Die Erdenreise Teil 14

Oben als Video, unten zum Lesen 🙂 Ich wünsche viel Vergnügen!

Als der Morgen kam, waren alle schon sehr früh auf den Beinen. Es war zu aufregend, um lange zu schlafen. Klara lud alle zu Kaffee und Broten ein. Mit so einem Einstieg konnte ein arbeitsreicher Tag beginnen. Martin und Hannes besprachen schon während dem Frühstück, wie sie heute vorgehen wollten. Hannes hatte schon mit dem Sender telefoniert und erhielt eine Menge E-Mails mit Informationen. „Die Anrufe können bislang in drei Gruppen aufgeteilt werden. Da sind zum einen Menschen, die selbst Ideen haben, dann gibt es Menschen, die finanziell die Ideen der anderen unterstützen wollen und es gibt welche, die gerne mitarbeiten möchten. Alle drei Gruppen können wir sehr gut brauchen. Ich hätte mir gedacht, dass wir hier auch drei Gruppen bilden und heute gleich damit beginnen, Interviews mit den Menschen zu führen. Alle weiteren Anfragen laufen im Sender ein.“

Martin nickte und schaute zu Klara. „Könntest Du Dir vorstellen, auch eine der Gruppen zu betreuen. Du bekommst zwei Engel dazu“, frage er sie. Klara nickte begeistert. Natürlich könnte ich mir das vorstellen. Ich bin schon ganz aufgeregt. Das ist endlich etwas, das ich gut kann. Am liebsten würde ich die Gruppe der Investoren betreuen. Als mein Mann noch lebte, waren wir viel in der Wiener Gesellschaft unterwegs und ich kenne die Gepflogenheiten und auch die Möglichkeiten vieler Menschen gut. Ich habe fünfzehn Jahre lang Wohltätigkeitsveranstaltungen geleitet und ich weiß, was die Menschen lockermachen können, wenn sie von etwas überzeugt sind. Ich denke, es geht darum, herauszufinden, in welche Art von Projekt sie gerne investieren wollen und dann zu schauen, dass sie so viel wie möglich geben.“

„Besser kann man das nicht zusammenfassen“, sagte Hannes bewundernd. „Ich wusste gar nicht, dass wir so ein Talent in der Gruppe haben. Das ist großartig. Wer von den Engeln möchte dieser Gruppe beiwohnen. Michael und Gabriel erklärten sich sofort bereit. „Ich glaube, wir sind da gut aufgehoben. Gabriel als führender Engel der Weihnachtszeit und ich als Zeitgeist“, sagte Michael. Alle nickten zufrieden. „Ich würde gerne die Gruppe der Menschen betreuen, die mitarbeiten wollen“, sagte Martin. „Und am liebsten wäre es mir, wenn ich dazu Theo und Luisa bekommen könnte.“ „Gut, dann werden Phanuel, Uriel, Raphael und ich die Gruppe der Menschen betreuen, die selbst Ideen haben. Ich denke, das ist eine perfekte Aufteilung. Sind alle einverstanden?“

Er blickte fragend in die Runde. Alle nickten. Hannes dachte nach. „Ich finde, um Zeit zu sparen, sollten wir die Vorgespräche online führen und dann jeden Tag die interessantesten Kontakte ins Werkstatt-Studio einladen. Ich glaube, es ist am besten, wenn wir die Vorgespräche im Sender führen. Dort haben wir genügend Räume und auch die notwendige technische Ausstattung dazu. Außerdem sind wir in der Nähe der Telefonzentrale und können sofort reagieren, wenn etwas ganz Wichtiges reinkommt. Und am Abend laden wir drei Gäste ein und kommen hierher für die Live-Sendung. Das ist doch das bessere Ambiente hier.“ Martin, Klara und die Engel waren begeistert. Das war ja großartig. Genauso würden sie es machen. „Klara, wäre es für Dich in Ordnung, wenn ich heute noch ein paar Leute aus der Requisite vorbeischicke, die es ein wenig weihnachtlich machen und vielleicht auch die Schlafplätze ein wenig umgestalten, damit wir eine tolle Atmosphäre haben?“ Klara fand die Idee großartig. „Oh ja, ich würde mich freuen, wenn die Werkstatt geschmückt wird.“ Hannes nickte. „Gut, dann leite ich das ebenfalls in die Wege. Dann würde ich vorschlagen, ich lasse Autos kommen, die uns rasch ins Studio bringen.“

Wenig später saßen alle drei Gruppen in jeweils einem Raum vor einem großen Monitor. Die Angestellten des Senders achteten darauf, dass alles reibungslos funktionierte und jede Gruppe konnte beginnen, mit jemandem zu sprechen.

Das Team des Senders leistete hervorragende Arbeit. Die Gruppen hatten die Gelegenheit mit vielen Menschen zu sprechen und machten sich dabei Notizen. Sie hatten vereinbart, dass sie bis 15.00 Uhr durcharbeiten und sich dann in der Kantine zur Besprechung treffen würden.

