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Eine kleine Auszeit

Meine Lieben, es haben schon ein paar von Euch nachgefragt, warum keine Morgenimpulse kommen. Hier ist die Erklärung: ich bin derzeit in Deutschland unterwegs und ziemlich eingespannt. Daher gibt es ein paar Tage keine Artikel und keine Videos.

Und ich habe das Gefühl, ich sammle nun zunächst einmal wieder Input, bevor ich Output liefere. Ab nächster Woche Mittwoch bin ich wieder für Euch da. Bis dahin habt ihr die Gelegenheit, Impulse, die ihr vielleicht noch nicht gelesen habt zu finden. Im Blog sind nahezu 600 Artikel und es gibt auch eine Suchfunktion, sodass ihr nach Artikeln suchen könnt, die Euch interessieren.

Ganz liebe Grüße und bis in zehn Tagen

Manou

Schuld und Scham

Schuld und Scham, wer kennt sie nicht? Sie schleichen sich oft in unsere Gedanken und Gefühle und verdunkeln die Wahrnehmung unserer selbst. Wie oft kommt das Gefühl von Schuld ausgerechnet dann, wenn eigentlich im Moment alles in Ordnung ist. Doch dann schleicht sie sich ein und Erinnerungen an Momente, in denen wir (vermeintlich) schuldig geworden sind, tauchen auf. Und fast reflexartig kommt dann auch noch die Scham dazu und raubt einem fast den Atem.

Schuldig sein ist fast unerträglich

Vor allen Dingen diejenigen Menschen, die sowieso hart an sich arbeiten, fühlen sich oft schuldig. Sie erinnern sich an Momente in ihrem Leben, in denen sie – aus heutiger Sicht – falsch gehandelt haben. Doch gab es in diesem Moment eine Wahl? Meist gab es keine Wahl. Vielleicht hätte man wählen können – wenn man gekonnt hätte. Aber oftmals war das Handeln die einzige Möglichkeit, zu der man in diesem Moment in der Lage war. Und im Nachhinein fühlt es sich an, als hätte man damals Schuld auf sich geladen. Und die Scham darüber ist groß.

Schuld als Verhinderer

Oftmals stehen die Gefühle von Schuld und Scham einem erfüllten Leben im Weg. Die Schuld führt dazu, dass man insgeheim der Meinung ist, dass man ein gutes Leben nicht verdient habe. Schließlich hat man sich ja schuldig gemacht. Und das gehört bestraft. Deshalb ist Schuld nicht nur ein Gefühl, das sich unangenehm anfühlt, sondern sie ist oft auch der Verhinderer unserer Pläne, Träume und Ziele. Man hat es schließlich nicht verdient!

Scham kommt gleich danach

Scham führt oftmals dazu, dass man sich der Welt nicht zeigen möchte. Schließlich schämt man sich ja seiner selbst. Das ist fatal. Denn diese Scham hindert uns nicht selten an dem, was wir eigentlich gerne tun möchten.

Schuld ist beurteilende Erinnerung

Wenn wir an all die Momente denken, in denen wir vermeintlich falsch gehandelt haben, dann erinnern wir uns aus der Situation in der wir uns jetzt befinden – und in der wir mehr Ressourcen zur Verfügung haben – an eine Situation, in der wir weniger Möglichkeiten hatten. Und wie ein wütender Elternteil verurteilen wir die damalige Situation, denn heute wissen wir es besser. Doch damals wussten wir es eben nicht. Es gab damals Gründe, warum wir so gehandelt haben. Und es ist schrecklich unfair, sich selbst gegenüber, sich aus der überlegenen Situation heraus zu verurteilen.

Eine Notfall-Lösung

Da ich weiß, wie viel Leid dieses Gefühl von Schuld und Scham bei Menschen auslöst, werde ich Dir heute Abend eine Notfall Meditation als Youtube Video hochladen, worin es um die Auflösung von Schuld und Scham geht. Denn es ist wichtig, dass Du aus dieser Gedankenspirale heraus kommst, um Dein gutes Leben zu führen.

Hier gibt es noch weiterführende Artikel:

Raus aus Schuld und Scham

Das Ding mit der Schuld und mit der Scham

Und hier geht es zu meinem Youtube Kanal, auf dem Du viele Videos zu allen möglichen Themen der Spiritualität findest: Manou Gardner auf Youtube

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen wunderschönen Samstag

Manou Gardner

Live the soul friendly and spiritual life you deserve!

Bild von John Hain auf Pixabay

Psychometrie -Lesen in Gegenständen

Psychometrie ist ein wahnsinnig spannendes Thema im Bereich der Hellsinne. Nicht nur die Aura anderer Menschen spricht dann zu Dir, oder Verstorbene treten in Kontakt, sondern Du kannst auch aus den Erinnerungen der Gegenstände lesen. Wie oft dachtest Du vielleicht schon: „Wenn mir dieser Gegenstand nur seine Geschichte erzählen könnte!“ Und Du wirst es nicht glauben, er kann es. In der Psychometrie lassen wir die Gegenstände selbst zu Wort kommen.

Psychometrie – eine lange vergessene Kunst

Seltsamerweise wird die Psychometrie in den wenigsten spirituellen Ausbildungen gelehrt. Dabei ist sie genauso zu handhaben, wie alle anderen Hellsinne auch. Wie hilfreich wäre es in der polizeilichen Ermittlung, wenn man nicht nur menschliche Zeugen, sondern auch die stillen Zeugen befragen würde. Ich denke mir, dass dies in Zukunft vermehrt eingesetzt wird. Wobei natürlich Gegenstände ihre Umgebung nicht so beobachten, wie Menschen es tun. Sie nehmen vielmehr die Emotionen und Schwingungen auf, die um sie herum herrschen. Daher ist es auch mit Vorsicht zu betrachten, sich gebrauchte Gegenstände – ohne vorherige gründliche Reinigung – ins Haus zu holen.

Was im Gegenstand erinnert sich?

In der Pyschometrie haben wir die Wahl zwischen verschiedenen Zugangsweisen. Wir können einerseits mit dem Material und seiner Energie in Verbindung gehen. Oder aber wir nehmen Kontakt auf zu der Wesenheit des Gegenstandes. Das ist wahrscheinlich sogar ein und dasselbe. Es gibt Menschen, die gehen eher mit der abstrakten Energie in Verbindung. Ich selbst aber habe eher den Zugang zur entsprechenden Wesenheit. Wahrscheinlich ist der einzige Unterschied die Wahrnehmung und Betrachtungsweise. Auf der anderen Seite speichert auch ein Gegenstand seine Erinnerung im morphischen Feld. Daher ist es für manche Menschen leichter, sich ans morphische Feld zu wenden und die Erinnerungen von dort „downzuloaden“.

Pychometrie und alle anderen verwandten Künste

Wenn wir eines Tages einmal vollumfänglich erkannt haben, dass es nichts Unbelebtes gibt, werden wir uns in der physischen Welt viel besser zurecht finden. Wir werden über die Psychometrie mit allem kommunizieren, was uns umgibt. Und wir werden die Tomaten nicht einfach düngen, sondern sie fragen, was sie brauchen. Auch werden wir nicht einfach Häuser umbauen, sondern mit ihnen besprechen, was zu tun ist. Alles um uns herum hat oder ist Bewusstsein. Wenn man sich dessen bewusst wird, bekommt die Welt ein ganz anderes Gesicht – ist alles plötzlich viel redsamer und auch spannender.

Ich finde, wir leben in einer unglaublich aufregenden Zeit, in der dies alles nun zu Tage treten darf.

Falls Du an diesem Thema Interesse hast, komm doch zu unserer medialen Intensiv-Woche. Dort werden wir noch viel, viel tiefer in dieses Thema einsteigen.

Den Link dazu findest Du hier: Mediale Intensivwoche:

Hier kannst Du weiterlesen: Wesenheiten der Farben

Und hier: Das Internet eine Wesenheit?

Ich wünsche Dir einen wunderschönnen Freitag!

Manou Gardner

Live the soul friendly and spiritual life you deserve!

Bild von Alexa auf Pixabay

Lebensziele – Lebensträume

Lebensziele und Lebensträume sind das Salz in der Suppe im Leben vieler Menschen. Es ist das Gefühl, noch etwas zu tun zu haben. Und niemals aufgeben ist das Motto all jener Menschen, die ihren Lebenstraum erfüllt haben. Wenn Du bisher noch weit weg bist von Deinen Lebensträumen oder Lebenszielen und Dich manchmal die vielen notwendigen Schritte bis dahin überwältigen, dann denke daran, dass Du einfach immer nur einen Schritt nach dem anderen gehen kannst.

Aufgeben ist keine Option

Wenn Du einen Lebenstraum oder ein Lebensziel hast, egal wie groß oder klein dieses sein mag, dann gibt es einen einzigen Weg dahin: Schritt für Schritt dem Ziel entgegen. Manchmal glaubst Du vielleicht, dass Du es niemals erreichen wirst. Aber das ist ein Trugschluss, denn die geistige Welt unterstützt Dich dabei. Sie hilft Dir, indem sie Dir ungeahnte „Zufälle“ schickt und Dich dadurch motiviert, dran zu bleiben. Manchmal ist es gut, eine Pause einzulegen und die Lebensziele noch einmal zu überprüfen und vielleicht sogar ein wenig abzuändern. Aber dann geht es unverdrossen weiter.

Die Seele kennt das Lebensziel

Deine Seele kennt das Ziel und was oftmals zuwischen Dir und Deinem Traum oder Deinem Ziel steht ist ein Mangel an Phantasie und manchmal sogar Bequemlichkeit. Je größer das Lebensziel ist, desto mehr musst Du dabei aus Deiner Komfortzone heraustreten. Das fühlt sich nicht immer angenehm an. Doch vom Sofa aus haben sich noch die wenigsten Menschen ihre Lebensträume erfüllt.

Die Nay-Sayer in Deinem Umfeld

Und dann gibts natürlich auch noch die Zeitgenossen, die Dir sowieso einreden wollen, dass es nicht erstrebenswert ist, Deinen Lebenstraum zu verfolgen, weil sie selbst keinen verfolgen. Hüte Dich vor diesen Menschen, denn sie stehen Dir im Weg und rauben Deine Energie. Bleib dran und lass Dich nicht beirren.

Du hast kein Lebensziel?

Das ist auch in Ordnung. Wenn Du so, wie Du lebst, glücklich bist, dann ist es wunderbar. Nicht jeder Mensch muss einen Lebenstraum verfolgen. Aber die meisten Menschen haben einen – manchmal ganz verschüttet, weil sie innerlich schon resigniert und sich davon verabschiedet haben. Spüre noch einmal genau hin. Wie gesagt, das Glück ist ein guter Gradmesser. Wenn Du morgens aufwachst, und Dich auf Deinen Tag freust, dann hast Du vielleicht sogar Dein Lebensziel schon erreicht. Aber wenn Du Überdruss, Langeweile und schlechte Stimmung spürst, dann stimmt etwas noch nicht wirklich. Dann hat Deine Seele Lust auf mehr.

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Donnerstag

Manou Gardner

Live the soul friendly and spiritual life you deserve!

Hier kannst Du weiterlesen: Der eigenen Träume gewahr werden – den inneren Zensor entlarven

Falls Du meinen Youtube Kanal noch nicht kennst, den findest Du hier: Manou Gardner auf Youtube

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Die eigene Mitte finden

Die eigene Mitte zu finden ist ein stattliches Ziel, doch es ist möglich. Normalerweise pendeln wir innerlich ja oft hin und her – je nach Tagesverfassung. Mal reißt es uns auf eine Seite – dann fühlen wir uns euphorisch, voller Energie und Tatendrang. Danach schleudert es uns wieder auf die andere Seite – zu Tode betrübt, niedergeschlagen, voller Lethargie. Und es gibt keinen Schalter, den man umlegen kann – die eigene Mitte finden ist ein Prozess

Die eigene Mitte – was ist das überhaupt?

Die eigene Mitte ist der Ort in uns, an dem Du ausgeglichen bist. Wenn Du in Deiner Mitte bist, nimmst Du die Dinge im Außen zwar wahr, aber sie haben keine Macht über Deine Stimmung und Dein Befinden. Aus der Mitte heraus kannst Du die Welt betrachten und Dir Deine Gedanken machen, aber Du bist autonom und souverän. Was immer im Außen ist, es reißt Dich weder in die eine noch in die andere Richtung.

Wie kommst Du in Deine eigene Mitte?

Solange Du das Gefühl hast, auf das Außen reagieren zu müssen, solange bist Du wie eine Feder, die vom Windhauch hin und her getragen wird. Erfährst Du etwas Gutes, bist Du freudig, erfährst Du etwas Schlechtes, bist Du niedergeschlagen. Wenn Du in Deine Mitte kommen willst, darfst Du Dich von diesem re-agieren frei machen. Dann nimmst Du die Dinge im Außen zur Kenntnis und Du bleibst doch (weitgehend) frei.

Hier ein paar Gedanken, die Dir dabei helfen

  • Du darfst immer daran denken, dass alles, was geschieht einen Sinn hat
  • Und es darf Dir bewusst sein, dass Du hier bist um zu lernen – Du darfst Fehler machen
  • Nimm zur Kenntnis, dass das Außen nur ein Spiegel Deines Innen ist
  • Sobald Du das Innen veränderst, verändert sich auch das Außen
  • Wenn Dich etwas belastet, überlege, ob dies auf Deinem Sterbebett auch noch Bedeutung hätte – wenn nicht, hat es auch heute keine Bedeutung
  • Wisse stets, dass Du ein Kind der geistigen Welt bist – die Erde ist nur Deine Schule und alle Erfahrungen wollen gemacht werden. Du hast es Dir ausgesucht.
  • Betrachte Dein Leben aus der Sicht der vielen Erdenleben. Vieles verliert an Bedeutung, wenn Du das Leben nicht von Geburt bis zum Tod denkst, sondern wie eine Perlenkette von vielen Erdenleben
  • Verankere in Dir, dass andere Menschen keine Macht über Dich ausüben können, es sei denn Du gestattest es ihnen (außer Du bist gerade unter den Geiseln einer Flugzeugentführung oder so…) Aber in den meisten Fällen ist die Situation weit weniger dramatisch.

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen wunderschönen Mittwoch – der Tag in der Mitte der Woche

Manou Gardner

Your soulfriendly and spiritual life

Und hier kannst Du gerne weiterlesen:

Raus aus Schuld und Scham – fünf Schritte, wie Du in Deine Mitte kommst

In der Mitte bleiben, den Tag nutzen, die Zukunft erschaffen

Und falls Du Lust hast, Dich in Medialität zu üben, kannst Du das hier: Mediale Intensivwoche

Toxische Spiritualität

Toxische Spiritualität – leider werden Menschen sehr oft von spirituellen BeraterInnen in Situationen gebracht, die ihnen nicht gut tun. Da geht es um Druck, um Unwahrheiten, um Angstmache und sehr häufig auch um Manipulation. Ich möchte Dich in diesem Video ermutigen, kritisch zu bleiben und Deine spirituellen Berater einen genauen inneren Prüfung zu unterziehen.

Menschen, die Deine Träume feiern

Menschen, die Deine Träume feiern, Dich unterstützen, wenn Du strauchelst und Dich ermutigen, wenn Du zweifelst, sind die Edelsteine Deines Lebens. Diese Menschen sind selten, aber es gibt sie. Sie erkennen neidlos an, was Du leistest und stehen Dir mit Rat und Tat zur Seite, wenn Du sie brauchst.

Die Menschen, die Dich nicht verstehen

Es gibt sie leider auch, die Menschen, die nicht verstehen, wovon Du träumst. Die Dir sagen, dass alles, was in Deinem Kopf ist, falsch ist. Die Dir zu verstehen geben, dass DU falsch bist. Diese Menschen sind die ewigen Nay-Sayer, diejenigen, die ihre eigenen Träume längst begraben haben und es besser fänden, Du tätest das auch.

Menschen, sprechen aus ihrem individuellen Kontext

Jeder Mensch lebt in dem Raum, den er/sie sich zugesteht. Dieser ist bei dem Einen größer und bunter und beim Anderen eben enger und weniger farbig. Deshalb wäre es absolut falsch, dass Du Dich darauf konzentrierst, was die Menschen glauben, was gut für Dich wäre. Du brauchst den Mut, dies selbst für Dich zu definieren.

Menschen, die Deine Träume feiern, sind Juwelen

Menschen, die Dir zuhören, ohne zu urteilen. Die nicht ihr eigenes Maß zu Deinem Maß machen wollen, die nicht sofort für Alles oder Jedes Bedenken anmelden sind Dein wirkliches Team. Mit solchen Menschen an Deiner Seite kannst Du wachsen und zu Deinem allerbesten Ich werden. Die anderen dürfen ruhig ihre Meinung haben, aber Du solltest Dich davor hüten, diese zu Deiner Meinung werden zu lassen.

Achte darauf, mit welchen Menschen Du Dich umgibst

Wir sind im Unterbewusstsein anfällig für all die negativen Kommentare unserer Mitmenschen. Daher ist es gut, wenn Du sorgfältig auswählst, wer Dich auf Deiner Reise durchs Leben begleiten darf. Meide die ewigen Bedenkenträger, umgib Dich mit Menschen, die Deine Träume wirklich verstehen und diese auch feiern. Menschen, die Dich anspornen, über Dich hinauszuwachsen und zum besten Selbst Deines Lebens zu werden.

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Dienstag – lebe Deine Träume!

Manou Gardner

Your soulfriendly and spiritual life!

Falls Du noch etwas lesen möchtest: Mystische, unsichtbare Welten

Und hier: Alles ist Geist, ist geheimnisvoll, ist magisch

Bild von Biljana Jovanovic auf Pixabay

Lebensenergie bewahren

Lebensenergie bewahren ist ein wirklich wichtiges Thema geworden. Wir verlieren auf vielerlei Arten unsere Energie und es wird zunehmend wichtiger, diese zusammenzuhalten und sie verfügbar zu haben. Natürlich kommt unsere Energie aus einer nahezu unerschöpflichen Quelle, doch nur die wenigsten Menschen sind derzeit im vollen Fluss der Energie. Und bis dahin ist es wichtig, diese Lebensenergie gut zu bewahren.

Sich von Negativität fernhalten

Einer der wichtigsten Punkt, um die Lebensenergie zu bewahren ist die absolute Abkehr von jeder Form von Negativität. Zunächst einmal von der Negativität anderer Menschen, aber auch von der eigenen. Wenn Du mit Menschen sprichst, die negativ denken, wirst Du augenblicklich in diesen Strudel mit hinein gezogen. Dies gilt nicht vollständig, wenn Du in einem helfenden oder therapeutischen Kontext arbeitest und gelernt hast, Dich zu schützen. Doch auch da kann man beobachten, dass es leicht zu einem Overload an Negativität kommen kann, der sich dann in Dein Leben einschleicht.

Lebensenergie durch Nahrung bewahren

Über das Thema Nahrung könnte man in diesem Kontext ganze Bücher füllen. Fleisch mit der Todesenergie und den Stresshormonen ist ganz sicher nicht sehr gut geeignet, Deine Energie hoch zu halten. Auch hinter Eiern, Milch und Milchprodukten steckt eine verabscheuungswürdige Industrie, sodass es auf Dauer sicher förderlich ist, davon immer mehr wegzukommen. Dass dies nichts ist, das man einfach mal nebenbei bewältigt, ist mir bewusst. Doch jede Mahlzeit, die ohne Tierleid auskommt, ist schon ein Gewinn – für Dich und unser tierischen Geschwister.

Und im Hinblick auf die ab morgen zugelassene Beimischung von Insekten zur Nahrung, stellt sich wieder die Frage, was man alles selbst herstellen kann, bzw. welche Quellen vertrauenswürdig sind.

Lebensenergie durch Kleidung bewahren

Es gibt Kleidung, die Deine Lebensenergie bewahrt und welche, die entgegengesetzt wirkt. Generell kann man sagen: Lose sitzende Kleidung, die den Körper umfließt und aus natürlichen Materialien hergestellt ist, bewahrt die Energie. Je enger und einschürender die Kleidung, desto mehr drückt sie auf Deine Energiebahnen und schadet Dir. Kleidung aus Kunstfasern ist natürlich ebenso bedenklich. Der Rohstoff für die meisten Kunstfasern ist Erdöl. Das ist nicht dazu gedacht, auf dem Körper getragen zu werden.

Doch auch die Umstände, wie die Kleidung hergestellt wurde, überträgt sich auf Dich. Wenn Du Kleidung trägst, die mit den Tränen der geknechteten TextilarbeiterInnen getränkt ist, wird sie anders auf Dich wirken, als wenn dies nicht der Fall ist. Auch Wolle, die aus Betrieben kommt, wo das Mulesing (also das Abschneiden der Hautfalten der Schafe bei vollem Bewusstsein) stattfindet (überwiegend in Australien, wo die meiste Wolle herkommt) ist bedenklich.

Wenn Du Deine Lebensenergie gut bewahren möchtest, darfst Du Dir darüber Gedanken machen, was Du am Körper trägst. Und unter dieser Prämisse ist es auch fragwürdig, ob Du Dir mit Second Hand Kleidung einen Gefallen tust – denn diese trägt die Energie des Vorbesitzers.

Die Energie im Zuhause

Direkt nach der Kleidung ist unsere Lebensenergie im Zuhause von allergrößter Bedeutung. Welche Gefühle weckt Dein Zuhause in Dir? Wie sehr magst Du die Energie Deines Zuhauses? Was könntest Du ändern, damit es sich besser anfühlt?

Das Zuhause ist unser erweitertes Energiefeld, das besonders anfällig ist für Störzonen. Folgende Dinge können die Energie Deines Zuhauses negativ beeinflussen:

  • Gerümpel
  • Schmutz
  • Belastete Gegenstände vom Flohmarkt
  • Alte Möbel, die nicht energetisch gereinigt wurden
  • Mitbringsel von Reisen, die am Ursprungsort als Kultgegenstände verwendet werden
  • Geschenke von Menschen, die Du nicht magst

Wenn Du all dies entfernst, wird sich die Energie in Deinem Zuhause schnell klären und Dir dabei helfen, Deine Lebensenergie zu bewahren.

Hier kannst Du noch weiterlesen: Die eigene Energie aufbauen und bewahren

Und bei Krisen: Wenn im Außen alles zusammenbricht

Und hier: Die Heilung Ihres Zuhauses

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Start in die Woche!

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Magst Du Medialität erlernen? Mitte Februar findet eine Mediale Intensivwoche statt. Nähere Infos findest Du hier: Mediale Intensivwoche

Bild von Willgard Krause auf Pixabay

Sich selbst neu erfinden

Sich selbst neu erfinden – das klingt nach einer Menge Arbeit. Aber es kann auch eine Menge Freude bedeuten. Wer sagt denn, dass das, was Du jetzt lebst, Dein wirkliches, bestes, größtes Ich ist? Vielleicht steckt in Dir etwas ganz Anderes, das raus möchte. Heute ist der Tag nach dem Neumond, mit seiner Erneuerungsenergie. Und außerdem ist Sonntag, der immer für einen Neuanfang steht.

Die Erlaubnis, sich selbst neu zu erfinden

Hast Du das Gefühl hast, dass Du Dich gerne neue erfinden würdest, aber Du nicht darfst? Dann frage ich Dich, wer wohl in der Lage ist, Dir diese Erlaubnis zu geben? Wenn Du nicht befugt bist, wer könnte es dann sein? Siehst Du? Niemand! Jeder Mensch darf zu jedem Zeitpunkt umkehren und alles in Frage stellen. Du darfst das auch!

Wohin neu erfinden

Ich höre oft, dass Menschen den Lockdown sehr genossen haben – vor allen Dingen den ersten – weil sie da frei waren von allen Verpflichtungen. Mir ist es genauso gegangen. Aber warum sollten wir dazu einen Lockdown brauchen? Frage Dich, wann diese Momente waren, in denen Du frei von Stress und Druck warst. Und dabei meine ich jetzt nicht zwingend den Urlaub. Denn die meisten Menschen müssen ihren Lebensunterhalt verdienen. Aber was tust Du so gerne, dass Du es auch tun würdest, wenn Du nichts dafür bekommen würdest? Das ist oftmals der Hinweis, wohin die Reise gehen könnte.

Mir fällt nichts ein

Viele Menschen leiden auch unter der Ideenlosigkeit. Das Alte ist nicht mehr gut, aber es zeigt sich auch das Neue nicht. Das liegt oft daran, dass dieser Mensch oftnals nur um das Bekannte kreist. Doch schon Einstein sagte sinngemäß: „Verrückt ist, immer das Gleiche zu tun und dabei ein anderes Ergebnis zu erwarten.“ Wenn man sich neu erfinden möchte, muss man raus aus dem Altbekannten. Wie viele Menschen haben ihre Bestimmung auf dem Pilgerweg gefunden?!

Pilgern hilft dabei, sich neu zu erfinden

Wenn Du wirklich genug davon hast, Dich immer wieder im Kreis zu gehen, mach doch eine Pilgerreise. Gehe tagein, tagaus, lass Deine Gedanken schweifen, fühle Dich selbst in diesem ungewöhnlichen Tun. Pflege die Blasen an Deinen Füßen, esse einfaches Abendbrot, schlafe in Herbergen und setze Dich dem Wind, dem Regen, der Hitze und der Kälte aus – das klärt ungemein. Und wenn Du jetzt denkst, dass Du dazu keine Lust hast, dann ist vielleicht Dein Leidensdruck nicht groß genug. Oder Du hast Dich an das Leiden schon gewöhnt.

Wie viele Menschen eiern jahrelang herum und warten

Ich weiß von Menschen, die seit Jahren nach ihrem wahren Ich suchen, aber sie schaffen es nicht, ihre Komfortzone zu verlassen. Doch es ist hilfreich, sich zu erheben und sich etwas auszusetzen. Das erschafft neue Gedanken. Wenn wir auf dem Sofa sitzen und nachdenken, kommen wir immer wieder in die alten Gedankenschleifen. Das ist verschwendete Lebenszeit. Wer wirklich etwas verändern möchte, darf sich auf den Weg machen.

Trau Dich doch! Und falls Du nicht alleine gehen magst, ich biete im Mai/Juni (Datum steht noch nicht fest) eine begleitete Pilgerreise an. Schreib mir, wenn Du daran Interesse hast.

Hier ist noch ein passender Artikel: Es liegt an uns – erschaffen wir eine bessere Welt!

Ganz liebe Grüße in Deinen Sonntag

Manou

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Gute Entscheidungen

Gute Entscheidungen zu treffen sagt sich sehr einfach. Doch woher weißt Du, was die guten Entscheidungen sind? Woran erkennt man gute Entsccheidungen? Und nicht zuletzt: Wie fühlen sich gute Entscheidungen an? Das ist das Thema heute.

Wir treffen ständig Entscheidungen – doch sind die auch gut?

Wir müssen uns Tag für Tag für oder gegen Vieles entscheiden. Und manchmal fällt dies nicht leicht. Und wenn Du ehrlich zu Dir bist, fällst Du viele Entscheidungen aus Gewohnheit. Das machen wir alle. Der eine mehr, der andere weniger. Wir entscheiden uns oftmals für das, was wir kennen. Was wir immer so gemacht haben

Es erscheint – zumindest auf den ersten Blick – weniger anstrengend. Wenn wir es so machen, wie wir es gewohnt sind, wissen wir, was uns erwartet. Allerdings wissen wir dann nicht, was uns erwartet hätte, wenn wir es einmal anders gemacht hätten. Doch wir halten die Entscheidung für den Moment für eine gute Entscheidung.

Gute Entscheidungen werden aus dem Abwägen heraus getroffen

Wenn wir gute Entscheidungen treffen wollen, wägen wir normalerweise ab. Da kommen kurz-, mittel- und langfristige Ziele zu Sprache. Angenommen ich habe Hunger und überlege, mir eine Pizza zu bestellen. Dann ist das kurzfristig eine gute Entscheidung, denn danach bin ich satt. Aber schon mittelfristig ist es eine schlechte Entscheidung, denn ich werde kurz darauf schrecklich müde. Und langfristig ist es überhaupt eine schlechte Entscheidung, denn sie bekommt meinem Körper nicht gut.

Oder ein anderes Beispiel: Der Tag hat nur eine begrenzte Anzahl von Stunden und ich habe eine lange Liste von Dingen, die ich heute noch erledigen möchte. Und da kündigt sich überraschend Besuch an. Kurzfristig ist es einfacher den Besuch anzunehmen, denn ich muss dann nicht nein sagen. Mittelfristig stört es mich, denn ich bekomme meine Liste nicht abgearbeitet. Langfristig komme ich nicht an meine Ziele, wenn ich meine Zeit nicht gut behüte.

Gute Entscheidungen kann man nur treffen, wenn man sich seiner langfristigen Ziele auch bewusst ist

Und das ist oft der Grund, warum Menschen mit Entscheidungen herumeiern. Wenn wir nicht wissen, was eigentlich das mittel- oder langfristige Ziel ist, dann entscheiden wir oft falsch. Wir setzen die falschen Prioritäten. Wir wollen niemanden vor den Kopf stoßen, sagen JA auch wenn wir NEIN meinen und lassen uns von außen bestimmen. Denn die weniger guten Entscheidungen sind oftmals die, die uns in der Komfortzone belassen. Es ist ja eine Pizza auch sehr lecker und Besuch ist ja auch schön. Aber passt es gerade zum Plan?

Wir müssen nichts ganz aus unserem Leben streichen

Wir können uns ja ganz bewusst für Pizza entscheiden, weil sie so lecker ist. Das ist etwas Anderes als nur schnell satt werden zu wollen und danach in einen komatösen Zustand zu fallen. (Ich habe das hunderte Male ausprobiert – das Koma ist unausweichlich!) Und es ist schön, Besuch zu bekommen. Aber der Zeitpunkt sollte weise gewählt sein, denn dann kann man sich ganz auf seinen Besuch konzentrieren und hat nicht die unerledigte To-Do Liste im Kopf.

Die geistige Welt hilft uns

Es ist immer und in jedem Lebensbereich sinnvoll, die geistige Welt mit ins Boot zu holen. Denn wenn wir klar sind, was wir wollen, was für uns wichtig ist und auf welches Ziel wir hinarbeiten, dann unterstützt uns die geistige Welt sehr dabei.

Gute Entscheidungen fühlen sich frei an

Wenn wir eine wirklich gute Entscheidung getroffen haben, dann fühlen wir Freiheit und Zufriedenheit. Wenn sich nach einer Entscheidung weder Freiheit noch Zufriedenheit einstellt, dann sind wir – vielleicht aus Bequemlichlkeit – einen faulen Kompromiss eingegangen.

Klarheit führt zu den guten Entscheidungen

Klarheit hilft uns, die geistige Welt ins Boot zu holen. Klarheit hilft uns kurz-, mittel- und langfristige Ziele im Auge zu behalten und sie hilft uns auch, die Dinge, die wir in unser Leben einladen auch zu genießen.

Und wenn Du diese Klarheit noch suchst, so können wir Dir dabei helfen.

Hier ist die letzte Möglichkeit, Dich zu unserem Event: Das Potential Deiner Seele anzumelden, um Klarheit in Dein Leben zu bringen.

Hier kannst Du weiterlesen: Oft ist es nur eine Entscheidung

Und hier ein Artikel über die streitenden inneren Anteile: Die innere Anteile, der ewige Streit…

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Donnerstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Micha auf Pixabay

Seelentier – gibt es das?

Gibt es sowas wie ein Seelentier? Der kleine Kater auf dem Bild hat ganz offensichtlich beschlossen, diese Frage mit „Ja!“ zu beantworten. Er ist praktisch unzertrennlich mit mir. Wo immer ich bin, ist er meist auch. Am liebsten in irgendeiner Form auf mir drauf. Und auch ich spüre, wir zwei sind Buddys. Wir mussten uns treffen.

Natürlich liebe ich alle meine Tiere – aber Olli ist mein Seelentier

Alle meine Tiere sind auf ihre Weise zauberhaft. Da wäre mal Helmut, die alte Heilerin und Katzendame, die mittlerweile im 21. Lebensjahr ist, und ihre Pension genießt. Und da wäre Milo, der Bruder meines Seelentieres Olli. Dieser ist sehr eigenständig und nicht im Geringsten so darauf bedacht, im beständigen Kontakt zu sein. Und natürlich Bobby unser wunderbarer Familienhund, der von den beiden kleinen Katern oftmals ziemlich genervt ist.

Wären wir hier bei Biene Maja, dann hätte Seelentier Olli die Rolle von Willi

Immer mal gerne liegen und die Welt aus der Ruhe heraus betrachtend. Und gleichzeitig ganz aufmerksam seiend, was gerade vor sich geht. Olli ist sehr ruhig und beobachtet und oftmals denke ich, dass er schon im Voraus weiß, was ich gleich machen werde. Denn ich brauche nur daran zu denken, dass ich ihn jetzt gleich hinuntersetzen muss, da steht er auch schon auf und streckt sich. Aber das ist vielleicht auch gerade die Eigenschaft eines Seelentieres. Man muss nicht miteinander sprechen. Es ist einfach ganz klar.

Tiere kommen nicht zufällig zu uns

Ich bin der festen Überzeugung, dass es ebenso schicksalshaft ist, mit welchen Tieren wir unser Leben teilen. Und dabei hat vermutlich jedes der Tiere etwas mit einem bestimmten Familienmitglied zu tun, ist das Seelentier von einem davon. Während unser gutmüiger, aber eigensinniger Hund Bobby auf mich praktisch gar nicht hört, macht er alles, was meine Tochter von ihm will. Im Sommer würde er seine Nächte gerne draußen im Hof verbringen, und ich schaffe es nicht mal annähernd, ihn ins Haus zu locken. Meine Tochter wiederum muss sich nur auf die Terrasse stellen und etwas in die Nacht hinein säuseln, dann ist er auch schon da. Er scheint ihr Seelentier zu sein. Die beiden sind stets im stillen Einverständnis.

Olli ist gekommen, um mit mir durchs Leben zu gehen und mein Seelentier zu sein

Und er lehrt mich, die Welt ruhig zu betrachten. Erst einmal zu schauen, ob das ein guter Platz ist und sich dann niederlassen. Sich nicht verrückt machen lassen vom Getöse der Welt und sich selbst auch nicht so wichtig zu nehmen. Olli lehrt mich das reine Sein. Und er teilt mit mir die Leidenschaft für Wolle. Gut, er strickt nicht, aber er liebt Wolle. Er ist genau der Lehrmeister, den ich gebraucht habe. Oft beobachte ich ihn, wie er fast meditativ mit seiner unglaublichen Eleganz durchs Leben geht. Da müsste ich lange üben, um diesen Catwalk zu schaffen. Aber es darf ja auch immer etwas Unerreichbares im Leben geben, etwas das man an Anderen neidlos bewundert.

Seelentiere sind immer auch Heiler

Und ich glaube, dass unsere Seelentiere uns auf mehrere Arten heilen. Einerseits zeigen sie uns Aspekte des Lebens, die uns nicht so leicht zugänglich sind und andererseits übernehmen sie auch viel von uns. Sie tragen unsere Last mit uns. Wir könnten von der Liebe und der Selbstlosigkeit aller Tiere so viel lernen. Und es gibt keinerlei Unterschied zwischen den sogenannten „Nutztieren“ – was ein furchtbares Wort ist, und den Haustieren. Wer schon einmal in die Augen einer Kuh geschaut hat, hat darin das ganze Universum der Liebe gesehen.

Ich wünsche mir eine Welt, in der wir erkennen, dass die Tiere unsere Brüder und Schwestern sind

Eine Welt, in der kein Tier mehr durch Menschenhand leiden muss, in der kein Tier mehr zu Tode gebracht wird, um irgendwelche Lüste zu befriedigen – eine Welt, in der wir miteinander leben und uns gegenseitig die besten Freunde sind.

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen wunderschönen Mittwoch

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Hier kannst Du noch etwas über die Hellsinne der Tiere lesen: Die Hellsinne der Tiere

Und hier geht es nicht um die Verbindung zu einem Tier, sondern zu einem Kristall: Manchmal muss man etwas tun, ohne genau zu wissen warum

Und falls Du Deiner eigenen Seele und Deinem Seelenweg ein Stück nähertreten möchtest, dann kannst Du Dich noch zu unserem Workshop „Das Potential Deiner Seele“ anmelden. Nähere Infos findest Du hier: Workshop „Das Potential Deiner Seele“

Und hier geht es zu meinem Youtube Kanal, mit vielen Meditationen und anderen Themen:

Manou auf Youtube

Notfall-Meditation

Dies ist eine Notfall-Meditation, die Dir bei Gedankenkreisen und Krisen hilft. Sie hilft Dir, wenn Du aus Angst, Wut, Zorn, Sorge, Trauer nicht herausfindest und Deine Gedanken immer wieder um bedrohliche oder unangenehme Szenarien kreisen. In dieser Meditation verbindest Du Dich mit all Deinen Helfern aus der geistigen Welt und Deiner eigenen Essenz.

„Außer sich geraten“ Was ist das wirklich?

Was passiert beim „Außer sich geraten“ auf der geistigen Ebene? Wir verwenden die Redewendung ja gerne, wenn wir meinen, dass wir empört oder sehr aufgeregt waren. Und es ist total spannend – denn dabei geraten wir wirklich aus uns heraus.

Außer sich geraten – ein spirituelles Phänomen

Du und ich und alle anderen Menschen bestehen ja aus mehreren Körpern. Da ist einmal unser physischer Körper und dann die feinstofflichen Körper wie der Ätherleib, der Astralleib und der Ich-Leib. Beim „außer sich geraten“ lösen sich die Körper voneinander. Vor allem das ICH steht plötzlich nicht mehr in dem Gefüge drinnen. Es folgen dann oft solche Beschreibungen wie: „Ich war ganz außer mir“ und „Ich war nicht mehr ich selbst“ oder auch „Ich stand völlig neben mir“. Und all dies sind nicht nur Metaphern, sondern sie beschreiben einen realen Zustand, den man, wenn man hellsichtig schaut, auch sehen kann.

Was macht das „Außer sich geraten“ mit Dir?

Wenn Du in diesen Zustand kommst, in dem Du außer dir bist, dann bist Du nicht mehr in der Ganzheit. Das heißt, zum einen verzerren sich Deine Wahrnehmungen und zum anderen bist Du nicht mehr im gewohnten Ausmaß handlungsfähig. Und es dient der Situation nicht im Geringsten. Daher ist es wichtig, wieder „in sich zu geraten“.

Wann gerät man außer sich?

Außer sich geraten kann aus verschiedenen Gründen passieren. In Krisensituationen passiert es am häufigsten, auch bei einem Schock oder bei großem Ärger. Wenn man sich ganz schrecklich über einen anderen Menschen oder eine Situation ärgert, passiert es ebenfalls oft, dass man sich innerlich aufsplittet.

Was passiert beim „Außer sich geraten“ körperlich?

Auf der physischen Ebene schütten wir Unmengen von Stresshormonen aus. Das sind in erster Linie die üblichen Verdächtigen Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus. Die werden von der Nebenniere, also vom Nebennierenmark und der Nebennierenrinde gebildet. Diese Stresshormone sorgen dafür, dass wir uns auf Kampf oder Flucht vorbereiten können, das heißt, sie wecken die ganz tief verwurzelten, instinkthaften Anteile in uns. Doch in den seltensten Fällen müssen wir einen Tiger erlegen oder eine Meute Feinde niedermetzeln, sodass diese Produktion für uns nicht nützlich ist. Denn gleichzeitig erhöhen sie Pulsfrequenz und Blutdruck und schädigen auf Dauer die meist schon schwachen Nebennieren der meisten Menschen.

Wie können wir wieder „in uns geraten“?

Zum einen ist es natürlich so, dass Du durch Nachdenken erkennen kannst, dass es gerade nicht sinnvoll ist, in so einem Zustand zu sein. Aber bis das Nachdenken wieder einsetzt, dauert es oft eine ganze Weile, weil Dein Körper auf Kampf oder Flucht vorbereitet ist. Daher ist es tatsächlich gut, dem Körper Bewegung zu geben. Lauf eine Runde ums Haus, mähe den Rasen oder gehe mit dem Hund spazieren (oder ohne Hund). Dadurch verarbeitest Du die Stresshormone. Atme tief und achte darauf, dass der Atem sich mehr und mehr beruhigt. Mache Dir bewusst, dass gerade Dein ältester Anteil Deines Gehirns aktiv ist.

Was kannst Du tun, damit Deine feinstofflichen Leiber wieder zusammenfinden?

Das ist aus meiner Sicht der weitaus wichtigste Teil des Ganzen. Denn egal wie dramatisch die Situation tatsächlich oder gefühlt ist, wenn Du nicht ganz bist, das heißt, wenn Deine feinstofflichen Leiber nicht beisammen sind, dann bist Du auch nicht handlungsfähig und Dein Denken funktioniert auch nicht – wegen den oben genannten physischen Reaktionen.

Heute Abend gibt es eine Nofall-Meditation für diese Momente

Da es wesentlich einfacher ist, wenn ich es Dir per Video aufzeige, werde ich heute Abend mit Dir eine Notfallmediation machen, die Du immer anwenden kannst, wenn Du aus verschiedenen Gründen aus Dir gerätst.

Diese Gründe können sein:

  • akute Krise
  • Schock
  • Trauer
  • Wut oder Ärger
  • und was sonst noch dazu führt, dass Du nicht „in Dir bist“

Ich freue mich auf Dich heute Abend bei der Notfall Meditation auf Youtube.

Hier ist der Link zu meinem Kanal, falls Du es noch nicht getan hast, abonniere ihn doch, damit Du nichts verpasst: Manou auf Youtube

Hier gibt es noch einen Artikel zu Energie bewahren: Die eigene Energie aufbauen und bewahren

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Dienstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Energiewechsel seit gestern

Seit gestern scheinen die Energien wieder einen besonderen Shift gemacht zu haben, denn heute herrrscht so eine drückende Energie als müsse man gleich in einen hundertjährigen Schlaf fallen. Außerdem ist es gerade schwierig, die Gedanken zusammenzuhalten. Wenn es Dir auch so geht, lies einfach weiter…

Plötzlicher Energiewechsel seit gestern gegen Mittag

Nach meiner Wahrnehmung war die Energie gestern am Morgen zwar etwas schwerer, aber nicht so betäubend. Und seit gestern gegen Mittag erlebe ich sie total narkotisierend. Es ist furchtbar anstrengend, sich dagegen zu behaupten. Hätte ich nichts zu tun, würde ich einfach schlafen und rate dies auch allen, die das gerade können und es auch so erleben.

Auch in der Nacht seltsame Energien

Auch heute Nacht, vor allem gegen Morgen habe ich erlebt, dass sich alles irgendwie zusammengeballt hat. Es war, als ob die feinstoffliche Welt dichter geworden ist und es fühlt sich an wie eine Überlagerung der Welten. Es ist schwierig in der einen Welt zu bleiben, sondern es ist für mich so, als ob ich permanent zwischen den Welten pendle. Das tue ich ja schon aus beruflichen Gründen oft, aber das ist etwas anderes.

Wie geht man mit solchen Energien um?

Am besten ist es, wenn man sich so wenig wie möglich dagegen stemmt. Das ist oft leichter gesagt als getan, wenn man zu tun hat. Aber je mehr man durchlässig wird, desto besser ist es zu ertragen.

Wir werden vermutlich in den nächsten Jahren mit ganz verschiedenen Energiequalitäten leben müssen, da unser physischer Körper für den Shift, der gerade passiert noch zu grob schwingt. Es wird einfacher, wenn wir insgesamt feinstofflicher geworden sind.

Glücklicherweise trifft die jeweilige Energieveränderung nicht alle Menschen gleichzeitig. Jeder von uns reagiert unterschiedlich. Aber im Vergleich zu letzter Woche habe ich heute und auch schon gestern das Gefühl, wie durch Schlick zu waten. Alles ist anstrengender als sonst.

Ja, das wollte ich für heute nur mal so hierlassen, falls es Dich auch betrifft. Wir schaffen das! Wir gehen da durch.

Zum Thema Energien gibt es hier einen Artikel: Erste Hilfe bei negativer Energie

Ganz liebe Grüße

Manou

Bild von Larisa Koshkina auf Pixabay

Sind Zeitreisen möglich?

Wahrscheinlich hast Du Dir auch schon einmal überlegt, ob Zeitreisen möglich sind? Und was man dazu braucht? Eine Zeitmaschine? Eine besondere Vorrichtung? Ich bin davon überzeugt, dass Zeitreisen möglich sind und dass man gar nicht besonders viel dazu braucht.

Was ist die Zeit?

Meist stellen wir uns die Zeit ja als eine Linie vor, die von der Vergangenheit in die Zukunft läuft. Und irgendwo auf dieser Linie ist die Gegenwart. Alles was links von uns ist, ist vergangen und somit können wir dort auch nichts mehr gestalten und alles was rechts ist, ist zukünftig und das können wir auch nicht erreichen. Aber ist die Zeit eine Linie? Als Hilfseinrichtung zum Beispiel beim Jenseitskontakt oder beim Aura-Reading ist die Linie gut, weil wir in der Wahrnehmung vorwärts und rückwärts gehen können. Aber aus der erweiterten Sicht ist die Zeit eben nicht linear.

Zeitreisen zwischen Zeitlinien

Dann kommt ja noch der Gedanke dazu, dass es vielleicht gar nicht nur eine Zeitlinie geben könnte, sondern sogar mehrere oder gar viele. Und wenn wir an dem Punkt angelangt sind, ist es nicht nur möglich Zeitreisen zu machen, sondern sogar verschiedene Zeitlinien zu besuchen. Und all die so genannten Zeitlinien sind eben auch nicht linear.

Zeit als Zustand

In vielen spirituellen Praktiken erleben wir, dass wir sehr wohl Dinge in der Vergangenheit heilen können. Wir können auch in frühere Leben reisen und uns sogar auf anderen Zeitlinien selbst treffen. Das ist unglaublich spannend, wenn so etwas geschieht, weil wir dadurch eine Ahnung davon bekommen, wie viel komplexer die Welt in Wirklichkeit ist.

Zeitreisen und Reisen zwischen den Dimensionen

Wenn wir uns bewusst machen, wie sehr wir in ein komplexes Universum eingebunden sind, das umso komplexer wird, je mehr wir es denken können, dann bekommen wir eine erste Ahnung davon, was alles möglich sein kann. Wenn wir lernen, unser Bewusstsein so weit auszudehnen, können wir – ohne jegliche Hilfmittel – durch Zeiten und Räume reisen.

Die neue Welt wird uns nun Schritt für Schritt diese Möglichkeiten eröffnen

Wenn wir nun offenen Geistes sind, werden wir nicht nur Zeitreisen, sondern auch noch ganz andere Arten von Reisen durchführen. Wir können uns selbst auf den verschiedenen Zeitlinien treffen, wir können andere Wesenheiten treffen, die in anderen dimensionalen Räumen leben, wir können endlich erkennen, dass die geistige Welt so viel wunderbarer und größer ist, als die physische Welt, in der wir uns manchmal ja doch gefangen fühlen.

Der Aufwachprozess hat begonnen

Der Aufwachprozess hat begonnen und somit auch die Möglichkeit, sich weit über die Dreidimensionalität zu erheben. Sein Bewusstsein nahezu grenzenlos zu erweitern und all die Möglichkeiten zu ergreifen, die uns diese Transformation nun bietet, einschließlich der Zeitreisen.

Hier gibt es noch einen weiterführenden Artikel dazu: Wer wir wirklich sind

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Sonntag Nachmittag und Abend!

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Enrique Meseguer auf Pixabay

Sich selbst treu bleiben

Sich selbst treu zu bleiben ist gar nicht immer ganz einfach. Wie stark haben sich doch die Konzepte, denen wir ständig ausgesetzt sind, in den Köpfen festgesetzt. Da bedarf es immer wieder der Prüfung, ob Deine Seele das so will, oder ob Du glaubst, dass dies irgendwer von Dir verlangt. Und die Unterscheidung ist oftmals nicht leicht, weil sich die Konzepte von außen mit den Seelenwünschen manchmal verwoben haben.

Was bedeutet es eigentlich, sich selbst treu zu bleiben?

Wenn Du davon ausgehst, dass Du hier auf die Erde gekommen bist, um eine bestimmte Mission zu erfüllen, dann gibt es Umstände, die das fördern und Umstände, die dem entgegen stehen. Daher ist es oftmals wichtig, sich zunächst einmal klar zu werden, wer Du selbst eigentlich bist und was Dein Weg ist. Schon hier stehen die meisten Menschen vor einer riesengroßen Herausforderung. Je nachdem, wie Du bisher gelebt hast, ist Deine Mission mehr oder weniger verschüttet. Bei manchen Menschen sind richtige Ausgrabungen notwendig 🙂

Auf den Solarplexus achten

Aber Du hast in Dir ein Sensorium, das Dir hilft, Dir selbst treu zu bleiben, selbst wenn Du noch mit Ausgrabungen beschäftigt bist – und das ist Dein Solarplexus. Sobald Du etwas tust, das Dir nicht enstpricht, spürst Du eine leichte Verkrampfung in Deinem Solarplexus. Dies ist nicht der Fall, wenn die Entscheidung auf einer tiefen Ebene stimmig für Dich ist.

Wie spürt man den Solarplexus?

Der Solarplexus ist sowohl auf der physischen, als auch auf der feinstofflichen Ebene bekannt und ist physisch ein Nervengeflecht, das auch als Bauchgehirn bezeichnet wird. Feinstofflich ist es der Sitz eines unserer Hauptchakras, also unserer Energiezentren. Du fühlst Deine Solarplexus ungefähr eine Handbreite über Deinem Bauchnabel. Wenn Du Dir bei Menschen oder in Situationen nicht sicher bist, tust Du sehr gut daran, auf diesen Bereich zu achten. Wenn sich dieser Bereich weich und locker anfühlt, bist Du Dir wahrscheinlich gerade selbst treu. Aber Du bist Dir garantiert nicht treu, wenn sich dort etwas verkrampft. Dann ist Vorsicht geboten! In diesem Fall würde ich Dir raten, diese Entscheidung noch einmal gut zu überdenken.

Die Erwartungen anderer Menschen versus sich selbst treu zu bleiben

Tja, und oftmals kommt man in einen Konflikt. Eigentlich wüsstest Du, was für Dich das Richtige wäre, doch dagegen stehen die Erwartungen anderer Menschen. Je nachdem, um welche Situation es sich gerade handelt, ist es besser, wenn Du die Entscheidung noch ein wenig vertagst, um sie gut zu überdenken und hineinzuspüren. Grundsätzlich ist es zwar immer besser, sich selbst treu zu bleiben, aber oftmals braucht es einer guten Lösung. Zum Beispiel, wenn es sich auch um existentielle Fragen handelt.

Stell Dir vor, Du liegst auf dem Sterbebett

Für viele Menschen ist dies eine erschreckende Vorstellung. Doch machen wir uns nichts vor, das ist so ziemlich das Einzige, das garantiert eintreten wird. Und das ist auch gut so. So wie wir nach anstrengenden Tagen unseren Schlaf brauchen, so brauchen wir das Nachhausegehen für eine bestimmte Zeit, um uns von dieser Inkarnation zu erholen und auf die nächste vorzubereiten. Also, stell Dir vor, Deine Stunde ist nun gekommen und Du schaust auf Dein Leben zurück. Und nun stelle Dir die Frage, an der Du gerade grübelst noch einmal. Hätte diese Frage zu diesem Zeitpunkt eine Bedeutung? Und wenn ja, auf welche Entscheidung würdest Du dann gerne zurückblicken? Das Bewusstmachen unserer Endlichkeit macht manche Dinge sehr einfach – denn wenn es daran geht, dass wir uns selbst Rechenschaft ablegen, zählt nur das Eine: Wie sehr bin ich mir selbst treu geblieben?

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen wunderschönen Samstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Falls Du Deiner Seele etwas nähertreten willst, um in Zukunft seelengerechtere Entscheidungen zu treffen, so komm doch zu unserem Online Seminar „Das Potential Deiner Seele“

Alle Informationen und ein Video dazu findest Du hier: Klick

Weiterlesen kannst Du hier:

Die inneren Anteile, der ewige Streit und wie Du ihn beenden kannst

oder hier

Oft ist es nur eine Entscheidung

Bild von Willgard Krause auf Pixabay

Was ist unrealistisch?

Was ist unrealistisch? Sind es die Dinge, die so weit aus von unserer Alltagsrealität entfernt sind, dass sie uns unrealistisch erscheinen? Oder sind es Dinge, die einfach physikalisch nicht denkbar sind? Oder sind es diejenigen Dinge, die in unserer Dimension noch nicht vorstellbar sind?

Unrealistisch ist eine Killerphrase

Ich erlebe immer wieder – und die Geschichte bietet genügend Beispiele – dass Dinge als unrealistisch abgestempelt werden. Damit meint derjenige Mensch, der die Dinge so bezeichnet, ja nichts anderes, als dass sie in SEINER Realität nicht existieren. Dies sagt mehr über diesen Menschen aus, als über die Realität. Denn vermutlich gibt es ja gar keine Objektivität. Einstein konnte die Relativitätstheorie denken – andere nicht. Aber war sie deshalb unrealistisch – wohl nicht. Sie war nur für diejenigen unrealistisch, die sie nicht denken konnten.

Henry Ford konnte das Auto denken und Graham Bell das Telefon. Für viele Menschen war dies vollkommen unrealistisch – für die beiden (und etliche andere) aber war es denkbar und somit realistisch.

Wer entscheidet, was realistisch und was unrealistisch ist?

Manchmal bekommt man ja fast den Eindruck, als gäbe es auf der Welt eine Instanz, die entscheidet, was realistisch ist und was nicht. Aber diese Instanz existiert ja gar nicht. Wir entscheiden das selbst. Wenn wir etwas denken können, dann ist es bereits realistisch. Wenn man es aus der geistigen Welt heraus betrachtet, existiert es sogar schon, wenn es gedacht ist. Daher dürfen wir uns getrost darüber hinwegsetzen, wenn uns jemand sagt, dass dieses oder jenes unrealistisch sei. Es stimmt – aber nur für diesen Menschen.

Die neue Welt, die gerade entsteht, braucht neue Ideen

Diese Welt, die gerade im Entstehen ist, braucht ganz dringend neue Ideen und wir dürfen beginnen, dieses alte Konzept von realistisch und unrealistisch dahin zuzuordnen, wohin es gehört, nämlich in die alte Welt. Und selbst da war es nicht angebracht. Doch in der neuen Welt dürfen wir unsere Inspiration noch viel weiter ausdehnen. Wir dürfen Unerhörtes denken!

Wenn Dir das nächste Mal jemand sagt, dass etwas unrealistisch ist

Wenn Dir das nächste Mal jemand sagt, dass etwas unrealistisch ist, darfst Du einfach lächeln. Und wenn Du magst, kannst Du erwidern: „Nicht für mich“! Aber vielleicht magst Du auch gar nichts sagen und weiter in Deinen Gedanken bleiben, weil es einfach schön ist, etwas Neues zu denken. Und vielleicht möchtest Du auch einfach nur mit Menschen darüber sprechen, die ebenfalls Neues denken können.

Und wenn Du noch ein wenig weiterlesen möchtest, gibt es hier schon die passenden Artikel

Vom Wollen zum Sein – Träume in die Realität bringen

Wie können wir zu echter Freiheit gelangen?

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Ausklang der Woche

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Willgard Krause auf Pixabay

Ich wünsche Dir eine gute Nacht

Wie schnell so ein Tag verrinnt….unglaublich, immer wieder. Nun ist mein Kopf schon leer und ich bin müde. Daher möchte ich Dir nur ganz kurz eine wunderbare Nacht wünschen – auf dass die geistige Welt Dich im Schlafe unterrichtet und Dir viele schöne neue Impulse schicken mag. Wir lesen uns dann morgen – in aller Frische wieder.

Schlaf gut!

Ganz liebe Grüße

Manou

Bild von Agnes auf Pixabay

Die Sorge um die Kinder und Enkelkinder

Gehörst Du auch zu den Menschen, die sich immer wieder um die Kinder und die Enkelkinder sorgen? Weil die Welt gerade so unberechenbar geworden ist oder aus anderen Gründen? Dann kann ich Dich in diesem Artikel vielleicht ein wenig beruhigen.

Zunächst einmal: Auch ich sorge mich manchmal um meine Kinder und Enkelkinder

Das ist normal! Wir dürfen uns Gedanken machen, aber diese Gedanken dürfen uns nicht überrollen und zu Zwangsgedanken werden. Aber natürlich denkst Du manchmal darüber nach, wie ihre Zukunft aussehen mag. Doch in Wahrheit ist die Sorge unbegründet. Und es ist gut, wenn Du weißt, warum sie unbegründet ist.

Auch die Kinder sind schon alte Seelen

Diese Seelen, die jetzt inkarniert sind, sind alle alte Seelen. Das ist nicht zufällig passiert, sondern sie haben sich genau diesen Zeitpunkt ausgesucht. Sie sind in diese Welt eingetreten, weil sie etwas dazu beitragen wollen, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Daher tun wir ihnen nichts Gutes, wenn wir uns um sie sorgen. Wir sollten vielmehr darauf achten, dass sie sich in ihrer Größe spüren und sich möglichst bald an ihre Mission erinnern können.

Du hilfst am meisten, wenn Du gut auf Dich schaust

Dabei kannst Du ihnen am besten damit helfen, dass Du auf Dich schaust und Dir Deiner eigenen inneren Kraft bewusst bist. Kinder lernen durch Nachahmung. Wenn sie Dich klein und vor Angst zerfressen erleben, empfinden sie dies als Indikator, dass die Welt bedrohlich ist und sie selbst klein und hilflos sind. Und auf eine Weise sind sie ja oftmals noch klein und hilflos, aber ihre Seele ist es nicht. Daher solltest Du möglichst selten Sorge um die Kinder empfinden und ihnen auch nicht diese Botschaft überbringen. Wenn Du weißt, dass Du selbst ein ewiges und unsterbliches Wesen bist, dann überträgst Du dieses Wissen auch auf Deine Kinder und Enkelkinder – und Du musst nicht einmal darüber sprechen.

Die Sorge um die Kinder nimmt ab, wenn Du die Gesetze der geistigen Welt kennst

Wenn Du die Gesetze der geistigen Welt kennst, dann fällt es Dir leichter, Deine Sorge in Zuversicht zu transformieren. Ich zähle Dir ein paar davon einmal auf:

  • Nichts geschieht zufällig
  • Alles macht aus Sicht der geistigen Welt Sinn, auch wenn wir es nicht erkennen, solange wir inkarniert sind
  • Jeder Mensch ist ein geistiges und unsterbliches Wesen
  • Du kannst nichts falsch machen, denn Du bist hier um zu lernen
  • Auch Deine Kinder und Enkelkinder sind große unsterbliche Wesen
  • Wir sind alle beschützt
  • Wir sind begleitet von Engel, Geistführer, Ahnen und geborgen in der universellen, göttlichen Kraft

Falls Du Deine eigene Seele viel besser kennenlernen möchtes, freue ich mich, wenn Du bei unserem Workshop dabei bist. Du findest ihn hier: Das Potential Deiner Seele

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Mittwoch

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Sarah Richter auf Pixabay

Wechseljahre und Spiritualität

Im heutigen Video geht es darum, dass Du erkennst, dass Du niemals zu alt sein kannst, um Dich in die Welt der Spiritualität zu begeben. Ganz im Gegenteil, ein Teil unserer spirituellen Kräfte erwächst und sogar erst in und nach den Wechseljahren. Und es ist so wichtig, dass Frauen nach der Menopause in ihre archaische Kraft finden und die Anbindung an die geistige Welt suchen.

