Mongila ihnen folgen konnte, aber sie waren ihr für ihre ruhige Art sehr dankbar. „Gut, ich werde das den anderen erklären“, sagte sie nur und machte sich auf den Weg zum Dorfplatz. Michael und Raphael schauten sich an. „Ich fürchte, wir müssen hierbleiben. Dieses Dorf braucht unsere Hilfe, sonst machen die Dunklen hier alles platt, wie sie es in der Werkstatt getan haben“, sagte Michael. Raphael war einverstanden und sagte: „Dann schlagen wir nun eben hier unsere Zelte auf. Hoffentlich sind die Dorfbewohner nun nicht zu sehr aufgebracht. Sonst können wir die Live-Schaltung vergessen.“

Doch in dem Moment rollten schon die Wagen des regionalen Senders auf den Dorfplatz und wenig später kam der Textilfabrikant in einer Limousine an. Scheinbar schienen die Dorfbewohner sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen zu lassen, denn sie taten, als wäre nichts geschehen. Mongila erklärte dies später damit, dass in Bangladesch noch viel Wissen über die geistigen Kräfte in den Menschen steckte. Und natürlich würden Raphael und Michael das eines Tages näher erklären müssen. Aber zunächst hatten alle erkannt, dass sie ihnen zu Hilfe geeilt waren.

Und wie es in Wien weitergeht und wie das Treffen mit dem Textilfabrikanten verlaufen wird, erfahrt ihr morgen. Ich wünsche Euch allen eine wunderbare gute Nacht und schöne Träume!

Manou

Die Erdenreise Teil 14

Oben als Video, unten zum Lesen 🙂 Ich wünsche viel Vergnügen!

Als der Morgen kam, waren alle schon sehr früh auf den Beinen. Es war zu aufregend, um lange zu schlafen. Klara lud alle zu Kaffee und Broten ein. Mit so einem Einstieg konnte ein arbeitsreicher Tag beginnen. Martin und Hannes besprachen schon während dem Frühstück, wie sie heute vorgehen wollten. Hannes hatte schon mit dem Sender telefoniert und erhielt eine Menge E-Mails mit Informationen. „Die Anrufe können bislang in drei Gruppen aufgeteilt werden. Da sind zum einen Menschen, die selbst Ideen haben, dann gibt es Menschen, die finanziell die Ideen der anderen unterstützen wollen und es gibt welche, die gerne mitarbeiten möchten. Alle drei Gruppen können wir sehr gut brauchen. Ich hätte mir gedacht, dass wir hier auch drei Gruppen bilden und heute gleich damit beginnen, Interviews mit den Menschen zu führen. Alle weiteren Anfragen laufen im Sender ein.“

Martin nickte und schaute zu Klara. „Könntest Du Dir vorstellen, auch eine der Gruppen zu betreuen. Du bekommst zwei Engel dazu“, frage er sie. Klara nickte begeistert. Natürlich könnte ich mir das vorstellen. Ich bin schon ganz aufgeregt. Das ist endlich etwas, das ich gut kann. Am liebsten würde ich die Gruppe der Investoren betreuen. Als mein Mann noch lebte, waren wir viel in der Wiener Gesellschaft unterwegs und ich kenne die Gepflogenheiten und auch die Möglichkeiten vieler Menschen gut. Ich habe fünfzehn Jahre lang Wohltätigkeitsveranstaltungen geleitet und ich weiß, was die Menschen lockermachen können, wenn sie von etwas überzeugt sind. Ich denke, es geht darum, herauszufinden, in welche Art von Projekt sie gerne investieren wollen und dann zu schauen, dass sie so viel wie möglich geben.“

„Besser kann man das nicht zusammenfassen“, sagte Hannes bewundernd. „Ich wusste gar nicht, dass wir so ein Talent in der Gruppe haben. Das ist großartig. Wer von den Engeln möchte dieser Gruppe beiwohnen. Michael und Gabriel erklärten sich sofort bereit. „Ich glaube, wir sind da gut aufgehoben. Gabriel als führender Engel der Weihnachtszeit und ich als Zeitgeist“, sagte Michael. Alle nickten zufrieden. „Ich würde gerne die Gruppe der Menschen betreuen, die mitarbeiten wollen“, sagte Martin. „Und am liebsten wäre es mir, wenn ich dazu Theo und Luisa bekommen könnte.“ „Gut, dann werden Phanuel, Uriel, Raphael und ich die Gruppe der Menschen betreuen, die selbst Ideen haben. Ich denke, das ist eine perfekte Aufteilung. Sind alle einverstanden?“

Er blickte fragend in die Runde. Alle nickten. Hannes dachte nach. „Ich finde, um Zeit zu sparen, sollten wir die Vorgespräche online führen und dann jeden Tag die interessantesten Kontakte ins Werkstatt-Studio einladen. Ich glaube, es ist am besten, wenn wir die Vorgespräche im Sender führen. Dort haben wir genügend Räume und auch die notwendige technische Ausstattung dazu. Außerdem sind wir in der Nähe der Telefonzentrale und können sofort reagieren, wenn etwas ganz Wichtiges reinkommt. Und am Abend laden wir drei Gäste ein und kommen hierher für die Live-Sendung. Das ist doch das bessere Ambiente hier.“ Martin, Klara und die Engel waren begeistert. Das war ja großartig. Genauso würden sie es machen. „Klara, wäre es für Dich in Ordnung, wenn ich heute noch ein paar Leute aus der Requisite vorbeischicke, die es ein wenig weihnachtlich machen und vielleicht auch die Schlafplätze ein wenig umgestalten, damit wir eine tolle Atmosphäre haben?“ Klara fand die Idee großartig. „Oh ja, ich würde mich freuen, wenn die Werkstatt geschmückt wird.“ Hannes nickte. „Gut, dann leite ich das ebenfalls in die Wege. Dann würde ich vorschlagen, ich lasse Autos kommen, die uns rasch ins Studio bringen.“

Wenig später saßen alle drei Gruppen in jeweils einem Raum vor einem großen Monitor. Die Angestellten des Senders achteten darauf, dass alles reibungslos funktionierte und jede Gruppe konnte beginnen, mit jemandem zu sprechen.

Das Team des Senders leistete hervorragende Arbeit. Die Gruppen hatten die Gelegenheit mit vielen Menschen zu sprechen und machten sich dabei Notizen. Sie hatten vereinbart, dass sie bis 15.00 Uhr durcharbeiten und sich dann in der Kantine zur Besprechung treffen würden.

Es war kaum zu glauben, wie schnell die Zeit bis 15.00 Uhr vorbei war. Alle kamen mit roten Ohren und Wangen und glänzenden Augen in die Kantine. Hannes ergriff das Wort. „Die Gruppe von Klara, Gabriel und Michael hatte sieben Investorengespräche, die Gruppe von Martin, Luisa und Theo hatte fünfzehn Gespräche mit potentiellen Mitarbeitern und Helfern und Phanuel, Uriel, Raphael und ich hatten elf Gespräche mit Menschen, die eine Idee haben. Ich denke, wir schaffen es nicht, alle Ideen und Möglichkeiten jetzt zu besprechen, daher sollten wir uns die, die wir für heute am Wichtigsten halten, auswählen.“

Die Gruppen berieten sich noch einmal kurz und entschieden sich, die Ergebnisse zusammenzufassen. Klara startete mit ihrer Zusammenfassung. „Der wichtigste Investor heute war ein Textilfabrikant aus Bangladesch, der die Idee von Mongila aufgreifen möchte und mit ihr zusammen ein riesiges Textilimperium aufbauen möchte, indem sowohl Frauen als auch Männer arbeiten und in der Umgebung wohnen. Er stellt sich vor, dass die Familien ihre Kinder mitbringen und dass diese dort betreut werden und zur Schule gehen und sogar die Mittagspause mit ihren Eltern oder Elternteilen verbringen. Er hat das Geld dafür, das aufzubauen und würde sich am liebsten gleich mit Mongila und den Frauen im Dorf besprechen. Ich habe ihn wegen heute Abend gefragt, er wäre bereit. Wir müssten nur wieder eine Live-Schaltung nach Bangladesch machen.“

Alle waren begeistert. „Hat er erwähnt, wie viele Arbeitsplätze er auf diesem Weg schaffen könnte?“, fragte Hannes. Klara nickte. „Ja, das habe ich ihn auch gefragt, und er könnte sich vorstellen, im ersten Schritt dreitausend Menschen zu beschäftigen. Übrigens soll es dann auch gleich eine medizinische Versorgung vor Ort geben. Und ja, wo wir bei medizinischer Versorgung sind. Ein Ehepaar war heute auch da und würde gerne viel Geld spenden für ein alternatives Krankenhaus, in dem Menschen so gut betreut werden, dass sie auch wirklich gesund werden können.“

Als Klara dies erwähnte, fiel ihr Hannes ins Wort: „Na das trifft sich gut. Ich hatte einen ehemaligen Krankenhausmanager, der schon lange die Idee hat, ein alternatives Krankenhaus zu bauen, dem aber die finanziellen Mittel dafür fehlen. Er hat so sehr die Schnauze voll von der menschenunwürdigen Medizin, dass er nur noch davon träumt. Er hat alle Kenntnisse, die man braucht, um ein Krankenhaus aufzubauen und zu betreiben. Das ist ja großartig! Die drei müssen wir unbedingt zusammenbringen.“

„Wow! Martin staunte nicht schlecht. „Ich hatte mehrere Firmen und auch Privatmenschen, die Arbeitskräfte und Material für verschiedenste Projekte zur Verfügung stellen würden. Unter anderem war eine Baufirma dabei, die beides zur Verfügung stellen würden, wenn wir etwas bauen wollen.“

„Gut! Bitte laden wir das Ehepaar, dass ein Krankenhaus finanzieren möchte, den Krankenhausmanager und den Chef dieser Baufirma heute ein. Das ist ein fulminanter Auftakt und genau in der Größenordnung, die wir für den Anfang brauchen. Ich kläre mit den Kollegen in Bangladesch ab, wie wir den Textilfabrikanten und Mongila zusammenbringen und eine Live-Schaltung aufbauen können. Wäre es möglich, dass sich vielleicht zwei von euch Engeln wieder nach Bangladesch beamen?“ Luisa und Theo hielten sich den Bauch vor Lachen. Kaum kannte man sich zwei Tage, war es fast normal, dass Engel herumbeamen können.

Michael nickte. „Ich werde mit Luisa und Theo nach Bangladesch reisen und die anderen Erzengel bleiben bei euch“, sagte er.

„Aber zuerst werden wir noch etwas essen. Das wird noch ein langer Tag. Und dann machen wir uns an die Arbeit, damit wir die Herrschaften heute Abend alle dort haben, wo wir sie brauchen“, sagte Hannes.

Und er fügte noch hinz: „Wir werden vermutlich Verstärkung brauchen, um all die Ideen anzuhören, durchzudenken, und zu vernetzen, die jetzt jeden Tag hereinkommen. Das werden wir kaum alleine schaffen. Aber von meinem Team kann ich niemanden mehr abstellen. Hat von euch jemand eine Idee, wer uns dabei behilflich sein kann?“

Alle dachten kurz nach. „Ich habe eine Idee!“, sagte Klara. „Aber ich möchte noch nicht zu viel verraten. Ich muss das erst noch abklären.“

So, und morgen werden wir erleben, wie der erste Abend mit den Fernsehgästen verläuft und wen Klara zur Verstärkung einladen möchte.

Ich wünsche Euch allen eine wunderbare gute Nacht und einen erholsamen Schlaf!

Manou

Die Erdenreise Teil 13

Unten zum Lesen und oben als Video 🙂 Viel Freude damit!

Kurz nach der Sendung trafen sich alle wieder in Klaras, bzw. jetzt war es ja Martins, Werkstatt. Luisa und die beiden Erzengel Gabriel und Michael hatten sich von Mongila verabschiedet und ihr versprochen, dass sie in den nächsten Tagen wiederkommen würden um ihr zu berichten, wie die Sache weitergegangen ist. Hannes war ganz aus dem Häuschen. Er hatte vermutet, dass dies ein großer Erfolg werden würde. Doch er merkte bereits jetzt, dass sie eine Lawine ins Rollen gebracht hatten. Martin und Klara hatten einen phantastischen Auftritt hingelegt und die Menschen da draußen vor dem Fernseher schienen sie zu Tausenden ins Herz geschlossen zu haben.

Hannes entschied, dass mehrere seiner Mitarbeiter ab sofort nur noch die schnell improvisierte Telefonzentrale betreuen würden. Dort würde zunächst einmal alles, was hereinkam vorgefiltert werden. Mit den Kollegen in Bangladesch hatte er besprochen, dass auch deren Anrufer nach Wien umgeleitet werden sollten. Sie würden morgen schon damit beginnen, die Anrufe nach Inhalt zu sortieren.

Das Filmteam war bestens gelaunt und wollte gerade die Beleuchtung und die Tonanlage abbauen, als Hannes eine Idee hatte. „Wie wäre es“, fragte er zu Martin und Klara gewandt, „…wenn wir hier das Studio belassen und auch die Auswahlgespräche live übertragen würden. Dann würden wir z.B. jeden Abend zwei Stunden Sendezeit einplanen und mit den interessantesten Kandidaten direkt und live plaudern. Was haltet ihr davon?“ Martin und Klara fanden die Idee super. Auch die Engel waren Feuer und Flamme. Das würde sicher noch viel mehr Menschen motivieren, sich bei ihnen zu melden.

„Meine Lieben, das war eine tolle Aktion heute Abend“, sagte Michael und nickte begeistert und wohlwollend zu Martin, Klara und den Jung-Engeln Theo und Luisa. „Vor allen Dingen hat mich beeindruckt, welche tolle Vorarbeit ihr geleistet habt. Obwohl ihr nur zu zweit ein paar Tage in der Menschen-Welt wart, habt ihr mit Marin,  Klara, Mongila und den Menschen aus Bonnotola so wunderbare Partner gefunden. Ohne diese Partner und Partnerinnen, und somit auch ohne eure Vorarbeit, hätte dieses Event heute nicht stattfinden können. Dafür möchte ich euch beiden von Herzen danken.“ Theo und Luisa standen wie vom Donner gerührt. Erzengel Michael hatte sie gerade vor allen Anwesenden gelobt. Auch wenn Michael hier in der Menschen-Welt fast wie ein normaler Mann wirkte, so wusste niemand besser als die beiden, welch großes Wesen er doch war.

„Danke“, sagten sie nur und schauten betreten auf ihre Füße. Sie freuten sich, aber sie wollten nicht stolz oder eingebildet erscheinen. Aber Michael fuhr bereits fort: „Und dir Hannes und deinem ganzen Team möchte ich von Herzen danken. Jetzt schäme ich mich fast dafür, wie stümperhaft wir gestern noch versucht haben, Einfluss auf die Herzen der Menschen zu nehmen. Eure wunderbaren technischen Möglichkeiten hatten wir dabei überhaupt nicht auf dem Schirm. Ohne dich wäre das alles überhaupt nicht möglich gewesen.“ Auch Hannes fühlte sich riesig geehrt. Wer wird schon von einem Erzengel gelobt?