Es war kaum zu glauben, wie schnell die Zeit bis 15.00 Uhr vorbei war. Alle kamen mit roten Ohren und Wangen und glänzenden Augen in die Kantine. Hannes ergriff das Wort. „Die Gruppe von Klara, Gabriel und Michael hatte sieben Investorengespräche, die Gruppe von Martin, Luisa und Theo hatte fünfzehn Gespräche mit potentiellen Mitarbeitern und Helfern und Phanuel, Uriel, Raphael und ich hatten elf Gespräche mit Menschen, die eine Idee haben. Ich denke, wir schaffen es nicht, alle Ideen und Möglichkeiten jetzt zu besprechen, daher sollten wir uns die, die wir für heute am Wichtigsten halten, auswählen.“

Die Gruppen berieten sich noch einmal kurz und entschieden sich, die Ergebnisse zusammenzufassen. Klara startete mit ihrer Zusammenfassung. „Der wichtigste Investor heute war ein Textilfabrikant aus Bangladesch, der die Idee von Mongila aufgreifen möchte und mit ihr zusammen ein riesiges Textilimperium aufbauen möchte, indem sowohl Frauen als auch Männer arbeiten und in der Umgebung wohnen. Er stellt sich vor, dass die Familien ihre Kinder mitbringen und dass diese dort betreut werden und zur Schule gehen und sogar die Mittagspause mit ihren Eltern oder Elternteilen verbringen. Er hat das Geld dafür, das aufzubauen und würde sich am liebsten gleich mit Mongila und den Frauen im Dorf besprechen. Ich habe ihn wegen heute Abend gefragt, er wäre bereit. Wir müssten nur wieder eine Live-Schaltung nach Bangladesch machen.“

Alle waren begeistert. „Hat er erwähnt, wie viele Arbeitsplätze er auf diesem Weg schaffen könnte?“, fragte Hannes. Klara nickte. „Ja, das habe ich ihn auch gefragt, und er könnte sich vorstellen, im ersten Schritt dreitausend Menschen zu beschäftigen. Übrigens soll es dann auch gleich eine medizinische Versorgung vor Ort geben. Und ja, wo wir bei medizinischer Versorgung sind. Ein Ehepaar war heute auch da und würde gerne viel Geld spenden für ein alternatives Krankenhaus, in dem Menschen so gut betreut werden, dass sie auch wirklich gesund werden können.“

Als Klara dies erwähnte, fiel ihr Hannes ins Wort: „Na das trifft sich gut. Ich hatte einen ehemaligen Krankenhausmanager, der schon lange die Idee hat, ein alternatives Krankenhaus zu bauen, dem aber die finanziellen Mittel dafür fehlen. Er hat so sehr die Schnauze voll von der menschenunwürdigen Medizin, dass er nur noch davon träumt. Er hat alle Kenntnisse, die man braucht, um ein Krankenhaus aufzubauen und zu betreiben. Das ist ja großartig! Die drei müssen wir unbedingt zusammenbringen.“

„Wow! Martin staunte nicht schlecht. „Ich hatte mehrere Firmen und auch Privatmenschen, die Arbeitskräfte und Material für verschiedenste Projekte zur Verfügung stellen würden. Unter anderem war eine Baufirma dabei, die beides zur Verfügung stellen würden, wenn wir etwas bauen wollen.“

„Gut! Bitte laden wir das Ehepaar, dass ein Krankenhaus finanzieren möchte, den Krankenhausmanager und den Chef dieser Baufirma heute ein. Das ist ein fulminanter Auftakt und genau in der Größenordnung, die wir für den Anfang brauchen. Ich kläre mit den Kollegen in Bangladesch ab, wie wir den Textilfabrikanten und Mongila zusammenbringen und eine Live-Schaltung aufbauen können. Wäre es möglich, dass sich vielleicht zwei von euch Engeln wieder nach Bangladesch beamen?“ Luisa und Theo hielten sich den Bauch vor Lachen. Kaum kannte man sich zwei Tage, war es fast normal, dass Engel herumbeamen können.

Michael nickte. „Ich werde mit Luisa und Theo nach Bangladesch reisen und die anderen Erzengel bleiben bei euch“, sagte er.

„Aber zuerst werden wir noch etwas essen. Das wird noch ein langer Tag. Und dann machen wir uns an die Arbeit, damit wir die Herrschaften heute Abend alle dort haben, wo wir sie brauchen“, sagte Hannes.

Und er fügte noch hinz: „Wir werden vermutlich Verstärkung brauchen, um all die Ideen anzuhören, durchzudenken, und zu vernetzen, die jetzt jeden Tag hereinkommen. Das werden wir kaum alleine schaffen. Aber von meinem Team kann ich niemanden mehr abstellen. Hat von euch jemand eine Idee, wer uns dabei behilflich sein kann?“

Alle dachten kurz nach. „Ich habe eine Idee!“, sagte Klara. „Aber ich möchte noch nicht zu viel verraten. Ich muss das erst noch abklären.“

So, und morgen werden wir erleben, wie der erste Abend mit den Fernsehgästen verläuft und wen Klara zur Verstärkung einladen möchte.

Ich wünsche Euch allen eine wunderbare gute Nacht und einen erholsamen Schlaf!

Manou

2 Kommentare zu „Die Erdenreise Teil 14

  1. Liebe Manu,
    deine Geschichte ist soooo schön! Ich bin immer total gerührt, wenn ein weiteres großartiges Projekt startet und sich die positiven Nachrichten und Ereignisse überhäufen! Leider ist das im wirklichen Leben NOCH nicht so …. aber daran sollten wir dringendst arbeiten!!!
    Liebe Grüße, Antonia

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