Prioritäten physische und geistige Welt

Die Prioritäten in der physischen und in der geistigen Welt sind total unterschiedlich. Während wir im Körper sind, halten wir gewisse Dinge für unglaublich wichtig. Nachdem wir unseren Körper abgelegt haben, stellen wir fest, dass wir dort die Dinge ganz anders werten.

Prioritäten in der physischen Welt

In der physischen Welt, also solange wir im Körper sind und „leben“, glauben wir oftmals, dass Macht, Einfluss, Erfolg, Geld und Besitz von Bedeutung sind. Und das mag auch so sein, für diese kurze Zeit. Außerdem glauben wir oftmals, dass es wichtig ist, die Anforderungen anderer Menschen zu erfüllen und was andere Menschen von uns denken oder über uns sagen. Und dann halten wir es auch noch für wichtig, dass die Küche dreimal pro Woche aufgewischt und samstags das Auto ausgesaugt wird. Natürlich ist es wichtig, dass wir in einer Umgebung leben, die uns energetisch unterstützt und in der wir uns wohlfühlen. Aber es ist vieles davon eben auch nicht wichtig. Und solange uns die Dinge Freude bereiten, sind sie super. Aber es darf uns trotzdem bewusst sein, dass die Prioritäten in der physischen und in der geistigen Welt vollkommen unterschiedlich sind.

Prioritäten in der geistigen Welt

In der geistigen Welt zählt alles, was wir seelisch erschaffen haben. Dass wir mutig und aufrichtig waren, dass wir wahrhaftig gelebt haben. Und es zählt auch, wie wir mit anderen Menschen umgegangen sind. Und nicht nur das. Es zählt ebenfalls, wie wir mit Tieren, Pflanzen, der Natur und allem was lebt, und was scheinbar nicht lebt, umgegegangen sind. In der geistigen Welt stellen wir fest, dass wir mit allem verbunden sind, dass alles eins ist. Dass wir alles, was wir anderen Menschen oder Wesen angetan haben, uns schlussendlich selbst angetan haben. Und in der geistigen Welt zählt auch, ob wir es geschafft haben, unsere innere Mission, die wir uns vor unserer Erdenreise vorgenommen haben, zu folgen, oder ob wir uns vom Getöse der Welt vereinnahmen ließen.

Prioritäten in Einklang bringen

Wenn wir auf unsere innere Stimme hören, täglich wahrhaftiger werden und uns immer mehr und immer weiter dem nähern, was wir im tiefsten Inneren als Bedürfnis empfinden, bringen wir diese beiden Prioritäten in Übereinstimmung. Unsere Seele versucht ja nicht, ihren Plan vor uns geheim zu halten, das würde ja keinen Sinn machen, sondern sie versucht uns immer wieder zuzuflüstern, wo der Weg lang gehen könnte. Sie zeigt uns, wo sich unsere Freude ausbreiten könnte, wo wir ganz uns wahrhaftig sind. Und wenn wir es schaffen, uns von den anerzogenen Konzepten zu lösen, die tief in uns verankert sind, und uns aus dem freien Willen heraus mit unserer innersten und tiefsten Natur in Verbindung setzen, dann haben wir eine Übereinstimmung der Prioritäten der physischen und der geistigen Welt geschaffen.

Wenn Du weiterlesen möchtest, wie es im Jenseits eigentlich aussieht, findest Du hier einen passenden Artikel: Wie sieht es im Jenseits eigentlich aus?

Und hier ein Artikel zum behaglichen Leben: Hygge, das dänische Konzept der Behaglichkeit

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Dienstag!

Heute Abend gibt es ein Video zum Thema: „Wechseljahre und Spiritualität“ auf meinem Youtube Kanal: Manou Gardner auf Youtube

Bild von Willgard Krause auf Pixabay

Deine große individuelle Veränderung

Deine große individuelle Veränderung, was soll das sein? Jedes Jahr im Januar startet ein neues Jahr und jedes Jahr dachtest Du vielleicht, dass dies das Jahr sein wird, das für Dich die große individuelle Veränderung bringt. Das kenne ich. Aber dieses Jahr ist ganz unabhängig von Dir schon ein ganz besonderes Jahr und es bringt die wirklich die Qualität, Deinem Leben nun eine ganz neue Richtung zu geben.

Warum ist das Jahr 2023 ein besonderes Jahr?

Ich habe es in den Rauhnacht-Videos ja erzählt, dass ich auch Jahre wesenhaft wahrnehme. Und das Jahr 2023 hat eine völlig andere Qualität als viele Jahre zuvor. Da wir in vielen Jahren ja nicht wussten, was uns wirklich bevorsteht, können wir ja auch nur rückblickend erkennen, warum die Vergangenheit uns nicht die große individuelle Veränderung gebracht hat, die wir vielleicht gerne gehabt haben.

Kollektive Veränderung und Deine große individuelle Veränderung

Die letzten Jahre standen unter dem Motto der kollektiven Veränderung. Die ganze Welt ist in Veränderung geraten. Das war einerseits schwierig, und andererseits war es wichtig, damit genau das geschehen konnte, was geschehen ist. Viele Menschen sind aus ihrem Trancezustand aufgewacht. Wenn auch Du zu diesen Menschen gehörst, und das nehme ich an, sonst würdest Du das hier nicht lesen, kannst Du das ja rückblickend erkennen. Und in diesem kollektiven Prozess war es oftmals nicht möglich, die einzelnen Themen abzuarbeiten, die Du Dir für das kommende Jahr vorgenommen hast – zu stark waren die äußeren Einflüsse. Aber das hat sich nun geändert. Dieses Jahr bringt das Potential auf Deine große individuelle Veränderung.

Was möchtest Du verändern in diesem Jahr?

Das Wichtigste, was es zu verändern gilt ist, den Fokus ganz klar zu setzen. Wohin soll Deine Reise im Jahr 2023 gehen? Was möchtest Du erreichen? Was soll sich in Deinem Leben verändern? Und wie kannst Du es schaffen, dass der Impuls nicht schon im Februar zum Erliegen kommt?

(Übrigens wird es dazu am Freitag, den 20.01. von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr und am Samstag, den 21.01.von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr einen live Workshop von Lena und mir geben. Dabei geht es darum, wie Dir die geistige Welt bei Deinem Vorhaben helfen kann. Die näheren Infos bekommst Du übermorgen)

Die ersten Schritte für Deine große individuelle Veränderung:

  • Setze einen klaren Fokus – entscheide Dich für maximal 2-3 Themen
  • Setze Dir Meilensteine für das Jahr – keine Angst, die kannst Du dann ja auch noch verändern
  • Überlege Dir, welche alltäglichen Verrichtungen Du verändern musst, um Deinem Ziel näher zu kommen
  • Baue die Veränderung in Deinen Alltag ein – nur so kannst Du Schritt für Schritt näherkommen

Dies sind die ersten und allerwichtigsten Schritte, um am Ende des Jahres 2023 auf Deine große individuelle Veränderung zu blicken.

Warum brauchst Du überhaupt eine große individuelle Veränderung?

Es kann natürlich sein, dass für Dich alles so passt, wie es gerade ist. Dann brauchst Du überhaupt keine große Veränderung. Dann kannst Du einfach so weitermachen wie bisher und Dein Leben in vollen Zügen genießen.

Aber wenn es Themen gibt, die Dich schon länger beschäftigen, wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Leben doch noch soviel mehr bereit hält, als Du bisher lebst, dann ergreife die Chance, die Dir 2023 bringt und bereite Dich auf eine vielleicht etwas turbulente, aber gansz sicher befriedigende große individuelle Veränderung vor!

Hier sind noch ein paar Artikel zum weiterlesen:

Einen Schritt nach dem anderen zum seelenfreundlichen Leben

Die momentane energetische Transformation und ihre Auswirkung auf uns Menschen

Wichtige Termine:

Am kommenden Mittwoch (also übermorgen) ist Kristall-Meditation von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr. Wenn Du dabei sein möchtest und noch keinen Link hast, schicke mir eine E-Mail unter manuela@pusker.at. Ich schicke Dir dann den Link zu.

In der Kristall-Mediation erzeugen wir ein Feld der Heilung für die Erde und alle Wesenheiten. Die Teilnahme ist völlig kostenlos.

Am kommenden Dienstag (also morgen) am Abend kommt wieder ein spannendes Video zum Thema „Spirit-Talk“

Und dieses Mal geht es darum, warum die Wechseljahre so wichtig sind für die spirituelle Entwicklung. Falls Dich das interessiert, abonniere am besten gleich den Kanal, damit Du benachrichtigt wirst, wenn das Video online geht.

Hier gehts zum Kanal: Manou Gardner auf Youtube

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Montag und einen ebensolchen Start in die Woche

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Bluehouse Skis auf Pixabay

Wenn Deine Seele zu Dir spricht

Wenn Deine Seele zu Dir spricht, dann solltest Du genau zuhören. Deine Seele spricht mit leiser Stimme und es nicht immer ganz einfach, sie auch zu hören. Oftmals bist Du gefangen in einem Konglomerat von Emotionen und Gedanken – und um diese zu sortieren, bzw. Dich in diesem Dschungel zurecht zu finden, spricht Deine Seele zu Dir.

Deine Seele spricht leise und unaufgeregt

Und das ist genau das Problem! All die Dramen im Leben, ob echt oder selbst konstruiert, sind laut und aufdringlich. Sie dringen in Dein Leben ein und halten Dich beschäftigt. Und dabei spielt es gar keine Rolle, ob es Deine eigenen Dramen sind. Wer kennt sie nicht, die Menschen, die es immer wieder schaffen, Dich mit einem Anruf oder ein paar Sätzen in ihre Welt der Dramen mit hineinzuziehen. Und so kann es passieren, dass Du unbemerkt von Drama zu Drama gehst, anstatt zu hören, was Deine Seele Dir zuflüstert.

Die Dramen aus dem Leben schmeißen

Wenn Du ein Leben lebst, in dem ein Drama das andere jagt, dann ist es nicht möglich zu hören, wenn Deine Seele zu Dir spricht. Und der erste Schritt ist es dann, zu erkennen, dass diese Dramen überhaupt vorhanden sind. Ich möchte Dir hier ein paar Möglichkeiten nennen, an denen Du die ewigen Dramen erkennen kannst.

  • immer, wenn Du Dich innerlich atemlos fühlst
  • immer, wenn Du Dich mit anderen Menschen beschäftigst
  • immer, wenn Du gehetzt bist
  • immer, wenn Du das Gefühl hast, niemals zur Ruhe zu kommen
  • immer, wenn Du Dich überwältigt fühlst
  • immer, wenn Du keine Zeit für Dich hast
  • immer, wenn Gefühle Dich überwältigen
  • immer, wenn Du eigentlich nicht da sein möchtest, wo Du gerade bist
  • …und so weiter…

Das sind nur ein paar Beispiele, doch an ihnen kannst Du die Dramen identifizieren. Und diese Zustände schaffen es immer und immer wieder, Dich aus Deiner Mitte zu katapultieren.

Das Ziel ist, die Zeiten ohne Dramen zu verlängern

Du bist ein Mensch wie ich und jeder andere auch. Und deshalb wird es immer wieder Ausnahmezustände in Deinem Leben geben. Das ist völlig okay – solange es Ausnahmzustände sind. Doch wenn Du hören willst, wenn Deine Seele zu Dir spricht, dann brauchst Du genügend Zeiten, in denen Du ganz bei Dir bist. Die Zeiten, in denen Du ganz bei Dir bist, sind idealerweise sehr viel länger, als die Zeiten, in denen Du außer Dir bist.

Wenn Deine Seele zu Dir spricht, fühlst Du Dich ganz

Wenn Deine Seele zu Dir spricht, dann fühlst Du Dich wohl und geborgen. Sie flüstert Dir zu, was gut für Dich ist und womit Du Dich seelisch nähren kannst. Und da dies oftmals – im Gegensatz zu den Dramen in Deinem Leben – so unspektakulär ist, hörst Du es manchmal einfach nicht. Oder Du hörst es, und misst ihm keine Bedeutung zu, weil es sich zu einfach anhört.

Wenn Deine Seele zu Dir spricht, ist es wirklich einfach

Das Verrückte ist nämlich, dass Deine Seele keine komplizierten Dinge vorschlägt. Oftmals sind sie so einfach, dass Du gar nicht glaubst, dass Dir das jetzt helfen könnte. Deine Seele spicht oftmals von folgenden Dingen:

  • Vertrau Deiner inneren Stimme und Deiner Intuition
  • Nimm Abstand von diesem oder jenem Menschen
  • Höre darauf, wenn sich etwas nicht gut anfühlt
  • Lass Dich nicht zu Dingen überreden, die Du nicht willst
  • Wenn Du in Dir kein Ja fühlst, ist es ein Nein
  • Schlafe ein paar Nächte darüber, bevor Du Dich entscheidest
  • Nimm Dir Zeit für Dich selbst
  • Nimm Dir Zeit für die Menschen, die Du liebst
  • Nimm Dir Zeit für die Dinge, die Du liebst

Und so weiter… so leise, so unspektakulär spricht Deine Seele zu Dir. Und deshalb geht ihre Stimme oftmals im Getümmel der Dramen unter.

Hier sind noch ein paar weiterführende Artikel, die für Dich hilfreich sein können:

Das ewige „Ich bin nicht gut genug“

Erste Hilfe bei negativer Energie im Umfeld

Die Selbstzweifel begabter Menschen – das Impostor Syndrom

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Sonntag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Seelengerecht – soulfriendly

Vor vielen Jahren habe ich den Begriff des seelengerechten Lebens geprägt, damals noch auf meinem Blog „Helfende Kräfte“, da es eine Hommage an meine Lehrerin Vera F. Birkenbihl war, die bekanntermaßen den Begriff gehirngerecht prägte. Ich hattte damals den Impuls, ihre Arbeit mit meinen Fähigkeiten und Kenntnissen anzureichern und etwas ganz Neues daraus zu erschaffen und sie und ihre bahnbrechende Arbeit damit auch zu würdigen. Nun habe ich mich in den Rauhnächten entschieden, dass ich diesen Faden wieder aufgreifen werde. Und wer die Rauhnacht-Videos verfolgt hat, weiß auch schon darüber Bescheid.

Was bedeutet seelengerecht nachtodlich?

In den 40 Jahren, in denen ich mich nun intensiv mit dem Leben nach dem Tod beschäftige und mittlerweile tausende Jenseitskontakte gemacht und mit Menschen in der geistigen Welt gesprochen habe, wurde mir immer klarer, um wieviel mehr nachtodlich die seelischen Kräfte zählen, gegenüber den weltlichen Errungeschaften. Natürlich war das vorher schon klar, doch erst in den letzten Jahren habe ich die ganze Tragweite dessen erfasst. Es stellen sich dadurch noch viel dringender die Fragen: Was habe ich mir seelisch erarbeitet? Wie seelengerecht war denn mein Leben? Habe ich meine Essenz erkannt? Wie essentiell war mein Leben?

Nach dem Leben ist vor dem Leben

Wenn wir nachtodlich in die geistige Welt eintreten, stehen wir vor dem Ergebnissen unseres Lebens. Wir erkennen sofort – im Moment des Überganges – wie weit wir unsere Mission erfüllt haben. Wir freuen uns über tiefe, wahre und seelengerechte Begegnungen und erkennen, dass das Streben nach Macht, Erfolg und anderen weltlichen Dingen, in der geistigen Welt nicht unbedingt den gleichen Stellenwert haben. Und wir bereiten uns in der Zeit zwischen den Leben darauf vor, dass wir in der nächsten Inkarnation unsere Mission fortsetzen.

Wir können auch jetzt schon seelengerecht leben

Wie ich im Rauhnacht-Video erklärt habe, können wir unseren Seelenplan dann finden, wenn wir unser Leben insgesamt, auch in den ganz kleinen und alltäglichen Entscheidungen, schon jetzt seelengerecht leben. Wenn wir ins Gespräch mit unserer Seele kommen, sind wir im Gespäch mit uns selbst, mit unserer Essenz. Und wir brauchen kein Gespräch dringender, als das mit unserem essentiellen Anteil – unserer unsterblichen Seele!

Wir sind nur dann ganz, wenn wir den Tanz unserer Seele tanzen

Unsere Seele hat uns hierher gebracht und in diese Inkarnation geführt, damit wir mit ihr den ewigen Tanz des Erkennens tanzen. Wir sind hier, um zu lernen, aber auch, um uns an uns selbst zu erfreuen. Wie wunderbar ist das? Wir dürfen uns freuen, wir dürfen tanzen, jubeln, singen und uns den Dingen widmen, die uns jauchzen lassen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen seelengerechten Samstag oder einen soulfriendly saturday.

Über diese Themen wirst Du in der nächsten Zeit noch viel zu lesen bekommen!

Wenn Du weiterlesen möchtest: Nachtodliche Kräfte

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von khaled Aljaber auf Pixabay

Offenbarung – Epiphanias

Heute ist der Tag der Offenbarung. Mit der vergangenen Nacht endeten die Rauhnächte, die magsische Zeit zwischen den Jahren. Und nun stellt sich die Frage: Was will sich heute offenbaren? Welche Erkenntnis darf heute in Dein Leben einziehen?

Offenbarung dringt ins Bewusstsein

Bei einer Offenbarung dringt etwas ins Bewusstsein, das zuvor schon vorhanden war. Der Unterschied ist nun, dass es sich zeigt. Es taucht nicht ganz neu auf, sondern war auf geheimnisvolle Weise schon da. Daher ist es hilfreich, wenn Du Dich kurz zurück erinnerst, was es war, das Dir heute Morgen als erstes ins Bewusstsein kam. Selbst wenn es sich nicht gut angefühlt haben sollte, so ist es eine wichtige Botschaft Deiner Seele und bedarf Deiner Aufmerksamkeit.

In diesem Jahr wird sich vieles offenbaren

Die Qualität des neuen Jahres hat viel mit dem heutigen Tag zu tun. Es will sich vieles zeigen und offenbaren. Vieles steckte bisher im Verborgenen. Und damit meine ich jetzt gar nicht, was bewusst vor uns verborgen wurde, sondern ich meine diesen Übergang in die neue Welt, der überall spürbar wird. Es tauchten ja immer wieder Fragen auf, wie das denn vonstatten gehen sollte. Und nun zeigt es sich Schritt für Schritt.

Die Menschen sind bereit, ihr Leben zu ergreifen

Ich erlebe es gerade so, dass die Menschen nun bereit sind, ihr Leben zu ergreifen und sich selbstbewusst und frei für das zu entscheiden, was sich richtig anfühlt. Immer mehr Menschen hören auf zu funktionieren und erkennen, was sich in ihrem Leben zeigt und offenbart.

Die Menschen entdecken ihre Seele wieder

Viele Menschen kommen derzeit überhaupt erst einmal in bewussten Kontakt mit ihrer Seele. Sie beginnen, der leisen Stimme in ihrem Inneren zu lauschen und blenden mehr und mehr die Störgeräusche der Umgebung aus.

Wir sind schlussendlich nur uns selbst gegenüber verantwortlich

Und wenn wir nur uns selbst gegenüber verantwortlich sind, dann ist es auch nicht richtig, dass wir anderen Menschen die Macht geben, über unser Leben zu bestimmen. Das ist nämlich weder Teil des göttlichen Planes noch ist es Teil des Seelenweges. Es braucht die wachen Menschen, die ganz bewusst in sich hinein lauschen um zu erkennen, was für sie gut und was richtig ist.

Ich wünsche Dir heute wunderbare Offenbarungen!

Hier sind noch ein paar weiterführende Artikel, falls Du noch mehr lesen willst: Das Neue ergreifen

Die Prüfungen des Lebens

Ganz liebe Grüße

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von John Hain auf Pixabay

Botschaften aus früheren Inkarnationen

Im heutigen letzten Rauchnacht-Special auf Youtube geht es noch einmal in Deinen inneren Raum, gemeinsam mit Deinem geistigen Team um Botschaften und Wissen aus früheren Inkarnationen ins Bewusstsein fluten zu lassen. Nur freudige und wunderbare Botschaften werden Dein Bewusstsein erreichen, denn Dein geistiges Team zeigt Dir die Bilder und gibt Dir das Wissen, das Du brauchst, um Deine Wünsche, Ziele und Visionen in diesem Jahr real werden zu lassen. Ich freue mich auf unsere letzte gemeinsame Rauchnachts-Reise und wünsche Dir ganz viel Freude und Erkenntnisse dabei. Ganz liebe Grüße Manou

Lindas neues Leben 31

Meine Lieben, die Rauhnächte gehen mit der nächsten Nacht zu Ende und heute kommt der 31. und letzte Teil der Geschichte über Lindas neues Leben. Und natürlich ist es hier noch nicht zu Ende. Wer wissen möchte, wie es mit Linda weitergeht, muss nur ein wenig Geduld haben. Unten verlinke ich wieder den Artikel zur letzten Rauhnacht und heute Abend gibt es auf Youtube das letzte Rauhnacht Special. Ab morgen geht es mit den Morgen-Impulsen weiter. Aber auf eine neue Art und Weise…. wie genau erfahrt Ihr morgen.


Linda und Simon standen noch eine Weile auf der Terrasse. Linda setzte sich als erstes und griff wieder nach ihrem Weinglas. Sie prostete Simon zu: „Auf dass wir nicht auch noch total verrückt werden“, sagte sie und meinte das gar nicht ganz so spaßig, wie sie es gesagt hatte. All diese Dinge kreisten in ihrem Kopf und je mehr sie sich um Antworten bemühte, umso weniger wollten sich welche einstellen.

Simon hob ebenfalls sein Glas, schwieg aber. Nach einer Weile sagte er: „Mir sind das insgesamt zu viele Rätsel. Da ist dieser seltsame Mann, der eindeutig kein Mensch zu sein scheint. Aber in meiner Welt gibt es nur Menschen, die wie Menschen aussehen. Es gibt noch Primaten, die fast wie Menschen aussehen, aber das sind Tiere. Und was ist er?“ Grübelnd schwenkte er den Wein in seinem Glas und schwieg weiterhin beharrlich.

Dann setzte er noch einmal an zu sprechen: „Und dann ist es nicht genug damit, dass wir diesen seltsamen Mann gesehen haben, jetzt hat er auch noch zu uns gesprochen. Und mit dem was er sagte, konnte ich nichts anfangen. Für mich hat er in Rätseln gesprochen. Dann die vielen Zeichnungen von Breitner Hans, mit denen wir uns noch gar nicht beschäftigt haben und ich bin mir auch gar nicht sicher, ob wir das überhaupt tun sollten. Vielleicht drehen wir sonst wirklich eines Tages noch durch.“ Linda hörte Simon nur zu ohne etwas zu sagen, denn er sprach genau das aus, was sie auch dachte. Allerdings hatte sie ein wenig mehr Lust auf Abenteuer als Simon.

Simon sprach weiter: „Und dann habe ich dich getroffen und mich Hals über Kopf verliebt, obwohl ich mir geschworen hatte, als Single alt zu werden. Ganz nebenbei habe ich die erste eigene Praxis meines Lebens eröffnet. Und dann war da noch die seltsame Aussage deines Ex-Mannes. Das ist ganz schön viel auf einmal.“

Linda durchfuhr ein Schreck. Tatsächlich hatte sie Georgs Aussagen von gestern total verdrängt. Wenn sie diese ernst nahm, gab es mehr als genug nachzudenken. Und Simon hatte gestern mit seinen Fragen, ob sie eigentlich wirklich wusste, wer Georg war, einiges in ihr losgetreten. Aber irgendwo in ihrem Inneren gab es eine Sperre, darüber nachzudenken. Was würde geschehen, wenn sie feststellte, dass er gar nicht der war, für den er sich ausgegeben hatte? Und warum hätte er das tun sollen? Und wenn er nicht der war, von dem sie meinte, dass er es war, wer war er dann? Und noch mehr Gedanken dieser Art schossen ihr durch den Kopf. Immerhin waren ihre beiden Eltern kurz nachdem sie Georg kennengelernt hatte, bei einem Unfall gestorben, dessen Hergang sich nie genau rekonstruieren ließ. Nein, darüber wollte sie jetzt beim besten Willen nicht nachdenken, auch wenn Georgs Drohung sie beunruhigte. Doch sie wusste instinktiv, dass sie damit die Büchse der Pandora öffnen würde. Genauso wie mit den Zeichnungen von Hans Breitner.

Sie hatte sich doch ein ruhiges und beschauliches Leben gewünscht, als sie Hals über Kopf auf den Breitner Hof gezogen war. Doch wenn sie ehrlich mit sich selbst war, war es auch hier noch keinen einzigen Moment beschaulich gewesen. Alle Ereignisse hatten sich überschlagen. Sogar einen Job hatte sie bereits wieder, obwohl sie doch eine Pause einlegen wollte. Und all die vielen Tiere, die teilweise auf so sonderbare Weise in ihr Leben gekommen waren…

Auf der einen Seite war alles irgendwie anstrengend und sie schaffte es kaum, ein Ereignis zu verarbeiten, bevor das nächste eintrat und doch war es auf eine Art wunderschön. Zärtlich schaute sie zu Simon, der immer noch den Wein in seinem Glas schwenkte. Er sah auf und erwiderte ihren Blick. Linda hatte das Gefühl, als schaute er auf den Grund ihrer Seele. Simon war der Mensch, mit dem sie glücklich war, der ihr auch ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit gab. Und auch wenn sie noch gar nicht viel Zeit für sich gehabt hatten, so war durch die gemeinsame Arbeit eine große Vertrautheit zwischen ihnen entstanden.

Nach längerem Schweigen sagte Linda zu ihm: „Weißt du, dass ich noch nie bei einem Menschen so ein selbstverständliches Vertrauen verspürt habe, wie bei dir?“ Simon lächelte sie an und nahm ihre Hand. „Mir geht es ganz genauso“, murmelte er und küsste die Innenfläche ihrer Hand. Linda fühlte einen wohligen Schauer. Eines Tages würde es soweit sein, und sie würden sich auch auf der körperlichen Ebene noch viel näherkommen. Doch derzeit genügte ihr diese Art von Nähe. Und Simon schien es genauso zu empfinden. Sie hatten Zeit, alle Zeit der Welt. So viele Rätsel würden sie noch gemeinsam lösen…

Simon erhob sich schwerfällig. Auch er war müde von dem langen und anstrengenden Tag. „Ich gehe rüber und lege mich ins Bett“, sagte er. „Morgen ist wieder ein sehr langer Tag.“ Linda nahm ihn noch einmal fest in die Arme und sie standen eine ganze Weile eng umschlungen. Simon streichelte ihre Haare und Linda schlang ihre Arme um seinen Rücken. Da er so groß war, reichte Linda gerade mal bis zu seiner Brust. Aber genau dies gab ihr das Gefühl der Geborgenheit. In Simons Gegenwart würde sie alle Widrigkeiten bestehen können. Gemeinsam waren sie unschlagbar. In diesem Moment wusste sie noch gar nicht, wie sehr dieses Gefühl noch auf die Probe gestellt werden würde.

„Ich hole dich um kurz nach sieben ab“, murmelte Simon nur noch schläfrig. „Perfekt. Ich werde fertig sein“, sagte Linda. Als Simon über die Felder ging, sah Linda ihm noch eine Weile nach. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit hatte sie Beppo und Herta zugeschaut, wie sie zufrieden über die Felder zu ihrem Haus gingen. Und sie hatte damals gedacht, dass sie so ein Glück und so eine Harmonie wohl nie erleben würde. Doch sie hatte sich für die beiden gefreut. Und nun ging hier der Mann ihres Lebens und sie wusste, dass nun auch für sie dieser Traum wahr wurde.

Bald war Simon in der Dunkelheit verschwunden. Linda schloss die Tür. Bevor sie sich all den Rätseln in ihrem Leben zuwandte, würde sie zunächst einmal versuchen, den Alltag wie er war, zu bewältigen. Die Arbeit in der Praxis, der Hof, die Kinder mussten bald in eine neue Schule… es war viel zu erledigen. Und sobald sich Routinen eingestellt hatten, würde sie sich den Rätseln widmen. So dachte sie, als sie noch einmal auf die Terrasse trat. Sie schaute in die Dunkelheit des Gartens. Es war nicht leicht, die Geschehnisse rund um den ungewöhnlichen Mann zur Seite zu schieben. Doch gab es eine leise Stimme in ihren Inneren, die ihr zuraunte, dass sich alles zu seiner Zeit aufklären würde.

Langsam schloss sie die Terrassentür und schlenderte durch das Haus. Das war ja das nächste Rätsel. Sie kannte dieses Haus und wusste nicht wieso. Bisher dachte sie, dass ihr Leben eigentlich ziemlich unspektakulär gewesen war. Doch so langsam überkamen sie Zweifel diesbezüglich. Vielleicht hatte sie bisher nur immer einen Aspekt ihres Lebens betrachtet? Vielleicht waren viele magische und seltsame Zusammenhänge nur nicht bis in ihr Bewusstsein gedrungen? Vielleicht hatte sie in einer Matrix der Normalität gelebt, die gar nicht echt war?

Sie strich mit der Hand über den Küchentisch. Sogar die Textur des Holzes schien ihr bekannt zu sein. Es war, als würde sich ihre Hand erinnern, aber ihr Kopf nicht. Nur war ihre Hand damals viel kleiner gewesen. Als sie die Treppen hinaufstieg, fühlte sie, wie das Haus sie umfing. Es war, als wäre sie endlich wieder da angekommen, wo sie hingehörte, als wäre sie zuhause.

Leise öffnete sie die Tür zu Klaras Zimmer. Sie lag im Bett und schlief mit rosigen Wangen. Wie glücklich die Kinder hier waren und wie schicksalshaft sich alles gefügt hatte. Klaras Katzen lagen alle drei zusammengerollt auf Klaras Bettdecke. Und obwohl Linda das ursprünglich nicht wollte, war es, wie alles im Moment, auf seltsame Art richtig. Zärtlich strich Linda ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Dann drehte sie sich um, und ging langsam wieder zur Tür und schloss sie leise von außen.

Jonas schlief mittlerweile auch. Linda nahm das Handy, das auf seiner Bettdecke lag und legte es zur Seite. Auch bei ihm verharrte sie eine ganze Weile. Wie glücklich sie sich schätzen konnte, solche Kinder zu haben. Und nun hatte sie auch noch einen wunderbaren Mann. Und mit Beppo und Herta waren sie als Familie komplett. Draußen hörte sie die leisen Schlafgeräusche der Hühner, die Kühe standen mit ihren Kälbern auf der Weide und unten lagen Ernie und Bert in ihren Körbchen und bewachten das Haus. Wie wunderbar das alles war. Linda war bereit, dieses Abenteuer fortzusetzen.


Meine Liebe, ich danke Dir, dass Du mit Linda mitgefiebert hast. Wie Du ja aus der Geschichte weißt, gibt es noch viele Dinge aufzuklären und offenbar steht Linda auch noch eine sehr spannende Zeit bevor. Dieser Teil und alle Fortsetzungen wird es in wenigen Wochen auf Amazon geben. Ich würde mich freuen, wenn Du Linda treu bleiben würdest. Natürlich erfährst Du es hier und im Newsletter, wenn es soweit ist. Dankeschön!

Hier ist jetzt noch ein Artikel zur kommenden und letzten Rauhnacht: 13. und letzte der heiligen Nächte

Und heute Abend gibt es ein letztes Rauhnacht-Special auf Youtube: Manou Gardner auf Youtube

Ganz liebe Grüße

Manou

Geführte Krafttier-Reise

Heute machen wir gemeinsam eine geführte Krafttier-Reise, damit Du, neben Deinem Engel, Deinem Geistführer und Deinen Ahnen auch noch Deinen wichtigen Begleiter in Form Deines Krafttieres kennenlernst, bevor die Rauhnächte zu Ende gehen. Jedes Krafttier bringt seinem Menschen die Ressource und die Kraft mit, die derjenige gerade braucht.

Du kannst dann später nachlesen, welche Eigenschaft Dir Dein Krafttier mitgebracht hat. Im Internet gibt es viele Seiten, worauf die einzelnen Krafttiere und ihre Ressourcen für den Menschen beschrieben sind. Und lasse Dich nicht täuschen: Auch ein winzig kleines Krafttier kann ein mächtiger Begleiter sein. Ich wünsche Dir eine wunderschöne Reise! Manou

Lindas neues Leben 30

Hier kommt der 30. Teil von Lindas Abenteuern in ihrem neues Leben. Auch ihre Abenteuer hier auf dem Blog neigen sich bald dem Ende zu. Mit dem Ende der Rauhnächte ist Teil 1 der Linda-Geschichte fertig. Also noch zwei Tage! Und alle weiteren Abenteuer gibt es dann in wenigen Wochen in Buchform. Unten ist wieder der Link für die Qualität der kommenden Rauhnacht und heute Abend geht es zum vorletzten Mal weiter mit dem Rauhnachts-Special auf Youtube.


Linda schnappte nach Atem und Simon blieb wie angewurzelt stehen. Vor Simons Wagen stand dieser seltsame Mann, den sowohl die Kinder als auch Beppo bereits gesehen hatten und von dem Hans Breitner eine Zeichnung angefertigt hatte. Es waren außer ihnen noch weitere Menschen auf dem Parkplatz, aber keiner schien Notiz von ihm zu nehmen. So wie die Kinder es beschrieben hatten, stand er einfach da. Diese seltsamen Lichter wirbelten um ihn herum und er schaute sie nur an. Linda und Simon standen ebenfalls einfach nur da.

Plötzlich hob die Gestalt beide Hände und streckte sie ihnen mit den Handflächen entgegen. Es sah aus, als wolle er sie stoppen, doch sie hatten sich ja gar nicht bewegt. Dann begann er mit beiden Händen zu kreisen als würde er eine unsichtbare Glasfläche wischen und Linda und Simon sahen, wie sich aus seinen Handflächen Funken auf sie zubewegten. Linda wich etwas zurück, während Simon sich etwas nach vorne beugte um das Phänomen genauer zu betrachten. Die Funken lösten sich ungefähr einen Meter vor ihnen auf, sodass es auch keineswegs bedrohlich wirkte.

Keiner sprach ein Wort und erst in diesem Moment bemerkte Linda, dass sie zwar alles in der Umgebung sehen konnte, aber keinerlei Geräusche an ihr Ohr drangen, seit diese Gestalt aufgetaucht war. Es war, als wären sie mit ihm in einer Art Vakuum. Sie sah zu Simon, der nun ebenfalls seine Hände gehoben hatte und Linien in die Luft zeichnete. Es war, als würden die beiden sich mit den Bewegungen ihrer Hände verständigen. Linda wollte etwas sagen, doch kein Laut drang aus ihrer Kehle. Es war einfach alles lautlos. Simon wirkte, als wüsste er ganz genau, was zu tun war und andererseits völlig geistesabwesend. Er nahm keinerlei Notiz von ihr, sondern war ganz auf das seltsame Wesen konzentriert.

Das Ganze dauerte nur ein paar Minuten und plötzlich war alles wieder wie immer. Der Straßenlärm war hörbar und auch Simon war wieder der Alte. Der kleine Mann war weg. Linda starrte Simon an und wartete auf eine Erklärung. „Das war jetzt aber sehr seltsam“, sagte Simon nach einer Weile. „Ja, das kann man so sagen. Was war das?“, fragte Linda. Simon stand immer noch ratlos an der gleichen Stelle. „Ich habe keine Ahnung. Es war, als würde ich den Typen schon ewig kennen, dabei habe ich ihn noch nie gesehen. Das war doch der, den auch die Kinder und Beppo bei eurem Haus gesehen haben. Was wollte der von uns? Kann es sein, dass wir einer Halluzination aufgesessen sind?“

Linda schüttelte den Kopf. „Ganz bestimmt nicht. Das war zwar völlig surreal, aber trotzdem keine Einbildung. Wir haben ihn ja beide gesehen, und du hast dich offensichtlich mit ihm über diese Handbewegungen verständigt.“ Simon schüttelte verwirrt den Kopf. „Ich verstehe das nicht“, murmelte er nur und ging auf seinen Wagen zu. An dem Platz, an dem das seltsame Wesen gestanden war, blieb er stehen, als könnte er noch irgendetwas von ihm da wahrnehmen. Aber er war wie vom Erdboden verschluckt.

„Fahren wir nach Hause und besprechen wir das später auf der Terrasse. Lass uns zu niemandem etwas sagen. Ich möchte das jetzt nicht diskutieren“, sagte Linda. Simon war einverstanden. Beppo und Herta waren schon im Begriff ins Bett zu gehen, als die beiden ankamen. Die Kinder waren schon nach Hause gegangen. „Es war wunderschön. Aber ich bin todmüde“, sagte Herta entschuldigend. „Das macht gar nichts. Wir gehen noch auf einen Sprung zu Linda, schauen nach den Kindern und trinken ein Glas Wein. Dann werden auch wir ins Bett gehen. Es war ein anstrengender Tag und morgen geht es weiter“, sagte Simon. „Morgen mache ich etwas zu Essen für den Abend“, murmelte Herta noch als die beiden sich schon der Tür zuwandten. So müde hatte Linda die beiden alten Menschen noch nie gesehen. Aber für ihre Verhältnisse war das eine Menge Trubel gewesen.

Zu Lindas großer Überraschung waren auch die Kinder schon in ihren Betten. Klara schlief bereits und Jonas war noch mit seinem Handy beschäftigt. „Vielen Dank für eure Hilfe“, sagte Simon und wünschte ihm eine gute Nacht. Linda warf Jonas einen Handkuss zu und schloss leise die Tür. Das war perfekt. Dann konnten sie sich in Ruhe auf die Terrasse setzen.

Linda holte eine Flasche Wein und zwei Gläser. „Zuerst einmal stoßen wir auf die tolle Praxiseröffnung an. Ich glaube, das war ein voller Erfolg“, sagte Linda. Simon stimmte ihr zu. „Es war großartig. Und ohne dich wäre es niemals so wunderbar geworden. Du warst die ordnende Hand in dem Ganzen. Ich weiß gar nicht, was ich ohne dich getan hätte.“ Simon hob sein Glas und prostete Linda zu. Dabei sahen sie sich tief in die Augen. Und ehe Linda es sich versah, war Simon aufgestanden und hatte sie an sich gezogen. „Ich weiß, das kommt jetzt alles ein wenig plötzlich. Aber ich muss es einfach sagen. Ich liebe dich, Linda“, sagte er und küsste sie.

Linda wurde schwindelig. Ja, sie hatte gewusst, dass es ein tiefes Band zwischen ihnen gab. Aber dass Simon ihr heute noch seine Liebe gestehen würde…damit hatte sie nicht gerechnet. Aber es war ja sowieso alles so verrückt, warum nicht auch noch das. „Ich liebe dich auch, Simon“, sagte sie daher und fügte hinzu: „Und ich bin heilfroh, dass wir uns getroffen haben.“ Eine ganze Weile standen sie so in enger Umarmung auf der Terrasse. Sie wussten beide, dass sie noch viel zu besprechen hatten. Aber in diesem Moment gingen ihre Gefühle vor.

Plötzlich sah Linda aus den Augenwinkeln wieder diese seltsamen Lichter blitzen und als sie sich umdrehte, stand dieses Wesen im Garten, nicht weit von der Terrasse entfernt. Dieses Mal schien sich nichts zu verändern. Linda hörte immer noch die Grillen zirpen. Und weil sie gerade so erfüllt und so glücklich war, ging sie einen Schritt auf ihn zu und fragte: „Wer sind sie?“ Da begann das Wesen zu lächeln. Doch es schwieg weiterhin beharrlich. Allerdings wurde Linda, als sie das Lächeln dieses Wesens sah, ganz warm ums Herz und sie wusste in diesem Moment, dass von ihm keinerlei Gefahr ausging.

Linda schaute zu Simon, doch auch er wirkte dieses Mal nicht so geistesabwesend wie auf dem Parkplatz. Vielmehr sah er das Wesen mit großer Aufmerksamkeit an. Und dann sagte auch er: „Mich würde auch interessieren, wer sie sind. Aber noch vielmehr beschäftigt mich die Frage, was sie sind.“ Auch bei Simons Worten begann der seltsame Mann zu lächeln. Linda hatte das erste Mal die Möglichkeit ihn in aller Ruhe zu betrachten. Er wirkte wie ein etwas kleinerer Mensch, wie ein älterer Mann, aber doch so anders. Auch ihr fiel auf, dass er von innen heraus ein diffuses Licht verbreitete. Um ihn herum war der Garten wesentlich heller als weiter weg.

Er lächelte immer noch und plötzlich hatte Linda die Worte im Kopf: „Ich bin in freundlicher Absicht hier. Ich möchte euch unterstützen, damit das Licht siegen kann.“ In dem Moment drehte sich Simon zu Linda um. „Hast du das gehört?“, fragte er. Linda wusste zwar nicht, was Simon gehört hatte, aber sie nickte. Wieder wandte sie sich dem Wesen zu: „Was meinen sie damit, dass das Licht siegen kann?“, fragte Linda laut. Und wieder erhielt sie eine Antwort in ihrem Kopf: „Das darf ich noch nicht sagen, aber die Mächte der Dunkelheit und die des Lichtes werden einen großen Kampf kämpfen. Und wir alle müssen gemeinsam auf der Seite des Lichtes stehen.“

Kaum waren diese Worte in Lindas Kopf verklungen, war das Wesen auch schon weg. „Hast du das auch gehört?“, fragte sie Simon und wiederholte die Worte. Simon nickte. „Bist du dir sicher, dass wir nicht gemeinsam in einem Traum feststecken?“, fragte er Linda. Linda dachte einen Moment nach und lachte dann. „Was daran wäre besser? Wenn wir gemeinsam in einem Traum feststecken würden, wäre es genauso seltsam wie das, was wir hier erleben.“

Und morgen geht es auch schon weiter….


Hier ist der Link zum Rauhnacht-Artikel: Tag 12 der 13 heiligen Nächte

Und heute Abend treffen wir uns auf Youtube: Manou Gardner auf Youtube

Eine Reise mit Deinem geistigen Team

Heute geht es um Klarheit und die Ausrichtung für das gerade begonnene Jahr. Dein geistiges Team wird Dich heute auf eine Reise begleiten, sowohl Dein Engel, als auch Deine Geistführer und Deine Lieben in der geistigen Welt werden Dir heute ihre Botschaften übermitteln, die zu Deiner Klarheit und Ausrichtung führen. Ich wünsche Dir ganz viel Freude dabei.

Lindas neues Leben 29

Hier kommt Teil 29 der Geschichte um Lindas neues Leben. Außerdem gibt es unten wieder einen verlinkten Artikel zur kommenden Rauhnacht und heute Abend gehts auf Youtube weiter. Ich wünsche Dir viel Vergnügen -zunächst mit Linda.


Simon führte Linda auf die Terrasse, wo sie sich erst einmal setzte. Beppo erkannte die Situation sofort und schnappte sich die Kinder, um nach der kleinen Rinderherde zu schauen. Sie mussten die Kühe und ihre Kälber Schritt für Schritt an sich gewöhnen. Bisher hatte sich nur Beppo einmal kurz auf die Weide getraut. Die Mütter waren sehr ängstlich. Und wer wollte es ihnen verdenken, wurden ihnen doch bisher ihre Kinder immer schon kurz nach der Geburt entrissen.

Simon setzte sich Linda gegenüber und sah sie schweigend an. Er wusste, dass sie sprechen würde, sobald sie soweit war. „Ich glaube, Georg hat mir gerade gedroht“, sagte sie. Simon wirkte nicht besonders überrascht. „Will er das Sorgerecht noch einmal anfechten?“, fragte er. Doch Linda schüttelte den Kopf. „Nein, ganz anders. Er sagte, wenn man nicht wisse, was gut für einen ist, nimmt man ganz rasch ein tragisches Ende, wie meine Eltern und Hans Breitner.“ Linda stockte und grübelte. „Ich frage mich gerade, ob ich mich verhört habe. Aber so wie er es gesagt hatte, klang es so, als hätte er etwas damit zu tun. Aber das ist doch absurd!“

Simon war zunächst etwas verwirrt. „Wie hat er das gemeint?“, fragte er daher. Linda schüttelte den Kopf. „Wenn ich das wüsste, wäre ich schlauer. Ich habe genau gespürt und auch gewusst, dass die zuerst gezeigte freundliche Fassade nicht stimmte. Ich kenne Georg lange genug. Der kommt nicht einfach mal vorbei, um mich zu fragen, ob wir es noch einmal miteinander versuchen sollten. Zumindest nicht deshalb, weil ich ihm etwas bedeute. Wenn ihm das wichtig sein sollte, dann aus einem anderen Grund. Und was mich ebenfalls überrascht hat, wie schnell er seine Maske abgelegt hat. Das macht er nur, wenn er seine Emotionen gar nicht mehr im Griff hat, so wie vor Gericht.“

Linda schwieg und starrte vor sich hin. In ihrem Kopf raste es. Wie konnte Georg das gemeint haben? Sie wurde einfach nicht schlau daraus. Auch Simon dachte nach. „Sag mal Linda, ich frage jetzt was ganz Blödes, aber bist du dir sicher, dass du weißt, wer Georg eigentlich ist?“ Linda schaute auf. „Was meinst du damit?“ „Ach, ich weiß auch nicht, aber mir kommen ganz komische Gedanken in den Sinn. Vielleicht habe ich aber einfach früher nur zu viele Serien geschaut.“

Linda wusste, dass Simon nicht einfach irgendwas daherredete. Daher grübelte sie weiter über die Frage nach. „Woran könnte ich denn festmachen, ob ich wirklich weiß, wer Georg ist?“, fragte sie mehr zu sich selbst als zu Simon. Doch der griff den Faden auf. „Naja, kennst du seinen Arbeitsplatz, seine Kollegen und Freunde?“ Linda versank zunächst wieder in Schweigen. „Freunde in dem Sinn hat er keine, zumindest keine, die ich kenne. Kollegen kenne ich ein paar, aber nur von den dienstlichen Abendessen bei uns. Und da durfte ich ja immer nur bekochen und mich dann zurückziehen. Sein Büro ist im Business Tower in der Innenstadt. Aber dort war ich noch nie.“

Lange schwiegen die beiden. Dann stand Linda auf. „Ich denke ja gar nicht daran, den Rest des Sonntags über Georg nachzugrübeln. Dann hätte er ja erreicht, was er wollte. Simon nickte. „Gut, lass uns mal auch nach deiner Rinderherde schauen. Übrigens lässt Mama fragen, ob ihr zum Abendessen kommen wollt.“ Linda war erfreut. Schon lange hatten sie nicht mehr bei Herta gegessen. „Ja, sehr gerne kommen wir.“

Die Kühe standen zufrieden auf der Weide. Alle drei wirkten so glücklich mit ihren Kälbern. Es war so unendlich idyllisch hier. Und doch hatte sich seit Georgs Besuch ein Schatten über ihr Glück gelegt. Linda hasste ihn dafür. Das konnte er wirklich gut – sogar jetzt noch, wo sie bereits geschieden waren. Sie versuchte ihre Gedanken zu verdrängen, doch es gelang ihr nur halb.

„Lass uns einen Kaffee trinken“, sagte sie zu Simon. „Dann können wir den Ablauf für morgen noch einmal durchgehen. Ich bin doch schon sehr nervös“, gestand Linda. Simon lachte. „Was glaubst du, wie nervös ich bin? Ich habe schon alle Katastrophen im Geiste durchgespielt. Ich bin nur froh, dass die beiden Assistentinnen diese Geräte bereits kennen. Ich komme mir nämlich vor wie ein Volltrottel. Aber ich muss ja auch nur die Befunde erstellen. Und ihr zwei am Empfang werdet das Kind auch schaukeln. Das Terminbuch für morgen ist ja gestopft voll.“

Mit einer Tasse Kaffee und ein paar Keksen bewaffnet setzten sie sich auf die Terrasse. Beppo hatte die Kinder mit zu Herta genommen. Wahrscheinlich wurden sie dort bereits gründlich abgefüttert. Wie wunderbar die beiden waren. Simon und sie konnten in aller Ruhe den morgigen Eröffnungstag noch einmal durchplanen, ohne dass Linda ein schlechtes Gewissen haben musste, weil sie ihre Kinder vernachlässigte. Die Brutpflege übernahm Herta ganz selbstverständlich. Das Leben könnte so schön sein…wenn Georg heute nicht aufgetaucht wäre.

Der Abend verlief so wunderschön harmonisch. Wie stolz die beiden auf ihren Sohn waren, der morgen seine Praxis in Heidetal eröffnete. Und wie glücklich sie sich darüber zeigten, dass Linda ihm so tatkräftig beistand. Über das zarte Band zwischen Linda und Simon wurde immer noch nicht gesprochen. Keiner wollte zu voreilig sein. Außerdem fraß die bevorstehende Praxiseröffnung auch alle Kräfte auf. Da hatte kaum etwas anderes Platz. Und das war ganz in Ordnung so.

Müde und vollgegessen machte sich Linda mit den Kindern nach Einbruch der Dunkelheit auf den Weg durch die Felder. Sie wollten noch eine Runde mit Ernie und Bert drehen, bevor sie alle zu Bett gingen. Die Kinder waren für morgen eingeteilt, die Häppchen, die Herta zubereitete, an die Gäste und Patienten zu verteilen. Natürlich würden Herta und Beppo auch kommen, um den großen Tag mitzuerleben.

Jonas und Klara hatten viel zu erzählen. In wenigen Wochen würden sie ihre neue Schule in Heidetal besuchen und sie waren doch schon sehr aufgeregt. Linda unterbrach ein wenig ihren Redefluss. „Sobald die Praxiseröffnung gut über die Bühne gebracht ist und alles halbwegs rund läuft, möchte ich gerne mit euch die Kisten von Onkel Hans durchsuchen, was wir da noch finden. Ich denke immer wieder darüber nach, aber dazu brauchen wir ein wenig Zeit. Was haltet ihr davon?“ Die Kinder fanden das natürlich großartig und Jonas schlug vor, dass er mit Klara ja auch schon vorsortieren könnte. Linda fand, dass dies eine gute Idee war und so nutzten sie den Rückweg um zu besprechen, wie das funktionieren könnte.

Die Praxiseröffnung verlief bombastisch. Nicht nur eine Menge Patienten strömten in die Praxis, auch der Bürgermeister und ein paar weitere Kommunalpolitiker erschienen, und wurden mit Hertas wunderbaren Häppchen gefüttert. Es war fabelhaft. Linda war ganz in ihrem Element. Mit ihren Kolleginnen verstand sie sich prächtig und Simon wurde gebührend gefeiert. Natürlich waren auch viele Leute von der Presse gekommen, um ein paar Schnappschüsse zu erstellen und Simon zwischen Tür und Angel ein paar Fragen zu stellen. Daher waren die Wartezeiten an diesem Tag nicht wirklich kurz, doch die Patienten waren zufrieden, wurden sie doch verpflegt und manch einer stellte sich auch gerne für die Zeitungsfotos zur Verfügung.

Spät am Abend verließen Linda und Simon die Praxis. Sie waren todmüde, aber überglücklich. Es war besser gelaufen, als sie sich auch nur erträumt hatten. Beppo und Herta hatten die Kinder schon lange mitgenommen, sodass Linda und Simon alles in Ruhe noch beenden konnten. Hand in Hand schlenderten sie zum Parkplatz. Doch plötzlich gefror ihnen das Blut in den Adern.


Was Linda und Simon entdeckt haben, erfährst Du morgen 🙂

Hier ist der Artikel zur kommenden Rauhnacht: Tag 11 der 13 heiligen Nächte

Und heute Abend sehen wir uns auf Youtube, wenn Du magst: Manou Gardner auf Youtube

Ich wünsche Dir einen schönen Dienstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Reise in Vergangenheit und Zukunft

Im heutigen Video reise ich mit Dir in Deine Vergangenheit, um Heilung zu bringen und in Deine Zukunft um einen Blick auf Dein höchstes Potential zu werfen. Denn unsere Zeit ist nicht linear. Auch wenn wir hier auf der Erde den Eindruck haben, dass die Zeit linear sei, so ist sie – aus der geistigen Welt heraus betrachtet – in der ewigen Gegenwart.

Und dies bedeutet auch, dass Du jederzeit Heilung auch in Deiner Vergangenheit stattfinden lassen kannst. Damit heilst Du dann sogleich auch die Gegenwart und natürlich auch die Zukunft.

Und wie das geht, zeige ich Dir im heutigen Video. Ich wünsche Dir ganz viel Freude dabei!

Und natürlich freue ich mich, wenn Du mir über Deine Erfahrungen berichtest und auch meinen Kanal abonnierst.

Ganz liebe Grüße

Manou

Lindas neues Leben 28

Hier kommt die Fortsetzung der Linda Geschichte. Auch heute Abend geht es wieder auf Youtube weiter mit der Rauhnacht-Begleitung. Heute wieder mit einer speziellen Meditation.


Schwer atmend stand Linda im Vorraum und merkte erst jetzt, wie groß ihre Wut auf Georg eigentlich war. Natürlich war sie nicht unschuldig daran gewesen, wie die Ehe verlaufen war. Aber Georg hatte sich über viele Jahre wie ein Despot benommen, das merkte sie erst jetzt, seit sie in ihrer Freiheit angekommen war.

Immer noch war kein Motorengeräusch zu hören.  In diesem Moment kamen die Kinder die Treppe herunter. „Habe ich gerade Papas Stimme gehört?“, fragte Jonas. Linda nickte und zeigte mit dem Kopf zur Tür. „Ja, da draußen steht er. Ich habe gesagt, er solle abhauen, aber ich höre ihn nicht wegfahren. „Ich gehe mal raus zu ihm“, sagte Jonas und Klara ging ebenfalls mit hinaus. Linda hörte gedämpft, wie die drei miteinander sprachen. Sie hoffte nur, dass die Kinder Georg nicht hereinbaten.

Aber sie kamen alleine zurück. Prüfend schaute Jonas seine Mutter an. „Er scheint tatsächlich ganz zerknirscht zu sein. Magst du wirklich nicht mit ihm sprechen? Ich verstehe, wenn du sauer bist. Ich bin auch sauer nach der Aktion bei den Großeltern. Aber er ist und bleibt eben unser Vater…“ Jonas` Blick hatte etwas Bittendes.

Linda atmete tief durch. Jonas hatte recht. Natürlich wäre es für alle einfacher, wenn sie ein halbwegs vernünftiges Verhältnis miteinander hätten. Vielleicht könnte sie ja über ihren Schatten springen. „Unter zwei Bedingungen. Er kommt nicht ins Haus und den Kaffee für ihn machst du“, sagte sie und lächelte ihren Sohn an.

Wenn es sein Wunsch war, würde sie ihm diesen erfüllen. Aber sie würde niemals Georgs abfällige Bemerkungen über ihr Haus ertragen und sie hatte nicht die geringste Lust ihn jemals wieder zu bedienen. Jonas antwortete: „Geht klar. Wo soll er sich hinsetzen?“ Linda überlegte. Unter dem Nussbaum wollte sie ihn nicht haben. Das war ihr Platz und den wollte sie nicht mit einer Erinnerung an Georg kontaminieren. Auf der Terrasse wollte sie ihn auch nicht haben, da konnte er in die Küche schauen.

„Ich hab`s!“ sagte sie. „Nimm zwei Terrassenstühle und stelle sie hinten neben die Scheune. Da sitze ich sonst nie. Da setze ich mich mit ihm hin.“ Sie sah, dass Jonas ihre Vorsicht etwas skeptisch betrachtete und vielleicht sogar für übertrieben hielt, aber sie wusste, dass es für sie wichtig war, klare Grenzen zu Georg zu ziehen. „Gut, dann stell mal die Stühle hin und ich komme dann“, sagte Linda. Wenige Minuten später machte sie sich auf den Weg zur Scheune, wo Georg schon etwas verloren auf einem der Terrassenstühle saß.

Der Boden war etwas uneben und er hatte Mühe den Stuhl in einer halbwegs stabilen Position zu halten. Linda setzte sich ebenfalls auf einen der Stühle und sah Georg unfreundlich an. „Na, du hast es ja mal wieder geschafft, deinen Kopf durchzusetzen. Mach es kurz. Also, was willst du hier?“, fragte sie und winkte Jonas zu, dass sie ebenfalls gerne einen Kaffee hätte.

Georg war sichtlich unbehaglich zumute. Nicht nur, dass er in so einer schwachen Position war, er erkannte auch, dass das Sitzen auf diesem wackligen Stuhl durchaus eine Machtgebärde von Linda war, die zwar ebenfalls nicht sicherer saß, durch das Landleben aber offenbar sehr viel besser damit umgehen konnte. Er, der nur teure Bürostühle gewohnt war, machte dabei die deutlich schlechtere Figur. Jonas kam und überreichte ihnen beiden einen Kaffee.

Georg versuchte trotz der Aufmerksamkeit, die er brauchte, um die Balance zu halten, die Kaffeetasse einigermaßen würdevoll an den Mund zu führen. Jonas hatte den Kaffee in zwei Henkelbecher gefüllt. Georg hingegen war gutes Porzellan und Untertasse gewohnt. Aber er machte keine Bemerkung darüber.

Nach dem ersten Schluck starrte er auf eine Stelle am Boden und setzte an: „Linda, wie gesagt, ich habe viel nachgedacht. Über unsere Ehe und wie wir als Familie gelebt haben. Ich bereue, dass ich mich oft wie ein Idiot benommen habe. Glaubst du, dass wir eine zweite Chance hätten?“ Linda spuckte beinahe ihren Kaffee aus. „Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?“, fragte sie.

Georg schaute immer noch auf den Boden, dann hob er den Kopf. „Doch, Linda, es ist mein Ernst. Ich sehe meine Fehler ein und ich vermisse euch“, sagte er. „Glaubst du ernsthaft, ich würde jemals wieder hier weggehen?“, fragte Linda. Georg sah sich auf dem Hof um. „Ich glaube nicht, dass das hier das angemessene Leben für dich ist. Ich könnte dir so viel mehr bieten, als diesen…diesen alten Schuppen hier“, sagte er und Linda wusste in diesem Moment, dass Georg sich nicht geändert hatte.

„Jetzt sag ich dir mal was Georg. Wenn du nur das geringste bisschen Feingefühl hättest, würdest du bemerken, dass es mir und den Kindern hier so gut gefällt wie noch an keinem anderen Ort der Welt. Aber du denkst immer noch, dass man Prunk und Protz braucht, um im Leben glücklich zu sein.“

Georg versuchte immer noch das Gleichgewicht zu halten. „Linda, bitte versteh doch. Das Haus ist so leer ohne dich und die Kinder. Ich möchte nicht morgens aufwachen…“ Linda unterbrach ihn. „…und dir deinen Kaffee selbst kochen“, vollendete sie den Satz. Georg schaute sie nun an. „Hast du es wirklich so empfunden?

Dass es mir nur wichtig war, dass du mir das Frühstück gemacht hast?“, fragte er. „Nein, natürlich nicht. Es war dir nicht nur wichtig, dass ich dir das Frühstück machte, sondern auch deine Pausenbrote und das Abendessen. Und wehe, es war nicht so, wie es deine Mutter gemacht hätte…“ Linda brach ab, weil sie merkte, dass sie sich in Rage redete. Georg schwieg. Linda überlegte, wie sie das Gespräch nun beenden konnte.

In dem Moment sah sie, dass Beppo und Simon über die Felder gestapft kamen. Sie atmete auf. Verstärkung! Das konnte sie jetzt gut gebrauchen. Als die beiden nah genug waren, winkte sie ihnen zu. „Hallo Linda, wir wollten mal nach dem Rechten schauen, da wir sahen, dass du Besuch hast“, sagte Beppo mit einem Schmunzeln. Natürlich hatte er Georgs Wagen erkannt.