„Und was mich sehr beeindruckt hat“, sprach Michael weiter, „…war, wie vernetzt du bist. In welcher Geschwindigkeit du so ein beeindruckendes Spektakel organisieren kannst, weil du so viele Kontakt über die ganze Welt hast.“ Michael schaute nach diesen Worten eine Weile stumm an die Wand und alle wussten, dass er wohl gerade nachdachte. „Wisst ihr, ich glaube, das ist die Lösung für das Problem der Menschen. Sie müssen alle genauso vernetzt sein, wie Hannes das ist. Dann ist keiner alleine und in Windeseile können Dinge aus dem Boden gestampft werden, die man vorher kaum denken konnte. Also ich hätte mir das alles heute Morgen, als wir in der U-Bahn-Passage aufgewacht sind, noch nicht vorstellen können.“

Nun wurden alle ein wenig ruhiger. Die große Aufregung hatte sich gelegt. Das Filmteam ließ alles stehen und liegen und machte sich auf den Weg in den wohlverdienten Feierabend. „Ich möchte ja nicht unverschämt sein“, sagte Luisa. Alle schauten sie überrascht an. „Ich habe schrecklichen Hunger“, sagte sie. Und in diesem Moment merkten sie, dass sie alle Hunger hatten. „Wie wäre es, wenn ich uns allen Pizza bestelle?“, fragte Martin. Dann hielt er kurz inne und wirkte bedrückt. „Ich habe aber leider noch keine Einnahmen gehabt, sonst würde ich euch jetzt alle gerne einladen. Das ist mir nun sehr peinlich. Ich war gerade in so einer Euphorie, dass ich ganz vergessen habe, dass ich ja immer noch ein obdachloser Bettler bin.“

Sofort startete ein Stimmentumult. Phanuel machte sich energisch bemerkbar. „So, nun möchte ich dazu etwas sagen: Es ist das Beste, Martin, was dir passieren kann, dass Du vergisst, dass du eigentlich kein Geld hast. Weil das mit dem heutigen Tag auch ganz sicher Geschichte ist. Es gibt so viel zu tun und es existieren sicher Möglichkeiten, dass du dafür entsprechend entlohnt wirst. Ich freue mich sehr, dass du dich gedanklich schon aus deiner misslichen Lage befreit hast. Hier ist genügend Geld. Das übergebe ich dir jetzt. Bitte sorge dafür, dass wir zumindest einmal am Tag alle etwas zu essen bekommen. Wir haben so viel zu tun, wir vergessen das sonst. Zumal wir Engel auch gar nicht gewohnt sind zu essen.“ Mit diesen Worten übergab Phanuel Martin ein ganzes Bündel Scheine.

Martin zögerte zunächst und nahm das Geld dann aber doch an. Es fühlte sich plötzlich richtig an, wieder Geld in der Tasche zu haben. Klara meldete sich nun auch zu Wort: „Ich versorge uns tagsüber mit Tee und Keksen und das Abendessen organisiert Martin.“ Alle stimmten hoch erfreut zu.

Martin bestellte Pizza und die Engel trugen noch eine Menge Matratzen und Decken aus Klaras Wohnung in die Werkstatt und richteten sich ein Schlaflager ein. Martin hatte sie eingeladen, doch gleich bei ihm zu schlafen. Sie hatten gerne angenommen, weil sie dadurch am wenigsten Zeit verlieren würden. Sie könnten einfach schlafen und dann gleich weiterarbeiten. Es gab wahnsinnig viel zu planen und zu tun.

Die Pizza kam sehr schnell, und noch während sie kauten, merkten sie alle, dass ihnen die Augen schon zufallen wollten. Bis hierher hatten sie gar nicht bemerkt, wie schrecklich müde sie waren. Aber sie plauderten noch eine ganze Weile. Martin wollte alles über Mongila wissen und Klara saß schweigend und mit leuchtenden Augen zwischen ihnen. „Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie glücklich mich das alles macht“, sagte sie und in ihren Augen glitzerten Tränen. „Ich war so viele Jahr so schrecklich einsam und habe oft nur darauf gewartet, auch endlich sterben zu dürfen um wieder bei meinem Mann und meinem Sohn sein zu können. Alles hier erschien mir sinnlos.

Und innerhalb dieser wenigen Tage durfte ich erleben, wie es ist, wenn man morgens fröhlich erwacht und wenn der Tag so turbulent ist, dass man gar nicht bemerkt, wie die Zeit vergeht. Bis dahin erschienen mit die Tage oft endlos und schrecklich öde und einsam. Und nun sitze ich müde und froh mit Menschen und Engeln in dieser Werkstatt und kann mein Glück kaum fassen.“ Theo lehnte sich an Klara und drückte sie ein wenig. Er hatte sie schon sehr ins Herz geschlossen und freute sich riesig mit ihr. „Klara, ohne dich und dein großes Herz wären wir jetzt alle nicht hier. Du hast dies erst ermöglicht und ich bin dir unendlich dankbar“, sagte Martin.

Plötzlich hörten sie ein seltsames Geräusch aus der Ecke hinter dem Ofen. Als sie sich vorsichtig näherten, fanden sie Hannes, der einfach eingeschlafen war und leise vor sich hin schnarchte. „Ich vermute, Hannes wird heute auch hier schlafen“, sagte Martin und deckte ihn zu.

Klara stand auf und wünschte allen eine gute Nacht. Martin und die Engel legten sich auch nieder. Ein wenig redeten sie noch, aber nach und nach schliefen sie alle ein. Morgen würden sie wieder einen anstrengenden Tag haben. Sie mussten ausgeruht sein.

Und was nun als nächstes auf dem Programm steht, erfahrt ihr morgen.

Ich wünsche euch allen eine wunderbare gute Nacht und schlaft schön!

Manou

Die Erdenreise Teil 12

Unten zum Lesen, oben als Video

Während sie die Werkstatt vorbereiteten, erzählte Luisa Hannes die Geschichte von Mongila in Bangladesch. Hannes wurde ganz aufgeregt. „Ihr habt so ein Projekt auch in Bangladesch gestartet?“, fragte er. „Wie weit ist diese Frau mit den Vorbereitungen?“, fragte er. „Das weiß ich nicht. Aber vielleicht können die Erzengel dies in Erfahrung bringen“, sagte Luisa. Für diese war das kein Problem, schließlich hatten sie oben in der Engel-Welt ja die großen Engel, die den Überblick bewahrten.

Gabriel erklärte sich bereit, dies augenblicklich in Erfahrung zu bringen. Kurze Zeit später kam er zurück und sagte, dass Mongila und ihre Kolleginnen schon die ersten Materialen erhalten, und sieben Frauen des Dorfes bereits aus den Fabriken zurückgeholt hatten. „Oh Mann! Der absolute Hammer wäre, wenn wir von zwei Orten aus berichten könnten. Aber bis ihr ein Flugzeug nach Bangladesch habt, vergehen Tage.“ Hannes dachte angestrengt nach. Da mischte sich Phanuel ein: „Wir brauchen kein Flugzeug. Es wäre leicht möglich, dass einer der beiden Jung-Engel und zwei von uns in wenigen Minuten in Bangladesch sein können…“ Nun schaute Hannes ungläubig. „Okay…wie geht das?“ Phanuel zuckte die Schultern. „Das darfst du uns überlassen. Ich sage nur, dass es geht.“ Hannes zog sein Telefon aus der Tasche. „Wo genau in Bangladesch ist das?“ „Das Dorf heißt Bonnotola“, sagte Luisa.

Hannes rief im Sender an und beauftragte eine Mitarbeiterin damit, ein Filmteam in Bangladesch zu organisieren. Nach einigen Telefonaten war geklärt, dass innerhalb der nächsten zwei Stunden auch in Bonnotola ein Filmset aufgebaut werden könne. „Okay, wer von euch geht jetzt nach Bangladesch?“, fragte Hannes. Die Erzengel berieten sich kurz und entschieden, dass Luisa, begleitet von Gabriel und Michael nach Bangladesch reisen sollte. Theo würde hierbleiben, um beim Interview mit Martin und Klara mitzuwirken. Phanuel organisierte die Abreise der drei Engel nach Bangladesch. Sie mussten sich beeilen, schließlich wusste Mongila noch von gar nichts, und es wäre besser, wenn die Engel vor dem Filmteam eintreffen würden.

Auch wenn Hannes sehr neugierig war und gerne gesehen hätte, wie die Engel reisten, erlaubten die Erzengel nicht, dass er zuschaute, wenn die drei sich auf die Reise machten. Kurze Zeit später kehrte Phanuel zurück. Die drei waren weg. Hannes rieb sich nur noch das Kinn. Das war das Aufregendste, was er jemals erlebt hatte. Immer wieder klopfte er Martin auf die Schulter.

Es dauerte nicht lange, bis das ganze Filmteam eintraf. Klara hatte vorne die große Toreinfahrt geöffnet, sodass sie mit dem Transporter direkt vor die Werkstatt fahren konnten. Martin bewunderte Hannes, wie er souverän die Mitarbeiter dirigierte, sodass innerhalb kürzester Zeit ein richtiges Filmset entstand. Noch einmal besprachen sie die Details und dann ging es auch schon los. Immer wieder telefonierte Hannes mit seinen Mitarbeitern, weil sie planten, zwischendurch live nach Bangladesch zu schalten.

Hannes entschied, dass sie zunächst einen Probedurchgang in der Werkstatt machten und dann live übertragen würden. Dazwischen klärte er mit den Mitarbeitern im Sender, welche Sendungen wie und wohin verschoben werden mussten. Diese begannen auch sogleich, die geplante Sondersendung anzukündigen. Hannes war ganz in seinem Element.

Martin und Klara hingegen waren schrecklich nervös. Klara knetete ein Taschentuch in ihren Händen. Sie war einerseits erfreut, über die viele Abwechslung, aber sie war noch nie vor einer Kamera gestanden und hatte schrecklich Angst, etwas Falsches zu sagen oder zu tun.

Martin versuchte, sich an die Zeit zu erinnern, in der er es gewohnt war, vor vielen Menschen zu sprechen. Er holte sich ganz bewusst alle Erfolge der damaligen Zeit ins Gedächtnis. Doch das linderte seine Aufregung nur wenig. Er war nicht mehr der Martin von damals. Die Zeit auf der Straße hatte sein Selbstbewusstsein schrumpfen lassen und die fehlenden Schneidezähne machten es nicht einfacher. Aber seine Rolle war ja nun auch die, des geretteten Obdachlosen. Er durfte aussehen, wie er aussah.

Luisa, Michael und Gabriel kamen nur wenige hundert Meter vor dem Dorf Bonnotola an. Rasch gingen sie zu Mongilas Haus. Mongila erkannte Luisa schon von Weitem und rannte ihr fast entgegen. „Luisa, wie schön, dich zu sehen. Ich will dir zeigen, was wir in den paar Tagen schon geschaffen haben“, sagte sie atemlos und schaute dann erst zu Gabriel und Michael. Diese begrüßten sie herzlich. Sie spürten auch bei Mongila diese besondere Kraft, die sie schon bei Martin erkannt hatten. Mongila bog nicht zu ihrer Hütte ab, wie Luisa es vermutet hatte, sondern sie führte sie mitten ins Dorf und zeigte ihnen ein größeres Gebäude, das vorher noch nicht dort gestanden hatte. „Das haben die Männer des Dorfes für uns gebaut. Es ist zwar sehr einfach, aber es genügt. Das ist jetzt unsere kleine Fabrik hier im Dorf. Jede Frau hat hier einen Arbeitsplatz, sodass wir uns auch gegenseitig helfen können. Und dort drüben werden wir ein weiteres Haus bauen, als Schule für die Kinder.“ Mongila platzte fast vor Begeisterung und Stolz. Luisa konnte nicht anders, als sie einmal fest in den Arm zu nehmen. Wie wunderbar, dass sie sich so einsetzte! Mit ihr hatten sie einen großen Glücksgriff gemacht.

Mongila musste Tag und Nacht gearbeitet haben, denn alles war perfekt geplant und vorbereitet. Einige Maschinen und Materialien fehlten noch, aber sie hatten alles, was im Dorf vorhanden oder bereits geliefert war, in dieses neue Gebäude gebracht. Kaum hatten sie alles gesehen, entstand ein Tumult im Dorf. Mongila lief um zu schauen, und Luisa lief neben ihr her, um ihr zu sagen, dass sie ein Filmteam erwarteten. Und tatsächlich, dieses traf auch bereits ein. Luisa erklärte Mongila, was sie planten und dass sie heute Abend live im Fernsehen sein würde. Mongila fiel vor Schreck fast um. „Kannst du den anderen Frauen Bescheid geben, damit wir die Geschichte live erzählen können?“, fragte Luisa. „Natürlich! Die meisten sind sowieso gleich wieder da. Sie sind nur rasch nach Hause gegangen, um mit ihren Kindern zu Abend zu essen. Wir arbeiten hier fast rund um die Uhr. Aber wir sind so glücklich wie noch nie“, sagte Mongila und strahlte dabei.

Mittlerweile waren auch ihre Kinder eingetroffen und hängten sich bei Luisa ein. Gabriel und Michael staunten. Wie großartig Luisa das alles machte! Es erschien ihnen fast, als hätte sie ewige Zeiten hier verbracht, dabei waren es nur zwei Tage gewesen.

Auch in Bonnotola war das Filmteam höchst professionell. Sie entschieden sich, direkt bei der kleinen, neu erbauten Dorf-Fabrik zu filmen. Mongila ließ es sich nicht nehmen, rasch nach Hause zu laufen und ihre schönsten, farbenprächtigen Kleider anzulegen. Die anderen Frauen taten es ihr nach. Indessen baute das Filmteam alles auf, was sie brauchten. Einer der Männer gab Luisa das Telefon. Hannes war dran. „Alles okay bei euch?“, fragte er. „Alles okay und noch viel mehr“, antwortete Luisa und lächelte. Sie klärten rasch den Ablauf. Hannes hatte es tatsächlich geschafft, dass die Live-Sendung aus Wien und Bonnotola auch in Bangladesch live ausgestrahlt werden würde. Das war großartig!

Gabriel und Michael ließen sich von den anderen Frauen, die mittlerweile festlich gekleidet zurückgekehrt waren, erklären, wie dieses Projekt ihr ganzes Leben verändert hatte. Sie erfuhren nun aus erster Hand, was die beiden Jung-Engel in so kurzer Zeit erreicht hatten. Und sie waren mächtig stolz auf Theo und Luisa. Was für tüchtige Engel sie doch waren!

Und dann ging es auch schon los. Offenbar hatte die Übertragung aus Wien auch schon begonnen. Hier in Bonnotola hatten sie keine Zeit gehabt zu proben, aber sie würden das schon schaffen. Das Filmteam zeigte ihnen, wie und wo sie sich aufstellen sollten, sodass die Zuschauer möglichst viel Atmosphäre erleben konnten.  

Die ganze Übertragung lief fast eineinhalb Stunden. Zuerst erzählte Martin in kurzen Sätzen seine Geschichte als Obdachloser. Er schilderte die Nächte auf der Straße, erzählte von der Kälte und der Gewalt, die er erlebt hatte und wie plötzlich Luisa, Theo und Klara in sein Leben getreten waren.

Er schilderte auch, was er nun vorhatte und wie er die Wagen für die Menschen auf der Straße bauen würde. Klara erzählte, wie einsam sie zuvor gewesen war und wie Theo, Luisa und Martin ihrem Leben eine völlig neue Richtung und neuen Sinn gegeben hatten.

Danach schalteten sie direkt nach Bangladesch, wo Mongila ihre Geschichte erzählte. Wie sie ihre Kinder verlassen musste, um in der Fabrik, weit von ihrem Zuhause entfernt, zu arbeiten. Wie sie jeden Tag geweint und sich um ihre Kinder gesorgt hatte. Und sie erzählte, wie sich ihr Leben verändert hatte, seit Luisa und Theo aufgetaucht waren. Die Filmteams machten eine gute Arbeit und fingen an beiden Orten die Atmosphäre der Hoffnung und Geschäftigkeit ein.

Noch während die Sendung lief, erhielt Hannes die Informationen, dass im Sender bereits jetzt schon die Telefone heiß liefen. Er telefonierte, sprach, moderierte, rief die Menschen auf, jetzt auf der Stelle ihre Ideen mitzuteilen um damit das größte Weihnachtswunder aller Zeiten zu initiieren. Und er wusste bereits jetzt, dass sie einen riesigen Erfolg haben würden.

