Ein wundersamer zweiter Advent

Dies ist eine Geschichte, die so oder so ähnlich stattgefunden hat. Wem sie passiert ist, weiß ich nicht mehr. Aber sie könnte jedem von uns passieren.

Der Weihnachtsmarkt

Ich ging an diesem zweiten Advent über den Weihnachtsmarkt einer wunderschönen beleuchteten Stadt. Das Wetter war neblig und trübe, doch die Lichter und Düfte des Weihnachtsmarktes ließen weihnachtliche Stimmung erahnen. Leider schaffte es diese Stimmung nicht bis zu meinem Herzen. An diesem Tag war tiefe Betrübnis in mir, da es der zweite Todestag meiner Eltern war, die heute vor zwei Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren. Seither lebte ich alleine mit meinen beiden jüngeren Brüdern. Die Fürsorge hatte erlaubt, dass die beiden bei mir blieben, da ich bereits volljährig war und auch einer geregelten Arbeit nachging. Doch das Geld war immer knapp.

Wir waren gerade erst umgezogen

Die Wohnung, in der wir mit unseren Eltern gelebt hatten, war längst zu teuer für uns gewesen. Doch sie atmete noch lange die Anwesenheit unserer Eltern, auch wenn dieses Gefühl immer mehr nachließ. Anfangs hingen sogar noch die Jacken von unserer Mutter und unserem Vater an der Garderobe, die Bettwäsche, in der sie geschlafen hatten, ließen wir sehr lange auf ihren Betten. Oft legten wir uns hinein und suchten ihren Duft. Doch nach und nach mussten wir dies alles entfernen, um in der Gegenwart weiterleben zu können. Und vor vier Wochen hatten wir endlich eine kleinere Wohnung gefunden, die wir uns besser leisten konnten. Leider hatten uns unsere Eltern kein nennenswertes Erbe hinterlassen. Sie hatten ja nicht damit gerechnet, dass sie so früh sterben würden. Nachdem ich die Kosten für die Beerdigung bezahlt hatte, war nichts mehr da. Ganz im Gegenteil. Ich musste einen kleinen Kredit aufnehmen, um die letzten Rechnungen zu bezahlen. ´

Ich hielt Ausschau nach meinen Brüdern

Ich schaute mich um. Die beiden waren bereits vorausgelaufen, um ganz hinten bei den Ständen mit Bratwürsten und anderen duftenden Sachen mit leuchtenden Augen zu schauen. Sie wussten nicht, dass ich mir das Geld, das ich heute für sie ausgeben würde, vom Mund absparen musste. Sie sollten es auch nicht wissen. Es war bald Weihnachten. Sie hatten ein Recht darauf, in dem Gefühl zu leben, dass auch sie davon nicht ausgeschlossen waren.

Die Suche nach einem Weihnachtsbaum

Da ich nicht mehr viel Geld hatte, hoffte ich inständig, dass ich heute einen günstigen Baum erstehen konnte. Vielleicht einen, den niemand mehr wollte, weil er klein und schief war. Das war mir egal. Wichtig war nur, dass die beiden auch einen Weihnachtsbaum hatten. Seit Tagen hielt ich Ausschau nach so einem Baum, doch bisher hatte ich keinen gefunden, den ich mir leisten konnte. Ein wenig ängstlich ging ich deshalb zu dem abgetrennten Bereich, worin die Weihnachtsbäume verkauft wurden.

Der Verkäufer wirkte mürrisch

Der Verkäufer wirkte mürrisch und viele Menschen drängten sich dort, um prachtvolle Bäume zu erstehen. Manche von ihnen kauften drei Meter hohe Tannen, die wahrscheinlich bald in prächtigen Häusern stehen würden. Uns würde ein kleiner Baum für unsere kleine bescheidene Wohnung reichen. Ich schaute in alle Ecken. Lehnte da vielleicht irgendwo ein kleines mickriges Bäumchen? Doch außer großen, prachtvollen Bäumen war nichts zu sehen. Langsam verließ mich der Mut. Es war auch nicht möglich, den Verkäufer anzusprechen, ohne dass mindestens fünf andere Menschen mithörten. Eine Weile stand ich nur herum und beneidete die Menschen, die einfach einen Hunderter zückten, um einen Baum zu kaufen.

Ich zog unverrichteter Dinge ab

Ich hatte an diesem Tag wieder nicht den Mut, nach einem kleinen Baum zu fragen. Die Armut war mir peinlich. Es war alles düster, wenn man gar kein Geld hatte.Ich fühlte mich als Versager und Feigling. Doch noch schlimmer erschien mir die Vorstellung, mir schon wieder eine Abfuhr einzuhandeln. Und dies vor all den Menschen, die ohne mit der Wimper zu zucken die schönsten Bäume auswählten. Zumindest wollte ich noch meinen Brüdern ihre heißgeliebte Bratwurst kaufen. Ich selbst würde nichts nehmen. Von dem Geld für eine Bratwurst konnte ich uns einen ganzen Tag ernähren. Ich hatte gelernt, äußerst sparsam zu wirtschaften. Danach gingen wir nach Hause. Ich fühlte mich schlecht, sehr schlecht.

Das Treppenhaus war düster

Das Treppenhaus war schrecklich düster. Nur eine schale Lampe brannte an jedem Treppenabsatz. Es war nicht leicht, sich hier zuhause zu fühlen. Das ganze Haus strahlte Armut und Kälte aus. Rasch zogen wir uns aus und gingen ins Bett, obwohl es noch früh war. Doch im Bett war es mindestens warm. Die beiden Jungs hatten es sich angewöhnt, bei mir im großen Bett zu schlafen. Auch wenn sie versuchten tapfer zu sein, so vermissten sie unsere Eltern schrecklich und oft genug hörte ich sie leise weinen. Wir lagen noch wach und schauten in die Dunkelheit. Ich zermarterte mir den Kopf, wie ich es bewerkstelligen sollte, dass ich noch einen Baum bekam und für die Jungs zumindest ein kleines Weihnachtsgeschenk.

Plötzlich hörte ich ein Geräusch an der Tür

Plötzlich hörte ich ein Schaben und Kratzen an der Tür. Mir gefror das Blut in den Adern. Auch die Jungs hatten das Geräusch gehört. Alle drei hielten wir den Atem an. Doch nach kurzer Zeit war wieder alles still. Aber es war ganz gewiss jemand an der Tür gewesen. Ich überlegte, ob ich nachschauen sollte, doch ich hatte schreckliche Angst. Trotzdem schliefen wir irgendwann ein.

Der Wecker läutete um sechs Uhr

Um sechs Uhr läutete der Wecker. Ich musste Pausenbrote für die Jungs vorbereiten und sie wecken, bevor ich mich auf den Weg zur Arbeit machte. Den gestrigen Schreck hatte ich beinahe vergessen, doch plötzlich fielen mir die Geräusche wieder ein. Jetzt am Morgen erschien es mir auch nicht mehr so bedrohlich.

Ich ging zur Tür

Ich ging zur Tür und erwartete Einbruchsspuren zu sehen. Und als ich die Tür öffnete, fiel mir auch sofort etwas Schweres entgegen. Ich schrie so laut, dass die Jungs aufwachten und in den Flur gelaufen kamen. Sie entdeckten schneller als ich, was mich angefallen hatte. Es war ein riesiger Weihnachtsbaum! Und neben dem Baum standen Körbe mit den feinsten Leckereien, die man sich nur vorstellen konnte. Auf einem der Körbe lag ein Umschlag, der an uns adressiert war.

Die Freude war riesig

In dem Umschlag steckte eine wunderschöne Weihnachtskarte. Als ich sie öffnete fielen mir mehrere Geldscheine entgegen. Und im Inneren der Karte stand: „Liebe Grüße von Mama und Papa – Frohe Weihnachten!“ Sprachlos starrten wir auf die Berge von Lebensmitteln und den wunderschönen großen Baum. Nun stand Weihnachten nichts mehr im Wege. Ob wirklich unsere Eltern dieses Weihnachtswunder für uns geschaffen hatten, oder ob es eine wohltätige Seele war – wir sollten es nie erfahren. Doch seit Langem fühlten wir uns wieder einmal behütet und beschützt.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Ein besonderer, mystischer Tag

Dieses Erlebnis ist vor etlichen Jahren Petra Reibenwein widerfahren. Und ich möchte Dir ihren mystischen Tag schildern.