Linda wurde es ganz warm ums Herz. Es war so schön, dass sich jemand um sie kümmerte. Georg verzog das Gesicht. Nur zu gut erinnerte er sich an seine letzte Begegnung mit Beppo. Die beiden traten zu ihnen heran. „Ein lauschiges Plätzchen für einen Kaffee“, sagte Simon und Linda sah, dass er das Grinsen unterdrückte. Simon reichte Georg die Hand. „Doktor Simon Ludwig“, sagte er. Linda konnte sich ein Grinsen kaum verkneifen. Sie wusste nur zu gut, dass Simon seinen Titel normalweise nicht erwähnte. Aber da sie ihm erzählt hatte, dass Georg vor Titeln großen Respekt hatte, schien er die Gelegenheit gleich zu nutzen.

Georg stand auf. „Georg Hohenfeld“, sagte er steif. „Gut, dass wir uns mal anständig bekannt machen, sagte Beppo. Bisher war es ja immer etwas turbulent, wenn wir uns getroffen haben“, sagte er und reichte Georg ebenfalls die Hand, die dieser widerstrebend annahm. Kurz trat ein peinliches Schweigen ein.

Simon schaute Georg unverwandt an, was diesem ganz offensichtlich gar nicht gefiel. Nach der Begrüßung hatte er sich nicht mehr hingesetzt, denn einem Hünen wie Simon auf einem klapprigen Untergrund gegenüberzusitzen, während dieser stand, war das letzte, was er sich antun wollte. Und obwohl Georg stand, musste er zu Simon aufschauen. Linda genoss die Situation ganz im Gegensatz zu Georg.

Da keiner das Gespräch aufnahm räusperte sich Georg und sagte zu Linda: „Tja, ich fahre dann mal. Auch wenn unser Gespräch nicht besonders fruchtbar war.“ Linda nickte. „Okay, ich begleite dich zum Auto.“ Mit einem verschwörerischen Lächeln in Richtung Simon und Beppo deutete sie in Richtung Einfahrt und Georg machte sich tatsächlich auf den Weg zum Auto.

Als sie außer Hörweite waren, zischte er Linda kurz zu: „Du solltest ein wenig besser auf dich aufpassen. Nicht, dass du auch so tragisch endest wie deine Eltern und Hans Breitner.“ Linda schaute ihn verwirrt an. „Was meinst du damit?“, fragte sie ihn noch. Doch Georg hatte bereits die Autotür geöffnet und sein Gesichtsausdruck hatte sich merklich verändert. Mit einem widerlich sardonischen Grinsen schaute er sie nur an und zuckte die Schultern. „Wenn man nicht weiß, was gut für einen ist, nimmt man schnell mal ein rasches Ende“, sagte er nur noch und betätigte den Startknopf des Autos. Die Reifen drehten im trockenen Hof etwas durch, sodass Linda in eine Staubwolke gehüllt wurde. Sprachlos schaute sie Georgs Auto nach, als es die Einfahrt Richtung Wald verließ.

Hatte Georg ihr gerade gedroht? Und wieso hatte er ihre Eltern erwähnt. Lindas Stimmung war nun vollkommen gekippt. Simon kam ihr entgegen und sagte: „Linda! Was ist los? Du bist ja weiß wie eine Wand.“ Linda ergriff seine Hand und sagte: „Ich muss mich jetzt erst einmal setzen.“


Tja, wohin das jetzt wohl noch führt…..Du darfst gespannt sein 🙂

Wir sehen uns heute Abend auf Youtube, wenn Du magst. Hier gehts zum Kanal:

Manou auf Youtube

Lindas neues Leben 27

Ich wünsche Dir ein wunderschönes Neues Jahr. Hier kommt die Fortsetzung der Linda-Geschichte, heute Abend kommt das erste Video im neuen Jahr und unten ist ein passender Artikel zur kommenden Rauhnacht verlinkt.


Als Linda nach vier Tagen wieder zurück auf dem Breitner Hof war, hatte sie das Gefühl, als käme sie aus den Flitterwochen zurück. Die Abende mit Simon in den Gassen von Venedig waren einfach traumhaft gewesen. Und obwohl sie sich nicht näher als zum Kuss gekommen waren, war es selbst für die Kinder deutlich sichtbar, dass die beiden nun als Paar durchs Leben gingen. Jonas und Klara grinsten sich oft genug vielsagend an. Alleine die vielen liebevollen und zärtlichen Gesten zwischen ihnen waren unübersehbar.

Und natürlich rochen auch Beppo und Herta den Braten und freuten sich riesig. Aber offiziell wurde noch nicht darüber gesprochen. Nicht einmal Simon und Linda selbst hatten bislang irgendwelche Pläne geschmiedet. Warum auch? Sie hatten alle Zeit der Welt. Nichts war eilig, außer Simons Praxis, die in der Zwischenzeit große Fortschritte gemacht hatte. Linda, Jonas und Klara waren nun vormittags alle drei in der Praxis und bauten Möbel auf und dekorierten. Nur noch eine Woche bis zur Eröffnung. Herta und Beppo betreuten Lindas Hof weiterhin, damit Linda den Kopf für die Praxis frei hatte.

Mittlerweile arbeiteten Linda und Simon sogar abends auf der Terrasse an der Lindas Einschulung. Da ging es um die verschiedenen Untersuchungen und die Räume, in denen sie stattfanden und um die Zeit, die es einzuplanen galt. Glücklicherweise hatten sie mittlerweile eine Kollegin für Linda gefunden, die sich mit der Kassenabrechnung auskannte, sodass Linda dies nicht auch noch lernen musste.

Die Zeit raste. In der letzten Woche vor der Eröffnung machte Linda bereits Telefondienst und nahm die Anmeldungen für die nächste Zeit an. Das Telefon wollte gar nicht aufhören zu läuten und ihr wurde langsam klar, dass so eine Praxis wahnsinnig anstrengend sein würde. Simon hatte nun auch noch die Wohnung hinter der Praxis dazu gemietet, sodass er unter der Woche gar nicht erst ins Dorf zu seinen Eltern fahren, sondern gleich in Heidetal übernachten würde. So hatte er es zumindest für die erste Zeit geplant. Er musste auch noch so viel lernen und sich in so viele Dinge einarbeiten, sodass er nicht mit Freizeit rechnete in der nächsten Zeit.

Linda freute sich auf die Zeit, in der sie sich wieder mehr ihrem Hof und vor allen Dingen auch den geheimnisvollen Zeichnungen von Hans Breitner widmen konnte. Immer wieder schielte sie auf den Karton, doch sie wusste, dass sie Zeit brauchen würde, um in diese Welt einzutauchen. Daher verschob sie es auf die Wochen nach der Praxiseröffnung.

Endlich war das letzte Wochenende vor der Eröffnung da. Den ganzen Samstag putzten und dekorierten Linda und Simon noch in der Praxis und packten unzählige Kisten mit Büromaterial aus, das Simon bestellt hatte. Zuletzt machten sie noch einmal einen Rundgang und waren ausgesprochen zufrieden mit ihrer Arbeit. Der Montag konnte kommen. Trotz ihrer Nervosität nahmen sie sich vor, den Sonntag zum Ausruhen zu nutzen.

Linda saß am Sonntagmorgen seit langer Zeit mal wieder auf ihrer Bank unter dem Nussbaum und sagte sich selbst, dass sie bald wieder in dieses behagliche Dasein zurückfinden wollte. Gerade hatte sie diesen Gedanken zu Ende gedacht, als sie ein Motorengeräusch hörte. Wer konnte das sein? War das etwas schon Simon? Sie schaute zur Auffahrt und erstarrte. Das war Georgs Wagen. Was wollte er hier?

„Hallo Linda“, rief er ihr schon beim Aussteigen zu und schien in versöhnlicher Stimmung zu sein. Linda zog die Augenbrauen hoch. „Georg, was machst du hier?“, fragte sie ohne jede Begeisterung in der Stimme.

Gespannt wartete Linda, ob die Beifahrertür aufging und die langbeinige Blondine ausstieg, aber scheinbar war er alleine gekommen. „Was willst du, Georg?“, wiederholte sie ihre Frage. „Jetzt sei doch nicht so unfreundlich. Ich wollte einfach mal vorbeischauen um mit euch zu plaudern. Insbesondere mit dir“, sagte er.

In Linda schrillten die Alarmglocken. Wenn Georg in scheinbar so absichtsloser Stimmung war, führte er immer etwas im Schilde. In seinem Leben gab es keine Absichtslosigkeit. „Komm schon Georg, rede nicht um den heißen Brei herum und sag, was du willst“, antwortete sie daher brüsk.

Ihre Stirn lag in Falten und sie war wütend. Wütend auf sich selbst, weil sie sich alleine durch das Auftauchen von Georg so aus ihrem neuen Leben gerissen fühlte. Und sie war wütend auf Georg, der ohne Anmeldung einfach hier auftauchte. „Sei doch nicht so böse, Linda“, wiederholte Georg zu allem Ärger auch noch und fuhr fort: „Wie wäre es, wenn du mir einen Kaffee anbieten würdest?“

Linda kniff die Lippen zusammen. Sie hatte nicht die geringste Lust Georg in ihr Haus zu lassen und schon gar nicht, ihm einen Kaffee zu kochen. Linda stand immer noch schweigend in der Auffahrt und ignorierte den aufdringlichen Wunsch nach Kaffee.

Georg stand etwas unschlüssig herum. Offenbar hatte er sich den Empfang nicht so frostig vorgestellt. „Können wir einfach normal miteinander sprechen, Linda?“, startete er noch einmal einen Versuch. „Das wäre seit langem das erste Mal und außerdem kommt es darauf an, worüber du sprechen willst. Ich erinnere mich noch an deine gemeinen Ausführungen vor Gericht und du und deine Eltern haben doch so eine schlechte Meinung von mir, dass ihr sogar die Kinder damit behelligen müsst. Außerdem hast du dich weder angemeldet noch gefragt, ob es mir recht ist, dass du einfach hier aufkreuzt“, sagte Linda und machte dabei ihrem Ärger Luft.

„Stimmt“, nickte Georg scheinbar zerknirscht. „Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten habe ich mich heute zu einem spontanen Entschluss hinreißen lassen. Tut mir leid. Aber ich habe so viel nachgedacht in der letzten Zeit und hatte einfach das Bedürfnis mit dir darüber zu sprechen.“

Lindas Miene hellte sich nicht im geringsten auf. „Ja, das kenne ich bereits. Deine Bedürfnisse stehen stets über den Bedürfnissen anderer Menschen. Daher hast du dich selbstverständlich auch nicht gefragt, ob ich wohl ebenfalls das Bedürfnis habe, dich zu sprechen. Und obwohl du nicht gefragt hast, werde ich dir die Antwort verraten: Nein, ich habe nicht das Bedürfnis mit dir über egal was zu sprechen. Ich möchte hier meine Ruhe haben und mich mit angenehmen Menschen umgeben und du gehörst da definitiv nicht dazu. Auch ich habe nachgedacht und mich gefragt, wieso ich deine ekelhafte Art mit mir umzuspringen eigentlich solange erduldet habe. Ich finde dafür keinen plausiblen Grund, lediglich den ausdrücklichen Wunsch, dass dies ein für alle Mal Geschichte ist.“

Linda hatte sich in Rage geredet. „Entschuldige bitte, Linda“ sagte Georg so kleinlaut, wie Linda ihn noch nie erlebt hatte. „Ich glaube, ich habe wirklich großen Mist gebaut und genau darüber möchte ich mit dir sprechen“, fügte er hinzu. Linda schnaubte. „Georg, für mich gibt’s da nichts mehr zu besprechen. Es ist glücklicherweise Vergangenheit und wie du diese nun bewältigst, überlasse ich ganz dir. Such dir einen guten Therapeuten oder mach sonst was. Aber behellige mich bitte nie mehr mit deinen Befindlichkeiten.“

Mit diesen Worten drehte sich Linda um und schloss die Tür. Sie hoffte, dass er ins Auto steigen würde und wieder wegfuhr. Aber leider hörte sie keinen Motor starten.#


Was Georg wirklich von Linda will, erfährst du morgen.

Hier ist ein Artikel über die Qualität des Neujahrstages aus dem letzten Jahr: Neujahr

Und heute Abend geht es auf Youtube weiter. Manou Gardner auf Youtube

Ich wünsche dir einen wunderschönen Neujahrstag.

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Lindas neues Leben 26

Heute erfährst Du, welche Überraschung Simon für Linda und die Kinder hat. Und außerdem findest Du unten wieder den Artikel zu kommenden Rauhnacht, der Silvesternacht, verlinkt. Und heute Abend geht`s weiter auf Youtube mit dem Rauhnacht-Special. Heute: Die magische Nacht des Jahreswechsels.

Simon ließ sie noch einen Moment zappeln, dann sagte er: „Wie wäre es, wenn wir für ein paar Tage einfach wegfahren. Meine Eltern würden sich sicher um die Tiere kümmern, und wir könnten alle einmal einen Tapetenwechsel brauchen. In der Praxis können wir die nächsten Tage nichts machen, weil die Handwerker sich gegenseitig auf die Füße treten und der Architekt das Ganze beaufsichtigt. Ich würde Venedig vorschlagen. Und ich würde euch drei gerne einladen.“ Dabei schaute er Jonas, Klara und Linda abwechselnd an. Linda war sprachlos. Sie schaute sich um. Konnte sie den Hof wirklich ein paar Tage alleine lassen. Doch als sie sah, wie Herta und Beppo begeistert nickten, stimmte sie zu. Die Kinder führten einen Freudentanz auf. „Ich war noch nie in Venedig und ich freue mich riesig“, rief Klara.

Schon am nächsten Morgen fuhren sie los. Herta und Beppo brauchten keine Einschulung, sie wussten genau, was zu tun war und freuten sich für die vier. Jonas und Klara waren ganz aufgekratzt. Das war ein toller Ferienbeginn. Allerdings waren sie nicht die einzigen Urlauber, die an diesem Tag Richtung Süden aufbrachen, doch es war ihnen egal. Sie hatten Zeit und würden einfach irgendwann ankommen.

Simon hatte ein wunderschönes kleines Hotel in Venedig gebucht. Jeder von ihnen hatte ein eigenes Zimmer. Und von ihren Zimmerfenstern aus sahen sie auf das Netz der Kanäle, die Venedig durchzogen. Nach der Ankunft waren sie so müde, dass sie nur noch ein klein wenig durch die Gassen bummelten und sich in einer kleinen Gaststätte ein hervorragendes Abendessen schmecken ließen.

Linda und Simon prosteten sich unentwegt zu und auch den Kindern fiel auf, dass die beiden sich offensichtlich nähergekommen waren. Daher schlug Jonas dann auch vor, dass er und Klara im Zimmer noch eine Runde Karten spielen könnten, während Simon und Linda noch einen Drink in der Hotelbar nahmen.

„Ich freue mich so sehr, dass du in mein Leben getreten bist“, sagte Simon, als er Linda erneut zuprostete. „Das kann ich dir genauso zurückgeben“, antwortete Linda und fühlte sich in Simons Gegenwart so verstanden und geborgen. So saßen sie eine Weile schweigend und hingen beide ihren Gedanken nach. „Sollen wir noch einen kleinen Spaziergang machen? Venedig bei Nacht?“, fragte Simon. Linda stimmte zu und schrieb eine kurze Nachricht an die Kinder. Die beiden hatten damit nicht das geringste Problem. Und so machten sie sich noch einmal auf und schlenderten zunächst nebeneinander und schweigend durch die malerische Stadt.

Nach einigen Minuten blieb Simon jedoch abrupt stehen. „Wenn ich es jetzt nicht tue, traue ich mich vielleicht nie“, sagte er und ergriff Lindas Hände. „Darf ich dich küssen“, fragte er und seine Stimme klang rauer als sonst. Lindas Herz pochte bis zum Hals. Dann gab sie nach und ließ sich in Simons Arme fallen und genoss den ersten Kuss seit sehr langer Zeit.

Es war an Kitsch kaum zu überbieten. Der erste Kuss in Venedig. Linda überlegte kurz, ob Simon das absichtlich so inszeniert hatte, aber sie ließ den Gedanken gleich wieder fallen. Die letzten Wochen waren einfach insgesamt nur kitschig gewesen, da passte dieser Showdown doch perfekt dazu. Doch eine Sache interessierte Linda brennend. „Gibt es derzeit keine Frau in deinem Leben?“, fragte sie Simon und hatte ein wenig Angst vor der Antwort. Simon strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und lachte kurz auf. Linda war irritiert. „Was ist daran so lustig?“ „Nichts“, antwortete Simon. „Aber du hast noch Farbe in den Haaren“, sagte er grinsend.

„Okay, zurück zu deiner Frage. Es gibt schon seine sehr lange Zeit keine Frau in meinem Leben, weil meine letzte Beziehung so ein großer Reinfall war, dass ich mir eigentlich geschworen hatte, jetzt sehr lange Zeit Single zu bleiben. Du kannst es dir leicht machen, indem du dir Georg als Frau vorstellst. Deshalb habe ich dich damals, an unserem ersten Abend gefragt, wieso du das so lange mitgemacht hast. Auch ich habe sehr lange ausgehalten. Wir waren so gut wie verlobt. Aber es war nur so lange gut, solange ich alles gemacht habe, was sie oder ihre Eltern wollten. Außerdem haben sowohl sie, als auch ihre Eltern, meine Herkunft und somit meine Eltern, aufs Tiefste verachtet. Ich, der Sohn kleiner Bauersleute, war in ihren Augen niemals gut genug. Und es verging kaum ein Familientreffen, zu dem meine Eltern übrigens nie eingeladen wurden, bei dem nicht mehrmals spitze Bemerkungen fielen.“

Simon atmete tief durch. Die Erinnerung schien ihm zu schaffen zu machen. „Und weißt du, was das Schlimmste war? Ich selbst habe begonnen, mich wegen meiner Eltern zu schämen und sie zu verleugnen. Und ich habe sie damit schwer gekränkt, obwohl sie es nie gezeigt haben. Und dafür schäme ich mich noch heute. Meine Eltern sind die allerbesten Eltern, die man sich vorstellen kann. Aber als wir Abschlussfeier auf der Uni hatten, wir hatten zusammen studiert, kamen ihre Eltern mondän gestylt wie aus einem Hollywoodfilm und meine Eltern kamen…naja als Beppo und Herta…“ Sie hatten sich zwar für ihre Verhältnisse schick gemacht, aber unter all den anderen Eltern fielen sie auf. Und ich schämte mich wegen ihnen. Und das zerreißt mir heute noch das Herz.“

Simon schlug die Hände vors Gesicht. So sehr machte ihm die Erinnerung zu schaffen. Linda löste seine Hände vorsichtig und bedeckte sein Gesicht mit kleinen Küssen. „Ich kann dich so gut verstehen“, flüsterte sie und hielt ihn fest. Es gab jetzt nicht mehr zu sagen. Linda wusste, dass es schlussendlich gut war, dass Simon dieses Gefühl noch einmal hochkommen ließ. Vielleicht konnte er danach damit abschließen. Nach ein paar Minuten spürte sie, dass Simon leise weinte. Sie schlang wortlos ihre Arme um ihn und hielt ihn einfach fest. Und sie war glücklich darüber, dass er sich ihr in seiner Verletzlichkeit zeigte. Sie setzten sich einfach auf die Stufen eines Hauses und hielten sich in den Armen.

Noch lange saßen Linda und Simon in den Gassen von Venedig und erzählten sich aus ihrem Leben. Und da gab es erstaunlich viele Parallelen, nur mit dem großen Unterschied, dass Simons Eltern noch lebten. Und sie lernte diesen Hünen von einem Mann in dieser Nacht von einer ganz anderen Seite kennen. War Simon ihr bislang als unbeschwerter Pragmatiker erschienen, so erkannte sie in dieser Nacht erstmals, wie verletzlich und fragil auch er war. Und in diesen Simon verliebte sie sich hier, in den Gassen von Venedig. Auch diese Situation war zauberhaft und magisch und auch irgendwie unwirklich.

Die meisten Restaurants hatten schon lange geschlossen als sie sich auf den Weg zurück ins Hotel machten. Sie hielten sich wortlos an den Händen und wussten insgeheim, dass dieses Band, das heute Nacht entstanden war, so schnell niemand trennen konnte. Es war etwas Magisches geschehen. Vor dem Lift küssten sie sich noch einmal, bevor sie sich für den Rest der Nacht verabschiedeten.

Linda schwebte wie auf Wolken in ihr Zimmer. War es wirklich wahr? Hatte sie sich verliebt? Ein Gefühl, das sie glaubte, längst vergessen zu haben. Sie sah aus dem Fenster, hinunter auf die mystische Stadt und fühlte plötzlich in sich die Gewissheit, dass das Schicksal nun ihr Leben noch einmal völlig umkrempeln würde.

Wie gut, dass sie an diesem Abend noch nicht wusste, wie sehr ihr Leben sich noch verändern würde. An diesem Abend schlief sie einfach nur selig ein und freute sich auf den nächsten Tag mit Simon und den Kindern.


Hier ist der Artikel von letztem Jahr zu Silvester: Silverster – das neue Jahr begrüßen

Und heute Abend geht es hier auf Youtube weiter: Manou Gardner auf Youtube

Ich wünsche Dir einen wunderschönen letzten Tag im Jahr 2022

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Rituale für Abschied und Manifestieren

Im heutigen Rauhnacht Special erzähle ich Dir von einem hochwirksamen Ritual, indem Du mit Hilfe des Elementes Wasser alles Nicht-Dienliche verabschiedest und das Dienliche mit der Hilfe des Elementes Feuer in Dein Leben einlädst. Außerdem laden wir in einer kurzen Meditation noch einmal Deinen Engel, Deinen Geistführer und Deine Lieben in der geistigen Welt ein, mit Dir gemeinsam zu entscheiden, was Du verabschieden und was Du einladen möchtest. Ich wünsche Dir viel Freude dabei.

Lindas neues Leben 25

Hier kommt, heute etwas verspätet, die Fortsetzung von Lindas Abenteuern auf dem Breitner-Hof. Auch heute verlinke ich unten einen Artikel zur kommenden Rauhnacht mit einer ausführlichen Anleitung für das Ausräuchern des Hauses. Und heute Abend geht es mir dem Rauhnacht-Video weiter. Ich wünsche Dir einen wunderschönen Freitag!


Die kommenden Tage waren herrlich. Linda und Simon arbeiteten in der Praxis und abends saßen sie auf ein Glas Wein auf der Terrasse und besprachen allerhand. Ab Montag würden die Kinder Ferien haben und somit gab es auch keinen morgendlichen Zeitdruck mehr. Ab dem nächsten Schuljahr würden sie in Heidetal das Gymnasium besuchen.

Linda und Simon sahen sich oft tief in die Augen, doch keiner der beiden unternahm einen weiteren Schritt zu mehr. Vielmehr genossen sie die neu entstandene Nähe ohne sie zu gefährden. Herta und Beppo sahen die vertiefte Beziehung von den beiden mit vor Glück strahlenden Augen. Linda wäre sicher die beste Schwiegertochter, die sie sich wünschen könnten. Aber noch war es nicht so weit.

Am nächsten Samstag holte Georg die Kinder am Vormittag ab. Er würde mit ihnen zu seinen Eltern fahren. Jonas und Klara waren nicht begeistert, aber sie spielten mit und Linda redete ihnen gut zu. Die Kinder starteten nur mit mäßiger Begeisterung in den Tag mit ihrem Vater. Linda war voll und ganz damit beschäftigt, ihr Zimmer in verschiedenen Türkistönen zu gestalten. Abwechselnd strich sie Wände und nähte zwischendurch Vorhänge um, damit sich die müden Arme wieder etwas erholen konnten.

Die Möbel hatte sie in den letzten Tagen bereits gestrichen und geölt, sodass sie diese dann später mit Jonas und Klara reintragen konnte. Simon war den ganzen Tag in der Praxis, denn es wurden die neuen Geräte geliefert und angeschlossen. Sie war gerade fertig geworden, als Georgs Auto den Weg entlangfuhr.

Doch er und die Kinder waren nicht allein. Offenbar wollte er ihr die platinblonde Schönheit sogar vorstellen. Linda sah an sich hinunter. Sie war von Kopf bis Fuß mit Farbe beschmiert. Die ausgetretenen Turnschuhe boten einen herrlichen Kontrast zu den roten High Heels der Platinblonden.

Georg musterte Linda mit unverhohlener Verachtung. „Na, du siehst ja aus wie ein Handwerker“, sagte er und rümpfte dabei die Nase. Linda beachtete die Bemerkung nicht. Die Kinder stiegen aus, gaben ihrem Vater und der Platinblonden die Hand und verschwanden schweigend im Haus. „Möchtest du uns nichts zu trinken anbieten?“, fragte Georg mit schnippischem Ton.

Linda schüttelte den Kopf. „Tut mir leid, aber ich bin mitten in der Arbeit. Ich muss weitermachen, bevor die Farbe austrocknet.“ Sie hatte nicht die geringste Lust auch nur wenige Minuten mit Georg und seiner neuen Freundin zu verbringen. Georg nahm die Abfuhr zu Kenntnis und stellte ihr jetzt die Beifahrerin vor. „Das ist übrigens Victoria. Victoria hat mir über die schwere Zeit hinweggeholfen.“ Linda nickte in Richtung Victoria. „Prima. Ich muss jetzt aber wirklich weitermachen. Ich wünsche euch einen schönen Abend“, sagte sie und ging zurück ins Haus.

Das hatte sich Georg wohl etwas anders vorgestellt. Sicher wäre er gerne ins Haus gekommen, um ein paar abfällige Bemerkungen zu machen. Aber das gönnte sie ihm nicht. Georg und seine Begleitung stiegen wieder ins Auto und Linda machte sich auf die Suche nach ihren Kindern. Jonas fand sie in seinem Zimmer. „Na, wie war`s?“, fragte sie betont fröhlich.

„Mein Vater ist das größte Arschloch, das ich kenne“, sagte Jonas und Linda sah, dass er wirklich sauer war. „Warum, was ist passiert?“, fragte sie. In dem Moment kam auch Klara aus ihrem Zimmer. „Wollen wir uns zum Nussbaum setzen und ihr erzählt, wie es war?“, fragte sie. Die beiden nickten und holten sich noch etwas zu trinken aus der Küche. „Hast du ihn nicht hereingelassen?“, fragte Klara. „Nein, darauf hatte ich wirklich keine Lust“, sagte Linda. „Das war gut“, sagte Jonas. „Er hatte nämlich vor, seiner blöden Freundin zu zeigen, in welch heruntergekommenen Umständen wir jetzt leben“, ergänzte Jonas.

„Oh, wie nett“, sagte Linda nur und war froh, dass sie auf ihr Bauchgefühl gehört hatte. „Aber erzählt doch mal“, sagte sie und sah die beiden aufmunternd an. „Zuerst waren wir bei Oma und Opa“, begann Klara zu erzählen. „Dort haben sie alle nur auf dir herumgehackt und sich darüber lustig gemacht, dass wir jetzt in einer alten Hütte im Wald wohnen. Danach haben Oma und Opa gesagt, dass das nicht gut für unsere Zukunft sei und dass wir doch standesgemäß aufwachsen sollten, und bei einer Mutter, die sich jetzt endgültig als Herumtreiberin entpuppt, keine Chance auf eine gute Zukunft haben.“

Linda sah, dass Klara mit den Tränen kämpfte und schluckte. Sollten sie es geschafft haben, den Kindern einzureden, dass das Leben mit ihr nicht gut genug war? Doch Klara sprach schon weiter. „Und als ich widersprochen habe und sagte, dass du keine Herumtreiberin bist und wir nicht in einer Hütte, sondern auf einem Hof wohnen, hat Oma mir einen Klaps auf den Mund gegeben.“ Bei der Erinnerung an diese Demütigung schluchzte Klara laut auf. Jonas erzählte weiter. „Klara ist dann aufgesprungen und dabei sind einige Gläser umgefallen. Opa hat sie geschnappt und ist mit ihr in die Bibliothek gegangen und hat sie furchtbar ausgeschimpft. Ich bin hinterher und dann war plötzlich das totale Chaos im Gange. Alle haben durcheinandergeredet und Papa hat uns beide sehr grob zurück an den Tisch gezerrt. Wir haben weitergegessen und die neue Freundin von Papa hat dauernd über irgendwas gekichert, das er ihr ins Ohr geflüstert hat. Das war so albern!“ Jonas schnaubte vor Empörung.

Linda atmete tief durch. Genauso hatte sie sich das mit Georg und seinen Eltern vorgestellt. Sie war erleichtert, dass sie es offenbar nicht geschafft hatten, in den Kindern Verwirrung anzurichten, denn die beiden waren einfach nur stinksauer und sichtlich froh, wieder auf dem Hof zu sein. Sie hingen alle drei ihren Gedanken nach, als sie Simon, Herta und Beppo über die Felder stapfen sahen.

Simon schaute Linda von oben bis unten an und in seinen Augen lag alles andere als Verachtung. Linda konnte Zuneigung und Bewunderung sehen. „Du siehst wunderbar aus in deiner Malerkluft“, sagte er dabei auch schon und Herta und Beppo nickten fröhlich. Herta sah Klaras verweinte Augen und so erzählten die Kinder die ganze Geschichte noch einmal. Linda sah, wie sich Simons Augen zu Schlitzen verengten. Er schien sich mehr zu ärgern als sie sich selbst. Das fühlte sich wunderbar an. Und nun war wieder so ein Moment, an dem sie spürte, was Familie wirklich bedeutete. Diese drei Menschen, von deren Existenz sie vor wenigen Wochen noch nicht einmal etwas wussten, waren ihr mehr ans Herz gewachsen, als Georg und seine Eltern in zwanzig Jahren.

„Ich habe eine Idee“, sagte Simon und alle schaute gespannt zu ihm.


Hier ist der Artikel für die kommende Rauhnacht mit einer ausführlichen Anleitung für das Ausräuchern des Hauses: 7. Rauhnacht und Ausräuchern

Und hier bei Youtube geht es heute Abend weiter: Manou Gardner auf Youtube

In Liebe verabschieden

Im heutigen Rauhnacht Special geht es darum. alles worin Du verhaftet bist, alle Klischees, die Du glaubst erfüllen zu müssen, in Liebe zu verabschieden. Es ist Dein Recht und Deine Aufgabe weiterzuschreiten, den nächsten Level zu erreichen und Dich nicht mehr blockieren zu lassen. Dies ist umso einfacher, als dass es im Prinzip nur eine Entscheidung ist. Dahin führt auch die heutige Meditation. Ich wünsche Dir viel Freude dabei.

Lindas neues Leben 24

Hier kommt Folge 24 aus Lindas neuem Leben. Auch heute verlinke ich wieder den Artikel zur kommenden Rauhnacht und wie gewohnt kommt heute Abend das Video zum Thema der Rauhnächte und der Vorbereitung auf das Neue Jahr.


Noch einmal ließ sie die letzten Monate Revue passieren. Vor noch nicht allzu langer Zeit war sie tagein, tagaus im Büro, das sie abgrundtief hasste. Zuhause der ewige Stress, Georgs Ansprüchen zu genügen und trotzdem ein wenig Zeit für sie selbst und für die Kinder zu finden. Alles drehte sich ständig im Kreis und im Inneren dieses Kreises stand Georg, der sie alle dirigierte. Und nun diese unendliche Freiheit. Alles war so sinnvoll. Ob es die Pflege des Hauses und der Tiere war, die Arbeit in Simons Praxis, die gemeinsamen Mahlzeiten mit Beppo und Herta…alles war das pure Leben.

Niemals hätte sie sich vorgestellt, dass sich so etwas jemals in ihrem Leben ereignen konnte – und schon gar nicht in dieser Geschwindigkeit. Und doch war seit heute etwas grundlegend anders. Da hatte sich etwas in ihre Idylle hineingeschlichen, von dem sie noch nicht wusste, ob das gut oder schlecht war. Aber sie wusste, dass es da jetzt kein Entrinnen gab. Sie musste sich dem stellen. Es gab keinesfalls die Option, das jetzt einfach alles rückgängig zu machen oder auf sich beruhen zu lassen. Sie war sich sicher, sie waren da in ein gewaltiges Abenteuer hineingeschlittert, das es zu erforschen galt.

Doch zunächst holte sie der Alltag wieder ein und sie beschloss, dass sie sich in den Schulferien der Kinder intensiv diesem Thema widmen wollte. Die Arbeiten in Simons Praxis ließen kaum Raum um über die seltsamen Vorkommnisse nachzudenken. Sie hatte alle Hände voll zu tun, die Handwerker zu koordinieren, Farben und Möbel auszusuchen und so weiter. Die Eröffnung stand schon kurz bevor.

Und dann passierte es: Eines Morgens kam Beppo in die Küche gerannt und rief: „Rasch, die Kühe haben gekalbt, alle drei auf einmal. Das muss heute Nacht passiert sein.“ Linda, Jonas und Klara liefen alle drei in Richtung der Weide. Und da standen sie alle drei mit ihren Kälbern und schleckten sie hingebungsvoll. Beppo warnte sie. „Geht nicht zu nahe hin. Die drei Mutterkühe sind es gewohnt, dass ihr Kälber weg geholt werden. Sie würden alles tun, um sie zu verteidigen. Daher setzten sie sich ganz ruhig ins Gras und schauten zu, wie die drei ihr Mutterglück genossen. Und tatsächlich schauten sie immer wieder misstrauisch zu ihnen hin. Da aber keiner Anstalten machte, sich der Weide zu nähern blieben sie halbwegs ruhig. Alle drei Kälber schienen gesund und munter zu sein. „Das ist ja selten, dass drei Kühe in der gleichen Nacht kalben“, sagte Beppo. „Aber sie haben es gut gemacht.“

Linda beschloss an diesem Tag, dass die Kinder nicht in die Schule gehen mussten. So etwas erlebt man nicht jeden Tag und die Ferien standen bereits vor der Tür. Es war nur noch eine Woche bis Schulschluss. Sie sollten ausgiebig Gelegenheit haben, die drei Damen zu beobachten.

Doch dies sollte nicht die letzte Überraschung des Tages werden. Als Linda aus der Praxis zurückkam war ein Brief vom Gericht in der Post. In zehn Tagen sollte die Verhandlung stattfinden. Georg beantragte das alleinige Sorgerecht. Und obwohl Linda wusste, dass es ziemlich unwahrscheinlich war, dass dem stattgegeben wurde, hatte sie einen dicken Kloß im Hals. Alles was mit Georg zu tun hatte, bedrohte ihre friedliche Welt.

Sie hatte sich die ganze Zeit immer wieder gewundert, dass es so ruhig geblieben war. Aber da sie ihn kannte, wusste sie, dass dies nur die Ruhe vor dem Sturm sein würde. Auch Simon schaffte es am Abend nicht, ihre Ängste zu zerstreuen, obwohl er ihr auf der Stelle eine gute Anwältin organisierte.

Die nächsten Tage waren für Linda wahnsinnig anstrengend. Sie versuchte, die friedliche Stimmung der letzten Wochen zu spüren, aber innerlich war sie vollkommen angespannt. Und somit war sie froh, als der Tag des Gerichtstermins endlich gekommen war. Sie hatte sich ausführlich mit ihrer Anwältin besprochen und mehr konnte sie nicht tun. Klara und Jonas hatten einen gesonderten Termin mit der Richterin bekommen und hatten ihre Aussagen bereits zu Protokoll gegeben. Und trotzdem schlug Lindas Herz bis zum Hals als sie den Gerichtssaal betrat.

Georg saß wie immer mit wichtiger und ernster Miene neben seinem Anwalt uns grinste sie widerlich süffisant an. In seinen Augen hatte er wohl bereits gewonnen. Obwohl Linda wusste, dass er bluffte, verkrampfte sich ihr Magen. Hatte er vielleicht doch noch einen Trumpf im Ärmel, den sie nicht kannte?

Die Richterin war sehr freundlich und Linda sah, dass sie Georgs Ausführungen über Lindas Unfähigkeit anwiderten. Georg zeigte sich während der ganzen Verhandlung von seiner unattraktivsten Seite. Linda hätte zumindest erwartet, dass er klug genug sei, sich vor Gericht zu verstellen. Aber offenbar war es ihm noch viel wichtiger, Linda in möglichst schlechtem Licht darzustellen.

Auch sein Anwalt schien davon nicht begeistert zu sein, denn er versuchte mehrmals, Georgs Redefluss zu unterbrechen. Doch Georg war in seinem Element. Er konnte es nicht einmal lassen, der Richterin zu erklären, dass ihm oftmals nichts Anderes übergeblieben war, als den Rat seiner Mutter einzuholen, da Linda in vielen Lebenslagen einfach unfähig gewesen war.

In diesem Moment verdrehte sogar die Richterin die Augen und sah Linda verschwörerisch an. Linda atmete auf. Georg war und blieb ein eitler, egozentrischer Gockel. Er hatte sich nicht einmal vor Gericht im Griff. Wahrscheinlich war das der Grund, warum die Richterin ihm kein Sorgerecht zusprach, sondern nur von Linda verlangte, dass sie sicherstellen musste, dass die Kinder mindestens zweiwöchig einen Tag mit ihrem Vater verbrachten. Sie begründete dies damit, dass die Kinder für Mitsprache alt genug waren und sich zuvor schon eindeutig für das Leben mit Linda ausgesprochen hatten.

Außerdem musste Georg den Höchstsatz für die Kinder bezahlen. Er nahm das Urteil Zähne knirschend zur Kenntnis. Seine Blicke in Richtung Linda waren voller Hass.

Als Linda das Gericht verließ, sah sie gerade noch, wie Georg von einer platinblonden Schönheit empfangen wurde. Er hatte also schon Ersatz gefunden. Linda merkte, dass nicht einmal ein Funke Eifersucht in ihr auftauchte. Die Platinblonde war riesig und sehr schlank. Jetzt hatte er endlich, was er immer an ihr vermisst hatte.

Sie hatte doch in der Zeit ihrer Ehe einige Pfund zugelegt. Interessanterweise waren diese überflüssigen Pfunde in den letzten Wochen nahezu völlig verschwunden, obwohl Linda sich stets ausgiebig über Hertas wunderbare und garantiert nicht kalorienarme Küche hergemacht hatte. Somit war auch dieses Kapitel ihres Lebens abgeschlossen.

Doch auch auf Linda wartete jemand vor dem Gerichtsgebäude. Als sie sich gerade von ihrer Anwältin herzlich verabschiedete, sah sie Simon mit einem riesigen Strauß Blumen auf der anderen Straßenseite. Freudig kam er auf sie zu. Linda war so erleichtert, dass sie ihm um den Hals fiel. Simon umfing sie zärtlich und drückte sie fest an sich.


Hier noch der Artikel zur kommenden Rauhnacht: Tag 6 der 13 heiligen Nächte

Und hier der Link zum Youtube Kanal: Manou Gardner auf Youtube

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Donnerstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Reise in deinen inneren Raum

Im heutigen Rauhnacht Special geht es um Fokus und Klarheit – zwei Eigenschaften, die wir 2023 ganz besonders brauchen. Und ich führe dich in einer kurzen Meditation in deinen inneren Raum, zu deiner inneren Essenz und dem, was du wirklich bist. Genieße die Reise und fühle die Ruhe, die Kraft und die Liebe deines inneren Raumes.

Lindas neues Leben 23

Hier kommt Teil 23 der Geschichte von Linda und ihren Kindern, die plötzlich in ein ganz neues und ungewöhnliches Leben katapultiert worden sind. Und heute Abend gibt es ein neues Video zu der Qualität der heutigen Rauhnacht. Unten gibt es wieder einen Artikel zur heutigen Rauhnacht.


Linda hatte bisher nur die Beete vor dem Haus in Ordnung gebracht. Im großen Garten hinter dem Haus hatte sie noch nicht einmal richtig angefangen. Nachdem sie die Kinder von der Schule abgeholt hatte, nahm sie wieder ein Blatt nach dem anderen aus dem Karton, den Jonas mittlerweile ins Wohnzimmer geschleppt hatte. Der Karton war voll mit solchen Zeichnungen und wahrscheinlich gab es davon noch mehrere. Sie hatten ja noch nicht einmal einen Bruchteil der Dinge von Hans Breitner gesichtet. Immer war eine Pflanze aufgezeichnet und so ein Fabelwesen dazu und es standen ein paar Sätze, die sich auf die Pflege der Pflanze bezogen, dabei.

Wenn nicht Beppo und auch Herta am Vormittag zugegeben hätten, dass sie solche Dinge auch schon gesehen hätten, wäre es jetzt ganz einfach, es damit abzutun, dass Hans Breitner wohl eine blühende Phantasie gehabt hatte und sich die Einsamkeit mit dem Zeichnen und Erfinden von Dingen vertrieben hätte und die Kinder gestern einer Halluzination aufgesessen waren.

Linda suchte nochmal die Zeichnung mit dem Zwerg, von dem die Kinder und Beppo behaupteten, ihn gesehen zu haben. Sie betrachtete ihn lange und Klara schaute über ihre Schulter. „Er hat das gut gezeichnet. Genauso habe ich ihn auch gesehen. Er stand einfach da und schaute mich an. Bei dem hat er auch gar nichts dazu geschrieben.“

Am späteren Abend kamen Beppo und Herta mit Simon auf einen Sprung vorbei. Auch ihnen ließ diese Sache keine Ruhe und sie fragten sich die ganze Zeit, was es damit auf sich hatte. Auch in Lindas Kopf kreisten die Gedanken. Immer mehr Erinnerungsfetzen kamen an die Oberfläche. „Ich muss in Ruhe darüber nachdenken“, sagte sie. „Ich habe das Gefühl, dass sich plötzlich einige Fragezeichen aufklären aber dafür viel mehr neue entstehen. Beppo und Herta nickten. Auch Simon erkannte den Wink mit dem Zaunpfahl und sie standen auf, um wieder nach Hause zu gehen. „Wenn du magst, besuche ich dich morgen zum Kaffee“, sagte er in Lindas Richtung.

„Das wäre schön“, sagte Linda etwas abwesend und begann die ganzen Zeichnungen, die über den Tisch verstreut lagen, wieder in den Karton zu stapeln. Linda stellte die Kiste entschlossen in ihr Arbeitszimmer und setzte sich auf die Terrasse hinter der Küche. Ihre Augen versuchten, die Dunkelheit zu durchdringen und im Garten die Plätze auszumachen, wo sich die Pflanzen befinden könnten, die auf den Bildern gezeichnet und mit Pflegeanleitungen versehen waren. Sie würde morgen einmal anfangen, den hinteren Garten zu sichten. Herta hatte ihr schon mehrmals vorgeschlagen, den Garten zu roden, aber Linda hatte immer abgelehnt. Irgendwas hatte sie bisher davon abgehalten, da einfach drauflos zu gärtnern.

Vielleicht hatte sie den Grund nun gefunden. Viele der gezeichneten Pflanzen sahen recht unscheinbar aus. Vielleicht hätte sie sie einfach ausgerissen, wenn sie die Zeichnungen nicht gefunden hätte. Was wohl in den anderen Kartons noch versteckt war? In Linda erwachte so etwas wie ein Forscherdrang. Obwohl sie sich auf das Ganze keinen Reim machen konnte, hatte sie das Gefühl, etwas Bedeutsamen auf der Spur zu sein.

Dieser Hans Breitner schien noch einiges an Überraschungen zu bieten. Das war richtig spannend. In diesem Moment kam Klara zu ihr auf die Terrasse und setzte sich schweigend an den Tisch. „Ist das nicht alles seltsam hier?“, fragte sie nach einer Weile zu Linda gewandt. „Das kannst du laut sagen“, erwiderte Linda und sah ihre Tochter dabei an. „Ich habe das Gefühl als wäre das alles ein Traum“, sagte Klara und schwieg danach wieder eine Weile. „Es ist doch verrückt.

Zuerst leben wir ein bürgerliches, ja spießiges, Leben in unserem Haus in der Stadt. Dann erbst du dieses Haus und die Ereignisse überschlagen sich plötzlich, sodass wir Hals über Kopf hierher ziehen. Alles fügt sich so, als wäre es vorherbestimmt. Auch deine Kündigung war ja so seltsam. Sogar die Hilfe von Beppo und dem ganzen Dorf als wir so überstürzt eingezogen sind, kommt mir jetzt irgendwie vorherbestimmt vor.

Und dann kommen all diese Tiere in Windeseile zu uns und alles bekommt so ein Tempo, dass wir kaum dazu kommen, unsere Gedanken zu sortieren. Und gerade als es beginnt ruhiger zu werden, öffnen wir diese Kiste und es tauchen wieder Fragen über Fragen auf…“ Linda nickte ihrer Tochter zu. „Das hätte ich nicht treffender zusammenfassen können. Genau das Gleiche ging mir vorhin auch durch den Kopf.

Es ist irgendwie alles wie verhext, oder besser gesagt, verzaubert.“ In diesem Moment betrat Jonas die Terrasse. Auch er setzte sich zuerst schweigend zu ihnen. „Ich weiß überhaupt nicht, was ich von dem allem halten soll. Das kommt mir so…kitschig…vor“, sagte er. „Und gleichzeitig finde ich es unglaublich spannend. Stellt euch mal vor, was Papa zu sowas sagen würde!“

Die drei brachen in Gelächter aus. „Ja, das wäre interessant. Vermutlich würde er dann noch rascher versuchen, das Haus loszuwerden“, sagte Linda. „Ich werde morgen auf jeden Fall mal den Garten absuchen und schauen, ob ich die Pflanzen finde, die Hans da gezeichnet hat“, fügte Linda hinzu. „Dürfen Jonas und ich die Kartons weiter durchschauen?“, fragte Klara aufgeregt. „Ja, wenn ihr Lust habt, gerne. Aber erst morgen nach der Schule. Ich muss auch zuerst einmal zu Simon in die Praxis“, antwortete Linda.

Lindas Blick fiel dabei in die hell erleuchtete Küche. „Ihr könnt mich gerne für verrückt erklären, aber ich weiß, dass ich als Kind sowohl schon in dieser, als auch in der Küche von Beppo und Herta gesessen habe. Ich weiß sogar, wo ich damals saß. Da war diese Eckbank schon da und ich saß da hinten“, sagte Linda und zeigte auf die Sitzgruppe der Küche. „Naja, das finde ich jetzt nicht so überraschend“, sagte Jonas. „Immerhin gehörte das Haus dem Onkel deiner Mutter. Wesentlich merkwürdiger ist aber, dass er dann in den nächsten Jahrzehnten offenbar nicht mal mehr erwähnt wurde“, fügte er hinzu.

Linda nickte. „Ja, nicht einmal in einem Nebensatz. Es wurde auch niemals eine abfällige Bemerkung über ihn gemacht. Einfach gar nichts – als hätte es ihn nicht gegeben. Und wenn ich nicht hierhergekommen wäre, würde ich mich sicher auch nicht mehr an die Besuche hier erinnern. Mittlerweile weiß ich, dass ich mehr als einmal hier war. Denn ich kann mich an verschiedene Jahreszeiten erinnern.“

Linda gähnte. „Ich bin müde. Ich glaube, ich gehe ins Bett. Hätten wir nicht noch einmal nach den Kühen schauen sollen?“, dachte Linda laut. „Wir können ja die Taschenlampen nehmen und uns vergewissern, dass es ihnen gut geht“, schlug Jonas vor. Kurz darauf machten sie sich, bewaffnet mit drei Taschenlampen, auf den Weg zur Kuhweide. Doch dort war alles in Ordnung. Jetzt konnte es nicht mehr lange dauern, bis die drei ihre Kälbchen gebären würden.

„Herrjeh, der Hühnerstall steht wahrscheinlich auch noch offen“, sagte Jonas. „So richtige Bauern sind wir noch nicht. Dafür vergessen wir noch viel zu viel…“ Gemeinsam schauten sie auch bei den Hühnern nach dem Rechten. Doch da war alles ruhig. Die Damen saßen auf ihren Stangen und machten hin und wieder verschlafene Geräusche. Leise schlossen sie die Stalltür und gingen ins Haus. Ernie und Bert standen Schwanz wedelnd im Vorraum. „Sollen wir mit den beiden noch eine Runde drehen?“, schlug Linda vor. Die Kinder stimmten zu und zu dritt machten sie sich mit den Hunden auf den Weg zum Waldrand.

Sie schauten sich um. Seit heute nahmen sie die Umgebung nochmal ganz anders wahr. Bis gestern war das eben ein Wald gewesen und Felder und Pflanzen. Aber seit gestern erschien ihnen alles hintergründiger und geheimnisvoller. In Jonas sträubte sich zwar noch alles, aber ein Teil von ihm fand es auch spannend und irgendwie spektakulär. Das war doch verrückt!

Schweigend drehten sie ihre Runden und insgeheim hielten sie alle Ausschau nach etwas Ungewöhnlichem. Aber alles blieb ganz normal. Der Wald war dunkel, aber irgendwie nicht bedrohlich und die Felder dufteten selbst in der Nacht nach Land und purem Leben.

Gemeinsam traten sie ins Haus ein, leinten die Hunde ab und jeder machte sich auf den Weg, sich für die Nacht vorzubereiten. Linda brühte sich noch einen Tee auf, und setzte sich entgegen ihrer ursprünglichen Absicht nochmal auf die Terrasse. Sie wollte noch eine Weile alleine sitzen.



Hier ist ein Artikel zur kommenden Rauhnacht: 5. Tag der 13 heiligen Nächte

Und heute Abend gibt es das Video hier: Manou Gardner auf Youtube

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Mittwoch

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Lindas neues Leben 22

Hier kommt Teil 22 von „Lindas neues Leben“. Unten habe ich Artikel zu den Rauhnächten verlinkt und heute Abend kommt ein neues Rauhnacht-Video.

„Diese erste Kiste war voller Zeichnung auf denen kurze oder längere Texte standen. Das sind nur ein paar davon“, sagte Jonas und legte den Papierstapel auf den Tisch. Linda nahm eine nach der anderen in die Hand. „Das ist ja seltsam“, murmelte sie. „Das sieht ja doch so aus, als ob Onkel Hans vorgehabt hätte, ein Kinderbuch zu gestalten.

Etwas unschlüssig hielt sie die Zeichnungen in den Händen. Es waren lauter Fabelwesen auf den Zeichnungen: Zwerge, Elfen und andere seltsame Wesenheiten. Linda nahm ein Blatt nach dem anderen in die Hand. Bei einer Zeichnung stockte sie. „Der hier sieht fast so aus, wie der Kerl gestern Abend“, sagte Linda und begann die Texte zu lesen, die bei manchen Zeichnungen standen. Es schienen konkrete Anweisungen zu sein, wie man mit bestimmten Pflanzen verfahren sollte. Das klang schon deutlich weniger nach Kinderbuch. Linda konnte sich keinen Reim darauf machen, nahm sich aber vor, die Zeichnungen morgen gleich einmal Beppo und Herta zu zeigen. Gleich in der Früh als die beiden kamen, setzte sie ihren Plan in die Tat um.

Beppo und Herta waren auch ziemlich ratlos und nahmen ein Bild nach dem anderen in die Hand. „Allerdings haben wir keine Ahnung, was er da drüben den ganzen Tag gemacht hat“, sagte Herta. „Aber ich hätte niemals das Gefühl gehabt, dass er künstlerische Ambitionen hatte“, mischte sich Simon ins Gespräch ein, der sich inzwischen zu ihnen gesellt hatte. „Mir erschien er immer sehr einfach in seiner Art“, fügte er hinzu. „Das heißt ja nicht, dass er nicht insgeheim gemalt hat“, sagte Herta. „Was sind denn das für Zeichnungen?“, hakte Simon noch einmal ein. „Ach, irgendwelche Zeichnungen von Zwergen und Elfen und da stehen dann so kleine Texte dabei, als würde er irgendwelche Regeln aufgeschrieben haben“, erklärte Linda. Simon runzelte die Stirn. „Die würde ich gerne mal sehen“, sagte er.

Gemeinsam sichteten sie den Stapel Papier. Als die Zeichnung mit Typen vom vorigen Abend dran war, reagierte Beppo wieder etwas seltsam. „Was ist Beppo?“, fragte Linda, die die Reaktion bemerkt hatte. Beppo kratzte sich eine Weile am Kinn und wiegte den Kopf nachdenklich hin und her und sagte dann: „Ihr könnt mich jetzt für verrückt erklären, aber der sieht aus, wie der, den ich hier schon ein paar Mal gesehen habe. Ich habe mich damals auch daran erinnert, dass meine Großmutter mir von solchen Dingen erzählt hatte. Aber ich hätte nie gedacht, dass ich selbst sowas mal sehen würde.“

Herta wurde immer nachdenklicher und hielt ein anderes Blatt mit einer Art Elfe in den Händen, die sich gerade an einer Blüte zu schaffen machte. „Tja, da kann ich vielleicht mithalten“, sagte sie. „Sowas habe ich schon ein paar Mal im Garten gesehen, aber es war immer in der Hitze und ich dachte, ich hätte sowas wie einen Sonnenstich und würde Dinge sehen, die es gar nicht gibt.“

„Na, da kommen ja schöne Dinge zum Vorschein“, sagte Simon. „Aber jetzt mal ehrlich, ihr glaubt das doch nicht wirklich?“, fügte er hinzu. „Tja, ich weiß nicht“, sagte Beppo. „Was ist mit dir, Linda“, fragte er. „Ich weiß es auch nicht. Mich überfordert das jetzt gerade etwas. Gerade dachte ich, jetzt würde langsam Ruhe und Normalität in unser Leben einkehren, und jetzt das…“

Nach diesen Worten Lindas hing für einen Moment jeder seinen Gedanken nach. Simon unterbrach als erstes die Stille. „Leute, ich mag und schätze euch alle. Aber als Naturwissenschaftler muss ich mich doch fragen, ob ihr da nicht einer Sinnestäuschung aufgesessen seid. Das kommt mir jetzt schon sehr seltsam vor. Was ist mit dir, Linda? Sagst du mir jetzt auch, dass du irgendwelche Fabelwesen gesehen hast?“, fragte er.

Linda schüttelte den Kopf. „Bei mir ist es ganz anders. Indem ich diese Bilder betrachte, kann ich mich plötzlich an etwas erinnern, das ich völlig vergessen hatte.“ Simon schaute sie aufmerksam an. „Und das wäre?“, fragte er neugierig. „Ich glaube, ich weiß jetzt, warum mir das hier alles so vertraut vorkommt. Ich war schon hier. Damals war ich klein, vielleicht fünf oder sechs Jahre alt. Ich kann mich auch an dieses Haus hier erinnern. Wie lange seid ihr schon hier?“, fragte sie und schaute dabei Beppo und Herta an.

„Dieses Jahr sind es genau dreißig Jahre“, antwortete Herta. Linda überlegte. Ich bin siebenunddreißig und wenn ich damals fünf oder sechs war, könnte das doch sein. Wisst ihr, wer vor euch in diesem Haus gewohnt hat?“, fragte sie. Beppo und Herta sahen sich an. „Ja, das war ein sehr seltsamer Mann“, sagte Beppo. „Wir hatten immer ein wenig Angst vor ihm. Er war uns unheimlich“, fügte Herta hinzu.

Linda dachte scharf nach. Sie konnte sich an keinen Mann erinnern. Aber als sie vor einigen Wochen das erste Mal das Haus von Hans Breitner und dann später auch das Haus von Beppo und Herta betreten hatte, kam ihr das alles sehr vertraut vor. Daran erinnerte sie sich ganz genau. Aber sie konnte sich an keine Menschen erinnern. Nur die Häuser waren ihr vertraut. Wieder einmal bedauerte Linda von Herzen, dass ihre Eltern nicht mehr lebten. Wie einfach wäre es jetzt, wenn sie ihre Mutter anrufen und sie fragen könnte.

„Das kommt mir jetzt alles irgendwie surreal vor“, sagte Linda. Fast bereute sie, die Zeichnungen heute gesichtet zu haben. Gerade hatte ihr Leben begonnen, so beschaulich zu werden, wie sie es gewünscht hatte. Und jetzt fühlte es sich an als hätte sie die Büchse der Pandora geöffnet.

Simon fühlte sich ebenfalls sichtlich unbehaglich. In seiner Welt hatte so etwas keinen Platz. Doch er spürte sehr wohl, dass sich gerade etwas verändert hatte und dass es vermutlich kein Zurück geben würde, bevor diese Sache nicht aufgeklärt war. Er war sich auch nicht ganz sicher, ob er jetzt am Verstand seiner Eltern zweifeln sollte. Waren sie doch immer diejenigen gewesen, die mit ihrem Pragmatismus das Leben für ihn so angenehm wie möglich gemacht hatten.

Jetzt gab es eine seltsame Reihe von Wahrnehmungen, die ihm Unbehagen bereitete. Etwas hilflos kratzte er sich am Kinn. Am liebsten würde er jetzt in seine Praxis fahren, in der alles normal und gut zu verstehen war. Er mochte solche Situationen nicht. Beppo nahm die Zeichnungen wieder heraus und begann die Texte die zu lesen, die Hans Breitner offensichtlich in seiner schönsten Schönschrift dazu geschrieben hatte.

Er las einen davon vor: „Niemals sollst du meine Schützlinge vor Einbruch der Dunkelheit gießen. Sie mögen es nicht, nass zu werden, solange die Sonne ihre Blätter und Blüten berührt. Gieße sie erst, wenn die Dämmerung eintritt. Nur so können sie ihre Wirkstoffe entfalten. Nicht umsonst heißt diese Gattung Nachtschattengewächs.“ Daneben war eine Zeichnung mit einer ihm unbekannten Pflanze und einer Art Elfe dabei. „Kennst du diese Pflanze?“, fragte er Herta und schob ihr das Blatt hinüber.

Herta schaute sich die Zeichnung eine Zeit lang an. „Ja, ich glaube, das ist ein Stechapfel“, sagte sie. „Aber ich bin mir nicht sicher.“ Linda schaute die Pflanze an und griff zum Smartphone und gab den Begriff „Stechapfel“ in die Suchmaschine ein. Sofort kamen eine Menge Bilder, die der Pflanze durchaus ähnelten, die Hans Breitner gezeichnet hatte. „Ja, das ist ein Stechapfel“, sagte Linda und dachte nach, wo im Garten er sich befinden könnte.

Sie hatten bisher nur die Beete vor dem Haus in Ordnung gebracht. Im großen Garten hinter dem Haus hatte sie noch nicht einmal richtig angefangen. Sie nahmen nun ein Blatt nach dem anderen aus dem Karton. Immer war eine Pflanze aufgezeichnet und so ein Fabelwesen dazu und es standen ein paar Sätze, die sich auf die Pflege der Pflanze bezogen, dabei.

Wenn nicht Beppo und auch Herta gerade zugegeben hätten, dass sie solche Dinge auch schon gesehen hätten, wäre es jetzt ganz einfach, es damit abzutun, dass Hans Breitner wohl eine blühende Phantasie gehabt hatte und sich die Einsamkeit mit dem Zeichnen und Erfinden von Dingen vertrieben hätte und die Kinder gestern einer Halluzination aufgesessen waren.


Hier ist ein Artikel zur vierten, also der kommenden, Rauhnacht der 13 heiligen Nächte: 4. der 13 heiligen Nächte

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Ich wünsche Euch einen wunderschönen Dienstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Treffen mit den Ahnen – Familienmuster auflösen

Im heutigen Video und der heutigen Kurz-Meditation geht es darum, sich mit den Lieben in der geistigen Welt zu verbinden, um zu schauen, welche Familienmuster in diesen Rauhnächten aufgelöst werden sollen und können. Du kannst Dich nur dann entwickeln, wenn Du in Deinen Prozess auch die Muster Deiner Herkunftsfamilie mit einbeziehst. Und was liegt näher, als die Ahnen und die Liebsten in der geistigen Welt direkt nach Hinweisen zu fragen? Genau dies tun wir heute, damit Du in diesen Rauhnächten eine tiefgreifenden Veränderungsprozess beginnen kannst. Wir, die wir heute erwachsen sind, sind die Generation, die nun – in der jetzigen Transformationszeit – endlich destruktive Strukturen, die sich durch Generationen gezogen haben, aufzulösen vermögen.