Auch im Sender in Bangladesch liefen die Telefone heiß. Von überall auf der ganzen Welt kamen Anrufe herein und er wusste bereits jetzt, dass arbeitsreiche Wochen vor ihnen lagen. Aber was tat man nicht alles, um die Welt zu retten!

Und wie es weitergeht erfahrt Ihr morgen!

Ich wünsche Euch allen eine gute Nacht! Schlaft gut und drückt die Daumen, dass wir in diesem Jahr das größte Weihnachtswunder aller Zeiten erleben werden!

Manou

Die Erdenreise Teil 11

Unten zum Lesen, oben als Video

Klara war absolut entzückt, sieben Engel in ihrem Wohnzimmer zu bewirten. Immer wieder und wieder mussten sie ihr erzählen, wie es in der Engel-Welt ist und sie bat auch noch mehrmals darum, dass die Erzengel den Lichtschein erstrahlen ließen. Dabei klatschte sie in die Hände und freute sich einfach. Sie wusste, dass sie das niemandem erzählen konnte. Diese Geschichte würde ihr kein Mensch glauben. Umso mehr freute sie sich über die Gesellschaft von Martin. Sie würde jeden Tag mit ihm über dieses himmlische Erlebnis sprechen können.

Indessen ging Martin in der Werkstatt auf und ab. Es war ihm vollkommen klar, dass sie einen Fernsehsender brauchen würden, der diese Botschaft ausstrahlte. Martin erinnerte sich an seinen Freund Hannes, der einen eigenen Sender hatte. Dummerweise hatte er sich von all seinen Freunden zurückgezogen und alle Brücken abgebrochen, als er beschloss, auf der Straße zu leben.  Aber soweit er sich erinnern konnte, hatte Hannes immer schon ein großes Interesse für solche übersinnlichen Themen gehabt. Das war ja sogar der Grund, warum er damals diesen Sender ins Leben rief. Er wollte diese Art von Geschichten in der Welt verbreiten. Doch Martin war sich unsicher, ob Hannes überhaupt noch mit ihm sprechen wollte. So lange hatte er nichts von sich hören lassen. Aber er musste es versuchen. Hannes hätte das große Publikum, das sie nun brauchten. So wie die Engel das versucht hatten, war es doch ein wenig „old school“. Sie brauchten innovativere Methoden. Und wie das medial umzusetzen wäre, das würde Hannes wissen.

Martin fasste sich ein Herz und suchte die Telefonnummer von Hannes aus seinem Handy. Dabei fiel ihm ein, dass Hannes ihn damals, vor Jahren, noch mehrmals versucht hatte zu erreichen. Aber er hatte weder abgenommen noch hatte er zurückgerufen. Zu tief saß damals die Scham und die Enttäuschung über seine geplatzte Karriere als Vortragsredner. Er wollte nur noch weg.

Das Telefon läutete bereits. Martin war mehrmals versucht einfach wieder aufzulegen, aber es ging heute nicht um ihn, sondern um das Anliegen dieser Engel. Nach dem fünften Läuten hob Hannes ab. „Ich kann nicht glauben, dass du mich anrufst, Martin Körner“, erklang es am anderen Ende. Martin zuckte innerlich zusammen. Sehr freundlich klang das nicht. „Hannes, es tut mir leid. Aber ich muss dir etwas sehr Wichtiges erzählen…“, wollte Martin das Gespräch beginnen. „Moment mal!“, herrschte ihn Hannes an. „Ich glaube einfach nicht, dass du anrufst und mir etwas erzählen willst, als hätten wir uns vorgestern das letzte Mal gesehen.“ Martin schwieg einen Moment, dann sagte er: „Was muss ich tun, damit du mir zuhörst? Es ist wichtig und es geht nicht um mich.“ Nun schwieg Hannes. „Martin, wenn ich mit dir sprechen soll, muss ich dich sehen. Es ist viel Zeit vergangen und wir waren enge Freunde. Das kann ich jetzt nicht einfach vom Tisch wischen. Bevor ich mir deine Geschichte anhöre, möchte ich wissen, was mit dir geschehen ist. Bist du in Wien?“

Martin konnte Hannes natürlich verstehen. Es war wirklich schlimm gewesen, dass er sich nie bei ihm gemeldet hatte und er hatte oft an Hannes gedacht. Aber je tiefer er in den Sumpf der Obdachlosigkeit gerutscht war, umso weniger hatte er den Mut gehabt, sich zu melden. Aber nun gab er Hannes seine Adresse und Hannes versprach, in einer halben Stunde bei ihm zu sein.

Martin ging weiter nervös auf und ab. Eigentlich hatte Hannes ihm nun einen großen Gefallen getan, denn es war wesentlich einfacher alles zu erklären, wenn er ihm die Engel sogar vorstellen konnte. Aber wie sollten sie die Botschaft verbreiten? Obwohl Martin wusste, dass das eigentlich die Aufgabe von Hannes war, so zermarterte er sich doch sein Gehirn, weil er gerne einen Vorschlag gemacht hätte. Aber es wollte ihm einfach nichts einfallen. Wenn sie die Geschichte nur erzählen würden, würden die Menschen zwar vermutlich begierig der Geschichte lauschen, aber es steckte kein Handlungsimpuls drinnen. Er musste auf Hannes warten. Er war ein schlauer Kopf.

Es dauerte tatsächlich nicht lange, bis Hannes eintraf. Zuerst schaute er Martin noch ein wenig grimmig an. Er war enttäuscht und hatte sich auch viele Sorgen um seinen Freund gemacht. Aber bald stellte sich wieder die alte Vertrautheit ein. Zu lange waren sie gemeinsam auf den großen Rednerbühnen der Welt gestanden, um dies jetzt alles zu vergessen. Sie waren Schicksalsgefährten. Martin musste Hannes erzählen, warum er sich niemals mehr gemeldet hatte und Hannes konnte ihn sogar verstehen. Das Speaker-Business war ein hartes Gewerbe. Wenn man da nicht mehr obenauf war, wurde man schnell fallen gelassen, wie eine heiße Kartoffel. Und Hannes musste sich auch selbst den Vorwurf machen, dass er damals mit sich und seinem Fernsehsender so beschäftigt war, dass er gar nicht bemerkt hatte, wie schlecht es Martin ging.

Aber die Option heute noch sieben echte Engel kennenlernen zu dürfen, sorgte bei Hannes für rote Wangen vor lauter Aufregung. Martin kannte diese roten Wangen und er wusste, dass Hannes vollkommen angebissen hatte. Er war der richtige Mann!

Hannes fasste alles noch einmal zusammen: „Also, du hast die beiden Jung-Engel kennengelernt und hast ihnen von deinem Traum erzählt, diese Handkarren für Obdachlose zu bauen. Dann haben diese Engel dafür gesorgt, dass Klara ins Spiel kam. Nun bist du glücklich, weil du hier wohnen und arbeiten kannst und Klara ist glücklich, weil sie nicht mehr alleine sind. Die Engel sind glücklich, weil sie einen ersten kleinen Erfolg haben, weil du auch andere Obdachlose ins Boot geholt hast und ihnen Arbeit geben wirst und weil ihr für die Kollegen und Kolleginnen auf der Straße diese Wagen bauen werdet, wo sie warm und sicher drin schlafen können. Das ist ja eine win-win-win-win-win Situation. Da gibt es ja nur Gewinner. Ich habe eine Idee!“ sagte er. „Aber zuerst möchte ich Klara und die Engel jetzt endlich kennenlernen.“

Gemeinsam gingen sie hinüber in Klaras Wohnung. Martin stellte Hannes vor und Klara sorgte auf der Stelle dafür, dass auch Hannes Tee und Kekse bekam. Martin spürte, dass Hannes die Erzengel und die beiden Jung-Engel heimlich und sehr ehrfürchtig musterte.

Als er die dampfende Tasse vor sich stehen hatte, begann Hannes seine Idee zu schildern: „Ich habe es so verstanden, dass ihr die Menschen dazu bringen möchtet, dass sie zu Lichtern der Liebe auf der Erde werden. Stimmt das?“, fragte er die Engel.

Phanuel antwortete: „Ja, das ist aber nicht alles. Wir brauchen diese Energie der Liebe, damit wir die gesamte Energie auf der Erde anheben können. Je höher die Menschen schwingen und je mehr sie sich auf das Gute, das Schöne und das Wahre konzentrieren, desto ungemütlicher wird es für die dunklen Mächte. Die können sich in einer hohen Schwingung nicht halten. Aber dazu muss noch sehr viel geschehen. Es müssen viele Menschen sich verändern und anfangen, ganz anders zu denken.“ Hannes nickte. „Ich verstehe“, sagte er.

„Besteht die Möglichkeit, dass ihr euch als Engel zu erkennen gebt?“, fragte er nach. Die Erzengel sahen sich an. „Eigentlich sollten wir im Verborgenen wirken, wenn es also möglich wäre, dass wir uns nicht zu erkennen geben, wäre es gut. Die Menschen sollen von sich aus handeln. Das ist viel besser“, sagte Phanuel. Hannes rieb sich das Kinn. Das war schade, denn natürlich würden sie für viel mehr Aufsehen sorgen können, wenn sich die Engel zu erkennen gäben.

Nach einer Weile fing Hannes an zu sprechen. „Okay, wir könnten einmal so beginnen: Wir machen eine Sondersendung, in der Martin und Klara von ihrem Zusammentreffen erzählen und dass sie von himmlischen Mächten zusammengeführt worden sind, weil diese im Moment bereit sind, Menschen ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen, wenn dieser Wunsch für viele Menschen zum Guten führen würde. Und wir könnten zu einer Art Wettbewerb einladen, indem die Menschen heute noch beginnen, ihre Ideen an den Sender zu schicken. Dann haben wir alle vermutlich in den nächsten Tagen eine Menge zu tun, um die Ideen zu sichten und könnten jeden Abend darüber berichten. Das wäre einmal ein Anfang. Und während das läuft, können wir uns überlegen, welche Ideen wir noch umsetzen werden. Die besten Ideen müsstet ihr dann unterstützen. Das können wir als eine Art Weihnachts-Challenge nach draußen senden. Was haltet ihr davon?“

Die Engel wirkten begeistert und Klara freute sich darüber, ins Fernsehen zu kommen. Hannes schaute auf die Uhr. Es ist jetzt 16.00 Uhr. Ich würde ein Kamerateam herbestellen und wir könnten um 21.00 Uhr schon damit auf Sendung gehen. Dann haben wir heute Nacht garantiert schon die ersten Einsendungen.

Martin war platt. Hannes war echt ein Mann der Tat. Er überlegte nicht erst lange, sondern handelte. Das wäre auf jeden Fall ein guter Anfang und vor allen Dingen würde gleich heute etwas geschehen. In den Menschen steckten sicherlich eine Menge guter Ideen.

„Okay, dann sollten wir hier nicht länger herumsitzen, sondern drüben die Werkstatt vorbereiten, damit die Beleuchter genügend Platz haben, um die Lampen aufzustellen. Und während wir das machen, denken wir über das Interview nach. Am besten frage ich euch beide“, sagte Hannes und zeigte auf Martin und Klara. „Und wenn wir zumindest die Jung-Engel dazu bekommen könnten, wäre es genial. Wir müssen ja jetzt im ersten Schritt noch nicht verraten, dass sie Engel sind. Es könnten ja auch engagierte Jugendliche sein“, fügte er noch hinzu.

Alle waren einverstanden und es entstand augenblicklich ein geschäftiges Treiben. Während Hannes telefonierte, eilten Martin, Klara und die Engel schon hinüber in die Werkstatt und begannen Platz zu schaffen.

So, und wie es weitergeht, erfahrt Ihr morgen Abend. Ich wünsche allen eine wunderschöne und gute Nacht!

Manou

Die Erdenreise Teil 10

Video oben und unten zum Lesen

Als Martin aufgehört hatte, über sein neues Leben zu schwärmen und Klara die Teetassen wieder einsammelte, um sie zurück in die Wohnung zu tragen, fasste Luisa sich ein Herz: „Martin, wir müssen etwas mit dir besprechen und vielleicht brauchen wir deine Hilfe“, sagte sie. Martin schaute erfreut auf. „Ihr könnt gerne ein paar Tage hier wohnen, wenn ihr keinen Schlafplatz habt“, sagte er sofort. Luisa und Theo lachten. Ja, das war Martin! Er dachte eben praktisch. „Darum geht es nicht, zumindest nicht in erster Linie“, sagte Luisa und fuhr fort: „Martin, bitte hör mir jetzt einfach bis zum Ende zu. Was ich dir zu sagen habe, wird für dich ein wenig…äh…seltsam klingen. Aber ich schwöre dir, jedes Wort ist wahr. Wir wollten zuerst niemanden einweihen, aber jetzt haben wir bemerkt, dass wir Hilfe brauchen.“

Martins Miene wurde etwas ernster. „Habt ihr eine Bank überfallen oder sowas. In kriminelle Dinger möchte ich echt nicht reingezogen werden. Ich habe mir all die Jahre auf der Straße nicht zuschulden kommen lassen.“ Seine Stimme klang aufgeregt und Luisa merkte, dass er richtig Angst hatte. Daher beeilte sie sich, ihn zu beruhigen. „Nein, nichts Kriminelles. Überhaupt nicht. Hör doch einfach bitte mal zu“, sagte sie.

Martin nickte und lehnte sich zurück. Luisa sah ihm an, dass es ihm immer noch unwohl war. Offenbar war er gewohnt, dass solche Gespräche in eine sehr unangenehme Richtung gehen können, und sie war sich auch nicht sicher, wie er auf das reagieren würde, was sie ihm jetzt zu sagen hatte. Sie musste es so kurz und einfach wie möglich machen. Theo und die Erzengel saßen schweigend da. Offensichtlich war das nun alleine ihr Job.

„Martin, wir sind keine Menschen“, begann Luisa und schaute, wie Martins Miene sich veränderte. Aber er blieb ruhig. Es machte den Anschein, als glaubte er ihr nicht – was ja auch kein Wunder war. Da er nichts sagte, sprach sie weiter: „Wir sind Engel, besser gesagt Theo und ich sind Jungengel. Und die fünf anderen Herren hier…“, dabei zeigte sie auf Gabriel, Michael, Raphael, Phanuel und Uriel „…sind Erzengel. Genauer gesagt, darf ich dir vorstellen Erzengel Gabriel, Erzengel Michael, Erzengel Raphael, Erzengel Phanuel und Erzengel Uriel.“ Prüfend schaute sie auf Martin und wartete, was er wohl sagen würde. „Okay Luisa, bitte erzähle mir die Weihnachtsgeschichte weiter. Spielt ihr irgendwo in einem Theater?“, fragte er. Und Luisa merkte, dass er offenbar dachte, das hier sei die Probe für ein Theaterstück.

„Nein, Martin. Das ist wahr. Wir sind Engel und wir sind für einige Zeit auf die Erde gekommen, um den Menschen zu helfen, damit sie sich nicht von den dunklen Mächten übernehmen lassen.“ Martin schaute immer noch sehr gelassen. „Habt ihr auch Popcorn dabei?“, fragte er und begann zu lachen. „Das ist die ulkigste Geschichte, die ich seit Langem gehört habe.“ Luisa schüttelte den Kopf, so langsam schien sie zu verzweifeln. In dem Moment stand Michael auf und ließ um sich herum einen hellen Strahlenkranz entstehen. „Dein Humor in Ehren Martin, aber Luisa sagt die Wahrheit und wir brauchen deine Hilfe. Es ist keine Zeit, sich über uns lustig zu machen.“ Seine Stimme klang richtig laut und polternd und während er sprach, schien er immer größer zu werden und sein Lichtschein wurde so hell, dass alle geblendet wegschauen mussten. Nun schien Martin verstanden zu haben.