Diese besonderen mystischen Tage

Dies ist eine Geschichte, die dir aufzeigen kann, dass es diese besonderen Tage einfach gibt. Vielleicht weißt du nicht warum und weshalb dir etwas widerfährt. Aber es ist wunderbar, dass wir wissen dürfen, dass es Tage gibt, die aus allen anderen Tagen herausstechen. Und es gibt unzählige Wege, wie und woran man diese Tage erkennen kann. Vor allen Dingen zeigen sie sich dadurch, dass du in dir ein Gefühl hast, dass dich fühlen lässt, dass dieser Tag anders sein könnte, als die meisten anderen Tage deines Lebens.

Das Horoskop

Ich, Petra, lebte in dieser Zeit noch in Deutschland und an diesem Sonntag sollte ich einige wundersame Dinge erleben. Begonnen hat dieser Tag damit, dass ich mein Tageshoroskop las, in dem stand, dass dieser Tag ein ganz besonderer Tag für mich werden sollte. Obwohl ich sonst nicht so der gläubige Mensch bin, was diese Tageshoroskope anbelangt, so blieb in mir doch eine freudige Erwartung. Auf eine unerklärliche Weise hatte ich das Gefühl, dass dies stimmen könnte, dass heute ein ganz besonderer Tag sein würde.

Das Preisausschreiben

Auch bin ich nicht ein Mensch, der bei jedem Preisausschreiben mitmacht, doch an diesem Tag wollte ich unbedingt ein ausgefülltes Preisausschreiben abgeben, das an diesem Sonntag allerdings Abgabeschluss hatte. So mussten wir, mein Mann und ich, deshalb unbedingt noch nach Frankfurt fahren, was eine beachtliche Strecke war. Anders hätte das nicht mehr geklappt. Doch eine Stimme in mir trieb mich an, diese Anstrengung auf mich zu nehmen.

Besuch bei meiner Freundin

Und da wir schon unterwegs waren, beschlossen wir, noch eine Freundin zu besuchen, die auf dem Weg lag. Es war ein kalter grauer Januartag und wir saßen behaglich und warm bei der Freundin und tranken gemeinsam Kaffee. Diese Freundin war gerade dabei, ihr Haus umzubauen und natürlich waren wir auch neugierig, wie weit sie schon gekommen war. Nach dem Kaffee machten wir uns also zu einem Rundgang auf.

Der neu ausgebaute Dachboden

Am augenscheinlichsten waren die Veränderungen auf dem Dachboden. Sie hatte daraus ein wunderbares Atelier für ihre Tochter gestaltet. Er war noch nicht fertig, doch ließ bereits erahnen, wie ungewöhnlich und wunderbar es werden würde. Wir gingen in diesem Raum, der gut achtzig Quadratmeter maß, herum und weil die Katze der Freundin nun auch auf den Dachboden gekommen war, machten die Freundin und mein Mann sich auf, diese wieder einzufangen. Ich hingegen blieb auf der anderen Seite stehen und betrachtete die unglaublich riesigen Fenster, die auf eine besondere Weise in die Wand eingebracht waren. Sie waren nicht auf der Höhe, wie Fenster sonst üblicherweise sind, sondern sie befanden sich viel höher und waren unglaublich groß.

Plötzlich drehte ich mich um

Aus irgendeinem Grund hatte ich plötzlich den Impuls mich zu meinem Mann und meiner Freundin umzudrehen. Sie waren zunächst immer noch damit beschäftigt die Katze einzufangen. Und da veränderte sich auf einmal die ganze Situation. Die beiden richteten sich auf und sahen zu mir.

Meine Wahrnehmung veränderte sich

Ich sah sie, sah ihre Gesichter und alles lief wie in Zeitlupe und in absoluter Geräuschlosigkeit ab. Sie sahen zu mir und ich sah ebenfalls, wie ihre Augen sich vor Schreck weiteten und ihre Münder sich zu einem Schrei öffneten. Ich selbst war bewegungsunfähig und kein Laut drang an mein Ohr. Wie gebannt starrte ich in die beiden Gesichter, sah den Schrecken und machte mir einfach keinen Reim darauf. Alles lief langsam und vollkommen geräuschlos ab. Ich stand unbeweglich und nahm nur noch wahr.

Dann passierte es

Und plötzlich passierte es. Einer der riesigen massiven Fensterflügel hatte sich aus der Verankerung gelöst und krachte plötzlich hinter mir zu Boden. Und zwar so nahe, dass er mich an den Waden streifte und auch verletzte. Erst in diesem Moment hörte ich wieder Geräusche. Wäre ich nur wenige Zentimeter im Schreck nach hinten getreten, so hätte dieser Fensterflügel mich glatt erschlagen.

Das Wirken des Engels

Ich war mir sofort bewusst, dass mein Schutzengel mich an diesem Sonntag beschützt hatte. Denn hätte ich die Schreie meines Mannes und meiner Freundin gehört, wäre ich wahrscheinlich zuerst einmal einen Schritt nach hinten getreten. Doch diese Geräuschlosigkeit, diese Zeitlupe, diese Lähmung in mir, hatten mich vor dem sicheren Tod beschützt.

Das Preisausschreiben

Nicht nur wurde mir an diesem Sonntag mein Leben ein zweites Mal geschenkt, ich gewann sogar in diesem Preisausschreiben, das ich unbedingt noch abgeben musste, den ersten Preis: Eine wunderbare Reise nach Mauritius. Es war einfach ein, in jeder Hinsicht, besonderer und mystischer Sonntag.

Petra Reibenwein Heilmedium

Wie froh können wir alle sein, dass wir Petra an diesem Tag nicht in die geistige Welt entlassen mussten. Denn dank ihrer Heilerfähigkeiten und der von ihr ausgeübten Praxis der Aura-Chirurgie können wir alle von ihrem Wissen und Können profitieren.

Wer schauen mag, was sie alles macht, findet sie hier: Webseite von Petra Reibenwein Heilmedium

Liebe Grüße und einen schönen Samstag wünsche ich Euch

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

PS: Übrigens erscheint heute Abend wieder ein Video auf meinem Youtube Kanal aus der Reihe „Von der Einsamkeit zum All-eins-Sein“.

Heute zum Thema Seelempartner.

Meinen Youtube Kanal findest Du hier: Manous Youtube Kanal

Bild von ARC auf Pixabay

Eine Engelbegegnung

Diese spontane Engelbegegnung erlebte ich im Jahr 1997. Sie war eine der berührendsten Erfahrungen, die ich jemals gemacht habe.

Die Vorgeschichte

Ich war im Herbst 1996 alleine mit meinen beiden Kindern im Teenageralter von Deutschland nach Wien gezogen. Zunächst fühlte sich diese Entscheidung gut an. Wir hatten zuerst ein Übergangsquartier in einem Kleingartenhaus im dreizehnten Wiener Gemeindebezirk. Solange war die Welt halbwegs in Ordnung. Ich war zwar einsam, vermisste meine Freunde aus Deutschland sehr, doch mein neuer Job in der Radiologie, Haushalt und Kinder beschäftigten mich so sehr, dass ich kaum zum Nachdenken kam.

Wir mussten aus dem Haus ausziehen

Doch dann kam der Frühling 1997 und anders als erwartet, sollten wir diesen nicht in der Kleingartensiedlung erleben. Ich hatte mich den ganzen Winter darauf gefreut, dass wir im Sommer auf der Terrasse und im Garten sitzen würden, doch der Besitzer verlangte sehr plötzlich, dass wir ausziehen sollten. Somit begann eine hektische Suche nach einer Bleibe. Ich schaute mir Wohnungen in ganz Wien an. Eine war schrecklicher als die andere. Und die, die einigermaßen schön waren, konnten wir uns nicht leisten.

Spät am Abend rief der Makler an

Der Makler, den ich mit der Suche beauftragt hatte, war mit mir schon ein wenig verzweifelt. Ich hatte Ansprüche, die ich mir aber nicht leisten konnte. Das war ein Dilemma. Außerdem musste ich so schnell wie möglich aus meiner bisherigen Bleibe hinaus. Der Besitzer machte täglich Druck. Und eines Tages rief mich der Makler abends gegen halb neun Uhr an und sagte, dass er vermutlich eine passende Wohnung für mich hätte. Allerdings müsste ich diese sofort besichtigen, weil es bereits einen Interessenten gab. So machte ich mich ziemlich bald nach diesem Telefonat auf den Weg. Wir trafen uns kurz nach zehn Uhr am Abend vor der Wohnung im zwölften Bezirk. Von außen sah das Haus ganz passabel aus. Die Wohnung war erstaunlich geräumig mit Küche, Bad, zusätzlichem WC, zwei recht großen Zimmern und einem Wohnzimmer. Und dazu war sie gerade noch leistbar für mich. Was für ein Glücksfall!