Wir helfen damit nicht nur uns seslbst, sondern auch den Lieben in der geistigen Welt und allen eventuellen Nachfahren. Ich wünsche Dir viel Freude bei diesem Prozess und bei den Erkenntnissen, die Du heute erlangen kannst.

Lindas neues Leben 21

Und das ist die Fortsetzung der Linda-Geschichte. Heute Abend gibt es ein Video, in dem wir speziell Kontakt zu Deinen Ahnen und Liebsten in der geistigen Welt aufnehmen. Unten verlinke ich einen Artikel zum heutigen Tag und den Rauhnächten. Ich wünsche Dir einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertag!

Am nächsten Morgen kam Herta schon in aller Frühe. Simon hatte ihr erzählt, dass er Linda heute in der Praxis brauchte. „Fahr nur, Kindchen. Ich kümmere mich hier um alles“, sagte sie fröhlich wie immer.

Linda nahm dankbar zur Kenntnis, dass es wunderbar war, wenn jemand so mitdachte wie Herta. Und das Ganze war ja auch schon alleine deshalb so großartig, weil Herta sich mit den meisten Dingen, die zu erledigen waren, deutlich besser auskannte als Linda. Sie konnte ihr und Beppo den Hof unbesorgt überlassen, während sie die Kinder in die Schule brachte und sich anschließend auf den Weg in Simons Praxis machte.

Als sie ankam, war Simon schon mit dem Architekten zugange und freute sich aufrichtig, als Linda sich zu ihnen gesellte. „Linda magst du dir das mal anschauen?“, sagte Simon und deutete auf die ersten Skizzen, die der Architekt erstellt hatte. Rasch waren die beiden in einem intensiven Gespräch und Simon widmete sich den medizinischen und technischen Entscheidungen, die es alle noch zu treffen galt.

Gemeinsam mit dem Architekten beschloss Linda, dass sie in der Praxis ein freundliches Farbkonzept einbringen wollten, damit die Menschen wussten, wo die einzelnen Untersuchungsräume waren. Und statt einem großen Wartezimmer in dem sich die Patienten drängten, wollten sie einzelne Wartezonen vor den Untersuchungsräumen einrichten. Dann wirkte es auf die Patienten auch nicht so erschreckend, wenn so viele Menschen im Wartezimmer waren.

Nur hin und wieder schaute Simon vorbei. Er hatte diese Aufgabe offensichtlich ganz an Linda und den Architekten abgetreten und diese beiden verstanden sich großartig. Bis Mittag waren die wichtigsten Punkte entschieden. Der Architekt konnte nun den Plan zeichnen und die ersten Handwerker konnten schon kommen.

Kurz nach Mittag war Linda wieder auf dem Hof. Herta hatte bereits den Quark zum Abtropfen und große Tücher geschüttet und die erste Butter gerührt. Außerdem hatte Beppo die Speisekammer entrümpelt, sodass Linda sie auch benutzen konnte. Beppo hatte auch schon vorsichtig etwas von dem Wildwuchs im Garten entfernt. So langsam wirkte das alles wunderbar bewohnt. Die Hühner hatten wider Erwarten alle überlebt und die Kühe freuten sich ihres Lebens. Ernie und Bert lagen träge im Garten und die Katzen spielten noch laut polternd in Klaras Zimmer.

Heute Nachmittag würde noch die freundliche Dame aus dem Tierheim vorbeischauen und Herta hatte bereits einen Hefeteig vorbereitet, sodass Linda auch etwas zum anbieten hatte. Hach, wie konnte das Leben so friedlich sein!

Beppo kam herein und schaute sich fragend um. „Gibt es irgendwas zum Essen?“ Herta lachte. „Beppo ist wie ein Baby, alle vier Stunden muss er gefüttert werden, sonst läuft er unrund“, sagte sie. „Natürlich! Hier habe ich ein paar Brote vorbereitet. Wir können uns ja auf die Terrasse setzen und gemeinsam einen Happen essen.“ Linda war froh über die Unterbrechung. Auch ihr hing der Magen bereits bis in die Knie.

Als sie den Tisch auf der Terrasse deckten, fiel Linda wieder die Zeichnung in die Hände. Als sie alle drei um den Tisch herumsaßen legte sie die Zeichnung auf den Tisch. „Gestern ist etwas Seltsames geschehen…“ begann sie und wollte gerade die ganze Geschichte erzählen, als sie sah, dass Beppo ganz blass wurde. Er starrte auf die Zeichnung, als hätte er gerade ein Gespenst gesehen. Auch Herta bemerkte die Veränderung bei Beppo. „Was ist los, Beppo?“, fragte Linda und schaute ihn unverwandt an. Beppo schluckte. „Wie kommst du zu dieser Zeichnung?“, fragte er zurück. „Das wollte ich ja gerade erzählen, ich habe die gestern angefertigt, nachdem Jonas und Klara ganz aufgeregt vom Hundespaziergang zurück kamen und meinten, diesen Mann gesehen zu haben.“

Herta schaute ihren Beppo nachdenklich an. „Ist das der, den du vor Jahren auch gesehen hast?“, fragte sie ihn. Beppo nickte langsam. „Ja, dreimal habe ich diesen Mann, oder was auch immer es ist, hier gesehen. Er leuchtete ein wenig aus sich heraus und um ihn herum tanzten Lichter. Ich hatte damals schon Angst, dass ich jetzt verrückt werde.“ Linda saß mit offenem Mund am Tisch. Also war es weder ein Streich der Kinder noch Einbildung. Dieser Mann schien sich immer wieder hier zu zeigen. „Wann hast du ihn gesehen, Beppo?“, fragte Linda.

Beppo dachte nach. „Das ist schon lange her. Ich habe es damals dem Breitner Hans erzählt, aber der wollte nichts davon wissen. Obwohl ich das Gefühl hatte, dass er mir etwas verschwieg. Aber er wischte das immer wieder zur Seite, wenn ich darüber reden wollte. Auch Herta dachte damals, dass ihr alter Beppo langsam den Verstand verliert. Und jetzt haben ihn die Kinder gesehen?“, fragte Beppo noch und kratzte sich am Kinn.

„Ja, jetzt haben ihn die Kinder gesehen und ich kann mir überhaupt keinen Reim darauf machen, wer oder was das sein soll.“ Beppo schaute nachdenklich in seinen Kaffee. „Es gingen ja viele Gerüchte herum, was der Breitner Hans hier so machte. Und immer wieder wurde auch darüber gesprochen, dass er so unheimliche Dinge tat, und mit allen möglichen Dingen sprach. Ich selbst habe davon nicht so viel mitbekommen, aber er wollte oftmals nicht gestört werden. Und ich war mir auch nie sicher, womit er eigentlich beschäftigt war.“

Linda hörte Beppo fasziniert zu. „Vielleicht wäre es ganz aufschlussreich, wenn ich mal seine ganzen Kisten durchstöbere. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich, als ich ganz schnell seine Sachen zusammenraffte, um sie in die Scheune zu bringen, allerhand solche Zeichnungen gesehen. Kurz hatte ich mir damals überlegt, ob er wohl an einem Kinderbuch gearbeitet hat. Aber dann habe ich es auch schon wieder vergessen.“ Beppo und Herta lachten beide laut auf. „Dass der Hans an einem Kinderbuch gearbeitet hat, können wir ziemlich ausschließen. Dazu war er nicht der Typ. Aber du hast vermutlich recht. Wahrscheinlich solltest du dir wirklich irgendwann die Zeit nehmen, und seine Dinge durchschauen. Wer weiß, was da noch alles auftaucht“, sagte Beppo.

Herta schwieg bei dieser Unterhaltung mehr, als sie es sonst tat. „Was denkst du darüber, Herta“, fragte Linda. Herta zuckte mit den Schultern. „Ich kann mir keinen Reim darauf machen. Aber der Breitner Hans war schon ein seltsamer Mensch und die Gerüchte um ihn wollten einfach nie verstummen. Ich dachte mir, dass die Leute halt Geschichten erfinden, weil er so komisch und zurückgezogen war. Aber vielleicht steckte da ja doch viel mehr dahinter.“

Sie stand auf und begann den Tisch abzuräumen. Linda schaute auf die Uhr. „Ich muss los, die Kinder abholen. Brauchen wir irgendwas, das ich aus der Stadt mitbringen könnte?“ Beppo und Herta schüttelten den Kopf. Nein, soweit ich das überblicken kann, ist alles zur Genüge vorhanden“, sagte Herta.

Am Abend kam Simon wieder auf ein Glas Wein und Linda erzählte ihm von der Unterhaltung. Jonas hatte sich in die Scheune verzogen und hatte damit begonnen, die Kisten zu sortieren. Klara half ihm dabei. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kamen die Kinder mit Stapeln von Papier angerannt.


Hier ist ein Artikel zum zweiten Weihnachtsfeiertag: 2. Weihnachtsfeiertag

Und heute Abend geht es auf Youtube weiter. Heute mit dem Kontakt zu den Liebsten in der geistigen Welt. Hier geht`s zum Youtube Kanal: Manou Gardner auf Youtube

Ich wünsche einen wunderschönen zweiten Weihnachtsfeiertag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Antworten der geistigen Welt

Im heutigen Video geht es darum, mit Hilfe der geistigen Welt herauszufinden, was Du in diesem Jahr zurücklassen kannst, um in Deiner Entwicklung voranzuschreiten. Die Hilfe der geistigen Welt ist dabei unglaublich wichtig, das wir uns im Denken oftmals im Kreis drehen. Aber wie genau erhältst und erkennst Du nun die Antworten von Deinem geistigen Team und der geistigen Welt? Das ist das Thema des heutigen Videos.

Lindas neues Leben 20

Heute erfährst du was Jonas und Klara gestern draußen gesehen haben. Und außerdem kommt heute Abend wieder ein Video zum Thema der Rauhnächte und dem Kontakt mit der geistigen Welt. Heute Abend geht es darum, mit der Inspiration der geistigen Welt. die ersten Schritte zu setzen, um das hinter dir zu lassen, was du im Jahr 2023 nicht mehr brauchst. Unten verlinke ich noch einen Artikel zum ersten Weihnachtsfeiertag.

Linda und Simon sprangen erschrocken auf. Die Kinder wirkten völlig aufgelöst und rannten voraus. Jonas und Klara liefen in Richtung Schuppen und der Bank unter dem Nussbaum und Linda und Simon folgten ihnen. Plötzlich blieben sie stehen. „Jetzt ist er weg“, sagte Jonas und Linda spürte noch die Aufregung in seiner Stimme. „Wer ist weg?“, fragte sie daher schnell und insgeheim dachte sie an Georg. Doch der hätte die Kinder ja nicht so sehr erschreckt. „Da stand ein alter Mann“, sagte Klara. „Und um ihn herum tanzten eine Menge Lichter“, ergänzte Jonas immer noch atemlos.

Linda sah Simon an. Konnte das Beppo gewesen sein? Jonas schien ihre Gedanken zu erraten. „Es war nicht Beppo, aber er war auch klein, noch kleiner als Beppo sogar. Er trug einen Hut oder eine Mütze und schaute uns die ganze Zeit an. Ab und zu hob er seine Hand und ließ eines der Lichter auf seiner Hand landen. Dabei lächelte er,“ sagte Jonas. Linda war verwirrt. „Und du hast das auch gesehen, Klara?“, fragte sie daher und hoffte insgeheim, dass Jonas sich geirrt hatte. Klara nickte aufgeregt mit dem Kopf. Ja, ganz genau das habe ich auch gesehen. „Wie hat eigentlich Onkel Hans ausgesehen?“, fragte Klara plötzlich. Linda schaute Simon an. Doch der schüttelte den Kopf. „Der Breitner Hans war gut einen Kopf größer als mein Vater. Der kann es nicht gewesen sein. Und das wäre auch etwas seltsam, da er ja gestorben ist.“ Simon sagte dies so trocken, dass Linda lachen musste. Für einen kurzen Moment hätte sie alles für möglich gehalten.

„Da hat sich sicher jemand einen Streich ausgedacht. Vielleicht war es ein verkleidetes Kind, das euch erschrecken wollte“, sagte sie daher. Aber das schien weder Jonas noch Klara zu beruhigen. „Mama! Das würde aber noch nicht die Sache mit den Lichtern erklären. Und auch wenn es sehr unglaubwürdig klingt, ich bin mir sicher, dass das kein verkleidetes Kind war. Ich würde sogar sagen, dass ich mir sehr sicher bin, dass es kein Mensch war. Er wirkte so… ich kann es gar nicht richtig erklären. Er selbst hat auch wie aus sich heraus geleuchtet. Deshalb konnten wir ihn ja so gut sehen.“

Linda kratzte sich nachdenklich am Kopf. „Und hat er auf euch bedrohlich gewirkt?“, fragte sie. Die Kinder schüttelten beide den Kopf. „Nein, bedrohlich wirkte er überhaupt nicht. Es war mehr, als wollte er uns begrüßen. Aber wir sind trotzdem erschrocken, weil plötzlich jemand hier stand.“

Linda ging einen Schritt weiter auf die Scheune zu. „Wo genau ist er gestanden?“, fragte sie und sah sich den Boden an, als könne sie dort noch Spuren dieses seltsamen Mannes finden. „Ziemlich genau da, wo du jetzt stehst.“ Linda schaute sich genau um. Doch es war auch viel zu dunkel, um irgendetwas zu erkennen. Irritiert drehte sie sich noch ein paar Mal im Kreis und schaute in alle Richtungen. Dann beschloss sie, dass sie das Rätsel heute wohl nicht mehr lösen würden.

„Kommt mit ins Haus, Kinder. Ich möchte, dass ihr mir den Mann noch ein wenig besser beschreibt. Klara und Jonas schauten noch ein paar Mal zu der Stelle, gingen dann aber mit hinein. Gemeinsam setzten sie sich auf die Terrasse. Linda holte Stift und Block und begann eine Skizze anzufertigen. „War er dick oder dünn? Habt ihr Haare gesehen? Welche Kleidung trug er?“ Die Kinder konnten sich sogar sehr gut an Details erinnern und waren sich in allen Punkten einig. Und so entstand in kurzer Zeit eine Skizze eines seltsam aussehenden Mannes in Arbeitskleidung und einer Mütze auf dem Kopf. Laut der Beschreibung der Kinder hatte er sogar ein ausgesprochen freundliches Gesicht.

Linda legte die Skizze auf den Tisch und betrachtete sie nachdenklich. „Das ist schon sehr seltsam. Wir werden morgen Beppo und Herta befragen, ob sie so jemandem kennen. Aber jetzt ist höchste Zeit, ins Bett zu gehen. Ihr habt morgen Schule.“

Etwas widerstrebend machten sich die beiden auf den Weg in ihre Zimmer. Linda sah Simon fragend an. „Kannst du dir darauf einen Reim machen?“ Simon schüttelte den Kopf. „Nein, ich habe keine Ahnung, wer das sein könnte. Kann es sein, dass die Kinder uns einen Streich spielen?“, fragte er Linda. Doch diese schüttelte den Kopf. „Nein, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Wieso sollten sie das tun? Und so gute Schauspieler sind sie gar nicht. Sie waren wirklich ganz außer sich vor Aufregung.“ Noch ein paar Mal zog sie das Blatt zu sich heran, dann schob sie es endgültig weg.

Simon stand auf. „Ich muss jetzt leider auch gehen. Ich bin todmüde und morgen wird wieder ein anstrengender Tag. Der Architekt kommt morgen, wegen dem Praxisumbau. Magst du dabei sein?“ Linda bejahte. „Natürlich! Das fällt ja direkt in meinen Aufgabenbereich. Ich fahre die Kinder zur Schule und komme dann direkt zur Praxis.“ Simon stimmte zu. „Ja, das ist gut. Ich werde nämlich schon sehr früh dort sein und alles vorbereiten. Wir treffen uns dann in der Praxis.“

Bevor er zur Tür ging, schaute er Linda noch einen Moment ernst an. Lindas Herz begann heftig zu pochen.
Schon so lange hatte kein Mann sie mehr so angesehen. Doch dann schien Simon es sich anders zu überlegen und drehte sich zur Tür. „Gute Nacht, Linda und danke für alles!“ Linda sah ihn erstaunt an. „Wenn hier irgendwer Grund hat, sich zu bedanken, bin ich das. Danke dir, Simon.“

Gemeinsam traten sie vor die Tür und schauten noch einmal in Richtung Schuppen. Aber da war niemand. Linda sah Simon noch einen Augenblick nach, wie er über die Felder zum Haus seiner Eltern schritt. Zum ersten Mal fragte sich Linda nach seinem Privatleben. Er hatte noch nie eine Frau oder eine Freundin erwähnt. Doch konnte so ein attraktiver Mann noch Single sein? Sie würde Herta einmal unauffällig danach fragen.

Mittlerweile war Simon in der Dunkelheit verschwunden und Linda ging zurück ins Haus. Wie behaglich dieses alte Bauernhaus war und wie dankbar sie war, dass sie hier leben durfte. Trotz des seltsamen Vorkommnisses am Abend fühlte sie sich hier sicher und geborgen. Innerlich friedvoll und erfüllt räumte sie die Gläser von der Terrasse in die Küche und stellte sie in die Spüle. Dann schloss sie die Terrassentür und setzte sich mit der Zeichnung noch einmal in die Küche. Schon beim Aufzeichnen war ihr irgendetwas an dieser Gestalt bekannt vorgekommen. Vielleicht hatte Simon ja recht und die Kinder hatten ihr einen Streich gespielt und dies war eine Figur aus einem Buch oder einem Film?

Linda wusste, dass sie heute nicht mehr viel darüber erfahren würde. Sie würde die Kinder am Morgen noch einmal zur Brust nehmen. Falls es ein Streich gewesen war, war er gut gelungen. Das musste sie ihnen lassen. Mittlerweile überkam auch sie eine bleierne Müdigkeit und sie beschloss ebenfalls schlafen zu gehen. Mittlerweile war der frühe Morgen ja doch recht aktiv, da sie mit den Hunden rausgehen mussten, die Katzen wollten versorgt sein, die Eier mussten gesucht werden und zumindest ein kurzer Abstecher zu den Kühen war notwendig.

Linda überlegte kurz, ob es möglich war, die Hunde solange alleine zu lassen, bis sie aus der Praxis zurück war. Aber ein Blick auf die beiden schlafenden Hunde sagte ihr, dass dies problemlos möglich sein sollte. Dies war offenbar ein Vorteil älterer Hunde. Hätten sie sich Welpen ausgewählt, wäre sicher alles viel schwieriger. Liebevoll tätschelte sie die Köpfe von Ernie und Bert. Doch die beiden öffneten nur kurz schläfrig die Augen. Linda kam es vor, als ob die beiden sich auch erst einmal von der anstrengenden Zeit im Tierheim erholen mussten. Sie war froh, dass sie sich für diese Hunde entschieden hatten. Nach einem kurzen Abstecher ins Bad wankte sie bereits todmüde in ihr Schlafzimmer und bevor sie in einen tiefen traumlosen Schlaf versank, nahm  sie sich vor, der mysteriösen Sache morgen auf den Grund zu gehen.


Hier ist noch ein Artikel zum ersten Weihnachtsfeiertag: Erster Weihnachtsfeiertag

Heute Abend geht es auf Youtube weiter. Hier der Link zum Kanal: Manou Gardner auf Youtube

Ich wünsche Dir einen wunderschönen ersten Weihnachtsfeiertag

Manou

Heiliger Abend – Kontakt mit den Elohim-Geburt des Lichtes

Am heutigen Heiligen Abend tauchen wir für einen Moment ein in die Qualität der Nacht und der Begleitung durch die Elohim, jene hohen Engelwesen, die uns durch diese schwierige Zeit begleiten. Ich wünsche Dir viel Freude dabei. Frohe Weihnachten liebe Menschen da draußen!

Lindas neues Leben 19

Hier kommt Teil 19 der Linda-Geschichte. Heute Abend geht es weiter mit der Video-Reihe und der Wahrnehmung der geistigen Welt über die Rauhnächte. Unten habe ich einen Artikel zum Heiligen Abend verlinkt. Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Heiligen Abend.

Linda beugte sich auch zu den beiden hinunter. Sie hatten beide sehr traurige Augen. Wahrscheinlich vermissten sie ihr Herrchen schrecklich. „Dürfen wir die beiden herausholen? Gibt es die Möglichkeit, dass wir mit ihnen einen kleinen Spaziergang machen?“, fragte Linda. „Ja, sie müssen sich ja kennenlernen. Ich hole rasch zwei Brustgeschirre und Leinen. Soll ich auf dem Weg ihrer Tochter Bescheid sagen?“ „Ja, das wäre sehr nett“, sagte Linda.

Die Pflegerin kam mit Leinen und Klara zurück. Gemeinsam gingen sie auf einen Platz neben den Gehegen. Die beiden hatten sich ohne Probleme anleinen lassen und schienen den unverhofften Ausflug zu genießen. Jonas kniete sich auf den Boden und wartete geduldig, dass die beiden sich zu ihm gesellten und ihn ausgiebig beschnupperten. „Ich denke, ich würde die beiden nehmen“, sagte er. „Ich möchte gar nicht mehr nach anderen Hunden schauen, das macht es sonst nur noch viel schwerer. Ich würde den beiden gerne ein schönes neues Zuhause schenken“, sagte er und begann die beiden Hunde zu kraulen.

Linda hat das vorausgeahnt und sich innerlich schon auf zwei Hunde eingestellt. Sie stellte sich vor, dass es vielleicht mit zweien sogar einfacher sein würde, als nur mit einem Hund. „Okay, von mir aus können wir die beiden nehmen“, sagte sie rasch. Die Pflegerin freute sich sichtlich. „Oh das finde ich wunderschön für die beiden Senioren, dass sie es geschafft haben, ein neues Zuhause zu bekommen. Dann mache ich mal die Unterlagen fertig. Hast du dir schon deine Katzen ausgesucht?“, fragte sie Klara.

Klara wirkte ein wenig verzweifelt. „Ich weiß nicht genau. Aber ich habe drei Favoriten“, sagte sie. „Aber ich habe den anderen gegenüber ein furchtbar schlechtes Gewissen“, fügte sie hinzu. „Das geht fast allen Menschen so, die sich hier Tiere aussuchen. Aber wenn du drei Katzen ein neues Zuhause gibst, dann hast du schon viel mehr getan, als die meisten anderen Menschen. Außerdem nehmt ihr noch die beiden schwervermittelbaren Hunde mit. Damit seid ihr wahrlich ganz spitze“, sagte sie.

Klara nickte. Gemeinsam gingen sie mit den Hunden zum Katzengehe und Klara zeigte auf die drei Katzen, die sie gerne mitnehmen wollte. Eine war eine getigerte Katze, dann hatte sie sich einen schwarz-weißen Kater und eine rot-gefleckte Katze ausgesucht. „Haben sie Transportkisten für die Katzen dabei?“ fragte die Pflegerin. „Nein, wir haben gar nichts. Die Pflegerin lachte. „Das sind unsere liebsten Kunden. Wir haben vorne einen Shop, wo sie alles kaufen können, was sie die nächste Zeit brauchen werden. Damit unterstützen sie unser Tierheim.“

Linda stimmte sofort zu. Gemeinsam suchten sie Halsbänder, Brustgeschirre und Leinen für die Hunde aus. Außerdem kauften sie noch zwei wunderschöne Hundekörbchen. Für die Katzen nahmen sie eine große Transportbox, drei Katzenkörbchen und ein Katzenklo mit und dann luden sie noch eine Menge Futter in den Wagen.

Zum Schluss kamen sie mit der Gebühr für die Tiere auf eine Rechnung von knapp neunhundert Euro. „Andere Frauen kaufen Schuhe und Handtaschen. Ich kaufe Tiere und Tierbedarf“, sagte Linda mehr zu sich als zu den anderen. Vorsichtig brachten sie ihre kostbare Fracht zum Auto. Die Pflegerin half ihnen. „Ich würde morgen gerne bei ihnen vorbeikommen, um zu sehen, wie es den Tieren geht“, sagte die Pflegerin. „Wir machen das immer so“, fügte sie hinzu. „Gerne“, sagte Linda. „Die Adresse haben sie ja. Rufen sie einfach kurz an, damit ich auch zuhause bin. Aber ich denke, ich werde morgen sowieso nirgendwo hingehen, sondern den neuen pelzigen Familienmitgliedern beim Eingewöhnen helfen.“ „Ja, da werden sie einiges zu tun haben“, sagte die Pflegerin.

Zuhause kümmerte sich Jonas um die Hunde und Klara um die Katzen. Die Pflegerin im Tierheim hatte Klara geraten, die Katzen ein paar Tage im Haus zu lassen, damit sie sich heimisch fühlten und nicht wegliefen. Klara beherzigte den Tipp und entschied, dass die Katzen drei Tage in ihrem Zimmer wohnen sollten, damit sie sich an sie gewöhnten. Linda wollte zuerst aus einem Reflex heraus widersprechen, da sie schon damit rechnete, dass die Katzen in Klaras Bett schlafen würden, entschied sich dann aber dagegen. Dann war es eben so.

Georg würde sich darüber schrecklich aufregen, wenn er das wüsste und würde ihr ganz sicher Kindeswohlgefährdung unterstellen, aber er wusste es ja nicht. Und außerdem konnten sie jetzt tun, was sie wollten. Linda kochte sich einen Kaffee und setzte sich damit auf die Bank unter dem Nussbaum. Wie verrückt das alles war.

Es war noch keine ganze Woche her, seit sie Hals über Kopf ihr altes Zuhause verlassen hatten, und plötzlich war alles ganz anders. Sie konnten tun und lassen, was sie wollten. Der Notar hatte bereits alles abgewickelt und ihr das Geld überwiesen. Somit hatte sie noch nicht einmal finanzielle Sorgen.

In wenigen Wochen würde sie wieder Arbeit haben und bis dahin lief ja noch die Kündigungsfrist des alten Dienstgebers. Sie musste sich wahrscheinlich nicht einmal arbeitslos melden. Und Georg würde wahrscheinlich für die Kinder auch noch Unterhalt bezahlen müssen. Was für ein wunderbares Leben!

Allerdings war es nicht annähernd so ruhig und beschaulich, wie sie sich das vorgestellt hatte. Aber das war in Ordnung so. Von der Bank aus sah sie, wie die Hühner gemütlich im Gras scharrten und sich ihres Lebens erfreuten und in der Ferne sah sie die drei Kühe, die es sich ebenfalls auf der Weide gemütlich machten.

Jonas kam gerade mit Ernie und Bert aus dem Haus und zeigte ihnen die Umgebung, sodass auch sie damit beginnen konnten, sich hier heimisch zu fühlen. Klara war mit den Katzen in ihrem Zimmer. Wie wunderbar!

Als Jonas seinen Rundgang erledigt hatte, holte er die lange Schleppleine und band die beiden an die Bank, sodass sie die Geräusche und Gerüche kennenlernen konnten. Linda kraulte beide Hunde hinter den Ohren.

Dann machte Linda sich auf, nach den Eiern zu schauen und die drei königlichen Kühe zu besuchen. Die Hühner reagierten ganz ruhig, als sie vorsichtig in den Stall ging und die Nester ausräumte. Beppo hatte bereits einen Abnehmer für die Eier gefunden, ebenso für einen Großteil der Milch. Morgen würde Herta ihr zeigen, wie man Butter und Quark machte und der Rest der Milch und die Eier brachten ihr ein kleines Zubrot für das Futter der Tiere ein.

Die drei Kühe kamen sofort an den Zaun als sie Linda entdeckten und ließen sich bereitwillig ihre massigen Köpfe streicheln. Mit ihren wunderschönen Augen sahen sie Linda an. Linda sprach beruhigend auf sie ein und erzählte ihnen, dass sie dieses Jahr das erste Mal ihre Babys behalten durften. Sie hatte sich entschieden, dass sie einfach die kleine Herde hier beheimaten würde. Die drei Damen würden einen wunderschönen Sommer mit ihren Kälbern verbringen und im Spätherbst würde der Stall fertig sein.

Linda hatte sich entschlossen, dass der Stall so sein sollte, dass sie die Tiere nicht anbinden musste. Sie sollten es auch im Stall schön haben. In dem Moment sah sie bereits Herta mit Töpfen bewaffnet über die Felder stapfen. Das Abendessen war im Anmarsch!

Linda ging ihr entgegen und nahm ihr einen Teil der Töpfe und einen Korb mit Salat ab. Gemeinsam gingen sie zum Haus und Linda erzählte Herta von ihrem Besuch im Tierheim und der reichen Beute, die sie dort gemacht hatten. Ernie und Bert empfingen sie sogar schon Schwanz wedelnd. Das war ja schnell gegangen. Herta tätschelte die beiden Hunde und machte sich gleich in der Küche zu schaffen. Beppo kam ebenfalls über die Felder, machte aber noch einen Abstecher zu den Kühen und molk sie ab. Mit den Kannen bewaffnet kam er in die Küche. In dem Moment trat auch bereits Simon ins Haus. Er sah heute ganz anders aus – mit Anzug und Krawatte! „Willst du dich nicht noch rasch umziehen?“, fragte Herta. Simon schüttelte den Kopf. „Nein, ich glaube, wenn ich mich umziehe, schlüpfe ich gleich ins Bett. Ich bin total müde. Solche Verhandlungen sind anstrengend.

„Wie ist es gelaufen?“, fragte Linda. Simon sah sie dankbar an. „Danke gut. Preislich haben die Anbieter keine großen Unterschiede aufzuwarten. Was jetzt noch dazu kommt ist, dass sowohl der MRT als auch die diversen Röntgengeräte ganz andere Werte haben als das alte Gerümpel und ich die Praxis auch noch großflächig umbauen muss.“ „Wieso das denn?“, mischte sich Beppo ein. „Na, wegen dem Strahlenschutz bei der Durchleuchtung und dem Röntgen und wegen der Magnetabschirmung beim MRT. Sonst fällt mir vielleicht ein Patient mit Herzschrittmacher tot um, wenn er draußen im Wartezimmer sitzt“, sagte Simon.

Keiner aus der Runde konnte wirklich etwas mit den Informationen anfangen, außer dass ihnen allen bewusst war, dass mehr auf Simon zuzukommen schien, als er sich vorgestellt hatte. Das Essen war hervorragend. Die Spätzle waren eigentlich Spatzen, da Herta sie von Hand geschabt hatte. Als Herta und Beppo sich verabschiedeten, zögerte Simon. „Linda, könnte ich noch was mit dir besprechen?“, fragte er. Linda war sofort einverstanden. Sie hatte sich selbst schon überlegt, ob sie Simon nicht noch auf ein Glas Wein einladen sollte, aber da er ihr zukünftiger Chef war, zögerte sie. „Sehr gerne, ich räume nur noch rasch die Küche auf und schicke die Kinder in ihre Zimmer.

„Ich muss noch eine Runde mit Ernie und Bert gehen“, sagte Jonas. Das hätte Linda beinahe vergessen. „Darf ich Bert nehmen und du nimmst Ernie und wir gehen gemeinsam?“, fragte Klara. „Ja, wenn du dich beeilst schon“, antwortete Jonas. Die beiden zogen ab. Herta und Beppo halfen noch bei den gröbsten Aufräumarbeiten. „Den Rest lasse ich dir hier, dann brauchst du morgen nichts kochen“, sagte Herta und füllte die Käsespätzle in eine von Lindas Schüsseln. „Im Korb ist auch noch ein Kopf Salat. Den lasse ich dir auch hier“, sagte Herta. „Das ist sehr lieb von dir, danke“, antwortete Linda und stellte das Essen zum Auskühlen neben den Kühlschrank.

Herzlich verabschiedeten Simon und Linda die beiden Senioren und Linda bat Simon auf die Terrasse hinter der Küche. „Hier ist es so schön, wenn die Grillen zirpen“, sagte sie. Simon lockerte seine Krawatte. „Vielleicht hätte ich mich doch umziehen sollen, ich komme mir gerade so overdressed vor“, sagte er. Linda musterte ihn aufmerksam. „Ich finde dich sehr attraktiv in deinem Anzug“, sagte sie und dabei fiel ihr auf, dass sie heute im Lauf des Abends zu dem vertraulichen Du gewechselt waren. Das passte auch viel besser. Linda hatte das Gefühl, Beppo, Herta und auch Simon schon ewig lange zu kennen.

„Magst du ein Glas Wein?“, fragte Linda. Simon nickte. „Weiß oder rot?“ „Rot bitte“, antwortete Simon. Linda setzte sich mit Wein und Gläsern zu Simon und schaute ihn aufmunternd an. Simon drehte nervös an seinem Glas, dann prostete er Linda zu: „Auf uns! Schön, dass wir uns kennengelernt haben.“ Linda prostete ihm ebenfalls zu: „Ja, wirklich schön“, sagte sie und beide nahmen einen Schluck.

Linda war gerade im Begriff, sich auf einen wunderbar gemütlichen Abend mit Simon auf der Terrasse einzustellen, als die Tür aufgerissen wurde und Jonas und Klara ganz atemlos angerannt kamen. „Mama, Simon! Kommt schnell! Da draußen ist etwas ganz Seltsames!“


Hier ist ein Artikel zum Heiligen Abend und erster Rauhnacht: Heiliger Abend

Wir sehen uns heute Abend auf Youtube, wenn Du Lust hast. Hier, wie immer, der Link zum Kanal: Manou Gardner auf Youtube

Kontakt mit Engel, Geistführer, Ahnen

Im heutigen Rauhnacht-Special machen wie die erste kurze Übung um den Kontakt zu Deinem Engel, Deinem Hauptgeistführer und einer verstorbenen Person vorzubereiten. Heute geht es noch nicht darum, diesen Kontakt perfekt zu erleben, sondern es geht vielmehr um die ersten Schritte zur Sensibilisierung für die verschiedenen Energien. Es ist eine sehr kurze Übung, die Du so oft machen kannst, wie Du möchtest. Ich wünsche Dir viel Freude dabei.

Lindas neues Leben 18

Hier kommt Teil 18 von „Lindas neues Leben“ und unten verlinke ich ein paar Artikel zum heutigen Neumond… Ich wünsche Euch viel Freude damit!

Am Abend war es geschafft. Queen, Princess und Dutchess hatten eine wunderbare Weide mit großen ausladenden Eichen und Nussbäumen drauf, sodass sie auch Schutz vor Regen und Sonne hatten. Die drei konnten ihr Glück offensichtlich nicht glauben. Obwohl sie im fortgeschrittenen trächtigen Zustand waren, sprangen sie auf der Weide umher. Bisher kannten sie ja nur den dunklen Stall.

Linda und die Kinder wanderten zwischen dem Hühnergehege und der Weide hin und her. Es war verrückt. Sowohl sie, als auch die Tiere waren endlich in dem Leben angekommen, das ihnen gebührte. Einige der Hennen sahen schon deutlich besser aus und die drei royalen Kühe würden sich auch bald zu prächtigen Tieren entwickelt haben. „Mama, weißt du was uns jetzt noch fehlt?“, fragte Klara. Linda schaute sie an und hoffte inständig, dass sie nicht Georg meinte. Aber Klara hatte etwas ganz anderes im Sinn.

„Wir bräuchten noch zwei oder drei Katzen, die unseren Hof frei von Mäusen halten.“ „Und einen Hund!“, sagte Jonas sofort. „Wir könnten doch morgen ins Tierheim gehen und schauen, ob es da Katzen und einen passenden Hund gibt“, sagte Jonas sofort. „Wir haben morgen nur bis 13 Uhr Schule, danach wäre doch Zeit, oder?“ Dabei sah er Linda so bittend an, dass sie schnell wegsah.

„Kinder das wird alles ein wenig viel. Ich kann euren Wunsch verstehen, aber ich fürchte, das wird uns über den Kopf wachsen“, sagte sie. „Warum?“, fragte Klara. „Jonas und ich könnten morgens und abends mit dem Hund Gassi gehen und die Katzen brauchen doch nur Futter und Wasser. Wir würden die ganzen Tiere versorgen und du kannst dich damit beschäftigen, wie du die Milch und die Eier verarbeitest. Ein Hund würde uns ja auch beschützen. Und außerdem hat Papa schreckliche Angst vor Hunden“, fügte sie grinsend hinzu.

Dieses Argument gefiel Linda allerdings. „Lasst mich da mal eine Nacht drüber schlafen und morgen Früh sage ich euch, wozu ich mich entschlossen habe.“

Am nächsten Morgen war Linda genau so schlau wie vorher. Sie verstand den Wunsch der Kinder. Schließlich hatte sie sich auch ihr ganzes Leben Katzen und einen Hund gewünscht. Aber weder ihre Eltern noch Georg hatten dem jemals zugestimmt. Georg hatte eine regelrechte Phobie vor Tieren. Deshalb sagte sie, als Jonas und Klara in die Küche kamen: „Gut ihr zwei. Wir werden nach der Schule ins Tierheim fahren. Zumindest um uns beraten zu lassen.“

Klara und Jonas brachen in Jubel aus. „Danke Mama! Du bist wirklich die Beste!“, rief Klara und drückte Linda ungestüm an sich. In dem Moment kam Beppo mit zwei riesigen Milchkannen zur Tür herein. „Bin ich froh, dass ich das alles aufgehoben habe. Herta hat immer gesagt, ich soll den alten Mist wegschmeißen. Aber jetzt tut es gute Dienste“, sagte er und hievte die Milchkannen auf die Spüle. „Wenn es dir recht ist, kommt Herta nachher rüber und zeigt dir, was du damit machen kannst. Eine kleine Kanne habe ich für uns abgezweigt. Ich hoffe, das ist in Ordnung“, sagte er. „Guten Morgen übrigens“, fügte er noch hinzu.

Linda begann zu lachen. „Guten Morgen Beppo, du scheinst ja ganz in deinem Element zu sein“, sagte Linda. „Weißt du nicht noch jemanden, der auch Milch braucht?“ „Ich werde mich umhören. Das wird dir eindeutig zu viel werden“, sagte er. „Mögt ihr Kakao?“, fragte Linda die Kinder. „Ohja, ganz frischen Kakao von unserem royalen Team“, sage Jonas. Linda schöpfte etwas Milch in einen Topf und erwärmte sie. Dazu gab es noch übrig gebliebenen Hefezopf von Herta. „Was für ein köstliches Frühstück“, sagte Jonas und schnitt sich noch eine zweite Scheibe Zopf, die er dick mit Butter bestrich und in den warmen Kakao tauchte.

Linda warf einen Blick auf die Uhr. „Kommt Kinder, wir fahren. Ich fürchte, ich habe heute Morgen viel vor“, sagte Linda und scheuchte die Kinder zum Auto. Kaum war sie zurück, stand auch schon Herta mit allerlei Gerätschaften vor der Tür. „Guten Morgen Kindchen, dann wollen wir mal“, sagte sie. Die erste Kanne goss sie in eine große Schüssel. „Die lassen wir stehen, damit sich der Rahm oben absetzt und dann können wir ihn morgen abschöpfen und Butter schlagen.

Aus der anderen Kanne goss sie einen Teil in eine andere große Schüssel und rührte eine Packung Quark hinein. „Die lassen wir auch stehen bis morgen oder übermorgen, dann kannst du den Quark abtropfen und aus dem Rest backen wir einen Hefezopf und vielleicht magst du heute zum Essen auch was kochen, wozu man viel Milch braucht, denn heute Abend kommt die nächste Fuhre.“

Bei den Worten deckte sie die beiden Schüsseln mit Leintüchern ab und zeigte Linda dann, wie sie ihren leckeren Hefezopf zubereitete. Um zwölf Uhr war alles versorgt, der Zopf schon fertig gebacken. „Wir werden nachher ins Tierheim fahren und nach Katzen und einem Hund schauen“, sagte Linda und wartete gespannt auf die Reaktion von Herta. Herta schaute kurz auf. „Ja, das ist eine gute Idee. Der Hund bewacht den Hof und die Katzen fressen die Mäuse. Du wirst viele Getreidevorräte anlegen müssen für den Winter, das zieht Mäuse und andere Nager an. Da ist es gut, wenn du ein paar tüchtige Katzen hier hast.“

„Ich hatte schon Angst, dass du das unvernünftig finden wirst“, sagte Linda und schaute Herta erleichtert an. „Natürlich ist das unvernünftig. Alles, was du hier machst, ist in den Augen von vielen Menschen unvernünftig. Ich finde es schön. Du machst das, was Menschen mit großem Herz machen. Schau doch, wie vielen Tieren du bereits geholfen hast. Und wenn du jetzt noch ein paar Katzen und einen Hund aus dem Tierheim holst, dann sind das schon die nächsten, die davon profitieren.

Achte nur darauf, dass der Hund sich mit Katzen verträgt.“ Linda umarmte Herta ebenso ungestüm, wie sie in der Früh von Klara umarmt wurde. „Ach Herta, du weißt gar nicht, wie froh ich bin, euch kennengelernt zu haben.“ „Ach Kindchen, da beruht ganz auf Gegenseitigkeit, wir profitieren genauso wie die Tiere von eurer Anwesenheit.

Das Leben ist plötzlich wieder angefüllt mir Aufgaben und ich muss nicht dreimal am Tag in den Garten schauen, ob vielleicht schon wieder ein Gräschen gewachsen ist“, sagte Herta. „Übrigens hat Simon heute die Termine mit den Firmen wegen seiner Geräte. Er würde sich freuen, wenn er dir heute Abend davon berichten könnte. Wollen wir gemeinsam zu Abend essen?“ „Ja, das wäre super. Aber falls wir einen Hund und Katzen mitbringen, wäre es gut, wenn wir hier essen würden. Soll ich unterwegs was einkaufen?“

Herta schüttelte den Kopf. „Nein, wir haben Unmengen von Eiern und Milch. Ich werde Käsespätzle machen und Salat habe ich im Garten. Verarbeiten wir jetzt mal das, was deine und meine Landwirtschaft so hergibt“, sagte sie und lachte dabei laut auf. Linda lachte ebenfalls. „Ich bereite es zuhause vor und bei dir schieben wir es in den Ofen zum Überbacken. „Perfekt! Das ist eine gute Idee“, sagte Linda „Und jetzt mache ich mich auf den Weg zu den Kindern und danach ins Tierheim.“

Die Kinder standen schon ungeduldig wartend vor der Schule. Jonas trat von einem Bein aufs andere. Er hatte sich all die Jahre so sehnsüchtig einen Hund gewünscht und war so traurig gewesen, dass Georg das ohne Begründung immer abgeschmettert hatte.

„Komm, fahren wir“, sagte er, ehe er noch richtig saß. Linda konnte ihm die Aufregung deutlich ansehen. „Ich freue mich so, mir Katzen aussuchen zu können“, sagte Klara, die sich immer Katzen gewünscht hatte. Im Tierheim wurden sie sehr freundlich empfangen. Linda schilderte die Situation und dann wurden sie zuerst zu den Katzen geführt. „Das sind die Freigänger Katzen“, sagte die Betreuerin und deutete auf einen riesigen Bereich, in dem immer fünf oder sechs Katzen zusammen in einem Käfig saßen. Klara schaute Linda entsetzt an. „Wie soll ich mich denn da für zwei oder drei entscheiden? Ich würde die ja am liebsten alle mitnehmen“, sagte sie.

Linda sagte sofort: „Ja, das verstehe ich. Aber wir können wirklich nur zwei oder drei mitnehmen. Du wirst dich entscheiden müssen. Magst du in Ruhe schauen, während ich mit Jonas schon mal zu den Hunden gehe?“, fragte Linda. Klara überlegte einen Moment. „Okay, aber sucht euch einen netten Hund aus“, sagte sie und wandte sich wieder den Katzen zu.

Die Pflegerin brachte Linda und Jonas zu den Hunden. Da war die Situation nicht viel anders. Hunderte von Hunden saßen einzeln oder zu zweit in Käfigen und bellten sie an. Jonas wurde schlagartig klar, dass es auch für ihn sehr schwer werden würde, sich hier zu entscheiden. Er schlenderte an den Gehegen entlang. „Wissen sie, ob da welche dabei sind, die sich mit Katzen vertragen?“, fragte er die Pflegerin. „Hundertprozentig wissen wir das nie, aber wir wissen, welche definitiv nicht in Frage kommen. Da hinten sind die älteren Hunde. Woran habt ihr denn so gedacht. Habt ihr eine bestimmte Rasse im Kopf?“, fragte die Pflegerin.

Linda verneinte. „Es sollte ein Hund sein, der für Anfänger geeignet ist“, sagte Linda. „Das ist eine vernünftige Entscheidung. Da hinten sind ein paar ältere Hunde, die bisher sehr ruhig waren.“ Dabei zeigte sie auf einen Käfig in dem zwei Hunde saßen. Der eine sah aus wie ein Husky-Mischling und der andere war eher ein kleiner Cockerspaniel Mischling. „Die beiden sind sehr ruhig, allerdings können wir sie nur gemeinsam abgeben, daher haben sie kaum eine Chance von jemandem genommen zu werden.

Zwei Hunde nimmt kaum wer und zwei ältere Hunde schon gar nicht.“ Jonas kniete sich vor den Käfig und der Husky-Mischling kam vorsichtig her und schnupperte an seiner Hand. Der andere kam auch langsam näher. Beide schienen von dem Gebell um sie herum unbeeindruckt zu sein. „Haben die einen Namen?“, fragte er die Pflegerin. „Ja, wir nennen sie Ernie und Bert“, aber wir wissen nicht, wie sie wirklich heißen, da sie bei einem alten Mann gefunden wurden, der immer alleine gelebt hat und niemand wusste, wie die Hunde hießen. Der Mann war gestorben und die beiden saßen tagelang neben der Leiche und haben sie bewacht“, fügte sie hinzu.


Heute ist Neumond, ein guter Tag, das Alte zu verabschieden. Dem werde ich mich auch noch einmal intensiv im heutigen Abendvideo widmen.

Hier gehts zum Youtube-Kanal: Manou Gardner auf Youtube

Hier ist ein Artikel über Neumond: Neumond-Altes verabschieden

Und hier: Neumond und die 9 Schritte Deines Wandels

Ich wünsche einen wunderschönen Freitag und besinnliche Vorbereitungen für den morgigen Heiligen Abend

Liebe Grüße

Manou

Lindas neues Leben 17 und Artikel zum Portaltag

Hier ist die Fortsetzung von „Lindas neues Leben“ und ganz unten habe ich Artikel von mir verlinkt zur Qualität des heutigen Portaltages und ein Video mit einer Mediation zum kosmischen Bewusstsein. Heute um ca. 18.30 Uhr gibt es das nächste Video mit der Fortsetzung der Kontaktaufnahme mit der geistigen Welt. Ich wünsche Dir einen wunderschönen Portaltag.

Beppo und Herta schauten sich an. Vermutlich wusste Beppo in der Sekunde, dass jetzt eine Menge Arbeit auf ihn zukam. Linda wusste das ebenfalls und sie hatte ein schlechtes Gewissen. Hätte sie Beppo nicht erst fragen sollen? Aber ungewöhnliche Situationen erforderten ungewöhnliches Handeln. Sie hätte es niemals übers Herz gebracht, die drei werdenden Mütter schlachten zu lassen. Was für ein barbarischer Gedanke!

Herbert kam mit einem Zettel zurück, auf dem er seine Kontodaten notiert hatte. „Ich hoffe, sie halten ihr Wort, sonst hole ich mir die Kühe morgen zurück“, sagte er. Linda sah ihm in die Augen und sagte: „Ich halte mein Wort!“ Herbert bestieg seinen Transporter und wendete ihn umständlich in der Einfahrt. Beppo unterhielt sich mit den Polizisten und fuchtelte schon wieder mit den Armen.

Herta ging auf die Kühe zu und tätschelte ihre Flanken. „Da habt ihr ja Glück gehabt, ihr drei“, sagte sie liebevoll und streichelte sie abwechselnd. Die beiden Polizisten traten heran und der Gesprächigere der beiden sagte: „Hut ab Frau Hohenfeld. Sie haben wirklich Schneid bewiesen.“ Linda lachte etwas verzweifelt. „Das kann man so sagen. Dafür, dass ich in meinem ganzen Leben nicht mal einen Hamster besessen habe, habe ich jetzt sehr schnell sehr viele Tiere angeschafft. Und das Beste ist, ich verstehe genau gar nichts davon.

Ich kann nur hoffen, dass mir Beppo und Herta auch dieses Mal aus der Patsche helfen. Aber ich hätte doch niemals zulassen können, dass dieser Unmensch die drei Kühe zum Schlachter bringt. Das sind doch werdende Mütter! Und haben sie gesehen, wie lieb die schauen?“, fragte sie und schaute etwas hilflos zu Beppo und Herta. „Mach dir mal keine Sorgen Kindchen, Simon und ich werden jetzt rasch den Weidezaun aufstellen, den ich, Gott sei Dank, noch habe. Ich muss schauen, ob der Trafo noch funktioniert.

Die nächsten Monate sind problemlos, da stehen sie einfach da hinten auf der Weide.“ Während er das sagte prüfte er die Euter der Kühe. „Sie sind allerdings noch nicht ganz trocken gestellt. Ich werde sie die nächste Zeit morgens und abends noch abmelken müssen. Jetzt hast du nicht nur Eier, sondern auch Milch“, lachte er. Simon schaute Linda ebenfalls bewundernd an. „Tja, so schnell kommt man zu einem Bauernhof“, lachte auch er.

„Wir gehen dann mal. Bei ihrem aufregenden Leben, nehme ich an, dass wir uns bald mal wiedersehen“, sagte der Wortführer der beiden Polizisten. Sie grüßten kurz und stiegen ins Auto. Linda durchfuhr ein heißer Schreck. „Du liebe Güte! Wie spät ist es? Ich muss die Kinder bei der Schule abholen!“ „Es ist kurz nach halb drei“, sagte Simon. „Gut, das schaffe ich. Kann ich rasch die Kinder holen? Kann wer von euch so lange auf die drei Damen aufpassen?“, fragte Linda und Herta nickte lächelnd.

„Fahr nur Kindchen, wir bereiten hier alles vor. Die drei sind gewohnt angebunden zu sein. Da muss man nicht viel machen. Ich werde rübergehen und uns was zu essen besorgen und Beppo und Simon stellen den Weidezaun. Die Kinder können dann ja helfen. Das schaffen wir bis heute Abend.“ Linda sprang ins Auto und machte sich auf den Weg. Wenn nichts dazwischenkam, würde sie pünktlich vor der Schule stehen. Auf der Fahrt wurde ihr erst so richtig klar, was in den letzten Stunden geschehen ist.

Nicht nur, dass sie Simon versprochen hatte, sich um die Gestaltung der Praxis zu kümmern, sie hatte auch in wenigen Minuten ihren Bauernhof vergrößert. Sie würde sich jetzt endlich ein paar Bücher über Tierhaltung kaufen müssen. Sie hatte doch keinen blassen Dunst. Wenn sie Herta und Beppo nicht hätte, wäre sie vollkommen aufgeschmissen. Die Kinder waren, wie erwartet, begeistert von der Nachricht und konnten es gar nicht erwarten, nach Hause zu kommen und die Kühe kennenzulernen.

Als Linda in die Einfahrt einbog, standen die drei immer noch unter dem Nussbaum und hatten angefangen, das Gras um sie herum zu fressen. Jonas und Klara sprangen aus dem Auto und gingen auf die Tiere zu. „Wir müssen ihnen Namen geben“, sagte Klara. „Stimmt!“, sagte Jonas. „Wie sollen wir sie nennen?“ Klara kraulte die Köpfe der Kühe und überlegte. „Das sind alles Mädchen, oder?“, fragte sie und schaute zu Linda. „Natürlich, es sind trächtige Kühe, also ganz klar Mädchen“, sagte Linda lachend.

Klara überlegte weiter. „Und sie sind lieb und haben wunderschöne Augen. Und sie werden ab jetzt ein wunderschönes Leben haben, wie Prinzessinnen“, sagte sie verträumt und schaute die drei Kühe liebevoll an. „Wie wäre es, wenn wir sie Princess, Dutchess, und Queen nennen?“, fragte sie. Linda musst insgeheim über die Vorliebe ihrer Tochter für royalen Gossip lächeln und nickte. „Wer ist wer?“, fragte sie. Klara deutete auf die größte Kuh. Sie war schwarz-weiß und hatte ein wunderschönes Muster auf dem Fell. „Ich denke, das könnte Queen sein und diese hier mit den dunkelbraunen Flecken könnte Princess sein und die kleinste mit den hellbraunen Flecken ist Dutchess. Was meint ihr?“ Jonas war einverstanden und Linda ebenfalls.

„Gut, dann werden wir für Queen, Princess und Dutchess mal eine schöne Weide machen. Lauft ihr nach hinten und fragt Beppo und Simon ob sie Hilfe brauchen. Ich schaue mal wo Herta ist und ob sie Hilfe braucht.“ Die Kinder liefen los und Linda ging ins Haus und fand Herta in der Küche. „Ich hoffe, es ist in Ordnung, dass ich in deiner Küche das Essen machen?“, fragte Herta.

Linda ging auf sie zu und nahm die kleine rundliche Dame in den Arm. „Danke Herta für alles. Ohne euch wüsste ich nicht, was ich tun sollte.“ Herta schaute sichtlich gerührt. „Weißt du, ich habe mir immer weitere Kinder gewünscht. Ich war sehr glücklich mit Simon und bin es heute noch, aber mein Traum war immer, noch eine Tochter zu haben. Und wenn ich sie mir vorgestellt habe, dann war sie so wie du.

Ich freue mich so sehr, dass du mit deinen Kindern hierhergekommen bist und wieder Leben in unseren Alltag gebracht hast. Es war manchmal schon sehr einsam, obwohl ich niemals klagen darf. Beppo und mir geht es gut. Aber jetzt ist das Leben plötzlich wieder bunt und aufregend und jeden Tag passiert etwas Neues.

Und Simon kommt auch wieder zurück und du hilfst ihm seine Praxis zu gestalten. Das könnte ich nicht. Davon verstehe ich nichts. Es fühlt sich plötzlich an, als wären wir eine große Familie. Und das ist wunderschön.“ Herta hatte Tränen in den Augen als sie das sagte und auch Linda war total gerührt. „Danke Herta, dass du das sagst. Mir geht es genauso. Ich war so traurig nach dem Tod meiner Eltern, ich habe ja auch keine Geschwister und ich fühlte mich Georg und seinen Eltern so schrecklich ausgeliefert und wenige Tage später ist mein Leben so schön und ausgefüllt und ich fühle mich so frei. Auch ich bin glücklich über die Wendung in meinem Leben. Und dass ihr da seid, macht das Ganze überhaupt erst so wunderbar. Und ich freue mich auch darauf, Simon in der Praxis helfen zu können. Danke für alles!“

Die beiden Frauen umarmten sich ein weiteres Mal, als die Kinder wieder in die Küche stürmten. „Was ist denn hier los? Ist was passiert?“, fragte Jonas, als er die Tränen sah. „Nein, alles gut. Wir haben uns nur gerade gesagt, wie schön das alles hier ist“, sagte Linda und strich den Kindern über den Kopf. „Das stimmt. Und Beppo und Simon haben Hunger und würden gerne eine Pause machen und wir haben auch Hunger“, sagte Jonas nüchtern.

Klara war schon damit beschäftigt, zu schauen, was Herta vorbereitet hatte. Auf dem Tisch lagen Käse, Würste, hartgekochte Eier und Herta begann damit, von einem riesigen selbst gebackenen Brot dicke Stücke abzuschneiden. Außerdem stand ein Hefezopf, Marmelade und Butter auf dem Tisch. In einer riesigen Kanne gab es Tee und auch Kakao stand schon bereit. Die Kinder waren glücklich. Das war eine Mahlzeit nach ihrem Geschmack.

Kaum stand der letzte Teller auf dem Tisch kamen auch schon Beppo und Simon vollkommen verschwitzt herein. „Der Zaun steht zu mehr als der Hälfte, der Trafo funktioniert. Ich denke, in zwei Stunden haben die drei Damen ein Zuhause“, sagte Beppo. Simon wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Der Kakao ist übrigens schon von der Milch eurer Kühe gemacht“, sagte Herta. „Ich habe ein wenig abgemolken.“ „Wow! Und die Eier sind von unseren Hühnern!“, sagte Klara. „Ja, das sind die wahrlich guten Lebensmittel“, sagte Herta und reichte das Brot herum. „Die Würste und der Käse sind von Bauer Karl. Der war der einzige Gescheite hier und hat schon vor Jahren auf Bio umgestellt und verdient als Einziger hier genug mit seinen Produkten und die Tiere haben es gut bei ihm.“

Linda aß das gute Brot von Herta mit dick Butter und Schnittlauch. „Den Schnittlauch habe ich übrigens in deinem Garten gefunden. Wenn man das Dickicht beseitigt, kann man noch Einiges finden. Hans war sehr stolz auf seinen Garten und hat immer viel angebaut.“ Da schmeckte es Linda gleich noch viel besser. „Herta, kannst du mir, wenn hier etwas mehr Ruhe eingekehrt ist, zeigen wie man dieses Brot und den Hefezopf backt?“, fragte Linda.

Beppo lachte laut auf. „Kindchen, ich habe nicht das Gefühl, dass hier jemals Ruhe einkehren wird. Du bist sehr schnell darin, hier tüchtig Leben reinzubringen“, sagte er und hielt sich den Bauch vor Lachen. Herta nickte Linda zu. „Natürlich zeige ich dir das alles. Du wirst bei der vielen Milch, die du jetzt bekommst, als erstes lernen müssen, wie man Butter, Käse und Quark macht. Damit solltest du vielleicht anfangen.“ Linda schaute sie erschrocken an. „Wie viel Milch wird das denn sein?“, fragte sie erschrocken. „Das wissen wir noch nicht, aber das sind Milchkühe und ich vermute, dass wir sie noch ein paar Wochen melken müssen, da sie noch nicht kurz vor dem Kalben stehen. Daher kannst du locker mal mit fünfzig bis hundert Litern pro Tag rechnen. Wenn wir sie nicht melken, haben sie Schmerzen und bekommen eine Euterentzündung“, sagte Beppo fachmännisch. Linda klappte das Kinn herunter.

Fünfzig bis hundert Liter am Tag. Das ist ganz schön viel“, sagte Linda und schaute etwas entgeistert. „Ja, ich habe mir vorhin schon Gedanken gemacht. Ich werde dir helfen. Wir werden so viel wie es geht auf Vorrat zubereiten, denn wenn die Kälber da sind und auch schon kurz vorher wird es keine Milch mehr geben. Bis dahin sollte deine Speisekammer gut gefüllt sein. „Uff“, sagte Linda da nur noch und biss wieder ins Brot. Sie würde eine richtige Bäuerin werden. Das hätte sie sich nie träumen lassen. Und das alles in diesem Tempo! Ach, wie konnte das Leben so schön und so lebendig sein!



Oh weh! In Lindas Leben geht alles ganz schnell. Mal sehen, ob sie damit zurecht kommt.

Heute Abend geht es per Youtube weiter mit dem Beitrag zum Portaltag und der Fortsetzung der Kontaktaufnahme mit der geistigen Welt. Ich freue mich, wenn Du dabei bist. Die Videos werden immer so gegen 18.30 Uhr online gehen.

Hier noch einmal der Link zum Kanal: Manou Gardner auf Youtube

Ich wünsche Dir einen schönen Portaltag

Hier noch ein paar Artikel von mir zum Thema: Portaltage und morphisches Feld

und hier noch: Portaltage und Schwingung

Das hier ist ein Artikel mit Video mit einer Meditation zum kosmischen Bewusstsein: Ausdehnung der Seele und kosmisches Bewusstsein

Rauhnacht Special – Wintersonnenwende

Im heutigen Video geht es um die ersten Schritte, wie DU konkret Kontakt mit der geistigen Welt aufnehmen kannst. Ich wünsche Dir viel Freude dabei!