Aber offenbar hatte es ihm auch die Sprache verschlagen. Er saß da und schaute mit offenem Mund zu Michael und immer wieder zu den anderen Erzengeln und dann wieder zu Theo und Luisa. Er wirkte wie im Schock. Michael setzte sich wieder hin. Aber Martin schwieg beharrlich. Luisa versuchte, ihn zu einer Reaktion zu bewegen, aber es schien, als ob er vollkommen abwesend war. „Was hast du mit ihm gemacht?“, fragte Luisa besorgt und setzte sich neben Martin und rüttelte ein wenig an seiner Schulter. „Nichts, eigentlich“, sagte Michael. „So reagieren die Menschen meistens auf Erzengel.“

Luisa kniff die Lippen zusammen. Das war ja eine schöne Bescherung. Zuerst glaubte er ihnen nicht und nun schien er wie weggetreten. „Los, Michael! Tu doch etwas. Das macht doch keinen Sinn, dass er hier ganz erstarrt sitzt.“ Michael stand noch einmal auf und ließ um sich herum nun ein violettes Licht entstehen, mit dem er Martin ganz einhüllte. Dieser begann nun langsam zu erwachen. „Wieso kannst du das eigentlich hier in der Menschenwelt?“, fragte Luisa. „Ich dachte, wir wären hier alle praktisch völlig wie die Menschen“, sagte sie. Michael schaute ein wenig betreten. „Ich habe auch ein paar magische Werkzeuge und manchmal wende ich die an. Das sollte ich zwar besser nicht tun, aber wir hätten noch Stunden reden müssen, um ihn zu überzeugen“, sagte er.

In diesem Moment hörten sie ein Geräusch an der Tür. Sie drehten sich alle um und sahen, dass Klara im Schatten der Tür stand. „Wie lange stehst du schon da, Klara?“, fragte Theo. Klara zitterte, somit wussten sie, dass sie alles mit angesehen und angehört haben musste. Also mussten sie sie wohl oder übel auch ins Vertrauen ziehen. Gabriel winkte ihr, näher zu kommen. „Na, dann komm schon her Klara. Wenn du sowieso alles gehört hast, brauchen wir auch nicht warten, bis du wieder gehst.“ Klara kam langsam näher. Sie schien mehr ehrfürchtig zu sein als ängstlich. Langsam ging sie auf Michael zu. „Du bist wirklich Erzengel Michael“, fragte sie. Und dann schaute sie zu den anderen. „Und ihr seid ebenfalls Erzengel…“ Dann wandte sie ihren Blick zu Luisa und Theo. „Ja, ihr beiden habt es ja eigentlich schon verraten, Luisa und Theo Engel“, sagte sie. Das war der Name, den die beiden ihr beim ersten Zusammentreffen genannt hatten.

Martin bewegte sich wieder. „Ich glaube, ich könnte jetzt einen Schnaps vertragen“, murmelte er vor sich hin. „Später hole ich eine für dich“, sagte Klara mütterlich. „Aber zuerst sollten wir uns anhören, was die Herrschaften uns zu sagen haben. Stell dir vor, Martin! Echte Engel in meiner Tischler-Werkstatt. Wenn das mein Mann und mein Sohn erleben könnten. Da würden ihnen die Münder offenstehen vor Staunen. Das ist die schönste Adventüberraschung, die ich jemals hatte. Darf ich mich dazusetzen?“

Die Engel nickten alle. Erst waren sie erschrocken, als sie Klara bemerkten, aber Klara schien wesentlich gewillter zu sein, ihnen zu glauben. Martin war offensichtlich auch froh, dass Klara nun bei ihnen war. Er schien sich in ihrer Gegenwart sicherer zu fühlen. „Okay, ich habe mich auch von meinem Schreck erholt. Aber ihr müsst verstehen, dass das sehr ungewöhnlich ist. Bisher dachte ich, Engel gibt es gar nicht. Ich dachte, ihr seid so etwas wie Fabelwesen.“ Nun lachten die Erzengel auf. „Ihr Menschen seid auch lustig. Wenn ihr euch mehr um das kümmern würdet, was es außer euch noch so gibt, müssten wir gar nicht kommen und euch zu Hilfe eilen“, sagte Phanuel ein wenig streng. Ihm ging das alles viel zu langsam und er hatte das Gefühl, dass die Menschen ein wenig schwer von Begriff waren. Aber er bemühte sich, geduldig zu bleiben. Vielleicht lohnte sich die Zeit ja, die sie jetzt damit verbrachten, die beiden in ihre Mission einzuweihen.

„Okay, ihr seid also hier, um uns Menschen zu helfen, damit wir nicht von den dunklen Mächten übernommen werden“, wiederholte Martin die Aussage von Luisa. „Genau!“ Luisa nickte. „Aber wir wissen nicht, wie wir es anstellen können, dass wir viele Menschen erreichen.“ Und sie schilderte ihm, wie sie zu ihm gefunden hatten und was sie gestern und über Nacht in der U-Bahn-Passage gemacht hatten. Martin hörte nun gebannt zu. „Uff! Das ist ja starker Tobak!“, rief er. „Aber ich habe es geahnt, dass mit euch etwas nicht stimmt und dass ihr irgendwie die Finger mit im Spiel hattet, dass plötzlich Klara auftauchte und sich bereit erklärte, dass ich hier nicht nur arbeiten, sondern auch wohnen darf.“

„Aber was kann ich jetzt für euch tun?“ Klara fuchtelte mit der Hand vor Martins Gesicht herum. „Bist du wirklich so schwer von Begriff?“, fragte sie und wirkte direkt ein wenig verärgert. „Du hast mir gestern erzählt, dass du die letzten Jahre als Vortragsredner unterwegs warst. Was könnte jetzt besser nützen, als jemand, der die Menschen in einem Vortrag überzeugen kann?“, sagte sie bestimmt. Martin begann zu lächeln. „Du hast recht Klara! Aber ich habe noch eine viel, viel bessere Idee, wie wir in kürzester Zeit eine wirklich große Menge Menschen erreichen können. Aber bevor ich darüber spreche, möchte ich erst noch ein wenig nachdenken. Könntest du unsere Besucher vielleicht mit zu dir hinübernehmen, damit ich einen Plan machen kann? Dazu brauche ich eine oder zwei Stunden ungestörte Zeit.“

Klara strahlte. „Natürlich kann ich fünf Erzengel und zwei Jung-Engel mit in meine Wohnung nehmen. Was für ein Glanz für meine alte Hütte!“ Aufgeregt stand sie auf und führte die sieben Engel hinüber zu ihrer Wohnung.

Indessen dachte Martin angestrengt darüber nach, wie er dafür sorgen könnte, dass die Botschaft der Engel möglichst schnell möglichst viele Menschen erreichen würde. Und er hatte auch schon eine Idee!


So, welche Idee Martin gerade ausheckt, erfahrt Ihr morgen Abend.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht und schlaft schön!

Manou

Die Erdenreise Teil 8

Der nächste Morgen war schnell da. Luisahim und Theorahel waren schrecklich aufgeregt. Immerhin würden sie heute gemeinsam mit den Erzengeln auf die Erde reisen. Luisahim war sich nicht sicher, ob sie sich mehr freute, oder ob sie mehr Angst hatte. Doch sie entschloss sich, dass die Freude überwog. Es war die aufregendste Vorweihnachtszeit, die sie jemals erlebt hatte. Theorahel stimmte ihr zu. Ja, das war es wohl wirklich. Sie hatten eine ganz besondere Mission und wollten diese gut erfüllen.

Die Erzengel standen schon beisammen als sie in die große Halle kamen. Offenbar hielten sie noch eine Besprechung ab. „Ah, da seid ihr ja“, sagte Phanuel, als er sie sah. „Wir haben noch ein paar Fragen an euch“ sagte Michael. Luisahim und Theorahel waren überrascht. Normalerweise hatten sie, die Jung-Engel, Fragen an die Erzengel, nicht umgekehrt. Aber es fühlte sich richtig gut an. „Wie ist das mit dem Essen? Wir werden ja essen müssen, wenn wir so lange als Menschen unterwegs sind“, sagte Michael. „Ja, das ist ganz lustig. Manche Dinge schmecken richtig süß im Mund und andere prickeln so seltsam. Dazu sagen die Menschen, dass es scharf sei. Manche Dinge sind auch ganz weich im Mund und andere sind eher krümelig und man muss sie gut kauen. Aber essen macht richtig Spaß“, antwortete Theorahel. Die Erzengel nickten. Ein paar von ihnen hatten das schon erlebt, aber es war schon sehr lange her und sie konnten sich nicht mehr richtig daran erinnern.

Gut, dann werden wir noch rasch schauen, ob die Großen soweit fertig sind, dass sie uns hinunterschicken können. Alles war vorbereitet. War es vorher schon eine recht spannende Mission, als nur Luisahim und Theorahel auf die Erde geschickt wurden, so war es jetzt ein riesengroßes Unterfangen und sorgte auch in der Engelwelt für Aufsehen. Zumal keiner wusste, wann sie wieder zurückkommen und was ihnen als Menschen alles widerfahren würde. Aber es war ein beruhigender Gedanke, dass die großen Engel ein wachsames Auge auf sie haben würden, auch wenn sie nicht in jeder Situation helfen konnten. Sie mussten also insgesamt alle sehr wachsam sein und auch selbst gut auf sich aufpassen.

Raphael, Phanuel, Michael, Uriel und Gabriel stellten sich mit Luisahim und Theorahel im Kreis auf. „Eine Frage habe ich noch“, sagte Luisahim. „Werdet ihr in der Menschenwelt die gleichen Namen haben wie hier?“ Michael lachte. „Darüber haben wir auch schon nachgedacht. Wir Erzengel können keine anderen Namen annehmen, weil wir mit diesen Namen ganz eng verbunden sind. Michael, Raphael und Gabriel sind ja auch in der Menschenwelt gebräuchlich. Die Menschen haben ihre Kinder nach uns benannt. Uriel und Phanuel werden eher auffallen, aber heutzutage geben die Menschen ihren Kindern auch sehr ungewöhnliche Namen. Ich denke, wir werden uns dadurch nicht verraten.“  Luisahim und Theorahel nickten. „Seid ihr bereit?“, fragte Uriel. „Ja“, tönte es im Chor. Und die Großen, die jetzt dafür sorgten, dass der Wirbel sie in die Menschenwelt brachte, winkten noch einmal. Dann setzte auch schon der Wirbel ein. Luisa und Theo – wie sie ja in der Menschenwelt hießen, hielten sich ein wenig an den Erzengeln fest, da der Wirbel heute viel stärker war, als an den Tagen zuvor. Immerhin mussten ja auch sieben Engel auf die Erde gebracht werden.

Als der Wirbel nachließ, standen sie direkt wieder in der Wiener Innenstadt und zwar genau an dem Platz an dem Luisa und Theo das erste Mal standen, als sie später Martin getroffen hatten. Luisa und Theo gaben den Erzengeln etwas Zeit sich umzuschauen, bevor sie fragten, was sie jetzt tun würden. Michael sagte: „Gehen wir los. Wir müssen eine Ort finden, an dem viele Menschen sind und dann werden wir es euch erklären.“ Sie gingen eine Weile schweigend durch die Innenstadt, durch breitere und schmalere Gassen. Allerdings gingen sie so schnell, dass kaum Zeit blieb, sich etwas umzuschauen. Aber bald schien der richtige Ort gefunden zu sein. Michael breitete eine dicke Decke aus, die er mitgebracht hatte und bat alle, sich auf diese Decke in einen Kreis zu setzen. Luisa musste ein wenig kichern. Es war schon seltsam, dass mitten in einer Stadt sieben Engel im Kreis saßen, von denen die Menschen glaubten, dass sie ebenfalls Menschen wären.

„So, um uns herum sind viele Menschen. Wir werden uns nun, ohne dass wir schauen, auf die Herzen der Menschen, die um uns herumgehen konzentrieren und goldenes Licht in die Herzen schicken. Wir werden vielleicht keine Veränderung bemerken, aber ich weiß, dass wir damit Erfolg haben können.“ Alle anderen Engel nickten und so saßen sie nun zu siebt im Kreis, schlossen die Augen und erfühlten die Menschen um sie herum. Und wenn sie einen Menschen in ihrer Nähe fühlten, schickten sie goldenes Licht zu seinem Herzen. Und dies machten sie über eine sehr lange Zeit.

Anfangs hatte Luisa tatsächlich das Gefühl, dass sie damit überhaupt nichts veränderten. Die Menschen gingen genauso an ihnen vorbei, wie sie vermutlich an allen anderen Menschen vorbeigingen. Aber dann kam eine Mutter mit drei recht kleinen Kindern, eines davon saß in einem Kinderwagen und die anderen beiden zog sie schimpfend hinter sich her. Alle drei Kinder weinten, die Mutter schimpfte und es fühlte sich an, als ob sie selbst den Tränen nahe war. Und offenbar hatten alle sieben Engel diese Mutter mit ihren Kindern erfühlt und schickten nun all ihr Licht zu ihr und den Kleinen. Und je näher sie kam, desto ruhiger schienen die Kinder zu werden. Als sie an ihnen vorbeigingen, weinte keines der Kinder mehr. Auch die Mutter war ruhiger geworden. Und so schickten sie noch viel mehr von dem goldenen Licht zu den Herzen der Frau und der Kinder.

Luisa und Theo waren beruhigt. Es schien zu wirken. Sie hatten noch nicht diese tiefe Gewissheit, die die Erzengel hatten. Schließlich waren sie noch lange nicht so erfahren. Und genau dies taten sie den ganzen Tag lang. Nach etlichen Stunden begannen sie müde zu werden. Sie standen auf und streckten ihre Beine aus. In der Menschenwelt konnten auch Engelbeine einschlafen und daher fühlten sie sich nun alle müde und ganz steif. „Nun habe ich aber Hunger“, sagte Theo. „Ja, ich glaube, auch mein Bauch könnte nun etwas vertragen“, sagte auch Uriel. Gabriel, Raphael, Phanuel, Michael und Theo nickten. „Dort drüben kann man etwas zu essen kaufen. Haben wir Geld?“, fragte Luisa, die ganz stolz war, dass sie wusste, dass man dazu Geld brauchen würden.

„Ja, wir haben Geld“, sagte Raphael und gemeinsam gingen sie zu dem Laden und holten sich viele leckere Dinge, die sie gemeinsam verspeisten. Es schmeckte sehr gut. Aber nach dem Essen wurden sie alle schrecklich müde und es tat sich die Frage auf, wo sie die Nacht verbringen würden. „Wir könnten zu Martin gehen und fragen, ob wir bei ihm schlafen können“, sagte Luisa. Die Erzengel schüttelten den Kopf. „Nein, da ist die Gefahr viel zu groß, dass wir uns verraten. Wir werden es machen müssen wie die Menschen, wenn sie kein Zuhause haben. Wir suchen uns einen Platz, der windstill ist und schlafen auf dem Boden.“, sagte Raphael. Luisa und Theo erschraken. Martin hatte ihnen viele schlimme Dinge erzählt, die passieren, wenn man auf der Straße schläft. „Ihr müsst keine Angst haben. Uns wird schon nichts passieren. Wir sind Engel. Und auch wenn die Menschen das nicht wissen, so spüren sie doch, dass wir anders sind als sie. Sie werden uns also nichts tun“, sagte Michael.“Außerdem schlafen wir nicht alle zur gleichen Zeit.“

Sie schauten sich um. Es war Dezember und es war schrecklich kalt, es wäre gut, wenn der Platz geschützt wäre. Sie entschieden sich, in einer U-Bahn Passage zu schlafen. Gemeinsam suchten sie einen passenden Ort und breiteten dort ein paar Decken aus. „Wir machen es so, zuerst schlafen Luisa, Theo, Uriel und Raphael. Michael, Phanuel und ich bleiben wach und wir setzen unsere Arbeit hier fort. Hier sind auch nachts viele Menschen unterwegs. Wenn ihr ausgeschlafen habt, wechseln wir. Dann arbeitet ihr weiter und wir schlafen“, sagte Gabriel. Luisa und Theo waren sehr müde. Uriel und Raphael schienen auch nichts dagegen zu haben, eine Runde zu schlafen. Sie legten sich hin und waren fast augenblicklich tief eingeschlafen.