Die Wohnung war sogar möbliert

Obwohl eigentlich ein Zimmer fehlte, entschloss ich mich, dass ich im Wohnzimmer schlafen würde. Dadurch würde jedes Kind ein eigenes Zimmer haben. Ein Glück war auch, dass die Küche vollständig eingerichtet war, alle Elektrogeräte waren vorhanden. Die Wohnung war sogar vollständig möbliert, was mir, die ich weder Möbel noch Geld hatte, wie eine willkommene Gelegenheit erschien. Ich würde schon etwas Hübsches daraus machen, dachte ich mir. Hinzu kam, dass sie praktisch sofort beziehbar war.

Der Tag des Umzugs

Wenige Tage später übergab mir der Makler die Schlüssel. Wir hatten ja nicht viel zu packen. Waren wir ja nur mit ein paar Kleidungsstücken und sonst nicht viel nach Wien gekommen. Die paar Dinge luden wir ins Auto einer Schulmutter, die sich bereit erklärt hatte, mir zu helfen und fuhren in die neue Wohnung.

Ich dachte mich trifft der Schlag

Als wir in der Wohnung ankamen, es war ungefähr um die Mittagszeit, traf mich fast der Schlag. Kein Wunder, dass ich diese Wohnung am Abend besichtigen musste. Sie war stockdunkel und alle Fenster waren mit Gittern versehen. Die Wohnung, die bei der nächtlichen Besichtigung ganz passabel ausgesehen hatte, stellte sich als ein mit Chippendale Stilmöbel versehenes Gefängnis heraus. Es gab nicht ein einziges unvergittertes Fenster. Und die eine Hälfte der Wohnung schaute in einen stockdunklen Innenhof. Die andere Hälfte schaute auf den Garten des Nachbarhauses, doch trennten uns davon massive Eisengitter. Mir fielen fast die Kisten aus der Hand. Wir teilten die Räume auf und ich sagte den Kindern, dass sie nur das Notwendigste auspacken sollten. Wir würden hier ganz bestimmt nicht bleiben.

Die Suche ging weiter

Also suchte ich weiter. Dieses Mal mit einem anderen Makler. Doch es war offensichtlich in ganz Wien nichts Besseres aufzutreiben. Sowohl die Kinder, als auch ich, wurden in dieser Wohnung von Tag zu Tag depressiver. Die Energie war unerträglich und es passierten andauernd schreckliche Dinge. Es war klar, wir mussten so schnell wie möglich da weg. Doch wohin sollten wir gehen?

Der Tag der absoluten Verzweiflung

Es war an einem Sonntagnachmittag. Die Kinder waren bei Schulfreunden eingeladen. Ich war alleine zuhause. Draußen war es sonnig, doch davon war in der Wohnung nichts zu bemerken. Ich lag im Wohnzimmer auf meinem improvisierten Matratzenlager mit dem Gesicht zur Wand und fragte mich zum wiederholten Male, ob die Entscheidung, mein ganzes bisheriges Leben in Deutschland aufzugeben und nach Wien zu gehen, nicht einfach ein vollkommener Irrsinn gewesen war. Im Krankenhaus, in dem ich arbeitete, war es auch gerade nicht so rosig. Als Deutsche eckte ich immer wieder an mit meiner direkten Art, und die Wohnsituation war unerträglich. Außerdem war ich finanziell am Ende, wusste nicht, wie ich eine weitere Maklerprovision bezahlen sollte und kannte niemanden, der mir mal Trost gespendet hätte. Ich hatte bis dahin keinerlei soziale Kontakte, die über lose Bekanntschaften hinaus gingen.

Ich wollte aufgeben

An diesem Nachmittag wollte ich aufgeben. Ich lag auf dem Bett und starrte die Wand an. Verzweifelt suchte ich nach einer Lösung und fand einfach keine. Meine Lage war aussichtslos. Ich hasste diese Wohnung und auch die ganze Umgebung so sehr. Ich hatte das Gefühl, mit meinem Entschluss auf ganzer Linie versagt, ja alles in meinem Leben falsch gemacht zu haben.

Plötzlich wurde es hell im Raum

Als ich so lag, wurde es in dem Raum, in dem man auch bei Tag die Lampen brennen lassen musste, ganz hell. Ich hatte keine Lampe an, lag eigentlich im düsteren Zimmer. Das Licht schien aus den Wänden zu kommen. Ich lag ganz still und wunderte mich, dass ich zwar das Gesicht zur Wand gedreht hatte, aber den ganzen Raum sehen konnte. Noch mehr wunderte es mich plötzlich, dass ich mich selbst von hinten dort liegen sah. Und als ich dies realisierte, umfing mich eine unglaubliche Welle von Wärme und Liebe. Wo vorher Dunkelheit, Verzweiflung und Einsamkeit war, war plötzlich Liebe und Geborgenheit.

Ich wusste plötzlich, dass dies mein Engel war

Plötzlich fühlte ich wie Schwingen um meinen Körper, fühlte mich umarmt und regelrecht gewiegt. Es war ein wunderschönes Gefühl. Alles wurde licht und leicht. Meine ganze Verzweiflung, meine Angst, meine Selbstvorwürfe, alles wich diesem unendlich lichten Gefühl. Ich habe keine Ahnung, wie lange dieses Gefühl anhielt, doch es durchflutete mich vollständig. Zuversicht begann in mir zu wachsen. Mir fielen Geschichten von anderen Menschen über Engelbegnungen ein und ich wusste, dass mir dies nun selbst auch widerfahren war.

Wenige Tage später

Wenige Tage nach diesem Erlebnis bot mir ein entfernter Bekannter an, sein kleines Haus im dreizehnten Bezirk zu mieten. Mit einem wunderschönen Garten, direkt am Rand des Hörndlwaldes. Und das Beste war, er wollte genau so viel Miete, wie ich für die Wohnung bezahlte. Da es sein Haus war, fielen auch keine Maklerkosten an. Nach dieser Engelbegnung hatte das Leben uns wieder. Wir mussten uns noch ein paar Wochen gedulden, doch mit der Aussicht auf das Haus war es auszuhalten. Damit begann ein neuer Abschnitt in unserem Leben, der nicht weniger abenteuerlich, aber wesentlich lustiger werden sollte.

Meinem Engel werde ich auf alle Ewigkeiten dankbar sein!

Manou

Bild von Alessio auf Pixabay

Besuch aus einer anderen Dimension

Diesen Besuch aus einer anderen Dimension hatte ich an einem Novembertag vor vier oder fünf Jahren.

Ich saß am Tisch und schrieb

Wie eigentlich immer saß ich auch an diesem Vormittag am Wohnzimmertisch und schrieb. Es war ein trüber nebliger Novembertag und es hatte einen Hauch geschneit. Nicht viel, gerade nur so viel, dass eine dünne Decke den Boden bedeckte. Ich war auch dieses Mal sehr in meinen Text vertieft. Mein Hund Bobby und meine Katze Helmut leisteten mir Gesellschaft.

Außer mir war keiner im Haus

Mann und Kinder waren aus dem Haus, die Airbnb Wohnung im oberen Stock war zu dieser Zeit nicht bewohnt. Während ich schrieb, genoss ich das Gefühl, alleine im Haus zu sein. Denn das war nicht so häufig der Fall. Und gerade zum Schreiben brauchte ich die Ruhe. Ab und zu legte der Hund seinen Kopf auf meinen Schoß und ließ sich streicheln. Und manchmal strich die Katze um meine Beine. Alles war behaglich und friedlich. Da ich genau dieses herbstlich-neblige Novemberwetter so liebte, wenn ich drinnen im Warmen saß, war meine Welt rundum in Ordnung.

Plötzlich sprang der Hund auf

Und mitten in meiner ruhigen Behaglichkeit sprang plötzlich der Hund auf und lief zur Abschlusstür im Treppenhaus. Und da hörte ich auch schon, wie die große Eingangstür ins Schloss fiel. Der Hund reagierte ein wenig irritiert und pendelte zwischen Abschlusstür und Terrassentür aufgeregt hin und her, als könne er sich nicht entscheiden, wohin er sich wenden sollte.