Ab heute, dem 21.12.2022 – zur Wintersonnenwende – werde ich Dich auf meinem Youtube-Kanal durch die Rauhnächte begleiten.

Die Rauhnächte sind eine mystische Zeit, voller Kontakte zur Anderswelt und voller Magie. Wenn man den Zauber der Rauhnächte bewusst erlebt, kann man tief eintauchen in Anderswelten, in die geistige Welt in das, was unsere Welt eigentlich ausmacht.

In diesem Jahr lege ich meinen Rauhnachts-Fokus auf den Kontakt mit den Ahnen. Denn die Ahnen sind es, die dir die Ahnungen zuraunen, was das neue Jahr für dich bringen mag.

Dabei werde ich einen besonderen Fokus darauf legen, dass Du selbst die Möglichkeiten in Dir entdeckst, wie Du mit Deinen Ahnen und der Anderswelt an sich in Kontakt treten kannst. Nacht für Nacht werden wir uns dem nähern.

Es ist wunderbar zu erleben, wenn die beiden Welten – die Welt der physischen Menschen und die Welt der geistigen Menschen – sich treffen. Denn beide Welten sind absolut real, in beiden Welten finden wir unsere Liebsten und diese freuen sich riesig, wenn sie mit uns in Kontakt treten können.

Naturlich werde ich auch auf Räucherungen, Orakel und auch auf die Qualitäten der einzelnen Rauhnächte eingehen.

Die Videos werden täglich am frühen Abend veröffentlicht, sodass Du genug Zeit hast, Dich auf die Magie der kommenden Rauhnacht einzustellen.

Am einfachsten wird es sein, wenn Du dafür meinen Kanal auf Youtube abonnierst. Du findest ihn hier: Manous Youtube Kanal

Ich freue mich, wenn Du dabei sein wirst und wir gemeinsam, diese mystisch-magische Zeit begehen werden.

Lindas neues Leben 16

Sie schnappten Töpfe und Pfannen und machten sich wieder auf den Weg zu Herta und Beppo. Der Abend wurde lang. Sie saßen zu sechst um den Tisch und der Gesprächsstoff ging einfach nicht aus. Linda sah das Glück in Hertas und Beppos Augen glitzern und freute sich unbändig darüber, dass die beiden nun ihren Sohn wieder in ihrer Nähe hatten.

Am nächsten Morgen fuhr Linda die Kinder zur Schule und traf sich anschließend mit Simon. Auf dem Weg zur Praxis plauderten sie, als würden sie sich schon ewig kennen. Die Praxis war etwas heruntergekommen. „Die Geräte sind auch schon alt. Ich werde mich hoch verschulden und eine Menge neuer Geräte anschaffen müssen. „Wie finden sie die Räumlichkeiten?“

Linda schaute sich nochmal um, obwohl sie schon einen Eindruck hatte. „Alles etwas düster und trostlos. Ich würde das an ihrer Stelle etwas freundlicher gestalten. Die Technik ist schon Furcht einflößend genug.“ Simon sah sie kurz an und fragte: „Ich bin etwas überfordert und würde mich gerne um die Technik kümmern, könnten sie sich vorstellen, dass sie mir bei der Gestaltung der Räumlichkeiten helfen werden? Ich fürchte, dafür bin ich nicht so sehr geeignet.“

Linda freute sich. Das war eine Aufgabe, die ihr gefiel. „Ja, das würde ich sehr gerne machen. Ich liebe es, Räume zu gestalten“, antwortete Linda. „Ich werde dann gleich mal Fotos machen, dann wird es etwas plastischer. Haben sie einen Plan der Praxis?“, fragte sie. „Ja, den habe ich, ich suche ihn gleich für sie raus.

Sie können sich gar nicht vorstellen, wie erleichtert ich bin, dass sie mir hierbei unter die Arme greifen. Ich war gestern schon recht verzweifelt, weil das jetzt so viel ist, das ich in den nächsten Tagen erledigen und entscheiden muss. Sie müssen mir einfach sagen, was ich ihnen dafür schulde.“

Linda drehte sich einmal um die eigene Achse und fasste einen spontanen Entschluss. „Ich werde von meinem alten Arbeitgeber noch zwei Monate bezahlt und bin freigestellt. Daher kann ich auch in den beiden Monaten arbeiten, ohne etwas zu verlangen. So kann ich mich für die viele Unterstützung, die ich erhalten habe, auch revanchieren.“

Simon war sichtlich erfreut. „Wow! Das ist ein tolles Angebot. Danke Linda!“ Kurz hatte Linda das Gefühl, dass er sie beinahe umarmt hätte, aber er schien sich im letzten Moment anders entschieden zu haben. Linda nahm eine Zeit später den Plan in Empfang, kontrollierte nochmal, ob sie alle Räume fotografiert hatte und dann machten sie sich auf den Rückweg. Simon brachte Linda direkt zu ihrem Haus, aber als sie aus dem Wäldchen in die Einfahrt einbogen erstarrten sie beide vor Schreck.

Vor dem Breitner-Hof stand ein Transporter, zwei Polizeiautos und Beppo fuchtelte gerade mit den Händen in der Luft herum. „Ich glaube, ich habe ein dejà-vu“, sagte Linda. „Das hatte ich doch erst vor ein paar Tagen. Was hat Georg sich dieses Mal einfallen lassen?“ Sie holte tief Luft und stieg aus.

Doch als sie näher kam sah sie, dass es dieses Mal deutlich surrealer war, als beim letzten Mal. Und Georg war nirgendwo zu sehen. Neben der Bank unter dem Nussbaum standen drei Kühe. „Woher kommen die Kühe?“, fragte Linda und trat näher. Simon folgte ihr. Der Besitzer des Transporters ging gleich auf sie los. „Sie sind eine hinterhältige Diebin!“, schrie er Linda an.

Linda schluckte. Was wollte der von ihr? Sie hatte das Gefühl, gerade in einem besonders absurden Traum gelandet zu sein. „Kann mir jetzt bitte jemand erklären, was hier los ist?“, sagte sie nun auch deutlich lauter. Beppo und einer der Polizisten kamen auf sie zu. „Irgendwer hat die Kühe von Bauer Herbert auf deinen Hof gebracht“, sagte Beppo.

Der Polizist fragte: „Wo waren sie heute Vormittag?“ Linda atmete auf. Sie hatte ein wasserdichtes Alibi. „Ich war den ganzen Vormittag in der Praxis von Simon“, sagte sie. „Haben sie dafür Zeugen?“, fragte der Polizist und man sah ihm an, dass er sich in seiner Pflichterfüllung sehr wohl fühlte. „Ja allerdings“, sagte Linda. „Simon war die ganze Zeit dabei.“

Der Polizist notierte das alles auf einem Block. „Was hat es mit den Kühen auf sich?“, fragte Linda und trat etwas näher. Die drei Kühe schauten sehr verängstigt und Linda ging auf sie zu und streichelte ihre großen Köpfe. „Wir wissen, dass sie sich hier als Tierrechts-Aktivistin aufspielen“, schrie Bauer Herbert. „Sie haben meine Kühe entführen lassen. Die hätten heute zum Schlachter gehen sollen!“

Linda schaute die Kühe an und obwohl sie sich nicht mit Tieren auskannte, kamen ihr alle drei sehr wohlbeleibt vor. „Kann es sein, dass die Kühe schwanger sind?“, fragte sie und schaute von Bauer Herbert zu Beppo. Beppo nickte. „Ja, Herbert wollte die trächtigen Tiere zum Schlachter bringen. Das tut man eigentlich nicht. Irgendwer scheint sich gedacht zu haben, dass sie bei dir besser aufgehoben sind. Und auch wenn es unrecht ist, ich kann das verstehen. Das haben wir früher nie gemacht. Man schlachtet keine trächtigen Kühe!“, sagte er aufgebracht zu Bauer Herbert.

„Ich kann mir nicht leisten, Kühe durchzufüttern, die jetzt Wochen lang keine Milch mehr geben“, rief Herbert aufgebracht. „Und für die Kälber gibt es ja auch fast kein Geld mehr. Was soll ich sonst tun?“ „Das erklärt aber immer noch nicht, wie die Kühe auf meinen Hof kommen“, sagte Linda und schaute sich fragend um. „Hast du nichts gesehen, Beppo?“, fragte sie.

„Nein, ich war den ganzen Vormittag im Wald und habe Holz gemacht.“ „Und wie sind sie draufgekommen, bei mir nachzuschauen?“, fragte Linda in Richtung der Polizisten. „Wir sind erst gerufen worden, als der Eigentümer die Tiere hier gefunden hat“, sagte der Polizist, der sich auch die Notizen gemacht hatte.

„Alfred hat mir den Tipp gegeben, er sagte mir, dass sie Tiere einsammeln und eine Art Gnadenhof errichten wollen. Und da bin ich hierhergefahren und da waren sie auch. Und sie können mir nicht einreden, dass sie damit nichts zu tun haben. Ihr Städter kommt hier raus, habt keine Ahnung und erklärt uns, dass wir alles falsch machen“, sagte Herbert und Linda konnte sehen, dass er sich nicht wohl fühlte in seiner Haut.

„Ich bin weder Tierrechts-Aktivistin, noch erkläre ich jemandem, was er falsch oder richtig macht. Dazu verstehe ich viel zu wenig von Landwirtschaft und auch von Tieren. Ich habe die Hühner von Bauer Alfred nur deshalb mitgenommen, weil er sie sonst getötet hätte.“ Beppo stimmte dem zu. „Ja, Linda hat ganz sicher nicht deine Kühe gestohlen. Ich glaube vielmehr, dass es hier im Ort andere Leute gibt, die in Linda so etwas wie eine Mutter Theresa der Tiere sehen, und die Tiere zu ihr gebracht haben.“

„Das ist eine schöne Geschichte, Beppo“, sagte Bauer Herbert. „Du warst einmal einer von uns. Jetzt scheinst du dich mit dieser Städterin zu verbünden. Bist ja jetzt was Besseres, wenn dein Sohn in Heidetal eine Praxis führt. Aber bei mir kommst du mit dieser Geschichte nicht durch. Wahrscheinlich steckst du da mit drin.“

Beppo holte tief Luft. „Komm, hör` doch auf Herbert. Es reicht jetzt! Nimm deine Kühe und geh` nach Hause!“ „Das wird ein Nachspiel haben! Für euch alle!“, schrie Herbert und ging auf die Kühe zu. „Stopp!“, rief Linda. „Sie sagten, sie wollen die Kühe zum Schlachter bringen. Was würden sie denn vom Schlachter für sie bekommen?“ Bauer Herbert kratzte sich am Kopf. „Naja, eine Tausender pro Kuh würde ich sicher bekommen“, sagte er. Herta, die bis jetzt geschwiegen hatte, mischte sich nun ein. „Herbert, lüg` doch nicht so! Mehr als fünf Hunderter würdest du für die alten Kühe niemals bekommen. Schau sie dir doch an. Die taugen doch höchstens noch zu Suppenfleisch!“

Linda atmete ein paar Mal tief durch und sah in die schönen, liebevollen Augen der Kühe. Dann sagte sie: „Ich gebe ihnen 1500 für alle drei und sie lassen sie da.“ Herbert überlegte kurz und sagte dann: „2000 und sie gehören ihnen.“ Linda hatte damit gerechnet und nickte. „Gut. Abgemacht. Und ein Teil des Deals ist, dass sie mir glauben, dass ich sie nicht gestohlen habe.“ „Naja, sie können mir nicht vorschreiben, was ich zu glauben habe, aber ich kann zusagen, dass ich nichts mehr gegen sie unternehme.“


Wie wird Beppo reagieren? Wird er Linda helfen, oder wird sie alleine schauen müssen, was sie nun mit den neu erstandenen Kühen macht? Das erfahrt Ihr morgen.

Heute , am frühen Abend, startet nun das Rauhnachts-Special mit dem ersten Video zum Thema:

Mystische Wintersonnwende – wir machen uns bereit, uns mit den Ahnen zu verbinden

Und zwar hier auf meinem Youtube-Kanal: Manous Youtube Kanal

Wintersonnwende, Portaltage, Neumond, Rauhnächte

Dies ist der Auftakt der Begleitung durch die magisch-mystische Zeit, in der es darum geht, dass auch Du Deine Hellsinne kennenlernst, um Dich in dieser Ahnen-Zeit mit Deinen eigenen Ahnen zu verbinden. Dies ist die Zeit, in der viele Familienmuster und Verstrickungen aufgelöst und erlöst werden können. Wenn Du mit mir diese Zeit zelebrieren möchtest, freue ich mich auf Dich. Es wird ein tägliches Video geben, bis einschließlich am 06.01.2023 worin wir Stück für Stück Deine Hellsinne erwecken.

Lindas neues Leben 15

Allerdings habe ich noch eine Menge zu tun bis dahin. Das Team des Kollegen ist ebenfalls schon sehr betagt und die meisten haben gleich gesagt, dass sie dann auch lieber aufhören möchten, sodass ich jetzt auf der Suche nach einem neuen Team bin.

Und ich werde gleich mit der Tür ins Haus fallen: Meine Eltern haben mir schon so viel von ihnen vorgeschwärmt und erwähnten dabei, dass sie vor Kurzem ihren Job verloren haben und hatten die Idee, ob sie nicht bei mir arbeiten wollten.“

Simon kratzte sich ein wenig verlegen an den leicht ergrauten Schläfen. „Ich weiß, das ist jetzt etwas schnell, aber sie können es sich ja noch überlegen“, fügte er hinzu. „Ich bin sonst nicht so ein Draufgänger. Aber ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie ich das alles jetzt schaffen soll.“

„Grundsätzlich ist das natürlich ein tolles Angebot, auch wenn es jetzt sehr überraschend kommt. Aber in der letzten Zeit geht alles rasend schnell und ich wundere mich schon gar nicht mehr über das Tempo der Entwicklung. Ich sehe nur ein sehr großes Problem. Ich habe davon nicht die geringste Ahnung. Glauben sie nicht, dass sie da Jemanden finden könnten, der geeigneter ist als ich?“, fragte Linda.

„Empfangssekretärinnen für Radiologen sind nicht sehr dicht gesät. Deshalb ist es normal, dass man eine Einarbeitungszeit einkalkulieren muss. Mir geht es in erster Linie darum, dass ich ein freundliches Team habe, das die Patienten gut betreut. Das ist in der Radiologie noch wichtiger als in anderen Fachrichtungen, weil viele der Patienten gar nicht mit dem Arzt in Berührung kommen. Der Kontakt findet für viele Patienten nur über die Mitarbeiterinnen statt.

Und da meine Eltern von ihnen so begeistert sind, habe ich gedacht, ich frage sie mal“, sagte er. „Aber fühlen sie sich bitte nicht gedrängt.“ Linda dachte nach. Ein neuer Job wäre natürlich sehr reizvoll, sie war schon gerne unter Menschen und kurz hatte sie auch schon darüber nachgedacht, womit sie in der nächsten Zeit ihr Geld verdienen würde. Der Wunsch Schriftstellerin zu sein, war groß, aber selbst wenn sie gleich beginnen würde zu schreiben, würde sie sicher noch lange nicht davon leben können. „Es klingt wirklich sehr interessant. Darf ich eine Nacht darüber schlafen?“, fragte sie.

„Selbstverständlich“, sagte Simon. „Ich werde die nächste Zeit bei meinen Eltern wohnen, weil ich mich um die Praxis kümmern muss. Wenn sie wollen, könnte ich sie morgen mit in die Praxis nehmen und sie könnten sich vor Ort ein Urteil bilden.“ Linda nickte. „Ja, das ist großartig. Ich freue mich darauf.“

„Linda, bleibst du zum Abendessen?“, fragte Herta. „Ich weiß nicht, ich habe drüben schon was vorbereitet“, sagte Linda. „Aber ich könnte es holen“, fügte sie hinzu. „Das ist eine glänzende Idee“, sagte Simon. „Darf ich sie begleiten und helfen?“, fragte er. Linda nickte. „Ja gerne. Aber ich muss noch rasch nach den Hühnern schauen und die Stalltür schließen. „Das können wir doch machen und wir holen auch gleich noch die Eier raus“, sagte Klara schnell. „Okay“, sagte Linda.

„Übrigens, habe ich schon jemanden, der dir die Eier abnimmt“, sagte Beppo. „Die Nudelfabrik im Nachbarort würde sie verwenden können.“ „Oh das ist ja super. Ab wann kann ich die beliefern?“, fragte Linda. „Ab sofort.“ „Danke! Das ist perfekt!“ sagte Linda erfreut. „Was würde ich nur ohne euch tun“, sagte sie. Beppo und Herta lachten herzlich. „Und dann habt ihr auch noch so einen gutaussehenden Sohn“, fügte Linda in Gedanken hinzu.

Beppo und Herta hatten sich wahrlich als echten Glücksgriff erwiesen. Georg würde staunen, wenn sie schon wieder einen neuen Job hatte. Hatte er ihr doch all die Jahre eingeredet, dass sie keinen bekommen würde, wenn er sich nicht darum kümmerte. Aber so unverzichtbar schien er nicht zu sein. Beschwingt ging sie mit Simon über die Felder hinüber zu ihrem Haus. „Ich finde es toll, dass sie hier herausgezogen sind“, sagte Simon. „Meine Eltern sind so glücklich wie schon lange nicht mehr“, fügte er hinzu.

Linda lachte auf. „Das ist erstaunlich, denn seit sie mich kennen, kommen sie aus der Arbeit nicht mehr raus“, sagte sie. „Aber das ist ja genau das, was sie so fröhlich macht. Sie werden gebraucht und sie mögen sie und ihre Kinder richtig gern. Meine Eltern haben ihr Leben lang viel gearbeitet und der Ruhestand tut ihnen gar nicht gut. Vater bestellt zwar noch ein paar Felder, aber das ist auch kein tagesfüllendes Programm. Ich hatte oft so ein schlechtes Gewissen, dass ich so weit weg bin und mich so wenig um sie kümmere. Sie waren immer wunderbare Eltern. Und selbst wenn ich die Praxis hier in Heidetal eröffne und mir eine Wohnung in Heidetal nehme, werde ich nicht unendlich viel Zeit haben. Ich bin ja auch ein Anfänger, was eine eigene Praxis angeht. Bisher habe ich nur in der Klinik gearbeitet und ab und zu Vertretungen bei niedergelassenen Kollegen gemacht. Ich muss mir auch ganz viel aneignen. Daher ist es fein, dass ich weiß, dass meine Eltern auch noch sie und ihre Kinder als Ansprache haben.“

Linda nickte. „Für mich ist es auch schön. Ich habe meine
Eltern vor ein paar Jahren durch einen Unfall verloren und trauere auch heute noch um sie. Auch sie waren wunderbare Eltern und haben in meinem Leben eine riesige Lücke hinterlassen. Seit sie tot sind, hatten mein Mann und seine Eltern irgendwie das Kommando über mein Leben übernommen, und ich kam einfach aus der Sache nicht mehr raus. Vor wenigen Tagen war ich noch in einem Job, den ich gehasst habe und in einer Ehe, die mir wie ein Gefängnis erschien und habe keinen Ausweg gesehen. Und plötzlich kam der Brief des Notars und ab da ging alles so schnell, dass ich es noch gar nicht richtig verstanden habe. Und es scheint so weiterzugehen. Ich habe heute mal kurz darüber nachgedacht, womit ich in Zukunft mein Geld verdienen werde, und schon habe ich ein Jobangebot. Das ist unglaublich!“, sagte sie und schaute Simon dabei von der Seite an.

Er war ein sehr attraktiver Mann und Linda fragte sich kurz, ob er wohl vergeben war. Aber sofort schalt sie sich dieser Gedanken. Er war vielleicht ihr zukünftiger Chef, sie sollte das Berufliche vom Privaten trennen.

Klara und Jonas waren voraus gerannt und hatten bereits die Eier in einer Wanne gesammelt und die Tür zum Hühnerstall geschlossen. Linda bat Simon ins Haus. „Es ist noch nicht ganz so, wie ich es gerne hätte, aber wir haben es schon recht gemütlich hier“, sagte sie.

Simon sah sich um. „Es wirkt aber schon sehr heimelig. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie sich hier wohlfühlen.“ Linda schaute ihn an und sagte: „Ja, und es ist meines. Keiner schreibt mir mehr irgendwas vor und ich kann hier schalten und walten wie ich will. Das ist so eine große Befreiung. Meine Tage waren über viele Jahre so getaktet, dass ich immer in Eile war, weil Georg so viele Ansprüche hatte. Hier ist jetzt alles so frei. Wie jetzt zum Beispiel. Ich nehme einfach das Abendessen mit zu euch hinüber und dann essen wir gemeinsam. Einfach so! Ganz spontan!

Dabei wird mir bewusst, dass es in all den vergangenen Jahren keinerlei Spontanität gegeben hat. Georg war ein strenger Verfechter von Struktur und Ordnung und alle Ausnahmen waren für ihn Grund, seine schlechte Laune zu verbreiten“, Linda seufzte. „Aber das ist ja jetzt vorbei und ich kann mein Leben so gestalten, wie ich möchte. Das ist genial“, sagte sie.

Simon hatte ihr aufmerksam zugehört. „Darf ich ihnen eine Frage dazu stellen, Linda?“, fragte er sie. Linda lächelte und schaute ihn aufmunternd an. Sie konnte sich schon denken, welche Frage jetzt kam. „Warum haben sie das alles so lange mitgemacht?“, frage Simon. „Ich wusste, dass sie das fragen werden und um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht. Ich habe selbst immer schon wieder darüber nachgedacht. Ich hatte alles Selbstvertrauen verloren. Georg und auch seine Eltern haben es geschafft, mir einzureden, dass ich ohne sie nicht lebensfähig bin. Und ich habe es einfach geglaubt.


Tja, das geht ja flott. Fast könnte man glauben, dass jetzt alles wie geschmiert läuft. Aber das Leben spielt oft anders als man denkt….

Übrigens gibt es heute Abend wieder ein Video aus der Serie „Spirit Talk“. Heute geht es um die Wintersonnwende, Portaltag, Neumond und die Vorbereitung für die Rauhnächte.

Vielleicht mögt Ihr reinschauen. Hier gehts zum Youtube Kanal: Manous Youtube Kanal

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Dienstag

Ganz liebe Grüße

Manou

Lindas neues Leben 14

Am nächsten Morgen standen sie schon früh auf. Klara ließ es sich nicht nehmen, den gefiederten Damen die Stalltür zu öffnen und ihnen einen guten Morgen zu wünschen. Träges Gurren war die Antwort. Linda bereitete Frühstück und Pausenbrote vor und kurz nach sieben rollten sie schon vom Hof.

Linda hatte sich gleich eine große Liste gemacht, was sie noch alles in der Stadt erledigen wollte. Beppo würde am Vormittag mal nach den Hennen schauen. Zu Mittag waren bereits eine Menge Formalitäten erledigt, der Notar war über die aktuelle Situation unterrichtet und Linda fühlte sich stark und tatkräftig. „Seltsam…“, dachte sie. „…vor wenigen Tagen war ich noch eine graue Maus, die sich von ihrem herrischen Mann alles gefallen ließ, und plötzlich geht mir alles ganz leicht von der Hand. Niemals hätte ich es geglaubt, wenn mir das jemand erzählt hätte.“

Sie entschied sich, noch gemütlich einen Kaffee zu trinken, bevor sie die Kinder wieder aus der Schule abholte. Sie würden noch rasch die wichtigsten Utensilien fürs Landleben kaufen müssen: Regenjacke, Gummistiefel, dicke Socken und eventuell Arbeitshosen und Hemden. Bisher war das Wetter trocken und warm, da fiel es nicht so auf, wenn man mit Straßenschuhen ging, aber sobald es regnete und kühler wurde, würden sie vermutlich ganz dringend auf Gummistiefel und wasserdichte Kleidung angewiesen sein.

Die Kinder waren begeistert darüber, sich professionelle Bauernkleidung zu kaufen. Linda war sich nicht sicher, ob sie das Ganze noch wie ein Spiel betrachteten, das ihnen eines Tages langweilig werden würde. Aber es machte keinen Sinn, sich darüber Gedanken zu machen. Sie würden es erleben.

Wieder zuhause angekommen, konnten sie es alle drei kaum erwarten, die Damen zu besuchen. Mittlerweile waren sie alle aus dem Stall herausgekommen und Linda sah sofort, dass Beppo recht hatte, der Auslauf musste viel größer sein. Es war schon fast ein Gedränge in dem Gehege und an manchen Stellen war das Gras schon ganz weggescharrt und der Boden schaute heraus. Das würde eine schöne Schlammpfütze geben, wenn sie das alles nackig scharren würden.

Die Kinder entschlossen sich beide, die Hausaufgaben am Küchentisch zu machen, während Linda das Abendessen zubereitete. Es war wie früher, nur besser. Früher war ihre gemeinsame Zeit in der Küche begrenzt, aber jetzt konnten sie tun und lassen was sie wollten. Stück für Stück sickerte die neue Freiheit in ihr Bewusstsein.

Plötzlich sprang Jonas auf! „Hat schon irgendwer geschaut, ob die Hühner Eier gelegt haben?“ Linda und Klara schauten erschrocken. „Uff, nein. Daran habe ich noch gar nicht gedacht“, sagte Linda und Jonas rief: „Komm Klara, wir schauen mal nach!“ Linda musste schmunzelnd. Ja, sie waren wirklich blutige Anfänger. Sie hatten zwar die Hühner gefüttert und das Wasser erneuert, aber an die Eier hatte noch keiner gedacht.

Es dauerte eine ganze Weile bis die beiden wieder herein kamen. Linda blieb der Mund offen. Die beiden hatten Unmengen von Eiern in einer Wanne. „Die meisten haben wirklich in die Nester gelegt, aber ein paar waren auch unten im Stroh“, sagte Klara. „Herrjeh, was machen wir denn mit so vielen Eiern?“, fragte Linda. „Ja, und morgen kommen wieder so viele und übermorgen auch“, ergänzte Jonas.

Linda lachte. „Ich fürchte, das habe ich gewaltig unterschätzt, obwohl wir gestern darüber gesprochen haben. Wenn ihr schon fertig seid mit den Hausaufgaben, bringt doch bitte gleich mal einen Eimer voll zu Beppo und Herta. Und fragt sie, wie viele wir täglich bringen dürfen.“ Vorsichtig füllte Klara einen Eimer mit Eiern und gemeinsam gingen sie über die Felder hinüber zu Beppos und Hertas Haus. Linda sah ihnen nach. Was für eine Idylle. Sie konnte es kaum glauben.

Seit Georgs überraschendem Besuch hatte sie auch von ihm nichts mehr gehört. Aber Linda wusste, dass das nur die Ruhe vor dem Sturm war. Sie würde sich einen Plan zurechtlegen müssen. Gerade als sie darüber nachdachte, was Georg als nächstes tun könnte, kamen die Kinder aufgeregt in die Küche gerannt. „Mama, du sollst einen Sprung rüberkommen. Beppo und Herta haben Besuch von ihrem Sohn und sie möchten euch gerne bekannt machen!“

Die beiden waren noch ganz außer Atem. Linda zuckte innerlich zusammen. Sie hatte den beiden ihre ganze Lebensgeschichte erzählt und sie mit ihren Sorgen belästigt und hatte nie nach ihrem Leben gefragt. Sie war bisher gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass die beiden einen Sohn hatten. Schnell zog Linda die Töpfe und Pfannen vom Herd und folgte den Kindern hinüber zum Haus der beiden. „Oh Linda, schön, dass du dir Zeit nimmst“, wurde sie gleich von Herta an der Tür empfangen. „Simon ist überraschend vorbeigekommen und ich möchte so gerne, dass ihr beiden euch kennenlernt“, sagte sie.

Linda war neugierig. Wie konnte man sich den Sohn dieses herzigen Ehepaares vorstellen? War er auch so ein Netter? Sie folgte Herta in die Küche. Simon saß auf der Eckbank und grinste. „Aha, da kommt also die nette junge Frau, die meine Eltern so begeistert“, sagte er und stand auf um Linda zu begrüßen. Und das war gar nicht so einfach. Simon schien doppelt so groß zu sein wie seine Eltern und er bemerkte ihren erstaunten Blick sofort. „Ja, ich habe die Körpergröße, die meinen Eltern fehlt, für mich gebraucht“, sagte er und versuchte aufrecht zu stehen, obwohl der Tisch gegen seine Oberschenkel drückte.

Linda lachte. „In der Tat, sie sind wirklich sehr groß geraten“, sagte sie und schüttelte seine Hand. „Ich bin Linda. Das sind Klara und Jonas“, fügte sie hinzu. „Das weiß ich doch alles“, sagte er. „Meine Eltern sind so glücklich, dass hier endlich wieder Leben einkehrt, und haben mir alles haargenau erzählt. Sie sind die Heldin des Dorfes“, sagte er und dabei zuckten seine Mundwinkel vor unterdrücktem Lachen und die Fältchen um seine Augen vertieften sich.

„Wieso sollte ich die Heldin des Dorfes sein?“, fragte Linda. „Naja, eine Städterin, die am zweiten Tag auf dem Land gleich mal hunderte Hühner adoptiert, obwohl sie vom Landleben keine Ahnung hat, sorgt schon für eine gewisse Bewunderung bei den Leuten hier und auf jeden Fall für massig Gesprächsstoff. Und meinen Eltern gebührt natürlich dabei die größte Aufmerksamkeit, weil sie alles haargenau wissen. Sie sind ja praktisch dabei. Wissen sie was das für eine Abwechslung ist, hier in der Einöde?“ Linda schluckte. So hatte sie das noch gar nicht betrachtet.

Ja, sie hatte vom Landleben keine Ahnung und auch nicht davon, wie sehr Jeder am Leben des Anderen interessiert war. Das kannte sie tatsächlich nicht. „Na dann…“, sagte sie nur und setzte sich ebenfalls an den ausladenden Küchentisch. „Wohnen sie auch hier?“, fragte sie Simon. „Bald wieder. Ich habe gerade einen Kassenvertrag in Heidetal erhalten und bin heute gekommen um meinen Eltern die freudige Nachricht zu überbringen.“

Linda sah, wie Beppo und Herta strahlten. Es musste eine Riesenfreude für sie sein. „Simon ist nämlich Radiologe“, sagte Herta und der Stolz auf ihren Sohn war nicht zu überhören. „Wow!“, sagte Linda. „Ich wusste gar nicht, dass ihr einen Sohn habt, der Arzt ist“, sagte sie.

„Hättest du nicht erwartet, von den einfachen Bauern, gell“, sagte Beppo und lachte. „Ja, Simon ist unser einziges Kind und wir sind sehr stolz auf ihn, obwohl wir von dem, was er macht, nichts verstehen. Ich hätte ja lieber gehabt, dass er Hausarzt wird, damit wir zu ihm gehen können, wenn wir Husten und Schnupfen haben, aber das hat ihn nicht interessiert. Er hat sich immer schon für Technik interessiert.

„Ja, ich habe es mehr mit der Technik und weniger mit den Menschen“, sagte Simon. „Man wird ja auch aus dem Grund Radiologe, weil man Patienten lieber schwarz-weiß und zweidimensional sehen mag“, ergänzte er und lachte. „Nicht nur meine Eltern finden, dass Radiologen eigentlich keine richtigen Ärzte sind“, sagte er.

Linda schmunzelte. Darüber hatte sie noch nie nachgedacht und sie versuchte, sich an die wenigen Male zu erinnern, in der sie eine radiologische Praxis betreten hatte. Auch sie erinnerte sich daran, dass sie von der vielen Technik geradezu eingeschüchtert war. „Und wann werden sie die Praxis eröffnen?“, fragte sie zu Simon gewandt. „So schnell wie möglich. Der Kollege in Heidetal hatte einen schweren Unfall und wird nicht mehr arbeiten können und ich war schon so lange auf der Warteliste für den Kassenvertrag, dass ich die Nachricht heute erhalten habe und so schnell wie möglich eröffnen soll.


Ich wünsche Euch einen wunderschönen Montag und einen tollen Start in die letzte Woche vor Weihnachten

Liebe Grüße

Manou

Lindas neues Leben 13

Linda sah erschrocken auf. Daran hatte sie ja noch gar nicht gedacht! Sie würden Unmengen von Eiern haben! „Und vor allen Dingen brauchen die Hühner Nester, wo sie ihre Eier hineinlegen können, sonst könnt ihr die im Stroh suchen“, sagte Beppo. „Am besten werden wir die Futtertröge im Stall zu Nestern umfunktionieren und können nur hoffen, dass die gefiederten Damen das auch verstehen.

Außerdem werden wir Stangen anbringen müssen. Hühner schlafen normalerweise auf Stangen. Aber das machen wir heute nicht mehr. Aber die Nester müssen wir machen“, fügte Beppo hinzu. Jonas und er schleppten nochmal eine Menge Stroh in den Stall und gemeinsam polsterten sie die langen Reihen der Futtertröge mit dem Stroh aus. Auf diese Weise schafften sie es, rund fünfzig Nester anzulegen. „Das sollte genügen“, sagte Beppo.

 „Die legen ja nicht alle gleichzeitig. Ich hoffe nur, dass sie noch genügend Instinkt habe, dass sie die Nester auch nützen. In der Legebatterie legen sie ja einfach da, wo sie in dem Moment stehen. Haben ja auch keine andere Wahl.“

Linda beobachtete die Hühner, die alle total geschockt im Stall standen und leise Töne von sich gaben. Ein paar von ihnen scharrten bereits im Stroh. Dann öffneten sie die Tür ins Freie und schauten, was die völlig verstörten Hennen nun machen würden. Beppo und Herta setzten sich eine Weile zu ihnen, verabschiedeten sich dann aber, weil sie noch einmal schauen wollten, ob sie Bauer Alfred helfen konnten. „Übrigens werde ich ein paar Säcke Futter von Alfred holen. Die müssen ja was fressen“, rief er Linda noch zu. Linda nickte dankbar. Genau! Die Hühner brauchten ja was zu fressen.

Linda und die Kinder blieben bei den Hühnern und beobachteten sie einfach. „Werden die wieder schön werden und Federn bekommen?“, fragte Klara. „Ich glaube schon. Aber das wird vermutlich dauern“, sagte Linda. Immer wieder ging eines der Hühner zu der offenen Stalltür und schaute vorsichtig hinaus, aber bis jetzt hatte sich noch keine von ihnen getraut, auch nur einen Fuß ins Freie zu setzen. „Ich vermute mal, die brauchen noch Zeit. Wir sollten ihnen Wasser hinstellen“, sagte Jonas und suchte in der Scheune nach einem Gefäß. Er fand einen alten Zinkkübel, füllte ihn mit Wasser und stellte ihn vorsichtig gleich neben den Eingang. Linda schaute auf die Uhr.

„Du liebe Güte! Es ist fast 16 Uhr. Wir müssen ja noch planen, wie wir das morgen mit der Schule machen. Kommt, lassen wir die Damen hier ein wenig alleine, damit sie sich an die neue Umgebung gewöhnen können und besprechen wir mal die nächste Woche“, sagte sie und winkte beide Kinder mit sich ins Haus. „Ich glaube, ich brauche jetzt mal zuerst eine Dusche“, sagte Klara. „Das ist eine gute Idee. Duschen wir mal und treffen uns dann in der Küche zur Lagebesprechung“, sagte Linda. „Ich schmiere uns ein paar Brote. Wir werden heute vermutlich nicht mehr kochen“, fügte sie noch hinzu.

Gemeinsam saßen sie dann bald bei Broten und Tee in der Küche. „Ich kann euch die nächsten Wochen zur Schule fahren und abholen. Es sind noch sechs Wochen bis zu den Ferien. Das sollte zu schaffen sein“, sagte sie. Jonas dachte offensichtlich nach. Seine Stirn lag in Falten. Dann sagte er: „Am liebsten würde ich ja gleich hier in Heidetal in die Schule gehen. Geht das nicht?“ Linda sah zu Klara. Diese nickte begeistert. „Ja, das wäre mir auch am liebsten. Dann könnten wir einfach rundum ein ganz neues Leben beginnen. Auch wenn wir noch nicht zur Ruhe gekommen sind, gefällt mir dieses Leben hier so viel besser als unser früheres.“

Linda schüttelte den Kopf. „Ich fürchte, das würde uns mehr Probleme bringen, als es nützt. Momentan muss euer Vater noch damit einverstanden sein, wenn ihr die Schule wechselt. Ich denke, wenn wir das jetzt überstürzen, kann er das später gegen uns, oder besser gesagt, gegen mich verwenden. Ich brauche da erst mal eine Rechtsberatung. So wie euer Vater gerade drauf ist, wird er alles, was er findet, zu seinen Gunsten ausschlachten.

Und ich fürchte, dass ich schon sehr angreifbar bin, weil ich euch einfach mitgenommen habe. Jonas ist schon vierzehn, der darf schon selbst bestimmen, wo er wohnen möchte, aber bei dir Klara, hätte er noch ein Wörtchen mitzureden. Allerdings würde vermutlich jede Familienrichterin auch deinen Wunsch berücksichtigen.

Aber ich möchte bitte, dass ihr bis zu den Ferien noch in die alte Schule geht, damit ich das alles sauber über die Bühne bringen kann.“ Jonas und Klara schauten etwas enttäuscht, sahen es aber ein. „Gut, dann fahren wir morgen um sieben Uhr hier los, dann sind wir pünktlich vor acht Uhr bei der Schule und dann hole ich euch um halb vier wieder ab. Ist das okay für euch?“ Die beiden nickten.

 „Und jetzt sollten wir nochmal nach unseren neuen Familienmitgliedern draußen schauen. Vielleicht ist das Damenkränzchen schon vor die Tür gegangen.“ Linda und die Kinder gingen hinüber zum Stall. Und tatsächlich! Ein paar der Hennen waren schon draußen und scharrten und pickten im Gras.

Gemeinsam setzten sie sich auf den Boden und schauten den Hennen zu, wie sie noch unsicher durch das Gras stakten und ab und zu auch schon scharrten. „Verrückt, wenn man sich vorstellt, dass diese Tiere bisher niemals Tageslicht oder Sonnenschein erlebt haben und auch noch nie das getan haben, was Hühner eigentlich tun, nämlich picken, scharren und Würmer suchen. Das ist doch schrecklich, was wir Menschen mit den Tieren veranstalten“, sagte Klara. Linda nickte und dachte an die vielen Hennen, die heute im Stall bei Bauer Alfred bei lebendigem Leib verbrannt sind.

Eigentlich verdiente Alfred die Bezeichnung Bauer gar nicht. Er war ein Industrieller, einer der gegen Geld eine riesige Zahl an Tieren einfach so versklavte. „Ja, es ist schrecklich, was wir Menschen mit den Tieren machen. Und das nur, um billiges Fleisch und billige Milch und Eier zu erhalten“, sagte Linda. Jonas legte wieder seine Stirn in Falten. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir hier eine Menge Tiere halten, die wir aus solchen Umständen gerettet haben. Vielleicht können wir das auch irgendwie publik machen und den Einen oder Anderen zum Umdenken bewegen“, sagte er. „Wie unschuldig und hilflos diese Hühner sind und wie sie jetzt so vorsichtig durch das Gras gehen. Wie kann man nur so herzlos sein und sie behandeln als wären sie eine tote Ware, eine Produktionseinheit“, fügte Linda hinzu.

Die Hennen gaben leise, gurrende Geräusche von sich. Sie schienen ihr neues Leben zu genießen. Immer mehr von ihnen kamen vorsichtig aus dem Stall heraus und probierten aus, wie es war, wenn ihre Füße das Gras berührten. Es war ein wunderbarer Anblick. Linda, Jonas und Klara konnten sich daran einfach nicht satt sehen.

„Und jetzt stellt euch mal vor, was Papa zu dieser Aktion gesagt hätte“, grinste Jonas. Linda musste laut lachen und ein Teil der Hühner erschrak und flatterte im Reflex weg. Dann hielten sie inne und ahmten die Bewegung noch einmal nach. Ja, sie konnten ihre Flügel spreizen. Das schien auch eine ganz neue Erfahrung zu sein. In den engen Käfigen war ja kein Platz um die Flügel zu spreizen. Aber plötzlich ging es.

Eine von ihnen war offenbar besonders forsch und wiederholte diese Bewegung immer wieder und schritt dabei rasch durch den Auslauf. Ein paar weitere taten es ihr nach. „Schaut mal, wie schnell sie auch voneinander lernen!“, rief Klara.

In dem Moment fuhr Beppo wieder die Hofeinfahrt herein. Im Kofferraum hatte er mehrere Säcke Hühnerfutter. „Schau mal Beppo, wie die Damen ihren neuen Auslauf genießen!“, rief Klara begeistert. Beppo kam lächelnd auf sie zu und setzte sich ebenfalls zu ihnen ins Gras. „Ja, so sollen Hühner leben, nicht in einer Fabrik eingepfercht. Ich habe es Alfred schon oft gesagt, dass er sich an den Tieren versündigt. Aber er hat nur noch das Geld gesehen und hat mich ausgelacht, weil ich mir für so wenig Geld so viel Arbeit mache. Er hatte sogar Pläne, das Ganze noch viel größer zu machen. Er träumte davon, fünfzigtausend Hennen zu haben und einer der führenden Eierproduzenten der Region zu werden“, sagte Beppo und schüttelte dabei seinen ergrauten Kopf.

„Wir alle haben ihm gesagt, dass das nicht gut sei, aber er hat nicht auf uns gehört. Und heute ist es wohl zur Katastrophe gekommen. Er ist am Boden zerstört. Die Hühner waren seine ganze Existenzgrundlage. Er hat ja keine Felder mehr bestellt und auch sonst nichts mehr gemacht, nur noch die vielen Hühner.“ „Ist der ganze Stall abgebrannt?“, frage Linda. Beppo nickte traurig. „Ja, mit allen Tieren drin. Alfred sagt, es seien ungefähr zehntausend Hühner verbrannt.“ Bei diesen Worten traten sogar Beppo Tränen in die Augen und Klara schlug die Hände vors Gesicht. Jonas schluckte und war sichtlich bemüht, nicht zu weinen.

„Es ist wunderschön, dass ihr zumindest diesen paar geretteten Hennen ein schönes Leben macht. Ich werde euch dabei helfen. In ein paar Wochen werden sie auch nicht mehr aussehen, als ob sie bereits gerupft wären. Die Federn wachsen nach und wenn sie genügend Platz haben, dann picken sie sich auch nicht gegenseitig. Das tun sie nur aus Langeweile. Ich werde morgen noch mehr Maschendraht besorgen und dann werden wir den Auslauf ungefähr vier Mal so groß machen, wie er jetzt ist.

Platz habt ihr ja genug. Und den Stall müssen wir mit Stangen versehen und außerdem gehört er in ein paar Tagen ausgemistet und gekalkt. Der Kalk dient der Desinfektion. Und langsam werden wir damit beginnen, das Futter umzustellen. In diesem Dreck da, dabei zeigte er mit dem Kinn auf die Futtersäcke, die er mitgebracht hatte, ist ja nichts Gescheites drin außer einer Menge Medikamente und Chemie. Aber wir müssen das langsam machen. Heute und morgen bekommen sie noch das gewohnte Futter, damit es nicht zu viel Veränderung auf einmal ist, ab Dienstag mischen wir es und bis in zwei Wochen sollten wir das Chemie-Futter ausgeschlichen haben. Wenn du magst, Linda, werde ich mich darum kümmern.“

„Oh, das ist ganz lieb von dir Beppo! Bitte besorge alles was wir brauchen und sag mir dann einfach, was ich dir schuldig bin.“ „Ich habe eine bessere Idee. Ich besorge alles für den Anfang und das ist mein Anteil an der Sache, dafür bekomme ich meinen ganzen Bedarf an Eiern von dir“, sagte Beppo und lachte. „Ich glaube, davon werdet ihr in nächster Zeit genug haben. Ich werde auch mal die Werbetrommel rühren, vielleicht finden wir noch ein paar Abnehmer. Vor allen Dingen dann, wenn die Tiere gesund und nicht mehr mit Chemie vollgestopft sind.“ Linda nickte begeistert. Ja, dann werden wir die Eier so gut es geht verkaufen und verarbeiten.“  



Morgen geht es dann weiter….mal sehen, welche Abenteuer noch auf Linda, Jonas und Klara warten.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Sonntag und einen besinnlichen vierten Advent

Liebe Grüße

Manou


Dein Seelenplan

Heute geht es um das Thema deines Seelenplanes und warum so viele Menschen ihren Seelenplan gar nicht finden können. Wenn auch du noch auf der Suche nach deinem Seelenplan bist, dann schau dir dieses Video an.

Der Seelenplan ist der Grund, warum wir uns hier auf der Erde inkarniert haben. Du hast, wie jeder andere Mensch auch, eine Entscheidung getroffen, bevot du dir deine Eltern ausgesucht hast. Und nun ist es Zeit, sich wieder an diese Entscheidung zu erinnern.

Doch wie geht das? In diesem Video zeige ich dir auf, welche Voraussetzungen du brauchst, um dich deinem Seelenplan anzunähern.

Hier noch ein paar Artikel von mir zum Thema:

Die Selbstzweifel begabter Menschen

Wie man einen Traum in die Materie holt

Lindas neues Leben 12

Nachdem sie alle drei geduscht waren, zogen sich alle für eine Weile in ihre Zimmer zurück. Jeder von ihnen brauchte Zeit um in Ruhe über die letzten Tage nachzudenken. Linda hatte sich ein Notizbuch gekauft und begann es als Tagebuch zu nutzen. Sie musste alles aufschreiben, sonst würde sie es vielleicht eines Tages vergessen.

Kurz öffnete sich ihre Zimmertür. „Ich gehe ins Bett, Klara schläft schon“, sagte Jonas leise und warf Linda einen Handkuss zu. Linda lächelte ihn an und sagte: „Schlaf gut. Morgen werden wir mal richtig faulenzen. Wir haben viel geschafft.“ Jonas nickte. „Das kannst du wirklich laut sagen. Das hätten wir uns vor ein paar Tagen nicht einmal vorstellen können, was wir bis jetzt auf die Beine gestellt haben. Aber jetzt bin ich einfach nur noch müde.“

Leise schloss sich die Tür und Linda setzte sich im Bett auf. Das Schlafzimmer war zwar immer noch fremd, aber durch die jetzt heimelige Beleuchtung machte es sich ganz gut. Das Fenster war offen und die laue Nachtluft brachte wunderbare Gerüche mit sich, wie sie es nur in der freien Natur gab. Linda bemerkte erst jetzt, dass sie in den letzten zwei Tagen nicht ein einziges Mal an den Job gedacht hatte, den sie verloren hatte. Da waren weder Bedauern noch Wehmut.

Genauso wenig, wenn sie an Georg oder ihr elegantes Haus am Stadtrand dachte. Sie hatte das Gefühl, plötzlich in ihr wahres Leben katapultiert worden zu sein. Verrückt! Sie schaute zur Uhr. Es war erst 22.00 Uhr. Sie konnte also ruhig nochmal in die Küche gehen und sich einen Tee kochen. Sie musste nachdenken. Auch darüber, womit sie in weiterer Sicht ihr Geld verdienen würde. Georg würde für die Kinder bezahlen müssen, und sie wollte, dass er ihr das Geld, das sie damals geerbt hatte, wieder zurückbezahlte. Den Rest sollte er behalten.

Sie legte keinen Wert auf sein Geld, genauso wenig wie auf seine Anwesenheit. Aber sie würde trotzdem arbeiten müssen und sie wollte auch etwas arbeiten. Sie hatte ja immer schon den Traum, dass sie gerne schreiben würde. Aber sie hatte keine Ahnung, ob sie dazu Talent hatte. Aber alleine der Gedanke, dass sie von zu Hause arbeiten konnte, gefiel ihr sehr gut. Sie könnte eine Zeit des Rückzugs gut gebrauchen.

Sie musste erst in die neue Situation hineinwachsen und auch ein wenig ihre Wunden lecken, die Georg ihr geschlagen hatte. Sie hatte zwar bemerkt, wie schnell sie über sich hinauswachsen konnte, wenn es unbedingt sein musste, aber bis sie wieder die selbstbewusste Linda von früher war, würde Zeit vergehen. Vermutlich gab es diese Linda von früher auch gar nicht mehr. Sie war älter geworden. Wahrscheinlich musste sie sich ganz neu erfinden und dazu brauchte sie Zeit. Die letzten 15 Jahre waren schwer gewesen.

Gedankenverloren rührte Linda in ihrem Tee und sah sich in der Küche um. Obwohl es eigentlich eine fremde Küche war, fühlte sie sich darin richtig wohl. Alles strahlte Bescheidenheit und Solidität aus. Alles war, was es war. Wenn es aussah wie Holz, war es auch Holz. Keine Kunststoffoberflächen, keine Furniere, kein Plastik. Alles war echt und real. Das hatte wirklich einen ganz eigenen Charme. Auch die Gegenstände, die sie heute gekauft hatten, waren alle im Retro-Design und passend zu dem schlichten Ambiente. Linda stellte sich innerlich bereits auf ein sehr beschauliches Dasein ein.

Am Sonntagmorgen hatten Linda und die Kinder endlich genügend Zeit und auch alle Zutaten für ein wunderschönes Sonntagsfrühstück. Gemütlich saßen sie bei offener Gartentür in der Küche und genossen den ersten Sonntag auf dem Land. Für den heutigen Tag war nichts geplant, denn sie wollten sich endlich richtig ausruhen und in ihrem neuen Zuhause ankommen. Aber kaum hatten sie den Frühstückstisch abgeräumt, hörten sie draußen Beppos aufgeregtes Rufen. „Linda! Jonas! Klara! Kommt schnell! Wir müssen alle rüber zu Bauer Alfred! Der Hühnerstall brennt!“

Rasch sprangen Linda und die Kinder in die nächstbesten Klamotten. Sie hatten in den letzten Tagen so viel Hilfe erfahren, da stand es nicht zur Debatte, sofort zu helfen. Beppo sprang in Lindas Auto auf den Beifahrersitz und die Kinder auf den Rücksitz und so rasten sie rasch Richtung Hauptstraße, wo auch bereits mehrere Feuerwehreinsatzfahrzeuge an ihnen vorbei rasten. Nach wenigen Minuten erreichten sie das Gelände von Bauer Alfred.

Was Beppo als Hühnerstall bezeichnet hatte, war eine riesige Legebatterie, wie Linda sie nur aus dem Fernsehen kannte. Auf der einen Seite schlugen bereits die Flammen aus dem Gebäude. Die andere Seite schien noch nicht zu brennen. Sie rannten sofort hin und halfen ganze Käfige mit Hühnern ins Freie zu tragen. Viele der Hühner in den Käfigen waren bereits tot oder ohnmächtig. Es war keine Zeit zu schauen, sie mussten so viele retten, wie sie nur konnten. Während die Feuerwehren das Gelände sicherten, rannten die vielen Helfer immer wieder hinein und hinaus und brachten die Tiere ins Freie. Aber schon bald befahl die Feuerwehr, dass niemand mehr ins Gebäude durfte. Die Flammen loderten jetzt noch viel höher und hatten bereits auf andere Gebäudeteile übergegriffen. Es bestand Einsturzgefahr.

Viele tausend Hühner waren noch drinnen gefangen. Jonas versuchte noch einmal in den Stall zu gelangen, aber ein Feuerwehrmann zog ihn wütend zurück. Linda schlug die Hände vors Gesicht. Das durfte nicht wahr sein! Da drinnen waren lebende Tiere und sie durften nicht mehr hinein! „Was können wir jetzt tun? Wir müssen die Tiere doch retten!“, schrie Linda und zerrte an Beppos Ärmel. „Leider können wir nichts mehr tun. Die anderen, die wir rausgebracht haben, werden jetzt zumindest schonender getötet.“ Linda starrte Beppo an. „Was?! Die werden getötet?“, schrie sie entsetzt. „Vermutlich. Alfred hat ja keinen Stall mehr“, sagte Beppo und zuckte mit den Schultern. „Was soll er sonst mit ihnen machen?“

Linda ging hinüber. Eine ganze Menge Käfige mit Hühnern standen auf der Wiese. Manche Tiere lagen reglos, andere gaben leise Laute von sich. Die Hühner sahen Mitleid erregend aus. Viele hatten fast keine Federn mehr. Andere hatten blutige Stellen am ganzen Körper. Linda bemitleidete die geschundenen Kreaturen von Herzen. Aber noch mehr Entsetzen machte sich in ihr breit, wenn sie daran dachte, dass jetzt, in diesem Moment, da drinnen weitere tausende Hühner bei lebendigem Leib verbrannten. Das war wohl die dunkle Seite des Landlebens. Nirgendwo waren solche Bilder auf Eierschachteln gedruckt. Überall waren glückliche Hühner auf Wiesen abgebildet.

Dass die armen Tiere in Gitterkäfigen ihr trostloses Dasein fristeten, war ihr bisher auch nicht bewusst gewesen. „Können wir die Hühner zu mir hinüberschaffen? In der hinteren Scheune ist eine Menge Stroh und ich kann ihnen den Stall herrichten, der leer steht und ihn mit Stroh ausstreuen, bis ich morgen oder am Dienstag jemanden gefunden habe, der einen Teil der Wiese für sie einzäunt. „Mädchen, du gehst aber ran!“, sagte Beppo kopfschüttelnd. Aber Linda sah auch einen Hauch Bewunderung in seinen Augen. „Ich rede mit Alfred. Ich denke mal, er ist froh, wenn er die heute nicht noch alle erschlagen muss.“

Kurze Zeit später kam er zurück. „Du kannst sie haben, wenn du sie alle mitnimmst und ihm die Käfige irgendwann zurückbringst.“ Linda nickte. „Dann stellt sich nur noch die Frage, wie wir das bewerkstelligen?“ Beppo überlegte einen Moment. „Wenn wir schnell sind, kann ich mit dem Traktor und dem Wagen kommen, bevor hier noch mehr Feuerwehren eintreffen. Die Kinder sollen bei den Hühnern bleiben und wir fahren rasch zu mir und holen den Traktor.“ Linda sagte den Kindern Bescheid und gemeinsam mit Beppo rasten sie zu seinem Hof und kamen sehr schnell mit Traktor und Wagen zurück.

Die Kinder, Linda und Beppo luden die Hühner auf. „Hier können wir sowieso nichts mehr tun. Wir fahren zu dir und streuen den Stall aus.“ Die Kinder setzten sich zu den Hühnern auf den Wagen und als sie gerade aus der Hofeinfahrt fuhren, kamen die nächsten Einsatzfahrzeuge angefahren. Linda warf noch einen Blick zurück. Es war gut, dass sie jetzt erst einmal beschäftigt war. Der Gedanke an die armen Hühner, die nicht mehr gerettet werden konnten, war unerträglich.

Schnell schafften sie die Strohballen aus der Scheune in den Stall und breiteten eine etwa zehn Zentimeter dicke Strohschicht auf dem Boden aus. Dann hievten sie die Käfige vom Wagen. Viele der Hühner waren wieder zu Bewusstsein gekommen. Langsam und vorsichtig trugen sie einen Käfig nach dem anderen zum Stall und ließen die Hühner frei. Die armen Tiere waren noch nie außerhalb ihres Käfigs und blieben einfach alle dort stehen, wo sie hingestellt wurden. Beppo inspizierte das Gelände. „Ich habe drüben auf dem Hof noch Maschendrahtzaun. Den hole ich rasch, sodass wir zumindest einen provisorischen Auslauf für die Tiere machen können. Dann können sie zur Stalltür rein- und rausgehen.

Er setzte sich wieder auf den Traktor und kam kurze Zeit später mit dem Auto zurück. Gemeinsam mit Jonas und Klara stellten sie einen Zaun auf, sodass die Hühner einen schönen Auslauf im Gras hatten. Mit der Sense mähte Beppo das Gras, das bislang hüfthoch stand. Mittlerweile war Herta, bewaffnet mit einem ihrer hervorragenden Hefezöpfe eingetroffen. „Na, ihr habt ja Ideen!“, sagte sie schmunzelnd. „Du scheinst eine Frau der Tat zu sein. Die armen Tiere, die nicht gerettet werden konnten! Dafür werden diese hier es jetzt so guthaben, wie noch nie in ihrem Leben“, sagte Herta und half ihrem Mann beim Spannen des Zaunes.

Kurze Zeit später war auch der vorläufige Auslauf fertig. „Die Hühner sind es nicht gewohnt im Freien zu sein. Du kannst dich darauf einstellen, dass nicht alle überleben werden“, sagte Beppo zu Linda. Linda schaute sich nach ihren Kindern um. Klara saß im Stall bei den Hühnern und weinte. Jonas stand etwas ratlos im Auslauf und kratzte sich am Kopf. Das war alles so rasend schnell gegangen. Vor zwei Stunden waren sie noch der Meinung, dass sie heute einen ruhigen Tag verbringen würden und jetzt hatten sie eine riesige brennende Legebatterie gesehen und waren plötzlich Besitzer von sehr vielen Hühnern.

„Mir kommt es so vor, als hätte ich das alles nur geträumt“, sagte Jonas und setzte sich einfach ins Gras. Herta war ins Haus gegangen und machte Tee, Kaffee und Kakao. Ihr Rezept gegen jegliche Irritation schien Essen und Trinken zu sein. Und es funktionierte. Nach einer Tasse Kaffee und Kakao und einem Stück Hefezopf war der Schock bei allen etwas gewichen. „Ich habe die Hühner gezählt, es sind fast 300“, sagte Klara. „Wow! Wir haben jetzt 300 Hühner! Was machen wir mit den Eiern?“


Tja, welche Idee werden die drei nun haben? Das erfahrt Ihr morgen.

Heute Abend gibt es wieder ein neues Video aus der Reihe „Von der Einsamkeit zum All-eins-Sein“.

Heute geht es um das Thema: Dein Seelenweg

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Samstag

Ganz liebe Grüße

Manou


Lindas neues Leben 11

Gerade als sie wieder ins Haus gehen wollten, sahen sie Beppo über die Felder stapfen. Schon von Weitem winkte er. Linda und die Kinder winkten erfreut zurück. „Guten Morgen, ich möchte euch nicht stören. Aber mich interessiert, wie eure Nacht war und ob ich euch bei etwas helfen kann.“ Der gute Beppo war ganz außer Atem. „Guten Morgen Beppo“, rief Linda. „Die Nacht war wunderbar und wir werden uns jetzt mal auf den Weg machen und alle Kleinigkeiten besorgen, die wir brauchen. Sollen wir dir auch etwas mitbringen?“

Beppo schüttelte den Kopf. „Danke, dann bringt mich Herta um. Ich habe ihr versprochen, dass ich meinen Krempel reduziere. Ich wollte nur sagen, kauft bitte kein Werkzeug. Ich habe hier gestern ganz viel Werkzeug gesehen und wenn es euch nichts ausmacht, würde ich den hinteren Bereich in der Scheune ein wenig zu einer Werkstatt machen.“ „Oh Beppo, das ist sehr lieb. Wenn es dir nichts ausmacht, wären wir darüber wirklich froh.

Bis wir zu solchen Details kommen, wird noch ein wenig Zeit verstreichen. Im Übrigen bin ich froh, wenn du hier bist, solange wir unterwegs sind. Denn mein Noch-Mann hat vorgestern Abend gesagt, dass er für heute einen Makler herschicken wollte. Falls der kommt, kannst du den bitte verjagen?“ Beppo lachte. „Nichts lieber als das. Und sollte dein Noch-Mann nochmal auftauchen, werde ich ihn mit der Mistgabel vom Hof jagen“, sagte er fröhlich. Linda musste lachen. Die Vorstellung war wirklich wunderbar. Es war super, sich so beschützt zu fühlen. Dann stand ihrem Einkaufstrip ja nichts mehr im Wege.