Währenddessen wurden die Menschen, die bei ihnen vorbeikamen weniger und oft konzentrierten Michael, Phanuel und Raphael sich auf die gleichen Menschen. Und sie spürten, wie die Herzen sich unter dem Licht öffneten. Sie fanden es schade, dass die nicht wussten, was danach passierte, aber sie spürten, dass sie auf dem richtigen Weg waren. Es war nicht so einfach, den Menschen zu helfen, wenn sie nicht darum gebeten hatten. Sie durften sich ja nicht ungefragt einmischen. Aber Licht zu den Herzen schicken, das durften sie immer.

Und so saßen die drei in der U-Bahn Unterführung. Die Menschen gingen achtlos an ihnen vorbei, merkten zwar, dass ihr Herz plötzlich leichter wurde, aber sie wären niemals auf die Idee gekommen, das dies mit der Gruppe von scheinbar Obdachlosen zusammenhing, die hier in der U-Bahn ihr Nachtlager aufgeschlagen hatten. Die Menschen gingen ahnungslos an sieben Engeln vorbei.

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine gute Nacht – morgen geht das Abenteuer der sieben Engel in der Menschenwelt weiter.

Alles Liebe und schlaft schön

Manou

Die Erdenreise Teil 7

Unten zum Lesen und oben als Video – wie es Euch besser gefällt.

Gabriel erwartete die beiden am nächsten Morgen und holte sie in den großen Besprechungsraum, wo alle Engel und auch das höchste Sonnenwesen versammelt waren. Zuerst wurden die beiden sehr gelobt. Hatten sie es doch geschafft, in vier Tagen zwei riesige Projekte in die Welt zu bringen, die unter Umständen für viele Menschen eine große Erleichterung sein konnten. Jetzt kam es auf die Menschen an. „Ihr habt sehr gute Arbeit geleistet“, sagte Phanuel und schaute die beiden freundlich an.

Luisahim und Theorahel freuten sich riesig. Es war schon etwas Besonderes, von den Erzengeln so gelobt zu werden. Cherubim und die ganzen anderen sehr hohen Engel strahlten sie mit ihrem wunderbaren Licht an. Die beiden Jung-Engel spürten die Wärme und Liebe, die sie dadurch empfingen. Phanuel fuhr fort: „Heute werdet ihr nicht auf die Erde reisen. Wir haben heute viel zu besprechen. Wir haben festgestellt, dass das alles zu langsam geht. Das ist aber nicht eure Schuld. Ihr habt alles getan, was getan werden konnte, aber ihr werdet Verstärkung brauchen. Wir haben auch gesehen, dass es euch viel Freude macht, mit den Menschen zu sprechen. Aber dafür haben wir keine Zeit mehr. In zwei Tagen ist schon der zweite Advent und die Zeit läuft den Menschen davon. Da unten auf der Erde passiert so viel in so kurzer Zeit, dass wir schneller handeln müssen. Daher werden wir heute besprechen, wie wir die Hilfe für die Menschen beschleunigen können.

Zunächst einmal werden wir Erzengel ab morgen mit euch reisen. Michael, Gabriel, Raphael, Uriel und ich sind bereit, mit euch auf die Erde zu reisen. Unsere Reise wird von hier oben gesteuert. Cherubim, Seraphim und Aralim werden uns an die Orte schicken, die unsere Hilfe am dringendsten brauchen. Tarshishim, Hashmalim und Elohim werden uns alle Werkzeuge zukommen lassen, die wir benötigen. Sie beobachten unsere Reise und setzen ihre Fähigkeiten für uns ein.

Es war schön, dass ihr gesehen habt, wie die Menschen gute Dinge umsetzen können und ihr sollt auch irgendwann noch einmal zu Martin und Mongila reisen, aber jetzt müssen wir sie alleine arbeiten lassen. Sie haben unseren Schutz und unsere Unterstützung.“

„Aber was machen wir dann bei den Menschen?“, fragte Luisahim.  „Wir werden uns durch die verschiedenen Kontinente arbeiten. Die Menschen rufen überall um Hilfe und die Verzweiflung wird immer größer. Wir müssen nun schauen, wie wir am besten helfen können. „Wird das jedes Jahr vor Weihnachten gemacht?“, fragte Theorahel.

Phanuel lachte auf. „Nein, so dringend haben sie unsere Hilfe schon seit langer Zeit nicht mehr gebraucht. Das letzte Mal war vor rund neunzig Jahren. Damals haben die dunklen Mächte sich ebenfalls der Menschen bemächtigt, so wie es gerade jetzt geschieht. Und wenn sie einmal eingedrungen sind, können wir nicht mehr viel machen. Damals waren nur sehr wenige Menschen standhaft.“

„Du meinst, das war die Zeit, als es dann einen Krieg gegeben hat?“, fragte Luisahim. „Ja, genau damals. Das war eine sehr düstere Zeit. Und das Einzige, was wir damals noch tun konnten war, dafür zu sorgen, dass die Zeit nicht so lange andauerte, wie sie eigentlich dauern sollte. Aber bis dahin war schon unheimlich viel Leid geschehen.“

„Und zwischen damals und heute haben die dunklen Mächte die Menschen in Ruhe gelassen?“, fragte Theorahel. „Nein, sie haben den nächsten großen Schlag im Verborgenen vorbereitet. Wir haben den Menschen immer wieder Zeichen geschickt und viele Menschen haben diese Zeichen auch verstanden. Aber es waren immer noch nicht genug. Wisst ihr, die dunklen Mächte sind schlau. Sie haben die Menschen dumpf gemacht, indem sie ihnen viel Zerstreuung und leichte Unterhaltung geschickt haben. Die Menschen sind dadurch unaufmerksam geworden. Sie haben sich wohl gefühlt und nicht bemerkt, dass sie etwas zusammenbraut.“

„Und die, die es bemerkt haben, haben die nichts gesagt?“, fragte Luisahim. „Warum haben sie die anderen Menschen nicht gewarnt?“ Phanuel schüttelte den Kopf. „Sie haben versucht, die Menschen zu warnen, aber diese wollten nicht zuhören. Es gab zu allen Zeiten Menschen, die versucht haben, auf das Wirken der dunklen Mächte hinzuweisen. Aber wenn es den Menschen gut ging, wollten sie nichts davon wissen. Es ist ja sogar jetzt noch so, dass es eine Menge Menschen gibt, die alles, was gerade passiert gutheißen. Sie sehen nicht hinter das Trugbild. Und sie beschimpfen diejenigen, die sie aufmerksam machen wollen. Das ist ein Jammer!“

Luisahim und Theorahel schauten betreten. Sie hatten keine Ahnung, wie sie nun vorgehen sollten. Gerade hatten sie noch geglaubt, dass sie einfach täglich auf die Erde reisen und den Menschen helfen würden, wie sie Martin und Mongila geholfen haben. Nun war das schneller zu Ende gegangen, als sie geglaubt hatten. Die beiden waren ein wenig enttäuscht. Es hatte ihnen große Freude gemacht.

„Was können wir nun tun?“, fragte Theorahel noch einmal. „Wir müssen nun mit Herzensenergie arbeiten“, mischte sich der Erzengel Michael in das Gespräch ein. „Wir können nicht mehr einzelne Menschen inspirieren etwas zu tun, das die Energie auf der Erde anhebt, sondern wir müssen so viel Energie auf die Erde bringen, dass viele Menschen gleichzeitig beginnen, für das Licht zu arbeiten. Wir müssen zu ihren Herzen sprechen und sie inspirieren, dass sie das Licht weiterverbreiten.

„Wie genau werden wir das machen?“, fragte Luisahim und sah, wie die Michael ihnen winkte mitzukommen. Er führte sie zu dem Fenster, von dem aus sie die Erde immer beobachteten. Wenn sie wollten, konnten sie die Bilder von der Erde ganz nah heranholen und immer genauer schauen. Und die beiden Erzengel holten nun verschiedene Bilder heran, auf denen man sehen konnte, wie die Menschen Licht erzeugten.

Die einen beteten, die anderen meditierten, wieder andere machten Musik und trommelten. Über die ganze Welt verteilt waren Menschen zu sehen, die gemeinsam mit anderen aufgestanden waren, um die dunklen Mächte zu vertreiben. „Seht ihr, da wo diese Menschen sind, müssen noch viel mehr dazu kommen. Die Menschen sollen nicht ängstlich alleine zu Hause sitzen und immer trauriger werden. Sie sollen zusammenkommen, egal wie!“

Er zeigte ihnen auch Bilder von Menschen, die fröhlich singend und rufend durch die Straßen gingen und Theorahel und Luisahim konnten sehen, dass es über diesen Menschen sehr hell wurde. Überall wo die Menschen sich zusammenschlossen und gemeinsam den Weg für das Licht bereiteten, wurde es immer heller.

„Wir werden hinuntergehen und so viel Herzensenergie zu diesen einzelnen Gruppen bringen, damit immer mehr Menschen von diesem Licht angezogen werden. Das ist das beste Mittel um die dunklen Mächte zu verjagen. Diese düsteren Gesellen mögen kein Licht. Sie mögen auch keine Musik und kein Lachen und keine Freude. Sie wollen, dass die Menschen zuhause sitzen und selbst immer düsterer und griesgrämiger werden und dass sie beginnen, sich gegenseitig die Schuld zu geben.

Und unsere Aufgabe ab morgen wird nun sein, dass wir hinuntergehen und ebenfalls mit ihnen tanzen, singen, beten, meditieren und durch die Straßen gehen, sodass es immer heller und heller wird. Dann sind die dunklen Mächte mehr und mehr gezwungen, sich zurückzuziehen.“

Luisahim und Theorahel konnten sich immer noch nicht recht vorstellen, wie sie das anstellen würden, aber sie vertrauten auf die Erzengel. Sie waren ja die Jüngsten und Unerfahrensten, sie mussten die Verantwortung nun nicht mehr alleine tragen.

„Eines noch“, sagte Michael. Luisahim und Theorahel sahen ihn abwartend an. „Wir werden nicht mehr jeden Abend zurückkommen. Es ist ein großes Opfer von uns Engeln, aber wir werden einige Zeit auf der Erde bleiben. Der Höchste hat dies vor langer Zeit auch getan. Nun werden wir diese Mission antreten und in diesem Kampf gegen die dunklen Mächte alles tun, was in unserer Macht steht.“

Die beiden Jung-Engel schaute erstaunt. „Wir werden nachts nicht zurückkehren?“, fragten sie. Michael schüttelte den Kopf. „Nein, wir werden uns für eine unbestimmte Zeit unter die Menschen mischen. Aber alles andere erfahrt ihr morgen. Zieht euch zurück und sammelt eure Kräfte, ihr werdet sie dringend brauchen. Morgen treffen wir uns wie immer in der großen Halle.“

So, und wie das Abenteuer weitergeht, werdet Ihr morgen hören oder lesen.

Ich wünsche Euch allen eine wunderbare und ruhige Nacht. Alles wird gut!

Manou

Die Erdenreise Teil 2 – die beiden Engel reisen das erste Mal zu den Menschen

Hier ist das Video, falls jemand keine Lust zu lesen hat: https://youtu.be/LFdY9dYSPnY

Am nächsten Morgen waren Luisahim und Theorahel schon sehr früh fertig, um ihre Mission anzutreten. Es war ja der insgeheime Wunsch aller Engel, eine Zeit lang auf die Erde zu den Menschen gehen zu dürfen und nun waren sie dran. Sie hatten keine Ahnung, was sie dort erwarten würde und waren entsprechend aufgeregt. Es dauerte nicht lange, dann kam Gabriel, der große Erzengel, der für die Weihnachtszeit zuständig war, zu ihnen und gab ihnen die letzten Anweisungen. „Wir überlassen es dem Höchsten, wohin er euch täglich schicken wird. Macht euch keine Gedanken. Ihr werdet jede Sprache der Menschen verstehen, genauso wie es hier auch ist. Aber ihr müsst euch fortbewegen wie die Menschen und essen und trinken wie die Menschen. Für die zwölf Stunden, in denen ihr täglich auf der Erde weilt, seid ihr auch ebenso verletzlich wie Menschen. Ihr könnt eure Mission nur ausführen, wenn ihr tatsächlich Menschen seid. Aber ihr habt euer Engel-Vertrauen und unseren Schutz, wie ihn die Menschen auch haben. Doch ihr dürft nicht leichtsinnig sein, sonst können wir euch nicht helfen.“ Luisahim sah Theorahel an. Damit hatte sie nicht gerechnet. Sie waren also nicht Engel, die sich unter die Menschen mischen durften, sondern sie mussten für die Erdenzeiten tatsächlich zu Menschen werden. Luisahim und Theorahel bekamen ein wenig Angst. Schließlich wussten sie, dass das Leben der Menschen oft nicht einfach war. Aber sie nickten beide tapfer. „So, ab nun seid ihr Luisa und Theo und die Reise geht sofort los. Schließt die Augen, ich sende euch nun auf die Erde“, sagte Gabriel und Luisa und Theo, wie sie nun hießen, taten was er ihnen sagte und spürten, wie sie in einen Wirbel hineingezogen wurden. Als der Wirbel sich beruhigte, bemerkten sie das erste Mal in ihrem Leben Kälte an ihrem Körper und öffneten vorsichtig die Augen.