In meinem Gehirn ratterte es

Mein Mann konnte nicht gekommen sein, mit ihm hatte ich wenige Minuten zuvor telefoniert und er war in Wien. Die Kinder waren beide in der Schule und würden nicht einfach am Vormittag nach Hause kommen. Sonst hatte niemand einen Schlüssel. Mittlerweile hörte ich schwere Schritte die Treppe hinaufgehen. Meine Gedanken überschlugen sich. Hatte ich vergessen, dass wir Airbnb Gäste haben? Ich dachte nach, doch ich wusste genau, dass wir niemanden einquartiert hatten.

Die Schritte waren laut und deutlich

Die Schritte waren gut hörbar und ich konnte sogar sagen, auf welcher Stufe der Besucher nun war, da manche Stufen knarrten. Als er am Treppenabsatz angekommen war, hielt er kurz inne. Mein Hund stand ratlos im Wohnzimmer. Ich saß immer noch bewegungslos am Tisch und verfolgte die Schritte akustisch. Mein Wohnzimmer ist unterhalb der Airbnb-Wohnung und nimmt deren gesamte Fläche ein. Bald hörte ich die Schritte über mir. Der Besucher schien langsam von einem Raum zum anderen zu gehen. Ich konnte hören, wie die Türen geöffnet wurden.

Ich überlegte, was zu tun war

Inzwischen war ich mir fast sicher, dass ich wohl tatsächlich vergessen hatte, dass wir Gäste hatten. Ich zweifelte schon an meinem Verstand. Allerdings war es ein seltsames Verhalten, dass jemand in die Wohnung geht, und Raum um Raum abschreitet. Die Schritte waren auch langsam und bedächtig.

Und plötzlich war es still

Plötzlich hörte ich nichts mehr. Kein Laut drang mehr nach unten. Ich lauschte und versuchte noch ein kleines Geräusch zu hören, doch da war nichts mehr. Kein Schritt, keine Tür, gar nichts. Mein Hund hatte mittlerweile auch das Interesse verloren und lag schon wieder in seinem Körbchen. Doch ich konnte das so nicht stehenlassen. Ich brauchte Gewissheit.

Dann ging ich hinauf

Mit Hund bewaffnet und einer Maglite als Schlagstock in der Hand ging ich langsam die Treppe hinauf. Mir war in diesem Moment bewusst, dass dies wohl nicht das allerklügste Vorgehen war, doch hatte ich keine bessere Idee. Für mich war ganz klar, dass es sich dabei um einen absolut menschlichen Besucher handeln musste. Und vielleicht waren ja doch Gäste im Haus und ich hatte eine Erinnerungslücke. Ich schlich mich bis zur Wohnungstür und öffnete sie vorsichtig. Die Wohnung war leer. Wie ich sie in Erinnerung hatte. Ich ging die Räume langsam in der gleichen Reihenfolge ab, wie es der Besucher getan hatte, immer darauf gefasst, in einem der Räume jemanden vorzufinden.

Die Wohnung war leer

Doch die Wohnung war vollkommen leer. Die Betten waren abgezogen, somit konnten keine Gäste da sein. Ich schaute sogar ängstlich in alle Schränke und unter die Betten. Aber da war niemand. Auch der Hund zeigte keinerlei Anzeichen, dass jemand hier sein könnte. Mit einem Ohr lauschte ich auch immer ins Treppenhaus, ob ich die Tür wieder zufallen hörte. Doch es war alles ganz still und ruhig. Nachdem ich die Wohnung gründlichst durchsucht hatte, versuchte ich mir einen Reim darauf zu machen. Ich durchsuchte noch alle anderen Räume im Obergeschoss, doch das Haus schien außer mir völlig menschenleer zu sein.

Langsam ging ich wieder hinunter

Immer noch darauf gefasst, bald einem menschlichen Besucher gegenüber zu stehen, ging ich langsam wieder durch das Treppenhaus ins untere Stockwerk. An der Haustür blieb ich kurz stehen. Ich wollte mich vergewissern, dass sie abgeschlossen war. Doch das war sie nicht. Sie war aufgesperrt. Und draußen lag Schnee.

Draußen lag Schnee

Und es gab keinerlei Fußabdrücke im Schnee – weder ankommende noch abgehende. Die Schneedecke vor der großen Eingangstür war völlig blütenweiß und intakt. Da wurde mir erst bewusst, dass dies wohl kein physischer Besucher gewesen sesin konnte. Und ich war überrascht. Denn schließlich erscheinen mir die Menschen aus der geistigen Welt stets völlig lautlos.

Wer uns an diesem Morgen besucht hat, so laut die Treppen hinaufgestiegen ist und durch die Wohnung lief, kann ich nur vermuten. Fakt ist, dass dies mein erstes Erlebnis dieser Art in diesem Haus war. Beruhigend fand ich nur, dass auch mein Hund reagiert hatte. Somit würde ich niemals auf die Idee kommen zu denken, ich hätte mir das nur eingebildet. Weitere solche Vorkommnisse sollten folgen. Doch darüber berichte ich an einem anderen Tag.

Liebe Grüße

Manou

Bild von Anja auf Pixabay

Schamanische Reise nach Peru – wahre mystische Geschichten

Ich möchte Dir von einer wundersamen schamanischen Reise nach Peru erzählen. Vor einigen Jahren hatte ich ein sehr denkwürdiges Erlebnis.

Wie alles begann

Ich war bei einer Herzheilungszeremonie bei meiner lieben Kollegin Sabine Lobmaier (www.lobmaier-energetik.at). Die Zeremonie war wunderbar und währenddessen wurde auch ein Tabakritual durchgeführt. Im Verlauf dieses Rituals standen urplötzlich zwei Wesenheiten vor mir. Sie erschienen mir ungefähr einen Meter groß und sehr stämmig. Als ich sie so betrachtete, fragte ich die Wesenheiten wer sie denn wären und sie antworteten mir, dass sie das Ayahuasca Wesen wären. Ich kannte Ayahuasca vom Namen her, hatte aber bisher nichts damit zu tun gehabt. Das eine Wesen sah sehr unscheinbar aus. Das andere hingegen hatte Haare wie Medusa. Sie standen wie Schlangen vom Kopf ab. Beide waren grau-grünlich mit Brauntönen darin, aber ansonsten konnte ich mich an keine weiteren Details erinnern.

Die Ayahuasca Wesen stellten sich vor

Die beiden Wesenheiten standen vor mir und sie sprachen auch zu mir. Ich kann mich erinnern, dass sie sehr eindringlich sprachen. Leider konnte ich den Inhalt nicht mit ins Tagesbewusstsein nehmen. Ich erinnerte mich danach nur noch daran, dass sie etwas von Peru sagten. Alle anderen Informationen gingen sofort ins Unterbewusstsein ein.

Ich versuchte, mir einen Reim auf die Begegnung zu machen

Zunächst dachte ich noch eine Zeit darüber nach und versuchte auch, mich zu erinnern, was die Wesenheiten mir sonst noch gesagt hatten, aber es war weg. Die Information war nicht mehr abrufbar. Auch forschte ich ein wenig im Internet und erfuhr dabei, dass Ayahuasca eine halluzinogene Pflanzenmischung aus zwei (!) Pflanzen war und eine dieser Pflanzen war eine Liane! Das erklärte mir die seltsam anmutenden Haare der einen Wesenheit. Und immer wieder dachte ich an Peru. Doch weder hatte ich einen inneren Impuls mich einer Ayahuasca Zeremonie zu unterziehen, noch, nach Peru zu reisen. Aber es ließ mich nicht los. Ich wusste, sie hatten mir etwas Wichtiges gesagt und ich ärgerte mich ein wenig über mich selbst, dass ich mich nicht mehr erinnern konnte.

Ich erzählte meinem schamanischen Lehrer von der Begegnung

Einige Zeit später besuchte mich mein schamanischer Lehrer und ich war sehr froh, mit ihm über diese Begegnung sprechen zu können. Konnte ich mir doch immer noch keinen Reim darauf machen. Er hörte mir zu und schlug vor, dass er mir einen Stein aus Peru, den er besaß, bringen würde. Mit diesem Stein in der Hand sollte ich eine schamanische Reise machen. Diese Option erschien mir vollkommen richtig. Hatte ich selbst eine schamanische Reise nach Peru gar nicht in Erwägung gezogen.