Kurze Zeit darauf saßen Linda und die Kinder schon im Auto und brausten zum nächstgelegenen Schweden. Sie schwärmten zu dritt aus und jeder suchte sich die Dinge, die er dringend brauchte und die sie verwenden konnten, um das Haus ein wenig persönlicher zu machen. Nach drei Stunden waren sie mit dem meisten durch und brachten noch das Gedränge an der Kasse hinter sich.

Linda war froh, dass sie die letzten Monate kaum Geld ausgegeben hatte, sodass der Einkauf zwar ein ganz schönes Loch in ihre Kasse riss, sie ihn aber locker bezahlen konnte. „Lasst uns das Zeug ins Auto laden, dann können wir hier gleich noch ein paar Zimtschnecken oder Pizzataschen verspeisen“, sagte Linda und Klara und Jonas nickten, denn auch ihr Magen knurrte mittlerweile ziemlich laut.

Gestärkt machten sie sich auf den Weg zum nächsten Supermarkt und kauften einen stattlichen Vorrat an Lebensmitteln ein, den sie nur noch mit Mühe im Auto verstauen konnten. „Ein Glück, dass ich früher gerne Tetris gespielt habe“, lachte Linda und stopfte Kartoffeln zwischen Kartons. Fröhlich machten sie sich auf den Heimweg und freuten sich schon darauf mit den neu erstandenen Schätzen das Haus zu dekorieren.

Sie hatten schon eine Menge erledigt und es war erst früher Nachmittag. Sie würden also ihr Programm, das sie sich für heute vorgenommen hatten, gut schaffen. Für Linda war es schon fast normal, die Forststraße einzubiegen und durch das Wäldchen zum Breitner-Hof zu fahren. Sie nannte das Haus mittlerweile so, und da es der Mädchenname ihrer Mutter war, kam ihr das auch nicht fremd vor. Allerdings schwand ihre gute Laune jäh, als das Haus in Sichtweite kaum. Das erste, was sie sah, war Georgs Wagen und daneben standen zwei Polizeiautos und Beppo und ein paar andere Männer fuchtelten herum. „Oh Gott! Was ist denn hier los?“, rief Linda aus und sprang aus dem Auto. Jonas und Klara folgten ihr. „Ah, da kommt ja die Eigentümerin“, rief einer der Polizisten und kam Linda entgegen.

„Guten Tag, ich bin Hauptwachtmeister Fischer. Kennen sie diesen Herrn hier?“, fragte er und deutete auf Georg. „Allerdings kenne ich diesen Herrn, das ist mein Noch-Ehemann und ich frage mich, was er hier möchte“, sagte Linda und versuchte, die Angst, die sich gerade in ihr breit machte, zu unterdrücken. „Was ich hier tue? Ich möchte sowohl mein Eigentum hier veräußern, als auch meine Frau und meine Kinder nach Hause holen. Was denkst du dir eigentlich, Linda? Hast du nun vollkommen den Verstand verloren? Du kommst sofort nach Hause!“ schrie Georg sie an.

„Weder ist das hier dein Eigentum…“, dabei zeigte sie mit dem Arm auf den Hof und den Grund, „…noch werde ich jemals wieder zu dir zurückkommen. Mach` dass du von meinem Eigentum verschwindest oder ich zeige dich auf der Stelle wegen Hausfriedensbruch an!“, schrie Linda zurück. „Nur die Ruhe, die Herrschaften. Wessen Eigentum ist das jetzt?“, fragte der behäbige Polizist. „Es ist mein Eigentum, ich habe es geerbt. Das kann ich beweisen, wenn sie mir bitte ins Haus folgen wollen“, sagte Linda nun etwas ruhiger.

Sie untersagte Georg, der hinter ihr herkommen wollte, mit einer Handbewegung den Zutritt und zeigte dem Polizisten alle Dokumente, die sie vom Notar erhalten hatte. „Na, die Sache ist eindeutig“, sagte dieser und ging wieder hinaus zu Georg und dem verdutzt schauenden Makler, den Linda erst jetzt entdeckte. „Meine Herren, wenn sie nun bitte den Hof verlassen, sie befinden sich auf einem fremden Grundstück und sind ganz offensichtlich nicht willkommen“, sagte er bestimmt und geleitete zuerst den Makler zu seinem Auto. Beppo stützte sich auf einen Besen und beobachtete das Schauspiel lächelnd.

Jetzt erst entdeckte Linda auch Herta auf der Bank unter dem Nussbaum. Die beiden schienen das als willkommene Ergänzung ihres ansonsten so beschaulichen Daseins zu erleben. Georg entzog sich unwirsch dem Griff des zweiten Beamten und ging drohend auf Klara und Jonas zu. „Ihr beiden setzt euch jetzt sofort in mein Auto. Was soll der Quatsch denn? Wenn eure Mutter schon verrücktspielt, müsst ihr nicht auch noch mitmachen.“ Bei den Worten packte er Klara am Arm.

„Lass mich sofort los“, schrie Klara in Panik. Der Polizist ging sofort auf Georg zu. „Lassen sie das Mädchen los!“, herrschte er Georg an. „Meine Frau hat meine Kinder entführt“, rief Georg jetzt theatralisch. „Schaut nicht danach aus“, sagte der Polizist. „Aber sie können das gerne mit dem Familiengericht klären. Ab Montag ist da wieder jemand zu sprechen. Und jetzt gehen sie bitte“, sagte der Polizist und schob Georg in Richtung seines Wagens.

„Das wirst du mir büßen, du undankbares Miststück! Morgen kommen meine Eltern zum Essen. Was soll ich denen denn erklären?“ „Ihre Sorgen möchte ich haben“, sagte der Polizist und öffnete für Georg die Autotür. „Und jetzt fahren sie nach Hause und überlegen sich, was sie ihren Eltern morgen erklären. Auf Wiedersehen!“

Georg stieg tatsächlich ein, startete den Wagen und fuhr langsam die Forststraße in Richtung Wald. „Tja, da werden sie sich noch auf eine Menge Ärger einstellen müssen“, sagte er zu Linda. „Es wäre gut, wenn sie sich einen fähigen Anwalt nehmen. Diese Sorte Typen kennen wir. Die geben nicht so schnell auf. Aber wenn er wiederkommt, hier ist die Nummer unseres Reviers. Wir sind in zehn Minuten hier. Beppo hat es heute erlebt“, sagte der nette Polizist, reichte Linda die Karte und klopfte Beppo auf die Schulter. Wir müssen dann mal weiter. Vielleicht wartet schon der nächste Einsatz auf uns“, sagte er und beide Polizisten stiegen in ihre Autos und fuhren ebenfalls langsam davon.

Lindas Knie zitterten. „Uff, das war ja eine schöne Überraschung. Danke, dass du gleich die Polizei gerufen hast“, sagte sie zu Beppo. „Das war Herta, ich wollte eigentlich alleine mit denen fertig werden. Aber Herta hatte Angst um ihren alten Beppo“, sagte er lachend. „Kinder, das ist echt toll, dass ihr so viel Leben in unsere langweiligen Tage bringt.“ „Freut mich, wenn wir euch damit unterhalten können, ich hätte es ganz gerne etwas ruhiger“, sagte Linda und lächelte die beiden an. „Dann hättest du einen netteren Kerl heiraten müssen“, sagte Beppo und Linda nickte zerknirscht. „Stimmt. Das hätte ich mir früher überlegen müssen.

Wie wäre es mit einem Kaffee?“, fragte sie und wechselte damit rasch das Thema. „Gute Idee“, sagte Herta. „Aber zuerst helfen wir euch noch, die Sachen ins Haus zu tragen. Dein Auto geht ja schon ganz in die Knie“, sagte Beppo und machte sich bereits an der Kofferraumtür zu schaffen. Zu fünft hatten sie in wenigen Minuten alles ins Haus getragen und während Jonas und Klara die Kisten in die entsprechenden Zimmer schleppten, packten Herta und Linda die Lebensmittel aus und verstauten sie in der Küche. Nach einem gemütlichen Kaffeestündchen verabschiedeten sich Beppo und Herta und machten sich gemächlich wieder über die Felder auf den Heimweg. Linda schauten den beiden nach. Herta hatte sich bei Beppo eingehakt und gemeinsam strahlten sie unglaublich viel Ruhe und Frieden aus.

Die Kinder hatten schon damit begonnen, ihre Errungenschaften auszupacken und dem Haus eine persönliche Note zu geben. Jonas und Klara schafften es sogar, die Deckenlampen zu tauschen und innerhalb weniger Stunden sah das Haus ein weiteres Mal völlig verändert aus. So langsam wurde aus dem Haus ein Zuhause.

Hat Linda es nun geschafft, oder hat Georg noch ein Ass im Ärmel?

Das erfahrt Ihr in den weiteren Folgen.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Freitag.

Ganz liebe Grüße

Manou

Rauhnächte etc. – Wichtige News

Die Rauhnächte stehen vor der Tür und es gibt noch ein paar wichtige Dinge, die ich mit dir teilen möchte:

Zum einen möchte ich dich darauf aufmerksam machen, dass ich über die Rauhnächte, also ab dem 21.12. bereits, der Wintersonnwende, die Rauhnächte via Video begleiten und anleiten werde. Es werden auch Videos zu verschiedenen Orakel-Möglichkeiten dabei sein.

Die Rauhnächte

Die Rauhnächte, als die Zeit zwischen den Jahren, bringen dir die Möglichkeit, mit Altem abzuschließen und Neues in dein Leben zu holen. Dabei ist es wichtig, dass du dir dafür auch etwas Zeit nimmst und diese zwölf heiligen Nächte mit der guten Intention füllst.

Die Rauhnächte sind die Zeit des Jahres, die besonders mystisch und auch besonders wichtig ist, damit du dein urgeigenes Leben im Neuen Jahr begrüßen kannst.

Deshalb beginne ich meine Video-Serie bereits mit der Wintersonnwende. Dann hast du noch ein paar Tage Zeit, dich entsprechend vorzubereiten.

Du kannst hier schon einmal den Youtbe-Kanal abonnieren, sodass du keine Folge verpasst.

Manous Youtube Kanal

Es kommt jeden Tag am Nachmittag alles für die kommende Rauhnacht.

Energetische Reinigung über die Rauhnächte

Und da die energetische Entsorgung von Altlasten an erster Stelle steht, gibt es die Möglichkeit, dies über die ganzen Rauhnacht-Zeit durchzuführen und neue Energien ins Haus zu holen. Radionische Besendung funktioniert über die Ferne, es ist völlig egal, wo dein Haus oder deine Wohnung ist.

Du hast noch bis spätestens 21.12. die Möglichkeit, bei mir eine radionische Reinigung über die ganzen Rauhnächte zu buchen. Dabei können auch positive Aspekte, die du für das kommende Jahr entwickeln möchtest besendet werden. Bitte melde dich so rasch wie möglich an, da ich ab 22.12. am Abend in Urlaub bin.

Nähere Infos zur radionischen energetischen Reinigung findest du hier:

Energetische radionische Hausreinigung

Generelles zur Radionik findest du auf meiner Seite hier: Radionik-Therapie

Außerdem kannst Du bei mir Gutscheine bestellen, falls Du noch ein besonderes Weihnachtsgeschenk brauchst

Herzenstiere-Kongress

Und darüber hinaus hat heute der Herzenstiere-Kongress begonnen, bei dem ich auch ein Interview beigetragen habe. Du kannst Dich hier noch kostenlos anmelden: Herzenstiere-Kongress

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Donnerstag Abend

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Lindas neues Leben 10

Linda war froh, dass sie dem bunten Treiben kurz entrinnen konnte, schnappte ihre Handtasche und machte sich auf den Weg ins Dorf. Bepackt mit Semmeln, Kuchen, Bier, Saft und Wasser kam sie zurück.

Auch die Damen waren froh über eine kleine Pause und ließen es sich schmecken. Danach teilten sie noch die Männer zum Putzen ein und innerhalb von sechs Stunden erstrahlte das ganze Haus in neuem Glanz. Zum Schluss half Herta noch, die Vorhänge aufzuhängen. Der Helfertrupp war schon verschwunden. „Ich habe im Dorf eine Pizzeria gesehen, darf ich euch beide dorthin einladen?“ Herta und Beppo nickten. „Ja, das ist eine gute Idee.“

Jonas und Klara waren ebenfalls begeistert von dieser Idee. Todmüde saßen alle um den Tisch und warteten auf die bestellte Pizza. „Vielen lieben Dank für eure Unterstützung“, sagte Linda und drückte eine Hand von Beppo und eine von Herta. „Ohne euch würden wir vermutlich in einer Woche noch putzen und räumen. „Das haben wir sehr gerne gemacht. Wir freuen uns wirklich, wieder fröhliche Nachbarn zu haben. Sag einfach immer Bescheid, wenn du Hilfe brauchst“, sagte Beppo und Herta nickte. Linda nickte ebenfalls. Noch wusste keiner, wie oft das in den nächsten Tagen der Fall sein würde.

Das Essen verlief fast schweigsam. Sie waren alle rechtschaffen müde und Linda freute sich darauf, dass sie, wenn sie nach Hause kamen, die Zimmer aufteilen konnten. Dazu war heute noch gar keine Zeit gewesen. Der Helfertrupp war wie ein Wirbelsturm über sie hereingebrochen.

Wieder zuhause angekommen, machten sie zuerst einen Rundgang durchs Haus. Wie anders es jetzt wirkte, wo alles so sauber war und frisch roch. Linda hätte sich niemals träumen lassen, dass man so etwas in so kurzer Zeit bewerkstelligen konnte. Aber die Leute waren Arbeit gewohnt, das hatte man bemerkt. Die wussten genau, wo sie hin greifen mussten, um das schnellste und beste Ergebnis zu erzielen. „So, jetzt schauen wir mal nach den Zimmern. Die beiden unteren Zimmer würde ich gerne als mein Schlaf- und mein Arbeitszimmer einrichten. Die Wohnstube bleibt Wohnstube. Was denkt ihr? Dann könnt Ihr euch oben auch jeweils zwei Zimmer aussuchen.“

Jonas und Klara gingen durch alle Räume. Klara hatte sich schnell für zwei nebeneinanderliegende Zimmer entschieden, von denen eines einen kleinen Erker hatte. Jonas nahm die anderen zwei, die ebenfalls nebeneinanderlagen.

„Morgen müssen wir zum großen Schweden fahren. Wir brauchen ein paar andere Lampen, Deko und ein paar Kleinmöbel und dann überlegen wir in Ruhe, wie wir uns über den Sommer einrichten wollen. Die Betten und Schränke sind vielleicht nicht der Renner, aber sie sind aus schönem Holz und für den Anfang können wir sie lassen, oder?“ „Ich denke schon“, sagte Jonas. „Das würden wir auf die Schnelle sowieso nicht schaffen.

Es wäre schön, wenn wir uns am Sonntag noch ein wenig ausruhen und das Haus genießen könnten. Ich habe das Gefühl, noch gar nicht angekommen zu sein. Es war noch keine Zeit das alles irgendwie zu verarbeiten.“ Linda und Klara ging es ganz genauso. „Das ist ein guter Plan. Wir machen morgen noch vorläufig fertig und ab morgen Abend ruhen wir uns aus. Und jetzt gehen wir duschen und schlafen.

Nacheinander gingen sie unter die Dusche und trafen sich danach nochmal in der Küche, weil keiner von ihnen einfach so einschlafen konnte. Linda kochte eine Kanne Tee und dann saßen sie am Tisch und malten sich aus, wie sie das Leben hier gestalten konnten. „Vermisst ihr euren Vater?“, fragte Linda leise und hatte etwas Angst vor der Antwort.

„Ich vermisse den Vater, den ich nie hatte. Den Vater, der sich für mich interessiert und mit mir zum Fußball geht“, sagte Jonas leise. „Das Einzige, das sich jetzt geändert hat ist, dass wir so frei sind und nicht dauernd nach der Pfeife von jemandem tanzen müssen, der zwar nie da ist, aber die Regeln für die ganze Familie diktiert. Ich habe das Gefühl, dass wir hier endlich aufatmen können. Aber ich glaube, dass wir dazu noch Zeit brauchen.“ Linda war wieder einmal überrascht, wie klug und reflektiert ihr Sohn die Situation betrachtete.

„Ich bin froh, dass wir hier sind und ich wünsche mir Tiere“, sagte Klara und sah das Haus verliebt an. „Das ist so ein schönes Haus und ich glaube, wir können auch den Garten richtig schön machen“, sagte sie mit müder Stimme. „Ja, das können und werden wir. Und wenn wir die wichtigsten Dinge erledigt haben, denken wir über den Garten und die Tiere nach“, sagte Linda und drückte ihre schläfrige Tochter liebevoll an sich. „Aber jetzt gehen wir doch ins Bett. Wir müssen schlafen. Spätestens um neun Uhr müssen wir los und die Dinge kaufen. Vorher machen wir noch eine Liste, was jeder gerne hätte. Schreibtischlampen und solche Dinge“, ergänzte Linda noch.

Linda wachte sehr früh auf. Ihr Zimmer war nach Osten gelegen, sodass die Sonne schon früh mit aller Kraft hineinschien. Sie würde Jalousien oder dunkle Vorhänge brauchen, ging ihr als erstes durch den Kopf. Aber sie freute sich auch darauf, den heutigen Tag ganz alleine mit einer Tasse Kaffee zu beginnen. Obwohl sie Hals über Kopf hier eingezogen waren, begann sie schon, sich in diesem Haus heimelig zu fühlen, obwohl es so viel anders war als ihr altes Zuhause. Oder vielleicht lag es gerade daran. Das war ein Haus, zu dem ihre Satin-Nachthemden viel weniger passten, als ein Baumwoll-Pyjama, dachte sie auf dem Weg in die Küche. Außerdem hatte sie immer wieder das Gefühl, dass sie das Haus schon kannte.

Sie konnte es sich nicht erklären, aber alles hier kam ihr auf sonderbare Weise vertraut vor. Sogar das Haus von Herta und Beppo. Sie setzte sich mit dem Kaffee nach draußen unter den Nussbaum. Im Garten war noch viel zu tun. Vielleicht würde ihr Beppo helfen, das gröbste Gestrüpp zu beseitigen. Was für ein Glück, am frühen Morgen mitten in der Natur zu sitzen, dem Gesang der Vögel zu lauschen und sich frei zu fühlen. Viel zu lange hatte sie ihr Leben damit verbracht, nach Georgs Pfeife zu tanzen.

Wenn sie jetzt an Georg dachte, war er weit weg. Weder vermisste sie ihn, noch hatte sie Sehnsucht nach ihrem alten Zuhause, in dem ja sowieso alles so war, wie Georg es wollte. Hier würde sie alles so gestalten, wie es ihr gefiel. Linda konnte ihr Glück kaum fassen und dankte im Geiste Hans Breitner sehr dafür, dass sie den Hof nun bewohnen durfte. Hoffentlich konnte ihr unbekannter Großonkel von dort, wo er jetzt war, sehen, welche Freude er ihr damit gemacht hatte. Sie würde den Hof liebevoll Stück für Stück wieder zum Leben erwecken.

Linda war noch ganz in Gedanken versunken als Klara schlaftrunken in der Haustür erschien. Linda winkte sie zu sich auf die Bank. Klara zögerte kurz und sagte mit Blick auf Lindas Kaffeetasse: „Ich komme gleich, ich mach mir nur rasch einen Kakao.“ Kurze Zeit später trat sie mit einer riesigen Tasse Kakao aus dem Haus und setzte sich zu Linda auf die Bank. „Ich glaube, wir sind die glücklichsten Menschen auf der Welt“, sagte Klara, schmiegte sich an Linda und sog begierig die frische Luft ein, die ein wenig nach Wald und Feldern roch.

„Da kannst du Recht haben“, sagte Linda. Und gemeinsam schwiegen sie und nippten an ihren Getränken. „Hast du gut geschlafen?“, fragte Linda. Klara nickte: „Wie ein Stein.“ In diesem Moment kam auch Jonas aus dem Haus und gesellte sich zu den beiden. „Ich habe schon eine Liste gemacht, was wir dringend einkaufen müssen. Uns fehlen vor allen Dingen Verlängerungskabel, Mehrfachstecker und solche Sachen. Außerdem hätte ich gerne eine Leselampe am Bett und in der Küche fehlt ein Mixer und diese Plastikschüsseln mit Deckel. Ansonsten ist ganz viel da, das wir verwenden können. Und ungefähr zehn Deckenlampen brauchen wir auch. Die von Onkel Hans sind wirklich hässlich.“

Linda musste laut lachen, als Jonas ihren unbekannten Onkel einfach Onkel Hans nannte, als hätte er ihn ein Leben lang gekannt. Jonas schien ihre Gedanken zu erraten. „Ich habe Onkel Hans zwar nicht persönlich gekannt, aber wir wohnen in seinem Haus und kennen seine Dinge und dadurch habe ich das Gefühl, ihn gekannt zu haben.“ „Da hast du wirklich Recht. Er ist noch überall hier.“

Wird die Idylle anhalten? Das wirst Du morgen erfahren….

Ganz liebe Grüße in Deinen Donnerstag

Manou

Lindas neues Leben 9

„Pah! Lachte Georg auf. Wo wollt ihr denn hin?“, fragte er und sagte dann mit drohendem Unterton. „Keiner von euch verlässt dieses Haus!“

Linda gab sich scheinbar unbeeindruckt. „Packt all eure Klamotten zusammen und alle Schulsachen und was euch sonst noch wichtig ist. Ich packe ebenfalls.“ Zu Georg gewandt sagte sie: „Wenn du versuchst uns aufzuhalten, rufe ich die Polizei!“ Georg war kurz sprachlos. Linda zückte bereits ihr Telefon und ließ ihren Finger über der Notruftaste schweben. „Wenn du nicht willst, dass alle Nachbarn unser kleines Familiendrama miterleben, lässt du uns jetzt unser Zeug packen und gehen. Ansonsten sorge ich dafür, dass morgen die ganze Stadt über uns spricht.“

„Du mieses Stück Dreck“, zischte Georg und hob die Hand. „Wage es nicht, mich zu schlagen, sonst rufe ich den Notruf auch noch wegen häuslicher Gewalt. Georg wandte sich mit Wut verzerrtem Gesicht an die Kinder: „Ihr werdet ja wohl hoffentlich nicht so blöd sein und mit eurer verrückten Mutter gehen?“

Jonas und Klara wechselten nur einen kurzen Blick und Jonas sagte: „Erstens ist unsere Mutter nicht verrückt und zweitens gehen wir mit.“ Mit diesen Worten drehten sich die beiden um und gingen rasch in ihre Zimmer um ihre Sachen zu packen. Linda flüsterte ihnen auf der Treppe zu: „Nehmt wirklich alles mit, was wichtig für euch ist. Ich habe keine Ahnung, wann und ob wir hier nochmal rein können.“ Klara und Jonas nickten und fingen an, schnell ihre Sachen zusammenzuraffen.

Linda schleppte schon die ersten Taschen zum Auto. Georg stand mit verschränkten Armen im Flur und schaute ihnen zu. „Das wirst du bitter bereuen, Linda!“, sagte er jedes Mal, wenn sie an ihm vorbeiging. Aber er unternahm nichts mehr, um sie aufzuhalten. Linda war gut darin, den Stauraum ihres Siebensitzers gut auszunützen. Zwischen die Koffer packte sie die diversen Plastiktüten, die die Kinder nun sehr rasch herbeibrachten. „Habt ihr eure Laptops, Handy, Ladekabel?“, fragte sie und die beiden nickten. „Gut, dann holen wir jetzt noch unser Bettzeug. Bettlaken habe ich eingepackt.

Linda nahm noch sämtliche Dokumente, die sie ordentlich in einer Mappe verpackt hatte und warf einen letzten Blick auf Georg. Normalerweise hätte sie erwartet, dass sie irgendeine Art des Bedauerns verspürte. Aber in ihr war nur Aufregung und Wut. Die Kinder zwängten sich auf den letzten Rest Platz, der ihnen zum Sitzen blieb. „Habt ihr wirklich alles? Alle Schulsachen, alles was sonst noch wichtig ist für die nächste Zeit?“ Die beiden nickten. Dann drehte Linda den Schlüssel im Zündschloss und langsam rollten sie aus der Einfahrt.

Zuerst fuhren sie schweigend, dann löste sich der Schock. Klara begann zu schluchzen. Jonas versuchte sie zu trösten, konnte aber kaum zu ihr hinübergreifen, da sich auf der Rückbank zwischen ihnen Kisten und Säcke türmten. „Wohin fahren wir jetzt?“, brach Jonas das Schweigen. „Naja, ich denke, wir fahren zu unserem Haus und schauen, dass wir uns ein Lager für die Nacht richten. Morgen ist Freitag, ich werde euch in der Schule entschuldigen und bis Montag sollten wir es geschafft haben, dass wir uns halbwegs häuslich eingerichtet haben.

So schnell habe ich auch nicht damit gerechnet“, sagte Linda. Klara hörte auf zu schluchzen. „Jetzt haben wir mal erlebt, wie gemein Papa sein kann“, sagte sie und ihre Stimme zitterte immer noch. „Ja, aber Mama war ziemlich cool“, sagte Jonas und etwas Stolz klang aus seiner Stimme. „Hätte ich gar nicht gedacht, dass du so auf den Tisch hauen kannst“, fügte er noch hinzu. Linda musste lachen. „Ganz ehrlich Kinder, ich hätte das auch nicht gedacht. Aber euer Vater ist einfach einen Schritt zu weit gegangen. Ich lasse mir viel gefallen, aber nicht alles.“

„Außerdem muss ich morgen unbedingt beim Haus sein, um das Entrümpelungsunternehmen davon abzuhalten, die Möbel raus zu tragen. Das wurde mir schlagartig klar. Damals, als ich das Geld von Oma und Opa geerbt hatte, konnte ich gar nicht so schnell schauen, wie Papa es sich unter den Nagel gerissen hat und mich auch noch dafür verhöhnte, dass meine Eltern mir nicht mehr hinterlassen haben.“ Jonas fragte: „Echt jetzt? Er hat dir das Geld einfach weggenommen?“ „Ja“, sagte Linda. „Während wir drei noch damit beschäftigt waren, unsere Tränen zu trocknen, hat euer Vater bereits den Wintergarten geplant und beauftragt.

Übrigens ohne mich zu fragen, ob ich überhaupt einen Wintergarten möchte oder wie ich mir einen vorstellen würde. Er hat einfach über alles verfügt. Und schon damals war mir klar, dass das meine einzige Chance gewesen wäre, mich auf eigene Beine zu stellen, aber die hat er mir sehr schnell entzogen. Aber jetzt habe ich eine zweite Chance erhalten und die werde ich mir nicht noch einmal wegnehmen lassen. Und seit ich weiß, dass ihr das auch wollt, war es klar für mich, dass ich das jetzt durchziehen werde.“

In dem Moment bogen sie in die Forststraße ein, die durch den Wald zu ihrem Hof führte. Es war ungewohnt dunkel. Nirgendwo brannte eine Lampe. Bei Nacht wirkte der Hof doch sehr unbewohnt und auch etwas gruselig. „Hoffentlich gibt es Strom“, sagte Linda. „Ein paar Kerzen habe ich mitgebracht, aber das ganze Haus kann man damit nicht erhellen.“ Doch ihre Sorge war umsonst. Es hatte sich niemand darum gekümmert, den Strom abzumelden.

„Tja, wir müssen uns nun überlegen, wo wir unser Nachtlager aufschlagen werden. Oben habe ich in einem der Schlafzimmer ein Doppelbett gesehen. Wollen wir heute ausnahmsweise in einem Bett schlafen und morgen kümmern wir uns um die Aufteilung der Zimmer?“ Klara und Jonas nickten. Gemeinsam schleppten sie die Sachen ins Haus und stellten alles im Vorraum ab. Linda ging nach oben und schaute sich das Schlafzimmer genauer an. „Es ist nicht sehr heimelig, aber für eine Nacht wird es gehen.

Morgen wartet viel Arbeit auf uns, aber jetzt schlafen wir erst einmal. Ich habe ein paar Kekse und Saft mitgenommen, das können wir noch essen und morgen werden wir erstmal die Lage sichten und einkaufen.“ Rasch legte sie eine Decke und darüber ein Leintuch auf die Matratzen und darauf ihre Kissen und Decken. Dann prüfte sie das Wasser im WC, im Bad und in der Küche. „Die lebensnotwendige Infrastruktur ist da, um den Rest kümmern wir uns morgen.“ Noch lange lagen Linda und die Kinder wach im Bett und rekapitulierten die vergangenen Stunden.

Am nächsten Morgen wachten sie schon früh auf. Linda hat glücklicherweise daran gedacht, ein Glas löslichen Kaffee, einen Liter Milch und Kakao mitzunehmen, sodass sie mindestens etwas Warmes trinken konnten. Kaum waren sie aufgestanden stand auch schon Bauer Beppo vor der Tür. „Hallo Linda?“, rief er schon von draußen. Linda stürmte ihm entgegen.

„Lieber Beppo, es tut mir schrecklich leid, dass mein Mann gestern offenbar sehr ausfallend geworden ist“, sagte sie als erstes. Beppo lachte. „Wenn das dein Mann war, dann kann ich immer besser verstehen, warum du lieber hier wohnen willst, als in einer Villa in der Stadt.“ Dann erst sah er die Kinder. „Oh, wen haben wir denn da?“, fragte er freundlich und reichte Klara und Jonas die Hand. „Wie wäre es, wenn ihr zu einem anständigen Frühstück zu uns rüberkommt und alles erzählt. Linda wollte gerade erfreut zusagen, da fiel ihr ein, dass sie dafür sorgen musste, dass das Entrümpelungsunternehmen nicht das Haus leerräumte.

Beppo stutzte. „Dein Mann hat ein Entrümpelungsunternehmen bestellt? Hier gibt es nur eines und das gehört meinem Schwager. Warte, ich rufe mal rasch an.“ Innerhalb weniger Minuten war die Entrümpelungsfirma abbestellt und Linda und die Kinder machten sich durch die Felder wieder einmal auf den Weg in Beppos und Hertas Küche.

Bei einem exzellenten Frühstück schilderte Linda die Lage und erlebte das erste Mal, was Menschen, die sehr gut vernetzt sind, in wenigen Minuten organisieren können. „In einer Stunde kommen die Jungs aus dem Dorf und helfen mit dem Ausräumen, dann sind wir in einer Stunde fertig und um 13.00 Uhr kommen die ganzen Damen des Ortes und helfen beim Putzen. Heute Abend habt ihr schon ein ordentliches Zuhause. Linda kam aus dem Staunen nicht heraus. Mit wenigen Anrufen hatten die beiden das halbe Dorf mobilisiert. Nach dem Frühstück machten sich Linda, die Kinder, Beppo und Herta auf den Weg zum Breitner-Hof. Wenig später kamen schon die ersten Männer an und Beppo übernahm das Kommando.

Herta und Linda fädelten bereits die Gardinen aus den Halterungen, damit sie diese rasch waschen konnten. Glücklicherweise war der ganze Haushalt von Hans Breitner noch in gutem Zustand. Kaum war die erste Fuhre in der Maschine rückten acht Freundinnen von Herta an und machten innerhalb weniger Minuten einen Schlachtplan. Linda konnte kaum so schnell schauen, wie die Damen begannen, die Wände abzukehren, die Fenster und Fensterrahmen zu putzen. Währenddessen schaute Linda nach, ob die Männer alle Kisten und Gegenstände rausgetragen hatten. Diese saßen schon draußen unter dem Nussbaum und tranken ein Bier. „Linda, falls es dir nichts ausmacht, könntest du im Dorf ein paar Wurstsemmeln besorgen. Arbeiter muss man bei Laune halten und das geht am besten mit Essen und Trinken“, grinste Beppo.

So, und morgen geht es weiter. Wie wird es Linda und den Kindern in ihrem neuen Zuhause ergehen?

Liebe Grüße in Euren Mittwoch

Manou

Lindas neues Leben 8

„Mir hat er immer recht leidgetan. Es ist nicht gut, wenn ein Mensch so einsam ist. Aber alle unsere Versuche ihn ein wenig ins Dorfgeschehen einzubinden, hat er rigoros abgelehnt. Beppo brachte Kaffeetassen und schenkte allen dreien ein. Außerdem stellte er Milch und Zucker und einen wunderbaren Hefezopf auf den Tisch.

„Aber jetzt erzähl mal. Wir wissen ja noch gar nichts von dir, sagte Herta. Linda nahm einen kräftigen Biss vom Hefezopf und einen Schluck Kaffee. Ohne lange nachzudenken, schüttete sie Herta und Beppo Ludwig ihr Herz aus. Die beiden hörten schweigend zu. Als Linda damit geendet hatte, dass Georg den Hof so schnell wie möglich verkaufen wollte und dass sie heute Morgen gekündigt worden war, lehnte Herta sich zurück und sagte: „Mein liebes Kindchen. Manchmal muss man auf die Zeichen achten.“ Linda biss noch einmal in den Zopf und sah Herta nachdenklich an. „Das habe ich auch schon gedacht. Aber ich fühle mich gerade total überfordert.

In den letzten Jahren hat Georg mir jedes Selbstbewusstsein ausgetrieben. Ich traue mir gar nichts mehr zu. Allein die viele Arbeit, die auf dem Hof wartet, bevor er jemals bewohnbar sein wird, macht mir Angst. Klar können die Kinder mir helfen, aber die Wahrheit sieht doch so aus, dass ich keine Ahnung habe.“ Beppo lachte. „Aber du hast doch uns. Wir werden dir dabei helfen. Wirst sehen, das ist gar nicht mehr so schlimm, wenn mal das ganze Zeug vom Breitner Hans weggeräumt ist.“

Linda sah Beppo Ludwig. War das wirklich wahr? Er würde ihr helfen? „Jetzt schau nicht so überrascht. Natürlich helfen wir dir. Das ist hier draußen so. Wir leben hier miteinander. Naja, zumindest wenn alle das wollen. Hans war eine Ausnahme. Aber es ist hier im Dorf normal, dass man sich gegenseitig hilft. Die anderen Dinge mit deinem Mann musst du sowieso selbst regeln“, sagte Herta und schaute Linda prüfend an. „Du musst natürlich selbst wissen, wie und mit wem du leben möchtest. Aber so wie du das gerade erzählt hast, ist das Leben mit deinem Mann kein Zuckerschlecken.

Es hat halt alles seinen Preis. Du lebst in einem schicken Haus am Stadtrand und bist finanziell gut versorgt, dafür zahlst du den Preis, dass du nicht du selbst sein kannst.“ Herta schwieg und schien fast ein wenig erschrocken über ihre eigenen Worte.

Linda schaute nachdenklich in ihre Kaffeetasse. Natürlich hatte Herta recht.  Es waren schon ein bisschen viele Zufälle, die sich da gerade in ihr Leben schlichen. Der Hof, die Kündigung, die Offenbarung der Kinder, wie sehr sie unter der Situation litten und nun auch noch Herta und Beppo, die ihr ihre Hilfe anboten. Das waren eine Menge Zeichen. Aber wie sollte sie vorgehen? Wenn sie Georg sagen würde, dass sie sich trennen wollte, würde vermutlich ein schrecklicher Krieg beginnen.

Nicht dass sie Georg so viel bedeutete, das war gar nicht das Thema. Es ging um Macht. Sie durfte seiner Meinung nach nicht einfach so eine Entscheidung treffen. Aber war nicht alleine das schon Grund genug? Sie war doch nicht auf der Welt um Georg zu gehorchen. „Du hast Angst, nicht wahr?“, fragte Herta mitfühlend. In dem Moment als sie das aussprach, traten Tränen in Lindas Augen.

Ja, sie hatte Angst. Angst vor der Unberechenbarkeit ihres Mannes, der sich sicher nicht einfach so geschlagen geben würde. „Ja, Herta. Es ist mir unsagbar peinlich. Aber ich habe wirklich Angst. Ich weiß nicht, was ich lostrete, wenn ich Georg plötzlich sage, dass ich ihn verlassen werde. Auch wenn ich nichts lieber täte als das.“ „Du bist mutig und wirst das schaffen“, sagte Herta voller Vertrauen.

Linda sprang auf und drückte Herta fest an sich. Das waren die Worte, die sie jetzt, in diesem Moment, brauchte. Und alles Weitere würde sich ergeben. Jetzt mischte sich Beppo wieder ein. „Gut, dann werden wir nachher gleich nochmal hinübergehen und besprechen, was ich tun kann.“ Linda sah ihn mit großen Augen an. Beppo schien ein Mann der Tat zu sein. „Lieber Beppo, ich weiß gar nicht, ob ich das annehmen kann“, sagte Linda. Aber Herta fiel ihr ins Wort: „Kindchen, du könntest mir keinen größeren Gefallen tun, als Beppo möglichst viel Beschäftigung zu geben.“

Es war einfach perfekt! Gemeinsam marschierten sie wieder zurück über die Felder und Beppo ging fachmännisch durchs Haus. „Ich möchte all die Sachen von meinem Großonkel eines Tages mal in Ruhe durchschauen. Vielleicht suchen wir einen Platz, wo wir sie bis dahin unterstellen können“, sagte Linda. Beppo schaute sich um und sagte: „Dafür eignet sich die Scheune am besten. Das Dach ist dicht und es ist genügend Platz, damit du das dann eines Tages alles sortieren kannst. Dann fange ich damit an. Ich räume die Sachen von Hans alle hier herüber. Was willst du mit den Möbeln machen?“ „Ich glaube, die lassen wir einfach mal stehen. Ich brauche hier ja auch Möbel und soweit ich es gesehen habe, sind die alle sehr passabel.“  

Linda fuhr auch heute wieder zur Schule um die Kinder abzuholen. Sie würden sich heute nochmal zusammensetzen und alles besprechen. Um die Zeit nicht mit Kochen zu verschwenden, aber gleichzeitig Georg keinen Anlass zum Meckern zu geben, hielt Linda rasch beim Metzger an und kaufte vier komplette Menüs, die sie zuhause in Töpfe schüttete, sodass es aussah, als hätte sie sich viel Mühe mit dem Kochen gemacht. Sie und die Kinder grinsten in Anbetracht dieses Täuschungsmanövers. Das verschaffte ihnen mehr als eine Stunde zusätzliche Zeit um sich zu beraten.

Der heutige Besuch beim Notar hatte Linda Mut gemacht. Sie war im Recht. Sie erzählte den Kindern von der Kündigung und dem Besuch bei Beppo und Herta auf dem Nachbarhof. Jonas, wie immer sehr pragmatisch, sagte: „Das trifft sich doch gut mit der Kündigung. Vom Hof aus könntest du sowieso nicht jeden Tag ins Büro fahren. Ich möchte gerne Nägel mit Köpfen machen. Sei mir nicht böse Mama, aber ich fürchte immer noch, dass du dich von Papa breitschlagen lassen wirst. Das wäre das Schlimmste, das ich mir im Moment vorstellen könnte. Ich freue mich so sehr auf unser neues Leben“, sagte Jonas und bei den letzten Worten traten Tränen in seine Augen.

Linda nahm ihren großen Sohn in den Arm und Klara kam um den Tisch herum und schmiegte sich an die beiden. „Ich verspreche euch, dass ich das durchziehen werde. Wir werden zum nächsten Schuljahr auf dem Hof wohnen!“ Bei diesen Worten begann Lindas Herz zu rasen. Sie hatte eine harte Zeit vor sich. Aber sie würde das schaffen. Lieber ein paar heftige Wochen als noch viele Jahre in diesem Kerker.

Rasch erklärte sie den Kindern, dass Bauer Beppo bereits das Haus entrümpelte.

Linda sah zur Uhr. „Oh, es ist zwanzig nach sechs. Euer Vater wird gleich da sein. Deckt mal rasch den Tisch. Sie rührte noch ein wenig in den Töpfen und machte das Essen warm. Der Zeiger rückte vor, es wurde halb sieben, dann dreiviertel, aber von Georg war noch nichts zu sehen. „Da stimmt was nicht“, murmelte Jonas. Normalerweise wäre er schon hier oder hätte angerufen. Wo kann er sein?“

Linda dachte nach. Ihr Bauch machte ihr deutlich bemerkbar, dass tatsächlich irgendwas faul war. „Wollen wir essen?“, fragte sie die Kinder. Klara schüttelte den Kopf. „Ich bin so aufgeregt, ich habe keinen Hunger“, sagte sie. Jonas nickte. „Mir geht es genauso.“ Auch Lindas Magen war wie zugeschnürt. Kurz nach halb acht hörten sie Georgs Wagen vorfahren. Sie schauten sich an. Was würde jetzt kommen?

Schon an der Art wie er das Auto parkte, war zu erkennen, dass er ziemlich wütend war. Georg stürmte zur Tür herein. „Du bist mir ja ein schönes Früchtchen!“, schrie er Linda an und sein Gesicht war vor Wut verzerrt. „Wolltest mir diese alte Hütte unterjubeln. Ich war dort. Den Typen, der das Haus ausgeräumt hat, habe ich gleich verjagt und werde ihn morgen anzeigen. Morgen kommt ein von mir beauftragtes Entrümpelungsunternehmen und übermorgen ein Makler, der die ersten Fotos macht. Das Ding wird so schnell wie möglich verkauft!

Und außerdem habe ich bereits erfahren, dass du heute gekündigt wurdest. Das ist wirklich ein starkes Stück. Ich habe mich in Grund und Boden geschämt. Ich wusste ja immer, dass du nicht die hellste Kerze auf der Torte bist, aber dass du so unfähig bist, hätte ich mir nicht träumen lassen.“

Linda öffnete den Mund und wollte etwas sagen, aber Georg schnitt ihr mit einer herrischen Bewegung das Wort ab. „Sei still, sonst vergesse ich mich!“, schrie er. „Und übrigens, die Putzfrau habe ich auch gleich gekündigt. Als Arbeitslose hast du ja genug Zeit zum Putzen bis ich wieder einen Job für dich gefunden habe.“ Lindas Puls raste. Damit war er jetzt gewaltig zu weit gegangen. In ihr breitete sich eiskalte Wut aus. „Woher hast du die Adresse von dem Haus?“, fragte sie und ihre Stimme war bedrohlich leise. „Glaubst du, du bist mit einem Trottel verheiratet? Einer von uns muss ja etwas im Kopf haben!“, schrie er sie an. Wenn meine Frau schon so dämlich ist, dann braucht es wenigstens einen hier, der denkt.“

Klara und Jonas schauten sich an und dann zu Linda. Linda spürte den Blick ihrer Kinder mehr, als dass sie ihn sah und sie wusste, dass sie nun am Zug war. Sie durfte nicht mehr zögern. „Mir reicht es! Ich werde dieses Haus heute noch verlassen und die Kinder nehme ich mit!“, sagte sie mit zitternder Stimme.

Ob Linda nun wirklich den Mut findet in ihr neues Leben zu gehen, erfahrt Ihr morgen.

PS: Heute Abend gibt es eine weitere Folge von Spirit Talk auf Youtube.

Hier geht´s zum Kanal: Manous Youtube Kanal

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Dienstag

Herzliche Grüße

Manou

Lindas neues Leben 7

„Hallo? Ist da wer?“, hörte sie eine Männerstimme rufen. „Wer sind sie?“, rief Linda nach unten. „Das möchte ich sie auch fragen!“, kam sofort die Antwort von unten. Linda sah einen Mann am Treppenabsatz stehen.

Mit zitternden Knien richtete sie sich auf und sah sich den Mann genauer an. Sehr bedrohlich wirkte er nicht. Er schien schon älter zu sein und wirkte eher wie ein freundlicher Bauer. Sein Blaumann und das karierte Hemd unterstrichen diesen Eindruck.

„Oh, entschuldigen sie, dass ich sie erschreckt habe“, sagte er. „Ich bin Beppo Ludwig vom Nachbarhof.“ Linda rieb sich die schmerzende Hüfte, die durch den Aufprall etwas lädiert war und ging langsam die Treppe hinunter um sich den Fremden etwas genauer anzusehen. „Darf ich fragen, wer sie sind?“, sagte er. Linda wischte sich die Hände notdürftig an ihrem Kleid ab. „Ich bin Linda Hohenfeld. Ich habe diesen Hof geerbt“, sagte Linda. „Oh, ich bin erfreut, sie kennenzulernen“, sagte Beppo Ludwig und musterte Linda.

„Wie eine Bäuerin sehen sie zwar nicht aus, aber vielleicht wird das ja noch was“, fügte er hinzu und lachte herzlich. Linda schmunzelte. „Ich fürchte, dafür fehlen mir ganz viele Eigenschaften“, antwortete Linda und lachte ebenfalls. „Kannten sie meinen Großonkel?“, fragte Linda und war sich schon während sie die Frage stellte bewusst, dass sie eigentlich überflüssig war. „Natürlich, wir haben ja nicht weit auseinander gewohnt. Aber der alte Hans war ein Eigenbrötler. Wir hatten nicht besonders viel Kontakt. Nur hin und wieder haben wir uns gegenseitig ausgeholfen.“ Linda freute sich über den Besuch von Beppo. Es machte das Ganze etwas realer und greifbarer.

„Ich würde gerne alles über Hans Breitner erfahren. Ich kannte ihn nämlich überhaupt nicht, kann mich auch nicht erinnern, dass meine Mutter ihn jemals erwähnt hat“, sagte Linda und strich sich die Haare aus der Stirn. „Wenn sie wollen, kommen sie doch auf einen Kaffee zu uns auf den Hof. Meine Frau wird sich freuen, wenn wir mal wieder Besuch haben.“ Linda überlegte kurz und ein Blick auf die Uhr sagte ihr, dass sie noch mindestens drei Stunden Zeit hatte.

„Gerne. Ich möchte nur rasch die Fenster schließen und meine Hände waschen. „Nur zu“, sagte Beppo. „Ich warte draußen.“ Linda machte noch einen Rundgang durchs Haus und schloss gewissenhaft alle Fenster. Wieder wunderte sie sich darüber, wie vertraut ihr das alles erschien. Dann verschloss sie die Tür und schaute sich nach Beppo Ludwig um. Der hatte in der Zwischenzeit die Stallungen besichtigt. „Ich bin gespannt, was sie mit dem Hof vorhaben. Ich hoffe, sie ziehen hier ein“, sagte er und sah Linda auf seine fröhlich neugierige Art an.

„Ach, das ist gar nicht so einfach“, sagte Linda und überlegte, wie weit sie Beppo in ihre Misere einweihen wollte. „Gehen wir zu Fuß oder wollen sie mit dem Auto rüberfahren?“, fragte Beppo. „Ich glaube ein Fußmarsch wird mit gut tun“, sagte Linda. Gemeinsam nahmen sie den Weg über die Felder. Während sie gingen, zeigte Beppo ihr, welche Felder er bewirtschaftete und was er anbaute. Linda hörte ihm zu. Es war eine ganz andere Welt. Beppo wirkte so zufrieden und in sich ruhend. So musste es sein, wenn man genau das Leben führte, das zu einem passte.

Nach wenigen Minuten erreichten sie bereits den Garten der Ludwigs. Schon von Weitem sah Linda eine rundliche Frau über den Gemüsebeeten gebeugt stehen. Als sie näherkamen, richtete sie sich auf und winkte ihnen zu. „Schau mal Herta, wen ich gefunden habe“, sagte Beppo und lachte. Frau Ludwig lachte ebenfalls und Linda schloss sie augenblicklich in ihr Herz. Was für eine herzliche und fröhliche Frau! „Willkommen“, sagte Herta Ludwig und fügte hinzu: „Normalerweise findet mein Beppo Kröten und Blindschleichen. So eine hübsche junge Frau hat er hier noch nie gefunden“, lachte sie und streckte Linda ihren Ellbogen entgegen, da ihre Hände voller Erde waren.

Linda war etwas überrascht, aber diese Geste schien für Herta nicht ungewöhnlich zu sein. Linda begrüßte also den Ellbogen der fröhlichen Frau Ludwig. „Kommen sie herein und lassen sie uns etwas plaudern. Ich nehme an, sie sind die Erbin des Breitner-Hofs.“ Linda nickte. „Woher wissen sie das?“, fragte sie. „Das ist nicht so schwer. Erstens hat man im Dorf darüber gemunkelt, dass eine Frau aus der Stadt den Hof geerbt hat und zweitens hat sich mein neugieriger Mann auf den Weg zum Breitner-Hof gemacht, weil er ihr Auto gesehen hat.“

Linda nickte und folgte Herta Ludwig ins Haus. Nachdem diese sich gründlich ihre Hände geschrubbt hatte, rührte sie kurz in einem Topf, der auf dem Herd stand und aus dem ein verführerischer Duft drang und befüllte den Kaffeefilter mit dem duftenden Pulver. Linda setzte sich an den massiven Küchentisch und fühlte sich sogleich wohl. Es war, als wäre sie da schon immer gesessen. Warum fühlte sich das alles hier so unglaublich vertraut an? „Können sie mir etwas über meinen Großonkel erzählen?“, fragte Linda, als Herta sich zu ihr an den Tisch gesellte. „Ja, das kann ich. Aber zuerst möchte ich mal, dass wir das Sie weglassen. Ich bin Herta, das ist Beppo“, sagte sie mit Blick zu ihrem Mann. „Und ich bin Linda“, sagte Linda rasch. Sie freute sich über die Vertrautheit.

„Der Breitner Hans war ein schrulliger und verschrobener Kerl“, begann Herta zu erzählen. „Wir sind ja erst vor ungefähr dreißig Jahren hier eingezogen, aber da war er schon so. Im Dorf hat man sich erzählt, dass er früher anders gewesen sei. Früher hätte er Kontakte zu seiner Familie und auch Freundschaften gepflegt. Aber dann muss irgendetwas passiert sein, das ihn dazu bewogen hat, sich von allen Menschen zurück zu ziehen. Er war auch nie verheiratet. Seine Familie waren seine Tiere. Er hatte immer eine kleine Rinderherde und auch einen Gaul, mit dem er die schweren Dinge transportiert hat. Zu den Tieren war er immer sehr liebevoll. Ab und zu haben wir ihm geholfen, wenn eine Kuh Probleme beim Kalben hatte.

Dann hat er uns gerufen und wir haben erlebt, wie er mit der kalbenden Kuh gesprochen hat. Da war er immer sehr nett. Aber mit Menschen hatte er es nicht so. Er sprach auch nie darüber. Ab und zu hat Beppo mit ihm mal ein Pfeifchen geraucht, aber auch dabei war er meist still und verschlossen. Er sprach über das Wetter, die Ernte, die Tiere, aber nie über sich selbst. Deshalb kam es auch, wie es kommen musste. Wir haben erst Tage später bemerkt, dass sich auf dem Hof nichts mehr rührt und haben ihn gefunden. Da war er schon tot. Vielleicht hätte man ihm noch helfen können, wenn man ihn früher gefunden hätte.“ Herta schaute traurig auf den Tisch und zeichnete mit dem Finger Figuren auf das Holz.

So, und morgen geht´s weiter.

Ich wünsche Euch allen eine gute Nacht

Ganz liebe Grüße

Manou

Lindas neues Leben 6

Linda stand da, als hätte man ihr gerade einen Kübel Eiswasser über den Kopf geschüttet. „Moment, das geht doch nicht einfach so. Können wir die Sache nicht gemeinsam mit Frau Singer besprechen, dann werden sie sehen, dass hier ein Missverständnis vorliegt?“, sagte Linda aufgebracht und merkte wie ihre Stimme zitterte. Verzweifelt sah sie sich nach der Sekretärin um. Irgendwer musste doch jetzt etwas sagen!

Die Vorwürfe stimmten doch überhaupt nicht. Sie hatte den Fall nach der ersten Kontaktaufnahme an Elfie Singer abgegeben, da sie das Angebot sonst nicht fristgerecht geschafft hätte. Das musste alles aufzuklären sein! Aber Herr Bergmann schien nicht im Geringsten gewillt, ihr auch nur den Hauch einer Chance zur Verteidigung zu geben. „Bitte packen sie ihre Sachen zusammen, sie sind sofort freigestellt. Die Kündigung erfolgt fristgerecht. Ich möchte, dass sie das Unternehmen sofort verlassen.“

„Aber…“, begann Linda. „Das Gespräch ist beendet“, herrschte Herr Bergmann sie an. „Sie müssen nur noch hier unterschreiben. Es ist schon alles vorbereitet.“ Linda war wie in Trance. Sie nahm den Stift, den Herr Bergmann ihr entgegenstreckte und setzte ihren Namen unter das Blatt Papier, ohne es noch einmal genau durchzulesen. Sie musste sofort zurück ins Büro und mit Elfie sprechen. Sie würde das aufklären können. Als sie ins Büro kam, waren alle Plätze leer. Sie eilte zurück zum Empfang. „Wo sind meine Kolleginnen alle?“, fragte sie die Empfangsdame.

Diese sah lächelnd auf und antwortete: „Tut mir leid, ich weiß es nicht.“ Linda eilte zurück und wollte gerade ihren Computer einschalten als Herr Bergmanns Sekretärin im Türrahmen erschien. „Bitte Frau Hohenfeld, machen sie es uns nicht noch schwerer. Sie dürfen den Computer nicht mehr benutzen. Packen sie bitte ihre Sachen zusammen, ich begleite sie zur Tür.“ „Ich möchte mit Elfie Singer sprechen“, sagte Linda und merkte, wie sie zu zittern begann. „Das ist ein Missverständnis! Ich habe das Angebot an den Chinesen nicht ausgepreist.“ 

„Bitte Frau Hohenfeld, tun sie, was ich ihnen gesagt habe“, sagte die Sekretärin höflich und ungerührt. Linda sah sich noch ein paar Mal um. Es musste doch jetzt endlich jemand zur Tür hereinkommen, der half, dieses Missverständnis aufzuklären. Aber der Gang blieb leer. Niemand war zu sehen. Jetzt erst wurde Linda bewusst, dass da offenbar ein abgesprochenes Spiel lief. Es würde niemand kommen. Die warteten alle irgendwo, bis sie weg war. Mit zitternden Händen zog sie die Schubladen auf und holte die paar persönlichen Dinge heraus, die sie hier aufbewahrte. In weniger als zehn Minuten hatte sie alles eingepackt, was ihr gehörte.

Die Sekretärin hatte auch bereits die Formulare für die Schlüsselübergabe in der Hand. Linda überreichte ihr sämtliche Schlüssel und ID Karten und erhielt die Übergabebestätigung. Die Sekretärin geleitete sie bis zum Lift. „Ich wünsche ihnen alles Gute. Sie erhalten alle Unterlagen per Post“, sagte sie noch und wartete, bis Linda eingestiegen war. Linda fuhr nach unten, und sah sich noch ein letztes Mal in der großen Eingangshalle um. Dann ging sie mit weichen Knien zu ihrem Wagen, stieg ein und starrte Minuten lang durch die Windschutzscheibe.

War das ein böser Traum? Das musste doch schon von langer Hand vorbereitet gewesen sein. Warum hatte sie nichts bemerkt? Die Antwort fiel ihr leicht. Sie war niemals wirklich ins Team integriert gewesen. Sie hatte kein Interesse an den Lästereien der Kolleginnen gehabt, ging auch nicht mit ihnen ins Fitness-Studio. Aber dass sie so unbeliebt war, dass man sie einfach unter einem Vorwand hinauswarf, hätte sie nie gedacht. Linda war fassungslos. Langsam löste sich ihre Starre und Tränen traten in ihre Augen. Das war es also. Sie war gefeuert. Und obwohl sie den Job immer gehasst hatte, war sie traurig. Weniger über den Verlust, als darüber, wie schäbig sie hinausgeschmissen wurde.

Langsam drehte sie den Schlüssel im Zündschloss und fuhr den Wagen vom Parkplatz und fast wie von selbst schlug sie den Weg zum Hof ein. Niemand würde sie in den nächsten Stunden vermissen und dort konnte sie ihren Tränen freien Lauf lassen und ihre Gedanken ordnen, bevor sie am Nachmittag auf die Kinder traf.

Als sie den Wagen in die Einfahrt lenkte, merkte sie, wie die Anspannung etwas nachließ. Diese Umgebung beruhigte sie ungemein. Sie stieg aus, nahm den Schlüssel aus der Tasche und ging zur Tür. Es war seltsam, sie fühlte sich, als hätte sie diese Tür schon hundert Mal aufgeschlossen, dabei war es heute erst das zweite Mal. Der etwas modrige Geruch des Hauses empfing sie.

Linda ging durch alle Räume und öffnete die Fenster. Die warme, milde Frühsommerluft drang durch das Haus. Linda setzte sich wieder auf die Bank im Garten und hing ihren Gedanken nach. Wie viel sich in so kurzer Zeit verändern konnte. Die Erbschaft, die Erkenntnis über den Zustand ihrer Ehe, der Jobverlust… es war alles ein wenig viel, aber Linda spürte trotz der Überforderung auch, dass dies jetzt ihre Chance war. Wenn sie jetzt nicht handelte, würde sie es nie tun. Aber sie brauchte einen Plan. Sie musste dieses Haus so schnell wie möglich bewohnbar machen. Das war eine Menge Arbeit, aber sie hatte ja jetzt Zeit.  

Einige Zeit später hatte sie bereits die Zimmer gesichtet, die in etwas besserem Zustand waren. Die würde sie zuerst entrümpeln. Aber sie wollte vorsichtig vorgehen und nichts wegschmeißen, was ihr vielleicht einen Teil ihrer offenbar unbekannten Familiengeschichte erzählte.

Warum hatte Mutter nie über ihren Onkel gesprochen? Das war seltsam. Das erste Mal dachte sie über diesen Mann nach, dessen Leben jetzt so offen ausgebreitet vor ihr lag. Überall fand sie Papiere und Dokumente von ihm. Da sie sich jetzt nicht verzetteln wollte, sammelte und stapelte sie diese fein säuberlich und packte sie in Kartons. Eines Tages würde sie Zeit haben, diese zu sichten.

Linda war ganz in ihre Arbeit vertieft, als sie Geräusche aus dem Erdgeschoss hörte. Sie fuhr zusammen. Wer konnte das sein? Während sie überlegte, kroch Angst in ihr hoch. Niemand wusste wo sie war, niemand würde sie in den nächsten Stunden vermissen. Warum hatte sie nur die Tür nicht abgeschlossen? Leise schlich sie sich zur Treppe. Vielleicht hatte sich ja nur eine Katze herein verirrt. Sie lauschte. Da waren ganz deutlich Schritte zu hören.

Linda kroch der Angstschweiß aus den Poren. Sie sah sich nach etwas um, das als Waffe geeignet war. In dem Moment stolperte sie über einen Karton und fiel hin. Die Schritte unten wurden schneller.

Und wer Linda an diesem Morgen auf dem Hof überrascht, erfahrt ihr morgen.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Sonntag!

Ganz liebe Grüße

Manou

Lindas neues Leben 5

Georg kam ihnen aus dem dunklen Wohnzimmer entgegen. Seine Miene verriet nichts Gutes. Seine Lippen waren zusammengekniffen und seine Augen hatten sich zu schmalen Schlitzen verengt. „Wo wart ihr?“, presste er hervor.