Alles war ein wenig düster und grau. Luisa rieb sich die Arme und Theo tat es ihr nach. Der Himmel war bedeckt und es fiel weißes, kaltes Zeug auf ihren Körper. Rund um sie herum standen große Bauwerke und sie drehten sich mehrfach im Kreis. Das eine Bauwerk erkannten sie, das war der Stephansdom. Sie waren also in Wien angekommen. Sie kannten Wien nur aus der Sicht der Engel und da hatte es immer ein wenig freundlicher gewirkt. Sie hatten zunächst keine Ahnung, was sie nun tun sollten, daher begannen sie einfach, ein wenig herumzugehen. Es waren nur wenige Menschen unterwegs, die Läden und Kaffeehäuser waren geschlossen und die ganze Stadt wirkte etwas ausgestorben. Obwohl ihnen Gabriel einen Mantel mitgegeben hatte, froren sie. Sie hatten in ihrem Leben noch nie Kälte erlebt. Ein paar Menschen schlenderten durch die ausgestorbenen Straßen, beachteten sie aber nicht. „Wohin sollen wir gehen?“, fragte Luisa und sah Theo dabei an, der mit seinem Mantel nun völlig verändert wirkte. Sie fühlten sich schutzlos und unsicher. Theo zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Bisher konnten wir einfach hinhören, was die Menschen sagten oder dachten, aber nun sind wir wie sie und ich fühle mich gerade sehr ratlos“, sagte Theo. Dann erblickten sie in einem Hauseingang einen Mann. Er saß auf einem Karton und hielt ein Schild in seinen Händen. Luisa ging etwas näher um das Schild zu lesen: „Obdachlos und hungrig“ stand auf dem Schild. Luisa fühlte sich sofort zu diesem Mann hingezogen. Sie schnappte Theos Arm und zog ihn mit sich. Als sie bei dem Mann angekommen waren fragte Luisa: „Wie können wir ihnen helfen? Wir sind hier um den Menschen zu helfen, aber wir wissen nicht so recht, wo wir anfangen sollen.“ Theo rempelte sie ein wenig an. Sie sollten doch nicht verraten, in welcher Mission sie hier waren. Doch der Mann nahm sie sowieso nicht ernst. Er lachte rau auf. „Wenn ihr mir helfen wollt, gebt mir etwas zu essen, denn ich bin hungrig und habe seit gestern Morgen nichts mehr gegessen. Es ist egal wo man sitzt, es kommt kaum jemand vorbei.“ Luisa schaute sich um. Sie sah in einiger Entfernung eine Bäckerei. Dort würde sie etwas zu essen holen. „Ist gut. Ich bin gleich zurück“, sagte sie und deutete zu Theo, dass er hier auf sie warten sollte. Sie lief rasch zu der Bäckerei und fühlte sich wohl, weil es da drinnen so warm war. „Ich hätte gerne von diesem drei“, sagte sie und deutete auf die Briochebrötchen. „Und dann hätte ich noch gerne drei von diesen hier“, sagte sie noch, während sie auf die Laugenbrezeln deutete. Die Verkäuferin sah sie streng an, packte aber die gewünschten Dinge ein. „Das macht zehn Euro achtzig“, sagte sie, während sie die Waren über die Theke reichte. Luisa schaute erschrocken. „Aber ich habe gar kein Geld“, sagte sie mehr zu sich selbst. Die Verkäuferin hielt in der Bewegung inne. Ihr Blick wurde noch etwas düsterer. „Wie? Du hast kein Geld? Dann kannst Du auch nichts kaufen.“ Mit diesen Worten zog sie ihren ausgestreckten Arm wieder zurück und nahm das Gebäck wieder an sich. Luisa schluckte. Darauf war sie nicht vorbereitet. „Aber wir haben Hunger und da vorne sitzt ein Mann. Der hat auch Hunger“, sagte sie und sah die Verkäuferin bittend an. „Das ist jetzt aber nicht mein Problem. Ich bin nicht hier um die Ware zu verschenken, sondern um sie zu verkaufen.“ Mit diesen Worten schüttete sie die Brezeln wieder in die Auslage. Luisa stand noch eine Weile unschlüssig herum und überlegte, was sie nun tun sollte. Aber es wollte ihr einfach nichts einfallen. „Schleich dich!“ sagte die Verkäuferin nun in einem etwas barscheren Tonfall und machte eine Bewegung als würde sie eine Mücke verjagen. Luisa ließ den Kopf hängen und ging zur Tür. Langsam trat sie wieder auf die Straße und ging mit gesenktem Kopf zu Theo und dem Mann zurück. „Und, waren sie ausverkauft?“, fragte der Mann, als er sah, dass Luisa mit leeren Händen zurück kam. „Nein, ich hatte kein Geld“, sagte Luisa und Theo fragte sofort: „Und da haben sie dir nichts gegeben?“ Luisa schüttelte den Kopf und sie spürte, dass Tropfen aus ihren Augen fielen. So musste es sein, wenn Menschen weinen. Eine kalte Hand umklammerte ihr Herz. Der Obdachlose sah sie misstrauisch an. „Was seid ihr denn für komische Typen? Hast du ernsthaft gedacht, dass du eine Bäckerei spazieren und ohne Geld etwas zu essen schnorren kannst? Wo kommt ihr denn her? Seid ihr vom Himmel gefallen?“ Luisa erschrak. Hatte er sie womöglich durchschaut? Sie sagte nichts darauf, denn lügen konnte sie ja nicht. Der Mann rückte ein wenig zur Seite und winkte Luisa und Theo zu sich. „Setzt euch mal hierher und sagt mir, was mit euch beiden los ist. Wieso seid ihr denn nicht in der Schule?“ Luisa zog Theo neben sich auf den Boden, damit sie beide auf dem Karton sitzen konnten. „Tut mir leid, das können wir nicht sagen“, sagte Theo, noch bevor Luisa antworten konnte. „Okay, verstehe. Ihr seid irgendwo ausgerissen“, sagte der Obdachlose. „Ihr werdet schon eure Gründe gehabt haben. Und jetzt, was macht ihr jetzt?“, fragte er. Luisa und Theo zuckten mit den Schultern. Das war ja verrückt. Er dachte nun, sie wären von zuhause abgehauen. Aber sie hatten nicht die Möglichkeit, das richtig zu stellen. „Okay, dann werden wir jetzt eben zusammen hier betteln. Vielleicht bekommen wir ein bisschen mehr, da ihr noch nicht so zerlumpt ausseht, wie ich es tue. Ich heiße übrigens Martin“, sagte der Obdachlose und streckte zuerst Luisa und dann Theo die Hand hin. Beide schüttelten erfreut seine Hand. „Ich heiße Theo und das ist Luisa“, sagte Theo. Martin lächelte und entblößte dabei eine riesige Zahnlücke. Alle Schneidezähne schienen zu fehlen. „Was ist mit deinen Zähnen passiert?“, fragte Luisa und biss sich gleich darauf auf die Lippen. Vielleicht hätte sie das besser nicht fragen sollen. Doch Martin nahm es gelassen. „Die hat mir irgendein Idiot im Vorbeigehen ausgetreten“, sagte er. Luisa hielt die Luft an. „Ein anderer Mensch hat dich im Vorbeigehen getreten?“ Martin nickte und sah Luisa wieder so seltsam an. „Ja, solche Dinge machen die Menschen manchmal“, sagte er langsam. „Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass ihr beiden etwas sonderbar seid?“, murmelte er mehr zu sich. Luisa sah Theo von der Seite an. Nur zu gerne hätte sie Martin erzählt, wer sie waren und was sie hier taten, aber das durften sie ja nicht.  In diesem Moment kam eine Frau vorbei und Martin richtetet sich ein wenig auf und hielt das Schild in die Höhe. Die Frau schaute von ihm zu Luisa und Theo und wandte sich wieder ab. Aber sie gab ihnen nichts. Martin lehnte sich wieder zurück. „Warum hat uns die Frau nichts gegeben?“, fragte Theo. Martin lächelte. Weil die meisten Menschen nichts geben. Nur ab und zu kommt jemand vorbei, der etwas gibt. „Aber die Frau sah aus, als ob sie viel Geld hätte“, sagte Luisa nachdenklich. „Das mag sein, aber meistens geben die Menschen etwas, die gar nicht so viel haben. Die können es sich vielleicht besser vorstellen, wie es ist, wenn man gar nichts hat“, sagte Martin. Er schien das gewohnt zu sein. Doch Luisa grübelte immer noch darüber nach, wie es sein konnte, dass ein Mensch, der viel hatte, an einem anderen Menschen, der nichts hatte, vorbeiging, ohne ihm etwas zu schenken. Das konnte sie nicht verstehen. Es kamen in den nächsten Stunden noch einige Menschen vorbei. Martin setzte sich jedes Mal auf und hielt das Schild in die Höhe. Zwei junge Männer griffen sogar in ihre Hosentaschen und warfen ein paar Münzen in die Büchse, die Martin vor sich stehen hatte, ohne die drei mit einem Blick zu würdigen. „Ja, das ist manchmal noch schlimmer, als nichts zu bekommen“, sagte Martin nachdenklich. „Was meinst du damit?“, fragte Luisa. „Ich meine, so unsichtbar und wertlos zu sein, dass die Menschen einen nicht einmal anschauen“, sagte Martin und Luisa spürte, dass nun er traurig wurde. Sie tätschelte seinen Arm. Langsam wurde es dämmrig. Martin hatte ihnen mittlerweile seine Lebensgeschichte erzählt. Sie hörten, dass er einmal ein gefragter Redner gewesen war und dass er eines Tages vor dem Ruin stand und keine andere Möglichkeit mehr sah, als auf der Straße zu leben. Sie erfuhren auch, dass er lange geglaubt hatte, dass er eines Tages wieder den Weg zurück in ein normales Leben finden würde, dass sich seine Hoffnungen nun aber zerschlagen hatten. Nun saß er hier und überlebt einfach einen Tag nach dem anderen. Luisa und Theo wurde dabei das Herz ganz schwer. Wie schwer musste seines erst sein? Sie saßen nun schon seit Stunden in diesem Hauseingang und Luisa und Theo waren komplett durchgefroren. „Ich fürchte, wir müssen bald gehen. Aber wir kommen morgen wieder“, sagte Luisa zu Martin. Dieser schaute sie fragend an. „Wo geht ihr denn hin? Passt auf euch auf. Es ist gefährlich auf der Straße. Ihr beiden seid viel zu zart für dieses Leben. Geht lieber wieder nach Hause.“ „Ja, das machen wir“, sagte Luisa und war froh, nun endlich die Wahrheit sagen zu können. Martin zählte das Geld. „Wollt ihr noch etwas essen? Ihr müsst auch schrecklichen Hunger haben. Wir haben drei Euro achtundvierzig. Ich kann uns ein Brot kaufen gehen.“ Luisa und Theo bedankten sich und schüttelten den Kopf. „Danke, aber wir brauchen jetzt nichts. Kauf dir lieber selbst etwas. Wir sehen uns morgen wieder“, sagte Theo. Sie standen auf und winkten Martin noch einmal zu. „Ich fürchte, wir haben heute nicht besonders viel erreicht“, sagte Luisa zu Theo als sie wieder zu dem Platz gingen, von dem sie zurückgeholt werden würden. Beide gingen schweigend nebeneinander her. Sie hatten so großen Hunger, wussten aber, dass sie, wenn sie zurück in der Engelwelt waren, dieses Gefühl nicht mehr haben würden. Kaum waren sie an dem vereinbarten Treffpunkt angekommen, entstand auch sogleich wieder der Wirbel und kurz darauf standen sie vor Gabriel. „Na, da seid ihr ja wieder. Wir haben schon auf euch gewartet. Er führte sie in den großen Sitzungssaal, wo schon alle genauso saßen und standen wie am gestrigen Abend. Bedrückt standen die beiden in der Tür. „Ich fürchte, wir haben heute schrecklich versagt…“, begann Luisa ihre Rede, doch der Höchste schickte sofort einen Schwall Liebe in ihre Richtung. „Nein, ihr habt nicht versagt. Ihr habt erlebt, wie schwer es ist, ein Mensch zu sein und wir werden uns heute überlegen, was wir euch für morgen mitgeben werden, damit ihr mehr Möglichkeiten habt, zu handeln. Jetzt ruht euch erst einmal aus. In weniger als zwölf Stunden geht’s schon wieder los“, sagte der Höchste. Luisa und Theo merkten erst jetzt, wie müde sie geworden waren. Der Hunger und die Kälte hatten ihnen sehr zugesetzt und nun wollten sie nur noch schlafen. „Wir möchten gerne morgen wieder zu Martin und ihm helfen“, sagte Luisa noch und der Höchste nickte. „Ja, wir werden jetzt darüber beraten und sagen euch morgen Bescheid“, sagte er. Schlaft gut und ruht euch aus für euer nächstes Abenteuer.

Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne gute Nacht und verbleibe bis morgen Früh

Eure

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Die Erdenreise Teil 1 von 40

Dies ist der erste Teil meiner Gute-Nacht-Geschichte. Für die, die nicht so gerne lesen, gibt es diese auch als Video. Ich wünsche gute Unterhaltung!

Das Video findet Ihr hier: https://manougardner.com/videos/

Es geschah am Vorabend des ersten Advents im dem Jahre, in dem die Menschen wieder einmal begonnen hatten, sich gegenseitig zu beschuldigen und zu bekämpfen. In der Welt der Engel herrschte einerseits die freudige Vorbereitung für die Weihnachtszeit, wofür hauptsächlich die Engel der unteren Hierarchien zuständig waren. Und andererseits waren die höheren Engel damit beschäftigt, sich Gedanken über die Menschen zu machen. Wie weit waren die Menschen doch gekommen und wie tief wieder gefallen. Das durften sie so nicht geschehen lassen. Doch das Gute war, dass es eine große Menge von Menschen gab, die um ihre Hilfe baten. Gabriel, als der führende Erzengel der Weihnachtszeit, hatte an diesem Vorabend des ersten Advents alle Engelhierarchien gebeten, an einer großen Versammlung teilzunehmen, um einen Plan zu schmieden, wie die Menschen wieder auf den guten Weg kommen könnten. Als erstes hatte er Michael in seinen Plan eingeweiht. Genau wie er, war Michael ein Erzengel und zusätzlich auch noch ein Zeiten-Engel, der nun für die Geschicke auf der Erde zu einem gewissen Teil verantwortlich war. Michael war froh über Gabriels Idee und sah in dieser besonderen Zeit die Möglichkeit, dass die Menschen sich sehr rasch wieder dem Guten zuwenden würde. Michael war schon seit Monaten besorgt, weil er sah, dass die Menschen immer mehr den Glauben an das Gute und das Vertrauen in die Welt zu verlieren schienen. Daher griff er Gabriels Idee dankbar auf und schmiedete sofort Pläne, wen sie unbedingt dazu einladen mussten. Als erstes fiel sein Blick auf Phanuel, der war schließlich dafür zuständig, dass die Menschen sich endlich zu dem entwickelten, was sie sein sollten. Phanuel nickte, aber Michael sah ihm an, dass er nicht unbedingt erfreut war. „Was ist mit dir, Phanuel?“, fragte er daher. Phanuel zuckte die Schultern. „Ach weißt du, ich habe mir schon so viel Mühe mit den Menschen gegeben, aber irgendwann ist auch einmal die sprichwörtliche Geduld eines Erzengels erschöpft.“ Michael konnte ihn verstehen. Seit vielen Jahrtausenden war Phanuel dafür zuständig, dass die Menschen erkannten, was und wer sie eigentlich waren. Aber es war wie verhext. Kaum waren sie einen Schritt weitergekommen, gingen sie wieder den Anderen auf den Leim. Denen, die es nicht so gut mit ihnen meinten. „Die Menschen sind einfach so bequem. Und sie sind auch kalt geworden. Das Schicksal ihrer Brüder und Schwestern interessiert sie nicht. Sie sind nur auf Geld und Ablenkung aus.“ Michael kniff die Lippen zusammen und überlegte. „Das stimmt so nicht“, sagte er. Es gibt wirklich viele Menschen, die sich um andere kümmern und die den Weg schon weit gegangen sind.“ „Ja, vielleicht hast du Recht“, sagte Phanuel. Ich fühle mich nur gerade etwas entmutigt. Was sollen wir denn noch machen?“ „Das weiß ich momentan auch nicht“, erwiderte Michael. „Aber vielleicht finden wir heute Abend, in der großen Zusammenkunft, eine Lösung. Ich frage Raphael, ob er auch teilnehmen möchte. Er hat schon oft solche Zeiten mit den Menschen erlebt und hat sicher einen Rat. Raphael war ebenfalls angetan von der Idee. „Ach, die werden das schon schaffen, aber vielleicht brauchen sie wieder sowas wie damals, damit zumindest ein Teil von ihnen einen Neuanfang wagen kann.“ Michael war etwas verwirrt. „Was meinst du damit?“, fragte er daher. „Naja, erinnere dich bitte. Damals als ich Noah gezeigt habe, wie er die Arche bauen soll. Das war doch genial. Und er hat sich gar nicht übel angestellt.“ Michael nickte. Er konnte sich dunkel erinnern. Ja, Phanuel hatte schon recht gehabt, die Menschen hatten sich schon öfter ein wenig…sagen wir mal…schwierig verhalten. Auf Raphael war auf jeden Fall Verlass. Er war einer derjenigen, die immer eine Idee im Ärmel hatten. „Gut, dann treffen wir uns in einer Stunde im großen Sitzungssaal“, sagte Michael und Raphael nickte zustimmend.