Schamanisches Reisen findet außerhalb von Zeit und Raum statt

Es dauerte nicht lange, und er brachte mir diesen Stein. Doch dauerte es noch einmal einige Zeit, bis ich den Entschluss in die Tat umsetzte. Ich wollte zu dieser Reise nicht selbst trommeln und lud mir dafür eine Trommelreise aus dem Internet. Für alle, die sich mit schamanischen Reisen nicht auskennen: Bei einer schamanischen Reise kann man entweder die untere Welt besuchen, wo die Krafttiere beheimatet sind, oder die obere Welt, wo man auf Geistführer und Ahnen trifft. Oder man macht eine Reise in die mittlere Welt, die den geistigen Abdruck der uns bekannten alltäglichen Wirklichkeit darstellt. Die Reise in die mittlere Welt ist diejenige Reise, in der wir völlig körperlos dahin reisen können, wohin es uns zieht.

Die Reise ging los

Eines Tages war es dann soweit. Ich hatte mir eine Zeit ausgesucht, in der ich definitiv ungestört war. Die Trommeln hörte ich über Kopfhörer und machte es mir auf meiner Couch im Wohnzimmer bequem.  Den Stein aus Peru hielt ich fest in meiner rechten Hand. Ich mache schamanische Reise am liebsten im Liegen, weil ich dabei meinen physischen Körper unbesorgt zurücklassen kann. Die Trommel ist das zentrale Element der Reise, denn die Trommel ist das Boot, das uns bei einer schamanischen Reise von der alltäglichen Wirklichkeit in die nicht-alltägliche Wirklichkeit bringt. Ich war ja schon sehr oft schamanisch gereist, doch diese Reise sollte der Höhepunkt meiner ganzen Erfahrungen werden.

Die Trommel katapultierte mich schlagartig nach Peru

Ich hielt also den Stein aus Peru in meiner rechten Hand, als die Trommel auch schon begann. Die Reise, die ich mir ausgesucht hatte, dauerte etwa 40 Minuten. Dies sollte mehr als genug Zeit sein. Und ich war so schnell wie noch nie in Peru und stand sofort auf einem Berg. Ich sah mich um. Nicht weit von mir saßen vier Männer an einem Feuer und nahmen keinerlei Notiz von mir. Sie sprachen über etwas, das ich aber nicht verstand.

Langsam ging ich näher. Ich fühlte meine Unsicherheit. Durfte ich mich diesen Männern nähern? Ich tat es einfach. Kaum war ich noch ungefähr fünf Schritte von ihnen entfernt drehte sich einer davon um und sah mich an. Wie auf Befehl nahmen mich dann auch die anderen wahr. Sie standen auf und traten auf mich zu. Ich selbst fühlte mich sehr unbeholfen und wusste nicht recht, was ich tun sollte und ich bemerkte, dass ich gar nicht wusste, was ich eigentlich hier wollte. Schließlich war ich ja nur der Aufforderung des Ayahuasca Wesens gefolgt.

Plötzlich kamen viele Menschen

Plötzlich erreichte ein Zug vieler Menschen diese Bergkuppe auf der wir uns befanden. Ohne von uns Notiz zu nehmen gingen sie schnatternd auf der anderen Seite den Berg hinunter. Aus irgendeinem Grund machte ich Anstalten, ihnen zu folgen. Doch einer der Männer packte mich an der Schulter und hielt mich zurück. Dann ließen sie wieder von mir ab, setzten sich zurück ans Feuer und beachteten mich nicht mehr. Als ich sie so beobachtete, wie sie am Feuer saßen und sprachen, wurde mir plötzlich bewusst, dass sie Erdenhüter waren. Ich wusste damals nichts von Erdenhütern, doch der Begriff kam mir in den Sinn.

Ich kullerte den Berg hinunter

Wie es dazu kam, dass ich mich plötzlich auf dem Boden liegend fand, weiß ich nicht mehr. Doch plötzlich begann ich, den Berg hinunter zu kullern und ich kann mich erinnern, dass es anfangs auch sehr unangenehm war. Doch je länger ich so kullerte, umso mehr verstand ich Mutter Erde unter mir. Ich spürte sie atmen und wurde mit jedem Meter selbst mehr zu ihr. Mein Bewusstsein wurde völlig zum Erdenbewusstsein. Ich fand das auch gar nicht seltsam, sondern es fühlte sich angenehm und richtig an. War ich anfangs wie ein Fremdkörper über die Erde gekullert, so wurde es auf seltsame Art physiologisch. Es war normal für mich, den Berg hinunter zu kullern, als hätte ich nie etwas Anderes getan.

Plötzlich befand ich mich in meinem Wohnzimmer

Die Szene änderte sich ruckartig. Ich war immer noch in der Reise und war doch in meinem Wohnzimmer. Ich sah, besser gesagt, ich fühlte mich auf der Couch liegend, doch ich war auch außerhalb von mir und ich nahm wahr, dass ich nicht alleine war. Mir wurde plötzlich bewusst, dass die vier Erdenhüter um meinen Körper herumstanden. Sie sprachen auch jetzt miteinander. Es wirkte ernst. Aber sie nahmen von meinem Bewusstsein, das sich zwar außerhalb des Körpers, aber doch ebenfalls im Raum befand, keinerlei Notiz.

Die Szene änderte sich wieder

Plötzlich befand ich mich mit meinem Bewusstsein wieder innerhalb meines Körpers. Die Trommelreise, die mir anfangs so lange erschien, war zu Ende. Ich wurde recht unsanft wieder in die alltägliche Wirklichkeit zurückgebracht. Und etwas verwirrt setzte ich mich auf. Die Reise war zu Ende, ohne dass sie mir eine abschließende Erkenntnis gebracht hatte – zumindest keine, die im Alltagsbewusstsein vorhanden war. Ich konnte mich an all diese Dinge, die ich hier beschrieben habe, erinnern. Doch habe ich bis heute das Gefühl, dass es Sequenzen in der Reise gab, an die ich mich wieder nicht mehr erinnern kann.

Der Begriff der Erdenhüter ließ mich nicht mehr los

Immer wieder dachte ich über diese vier Männer, die ich als Erdenhüter bezeichnet hatte, nach. Was war ihre Aufgabe? Und was hatten sie mir im Wohnzimmer gesagt? Wie war das, als ich den Berg hinuntergekullert war? Ich konnte Mutter Erde als lebendige Wesenheit fühlen und ebenso, dass ich selbst ein Teil von ihr war. Lange noch hallte diese Reise in mir nach.

Es gab noch ein Nachspiel

Aber wie es im Leben so ist, der Alltag verdrängt oftmals diese bedeutsamen Momente und die Erinnerungen verblassten zwar nicht, aber ich dachte auch kaum noch darüber nach. Ich hatte auch keine Ahnung, woher ich noch mehr Informationen erhalten sollte. So verging die Zeit und eines Tages suchte ich ein bestimmtes Buch in meiner doch beachtlichen Büchersammlung.

Ich stand vor dem Regal und ging die Buchrücken ab. Und plötzlich stockte ich. Ganz auf der Seite in einem Regalfach stand ein Buch, an dessen Herkunft ich mich nicht im Geringsten erinnern konnte. Der Titel lautete: „Die Erdenhüterkristalle“. Und plötzlich fiel mir die Reise wieder ein. Da war er wieder der Begriff der Erdenhüter. Und so sehr ich mir bisher den Kopf darüber zerbrochen habe, woher dieses Buch kommen mag, es war einfach da. Ich kann mich nicht erinnern es jemals gekauft zu haben, noch kann ich mich an einen anderen Umstand erinnern, wie es zu mir gekommen sein könnte. Es war einfach da.

Ich versuche, den Auftrag anzunehmen

Ich habe so viel bereits verstanden, dass es notwendig ist, Mutter Erde in ihrem Transformationsprozess zu unterstützen. Noch weiß ich nicht, was genau dabei meine Aufgabe ist. Doch bin ich überzeugt, dass das nächste Puzzleteil mich eines Tages erreichen wird. Bis dahin beschäftige ich mich mit den Erdenhüterkristallen.

Herzliche Grüße in Deinen Dienstag

Manou

Der Geist des Nussbaumes

Dieses einschneidende Erlebnis mit dem Geist eines Nussbaumes hatte ich als Kind und es begleitet mich bis heute. Und es war auch der Auftakt zu meiner tiefen inneren Verbundenheit zu Naturgeistern.