Linda wunderte sich darüber, dass er offenbar ganz selbstverständlich erwartete, dass sie und die Kinder jederzeit zu Hause anzutreffen waren. „Wieso nimmst du das Telefon nicht ab?“, fragte er und sah Linda dabei wütend an. „Sorry, ich hatte es auf lautlos gestellt und vergessen, den Klingelton wieder einzuschalten. Wieso bist du schon da?“, versuchte Linda das Thema zu wechseln. „Vielleicht um zu überprüfen, was meine Familie so macht, wenn die Katze aus dem Haus ist“, sagte er und war offensichtlich nicht bereit, das Thema zu wechseln. „Was meinst du damit?“, fragte Linda und Wut kam in ihr auf. „Wir sind doch freie Menschen und dürfen uns bewegen wo und wie wir wollen.“ Georg schnaubte. „Also, wo wart ihr?“

Linda atmete einmal tief durch und sagte dann: „Das ist eine etwas längere Geschichte. Ich möchte noch rasch zur Toilette gehen und dann kann ich es dir erzählen.“ Klara und Jonas standen etwas ratlos herum und beobachteten die Szene. Linda überlegte, ob es besser war, die Kinder beim Gespräch einzubinden, oder ob sie es ihnen ersparen und sie besser ins Bett schicken sollte. Sie entschied sich dafür, dass diese Sache zuerst einmal zwischen ihr und Georg geklärt werden musste.

Jonas und Klara wirkten erleichtert, als Linda sie bat, ins Badezimmer zu gehen und sich frisch zu machen. Linda holte sich ein Glas Wein und setzte sich zu Georg auf die Terrasse. Sie dachte daran, dass manche Paare sich auf diese Weise am Abend zusammensetzten und sich freundlich vom Tag erzählen. Aber bei ihnen war es anders. Linda hatte das Gefühl, als würde sie sich zu einem Verhör begeben. Sie versuchte möglichst rasch und sachlich die ganze Geschichte zu erzählen. Der Besuch beim Notar, das Erbe, der Besuch des Hauses. Georg hörte ihr zu und bei der Erwähnung des Geldes und des Hauses hellte sich seine Miene etwas auf.

„Sehr schön“, sagte er, als Linda die Fakten geschildert hatte. Dann werden wir den alten Bunker möglichst rasch verkaufen und dann können wir uns endlich hier im Garten das Biotop anlegen, von dem wir schon so lange träumen.“ Linda war nicht sonderlich überrascht, genau mit dieser Reaktion hatte sie gerechnet. Der schwierige Teil des Gesprächs kam nun erst. „Ich möchte das Haus nicht verkaufen, es gefällt mir sehr gut“, sagte sie und sah gleich, wie Georgs Miene sich verdüsterte.

„Papperlapapp, natürlich verkaufen wir das Haus. Was willst du denn damit? Du schaffst ja nicht einmal, dieses Haus hier in Ordnung zu halten, wie sollte das mit einem zweiten Haus funktionieren? Vor allen Dingen haben wir nicht die geringste Verwendung für ein weiteres Haus.“ Georg sah wieder zufriedener aus. Er hatte seine Welt wieder zurechtgerückt. Am liebsten wäre Linda an dieser Stelle ins Bett gegangen und hätte sich jeder weiteren Diskussion entzogen, aber das ging jetzt nicht. Sie musste nun Nägel mit Köpfen machen.

„Georg, du hast mich offensichtlich nicht verstanden. Ich werde das Haus nicht verkaufen. Es ist mein Erbe und ich bestimme, was ich damit mache.“ Georg starrte sie schweigend an. Linda glaubte Hass in seinen Augen zu lesen. Wie kam sie dazu, sich seinen Anordnungen zu widersetzen? Das war er nicht gewohnt. „Was wir mit dem Kasten machen, bestimme immer noch ich! Du bist ja gar nicht in der Lage, die Tragweite einer solchen Entscheidung zu überblicken. Ich werde mich gleich morgen um einen passenden Makler kümmern. Gib mir die Nummer des Notars!“, sagte er mit Bestimmtheit und dachte erneut, dass das Thema nun beendet war.

„Du wirst nichts dergleichen tun!“, rief Linda nun aufgebracht. „Dies ist mein Haus, ich behalte es. Es ist schon schlimm genug, dass du das Erbe meiner Eltern verramscht hast.“ Georg schien es für einen Moment den Atem zu verschlagen. „Du bist heute offenbar nicht bei Verstand“, sagte er, stand auf und schien das Gespräch für beendet zu halten. Linda war einerseits erleichtert, denn sie hätte nicht gewusst, wie sie es heute schaffen sollte, ihm zu sagen, dass sie und die Kinder davon träumen, ein neues Leben zu beginnen. Es war ihr auch alles noch viel zu unausgereift. Sie wollte zuerst einmal Klarheit in ihren Gedanken schaffen. Es ging ihr jetzt alles viel zu schnell. Da Georg keine Anstalten mehr machte, das Gespräch noch einmal aufzugreifen, beschloss Linda, am nächsten Tag zum Notar zu fahren und alles für die Übernahme des Erbes in geregelte Bahnen zu lenken.

Der Notar nickte beruhigend. Linda war die alleinige Erbin des Anwesens und er würde alles tun, dass Georg keine Handhabe haben würde, das Haus ohne ihr Einverständnis zu verkaufen. Unfreiwillig war der nette, ältere Notar zum Seelentröster für Linda geworden. Aber das war genau das, was sie jetzt brauchte. Sie brauchte einen Menschen, der ihr beistand und dem sie uneingeschränkt vertrauen konnte. Der Notar erschien ihr hierfür bestens geeignet.

Als sie zwei Stunden später als gewöhnlich das Büro betrat, fiel ihr daher auch zuerst gar nicht auf, dass die Gespräche verstummten, als sie eintrat. Sie war noch so tief in ihre Gedanken versunken. Erst als die Sekretärin des Geschäftsführers sie zum Gespräch mit dem Chef bat, wurde sie stutzig. Sie war zwei Stunden zu spät gekommen, aber sie hatte angerufen und Bescheid gesagt. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass dies der Anlass für ein Gespräch mit dem Chef war.

Herr Bergmann saß in seinem Sessel und sah sie mit finsterem Blick an. Linda durchforstete sofort ihr Gewissen, aber es fiel ihr nichts ein, was sie falsch gemacht haben könnte. „Frau Hohenfeld“, begann er das Gespräch, „Sie wissen, warum ich sie zu mir gerufen habe?“ Linda schüttelte den Kopf. Was ging hier vor? Sie hatte keine Ahnung, weshalb sie hier stand. Er hatte ihr noch nicht einmal einen Platz angeboten.

„Sie waren verantwortlich für die Abwicklung des Geschäftes mit dem chinesischen Kunden?“ Linda nickte und wollte gerade sagen, dass sie den Fall allerdings an ihre Kollegin übergeben hatte. Aber Herr Bergmann wartete nicht auf eine Antwort. „Dann wissen sie auch, dass das Angebot, das sie verschickt haben, vollkommen falsch ausgepreist war?“ In dem Moment erwachte Linda aus ihrer Starre. „Ich habe das Angebot nicht verschickt. Ich habe diesen Geschäftsfall an Frau Singer abgegeben, da ich zu viele Fälle auf einmal hatte.“

Herr Bergmann sah sie noch finsterer an. „Frau Singer hat mich schon davor gewarnt, dass sie es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Sie bestätigen mir diese Einschätzung nun. Ich will auch gar nicht sehr viele Worte verlieren. Sie sind gekündigt!“

Morgen geht es weiter.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Samstag

Manou

PS: Heute erscheint noch ein Video zum Thema „Von der Einsamkeit zum All-eins-Sein“ auf meinem Youtube Kanal

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Lindas neues Leben Teil 4

Vielleicht lag es daran, dass rund ums Haus nur Natur war, aber Lind hatte hier das Gefühl, dass sie endlich wieder zu sich selbst finden konnte. Langsam stieg sie noch einmal die Treppe hinauf ins Obergeschoss. Sie betrat jeden Raum und fragte sich, wer hier sein Schlafzimmer finden würde. Die Räume waren möbliert, aber scheinbar hatte der Besitzer diese Räume weder genutzt noch betreten. Es war, als lägen diese Zimmer in einem Dornröschenschlaf. Linda würde sie sanft aufwecken.

Obwohl das Haus derzeit nicht besonders einladend aussah, fühlte sich Linda jetzt schon wohl. Langsam ging sie wieder nach unten und wanderte durch den Garten und die Nebengebäude. So viele Möglichkeiten gab es hier, sich zu verwirklichen. Linda setzte sich auf eine alte Bank unter einem Nussbaum und dachte nach. Wie sollte sie nun weiter vorgehen?  Georg hatte sie schon so lange in ihrer Freiheit beschnitten, dass sie mittlerweile Angst davor hatte.  Aber eines wusste sie genau: Dieses Haus war ihre Chance für ein Leben, das zu ihr passte.

So lange hatte sie sich an das Leben angepasst, das Georg für standesgemäß hielt, dass sie schon ganz vergessen hatte, wer sie eigentlich selbst war. Aber hier würde sie sich absolut wohl fühlen und sich vielleicht auch selbst wiederfinden können.  Der Gedanke jagte ihr einen schaurig-schönen Schauer über den Rücken. Es war Angst, gepaart mit Hoffnung. Linda vergaß hier alles. Als sich nach einer Weile die Kinder wieder zu ihr gesellten, wusste sie nicht einmal, wieviel Zeit bereits vergangen war. „Hier ist es so schön, dass ich am liebsten gleich dableiben würde“, sagte Klara und schaute sich verträumt im Garten um.

Jonas legte sich zu ihren Füßen ins Gras und schaute in den Himmel. „Ich habe mich auch noch selten so wohl gefühlt wie hier. Es ist hier, als ob wir immer in Urlaub wären“, sagte er. Lindas Entscheidung war also klar. Sie musste Nägel mit Köpfen machen. Nicht nur den Kindern zuliebe, auch für sich selbst. „Bitte gebt mir noch etwas Zeit, ich habe noch keine Ahnung, wie ich das eurem Vater sagen soll. Dass er nicht mit hierherkommen wird, ist euch schon klar?“, fragte sie. Die Kinder schwiegen eine Weile. „Ich weiß, ich dürfte das gar nicht sagen“, begann Jonas und holte tief Luft. „Mir würde ein Leben ohne Papa deutlich besser gefallen. Ich halte seine ewige Meckerei schon lange nicht mehr aus. Seit mindestens drei Jahren rechne ich mir aus, wie lange es noch dauert, bis ich ausziehen kann…“ Jonas schluckte und schwieg.

Linda blieb fast die Luft weg. So schlimm war es für ihre Kinder? Das hatte sie nicht gewusst. Sie dachte sich schon, dass die Kinder oft von ihrem Vater genervt waren, aber dass Jonas sogar ausrechnete, wann er endlich ausziehen kann, machte sie sehr betreten. „Mir geht es ähnlich“, sagte Klara. Papa sieht doch gar nicht, wer wir sind, sondern nur, was wir gerade nicht erledigt haben, oder nicht so, dass er zufrieden ist. Und genau genommen ist er nie zufrieden.“  Linda nickte und schwieg.

Das war heftiger als sie gedacht hatte. Auch ihr blieb die Luft weg, wenn sie an ihre Villa am Stadtrand und vor allem an Georg dachte. Wie konnte es überhaupt passieren, dass er sie, eine früher einmal unabhängige und selbstbewusste Frau, in so eine Rolle pressen konnte? Sie konnte ihm allerdings nicht die alleinige Schuld geben. Sie hatte ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen. Es gab eine Zeit, in der sie seine Fürsorglichkeit genossen hatte. Allerdings war er heute nicht mehr fürsorglich, sondern eher despotisch. Sein Wort galt. Was er wollte, hatte zu geschehen.

Wann hatte er sie das letzte Mal gefragt, was sie wollte? Sie konnte sich nicht daran erinnern. Wann hatte sie das letzte Mal auf den Tisch gehauen und gesagt, dass es so nicht weitergehen konnte? Auch daran konnte sie sich nicht erinnern. Still und leise war sie zur Duckmäuserin geworden. Für die materielle Sicherheit und die Bequemlichkeit hatte sie sich selbst aufgegeben. Und das Schlimmste war, sie hatte es nicht einmal wirklich bemerkt. Ja, in den letzten Jahren hatte sie sich unwohl gefühlt. Aber sie hatte es einfach ertragen. Sie hatte nichts dagegen unternommen.

Jetzt musste sie es tun und sie fühlte nichts als nackte Panik vor den nächsten Schritten. Linda wurde schwindelig. Das war alles etwas viel auf einmal. So viele Erkenntnisse, die allesamt nicht angenehm waren. Sie brauchte ein paar Tage Zeit. Morgen würde sie den Notar bitten, dass er sie ins Grundbuch eintrug und dann würde sie eines Tages den Mut finden, Georg die Wahrheit zu sagen. Die Wahrheit über ihr Leben und über ihre Beziehung. Heute Abend hatte sie ja noch Zeit, er würde nicht vor Mitternacht kommen, hatte er gesagt. Das beruhigte sie.

„Kommt, wir machen noch einen letzten Rundgang, dann fahren wir nach Hause.“ Gemeinsam schritten sie noch einmal das ganze Grundstück ab, schauten in alle Nebengebäude und in alle Räume des Hauses. Sie alle wollten sich jedes Detail merken, damit sie in Ruhe ihre Pläne schmieden konnten. Dann endlich, es wurde bereits dunkel, schlossen sie sorgfältig alle Türen und gingen zum Auto.

Die Heimfahrt verlief sehr schweigend. Jeder hing seinen Gedanken nach. Als sie in ihre Straße einbogen, erschraken sie zutiefst. Georgs Auto stand in der Einfahrt. „Scheiße! Papa ist da“, sagte Jonas. Linda schnappte nach Luft. Das brachte ihre Pläne durcheinander. Er würde sicher wissen wollen, wo sie gewesen waren. Seltsam, dass er nicht angerufen hatte. Linda zog das Handy aus der Tasche und sah, dass elf Anrufe in Abwesenheit eingegangen waren – alle von Georg. Verdammt! Sie hatte nach dem Notarbesuch vergessen, das Handy wieder laut zu stellen. Lindas Herz schlug bis zum Hals. Jetzt spürte sie das erste Mal bewusst, welche Panik Georg in ihr wachrufen konnte. Was würde sie ihm jetzt sagen?

Vor allen Dingen konnte sie den Kindern unmöglich auferlegen, dass sie ihren Vater anlügen. Also musste sie nun sofort Farbe bekennen. Das war ihr nicht recht, aber vielleicht war es der einfachste Weg. Sie atmete tief durch. „Okay, dann werde ich Papa jetzt von dem Haus erzählen müssen“, sagte sie und versuchte Zuversicht in ihre Stimme zu legen. „Aber lass dich bitte nicht dazu überreden, dass wir das Haus verkaufen müssen“, sagte Jonas und Linda hörte genau die Panik, die darin mitschwang. „Nein, dieses Mal bleibe ich stark. Ich habe das Haus geerbt und ich werde es behalten.“ Klara schwieg. Sie kämpfte noch damit, dass die unbeschwerte Stimmung der letzten Stunden so ein jähes Ende gefunden hatte. Gemeinsam betraten sie das Haus.

Und morgen geht`s weiter.

Ich wünsche Euch einen schönen Freitag Abend

Liebe Grüße

Manou

Lindas neues Leben 3

Drinnen war es etwas düster, da die Fenster sehr schmutzig waren. Aber als sich ihre Augen an das Dämmerlicht gewöhnt hatten, erkannten sie, dass vom Vorraum vier Türen abzweigten. Hinter einer war eine große Bauernküche, hinter der nächsten eine Wohnstube und die anderen beiden Räume waren voller Dinge, aber es waren eindeutig zwei Schlafräume.

Langsam stiegen sie hinauf ins obere Geschoss. Oben fanden sie weitere vier Schlafräume und ein Badezimmer. Alles wirkte etwas ungepflegt und verkommen, aber es war nicht baufällig. Linda öffnete die Fenster und ließ frische Luft hereinströmen. Die Kinder rannten schon wieder die Treppe hinunter und schauten sich unten noch einmal um. Als Linda nach unten kam, saßen die Kinder am großen Küchentisch und hatten die Tür geöffnet, die von der Küche in den Garten führte. Das Haus war ein Traum! „Mama, hier möchte ich wohnen“, sagte Klara bestimmt. Jonas nickte. „Ich auch!“ Linda setzte sich zu den beiden an den Tisch und schwieg eine lange Weile. Wie offen konnte sie zu ihren Kindern sein? Bisher hatte sie stets gute Miene zum bösen Spiel gemacht und nie ein schlechtes Wort über Georg verloren.

Aber wenn sie hier eine Zukunft planen wollten, dann ging das nur ohne Georg. Heute war vielleicht der beste Tag um mit den Kindern darüber zu sprechen. Langsam setzte sie sich zu ihren Kindern an den Tisch. „Wollt ihr wirklich hier wohnen?“, fragte sie noch einmal nach. Jonas und Klara nickten begeistert. „Aber Papa wird hier sicher nicht wohnen wollen“, nahm Linda das Thema auf. Klara schaute etwas betreten und Jonas sagte: „Ja, vielleicht ist es genau dieser Gedanke, der die Sache so reizvoll macht. Es ist sicher nicht okay, wenn ich das sage, aber Papa ist für mich unerträglich. Er interessiert sich nicht im Geringsten für uns, sondern meckert nur dauernd herum. Wenn er zuhause ist, dreht sich alles um ihn. Er langweilt uns seit Jahren mit seinen Geschichten beim Abendessen und wir sitzen da, und hören alle brav zu. Naja, zumindest tun wir so, als würden wir zuhören. Mit geht das alles so sehr auf die Nerven, dass ich mir nichts sehnlicher wünschen würde, als dass nur wir drei hier wohnen könnten. Das wäre so ein schönes Leben.“

Jonas hatte sich richtig in Rage geredet und Linda stellte erschrocken fest, wieviel Frust und Wut sich in ihrem Sohn bereits angestaut hatte. Klara nickte. „Jonas hat Recht. Wir müssen dauernd schauen, wie wir die Zeit mit Papa so überstehen, dass wir ihm keinen Anlass zu Gemecker geben. Ich bin manchmal total neidisch auf meine Freundinnen, die zu Hause Spaß haben und deren Väter auch mal mit ihnen Quatsch machen und lustig sind. Papa behandelt uns, als ob wir seine Angestellten wären, mit deren Leistung er niemals zufrieden ist.“

Linda hörte ihren Kindern schweigend zu. Erschrocken stellte sie fest, dass die beiden die Situation sehr genau erkannt hatten und sich ebenfalls Strategien zurechtgelegt hatten, wie sie damit umgingen. Sie schwiegen alle drei. Jeder hing seinen Gedanken nach. „Denkst du manchmal darüber nach, dich von Papa scheiden zu lassen?“, fragte Jonas in die Stille. Linda sah ihren Sohn nachdenklich an. Immer noch wusste sie nicht, wie offen sie sprechen sollte. „Ja, manchmal schon“, sagte sie vorsichtig. „Auch für mich ist es oft nicht leicht, so zu leben. Ich meine, mein Leben ist auch nicht unendlich und ich würde gerne so Vieles anders machen, als ich jetzt tue, aber ich dachte immer, ich müsste Rücksicht auf euch nehmen. Ich möchte euch nicht die Familie zerstören.“

Jonas schüttelte entschieden den Kopf. „Mama, das Einzige, was du zerstören würdest, wäre das Bild der Familie, so wie Papa sich das vorstellt. Ich denke mir oft, dass es doch schrecklich ist, wenn wir an Tagen wie heute, uns freuen, dass Papa einen langen Abendtermin hat und wir endlich mal wieder machen können, was wir wollen. Der Gedanke, dass wir heute Abend gemütlich gemeinsam etwas machen, hat mich den ganzen Tag gefreut. Das ist doch auch nicht das, was man sich als Kind von seiner Familie erhofft. Sobald Papa da ist, sind wir wie Gefangene, die sich gut benehmen müssen.

Wir alle passen ständig auf, dass wir nichts Falsches sagen oder tun, damit wir ihm keinen Anlass für endlose Vorträge und Vorwürfe liefern. Ganz ehrlich, das ist nicht lustig. Die Vorstellung, dass es ein Leben geben könnte, in dem wir einfach so sein könnten wie wir sind, ist schon sehr reizvoll.“ Linda schaute ihren Sohn an. Wie erwachsen er sprach. Und wie viel er offensichtlich auch einfach aushält, um den Familienfrieden nicht zu gefährden. Das war schon erschreckend.

Linda spürte Panik in sich aufkommen. Sie hatte plötzlich das Gefühl, dass sie nach diesem Gespräch nicht mehr zurückkonnte. Jetzt, nachdem sie wusste, dass ihre Kinder das Leben zu Hause genauso einschätzten wie sei, konnte sie nicht mehr so tun, als würde sie sich das nur einbilden. Das ängstigte sie. Nervös fuhr sie mit dem Fingernagel die Maserung des Holzes nach. Dieser Küchentisch schien uralt zu sein. Ein herrliches Stück. Auch hier wurde ihr schmerzlich bewusst, wie Georg diesen Tisch einschätzen würde. Es war ein altes Stück Holz und für ihn höchstens als Brennholz interessant. Wahrscheinlich würde er ihn, ohne mit der Wimper zu zucken, einfach entsorgen. Nein, Georg durfte dieses Haus auf keinen Fall in die Finger bekommen. Sie musste sowohl ihre Kinder, als auch das Haus vor ihm beschützen. An sich selbst dachte sie in diesem Moment gar nicht.

„Kinder, lasst uns noch eine Weile hier alles besichtigen. Ich muss noch etwas nachdenken. Wir sprechen nachher weiter“, sagte sie und nickte den Kindern freundlich zu. Jonas und Klara machten sich jetzt auf, um einen weiteren Rundgang zu machen. Dieses Mal würden sie sich vorstellen, wie sie hier wohnen würden. Linda nahm die Küche unter die Lupe. Es war alles sehr solide. Alle Möbel waren aus Vollholz und konnten geschliffen und geölt werden. Langsam streifte sie durch die anderen Räume.

Sie fühlte sich ein wenig wie ein Eindringling. Immerhin sah es hier so aus, als wäre ihr unbekannter Großonkel nur mal kurz zum Einkaufen gegangen. Überall war sein Leben sichtbar. Es würde ein großes Stück Arbeit werden, dieses Haus zu ihrem eigenen zu machen. Aber sie würde es schaffen. Linda hatte sich vor der Arbeit noch nie geschreckt. Hier konnte sie zeigen, was sie zu leisten bereit war. Egal wofür sie sich entscheiden würde, von Georg hatte sie keine Hilfe zu erwarten. Er würde das Haus hassen und nichts mehr forcieren, als es möglichst rasch zu verkaufen und das Geld dafür verwenden, ihr Haus am Stadtrand noch etwas luxuriöser zu machen.  Dieses Haus hier hatte Seele. Das spürte Linda genau. Sie nahm etwas wahr, das sie in ihrem Haus noch nie gespürt hatte. Alles hier atmete Ruhe und Beschaulichkeit.

Und morgen geht es weiter….

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Donnerstag

Manou

Lindas neues Leben 2

Am nächsten Morgen erwachte Linda früher als sonst. Und sie erinnerte sich an den Brief. Hatte sie das geträumt? Fast ängstlich durchsuchte sie ihr Gedächtnis, aber ein Blick in ihre Handtasche bestätigte ihr, dass der Brief real war.

Rasch duschte sie, ging in die Küche, machte Frühstück und schmierte die Pausenbrote. Während die Kinder pflegeleicht waren, was Frühstück und Pausenverpflegung anging, hatte Georg auch hier klare Vorstellungen. Aber Linda war routiniert. Sie hatte stets alles im Haus und so schaffte sie es auch heute, ihn zufrieden zu stellen. Die Kinder waren morgens meist schweigsam, ebenso wie Linda. Nur Georg hatte schon am Morgen ein großes Mitteilungsbedürfnis, ihnen zu sagen, was für ein schrecklicher Tag ihn heute erwartete.

Als er erwähnte, dass er heute Abend auch noch ein Geschäftsessen hatte, wechselten Linda und die Kinder heimliche Blicke. Vielleicht konnten sie mal wieder einen gemütlichen Abend bei Fernsehen und Pizza verbringen. Bewusst unbekümmert fragte sie Georg, wann er nach Hause kommen würde. Er zuckte die Achseln und sagte: „Ach der Eine redet immer so viel und ich fürchte, wir müssen hinterher noch in die Bar gehen, was trinken. Es wird vermutlich Mitternacht werden.“

Lindas Herz machte einen Hüpfer. Endlich mal wieder ein ungestörter Abend mit den Kindern!  Linda vermutete schon lange, dass die Tage nicht halb so schrecklich waren, wie Georg immer tat, aber es war wichtig für ihn, ihnen zu zeigen, was er für sie alles auf sich nahm. Wie jeden Morgen hörten sie dem Rest seiner Ausführungen schweigend zu, bzw. taten als würden sie zuhören und hingen dabei ihren eigenen Gedanken nach. Jeder der drei hatte seine eigene Strategie entwickelt, die Minuten hinter sich zu bringen.

Da Georg als erster das Haus verließ, hatten sie danach noch Zeit, miteinander zu sprechen. Linda strich den beiden Kindern übers Haar und verabschiedete sie liebevoll. Dann machte sie sich zurecht und verließ ebenfalls das Haus. Im Auto würde sie gleich den Notar anrufen. Als die Uhr genau auf acht Uhr stand, nahm Linda das Telefon zur Hand. Am anderen Ende war eine freundliche Dame, die sofort wusste, wer Linda war. Sie vereinbarten, dass Linda gleich um 14.00 Uhr kommen würde.

Das war der nächste Höhepunkt ihres Tages. Heute würde sie um dreizehn Uhr gehen. Komme, was wolle. Und es gelang mühelos. Niemand fragt, was sie vorhatte, niemand hatte Einwände. Um Punkt dreizehn Uhr packte Linda ihre Sachen und eilte zu ihrem Auto. Der Weg zum Notariat war nicht weit, und so war Linda bereits etwas früher da. Sie ging ein wenig die Straße auf und ab und wartete bis 13.50 Uhr. Dann läutete sie an. Nach kurzer Zeit sagte ihr der Summton, dass sich die Tür geöffnet hatte.

Erwartungsvoll trat sie in das kühle Treppenhaus. Obwohl es erst Ende Mai war, war es schon sehr heiß. Aber das Treppenhaus war herrlich kühl und es herrschte ein angenehmes Dämmerlicht.

Der Notar wirkte beruhigend auf Linda. Er begrüßte sie freundlich und beantwortete alle Fragen. Der Verstorbene war der Onkel ihrer Mutter und hatte sonst keine Angehörigen, sodass Linda die Haupterbin war. Schulden gab es keine, lediglich ein altes Bauernhaus und rund 50.000€ auf einem Konto. Davon musste Linda das Begräbnis zurückzahlen, wenn sie das Erbe annahm, der Rest würde ihr gehören.

Die Begräbniskosten hatte die Stadt übernommen, da auf die Schnelle die Erbin nicht auszumachen war und sie beliefen sich auf rund 10.000€. Das bedeutete, dass Linda das Haus und rund 40.000€ erben würde. Der Notar warnte sie. Das Haus befand sich in keinem allzu guten Zustand. Sollte sie es verkaufen wollen, würde er ihr gerne zur Seite stehen.

Zuerst würde er alles in die Wege leiten, damit sie als Eigentümerin ins Grundbuch aufgenommen werden würde. Linda erbat sich ein paar Tage Bedenkzeit. Sie wollte das Haus zuerst sehen. Der Notar händigte ihr den Schlüssel aus, damit sie sich ein Bild machen konnte. Linda unterschrieb die Übernahme der Schlüssel und verabschiedete sich. Ein Blick auf die Uhr sagte ihr, dass die Kinder in wenigen Minuten Schulschluss haben würden. Sie würde sie überraschen und mit ihnen gemeinsam das Haus besichtigen gehen. Fröhlich setzte sie sich hinters Steuer und hatte wenige Minuten später die Schule erreicht. Sie kam gerade rechtzeitig, um die beiden abzufangen.

Erfreut über die Abwechslung sprangen beide ins Auto. Es war ihnen bewusst, dass sie heute einen ganz besonders freien Tag haben würden, da ihr Vater spät nach Hause kommen würde. Linda verriet nicht, wohin sie fahren würden, sondern steuerte rasch den nächsten McDrive an, ließ die Kinder ihre Bestellung machen und gab dann die Adresse in ihr Navi ein.

Und obwohl die Kinder sie mehrmals fragten, wohin sie fahren würden, schwieg Linda beharrlich. Sie wollte sie überraschen. Als das Navi sie aus der Stadt herausführte und die Umgebung immer beschaulicher wurde, schwiegen die Kinder und schauten gespannt aus dem Fenster. Erst durchquerten sie ein paar Ortschaften, danach führte sie ein Weg durch ein Wäldchen und wenige Minuten später standen sie vor einem einsam gelegenen Gehöft.

Ganz in der Ferne war ein weiterer Hof zu sehen, aber dieser Hof stand sehr abgelegen. Die Kinder schauten Linda ratlos an. Waren sie am Ziel? Linda hieß sie auszusteigen und gemeinsam gingen sie auf das Gebäude zu. Vorne stand das Haupthaus und dahinter lagen die ehemaligen Stallungen. Insgesamt war es ein großes Anwesen, das früher sicher einmal stattlich gewesen war. Aber die Zeit hatte ihre Spuren hinterlassen und ganz offensichtlich war es schon lange nicht mehr gepflegt worden.

Das Gras im Garten war hüfthoch und nur noch mit viel Fantasie war der frühere Bauerngarten erkennbar. Auch vor dem Haus hatte sich das Gras durchgesetzt. Erst als die Kinder realisierten, dass Linda einen Schlüssel hatte, fingen sie wieder an zu fragen. Vorher waren sie zu beschäftigt gewesen, das alles zu betrachten. „Ich habe dieses Haus geerbt“, sagte Linda unvermittelt. Jonas und Klara drehten sich zu Linda um und sahen sie erstaunt an. „Ernsthaft? Dieser Hof gehört uns?“, fragte Jonas. Linda nickte. „Das ist ja super“, sagte Klara. „Dann könnten wir doch hier wohnen und Tiere halten“, fügte sie hinzu.

Linda lächelte. Klara liebte Tiere, aber Georg hatte jede Art von Haustieren verboten. Die machten Schmutz und außerdem mochte er keine Tiere. „Höchstens auf dem Teller“, pflegte er immer zu sagen und war der Einzige, der über diesen alten Witz lachte. Linda war schon lange Vegetarierin, da sie das Leid der Tiere zu sehr berührte und die Kinder schlossen sich langsam an. Aber je weniger Fleisch die Familie aß, umso öfter bestand Georg auf „ein ordentliches Stück Fleisch“ auf dem Teller.

Linda sagte noch nichts. Sie war zu überwältigt. Ja, dieses Haus würde ihr vielleicht die letzte Gelegenheit bieten, um aus ihrem bisherigen Leben auszusteigen. Die Gedanken rasten in ihrem Kopf. Wann würde sie Georg sagen, dass sie das Haus geerbt hatte? Er würde ganz bestimmt auf einen sofortigen Verkauf drängen. Sie musste das unbedingt verhindern. Erst würde sie mit dem Notar darüber sprechen müssen, damit er ihr half, das Haus zu behalten. Dass sie das Erbe annehmen würde, stand augenblicklich für sie fest. Sie liebte das Haus jetzt schon. Langsam steckte sie den Schlüssel ins Schloss. Es war ein feierlicher Augenblick.

Morgen geht`s weiter

PS: Heute Abend ist Kristallmeditation! Wenn noch wer Interesse hat, einfach kurz eine Mail schicken unter manuela@pusker.at

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Mittwoch

Manou

Lindas neues Leben

Meine Lieben, ach manchmal muss man seine Entscheidungen revidieren. Da ich eigentlich wieder gerne eine mehrteilige Geschichte einstellen würde, habe ich mich heute entschlossen, „Lindas neues Leben“ zu nehmen. Diese Geschichte habe ich schon vor einigen Jahren geschrieben, finde sie aber gerade so aktuell. Ich hoffe, sie macht Euch Freude.

Die Kolleginnen schnatterten laut durcheinander und prosteten sich immer wieder gegenseitig zu. Linda stand etwas abseits und beobachtete die Szene. Sie hatten es also geschafft. Die Abteilung war trotz der Firmenübernahme erhalten geblieben. Die Stimmung war ausgelassen und alle waren froh, dass ihre Jobs nicht mehr in Gefahr waren. Linda hörte nur Gesprächsfetzen. Sie war zu sehr mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt. Die letzten Monate hatte sie insgeheim die Hoffnung gehegt, dass die Abteilung geschlossen wurde. Dieser Job war für sie schon lange zur Qual geworden. Aber Georg würde nie erlauben, dass sie kündigte. Er hatte sie damals hierher vermittelt und erwartete, dass sie bis zur Pension hier arbeiten würde. Heute war sie sogar froh darüber, dass man sie, wie immer, übersah. Es wäre ihr schwergefallen, die gleiche Freude zu heucheln, die offenbar die anderen empfanden. Es würde also noch Jahre so weitergehen. Belanglose Korrespondenz, belanglose Besprechungen, belangloses Getratsche am Kopierer…

Linda stellte ihr Sektglas ab und machte sich auf den Weg zur Toilette. Sie musste zwar nicht, wollte aber dort ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Auf der Toilette stützte sie ihren Kopf in die Hände und weinte ein paar stille Tränen. Sollte das ihr Leben sein? Sollte es wirklich so sein, dass sie weiterhin unendlich scheinende Tage hier verbringen musste? Vielleicht sollte sie sich einen anderen Job suchen? Egal, was Georg sagte. Aber dazu brauchte sie Mut und das war etwas, was ihr in den letzten Jahren abhandengekommen war. Das Leben mit Georg hatte jegliche Essenz ihrer selbst ausgelöscht. Sie funktionierte nur noch. Aber sie musste etwas ändern. So konnte es nicht weitergehen. Langsam rappelte sie sich auf, strich sich die blond gefärbten Haare aus der Stirn und gesellte sich wieder zu den anderen. Die Gruppe hatte sich langsam aufgelöst, die meisten hatten sich wieder auf ihren Arbeitsplatz zurückgezogen. Linda schaute auf die Uhr. Es war fast 15.00 Uhr, sie konnte langsam zusammenpacken.

Auf dem Rückweg hastete sie noch rasch in den nächsten Supermarkt und erstand die Zutaten für das Abendessen. Georg legte großen Wert darauf, dass das Abendessen immer frisch gekocht war. Das war die tägliche Herausforderung für Linda. Bis sie zu Hause war, war es wieder fast 16.00 Uhr.  Jonas und Klara waren kurz vor ihr angekommen und sie liebten es, sich dann erstmal gemeinsam um den Küchentisch zu setzen und die Ereignisse des Tages zu besprechen. Diese Zeit nahm sich Linda jeden Tag. Es war das Highlight des Tages. Danach beeilte sie sich, das Haus auf Vordermann zu bringen und das Essen vorzubereiten. Georg kam meist um 18.30 Uhr. Dann musste alles getan sein.  Das Abendessen verlief meist so, dass Georg über seinen Tag berichtete. Das waren endlose Geschichten über die Unfähigkeit andere Leute und wie sehr er sich wieder ärgern musste. Eigentlich war es jeden Tag der gleiche Monolog. Linda und die Kinder aßen meist schweigend und hingen ihren Gedanken nach. Georg erwartete keine Antworten, er wollte das nur alles loswerden.

Jedes Mal fühlte Linda, wie sie dabei an Energie verlor, wie sie innerlich kraftloser wurde und eine bleierne Müdigkeit überkam sie. Den Kindern schien es ähnlich zu gehen. Waren sie vorher meist fröhlich plappernd durchs Haus gegangen, wurden sie nach dem gemeinsamen Abendessen meist still und zogen sich bei der nächstbesten Gelegenheit in ihre Zimmer zurück. Georg stand nach dem Essen auf und setzte sich bei schönem Wetter mit der Zeitung auf die Terrasse. Manchmal machte er auch noch einen Rundgang durchs Haus und herrschte Linda und die Kinder an, etwas mehr Ordnung zu halten. Das passierte meist an den Tagen, an denen er sowieso schon sauer war. Und er war eigentlich immer sauer.

Linda vermutete, dass er seinen Job mindestens genauso sehr hasste, wie sie den ihren, aber er käme niemals auf die Idee, etwas daran zu ändern. Zu stolz war er auf das, was er geschaffen hatte. Dazu gehörten irgendwie auch Linda und die Kinder. Seine Familie war ebenso sein Besitz und seine Leistung wie das Haus am Stadtrand, das ihnen allen einen gewissen Luxus bot. Georg führte das gleiche Leben, das auch sein Vater geführt hatte. Anfangs fand Linda es wunderbar, dass sie einen Mann gefunden hatte, der für sie und die Kinder ein wunderbares Nest baute, doch mittlerweile fühlte sie sich wie eine Gefangene.  Und es war ein Wunder, dass die Kinder da noch mitspielten. Jonas mit seinen vierzehn Jahren begann zwar hin und wieder sanft aufzumucken, aber die zwölfjährige Klara gab sich noch alle Mühe, Papas brave Tochter zu sein. Es war schon lange ganz normal, dass sie ihm nur die guten Noten vorlegten, die anderen unterschrieb Linda.

Nachdem Linda die Küche aufgeräumt hatte, ging sie zum Briefkasten. Das war ihr abendliches Ritual. Sie schmiss die übliche Werbung gleich draußen in die Altpapiertonne und nahm die Briefe mit ins Haus. An diesem Abend stutzte Linda. Ein Brief von einer Notariatskanzlei, der an sie adressiert war, zog ihre Aufmerksamkeit auf sich. Instinktiv steckte sie ihn in die Tasche. Sie würde ihn alleine öffnen. Sie legte Georg seine Post auf den Terrassentisch und zog sich mit ihrem Brief in die Küche zurück.

„Sehr geehrte Frau Linda Hohenfeld,

bitte vereinbaren Sie einen Termin mit unserer Kanzlei wegen einer Erbschaftsangelegenheit.

Erblasser: Hans Breitner, geb. am 05.02.1939 gest. am 04.03.2019“

Danach folgten die Kontaktdaten. Wer war Hans Breitner? Linda konnte sich nicht an den Namen erinnern. Der Mädchenname ihrer Mutter war Breitner. Er musste also aus dieser Linie stammen. Aber sie konnte sich nicht erinnern, dass jemals jemand von ihm gesprochen hatte.

Und wieder riss sie diese Erinnerung in ein tiefes Loch. Vor mittlerweile fünf Jahren waren ihre Eltern beide bei einem Autounfall verstorben. Sie hatte das nie verarbeitet. Damals begann wahrscheinlich ihre innere Entfremdung von Georg. Nicht ein einziges Wort des Trostes hatte er ihr damals gespendet. Er war nur auf das Erbe aus und lästerte sogar darüber, dass sie „nur“ rund einhunderttausend Euro erbte. Er hatte das Geld damals sofort in das Haus gesteckt, ohne Linda auch nur zu fragen, ob sie damit etwas Anderes machen wollte. Linda war damals so tief vom Tod ihrer Eltern getroffen gewesen, dass sie nicht die Kraft hatte, zu widersprechen. Sie musste mit ihrer Trauer und der Trauer der Kinder umgehen, die ihre liebevollen Großeltern verloren hatten. Erst viel später wurde ihr bewusst, dass dieses Erbe vermutlich die einzige Möglichkeit gewesen wäre, ihr Leben zu verändern. Aber es war zu spät. Georg hatte einfach über das Geld verfügt und damit ihren Käfig noch weiter ausgebaut.

Aber dieses Mal würde sie vorsichtiger sein. Sie würde Georg erst einmal nichts davon sagen. Diesen Notartermin würde sie alleine wahrnehmen und dann in Ruhe überlegen, was als nächstes zu tun sei. Sie hatte zwar keine Ahnung, ob sie nicht vielleicht sogar Schulden erwarteten, die sie ausschlagen musste, aber sie wollte dieses Mal eine eigene Meinung vertreten und selbst entscheiden. Sie steckte den Brief in ihre Handtasche. Morgen würde sie noch vor der Arbeit dort anrufen und einen Termin vereinbaren.

Der Brief machte sie etwas fröhlicher als sonst. Auch wenn es nicht sicher war, dass sie eine nennenswerte Erbschaft machen würde, so war er doch ein Funken Hoffnung, dass sich etwas in ihrem Leben verändern könnte. Während sie im Bad einen Korb Wäsche faltete, dachte sie immer wieder an den Brief. Dieses Kribbeln im Bauch hatte sie schon lange nicht mehr gespürt. Sie fürchtete sich fast davor, anzurufen, da sie dieses Gefühl nicht gefährden wollte. Klara gesellte sich zu ihr und erzählte ein wenig aus der Schule. Auch Jonas setzte sich ins Bad und las Linda einen Aufsatz vor, den er gerade geschrieben hatte. Es war Georg in all den Jahren nicht aufgefallen, dass sich die Familie so gut wie nie freiwillig zu ihm gesellte. Aber Linda vermutete, dass es ihm egal war. Sie waren für ihn nicht mehr als Statussymbole. Mein Haus, mein Auto, meine Frau, meine Kinder!

Morgen geht`s weiter 🙂

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag!

Manou

Mystische Kristallmeditation

Auch bei unserer monatlichen mystischen Kristallmeditation hatten wir schon wirklich besondere Erlebnisse. Ein wenig kann ich Dir davon erzählen

Die mystische Kristallmeditation als Gemeinschaftserlebnis

Bei der Kristallmeditation sind wir eine Gemeinschaft von Menschen, die sich einer guten Sache verschrieben haben, nämlich der Erhöhung der Schwingung auf der Erde. Dabei haben wir als positiven Nebeneffekt, dass sich auch unsere eigene Schwingung erhöht und wir in eine erweiterte Wahrnehmung kommen.

Die Verbundenheit mit allem, was ist in der Vorbereitung

Schon während der Vorbereitung ist es unglaublich, wie sich eine tiefe Verbundenheit mit der ganzen Erde und allen Wesenheiten einstellt. Wir erfühlen die Dankbarkeit, die Gemeinsamkeit mit Elementarwesen und Naturreichen. Wenn wir dann um die Christusenergie bitten, durchfließt uns ein Strom des tiefen inneren Wissens und Verstehens. Dies ist so ein wunderbarer Aspekt der Kristallmeditation.

Wohin der Kristall uns führt

Es ist auch so, dass es immer wieder erstaunlich ist, wohin der Kristall uns führt. Wir sind jedes Mal aufs Neue überrascht und nehmen dies mit großer Dankbarkeit entgegen. Die geistige Welt weiß ganz genau, wo sie Hilfe und Unterstützung braucht.

Das Vernetzen der Kristalle

Wenn wir zum Schluss die Kristalle vernetzen, dann ist es oft so deutlich spürbar, wieviele dieser Kristalle schon auf der Erde sind. Offenbar arbeiten, über die ganze Erde verteilt, auch andere Menschen daran, die Schwingung der Erde auf ein hohes Niveau zu bringen.

Übermorgen, am Mittwoch, machen wir eine weihnachtliche mystische Kristallmeditation

Übermorgen ist die letzte Kristallmeditation in diesem Jahr und ich würde mich freuen, wenn wir möglichst viele Menschen dabei wären, damit wir auch diese weihnachtliche Energie in die Welt bringen können. Egal, was die Menschen tun, in den Naturreichen ist das Weihnachtsfest ein großes Fest und daran werden wir teilnehmen.

Falls Du Interesse hast

Wenn Du dabei sein willst, schicke mir eine Email unter manuela@pusker.at und ich schicke Dir den Link.

Die Kristallmeditation findet online über Zoom statt. Es ist immer der gleiche Link. Wer schon einen hat, ist herzlich willkommen, alle Anderen erhalten gerne einen.

Zeitpunkt ist jeden ersten Mittwoch im Monat von 20.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr

Es entstehen Dir keine Kosten. Du opferst nur eine Stunde Deiner Zeit für eine gute Sache.

Ganz liebe Grüße

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Ein wundersamer zweiter Advent

Dies ist eine Geschichte, die so oder so ähnlich stattgefunden hat. Wem sie passiert ist, weiß ich nicht mehr. Aber sie könnte jedem von uns passieren.

Der Weihnachtsmarkt

Ich ging an diesem zweiten Advent über den Weihnachtsmarkt einer wunderschönen beleuchteten Stadt. Das Wetter war neblig und trübe, doch die Lichter und Düfte des Weihnachtsmarktes ließen weihnachtliche Stimmung erahnen. Leider schaffte es diese Stimmung nicht bis zu meinem Herzen. An diesem Tag war tiefe Betrübnis in mir, da es der zweite Todestag meiner Eltern war, die heute vor zwei Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren. Seither lebte ich alleine mit meinen beiden jüngeren Brüdern. Die Fürsorge hatte erlaubt, dass die beiden bei mir blieben, da ich bereits volljährig war und auch einer geregelten Arbeit nachging. Doch das Geld war immer knapp.

Wir waren gerade erst umgezogen

Die Wohnung, in der wir mit unseren Eltern gelebt hatten, war längst zu teuer für uns gewesen. Doch sie atmete noch lange die Anwesenheit unserer Eltern, auch wenn dieses Gefühl immer mehr nachließ. Anfangs hingen sogar noch die Jacken von unserer Mutter und unserem Vater an der Garderobe, die Bettwäsche, in der sie geschlafen hatten, ließen wir sehr lange auf ihren Betten. Oft legten wir uns hinein und suchten ihren Duft. Doch nach und nach mussten wir dies alles entfernen, um in der Gegenwart weiterleben zu können. Und vor vier Wochen hatten wir endlich eine kleinere Wohnung gefunden, die wir uns besser leisten konnten. Leider hatten uns unsere Eltern kein nennenswertes Erbe hinterlassen. Sie hatten ja nicht damit gerechnet, dass sie so früh sterben würden. Nachdem ich die Kosten für die Beerdigung bezahlt hatte, war nichts mehr da. Ganz im Gegenteil. Ich musste einen kleinen Kredit aufnehmen, um die letzten Rechnungen zu bezahlen. ´

Ich hielt Ausschau nach meinen Brüdern

Ich schaute mich um. Die beiden waren bereits vorausgelaufen, um ganz hinten bei den Ständen mit Bratwürsten und anderen duftenden Sachen mit leuchtenden Augen zu schauen. Sie wussten nicht, dass ich mir das Geld, das ich heute für sie ausgeben würde, vom Mund absparen musste. Sie sollten es auch nicht wissen. Es war bald Weihnachten. Sie hatten ein Recht darauf, in dem Gefühl zu leben, dass auch sie davon nicht ausgeschlossen waren.

Die Suche nach einem Weihnachtsbaum

Da ich nicht mehr viel Geld hatte, hoffte ich inständig, dass ich heute einen günstigen Baum erstehen konnte. Vielleicht einen, den niemand mehr wollte, weil er klein und schief war. Das war mir egal. Wichtig war nur, dass die beiden auch einen Weihnachtsbaum hatten. Seit Tagen hielt ich Ausschau nach so einem Baum, doch bisher hatte ich keinen gefunden, den ich mir leisten konnte. Ein wenig ängstlich ging ich deshalb zu dem abgetrennten Bereich, worin die Weihnachtsbäume verkauft wurden.

Der Verkäufer wirkte mürrisch

Der Verkäufer wirkte mürrisch und viele Menschen drängten sich dort, um prachtvolle Bäume zu erstehen. Manche von ihnen kauften drei Meter hohe Tannen, die wahrscheinlich bald in prächtigen Häusern stehen würden. Uns würde ein kleiner Baum für unsere kleine bescheidene Wohnung reichen. Ich schaute in alle Ecken. Lehnte da vielleicht irgendwo ein kleines mickriges Bäumchen? Doch außer großen, prachtvollen Bäumen war nichts zu sehen. Langsam verließ mich der Mut. Es war auch nicht möglich, den Verkäufer anzusprechen, ohne dass mindestens fünf andere Menschen mithörten. Eine Weile stand ich nur herum und beneidete die Menschen, die einfach einen Hunderter zückten, um einen Baum zu kaufen.

Ich zog unverrichteter Dinge ab

Ich hatte an diesem Tag wieder nicht den Mut, nach einem kleinen Baum zu fragen. Die Armut war mir peinlich. Es war alles düster, wenn man gar kein Geld hatte.Ich fühlte mich als Versager und Feigling. Doch noch schlimmer erschien mir die Vorstellung, mir schon wieder eine Abfuhr einzuhandeln. Und dies vor all den Menschen, die ohne mit der Wimper zu zucken die schönsten Bäume auswählten. Zumindest wollte ich noch meinen Brüdern ihre heißgeliebte Bratwurst kaufen. Ich selbst würde nichts nehmen. Von dem Geld für eine Bratwurst konnte ich uns einen ganzen Tag ernähren. Ich hatte gelernt, äußerst sparsam zu wirtschaften. Danach gingen wir nach Hause. Ich fühlte mich schlecht, sehr schlecht.

Das Treppenhaus war düster

Das Treppenhaus war schrecklich düster. Nur eine schale Lampe brannte an jedem Treppenabsatz. Es war nicht leicht, sich hier zuhause zu fühlen. Das ganze Haus strahlte Armut und Kälte aus. Rasch zogen wir uns aus und gingen ins Bett, obwohl es noch früh war. Doch im Bett war es mindestens warm. Die beiden Jungs hatten es sich angewöhnt, bei mir im großen Bett zu schlafen. Auch wenn sie versuchten tapfer zu sein, so vermissten sie unsere Eltern schrecklich und oft genug hörte ich sie leise weinen. Wir lagen noch wach und schauten in die Dunkelheit. Ich zermarterte mir den Kopf, wie ich es bewerkstelligen sollte, dass ich noch einen Baum bekam und für die Jungs zumindest ein kleines Weihnachtsgeschenk.

Plötzlich hörte ich ein Geräusch an der Tür

Plötzlich hörte ich ein Schaben und Kratzen an der Tür. Mir gefror das Blut in den Adern. Auch die Jungs hatten das Geräusch gehört. Alle drei hielten wir den Atem an. Doch nach kurzer Zeit war wieder alles still. Aber es war ganz gewiss jemand an der Tür gewesen. Ich überlegte, ob ich nachschauen sollte, doch ich hatte schreckliche Angst. Trotzdem schliefen wir irgendwann ein.

Der Wecker läutete um sechs Uhr

Um sechs Uhr läutete der Wecker. Ich musste Pausenbrote für die Jungs vorbereiten und sie wecken, bevor ich mich auf den Weg zur Arbeit machte. Den gestrigen Schreck hatte ich beinahe vergessen, doch plötzlich fielen mir die Geräusche wieder ein. Jetzt am Morgen erschien es mir auch nicht mehr so bedrohlich.

Ich ging zur Tür

Ich ging zur Tür und erwartete Einbruchsspuren zu sehen. Und als ich die Tür öffnete, fiel mir auch sofort etwas Schweres entgegen. Ich schrie so laut, dass die Jungs aufwachten und in den Flur gelaufen kamen. Sie entdeckten schneller als ich, was mich angefallen hatte. Es war ein riesiger Weihnachtsbaum! Und neben dem Baum standen Körbe mit den feinsten Leckereien, die man sich nur vorstellen konnte. Auf einem der Körbe lag ein Umschlag, der an uns adressiert war.

Die Freude war riesig

In dem Umschlag steckte eine wunderschöne Weihnachtskarte. Als ich sie öffnete fielen mir mehrere Geldscheine entgegen. Und im Inneren der Karte stand: „Liebe Grüße von Mama und Papa – Frohe Weihnachten!“ Sprachlos starrten wir auf die Berge von Lebensmitteln und den wunderschönen großen Baum. Nun stand Weihnachten nichts mehr im Wege. Ob wirklich unsere Eltern dieses Weihnachtswunder für uns geschaffen hatten, oder ob es eine wohltätige Seele war – wir sollten es nie erfahren. Doch seit Langem fühlten wir uns wieder einmal behütet und beschützt.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Ein besonderer, mystischer Tag

Dieses Erlebnis ist vor etlichen Jahren Petra Reibenwein widerfahren. Und ich möchte Dir ihren mystischen Tag schildern.

Diese besonderen mystischen Tage

Dies ist eine Geschichte, die dir aufzeigen kann, dass es diese besonderen Tage einfach gibt. Vielleicht weißt du nicht warum und weshalb dir etwas widerfährt. Aber es ist wunderbar, dass wir wissen dürfen, dass es Tage gibt, die aus allen anderen Tagen herausstechen. Und es gibt unzählige Wege, wie und woran man diese Tage erkennen kann. Vor allen Dingen zeigen sie sich dadurch, dass du in dir ein Gefühl hast, dass dich fühlen lässt, dass dieser Tag anders sein könnte, als die meisten anderen Tage deines Lebens.

Das Horoskop

Ich, Petra, lebte in dieser Zeit noch in Deutschland und an diesem Sonntag sollte ich einige wundersame Dinge erleben. Begonnen hat dieser Tag damit, dass ich mein Tageshoroskop las, in dem stand, dass dieser Tag ein ganz besonderer Tag für mich werden sollte. Obwohl ich sonst nicht so der gläubige Mensch bin, was diese Tageshoroskope anbelangt, so blieb in mir doch eine freudige Erwartung. Auf eine unerklärliche Weise hatte ich das Gefühl, dass dies stimmen könnte, dass heute ein ganz besonderer Tag sein würde.

Das Preisausschreiben

Auch bin ich nicht ein Mensch, der bei jedem Preisausschreiben mitmacht, doch an diesem Tag wollte ich unbedingt ein ausgefülltes Preisausschreiben abgeben, das an diesem Sonntag allerdings Abgabeschluss hatte. So mussten wir, mein Mann und ich, deshalb unbedingt noch nach Frankfurt fahren, was eine beachtliche Strecke war. Anders hätte das nicht mehr geklappt. Doch eine Stimme in mir trieb mich an, diese Anstrengung auf mich zu nehmen.

Besuch bei meiner Freundin

Und da wir schon unterwegs waren, beschlossen wir, noch eine Freundin zu besuchen, die auf dem Weg lag. Es war ein kalter grauer Januartag und wir saßen behaglich und warm bei der Freundin und tranken gemeinsam Kaffee. Diese Freundin war gerade dabei, ihr Haus umzubauen und natürlich waren wir auch neugierig, wie weit sie schon gekommen war. Nach dem Kaffee machten wir uns also zu einem Rundgang auf.

Der neu ausgebaute Dachboden

Am augenscheinlichsten waren die Veränderungen auf dem Dachboden. Sie hatte daraus ein wunderbares Atelier für ihre Tochter gestaltet. Er war noch nicht fertig, doch ließ bereits erahnen, wie ungewöhnlich und wunderbar es werden würde. Wir gingen in diesem Raum, der gut achtzig Quadratmeter maß, herum und weil die Katze der Freundin nun auch auf den Dachboden gekommen war, machten die Freundin und mein Mann sich auf, diese wieder einzufangen. Ich hingegen blieb auf der anderen Seite stehen und betrachtete die unglaublich riesigen Fenster, die auf eine besondere Weise in die Wand eingebracht waren. Sie waren nicht auf der Höhe, wie Fenster sonst üblicherweise sind, sondern sie befanden sich viel höher und waren unglaublich groß.

Plötzlich drehte ich mich um

Aus irgendeinem Grund hatte ich plötzlich den Impuls mich zu meinem Mann und meiner Freundin umzudrehen. Sie waren zunächst immer noch damit beschäftigt die Katze einzufangen. Und da veränderte sich auf einmal die ganze Situation. Die beiden richteten sich auf und sahen zu mir.

Meine Wahrnehmung veränderte sich

Ich sah sie, sah ihre Gesichter und alles lief wie in Zeitlupe und in absoluter Geräuschlosigkeit ab. Sie sahen zu mir und ich sah ebenfalls, wie ihre Augen sich vor Schreck weiteten und ihre Münder sich zu einem Schrei öffneten. Ich selbst war bewegungsunfähig und kein Laut drang an mein Ohr. Wie gebannt starrte ich in die beiden Gesichter, sah den Schrecken und machte mir einfach keinen Reim darauf. Alles lief langsam und vollkommen geräuschlos ab. Ich stand unbeweglich und nahm nur noch wahr.

Dann passierte es

Und plötzlich passierte es. Einer der riesigen massiven Fensterflügel hatte sich aus der Verankerung gelöst und krachte plötzlich hinter mir zu Boden. Und zwar so nahe, dass er mich an den Waden streifte und auch verletzte. Erst in diesem Moment hörte ich wieder Geräusche. Wäre ich nur wenige Zentimeter im Schreck nach hinten getreten, so hätte dieser Fensterflügel mich glatt erschlagen.

Das Wirken des Engels

Ich war mir sofort bewusst, dass mein Schutzengel mich an diesem Sonntag beschützt hatte. Denn hätte ich die Schreie meines Mannes und meiner Freundin gehört, wäre ich wahrscheinlich zuerst einmal einen Schritt nach hinten getreten. Doch diese Geräuschlosigkeit, diese Zeitlupe, diese Lähmung in mir, hatten mich vor dem sicheren Tod beschützt.

Das Preisausschreiben

Nicht nur wurde mir an diesem Sonntag mein Leben ein zweites Mal geschenkt, ich gewann sogar in diesem Preisausschreiben, das ich unbedingt noch abgeben musste, den ersten Preis: Eine wunderbare Reise nach Mauritius. Es war einfach ein, in jeder Hinsicht, besonderer und mystischer Sonntag.

Petra Reibenwein Heilmedium

Wie froh können wir alle sein, dass wir Petra an diesem Tag nicht in die geistige Welt entlassen mussten. Denn dank ihrer Heilerfähigkeiten und der von ihr ausgeübten Praxis der Aura-Chirurgie können wir alle von ihrem Wissen und Können profitieren.

Wer schauen mag, was sie alles macht, findet sie hier: Webseite von Petra Reibenwein Heilmedium

Liebe Grüße und einen schönen Samstag wünsche ich Euch

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

PS: Übrigens erscheint heute Abend wieder ein Video auf meinem Youtube Kanal aus der Reihe „Von der Einsamkeit zum All-eins-Sein“.

Heute zum Thema Seelempartner.

Meinen Youtube Kanal findest Du hier: Manous Youtube Kanal

Bild von ARC auf Pixabay

Der Herzenstiere Kongress startet

Meine Lieben, am 15.12. startet der kostenlose Herzenstiere Kongress, den Mieke Mädge der Welt zur Verfügung stellt. Auch ich bin dabei und spreche über Tiere in der geistigen Welt. Hier sind weitere Infos…

Ist es für dich ein grosses Herzens-Anliegen dass dein Tier rundum gesund und glücklich ist? Und möchtest du mehr erfahren was du für das Wohlergehen deines Herzenstieres tun kannst?

Erfahre in diesem Kongress…

  • mehr über alternative Heilmethoden für dein Tier
  • neues und wissenswertes über Tiergesundheit
  • gesunde Ernährung für dein Tier
  • erfüllte Tier-Mensch-Beziehung
  • Erziehung und Training – nur wie?
  • besser kommunizieren mit deinem Tier
  • wie werde ich meinem Tier noch mehr gerecht?