„Ich werde jetzt die Großen holen, Seraphim, Cherubim und Aralim. Sie haben sich bereit erklärt, heute dabei zu sein“, sagte Michael noch, bevor er sich umdrehte. Raphael zog erstaunt die Augenbrauen hoch. „Echt? Die kommen auch? Dann muss der Hut aber schon ganz schön brennen.“ Michael lächelte. „Du sagst es. Der Hut brennt lichterloh!“ „Cool“, sagte Raphael. Das ist genau das Richtige für mich. Ich habe schon lange nicht mehr Feuerwehr gespielt.  Was ist mit Tarshishim, Hashmalim und Elohim?“, fragte Raphael noch.  „Ja, die kommen auch. Mit denen hat Gabriel schon gesprochen“, sagte Michael. Raphael nickte anerkennend. „Na, wenn die ganzen Chef-Leute auch da sind, dann wird heute sicher eine gute Lösung gefunden werden. Ich werde auf jeden Fall pünktlich sein.“

Michael schlenderte hinab zu den Engeln, die mit den Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt waren. Es war eine Menge los, die meisten von ihnen hatten ihre Ohren aufgesperrt, damit sie die Wünsche der Kinder hören konnten. Aber es kamen auch viele Wünsche von Erwachsenen zu ihnen. Hauptsächlich von all den vielen Menschen, die jetzt gerade alleine zuhause saßen. Die sehnten sich so sehr nach Gesellschaft. Aber das konnten die Engel nicht organisieren. Gesellschaft hatten sie leider nicht im Angebot. Natürlich versuchten sie oft selbst, diese Menschen zu trösten, aber oftmals nahmen die Menschen ihre Anwesenheit gar nicht wahr. Nur in den Träumen konnten sie sie erreichen. Aber gewissenhaft notierten sie alles, was ihnen zu Ohren kam. Manchmal wandten die Menschen sich direkt an sie, dann konnten sie sofort ein wenig Erleichterung schicken. Aber meist mussten sie genau hinhören, was die Menschen den anderen Menschen erzählten oder was sie zu sich selbst sprachen. Dann konnten sie auch ein wenig helfen. Michael schaute dem Treiben ein wenig zu und war wieder einmal tief beeindruckt, wie gut alles organisiert war, sodass auch wirklich niemand da unten auf der Erde vergessen wurde. Und natürlich waren die Engel auch ein wenig nervös, wenn sie bemerkten, dass ein Erzengel ihnen zuschaute. Doch sie spürten, dass Michael sehr zufrieden mit ihnen war und fuhren mit ihrer Arbeit fort. Zwei von ihnen sausten immer hin und her und versuchten, die anderen auf Menschen aufmerksam zu machen, die bereits innerlich ganz verstummt waren. Dafür waren die anderen Engel sehr dankbar. Diese Menschen konnten leicht übersehen werden, weil sie nicht einmal mehr mit sich selbst sprachen. Aber gerade für diese Menschen wollten sie da sein. Nicht nur in der Weihnachtszeit, sondern immer. Das waren oft Menschen, die ganz traurig oder verzweifelt waren. Menschen, die schon lange kein gutes Wort mehr gehört hatten und innerlich schon ganz verkümmert waren. Und die beiden jungen Engel, die immer hin und her sausten, brachten deren Botschaften zu den Kollegen. Michael hielt sie kurz an und sagte: „Haltet mal bitte inne, ihr beiden. Ich beobachte euch schon eine Weile. Wer hat euch diese schwierige Aufgabe denn gegeben?“ Die beiden schauten Michael etwas bestürzt an. „Niemand hat uns diese Aufgabe gegeben, wir haben einfach eines Tages bemerkt, dass wir sehr gut die Menschen hören können, die so eine leise Stimme haben, dass man sie leicht überhört. Und dann haben wir beschlossen, dass wir den anderen Engeln viel Mühe abnehmen können, wenn wir uns auf diese Menschen spezialisieren und die anderen darauf aufmerksam machen. Dann müssen unsere Kollegen nicht immer befürchten, dass sie vielleicht jemanden überhört haben“, sagte der größere der beiden Jung-Engel. Michael nickte. „Das ist wirklich sehr löblich. Wie heißt ihr eigentlich?“, fragte er. Der größere Engel antwortete: „Ich heiße Luisahim und das ist mein Bruder Theorahel.“ „Ich muss euch beide wirklich loben. Ihr macht eine sehr wichtige Arbeit. Ich möchte gerne, dass ihr in etwa einer halben Stunde zu uns in den großen Sitzungssaal kommt, ich glaube, ich habe eine Idee“, sagte Michael. Die beiden nickten. „Wo ist der große Sitzungssaal denn?“, fragte Theorahel. „Ihr geht einfach dort hinauf und folgt dann immer dem Licht. Der große Sitzungssaal wird heute nicht zu verfehlen sein. Aber seid bitte pünktlich“, sagte Michael noch, bevor er sich umdrehte.

Gut gelaunt machte sich Michael auf den Weg zu Uriel. Vielleicht war seine Idee wirklich gut. Er würde es mit den anderen besprechen. Uriel war bereits auf dem Weg zum Sitzungssaal. Phanuel hatte ihm Bescheid gegeben. Michael war zufrieden. Dann waren sie vollständig. Vom höchsten bis zum einfachsten Engel waren alle eingeladen und hatten sich einverstanden erklärt. Heute würde die große Veränderung auf der Erde ihren Anfang nehmen. Dessen war sich Michael sicher. Langsam machte er sich ebenfalls auf den Weg und hing dabei seinen Gedanken nach. Er freute sich. Immerhin hatten die Menschen so viel Kraft. Heute würden sie den Plan schmieden, wie sie in den kommenden Wochen das Ruder vollkommen herumreißen würden. Es wäre ja gelacht, wenn die Entwicklung, die seit vielen Jahren bereits positiv verlaufen war, nun nicht weitergeführt werden konnte. Aber die Menschen mussten noch viel lernen. Doch er war zuversichtlich, dass sie dies gerne tun würden. Als er sich dem Sitzungssaal näherte, begann er sich zu wundern, warum es gar so hell heraus strahlte. Er wusste ja, dass die obersten Engel ein sehr helles Licht verstrahlten, dem auch er als Erzengel stets ehrfurchtsvoll gegenübertrat. Aber heute war es sogar noch heller als sonst. Michael beschleunigte seine Schritte. Gerade war er noch ganz entspannt gewesen, aber jetzt ergriff ihn Erregung. Sollte tatsächlich…. Und ja, als er die Schwelle des Sitzungssaales übertrat, spürte er schon die Anwesenheit des größten Sonnenwesens. Schnell setze er sich auf seinen Platz in der Runde. In der Gegenwart des Höchsten war er immer ganz aufgeregt. Er spürte diese allmächtige Liebe und wunderte sich insgeheim, warum er heute hier war. Normalerweise ließ er sich von den höchsten Engeln vertreten. Phanuel, Raphael, Gabriel und Uriel saßen bereits auf ihren Plätzen und schauten ebenfalls sehr erstaunt. In diesem Moment betraten die beiden Jung-Engel Theorahel und Luisahim den Raum. Als sie den Höchsten erblickten, ließen sie sich vor Schreck auf die Knie fallen. Doch dieser winkte sie freundlich herein. Da er alles wusste, wusste er auch, warum die beiden hier waren. Anerkennend nickte er zu Michael. Michael erschauerte. Die Angelegenheit musste höchste Brisanz haben.

Der Höchste ergriff auch sofort das Wort. „Liebe Engelchöre, ich bin höchst erfreut, dass ihr euch Gedanken macht um die Menschen auf der Erde. Dies ist durchaus angebracht und ich weiß, dass Michael soeben eine phantastische Idee geboren hat. Ich möchte, dass du, Michael, diese Idee nun vorstellst. Michael erhob sich. Er konnte kaum in die Runde schauen, so hell war das Licht. Die obersten Engel hatten sich rund um den Höchsten aufgestellt und strahlten Liebe, Güte und Weisheit aus. Michael sammelte sich kurz und sagte dann: „Christus, Engel aller Chöre, ich habe den Gedanken Gabriels aufgegriffen, uns heute hier zu versammeln und während ich noch unten war und den Engeln bei ihrer Arbeit zugeschaut habe, wurde mir bewusst, dass diese beiden hier ein ganz besonderes Talent haben“. Und dabei zeigte er auf Luisahim und Theorahel. Sie hören die Stimmen der Verstummten auf der Erde und das ist das, was ich für den wichtigsten Schachzug in der momentanen Misere erachte. All die Menschen, die in ihrer Verzweiflung verstummt sind, sollten wieder eine Stimme bekommen, damit sie aufsprechen und ihre Meinung kundtun können. Und ich habe mir überlegt, dass wir in den nächsten vierzig Tagen, dem Advent und den heiligen Nächten, diese beiden jeden Tag auf die Erde schicken sollten, um mit den Menschen in Kontakt zu treten. Sie könnten dabei sicher viel in Bewegung bringen.“ Michael verstummte und schaute den Höchsten an. Sein liebevolles Lächeln beruhigte Michael. Die beiden Jung-Engel waren zunächst vor Schreck wie gelähmt. Sie wussten ja auch nicht, warum diese Versammlung hier und heute stattfand. Aber es wurde ihnen bewusst, dass sie wohl eine bedeutende Rolle zugewiesen bekommen hatten. Im großen Sitzungssaal brach kurz ein Gemurmel aus. Nicht alle Engel fanden diese Idee gut. Aber der Höchste schaute die beiden an und nickte ihnen zu. „Ich bin mir sicher, ihr werdet eure Aufgabe gut machen.“ Luisahim nickte und boxte Theorahel mit dem Ellbogen ein wenig in die Seite, damit sich dieser auch aus seiner Erstarrung löste und einverstanden nickte. „Müssen wir die beiden nicht zuerst einer gründlichen Schulung unterziehen?“, fragte Phanuel etwas irritiert. Er konnte sich nicht vorstellen, was diese beiden auf der Erde ausrichten sollten. Doch der Höchste schüttelte den Kopf. Diese beiden werden unsere Botschafter sein und uns jeden Abend Bericht erstatten. Und wir werden uns die nächsten vierzig Tage hier jeden Abend einfinden, um zu hören, was die beiden uns zu berichten haben. Sie können alles, was sie können müssen. Wir vertrauen vollständig auf sie. Und ausgehend von ihren Berichten, werden wir hier, in der großen Versammlung, entscheiden, was nun zu tun ist.“ Nach diesen Worten schwieg der Höchste einen Moment und auch die anderen wagten nicht, etwas zu sagen. Luisahim und Theorahel schauten in die Runde. Das würde ja ein schönes Abenteuer werden. Kaum hatten sie das gedacht, sagte der Höchste: „Ja, das werden vierzig Abenteuer, die die Welt verändern werden. Damit ihr auf der Erde nicht so sehr auffallt, werden wir eure Namen für die nächsten vierzig Tage in Luisa und Theo ändern. Dann müsst ihr nicht so viele Fragen nach eurer Herkunft beantworten. Es ist nämlich absolut wichtig, dass die Menschen nicht erkennen, dass ihr eigentlich Engel seid. Sie sollen zu euch sprechen, wie sie zu jedem anderen Menschen auch sprechen würden. Nur dann können wir erkennen, was wirklich mit ihnen los ist und wie wir helfen können. Macht euch bereit ihr beiden. Morgen früh geht’s los!“

Morgen Abend folgt Teil 2 der Geschichte – ich hoffe, ich konnte Euch gut unterhalten

Ich wünsche Euch und Ihnen einen wunderschönen und vor allen Dingen eine gute Nacht

Eure

Manou Gardner

Das Licht am Horizont…und an den Fenstern

Nachdem ich gestern sehr viel Druck verspürt habe, bin ich heute aufgestanden und habe gespürt, dass sich etwas verändert hat. Was genau ist mir noch nicht so ganz klar, aber es hat damit zu tun, dass Menschen weltweit in einen Prozess eingetreten sind, in dem sie gemeinsam für eine Sache eintreten. Ich habe heute morgen gefühlt, dass sich ein Tor geöffnet hat. Ich kann es momentan noch besser beschreiben, aber es fühlt sich an, als ob durch die gemeinsame Arbeit eine neue Komponente hinzu gekommen ist.

Das Licht am Horizont

Es ist wunderbar zu spüren, dass Bewegung in eine Sache kommt und dass es leichter wird. Wir haben ja jetzt einen sehr mystischen Dezember vor uns. Zehn Portaltage und direkt danach die Rauhnächte. Da können wir noch viel spirituelle Arbeit leisten, um das Licht immer heller scheinen zu lassen.

Das Licht am Fenster

Nächsten Sonntag ist ja der erste Advent. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich liebe es, am Abend durch Straßen zu gehen, in denen die Menschen sich Mühe gemacht haben, die Fenster und Häuser zu schmücken. Lasst uns doch ein Zeichen setzen: Schmücken wir dieses Jahr unsere Fenster besonders schön und gestalten wir sie als die Fenster der Hoffnung und des Friedens.

Ich selbst schmücke unser Haus ja jedes Jahr sehr intensiv, das lag bisher daran, dass ich etliche Jahre lang die Vorweihnachtszeit in Chicago verbracht habe und mich dort in den opulenten Weihnachtsschmuck verliebt habe. Aber dieses Jahr wird es noch eine neue Komponente erhalten und ich werde den Weihnachtsschmuck so gestalten, dass es tatsächlich Lichter der Hoffnung und des Neuanfanges sind.

Wir können dadurch ein Zeichen setzen und möglichst viele Fenster zu Fenstern der Hoffnung machen!

Welche Zeichen sind denn Zeichen der Hoffnung?

Darüber habe ich gerade bei meinem Spaziergang mit dem Hund nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass der Stern von Bethlehem für mich DAS Zeichen der Hoffnung ist. Dieser Stern hat so stark geleuchtet, dass die Menschen wussten, dass etwas Besonderes geschehen sein muss. Daher werde ich in möglichst viele Fenster den Stern von Bethlehem anbringen. Auch Engel sind für mich ein besonderes Zeichen der Hoffnung, da sie die himmlische Kraft signalisieren, die wir nun brauchen, damit wir gemeinsam den Prozess zu einem guten Ende führen können.

Aber letztendlich ist es wichtig, dass man selbst sich gut damit identifizieren kann und man – jedes Mal, wenn man das Fenster sieht – das Gefühl der Hoffnung in sich aufsteigen lässt.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen guten und hoffnungsvollen Start in die Woche!

Eure Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Das geistige Team – wer ist das denn?

Ich habe schon oft darüber geschrieben, dass wir niemals alleine sind. Wir sind immer in Begleitung mehrerer geistiger Wesenheiten. Dieses geistige Team begleitet uns teilweise über alle Inkarnationen, kennt uns also schon viel länger als wir uns derzeit – in inkarniertem Zustand – vorstellen können. Wenn wir uns selbst betrachten, erkennen wir uns selbst nur als der Mensch, der wir nun gerade sind. Wir haben nur sehr selten eine Vorstellung davon, wer wir schon alles waren, und was wir bereits alles durchgestanden haben. Unser geistiges Team ist daher auch der Träger unserer Erinnerungen.

Der Engel hinter uns

Jeder Mensch hat in seinem Rückenraum einen Engel, der ihn durch alle Inkarnationen begleitet hat. Dieser Engel kennt uns besser als wir uns selbst. Und er ist tätig, indem er uns – meist während wir schlafen – zuflüstert, wer wir wirklich sind. In Momenten, in denen wir den Drang spüren, uns zu entfalten, das Leben ganz zu ergreifen und unseren ureigenen Weg zu gehen, erinnern wir uns auf einer unbewussten Ebene an diese Mitteilungen. Dieser Engel weiß genau, warum wir uns gerade in eine bestimmten Zeit inkarniert haben. Er hilft uns, unseren Seelenplan nicht aus den Augen zu verlieren. In Momenten, in denen wir uns alleine und verlassen fühlen, hilft es, wenn wir uns an diesen Engel erinnern und ihn im Raum hinter unserem Rücken wahrnehmen. Dieser Engel begleitet uns auch nachtodlich – in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt und wieder in die nächste Inkarnation hinein. Wir können diesen Engel auch um Rat bitten. Am deutlichsten erhalten wir die Antworten, wenn wir die Frage direkt vor dem Einschlafen stellen. Wir erhalten die Antwort dann während des Schlafes und können uns am nächsten Morgen in Form eines Gefühls oder inneren Wissens daran erinnern. Nicht umsonst soll man vor schwierigen Entscheidungen eine Nacht darüber schlafen. Rudolf Steiner rät sogar zu drei Nächten.