Meine Kindheit war nicht gerade rosig

Meine Kindheit war nicht gerade das, was man rosig nennt. Ich wuchs als unerwünschtes Kind mit ausländischem Vater in einem kleinen Dorf auf. Nach einer Odyssee durch Inobhutnahme vom Jugendamt, Pflegeeltern drohte mir das Kinderheim. Meine Oma hatte zwar sehr wenig Geld und eigentlich auch keinen Nerv für ein kleines Kind, aber sie bewahrte mich vor diesem Schicksal und nahm mich zu sich.

Im Dorf war ich der Bastard

Im Dorf war ich der Bastard, denn die Leute wussten um meine Abstammung, und in den Sechziger- und Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts, war dies durchaus ein Makel. Und so war meine Kindheit auch immer von Einsamkeit geprägt. Meine Freunde waren die Hühner, die im großen Garten lebten. Aber mein allerbester Freund war der große alte Nussbaum, der den Mittelpunkt unseres Gartens bildete. Heute weiß ich, dass der Geist des Nussbaumes mein bestern Freund war.

Ich verbrachte viel Zeit bei diesem Nussbaum

Ich verbrachte viel Zeit bei diesem Nussbaum, saß an seinem Stamm und schüttete ihm mein Herz aus. Immer tröstete er mich und hörte mir aufmerksam zu. Auch raunte er mir Dinge zu, die ich damals aber noch nicht verstand. Ich verstand auch damals nicht, dass ich eigentlich mit dem Geist des Nussbaumes kommunizierte. Für mich waren es Gespräche mit einem Baum – meinem Baum.

Ich hatte immer das Gefühl, dass der Nussbaum auf mich wartete

Wenn ich nach der Schule nach Hause kam, aß ich ganz rasch und verzog mich dann meist mit einem Buch zu meinem Nussbaum. Wenn ich ihm nichts zu erzählen hatte, saß ich an seinem breiten Stamm und las. Und immer hatte ich das Gefühl, dass er sich freute, wenn ich kam. Wir waren ein Team – der Geist des Nussbaumes und ich. Unter diesem wunderbaren Blätterdach war ich sicher und geborgen und die oftmals feindliche Welt konnte mir nichts anhaben.

So vergingen die Jahre – doch die Freundschaft blieb

Die Jahre vergingen, ich kam in die weiterführende Schule, doch die Freundschaft mit meinem Baum blieb. Nichts und niemand konnte uns trennen. Ich sprach mit keiner Menschenseele über meine Freundschaft mit meinem Baum. Erstens, weil ich offenbar intuitiv wusste, dass diese Art der Freundschaft gar nicht zu erklären war, und zweitens, weil sie für mich völlig normal war. Wir beide gehörten einfach zusammen.

Nur in den Wintermonaten hatten wir wenig Kontakt

In den Wintermonaten verbrachte ich die meiste Zeit im Haus, doch sobald der Frühling ins Land zog, war ich schon wieder draußen im Garten und besuchte meinen Freund, den Nussbaum. Und es schien für ihn so in Ordnung zu sein. Offenbar gönnte auch er sich eine Winterruhe. Wir hatten ein stilles Einvernehmen. Niemand verlangte vom anderen etwas, sondern wir gaben uns, was wir zu geben hatten – und das war viel. Wir waren wirklich die allerbesten Freunde.

Eine Unruhe überfiel mich plötzlich

Eines Tages saß ich in der Schule und wie aus dem Nichts überfiel mich eine unglaubliche Unruhe. Ich, die sonst doch eher laut und aufgeweckt war, saß ganz still an meinem Tisch. Die Stunden zogen sich unendlich und meine Angst steigerte sich von Minute zu Minute. Ich spürte, dass etwas Schreckliches geschehen war, doch wusste ich nicht, was.

Ich dachte, mit meiner Oma sei etwas passiert

Das erste, das mir einfiel war, dass vielleicht etwas mit meiner Oma passiert war. Schließlich war sie schon sehr betagt und hatte ein schwaches Herz. Und oft genug sagte sie mir, dass sie wahrscheinlich bald an einem Herzinfarkt sterben würde und ich dann ins Heim müsste. Ich konnte dem Unterricht nicht mehr folgen. Es war unerträglich. Alles in mir war Angst.

Nach der Schule rannte ich den ganzen Weg nach Hause

Sobald die letzte Schulstunde beendet war, packte ich meine Sachen und begann zu rennen. Ich rannte den ganzen Weg. Mein Schulweg war sehr lang und ich war vollkommen außer Atem, als ich in die Nähe unseres Hauses kam. Als letztes Haus, vor unserem, stand ein etwas größeres Haus, das den Blick in unseren Hof versperrte. Dort hielt ich kurz an. Meine Angst hatte sich zu Panik gesteigert. Ich wusste, es war etwas Schreckliches passiert.

Ich fiel beinahe in Ohnmacht

Kaum war ich wieder halbwegs bei Atem wusste ich, dass ich mich jetzt der Tatsache stellen musste. Langsam ging ich weiter, bis ich in unseren Hof sehen konnte. Ich erwartete Rettungsfahrzeuge oder Polizei doch nichts dergleichen war dort. Im Hof lag nur…die Krone meines Nussbaumes.

Ich weiß nicht, was schlimmer gewesen wäre

Ich rannte sofort los, in der irrationalen Hoffnung, dass ich ihn noch retten konnte. Doch natürlich war da nichts mehr zu machen. Der Stamm war bereits zersägt und mehrere Menschen machten sich gerade daran, die Krone in kleinere Teile zu zersägen. Ich kniete neben meinem Freund nieder und weinte. Keiner beachtete mich. Keiner konnte verstehen, was gerade in mir vorging. Mein Freund war ermordet worden. Ohne jede Vorwarnung. Sie hatten ihn einfach abgesägt. Ich konnte es nicht glauben. Immer wieder schloss ich die Augen und hoffte, dass dies nur ein böser Traum war.

Es war leider kein Traum

Doch es war leider kein Traum. In diesem Moment zerbrach mein ganzes Leben in Stücke. Ich hatte nicht einmal gewusst, dass sie es vorhatten. Sie wussten es doch, dass ich diesen Baum mehr als mein Leben liebte. Keiner verstand meinen Schmerz. Geschäftig rissen sie an seinen Ästen. Machten schrecklichen Lärm mit den Sägen, scherzten und lachten. Ab und zu wedelten sie mich beiseite, wenn ich im Weg stand. Ich war wie betäubt. Es musste doch ein Erwachen aus diesem Albtraum geben. Wie sollte ich ohne meine Freund weiterleben? Er hatte doch niemandem etwas getan! Warum taten sie das? Es gab keine Antworten. Nicht an diesem Tag und auch an keinem anderen.

Der Garten ohne meinen Freund

Als sie ihn in hunderte Stücke zersägt hatten, wagte ich es, den Garten zu betreten, wo er einst stand. Langsam ging ich um das Haus herum und sah den leeren Platz. Der Rest des Stammes und die Wurzeln steckten noch in der Erde. Und ein einziger Schrei lag über dem Garten. Ich weiß nicht, ob es mein Schrei war, oder der des Baumgeistes! Alles war Schrei, war Verzweiflung, war Schmerz. An diesem Tag endete meine magische Kindheit. Auch die Magie des Gartens war vollkommen zerstört. Der Platz, an dem er gestern noch stand war eine einzige Wunde.

Damals wusste ich nicht, dass der Baumgeist im Stamm gefangen war

Ich verließ den Garten, weil ich dachte, ich könne nichts mehr tun. Damals wusste ich nicht, dass der arme Baumgeist nun in diesem Rest des Baumes gefangen war. Ich wollte diesen Garten nie wieder betreten. Und ich tat es auch nicht. Vielleicht hätte ich noch etwas für ihn tun können – ganz bestimmt sogar. Doch ich wusste nichts davon. Für mich war der Baum gestorben und somit mein Freund. Erst viele Jahre später ist mir bewusstgeworden, dass der Freund noch dagewesen sein musste und ich seinen Schrei, seinen Schmerz gefühlt hatte, als ich in den Garten eilte. So wie er mich in seiner Verzweiflung gerufen hatte, als ich noch in der Schule saß. Er hatte um Hilfe gerufen!

