Heute Abend starten wir in die vierte der dreizehn heiligen Nächte. Und diese ist der nächsten Hierarchie der geisitgen Wesenheiten gewidmet. Das sind die Archai – die Zeitgeister. Jedes unserer Zeitalter wird durch die Archai gelenkt. Sie sind diejenigen, die uns durch die verschiedenen Epochen führen. Sie ermöglichen uns die jeweiligen Erfahrungen, die die entsprechende Zeit uns bieten kann. Wir denken vielleicht, dass wir die Zeitalter durch unsere menschlichen Errungenschaften prägen, dies stimmt auch zum Teil. Doch in Wahrheit sind es die Archai, die uns dazu anleiten – und zwar in der Nacht. Während wir schlafen, werden wir durch die Archai unterrichtet und wir erfahren in dieser Zeit auch eine Beurteilung unseres Tuns.

Und heute von Einbruch der Dämmerung bis morgen zum Einbruch der Dämmerung können wir uns folgende Frage stellen:

Will ich so handeln, wie ich bisher gehandelt habe?

Dies ist eine sehr intime Frage, denn wie dürfen uns bei der Beurteilung selbst ganz nahe kommen. Können wir hinter unseren Handlungen stehen? Oder handeln wir so, weil „alle“ so handeln? Welche Beweggründe habe ich für mein Handeln? Wenn wir uns bewusst machen, dass wir allerspätestens nachtodlich all unseren Taten auf unserem Lebenstableau begegnen, dann wissen wir auch jetzt bereits, dass wir unser Handeln immer selbst verantworten müssen. Es nützt nichts, wenn wir sagen: „Aber ich konnte ja nichts dafür. Das war eine Anweisung“, oder wenn wir uns unser Handeln jetzt schönreden, indem wir uns sagen: „Aber es machen doch alle so und es ist bequemner“.

In der kommenden der Heiligen Nächte dürfen wir unser bisheriges Handeln einer genauen Prüfung unterziehen – unter der Prämisse, dass wir die alleinige und vollständige Verantwortung dafür tragen. Wir sind nicht Opfer der Umstände, sonder wir sind Erschaffer unserer Umstände.

Das heutige Handeln ist unser Morgen

Wenn wir bedenken, dass wir in einem Rad von Ursache und Wirkung stehen, dann wissen wir auch, dass unsere gestrigen Taten die heutigen Umstände und so weiter bewirken. Wenn wir gestern – und damit meine ich gestern im übertragenen Sinne, also in der Vergangenheit – dieses oder jenes getan haben, dann ernten wir heute die Früchte davon. Wenn wir in der Vergangenheit an unserer Persönlichkeit gearbeitet, wenn wir uns weiterentwickelt haben, dann haben wir in der Gegenwart die Ergebnisse davon auf dem Tisch liegen. Wenn wir faul waren und die Dinge einfach laufen ließen, ebenfalls.

Wir können die Zukunft in die Hand nehmen, indem wir heute unser Handeln überdenken

Wenn die Umstände, in denen wir uns heute wiederfinden, nicht dem entsprechen, was wir gerne hätten, dann können wir heute überlegen, wie wir bisher gehandelt haben. Und wir können uns überlegen, welche Taten wir setzen müssen, um in der Zukunft das Leben leben zu können, das wir uns vorstellen. Albert Einstein sagte einmal sinngemäß: „Die größte Dummheit ist, wenn man immer wieder das Gleiche macht und dabei ein anderes Ergebnis erhofft.“

Das bedeutet für uns, dass wir heute Abend und heute Nacht mit der Unterstützung der Archai, unser Handeln überdenken und neu definieren können.

Das Tierische in uns überwinden

Um wahrlich als Mensch zu inkarnieren, Mensch zu werden, in allen Aspekten, dürfen wir heute darüber nachdenken, wo wir noch triebhaft und instinkthaft handeln. Wo überlassen wir unser Tun und Denken noch unserem Reptiliengehirn und wo sind wir ganz Mensch, indem wir das Triebhafte durchgeistigen? Wo sind wir noch steckengeblieben und nicht HerrIn unserer Sinne, unserer Gedanken, unserer Taten? Wir dürfen alles, was uns begegnet durchgeistigen indem wir es einer genauen Betrachtung unterziehen. Reagieren wir nicht mehr mit den alten bewährten Kampf-Flucht-Mechanismen, sondern beginnen wir, Situationen zu analysieren, zu durchdenken, zu durchfühlen. Versetzen wir uns in die Lage des anderen Menschen, wenn wir einen Konflikt haben, anstatt ihn gleich zu verurteilen, überlegen wir zunächst, bevor wir etwas Tun. Dies ist der Auftrag unserers Zeitalters – des Bewusstseinseelenzeitalters.

Wir sind im Zeitalter der Freiheit

Das Zeitalter, in dem wir uns gerade befinden, ist das Zeitalter, in dem der Mensch aufgerufen ist, in die Freiheit zu gehen. Die Freiheit als Auftrag, Möglichkeit und Chance zu betrachten. Wir sind in der Lage mit unserem freien Willen uns für die helle oder für die dunkle Seite zu entscheiden – doch wir müssen uns entscheiden – immer wieder aufs Neue.

Daher nutzen wir den heutigen Tag dazu, uns unseres Handeln bewusst zu werden und prüfen wir – in aller Freiheit – ob wir dieses Handeln in der Zukunft auch gut heißen werden. Und ob die Früchte unseres Handelns so wie sie jetzt sind, für uns in Ordnung sind.

Wenn wir morgen neue Ergebnisse wünschen, dürfen wir heute unser Handeln ändern.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Montag!

Manou Gardner aka Manuela Pusker

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