Ständiger Geistführer

Das Geistführer-Team kann variieren. Meist ist zumindest ein Geistführer dabei, der uns durch das ganze Leben begleitet. Dieser hat sich für die Aufgabe bereitgestellt, als wir vorgeburtlich unseren Seelenweg geplant haben. Der Geistführer kann ein Wesen sein, das noch nie inkarniert war, es kann aber auch eine Wesenheit sein, die sich nicht mehr inkarnieren muss, weil es schon so viele Leben gelebt hat. Solche Geistführer nennt man dann die aufgestiegenen Meister. Diese Wesenheiten haben viele Erdenleben durchlaufen und ihren irdischen Schulungsweg abgeschlossen. Nun stellen sie sich bereit, inkarnierten Menschen zu helfen, ihre Erfahrungen auf der Erde zu sammeln.

Spezielle Geistführer

Dann gibt es noch Geistführer, die uns eine Zeit unseres Erdenlebens begleiten, weil sie uns ihr Wissen, das sie selbst in Erdenleben gesammelt haben, zur Verfügung stellen. Als Medium hat man oft ein anderes, erfahrenes Medium im Geistführer Team, als HeilerIn steht uns oftmals einen Arzt oder anderer Heiler bei. Viele Künstler haben ebenfalls KünstlerInnen in ihrem Team, die sie zu bestimmten Zeiten inspirieren. Aber auch HandwerkerInnen können andere Handwerker in ihrem Team haben, oder UnternehmerInnen aus der geistigen Welt stehen UnternehmerInnen in der physischen Welt bei. Diese Art von Geistführern wird sich vermutlich irgendwann wieder inkarnieren, sie haben ihren eigenen Weg meist noch nicht abgeschlossen, stellen sich aber trotzdem für eine gewisse Zeit aus der geistigen Welt heraus zur Verfügung, um ihre Erfahrungen weiterzugeben. Spezielle Geistführer können uns Jahre oder Jahrzehnte begleiten, oder sie unterstützen uns nur in einem bestimmten Lebensabschnitt.

Krafttiere

Krafttiere sind Wesenheiten aus der geistigen Welt, die wir meist im Rahmen einer schamanischen Krafttier-Reise kennenlernen. Diese Wesenheiten bringen uns eine oder mehrere Qualitäten und Kräfte mit, die wir zu dieser Zeit im Leben gerade brauchen. Wenn man längere Zeit schamanisch arbeitet, hat man meist mehrere Krafttiere, wobei eines davon sich oftmals als das Haupt-Krafttier zeigen kann. Krafttiere sind treue und sehr mächtige Begleiter, die uns durch so manchen Sturm im Leben tragen können und sie sind die geistigen Begleiter, zu denen wir am leichtesten Kontakt aufnehmen können.

Wir können auch Hilfe anfordern

In bestimmten Situationen fällt uns vielleicht ein, wer von den Lieben aus der geistigen Welt uns gerade jetzt helfen könnte, dann ist es absolut kein Problem, wenn wir diesen Menschen zu Hilfe bitten. Und oftmals spüren wir auch augenblicklich dessen beruhigende Gegenwart. Wir können in bestimmten Situationen auch zusätzliche Engel zu Hilfe bitten und auch die Erzengel, wenn wir große Aufgaben erledingen müssen.

Göttliche Unterstützung

Und natürlich können wir jederzeit die große universelle Kraft, die wir auch Gott nennen, um Hilfe bitten. Dabei haben Menschen aber unterschiedliche Vorstellungen, die einen denken eher an den Vater-Gott, andere haben mehr Bezug zu Christus. Auch die Mutter-Göttin Maria gehört in diese Reihe der göttlichen Unterstützer und wir dürfen auch jederzeit diese herbeirufen.

Diese Aufzählung ist bei Weitem nicht vollständig. Wir haben so viele geistige Wesenheiten um uns herum, sodass wir uns zu jeder Zeit daran erinnern dürfen, dass wir niemals – nicht einmal für eine Sekunde – wirklich alleine sind.

Zeit sich daran zu erinnern

Gerade in der momentanen Zeit ist es wichtig, dass wir uns einerseits bewusst sind, dass wir selbst große geistige Wesenheiten sind, die es freiwillig auf sich genommen haben, die Beschränkungen des Erdendaseins zu erleben, um bestimmte Erfahrungen zu machen und dass wir uns andererseits auch bewusst sind, dass wir diese Aufgabe niemals alleine bewältigen müssen.

Vielleicht finden Sie gerade jetzt immer wieder Zeit, sich in einer ruhigen Stunde auf Ihr geistiges Team zu besinnen und die Wohligkeit, Sicherheit, Geborgenheit, Liebe, Weisheit und Treue dieser geistigen Begleiter zu fühlen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen, begleiteten Dienstag

Manou Gardner Medium

Bild von Momentmal auf Pixabay

Seelenreisen

In Zeiten in denen wir auf der physischen Ebene in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, ist es besonders wohltuend, wenn wir erfahren, dass wir nicht auf Transportmittel angewiesen sind, um mit unserer Seele in verschiedene Gefilde zu reisen. Seelenreisen zeigen uns auf, dass wir nicht nur auf der physischen Ebene existieren, sondern auf der geistigen Ebene immer und zu jeder Zeit völlig frei sind. Wenn wir mit der Seele reisen, erfahren wir archetypische Bilder, treten in Kontakt mit unserem geistigen Team und erleben, dass wir mehr sind als unser Körper. Wir sind geistige Wesen, die stets in Kontakt sind mit unserer geistigen Heimat, nur wissen wir das oftmals nicht.

Wie funktionieren Seelenreisen?

In den Seelenreisen nutzen wir die Eingebung aus der geistigen Welt um in einer kleinen Gruppe zu reisen. Eine Seelenreise ist eine tiefe, geführte, aus der geistigen Welt inspirierte Meditation. Wir bereisen dabei Welten, die wir im normalen Tagesbewusstsein nicht erreichen können und sind dadurch in der Lage, auch in tiefere Schichten unseres Unterbewusstseins vorzudringen.

Was erfahren wir in den Seelenreisen?

Wir können während einer Seelenreise Antworten auf Fragen bezüglich unseres Seelenplanes erhalten. Wir können ebenfalls Veränderungen in unserem Unterbewusstsein vornehmen, indem wir in unserem Seelengarten Veränderungen vornehmen. Wir können erfahren, wer uns durch unsere Inkarnationen begleitet und wir können Erkenntnisse über die verschiedenen Zeichen und Muster erhalten, die uns die geistige Welt die ganze Zeit zukommen lässt. Wir können unsere Geistführer, aber auch Engel und andere hilfreiche Wesenheiten treffen, die uns durch diese oder alle Inkarnationen und auch in der Zeit dazwischen begleiten.

Sind Seelenreisen anstrengend?

Von den meisten Menschen werden Seelenreisen wie eine Art Kurzurlaub erlebt. Natürlich kann es durch die tiefe Meditation passieren, dass wir anschließend wohlig müde sind, aber meist fühlt man sich erfrischt und gut ausgeruht. Unser physischer Körper erholt sich während der Zeit der Seelenreise.

Braucht man Vorerfahrungen für Seelenreisen?

Nein, eigentlich braucht es gar nichts, außer der Bereitschaft, sich auf dieses wunderbare Abenteuer einzulassen. Vorerfahrungen in Meditation können hilfreich sein, sind aber nicht zwingend notwendig. Für manche Menschen ist es leichter, sich in ihre innere Bilderwelt zu begeben, andere müssen dies erst annehmen lernen. Daher machen wir an den beiden Abenden, jeweils zwei Seelenreisen zu unterschiedlichen Themen. Dies ermöglicht, dass man bei der ersten Reise einfach lernen kann, wie man sich auf die innere Welt einstellen kann. Alle Antworten auf alle Fragen dieser Welt liegen in unserem Inneren. Während einer Seelenreise kann man viele Antworten erhalten.

Wann und wo können Sie Seelenreisen machen?

Wir gehen online morgen, Freitag, den 05.11. und nächste Woche Freitag, den 12.11. auf Reisen.

Wer noch dazu stoßen möchte, ist herzlich willkommen. Nähere Informationen finden Sie hier: Seelenreisen

Dieses online Seminar an zwei Abenden bietet die Möglichkeit, gerne auch das erste Mal, diese Art der Wahrnehmung kennenzulernen.

Ich wünsche Ihnen und Euch auf jeden Fall einen wunderschönen Donnerstag. Bewahren Sie im Bewusstsein, dass die äußere Welt nur einen Teil unserer Realität ausmacht.

Manou Gardner Medium

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Sonntag – Qualitäten der Wochentage

In der alten Mystik hatten die Wochentage stets eine Beziehung zu den Planeten und den Metallen. Und insbesondere hatte und hat jeder Wochentag eine bestimmte Qualität für unser Tun und Wirken. Rudolf Steiner hat dieses alte Wissen wiederbelebt und mit Hilfe seiner Hellsichtigkeit noch ergänzt. Der Sonntag hat eine besondere Stellung. Er ist der Tag der Erneuerung und Erfrischung. Am Sonntag sollte die Geschäftigkeit etwas ruhen.

Sonntag

Sonntag ist dem Metall Gold (Aurum) zugeordnet und natürlich der Sonne. Das ist beim Sonntag noch leicht, da es sogar im deutschen Wort vorkommt. Es ist der Tag der Erneuerung und Erfrischung. Jede Entscheidung kann an einem Sonntag neu getroffen werden. Wer sein Leben in andere Bahnen führen möchte, wählt am besten den Sonntag als Ausgangspunkt dazu.

Als geistige Kraft wirkt am Sonntag vorherrschend Erzengel Michael. Michael der Engel mit dem Schwert, der alles Alte durchtrennen kann. Der Baum des Sonntags ist die Esche und das Organ ist das Herz. Wenn Sie nun also Ihre neuen Gedanken unter einer Esche denken und das Herz als Instanz mit hinein nehmen, können Sie wunderbare Erfolge erzielen.

Montag

Der Montag korrespondiert mit dem Mond und seine Qualität entspricht dem Metall Silber. Da der Mond sehr stark auf alles Wässrige wirkt, ist der Montag ein perfekter Tag um die Woche zu denken, sich träumend in den Wochenanfang zu begeben. Die Tagesqualität entspricht nicht dem kräftigen Wirken und Schaffen, sondern eher dem träumenden Hineindenken. Das ist auch der Grund, warum viele Menschen ein Problem damit haben, montags mit Vollgas in die Woche zu starten. Wenn Sie die Möglichkeit haben, den Montag als Planungstag zu nutzen, werden Sie ganz anders in die Woche starten. Der Baum des Montags ist die Kirsche, das Organ ist das Gehirn und es wirkt vorherrschend Erzengel Gabriel.

Dienstag

Beim Dienstag müssen wir schon die französische Sprache bemühen, um den Planeten ausfindig zu machen. Im französischen Mardi können wir den Planeten Mars vermuten. Mars als Kriegsgott bringt uns am Dienstag Auftrieb für unsere Tätigkeit. Das Metall des Dienstags ist das Eisen. Wir können dienstags Dinge mit Kraft anpacken und umsetzen, die wir montags geplant haben. Das Organ des Dienstags ist die Galle, das Organ, das gerne leicht übergeht, wenn wir uns ärgern. Also achten wir am Dienstag gut auf unsere Impulse, damit die Schaffenskraft nicht in ein Wüten übergeht. Gut genutzt, bringen wir am Dienstag sehr viel weiter. Der Baum des Dienstags ist die Eiche, dieser Inbegriff von Beständigkeit und Durchhaltevermögen. Der wirkende Erzengel ist Samael.

Mittwoch

Der Mittwoch ist ein quirliger Tag und gehört dem Planeten Merkur. Das Metall des Mittwochs ist Quecksilber (Mercurius) und im französichen Namen Mercredi können wir dem auf die Spur kommen. Der Mittwoch ist der Tag der Kreativität, des Ausprobierens und Forschens. Die Gedanken können aber mittwochs auch einmal leicht davongaloppieren. Doch wenn Sie Veränderungen in Ihrer Arbeit oder Ihrem Zuhause planen, nutzen Sie die quirlige Kraft des Mittwochs. Das Organ des Mittwochs ist die Lunge. Dieses Organ mit dem wir am meisten mit unserer Umwelt in Kontakt sind. Atmen wir doch die gleiche Luft wie alle anderen Erdbewohner und nehmen über den Atem somit auch alles auf, was die anderen Erdbewohner ausströmen. Der Baum des Mittwochs ist die Ulme und der wirkende Erzengel ist Raphael.

Donnerstag

Der Donnerstag ist der Tag der Diplomatie und des Austauschs. Ebenso der Tag der Vertragsverhandlungen und rechtlichen Angelegenheiten. Der Planet des Donnerstags ist der Jupiter, was wir wiederum nur im französischen Jeudi finden können. Das Metall ist Zinn und der zugeordnete Baum ist der Ahorn. Diese Tatsache, dass der Donnerstag der Tag der Diplomatie und Verhandlungen ist, hat dazu geführt, dass weltweit in allen Waldorfschulen die Lehrerkonferenz stets an einem Donnerstag stattfindet. Wenn Sie also Meetings planen oder sich mit einer Reihe Menschen auf etwas einigen möchte, so wählen Sie am besten den Donnerstag mit seiner dafür perfekten Tagesqualität. Sie werden sehen, dass manche Dinge sich wie in Luft auflösen. Das Organ des Donnerstags ist die Leber. Entgiftungen aller Art können Sie auch sehr gut an einem Donnerstag starten. Und der wirkende Erzengel ist Zachariel.

Freitag

Der Freitag ist der Tag der Venus, was sich im französischen Vendredi zeigt. Die Venus-Qualität macht den Freitag zum perfekten Tag des Genießens. Wenn Sie Gäste bewirten oder sich selbst etwas Gutes tun wollen, dann eignet sich dafür der Freitag viel mehr als jeder andere Wochentag. Das Metall des Freitags ist das Kupfer, dieses faszinierende rötlich schimmernde Metall, das fast ebenso wie Gold das Gefühl von Üppigkeit und Wohlstand erzeugt. Das Organ des Freitags ist die Niere, die ebenso wie die Leber eines unserer größten Reinigungsorgane ist. Und als Baum ist dem Freitag die Birke zugeordnet. Dieser Baum, der stets mit seinem Schimmern und seiner Eleganz auch von Menschen zu erkennen ist, die sich sonst nicht so intensiv mit Bäumen auseinander setzen. Der wirkende Erzengel ist Anael.

Eine detaillierte Übersicht über die Qualität des Freitages finden Sie hier

Samstag

Der Samstag ist ebenso ein Tag des tatkräftigen Schaffens. Nicht von ungefähr bringen viele Menschen am Samstag Haus und Hof in Ordnung. Das ist das Prinzip des Samstags. Der wirkende Planet ist der Saturn, was sich im englischen Wort Saturday gut zeigt. Die Saturn-Kräfte sind weniger feinsinnig als tatkräftig und daher kann an einem Samstag viel erledigt werden. Das Metall des Samstags ist das Blei und das Organ ist die Milz. Als Baumwesen sind dem Samstag die Buchen, Tannen und Zypressen zugeordnet. Der wirkende Erzengel ist Oriphiel.

Sie sehen, jeder Wochentag hat seine Qualitäten. Ich lade Sie ein, sich einmal dem Experiment zu stellen und Ihren Termin- und Arbeitsplan nach der Qualität der Wochentage auszurichten. Sie werden sehen, es wird die Arbeit viel leichter von der Hand gehen. Dazu würde ich mich über Ihre Erfahrungsberichte sehr freuen.