Folgende Sprecher sind dabei: Dr. Dirk Schrader, Dr. Evelyn Kusan, Swanie Simon, Maja Nowak, Pia Gröning, Christine Beckmann, Andrea Schädel, Jana Iger, Manou Gardner, Anja Jakob, Andrea Schädel, Oliver Wyld Rose Kyr, Anke Jobi, Christine Zeek, Christian Dittrich-Opitz, Anne Sasson, Lisa Leicht, Bettina Bernadowitsch, Kerstin Höfkes, Petra Haarhaus, Ute Heberer, Jessica Ballweg, Sarah Kadelka, Sarah Fink, Anita Zoder und Christian Enengl

Lass dich inspirieren von 25+ spannenden Interviews:

Diese Themen erwarten dich beim Herzenstiere Kongresss:

  • Tierkommunikation: kann ich lernen mit meinem Tier zu sprechen?
  • Alternative Medizin: Goldimplantate bei Arthrose
  • Naturheilkunde für Tiere: Heilkräuter, Traditionelle chinesische Medizin für Tiere
  • Energetische Behandlungen für dein Tier, Osteopathie, Frequenztherapie
  • Welcher Hund passt zu mir?
  • Ein Welpe zieht ein:-)
  • Was tun bei Verhaltensauffälligkeiten bei Katzen?
  • Tierschutz / Tierschutzorganisationen
  • Dein Tier ist was es isst: gesunde Ernährung für dein Tier
  • Trauer und Abschied: wie kann ich damit umgehen?
  • Kontakt mit Tieren jenseits der Regenbogenbrücke
  • Dein Hund als Spiegel deiner Seele
  • Krisenvorsorge auch für Tiere: welche (gesunden) Nahrungsmittel kann ich bevorraten?
  • Tiergerechtes Training und Erziehung
  • u.v.m.  :-))

und melde dich jetzt kostenlos zum Online-Kongress, DEM Herzens-Projekt, an

Herzentiere Kongress Anmeldung

Ich wünsche Dir viel Vergügen dabei und wunderbare Aha-Momente

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Eine Engelbegegnung

Diese spontane Engelbegegnung erlebte ich im Jahr 1997. Sie war eine der berührendsten Erfahrungen, die ich jemals gemacht habe.

Die Vorgeschichte

Ich war im Herbst 1996 alleine mit meinen beiden Kindern im Teenageralter von Deutschland nach Wien gezogen. Zunächst fühlte sich diese Entscheidung gut an. Wir hatten zuerst ein Übergangsquartier in einem Kleingartenhaus im dreizehnten Wiener Gemeindebezirk. Solange war die Welt halbwegs in Ordnung. Ich war zwar einsam, vermisste meine Freunde aus Deutschland sehr, doch mein neuer Job in der Radiologie, Haushalt und Kinder beschäftigten mich so sehr, dass ich kaum zum Nachdenken kam.

Wir mussten aus dem Haus ausziehen

Doch dann kam der Frühling 1997 und anders als erwartet, sollten wir diesen nicht in der Kleingartensiedlung erleben. Ich hatte mich den ganzen Winter darauf gefreut, dass wir im Sommer auf der Terrasse und im Garten sitzen würden, doch der Besitzer verlangte sehr plötzlich, dass wir ausziehen sollten. Somit begann eine hektische Suche nach einer Bleibe. Ich schaute mir Wohnungen in ganz Wien an. Eine war schrecklicher als die andere. Und die, die einigermaßen schön waren, konnten wir uns nicht leisten.

Spät am Abend rief der Makler an

Der Makler, den ich mit der Suche beauftragt hatte, war mit mir schon ein wenig verzweifelt. Ich hatte Ansprüche, die ich mir aber nicht leisten konnte. Das war ein Dilemma. Außerdem musste ich so schnell wie möglich aus meiner bisherigen Bleibe hinaus. Der Besitzer machte täglich Druck. Und eines Tages rief mich der Makler abends gegen halb neun Uhr an und sagte, dass er vermutlich eine passende Wohnung für mich hätte. Allerdings müsste ich diese sofort besichtigen, weil es bereits einen Interessenten gab. So machte ich mich ziemlich bald nach diesem Telefonat auf den Weg. Wir trafen uns kurz nach zehn Uhr am Abend vor der Wohnung im zwölften Bezirk. Von außen sah das Haus ganz passabel aus. Die Wohnung war erstaunlich geräumig mit Küche, Bad, zusätzlichem WC, zwei recht großen Zimmern und einem Wohnzimmer. Und dazu war sie gerade noch leistbar für mich. Was für ein Glücksfall!

Die Wohnung war sogar möbliert

Obwohl eigentlich ein Zimmer fehlte, entschloss ich mich, dass ich im Wohnzimmer schlafen würde. Dadurch würde jedes Kind ein eigenes Zimmer haben. Ein Glück war auch, dass die Küche vollständig eingerichtet war, alle Elektrogeräte waren vorhanden. Die Wohnung war sogar vollständig möbliert, was mir, die ich weder Möbel noch Geld hatte, wie eine willkommene Gelegenheit erschien. Ich würde schon etwas Hübsches daraus machen, dachte ich mir. Hinzu kam, dass sie praktisch sofort beziehbar war.

Der Tag des Umzugs

Wenige Tage später übergab mir der Makler die Schlüssel. Wir hatten ja nicht viel zu packen. Waren wir ja nur mit ein paar Kleidungsstücken und sonst nicht viel nach Wien gekommen. Die paar Dinge luden wir ins Auto einer Schulmutter, die sich bereit erklärt hatte, mir zu helfen und fuhren in die neue Wohnung.

Ich dachte mich trifft der Schlag

Als wir in der Wohnung ankamen, es war ungefähr um die Mittagszeit, traf mich fast der Schlag. Kein Wunder, dass ich diese Wohnung am Abend besichtigen musste. Sie war stockdunkel und alle Fenster waren mit Gittern versehen. Die Wohnung, die bei der nächtlichen Besichtigung ganz passabel ausgesehen hatte, stellte sich als ein mit Chippendale Stilmöbel versehenes Gefängnis heraus. Es gab nicht ein einziges unvergittertes Fenster. Und die eine Hälfte der Wohnung schaute in einen stockdunklen Innenhof. Die andere Hälfte schaute auf den Garten des Nachbarhauses, doch trennten uns davon massive Eisengitter. Mir fielen fast die Kisten aus der Hand. Wir teilten die Räume auf und ich sagte den Kindern, dass sie nur das Notwendigste auspacken sollten. Wir würden hier ganz bestimmt nicht bleiben.

Die Suche ging weiter

Also suchte ich weiter. Dieses Mal mit einem anderen Makler. Doch es war offensichtlich in ganz Wien nichts Besseres aufzutreiben. Sowohl die Kinder, als auch ich, wurden in dieser Wohnung von Tag zu Tag depressiver. Die Energie war unerträglich und es passierten andauernd schreckliche Dinge. Es war klar, wir mussten so schnell wie möglich da weg. Doch wohin sollten wir gehen?

Der Tag der absoluten Verzweiflung

Es war an einem Sonntagnachmittag. Die Kinder waren bei Schulfreunden eingeladen. Ich war alleine zuhause. Draußen war es sonnig, doch davon war in der Wohnung nichts zu bemerken. Ich lag im Wohnzimmer auf meinem improvisierten Matratzenlager mit dem Gesicht zur Wand und fragte mich zum wiederholten Male, ob die Entscheidung, mein ganzes bisheriges Leben in Deutschland aufzugeben und nach Wien zu gehen, nicht einfach ein vollkommener Irrsinn gewesen war. Im Krankenhaus, in dem ich arbeitete, war es auch gerade nicht so rosig. Als Deutsche eckte ich immer wieder an mit meiner direkten Art, und die Wohnsituation war unerträglich. Außerdem war ich finanziell am Ende, wusste nicht, wie ich eine weitere Maklerprovision bezahlen sollte und kannte niemanden, der mir mal Trost gespendet hätte. Ich hatte bis dahin keinerlei soziale Kontakte, die über lose Bekanntschaften hinaus gingen.

Ich wollte aufgeben

An diesem Nachmittag wollte ich aufgeben. Ich lag auf dem Bett und starrte die Wand an. Verzweifelt suchte ich nach einer Lösung und fand einfach keine. Meine Lage war aussichtslos. Ich hasste diese Wohnung und auch die ganze Umgebung so sehr. Ich hatte das Gefühl, mit meinem Entschluss auf ganzer Linie versagt, ja alles in meinem Leben falsch gemacht zu haben.

Plötzlich wurde es hell im Raum

Als ich so lag, wurde es in dem Raum, in dem man auch bei Tag die Lampen brennen lassen musste, ganz hell. Ich hatte keine Lampe an, lag eigentlich im düsteren Zimmer. Das Licht schien aus den Wänden zu kommen. Ich lag ganz still und wunderte mich, dass ich zwar das Gesicht zur Wand gedreht hatte, aber den ganzen Raum sehen konnte. Noch mehr wunderte es mich plötzlich, dass ich mich selbst von hinten dort liegen sah. Und als ich dies realisierte, umfing mich eine unglaubliche Welle von Wärme und Liebe. Wo vorher Dunkelheit, Verzweiflung und Einsamkeit war, war plötzlich Liebe und Geborgenheit.

Ich wusste plötzlich, dass dies mein Engel war

Plötzlich fühlte ich wie Schwingen um meinen Körper, fühlte mich umarmt und regelrecht gewiegt. Es war ein wunderschönes Gefühl. Alles wurde licht und leicht. Meine ganze Verzweiflung, meine Angst, meine Selbstvorwürfe, alles wich diesem unendlich lichten Gefühl. Ich habe keine Ahnung, wie lange dieses Gefühl anhielt, doch es durchflutete mich vollständig. Zuversicht begann in mir zu wachsen. Mir fielen Geschichten von anderen Menschen über Engelbegnungen ein und ich wusste, dass mir dies nun selbst auch widerfahren war.

Wenige Tage später

Wenige Tage nach diesem Erlebnis bot mir ein entfernter Bekannter an, sein kleines Haus im dreizehnten Bezirk zu mieten. Mit einem wunderschönen Garten, direkt am Rand des Hörndlwaldes. Und das Beste war, er wollte genau so viel Miete, wie ich für die Wohnung bezahlte. Da es sein Haus war, fielen auch keine Maklerkosten an. Nach dieser Engelbegnung hatte das Leben uns wieder. Wir mussten uns noch ein paar Wochen gedulden, doch mit der Aussicht auf das Haus war es auszuhalten. Damit begann ein neuer Abschnitt in unserem Leben, der nicht weniger abenteuerlich, aber wesentlich lustiger werden sollte.

Meinem Engel werde ich auf alle Ewigkeiten dankbar sein!

Manou

Bild von Alessio auf Pixabay

Besuch aus einer anderen Dimension

Diesen Besuch aus einer anderen Dimension hatte ich an einem Novembertag vor vier oder fünf Jahren.

Ich saß am Tisch und schrieb

Wie eigentlich immer saß ich auch an diesem Vormittag am Wohnzimmertisch und schrieb. Es war ein trüber nebliger Novembertag und es hatte einen Hauch geschneit. Nicht viel, gerade nur so viel, dass eine dünne Decke den Boden bedeckte. Ich war auch dieses Mal sehr in meinen Text vertieft. Mein Hund Bobby und meine Katze Helmut leisteten mir Gesellschaft.

Außer mir war keiner im Haus

Mann und Kinder waren aus dem Haus, die Airbnb Wohnung im oberen Stock war zu dieser Zeit nicht bewohnt. Während ich schrieb, genoss ich das Gefühl, alleine im Haus zu sein. Denn das war nicht so häufig der Fall. Und gerade zum Schreiben brauchte ich die Ruhe. Ab und zu legte der Hund seinen Kopf auf meinen Schoß und ließ sich streicheln. Und manchmal strich die Katze um meine Beine. Alles war behaglich und friedlich. Da ich genau dieses herbstlich-neblige Novemberwetter so liebte, wenn ich drinnen im Warmen saß, war meine Welt rundum in Ordnung.

Plötzlich sprang der Hund auf

Und mitten in meiner ruhigen Behaglichkeit sprang plötzlich der Hund auf und lief zur Abschlusstür im Treppenhaus. Und da hörte ich auch schon, wie die große Eingangstür ins Schloss fiel. Der Hund reagierte ein wenig irritiert und pendelte zwischen Abschlusstür und Terrassentür aufgeregt hin und her, als könne er sich nicht entscheiden, wohin er sich wenden sollte.

In meinem Gehirn ratterte es

Mein Mann konnte nicht gekommen sein, mit ihm hatte ich wenige Minuten zuvor telefoniert und er war in Wien. Die Kinder waren beide in der Schule und würden nicht einfach am Vormittag nach Hause kommen. Sonst hatte niemand einen Schlüssel. Mittlerweile hörte ich schwere Schritte die Treppe hinaufgehen. Meine Gedanken überschlugen sich. Hatte ich vergessen, dass wir Airbnb Gäste haben? Ich dachte nach, doch ich wusste genau, dass wir niemanden einquartiert hatten.

Die Schritte waren laut und deutlich

Die Schritte waren gut hörbar und ich konnte sogar sagen, auf welcher Stufe der Besucher nun war, da manche Stufen knarrten. Als er am Treppenabsatz angekommen war, hielt er kurz inne. Mein Hund stand ratlos im Wohnzimmer. Ich saß immer noch bewegungslos am Tisch und verfolgte die Schritte akustisch. Mein Wohnzimmer ist unterhalb der Airbnb-Wohnung und nimmt deren gesamte Fläche ein. Bald hörte ich die Schritte über mir. Der Besucher schien langsam von einem Raum zum anderen zu gehen. Ich konnte hören, wie die Türen geöffnet wurden.

Ich überlegte, was zu tun war

Inzwischen war ich mir fast sicher, dass ich wohl tatsächlich vergessen hatte, dass wir Gäste hatten. Ich zweifelte schon an meinem Verstand. Allerdings war es ein seltsames Verhalten, dass jemand in die Wohnung geht, und Raum um Raum abschreitet. Die Schritte waren auch langsam und bedächtig.

Und plötzlich war es still

Plötzlich hörte ich nichts mehr. Kein Laut drang mehr nach unten. Ich lauschte und versuchte noch ein kleines Geräusch zu hören, doch da war nichts mehr. Kein Schritt, keine Tür, gar nichts. Mein Hund hatte mittlerweile auch das Interesse verloren und lag schon wieder in seinem Körbchen. Doch ich konnte das so nicht stehenlassen. Ich brauchte Gewissheit.

Dann ging ich hinauf

Mit Hund bewaffnet und einer Maglite als Schlagstock in der Hand ging ich langsam die Treppe hinauf. Mir war in diesem Moment bewusst, dass dies wohl nicht das allerklügste Vorgehen war, doch hatte ich keine bessere Idee. Für mich war ganz klar, dass es sich dabei um einen absolut menschlichen Besucher handeln musste. Und vielleicht waren ja doch Gäste im Haus und ich hatte eine Erinnerungslücke. Ich schlich mich bis zur Wohnungstür und öffnete sie vorsichtig. Die Wohnung war leer. Wie ich sie in Erinnerung hatte. Ich ging die Räume langsam in der gleichen Reihenfolge ab, wie es der Besucher getan hatte, immer darauf gefasst, in einem der Räume jemanden vorzufinden.

Die Wohnung war leer

Doch die Wohnung war vollkommen leer. Die Betten waren abgezogen, somit konnten keine Gäste da sein. Ich schaute sogar ängstlich in alle Schränke und unter die Betten. Aber da war niemand. Auch der Hund zeigte keinerlei Anzeichen, dass jemand hier sein könnte. Mit einem Ohr lauschte ich auch immer ins Treppenhaus, ob ich die Tür wieder zufallen hörte. Doch es war alles ganz still und ruhig. Nachdem ich die Wohnung gründlichst durchsucht hatte, versuchte ich mir einen Reim darauf zu machen. Ich durchsuchte noch alle anderen Räume im Obergeschoss, doch das Haus schien außer mir völlig menschenleer zu sein.

Langsam ging ich wieder hinunter

Immer noch darauf gefasst, bald einem menschlichen Besucher gegenüber zu stehen, ging ich langsam wieder durch das Treppenhaus ins untere Stockwerk. An der Haustür blieb ich kurz stehen. Ich wollte mich vergewissern, dass sie abgeschlossen war. Doch das war sie nicht. Sie war aufgesperrt. Und draußen lag Schnee.

Draußen lag Schnee

Und es gab keinerlei Fußabdrücke im Schnee – weder ankommende noch abgehende. Die Schneedecke vor der großen Eingangstür war völlig blütenweiß und intakt. Da wurde mir erst bewusst, dass dies wohl kein physischer Besucher gewesen sesin konnte. Und ich war überrascht. Denn schließlich erscheinen mir die Menschen aus der geistigen Welt stets völlig lautlos.

Wer uns an diesem Morgen besucht hat, so laut die Treppen hinaufgestiegen ist und durch die Wohnung lief, kann ich nur vermuten. Fakt ist, dass dies mein erstes Erlebnis dieser Art in diesem Haus war. Beruhigend fand ich nur, dass auch mein Hund reagiert hatte. Somit würde ich niemals auf die Idee kommen zu denken, ich hätte mir das nur eingebildet. Weitere solche Vorkommnisse sollten folgen. Doch darüber berichte ich an einem anderen Tag.

Liebe Grüße

Manou

Bild von Anja auf Pixabay

Schamanische Reise nach Peru – wahre mystische Geschichten

Ich möchte Dir von einer wundersamen schamanischen Reise nach Peru erzählen. Vor einigen Jahren hatte ich ein sehr denkwürdiges Erlebnis.

Wie alles begann

Ich war bei einer Herzheilungszeremonie bei meiner lieben Kollegin Sabine Lobmaier (www.lobmaier-energetik.at). Die Zeremonie war wunderbar und währenddessen wurde auch ein Tabakritual durchgeführt. Im Verlauf dieses Rituals standen urplötzlich zwei Wesenheiten vor mir. Sie erschienen mir ungefähr einen Meter groß und sehr stämmig. Als ich sie so betrachtete, fragte ich die Wesenheiten wer sie denn wären und sie antworteten mir, dass sie das Ayahuasca Wesen wären. Ich kannte Ayahuasca vom Namen her, hatte aber bisher nichts damit zu tun gehabt. Das eine Wesen sah sehr unscheinbar aus. Das andere hingegen hatte Haare wie Medusa. Sie standen wie Schlangen vom Kopf ab. Beide waren grau-grünlich mit Brauntönen darin, aber ansonsten konnte ich mich an keine weiteren Details erinnern.

Die Ayahuasca Wesen stellten sich vor

Die beiden Wesenheiten standen vor mir und sie sprachen auch zu mir. Ich kann mich erinnern, dass sie sehr eindringlich sprachen. Leider konnte ich den Inhalt nicht mit ins Tagesbewusstsein nehmen. Ich erinnerte mich danach nur noch daran, dass sie etwas von Peru sagten. Alle anderen Informationen gingen sofort ins Unterbewusstsein ein.

Ich versuchte, mir einen Reim auf die Begegnung zu machen

Zunächst dachte ich noch eine Zeit darüber nach und versuchte auch, mich zu erinnern, was die Wesenheiten mir sonst noch gesagt hatten, aber es war weg. Die Information war nicht mehr abrufbar. Auch forschte ich ein wenig im Internet und erfuhr dabei, dass Ayahuasca eine halluzinogene Pflanzenmischung aus zwei (!) Pflanzen war und eine dieser Pflanzen war eine Liane! Das erklärte mir die seltsam anmutenden Haare der einen Wesenheit. Und immer wieder dachte ich an Peru. Doch weder hatte ich einen inneren Impuls mich einer Ayahuasca Zeremonie zu unterziehen, noch, nach Peru zu reisen. Aber es ließ mich nicht los. Ich wusste, sie hatten mir etwas Wichtiges gesagt und ich ärgerte mich ein wenig über mich selbst, dass ich mich nicht mehr erinnern konnte.

Ich erzählte meinem schamanischen Lehrer von der Begegnung

Einige Zeit später besuchte mich mein schamanischer Lehrer und ich war sehr froh, mit ihm über diese Begegnung sprechen zu können. Konnte ich mir doch immer noch keinen Reim darauf machen. Er hörte mir zu und schlug vor, dass er mir einen Stein aus Peru, den er besaß, bringen würde. Mit diesem Stein in der Hand sollte ich eine schamanische Reise machen. Diese Option erschien mir vollkommen richtig. Hatte ich selbst eine schamanische Reise nach Peru gar nicht in Erwägung gezogen.

Schamanisches Reisen findet außerhalb von Zeit und Raum statt

Es dauerte nicht lange, und er brachte mir diesen Stein. Doch dauerte es noch einmal einige Zeit, bis ich den Entschluss in die Tat umsetzte. Ich wollte zu dieser Reise nicht selbst trommeln und lud mir dafür eine Trommelreise aus dem Internet. Für alle, die sich mit schamanischen Reisen nicht auskennen: Bei einer schamanischen Reise kann man entweder die untere Welt besuchen, wo die Krafttiere beheimatet sind, oder die obere Welt, wo man auf Geistführer und Ahnen trifft. Oder man macht eine Reise in die mittlere Welt, die den geistigen Abdruck der uns bekannten alltäglichen Wirklichkeit darstellt. Die Reise in die mittlere Welt ist diejenige Reise, in der wir völlig körperlos dahin reisen können, wohin es uns zieht.

Die Reise ging los

Eines Tages war es dann soweit. Ich hatte mir eine Zeit ausgesucht, in der ich definitiv ungestört war. Die Trommeln hörte ich über Kopfhörer und machte es mir auf meiner Couch im Wohnzimmer bequem.  Den Stein aus Peru hielt ich fest in meiner rechten Hand. Ich mache schamanische Reise am liebsten im Liegen, weil ich dabei meinen physischen Körper unbesorgt zurücklassen kann. Die Trommel ist das zentrale Element der Reise, denn die Trommel ist das Boot, das uns bei einer schamanischen Reise von der alltäglichen Wirklichkeit in die nicht-alltägliche Wirklichkeit bringt. Ich war ja schon sehr oft schamanisch gereist, doch diese Reise sollte der Höhepunkt meiner ganzen Erfahrungen werden.

Die Trommel katapultierte mich schlagartig nach Peru

Ich hielt also den Stein aus Peru in meiner rechten Hand, als die Trommel auch schon begann. Die Reise, die ich mir ausgesucht hatte, dauerte etwa 40 Minuten. Dies sollte mehr als genug Zeit sein. Und ich war so schnell wie noch nie in Peru und stand sofort auf einem Berg. Ich sah mich um. Nicht weit von mir saßen vier Männer an einem Feuer und nahmen keinerlei Notiz von mir. Sie sprachen über etwas, das ich aber nicht verstand.

Langsam ging ich näher. Ich fühlte meine Unsicherheit. Durfte ich mich diesen Männern nähern? Ich tat es einfach. Kaum war ich noch ungefähr fünf Schritte von ihnen entfernt drehte sich einer davon um und sah mich an. Wie auf Befehl nahmen mich dann auch die anderen wahr. Sie standen auf und traten auf mich zu. Ich selbst fühlte mich sehr unbeholfen und wusste nicht recht, was ich tun sollte und ich bemerkte, dass ich gar nicht wusste, was ich eigentlich hier wollte. Schließlich war ich ja nur der Aufforderung des Ayahuasca Wesens gefolgt.

Plötzlich kamen viele Menschen

Plötzlich erreichte ein Zug vieler Menschen diese Bergkuppe auf der wir uns befanden. Ohne von uns Notiz zu nehmen gingen sie schnatternd auf der anderen Seite den Berg hinunter. Aus irgendeinem Grund machte ich Anstalten, ihnen zu folgen. Doch einer der Männer packte mich an der Schulter und hielt mich zurück. Dann ließen sie wieder von mir ab, setzten sich zurück ans Feuer und beachteten mich nicht mehr. Als ich sie so beobachtete, wie sie am Feuer saßen und sprachen, wurde mir plötzlich bewusst, dass sie Erdenhüter waren. Ich wusste damals nichts von Erdenhütern, doch der Begriff kam mir in den Sinn.

Ich kullerte den Berg hinunter

Wie es dazu kam, dass ich mich plötzlich auf dem Boden liegend fand, weiß ich nicht mehr. Doch plötzlich begann ich, den Berg hinunter zu kullern und ich kann mich erinnern, dass es anfangs auch sehr unangenehm war. Doch je länger ich so kullerte, umso mehr verstand ich Mutter Erde unter mir. Ich spürte sie atmen und wurde mit jedem Meter selbst mehr zu ihr. Mein Bewusstsein wurde völlig zum Erdenbewusstsein. Ich fand das auch gar nicht seltsam, sondern es fühlte sich angenehm und richtig an. War ich anfangs wie ein Fremdkörper über die Erde gekullert, so wurde es auf seltsame Art physiologisch. Es war normal für mich, den Berg hinunter zu kullern, als hätte ich nie etwas Anderes getan.

Plötzlich befand ich mich in meinem Wohnzimmer

Die Szene änderte sich ruckartig. Ich war immer noch in der Reise und war doch in meinem Wohnzimmer. Ich sah, besser gesagt, ich fühlte mich auf der Couch liegend, doch ich war auch außerhalb von mir und ich nahm wahr, dass ich nicht alleine war. Mir wurde plötzlich bewusst, dass die vier Erdenhüter um meinen Körper herumstanden. Sie sprachen auch jetzt miteinander. Es wirkte ernst. Aber sie nahmen von meinem Bewusstsein, das sich zwar außerhalb des Körpers, aber doch ebenfalls im Raum befand, keinerlei Notiz.

Die Szene änderte sich wieder

Plötzlich befand ich mich mit meinem Bewusstsein wieder innerhalb meines Körpers. Die Trommelreise, die mir anfangs so lange erschien, war zu Ende. Ich wurde recht unsanft wieder in die alltägliche Wirklichkeit zurückgebracht. Und etwas verwirrt setzte ich mich auf. Die Reise war zu Ende, ohne dass sie mir eine abschließende Erkenntnis gebracht hatte – zumindest keine, die im Alltagsbewusstsein vorhanden war. Ich konnte mich an all diese Dinge, die ich hier beschrieben habe, erinnern. Doch habe ich bis heute das Gefühl, dass es Sequenzen in der Reise gab, an die ich mich wieder nicht mehr erinnern kann.

Der Begriff der Erdenhüter ließ mich nicht mehr los

Immer wieder dachte ich über diese vier Männer, die ich als Erdenhüter bezeichnet hatte, nach. Was war ihre Aufgabe? Und was hatten sie mir im Wohnzimmer gesagt? Wie war das, als ich den Berg hinuntergekullert war? Ich konnte Mutter Erde als lebendige Wesenheit fühlen und ebenso, dass ich selbst ein Teil von ihr war. Lange noch hallte diese Reise in mir nach.

Es gab noch ein Nachspiel

Aber wie es im Leben so ist, der Alltag verdrängt oftmals diese bedeutsamen Momente und die Erinnerungen verblassten zwar nicht, aber ich dachte auch kaum noch darüber nach. Ich hatte auch keine Ahnung, woher ich noch mehr Informationen erhalten sollte. So verging die Zeit und eines Tages suchte ich ein bestimmtes Buch in meiner doch beachtlichen Büchersammlung.

Ich stand vor dem Regal und ging die Buchrücken ab. Und plötzlich stockte ich. Ganz auf der Seite in einem Regalfach stand ein Buch, an dessen Herkunft ich mich nicht im Geringsten erinnern konnte. Der Titel lautete: „Die Erdenhüterkristalle“. Und plötzlich fiel mir die Reise wieder ein. Da war er wieder der Begriff der Erdenhüter. Und so sehr ich mir bisher den Kopf darüber zerbrochen habe, woher dieses Buch kommen mag, es war einfach da. Ich kann mich nicht erinnern es jemals gekauft zu haben, noch kann ich mich an einen anderen Umstand erinnern, wie es zu mir gekommen sein könnte. Es war einfach da.

Ich versuche, den Auftrag anzunehmen

Ich habe so viel bereits verstanden, dass es notwendig ist, Mutter Erde in ihrem Transformationsprozess zu unterstützen. Noch weiß ich nicht, was genau dabei meine Aufgabe ist. Doch bin ich überzeugt, dass das nächste Puzzleteil mich eines Tages erreichen wird. Bis dahin beschäftige ich mich mit den Erdenhüterkristallen.

Herzliche Grüße in Deinen Dienstag

Manou

Der Geist des Nussbaumes

Dieses einschneidende Erlebnis mit dem Geist eines Nussbaumes hatte ich als Kind und es begleitet mich bis heute. Und es war auch der Auftakt zu meiner tiefen inneren Verbundenheit zu Naturgeistern.

Meine Kindheit war nicht gerade rosig

Meine Kindheit war nicht gerade das, was man rosig nennt. Ich wuchs als unerwünschtes Kind mit ausländischem Vater in einem kleinen Dorf auf. Nach einer Odyssee durch Inobhutnahme vom Jugendamt, Pflegeeltern drohte mir das Kinderheim. Meine Oma hatte zwar sehr wenig Geld und eigentlich auch keinen Nerv für ein kleines Kind, aber sie bewahrte mich vor diesem Schicksal und nahm mich zu sich.

Im Dorf war ich der Bastard

Im Dorf war ich der Bastard, denn die Leute wussten um meine Abstammung, und in den Sechziger- und Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts, war dies durchaus ein Makel. Und so war meine Kindheit auch immer von Einsamkeit geprägt. Meine Freunde waren die Hühner, die im großen Garten lebten. Aber mein allerbester Freund war der große alte Nussbaum, der den Mittelpunkt unseres Gartens bildete. Heute weiß ich, dass der Geist des Nussbaumes mein bestern Freund war.

Ich verbrachte viel Zeit bei diesem Nussbaum

Ich verbrachte viel Zeit bei diesem Nussbaum, saß an seinem Stamm und schüttete ihm mein Herz aus. Immer tröstete er mich und hörte mir aufmerksam zu. Auch raunte er mir Dinge zu, die ich damals aber noch nicht verstand. Ich verstand auch damals nicht, dass ich eigentlich mit dem Geist des Nussbaumes kommunizierte. Für mich waren es Gespräche mit einem Baum – meinem Baum.

Ich hatte immer das Gefühl, dass der Nussbaum auf mich wartete

Wenn ich nach der Schule nach Hause kam, aß ich ganz rasch und verzog mich dann meist mit einem Buch zu meinem Nussbaum. Wenn ich ihm nichts zu erzählen hatte, saß ich an seinem breiten Stamm und las. Und immer hatte ich das Gefühl, dass er sich freute, wenn ich kam. Wir waren ein Team – der Geist des Nussbaumes und ich. Unter diesem wunderbaren Blätterdach war ich sicher und geborgen und die oftmals feindliche Welt konnte mir nichts anhaben.

So vergingen die Jahre – doch die Freundschaft blieb

Die Jahre vergingen, ich kam in die weiterführende Schule, doch die Freundschaft mit meinem Baum blieb. Nichts und niemand konnte uns trennen. Ich sprach mit keiner Menschenseele über meine Freundschaft mit meinem Baum. Erstens, weil ich offenbar intuitiv wusste, dass diese Art der Freundschaft gar nicht zu erklären war, und zweitens, weil sie für mich völlig normal war. Wir beide gehörten einfach zusammen.

Nur in den Wintermonaten hatten wir wenig Kontakt

In den Wintermonaten verbrachte ich die meiste Zeit im Haus, doch sobald der Frühling ins Land zog, war ich schon wieder draußen im Garten und besuchte meinen Freund, den Nussbaum. Und es schien für ihn so in Ordnung zu sein. Offenbar gönnte auch er sich eine Winterruhe. Wir hatten ein stilles Einvernehmen. Niemand verlangte vom anderen etwas, sondern wir gaben uns, was wir zu geben hatten – und das war viel. Wir waren wirklich die allerbesten Freunde.

Eine Unruhe überfiel mich plötzlich

Eines Tages saß ich in der Schule und wie aus dem Nichts überfiel mich eine unglaubliche Unruhe. Ich, die sonst doch eher laut und aufgeweckt war, saß ganz still an meinem Tisch. Die Stunden zogen sich unendlich und meine Angst steigerte sich von Minute zu Minute. Ich spürte, dass etwas Schreckliches geschehen war, doch wusste ich nicht, was.

Ich dachte, mit meiner Oma sei etwas passiert

Das erste, das mir einfiel war, dass vielleicht etwas mit meiner Oma passiert war. Schließlich war sie schon sehr betagt und hatte ein schwaches Herz. Und oft genug sagte sie mir, dass sie wahrscheinlich bald an einem Herzinfarkt sterben würde und ich dann ins Heim müsste. Ich konnte dem Unterricht nicht mehr folgen. Es war unerträglich. Alles in mir war Angst.

Nach der Schule rannte ich den ganzen Weg nach Hause

Sobald die letzte Schulstunde beendet war, packte ich meine Sachen und begann zu rennen. Ich rannte den ganzen Weg. Mein Schulweg war sehr lang und ich war vollkommen außer Atem, als ich in die Nähe unseres Hauses kam. Als letztes Haus, vor unserem, stand ein etwas größeres Haus, das den Blick in unseren Hof versperrte. Dort hielt ich kurz an. Meine Angst hatte sich zu Panik gesteigert. Ich wusste, es war etwas Schreckliches passiert.

Ich fiel beinahe in Ohnmacht

Kaum war ich wieder halbwegs bei Atem wusste ich, dass ich mich jetzt der Tatsache stellen musste. Langsam ging ich weiter, bis ich in unseren Hof sehen konnte. Ich erwartete Rettungsfahrzeuge oder Polizei doch nichts dergleichen war dort. Im Hof lag nur…die Krone meines Nussbaumes.

Ich weiß nicht, was schlimmer gewesen wäre

Ich rannte sofort los, in der irrationalen Hoffnung, dass ich ihn noch retten konnte. Doch natürlich war da nichts mehr zu machen. Der Stamm war bereits zersägt und mehrere Menschen machten sich gerade daran, die Krone in kleinere Teile zu zersägen. Ich kniete neben meinem Freund nieder und weinte. Keiner beachtete mich. Keiner konnte verstehen, was gerade in mir vorging. Mein Freund war ermordet worden. Ohne jede Vorwarnung. Sie hatten ihn einfach abgesägt. Ich konnte es nicht glauben. Immer wieder schloss ich die Augen und hoffte, dass dies nur ein böser Traum war.

Es war leider kein Traum

Doch es war leider kein Traum. In diesem Moment zerbrach mein ganzes Leben in Stücke. Ich hatte nicht einmal gewusst, dass sie es vorhatten. Sie wussten es doch, dass ich diesen Baum mehr als mein Leben liebte. Keiner verstand meinen Schmerz. Geschäftig rissen sie an seinen Ästen. Machten schrecklichen Lärm mit den Sägen, scherzten und lachten. Ab und zu wedelten sie mich beiseite, wenn ich im Weg stand. Ich war wie betäubt. Es musste doch ein Erwachen aus diesem Albtraum geben. Wie sollte ich ohne meine Freund weiterleben? Er hatte doch niemandem etwas getan! Warum taten sie das? Es gab keine Antworten. Nicht an diesem Tag und auch an keinem anderen.

Der Garten ohne meinen Freund

Als sie ihn in hunderte Stücke zersägt hatten, wagte ich es, den Garten zu betreten, wo er einst stand. Langsam ging ich um das Haus herum und sah den leeren Platz. Der Rest des Stammes und die Wurzeln steckten noch in der Erde. Und ein einziger Schrei lag über dem Garten. Ich weiß nicht, ob es mein Schrei war, oder der des Baumgeistes! Alles war Schrei, war Verzweiflung, war Schmerz. An diesem Tag endete meine magische Kindheit. Auch die Magie des Gartens war vollkommen zerstört. Der Platz, an dem er gestern noch stand war eine einzige Wunde.

Damals wusste ich nicht, dass der Baumgeist im Stamm gefangen war

Ich verließ den Garten, weil ich dachte, ich könne nichts mehr tun. Damals wusste ich nicht, dass der arme Baumgeist nun in diesem Rest des Baumes gefangen war. Ich wollte diesen Garten nie wieder betreten. Und ich tat es auch nicht. Vielleicht hätte ich noch etwas für ihn tun können – ganz bestimmt sogar. Doch ich wusste nichts davon. Für mich war der Baum gestorben und somit mein Freund. Erst viele Jahre später ist mir bewusstgeworden, dass der Freund noch dagewesen sein musste und ich seinen Schrei, seinen Schmerz gefühlt hatte, als ich in den Garten eilte. So wie er mich in seiner Verzweiflung gerufen hatte, als ich noch in der Schule saß. Er hatte um Hilfe gerufen!

Mein Leben ging von da an bergab

Mein Leben ging ab diesem Tag den Bach hinunter. Bald begann ich zu trinken und mich mit Männern einzulassen. Alle Kindheit, alle Unschuld, alle Geborgenheit waren an diesem Tag zu einem Ende gekommen. Ich suchte überall nach der Vertrautheit, die ich mit meinem Freund erlebt hatte und fügte mir selbst viele Wunden zu. Ich benutzte und ließ mich benutzen und es sollten etliche Jahre vergehen, bis ich wieder Stabilität fand.

Wie oft habe ich darüber nachgedacht

Wie oft habe ich darüber nachgedacht, ob ich ihn hätte retten können, wenn ich sofort aus der Schule nach Hause gerannt wäre, als ich seinen Ruf das erste Mal empfangen hatte? Doch wahrscheinlich hätte es nichts genutzt. Meine Oma und ihre Helfer hätten sicher nicht von ihrem Vorhaben abgelassen. Aber der Gedanke, dass er mich rief und ich noch Stunden in der Schule abgesessen habe, hat mich lange gequält. Wenn ich mich darauf konzentriere, kann ich heute noch seine Angst und Verzweiflung spüren, die mich damals erreicht hatte. Auch wäre mein Leben wahrscheinlich anders verlaufen, wenn er weiterhin für mich dagewesen wäre. Ich weiß es nicht. Schlussendlich ist ja alles gut geworden. Aber auf diesen Tag folgte eine schreckliche Zeit.

Wenn ich heute sehe, wie Bäume gefällt werden

Wenn ich heute sehe, wie Bäume gefällt werden, reißt es jedes Mal mein Herz in Stücke. Wie mein Freund empfinden diese wunderbaren Wesen diese Angst und die Verzweiflung. Man kann ihnen helfen, wenn man sie darauf vorbereitet und dem Baumgeist anbietet, an einen anderen Ort zu ziehen. Man muss ihm einen ganz jungen Baum, möglichst der gleichen Art, zur Verfügung stellen.

Ich bin dem Geist des Nussbaumes bis heute dankbar

Ich bin dem Geist des Nussbaumes bis heute dankbar. Er hat mich geliebt und getröstet, hat mit mir geweint und gelacht. Er war mein Freund, mein Vertrauter mein Seelengefährte. Und er hat mir den Weg geebnet, mich später ganz bewusst mit Naturgeistern zu beschäftigen. Doch immer noch spüre ich den Schmerz in mir, wenn ich mich zurückerinnere. Deshalb stehen in unserem Garten nun drei Nussbäume, die ich mit Zähnen und Klauen verteidigen werde, solange ich lebe.

Manou

PS: Falls Du noch etwas über die Magie der Bäume lesen möchtest: Die Magie der Bäume

Und hier: Die Weisheit der Olivenbäume

Bild von Mystic Art Design auf Pixabay

Der Tag, an dem die Zeit stehenblieb

Dies ist eine Geschichte, die mir selbst vor vielen Jahren passierte. Ich lebte damals schon in diesem Haus, der Alten Schule in Edlach, und ich saß an genau dem gleichen Platz, an dem ich jetzt auch sitze. Ebenfalls tat ich damals das Gleiche wie jetzt. Ich schrieb an einer Geschichte.

Es war ein wunderbarer Herbsttag

Es war ein wunderbarer Herbsttag und die warmen Strahlen der Herbstsonne fielen auf meinen Tisch. Meine Kinder waren noch klein und ich hatte sie am frühen Morgen in den Kindergarten gebracht. So saß ich am Tisch und schrieb und schrieb. Meine Gedanken waren völlig in der Geschichte gefangen und die Zeit ging rasend schnell vorbei. Plötzlich hatte ich den Impuls auf die Uhr zu schauen. Es war elf Uhr am Vormittag. Ich hatte also noch eine Stunde Zeit, bevor ich meine Kinder wieder in Empfang nehmen würde.

An Schreiben war nicht mehr zu denken

Nach diesem Blick auf die Uhr versuchte ich, wieder in den alten Schreibfluss zurückzukehren und an der Geschichte weiterzuschreiben, doch es wollte mir nicht gelingen. Ständig schaute ich auf die Uhr und plötzlich überkam mich der Wunsch, nach draußen in den Garten zu gehen. Ich stand auf und ging durch die Terrassentür hinaus. Schon als ich ins Freie trat, fiel mir auf, dass sich die Luft anders anfühlte als sonst. Sie war irgendwie dichter.

Doch wie von unsichtbaren Fäden gezogen, ging ich langsam nach hinten in den Garten. Wie oft war ich diesen Weg schon gegangen. Doch an diesem Tag war alles anders. Ich nahm meine Umgebung wahr, auf eine Weise erschien sie auch wie immer, doch auf eine andere Weise war sie mir völlig fremd. Ich hatte keine Angst. Nur die Gewissheit war in mir, dass ich in den Garten gehen und diesen abschreiten musste. Ich setzte an einer Seite an, und ging entlang des Zaunes langsam vorwärts. Es war, als ob ich durch eine Masse gehen musste. Die Luft bot wesentlich mehr Widerstand als sonst. Und als ich entlang der Gartengrenzen ging, war es, als zögen Äonen von Jahren an mir vorbei. Ich erlebte dieses Stück Erde zu allen möglichen Zeiten. Es waren auch die verschiedensten Jahreszeiten dabei. Ich durchschritt den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter.

Alles war fremd und doch vertraut

Dabei war mir nicht kalt oder heiß, ich nahm mich selbst eigentlich kaum wahr. Ich ging immer wieder die gleichen Grenzen ab und fühlte mich, als befände ich mich in einem Zug, der sich nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit bewegte. Ich nahm keine Anstrengung wahr, obwohl ich mich durch einen Widerstand bewegte. Auch war kein Gefühl der Beunruhigung war in mir, nur grenzenloses Staunen. So schritt ich einfach langsam dahin. Ich hinterfragte auch nichts.

Es war einfach zu tun

Ich wusste, dies war nun zu tun. Und ich fragte nicht, warum. Eine Runde nach der anderen drehte ich im Garten bis ich den Impuls empfing, mich unter einen der Nussbäume zu setzen. Dort saß ich und der Zug der Zeit ging immer weiter. Alles in mir wusste, dass dies völlig in Ordnung war. Ich hatte jegliches Gefühl für die Gegenwart verloren. Eigentlich hatte ich auch jegliches Gefühl für mich selbst verloren. Ich war in dieser Zeit weder Manou noch sonstwer. Ich existierte einfach. Und ich war in allem und alles war in mir.

Pendlerin durch die Zeit

Ich war eine Pendlerin durch die Zeit. Denn auch mich selbst erlebte ich als Kind, aber nicht unbedingt als das Kind, das ich in diesem Leben gewesen war, sondern als irgendein Kind. Und als diese Bilder endeten, erlebte ich mich als Greisin. Als alte Frau, die irgendwo in einem Garten saß und wartete. Worauf diese alte Frau wartete, wusste ich nicht. Es war auch nicht wichtig. Wichtig war nur, dass alles seine Richtigkeit hatte, was gerade geschah.

Die letzten Blätter des Nussbaumes

Durch die letzten Blätter des Nussbaumes, die zu dieser Jahreszeit noch am Baum hingen, schaukelte die Sonne. Ich betrachtete die Formen und Figuren, die die Blätter und die Sonnenstrahlen auf den Boden warfen auf dem ich saß, und alles erschien mir bedeutungsvoll. Ich wusste nicht, welche Bedeutung diese Bilder hatten, doch wusste ich, dass sie bedeutungsvoll waren. Ich nahm keinerlei Geräusche war. Weder hörte ich vorbeifahrende Autos noch nahm ich irgendetwas Anderes aus der Gegenwart wahr.

Es ging einfach immer weiter

So saß ich eine unendlich lange Zeit unter diesem Nussbaum und empfing, was gerade kam. Noch immer war die Luft dichter als sonst, doch ich hatte keine Mühe zu atmen. Das Gefühl von absoluter Richtigkeit war immer noch da. Alles hatte sich aufgelöst. Die Grenzen waren verschwommen. Nicht nur die räumlichen Grenzen, sondern auch die Grenzen der Zeit. Ich erlebte einen Zustand des absoluten Gewahrseins, aber auch des völligen Verschmelzens mit allem was war, was ist und was sein wird. Da gab es kein vorher oder nachher. Es war das unendliche Jetzt.

Plötzlich – grenzenloses Erschrecken

Nach einer Zeit ließ die Bewegung durch Raum und Zeit nach und ich erschrak zutiefst. Ich hatte jedes Zeitgefühl vollkommen verloren und ich erinnerte mich an das Jetzt. Und dass ich um zwölf Uhr meine Kinder im Kindergarten abholen musste. Dieser Gedanke katapultierte mich mit unglaublicher Wucht in die Gegenwart und ich rannte ins Haus. Mein Herz raste. Schließlich war ich Ewigkeiten im Garten gewesen. Alles drehte sich um mich. Ich war nicht erreichbar gewesen. Sicher hatte der Kindergarten bereits versucht, mich zu erreichen. Mein mütterliches schlechtes Gewissen war unermesslich. Als ich die Terrassentür wieder erreichte, hatte ich furchtbare Angst vor dem Blick auf die Uhr. Während des ganzen Weges vom Garten zur Terrasse hatte ich versucht zu erraten, wieviel Zeit vergangen war. Ich war so lange im Garten gewesen, es musste bereits später Nachmittag sein.

Ich hatte alles um mich herum vergessen, sogar meine Kinder

Die Gedanken rasten in meinem Kopf. Kaum traute ich mich, auf die Uhr zu schauen. Doch als mein Blick auf die Uhr fiel, war immer noch elf Uhr. Die gleiche Zeit wie die, die ich erblickt hatte, als ich noch am Tisch saß und schrieb. Die Uhr musste stehengeblieben sein. Ich hechtete zum Tisch um auf mein Telefon zu schauen, doch auch dort war es elf Uhr. Ebenso auf meinem Laptop und auf jeder anderen Uhr in unserem Haus.

Die Zeit war stehengeblieben

Ich war vollkommen verwirrt. War seit dem Moment, an dem ich am Tisch saß und dem gegenwärtigen Moment keine Zeit vergangen, obwohl ich das Gefühl hatte, ein halbes Leben lang im Garten gesessen zu haben.

Dieses Erlebnis hat sich in dieser Intensität niemals mehr wiederholt und im Lauf der Jahre wurde mir immer mehr bewusst, dass ich damals in einem anderen Zeitstrahl gewesen sein musste. Vielleicht war es auch eine andere Dimension. Ich weiß es nicht. Es war auf jeden Fall ein sehr eindrückliches Erlebnis.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen ersten Advent!
Manou

Mystische Geschichten vom 1. Advent an

Morgen ist der 1. Advent und morgen starten auch die 40 mystischen Geschichten. Ich freue mich darauf, dich damit durch die Vorweihnachtszeit, die Weihnachtszeit und die Raunächte zu begleiten. Falls du noch jemanden kennst, für den die Geschichten eine Bereicherung sein könnten, dann bitte leite diese Nachricht doch weiter.

Vorbereitung auf den 1. Advent – die Geschichten schreiben

Ich bin gerade dabei, die Geschichten zusammenzutragen und die ersten davon zu erstellen. Es ist auch für mich eine große Freude, diese wundervollen wahren Begebenheiten aufzubereiten, einzutauchen in ihre Magie, sodass du ebenfalls eintauchen kannst und die Magie und die mystische Stimmung dahinter erfühlen kannst. Ich überlege gerade, ob ich sie nicht doch auch wieder, wie letztes Jahr, vorlese und auf Youtube stelle.

Nichts ist vorweihnachtlicher als die Mystik unserer Welt

Im Sommer, wenn die Sonne heiß vom Himmel brennt, sind wir mehr im Außen mit unserer Aufmerksamkeit. Wir nehmen die Sonnenstrahlen auf der Haut wahr, springen ins kühlende Wasser und sind voller Aktivität. Draußen ist auch viel zu tun. Yang-Zeit! Jetzt hingegen ist die Zeit, in der wir eintauchen in neue und alte Geschichten, hinter die Augenscheinlichkeit blicken und uns auch auf die Entdeckungreise zur eigenen inneren Magie machen können. Es ist dunkel, warm, Kerzen brennen und draußen geht der Wind. Yin-Zeit!

Das Leben an sich ist voller Magie

Was uns in der Aktivität des Sommers oftmals verborgen bleibt, kann nun mehr Raum gewinnen. Die Magie des Lebens, die Welten, die parallel zur bekannten dreidimensionalen Welt auch noch bestehen. All dies ist wunderbar. Es herrscht eine magische Stimmung und wir können sie in uns aufnehmen.

Hach, ich freue mich, dass du bist und dass wir gemeinsam durch die Zeit wandern

Es ist schön, um dich und all die anderen LeserInnen zu wissen, und gewahr zu sein, dass wir nun gemeinsam eintauchen in eine Welt der Magie, der Mystik und des Zauberhaften. Also starten wir morgen, am 1. Advent.

Falls Du etwas weiterlesen möchtest: Mystische unsichtbare Welten

und hier noch was zum 1. Advent: 1. Advent – im Vertrauen auf die Erlösung

In diesem Sinne wünsche ich Dir heute noch einen schönen Samstag

Heute, gegen 18.30 Uhr ist übrigens wieder Zeit für ein Video zur Reihe „Einsamkeit versus All-eins-Sein. Heute zum Thema: Wer dich begleitet – dein geistiges Team.

Meinen Youtube-Kanal findest Du hier: Manou auf Youtube

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Guten Morgen aus Reichenau/Rax

Guten Morgen aus Reichenau an der Rax…der Winter zieht ein. Und damit die gemütliche Jahreszeit. Was du in dieser Zeit alles machen kannst, erzähle ich Dir heute.

Als erstes kannst du dich noch anmelden für den Vortrag heute Abend 🙂

Es sind noch 2-3 Plätze frei, wer Lust hat, ist herzlich willkommen bei unserem Abend zum Thema: Leben in der neuen Welt

Als zweites kannst du endlich deine Stricksachen auspacken

Die lange Abende laden ein, sich mit einer Tasse Tee und ein paar Keksen auf die Couch zu setzen und zu stricken, zu häkeln, zu sticken…was auch immer.

Als drittes kannst du endlich all die Bücher lesen, die du dir gekauft hast

Hast du dir auch über den Sommer eine Menge Bücher gekauft, die du noch nicht gelesen hast? Dann geht`s dir wie mir. An den langen Abenden ist es super, endlich einmal abzutauchen in die Welt der Bücher.

Als viertes kannst du schonmal anfangen, Kekse zu backen

Und idealerweise bringst du mir welche vorbei. Ich bin keine begeisterte Keksbackerin aber vielleicht ist es deine Passion? Dann würde ich mich über ein paar Fotos deiner Kreationen freuen.

Als fünftes kannst du den Weihnachtsschmuck ausgraben und das Haus dekorieren

Hast du schon dekoriert? Ab sofort ist es super toll, wenn die Deko endlich wieder zur Geltung kommt. Wie wirkt die Wohnung doch gleich so anders, wenn sie schön weihnachtlich dekoriert ist. Bei mir fällt das dieses Jahr ziemlich flach, obwohl ich eine leidenschaftliche Weihnachts-Dekorateurin bin, denn wir haben zwei schlimme Katzenkinder, die alles zerstören….. grmpf….

Als sechstes kannst du dich schon auf die mystischen Geschichten freuen,

die ich ab Sonntag täglich – 40 Tage lang – veröffentlichen werde. Die ersten sind bereits in Arbeit und ich bin selbst ganz angetan davon. So viele tolle Erlebnisse, die mit mir geteilt wurden. Wenn du selbst auch etwas erlebt hast, kannst du mir gerne schreiben, dann mache ich eine Geschichte daraus.

Als siebtes kannst du meinen Youtube Kanal abonnieren

Dort gibt es ab sofort jeden Samstag ein Video zum Thema „Von der Einsamkeit zum All-eins-Sein“ und jeden Dienstag den Spirit Talk. Du findest meinen Kanal hier: Manous Youtube Kanal

Als achtes kannst du dir schonmal Gedanken über die Weihnachtsgeschenke machen

Es ist doch toll, dieses Jahr mal wieder die Weihnachtsmärkte zu besuchen und schöne Dinge für liebe Freunde und Familienmitglieder suchen. Oder du betätigst dich noch selbst kreativ und machst ein paar der Geschenke selbst.

Als neuntes kannst du dich auf die Manou Gardner Online School freuen,

die mit ein paar Wochen Verspätung jetzt doch bald an den Start geht mit Online-Kurse per Video zu Elementarwesen, zu den Raunächten und auch mit Meditationen.

Tja, mehr fällt mir jetzt auch nicht ein, aber du kannst ja in den Kommentaren schreiben, welche Dinge dir noch einfallen, was man in der Vorweihnachtszeit alles tun kann.

Ich schicke dir einen guten Morgen Gruß aus Reichenau an der Rax und wünsche dir einen schönen Freitag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Kannst du dein Licht sehen?

Kannst du dein Licht sehen? Ist dir bewusst, was tief in dir schlummert? Oder beschränkst du dich auf das Offensichtliche und passt dich deiner Umgebung an?

Dein Licht sehen und wertschätzen

Ich wage zu behaupten, dass auch du das Licht in dir nicht vollständig sehen kannst. Sondern dass du dich auf das Offensichtliche beschränkst. In den meisten Menschen schlummert ein unglaublich schönes Licht, das offengelegt werden darf und will. Doch oftmals ist es das Umfeld, das dieses Licht verborgen hält. Vielleicht hast auch du nicht das geeignete Umfeld, um dein Licht zu erfassen. Vielleicht hältst du dich zurück, damit du im Kreis deiner Familie und Freunde nicht auffällst. Denn es ist eine menschliche Eigenschaft, dass wir dazugehören wollen. Wenn nun aber das Umfeld sein Licht auch nicht sieht, und im Dunklen tappt, so neigen die meisten Menschen dazu, es ihnen gleichzutun.

Die Vorweihnachtszeit – Zeit des Lichtes – eine Metapher

In der Vorweihnachtszeit entzünden wir gerne Lichter. Wir stellen einen Adventskranz auf, schmücken die Fenster mit Lichtern und zünden öfter eine Kerze an. Vielleicht magst du meinem Impuls folgen, dich in dieser Zeit auch mit deinem eigenen Licht zu verbinden. Vielleicht möchtest du dein eigenes Licht strahlen lassen. Und die weihnachtlichen Lichter können dir dabei helfen, dich immer wieder an dein eigenes Licht zu erinnern.

Nonkonform sein als Weg zum eigenen Licht

Solange du mit deinem Umfeld konform gehst, vor allen Dingen dann, wenn das Umfeld nicht besonders hell strahlt, dimmst du dein eigenes Licht herunter. Was würde geschehen, wenn du dich frei machst von dieser Konformität? Wie würde es sich anfühlen, wenn du dir selbst erlaubst, dein Licht hell strahlen zu lassen? Welchen Weg würdest du einschlagen, wenn du nicht in dem Wunsch gefangen wärst, dazu zu gehören? Sein Licht zum Leuchten zu bringen erfordert Mut und Kreativität. Aber seien wir doch mal ehrlich: Bist du auf die Welt gekommen, um dich anzupassen? Oder bist du hier, um genau das in die Welt zu bringen, was nur du auf diese Weise in die Welt bringen kannst? Bist du nicht hierher gekommen um ein Licht für die Welt zu sein?

Deine Gaben sind es wert, in die Welt getragen zu werden!

Die Welt braucht derzeit nichts dringender als möglichst viele helle und strahlende Lichter. Es wäre wunderbar, wenn auch du dich trauen würdest, dein Licht zu zeigen, es der Welt zugänglich zu machen. Vielleicht magst du den Impuls aufgreifen, die Vorweihnachtszeit, die Raunächte und die Weihnachtszeit dazu zu verwenden, dein Licht zu finden.

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen wunderschönen Donnerstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Hier ist ein passender Artikel dazu: Ein Licht in dieser Welt sein

Bild von Chantelle Thompson auf Pixabay

Hier habe ich dazu übringes schon einmal ein Video gemacht:

Die heftigen Energien seit gestern Abend

Die heftigen Energien seit gestern Abend knocken mich gerade aus. Ich lag gerade drei Stunden auf der Radionik, jetzt geht`s wieder etwas besser. Ich möchte darüber berichten, falls Du auch betroffen bist, damit Du Dich nicht alleine fühlst.

Die heftigen Energien kamen wie angeflogen

Eigentlich ging es mir gestern ganz gut. Bis mich am frühen Abend, ziemlich gleich nach der Aufnahme von Spirit-Talk, Energien angeflogen sind, die mich vollkommen ausgeknockt haben. Es äußerte sich in folgenden Symptomen

  • schlagartig totaler Brainfog – ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen
  • Kälte und Frieren
  • Zittrig, als ob das ganze Nervensystem unter strom stünde
  • Übelkeit
  • Totale Mattigkeit und Abgeschlagenheit

Ich bin dann einfach mal ins Bett gegangen in der Hoffnung, dass es heute weg ist. War es aber nicht. Ich bin mit dem gleichen Gefühl aufgewacht. Deshalb habe ich mich gleich mal in meine Praxis gelegt und behandelt. Bei der Radionik Analyse war auffällig, dass alle Chakren total geschwächt waren, vor allem das Kronenchakra.

Wie ich damit umgehe

Da mir bewusst ist, dass sich diese Energie-Attacken immer wieder wiederholen, sich auch oftmals unterschiedlich auswirken, mache ich mich ganz durchlässig. Ich lasse die Energie einfach durch mich hindurch fließen, ohne großartig Widerstand zu bieten. Ich habe mittlerweile gelernt, dass dies die beste Methode ist, um es möglichst kurz zu halten. Doch meist dauert es trotzdem zwei bis drei Tage, bis ich mich wieder fit fühle.

Es ist ja noch gar nicht lange her, als mir das das letzte Mal wiederfahren ist. Hier habe ich es beschrieben: Die heftigen Energien seit gestern

Was mir hilft, mit den heftigen Energien umzugehen

Falls Du diesen Zustand auch kennst, schreibe ich Dir hier auf, was ich in diesen Momenten mache. Vielleicht hilft Dir die eine oder andere Idee etwas.

  • Ich mache mir bewusst, dass dies Teil des Prozesses ist
  • Ich beschäftige mich mit schönen Dingen
  • Ich gönne mir viel Schlaf und Ruhe
  • Ich halte mich warm, da ich dabei immer sehr friere. Ein warmes Bad, warme kuschelige Kleidung und/oder eine Wärmeflasche helfen mir dabei
  • Ich bete und meditiere

Und ich versuche, mich nicht allzusehr von meinen Dingen abhalten zu lassen, ich mache alles nur etwas langsamer. Mein Gefühl sagt mir, dass ich mich zwar nicht gegen die heftigen Energien stemmen möchte, aber ich lasse mich nicht davon bestimmen. So gut ich kann mache ich meine Dinge wie immer.

Die Unterscheidung zwischen allgemeinen heftigen Energien und einer energetischen Attacke

Es ist nicht immer leicht zwischen diesen beiden Möglichkeiten zu unterscheiden, aber heute fühlt es sich mehr an, wie heftige allgemeine Energien, die sich bei Menschen jedoch unterschiedlich auswirken können. Bei mir haben sie auf jeden Fall dazu geführt, dass mir mal wieder bewusst wurde, dass ich nicht unangreifbar bin, sondern dass ich auch immer wieder darauf achten muss, womit ich es gerade zu tun habe. Da ich in meiner Arbeit ja in zwei Welten unterwegs bin, kann mich auch viel mehr erreichen. Das ist einerseits wichtig für meine Arbeit, andererseits aber auch anstrengend.

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Mittwoch. Unf falls du auch betroffen bist, hoffe ich, dass mein Impuls dir etwas helfen kann.

Hier ist auch noch ein Artikel für Dich: Erste Hilfe bei negativen Energien im Umfeld

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Enrique Meseguer auf Pixabay