Heute sind wir schon bei Tag fünf angekommen. Dieser Tag, also ab der heutigen Dämmerung bis zum Abend des morgigen Tages, gilt der Überwindung der eigenen inneren Schwächen. Wir stehen ab heute Abend in Verbindung mit der Hierarchie der Exusiai oder Elohim. Diese Wesenheiten kommen aus den Sonnensphären und sind Träger des Lichtes, der Liebe und der Weisheit. Und diese Wesenheiten können uns gut zur Seite stehen, wenn wir unsere inneren Schwächen einer genauen Prüfung unterziehen. Heute, tagsüber, stehen wir ja noch in der Verbindung mit den Archai, die uns helfen, unser bisheriges Handeln zu überdenken. Sobald der heutige Tag in die Dämmerung übergeht, übergeben die Archai an die Exusiai oder Elohim und wir können sofort unsere Schwächen anschauen.

Das Anschauen der inneren Schwächen

Es mag sein, dass dies keine prickelnde Erfahrung ist, wenn man sich wirklich mit seinen Schwächen beschäftigt, aber das ist nun einmal das Ziel des Menschseins, dass wir diese – aus dem freien Willen heraus – überwinden. Was macht uns noch zu schaffen? Wo sind wir noch zu sehr in der Schwächung? Womit stehen wir uns selbst im Wege? Die eigenen inneren Schwächen zu betrachten, ist ein wunderbarer Moment der Intimität mit sich selbst. Wir brauchen an uns nicht den Anspruch der Perfektion stellen, sondern wir entwickeln uns ja immer weiter und jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Schwächen. Diese einmal ohne Emotion zu betrachten und sie einer genauen Prüfung zu unterziehen schafft eine wunderbare Klarheit. Wir sehen uns so, wie wir wirklich sind. Wir müssen uns doch selbst auch gar nichts vormachen, sondern dürfen uns einfach so betrachten. Und diese Schwächen zu sehen, ist der erste Schritt zu deren Überwindung. Und wenn wir heute die Elohim bitten, uns Wege aus diesen Schwächen zu zeigen, diese zu transformieren, bringt uns in einen völlig neuen Zustand.

Das Transformieren der inneren Schwächen

Wenn wir an Schwächen denken, ist das oftmals mit Scham belastet. Doch dies ist völlig unnötig. Alleine das Bewusstmachen derer ist ein großer und mutiger Schritt. Und es ist oftmals leichter, wenn wir uns bereits vorstellen können, wohin wir diese transformieren können, daher beschreibe ich ein paar Beispiele:

Trägheit in Gelassenheit transformieren – wenn wir oftmals träge sind, und uns nicht aufraffen können, etwas zu tun, das dringend getan werden soll, dann können wir diese Trägheit transformieren, indem wir uns nicht der Unlust hingeben, sondern genau prüfen, was uns wirklich wichtig ist. Dies führt dann bereits in die nächste Transformation.

Unlust in kritisches Hinterfragen transformieren Wenn uns bewusst ist, dass etwas getan werden muss, dann werden wir es auch tun. Aber manchmal sind diese Dinge gar nicht notwendig, sondern wir handeln aus einem Konzept heraus. Konzepte sind manchmal hilfreich, weil sie Ideen und Gedanken eine Struktur geben, aber oftmals haben wir eine Menge veralteter Konzepte im Kopf, die gerne wieder hinterfragt werden können. Und so kommen wir zum nächsten Punkt.

(Veraltete) Konzepte in neue Zusammenhänge transformieren Viele Menschen machen Dinge, weil „man sie eben so macht“. Da darf man sich ruhig die Frage stellen: Wer ist „man“? Wenn man Dinge macht, „weil MAN sie so macht“, darf man sich fragen: „Wie mache ICH diese Dinge?“ Und wenn wir diese Konzepte, die scheinbar von außen aufoktroyiert wurden, verwandelt in eigene Werte, dann wandelt sich Unlust in Lust, weil es in einem inneren Zusammenhang steht.

Jähzorn in kinetische Energie verwandeln Viele Menschen neigen zu Jähzorn und dieser Zorn hat eine unglaubliche Energie. Wenn wir es schaffen, in diesem Moment den Zorn nicht über andere Menschen zu ergießen – denn meist ist es sowieso der Zorn auf sich selbst – sondern diesen Zorn in Energie verwandeln, endlich etwas in Angriff zu nehmen, das schon lange wartet, getan zu werden, dann ist das eine wunderbare Kraftquelle. Hier heißt es eben, eine Zwischeninstanz einzuschalten. Ich hatte gestern ja darüber geschrieben, das Tierische in uns zu überwinden. Wenn wir dem Zorn einfach freien Lauf lassen und ihn über einen anderen Menschen ergießen, womöglich sogar über einen schwächeren Menschen, dann sind wir ganz im Reptiliengehirn. Wenn wir aber kurz innehalten können und diese Energie transformieren in eine Schaffenskraft, dann haben wir gleich mehrere Dinge in uns überwunden.

Dies sind nur einige Möglichkeiten, wie wir unsere Schwächen zu etwas Dienlichem verwandeln können. Diese Liste könnte unendlich fortgesetzt werden. Es geht nun einfach darum, dass wir diese Schwächen betrachten und sie einmal ungeschönt vor uns hinstellen. Mehr ist heute noch gar nicht zu tun.

Ich wünsche Ihnen und Euch einen wunderschönen Dienstag auf der Reise durch die Rauhnächte und die dreizehn heiligen Nächte – und achtet auf Eure Träume – diese können gerade jetzt viel offenbaren.

Alles Liebe und einen schönen Tag

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

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