Mein Leben ging von da an bergab

Mein Leben ging ab diesem Tag den Bach hinunter. Bald begann ich zu trinken und mich mit Männern einzulassen. Alle Kindheit, alle Unschuld, alle Geborgenheit waren an diesem Tag zu einem Ende gekommen. Ich suchte überall nach der Vertrautheit, die ich mit meinem Freund erlebt hatte und fügte mir selbst viele Wunden zu. Ich benutzte und ließ mich benutzen und es sollten etliche Jahre vergehen, bis ich wieder Stabilität fand.

Wie oft habe ich darüber nachgedacht

Wie oft habe ich darüber nachgedacht, ob ich ihn hätte retten können, wenn ich sofort aus der Schule nach Hause gerannt wäre, als ich seinen Ruf das erste Mal empfangen hatte? Doch wahrscheinlich hätte es nichts genutzt. Meine Oma und ihre Helfer hätten sicher nicht von ihrem Vorhaben abgelassen. Aber der Gedanke, dass er mich rief und ich noch Stunden in der Schule abgesessen habe, hat mich lange gequält. Wenn ich mich darauf konzentriere, kann ich heute noch seine Angst und Verzweiflung spüren, die mich damals erreicht hatte. Auch wäre mein Leben wahrscheinlich anders verlaufen, wenn er weiterhin für mich dagewesen wäre. Ich weiß es nicht. Schlussendlich ist ja alles gut geworden. Aber auf diesen Tag folgte eine schreckliche Zeit.

Wenn ich heute sehe, wie Bäume gefällt werden

Wenn ich heute sehe, wie Bäume gefällt werden, reißt es jedes Mal mein Herz in Stücke. Wie mein Freund empfinden diese wunderbaren Wesen diese Angst und die Verzweiflung. Man kann ihnen helfen, wenn man sie darauf vorbereitet und dem Baumgeist anbietet, an einen anderen Ort zu ziehen. Man muss ihm einen ganz jungen Baum, möglichst der gleichen Art, zur Verfügung stellen.

Ich bin dem Geist des Nussbaumes bis heute dankbar

Ich bin dem Geist des Nussbaumes bis heute dankbar. Er hat mich geliebt und getröstet, hat mit mir geweint und gelacht. Er war mein Freund, mein Vertrauter mein Seelengefährte. Und er hat mir den Weg geebnet, mich später ganz bewusst mit Naturgeistern zu beschäftigen. Doch immer noch spüre ich den Schmerz in mir, wenn ich mich zurückerinnere. Deshalb stehen in unserem Garten nun drei Nussbäume, die ich mit Zähnen und Klauen verteidigen werde, solange ich lebe.

Manou

PS: Falls Du noch etwas über die Magie der Bäume lesen möchtest: Die Magie der Bäume

Und hier: Die Weisheit der Olivenbäume

Bild von Mystic Art Design auf Pixabay

Der Tag, an dem die Zeit stehenblieb

Dies ist eine Geschichte, die mir selbst vor vielen Jahren passierte. Ich lebte damals schon in diesem Haus, der Alten Schule in Edlach, und ich saß an genau dem gleichen Platz, an dem ich jetzt auch sitze. Ebenfalls tat ich damals das Gleiche wie jetzt. Ich schrieb an einer Geschichte.

Es war ein wunderbarer Herbsttag

Es war ein wunderbarer Herbsttag und die warmen Strahlen der Herbstsonne fielen auf meinen Tisch. Meine Kinder waren noch klein und ich hatte sie am frühen Morgen in den Kindergarten gebracht. So saß ich am Tisch und schrieb und schrieb. Meine Gedanken waren völlig in der Geschichte gefangen und die Zeit ging rasend schnell vorbei. Plötzlich hatte ich den Impuls auf die Uhr zu schauen. Es war elf Uhr am Vormittag. Ich hatte also noch eine Stunde Zeit, bevor ich meine Kinder wieder in Empfang nehmen würde.

An Schreiben war nicht mehr zu denken

Nach diesem Blick auf die Uhr versuchte ich, wieder in den alten Schreibfluss zurückzukehren und an der Geschichte weiterzuschreiben, doch es wollte mir nicht gelingen. Ständig schaute ich auf die Uhr und plötzlich überkam mich der Wunsch, nach draußen in den Garten zu gehen. Ich stand auf und ging durch die Terrassentür hinaus. Schon als ich ins Freie trat, fiel mir auf, dass sich die Luft anders anfühlte als sonst. Sie war irgendwie dichter.

Doch wie von unsichtbaren Fäden gezogen, ging ich langsam nach hinten in den Garten. Wie oft war ich diesen Weg schon gegangen. Doch an diesem Tag war alles anders. Ich nahm meine Umgebung wahr, auf eine Weise erschien sie auch wie immer, doch auf eine andere Weise war sie mir völlig fremd. Ich hatte keine Angst. Nur die Gewissheit war in mir, dass ich in den Garten gehen und diesen abschreiten musste. Ich setzte an einer Seite an, und ging entlang des Zaunes langsam vorwärts. Es war, als ob ich durch eine Masse gehen musste. Die Luft bot wesentlich mehr Widerstand als sonst. Und als ich entlang der Gartengrenzen ging, war es, als zögen Äonen von Jahren an mir vorbei. Ich erlebte dieses Stück Erde zu allen möglichen Zeiten. Es waren auch die verschiedensten Jahreszeiten dabei. Ich durchschritt den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter.

Alles war fremd und doch vertraut

Dabei war mir nicht kalt oder heiß, ich nahm mich selbst eigentlich kaum wahr. Ich ging immer wieder die gleichen Grenzen ab und fühlte mich, als befände ich mich in einem Zug, der sich nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit bewegte. Ich nahm keine Anstrengung wahr, obwohl ich mich durch einen Widerstand bewegte. Auch war kein Gefühl der Beunruhigung war in mir, nur grenzenloses Staunen. So schritt ich einfach langsam dahin. Ich hinterfragte auch nichts.

Es war einfach zu tun

Ich wusste, dies war nun zu tun. Und ich fragte nicht, warum. Eine Runde nach der anderen drehte ich im Garten bis ich den Impuls empfing, mich unter einen der Nussbäume zu setzen. Dort saß ich und der Zug der Zeit ging immer weiter. Alles in mir wusste, dass dies völlig in Ordnung war. Ich hatte jegliches Gefühl für die Gegenwart verloren. Eigentlich hatte ich auch jegliches Gefühl für mich selbst verloren. Ich war in dieser Zeit weder Manou noch sonstwer. Ich existierte einfach. Und ich war in allem und alles war in mir.

Pendlerin durch die Zeit

Ich war eine Pendlerin durch die Zeit. Denn auch mich selbst erlebte ich als Kind, aber nicht unbedingt als das Kind, das ich in diesem Leben gewesen war, sondern als irgendein Kind. Und als diese Bilder endeten, erlebte ich mich als Greisin. Als alte Frau, die irgendwo in einem Garten saß und wartete. Worauf diese alte Frau wartete, wusste ich nicht. Es war auch nicht wichtig. Wichtig war nur, dass alles seine Richtigkeit hatte, was gerade geschah.

Die letzten Blätter des Nussbaumes

Durch die letzten Blätter des Nussbaumes, die zu dieser Jahreszeit noch am Baum hingen, schaukelte die Sonne. Ich betrachtete die Formen und Figuren, die die Blätter und die Sonnenstrahlen auf den Boden warfen auf dem ich saß, und alles erschien mir bedeutungsvoll. Ich wusste nicht, welche Bedeutung diese Bilder hatten, doch wusste ich, dass sie bedeutungsvoll waren. Ich nahm keinerlei Geräusche war. Weder hörte ich vorbeifahrende Autos noch nahm ich irgendetwas Anderes aus der Gegenwart wahr.

Es ging einfach immer weiter

So saß ich eine unendlich lange Zeit unter diesem Nussbaum und empfing, was gerade kam. Noch immer war die Luft dichter als sonst, doch ich hatte keine Mühe zu atmen. Das Gefühl von absoluter Richtigkeit war immer noch da. Alles hatte sich aufgelöst. Die Grenzen waren verschwommen. Nicht nur die räumlichen Grenzen, sondern auch die Grenzen der Zeit. Ich erlebte einen Zustand des absoluten Gewahrseins, aber auch des völligen Verschmelzens mit allem was war, was ist und was sein wird. Da gab es kein vorher oder nachher. Es war das unendliche Jetzt.

Plötzlich – grenzenloses Erschrecken

Nach einer Zeit ließ die Bewegung durch Raum und Zeit nach und ich erschrak zutiefst. Ich hatte jedes Zeitgefühl vollkommen verloren und ich erinnerte mich an das Jetzt. Und dass ich um zwölf Uhr meine Kinder im Kindergarten abholen musste. Dieser Gedanke katapultierte mich mit unglaublicher Wucht in die Gegenwart und ich rannte ins Haus. Mein Herz raste. Schließlich war ich Ewigkeiten im Garten gewesen. Alles drehte sich um mich. Ich war nicht erreichbar gewesen. Sicher hatte der Kindergarten bereits versucht, mich zu erreichen. Mein mütterliches schlechtes Gewissen war unermesslich. Als ich die Terrassentür wieder erreichte, hatte ich furchtbare Angst vor dem Blick auf die Uhr. Während des ganzen Weges vom Garten zur Terrasse hatte ich versucht zu erraten, wieviel Zeit vergangen war. Ich war so lange im Garten gewesen, es musste bereits später Nachmittag sein.

Ich hatte alles um mich herum vergessen, sogar meine Kinder

Die Gedanken rasten in meinem Kopf. Kaum traute ich mich, auf die Uhr zu schauen. Doch als mein Blick auf die Uhr fiel, war immer noch elf Uhr. Die gleiche Zeit wie die, die ich erblickt hatte, als ich noch am Tisch saß und schrieb. Die Uhr musste stehengeblieben sein. Ich hechtete zum Tisch um auf mein Telefon zu schauen, doch auch dort war es elf Uhr. Ebenso auf meinem Laptop und auf jeder anderen Uhr in unserem Haus.

Die Zeit war stehengeblieben

Ich war vollkommen verwirrt. War seit dem Moment, an dem ich am Tisch saß und dem gegenwärtigen Moment keine Zeit vergangen, obwohl ich das Gefühl hatte, ein halbes Leben lang im Garten gesessen zu haben.

Dieses Erlebnis hat sich in dieser Intensität niemals mehr wiederholt und im Lauf der Jahre wurde mir immer mehr bewusst, dass ich damals in einem anderen Zeitstrahl gewesen sein musste. Vielleicht war es auch eine andere Dimension. Ich weiß es nicht. Es war auf jeden Fall ein sehr eindrückliches Erlebnis.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen ersten Advent!
Manou

Mystische Geschichten vom 1. Advent an

Morgen ist der 1. Advent und morgen starten auch die 40 mystischen Geschichten. Ich freue mich darauf, dich damit durch die Vorweihnachtszeit, die Weihnachtszeit und die Raunächte zu begleiten. Falls du noch jemanden kennst, für den die Geschichten eine Bereicherung sein könnten, dann bitte leite diese Nachricht doch weiter.

Vorbereitung auf den 1. Advent – die Geschichten schreiben

Ich bin gerade dabei, die Geschichten zusammenzutragen und die ersten davon zu erstellen. Es ist auch für mich eine große Freude, diese wundervollen wahren Begebenheiten aufzubereiten, einzutauchen in ihre Magie, sodass du ebenfalls eintauchen kannst und die Magie und die mystische Stimmung dahinter erfühlen kannst. Ich überlege gerade, ob ich sie nicht doch auch wieder, wie letztes Jahr, vorlese und auf Youtube stelle.

Nichts ist vorweihnachtlicher als die Mystik unserer Welt

Im Sommer, wenn die Sonne heiß vom Himmel brennt, sind wir mehr im Außen mit unserer Aufmerksamkeit. Wir nehmen die Sonnenstrahlen auf der Haut wahr, springen ins kühlende Wasser und sind voller Aktivität. Draußen ist auch viel zu tun. Yang-Zeit! Jetzt hingegen ist die Zeit, in der wir eintauchen in neue und alte Geschichten, hinter die Augenscheinlichkeit blicken und uns auch auf die Entdeckungreise zur eigenen inneren Magie machen können. Es ist dunkel, warm, Kerzen brennen und draußen geht der Wind. Yin-Zeit!

Das Leben an sich ist voller Magie

Was uns in der Aktivität des Sommers oftmals verborgen bleibt, kann nun mehr Raum gewinnen. Die Magie des Lebens, die Welten, die parallel zur bekannten dreidimensionalen Welt auch noch bestehen. All dies ist wunderbar. Es herrscht eine magische Stimmung und wir können sie in uns aufnehmen.

Hach, ich freue mich, dass du bist und dass wir gemeinsam durch die Zeit wandern

Es ist schön, um dich und all die anderen LeserInnen zu wissen, und gewahr zu sein, dass wir nun gemeinsam eintauchen in eine Welt der Magie, der Mystik und des Zauberhaften. Also starten wir morgen, am 1. Advent.

Falls Du etwas weiterlesen möchtest: Mystische unsichtbare Welten

und hier noch was zum 1. Advent: 1. Advent – im Vertrauen auf die Erlösung

In diesem Sinne wünsche ich Dir heute noch einen schönen Samstag

Heute, gegen 18.30 Uhr ist übrigens wieder Zeit für ein Video zur Reihe „Einsamkeit versus All-eins-Sein. Heute zum Thema: Wer dich begleitet – dein geistiges Team.

Meinen Youtube-Kanal findest Du hier: Manou auf Youtube

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

40 wahre mystische Geschichten für Dich

40 wahre mystische Geschichten sollen Dich durch den Advent, die Weihnachtszeit und die Raunächte begleiten. Mein Weihnachtsgeschenk für Dich!

40 wahre mystische Geschichten

Da ich dieses Jahr keine Zeit haben werde, zusätzlich zu den Morgenimpulsen eine Weihnachtsgeschichte zu schreiben, werde ich für Dich 40 wahre mystische Geschichten aufschreiben, die Du ab kommenden Sonntag, den 27.11.2022, also dem ersten Advent, jeden Morgen statt der gewohnten Morgenimpulse bekommen wirst. Sie werden sich an der jeweiligen Zeit orientieren, in der sie veröffentlicht werden.

Ich möchte den Zauber der Weihnachtszeit mit Dir teilen

Die Weihnachtszeit ist für die meisten Menschen eine zauberhafte Zeit. Eine Zeit der Ruhe, der Einkehr, des Friedens… Naja, so sollte es jedenfalls sein. Und da dies häufig nicht so ist, habe ich mir überlegt, was ich dazu beitragen kann, dass in dieser Zeit doch der Zauber in Dein Leben einziehen kann. Deshalb werden ab nächsten Sonntag 40 wahre mystische und zauberhafte Geschichten jeden Morgen erscheinen. Vom ersten Advent bis zum 6. Januar, also bis zum Dreikönigstag und damit zum Ende der Raunächte.

Zusätzlich: Spirit Talk auf Youtube – jeden Dienstag

Und da wir auch über andere Dinge sprechen müssen, gibt es ab sofort ein völlig neues Format auf Youtube, nämlich den Spirit-Talk. Da geht es um die Zeitqualitäten, die spirituellen Hintergründe und so weiter, wie ich sie normalerweise in den Morgenimpulsen beschreibe. Da ich über fast jedes Thema auch schon geschrieben habe, werde ich dann immer auch die entsprechenden Artikel verlinken. Somit kannst Du Dir dies anschauen, anhören und auch Ergänzendes lesen. Und am Morgen sollen Dich die 40 wahren mystischen Geschichten verzaubern für einen zauberhaften Tag.

Der Spirit-Talk startet bereits kommenden Dienstag, also übermorgen

Du kannst den Kanal hier schon einmal abonnieren: Manou Gardner auf Youtube

Ich wünsche mir, dass ich Dir mit den 40 wahren mystischen Geschichten den Zauber dieser dunklen Jahreszeit in Dein Zuhause bringen kann

Ich sehe es als meine Aufgabe an, soviel wie möglich des Zaubers der Vorweihnachtszeit auch in Dein Zuhause zu bringen. Wir brauchen zusätzlich zu all unserer spirituellen Arbeit, den Kämpfen, die wir gemeinsam durchstehen auch den Zauber in unserem Leben. Und deshalb habe ich mir dieses neue Format ausgedacht.

Falls Du die Morgen-Impulse noch nicht abonniert hast, kannst Du es hier tun:

Manou Gardner Willkommen

Viele weitere Neuerungen kommen in den nächsten Tagen und Wochen – darauf freue ich mich bereits.