Die Erdenreise Teil 7

Unten zum Lesen und oben als Video – wie es Euch besser gefällt.

Gabriel erwartete die beiden am nächsten Morgen und holte sie in den großen Besprechungsraum, wo alle Engel und auch das höchste Sonnenwesen versammelt waren. Zuerst wurden die beiden sehr gelobt. Hatten sie es doch geschafft, in vier Tagen zwei riesige Projekte in die Welt zu bringen, die unter Umständen für viele Menschen eine große Erleichterung sein konnten. Jetzt kam es auf die Menschen an. „Ihr habt sehr gute Arbeit geleistet“, sagte Phanuel und schaute die beiden freundlich an.

Luisahim und Theorahel freuten sich riesig. Es war schon etwas Besonderes, von den Erzengeln so gelobt zu werden. Cherubim und die ganzen anderen sehr hohen Engel strahlten sie mit ihrem wunderbaren Licht an. Die beiden Jung-Engel spürten die Wärme und Liebe, die sie dadurch empfingen. Phanuel fuhr fort: „Heute werdet ihr nicht auf die Erde reisen. Wir haben heute viel zu besprechen. Wir haben festgestellt, dass das alles zu langsam geht. Das ist aber nicht eure Schuld. Ihr habt alles getan, was getan werden konnte, aber ihr werdet Verstärkung brauchen. Wir haben auch gesehen, dass es euch viel Freude macht, mit den Menschen zu sprechen. Aber dafür haben wir keine Zeit mehr. In zwei Tagen ist schon der zweite Advent und die Zeit läuft den Menschen davon. Da unten auf der Erde passiert so viel in so kurzer Zeit, dass wir schneller handeln müssen. Daher werden wir heute besprechen, wie wir die Hilfe für die Menschen beschleunigen können.

Zunächst einmal werden wir Erzengel ab morgen mit euch reisen. Michael, Gabriel, Raphael, Uriel und ich sind bereit, mit euch auf die Erde zu reisen. Unsere Reise wird von hier oben gesteuert. Cherubim, Seraphim und Aralim werden uns an die Orte schicken, die unsere Hilfe am dringendsten brauchen. Tarshishim, Hashmalim und Elohim werden uns alle Werkzeuge zukommen lassen, die wir benötigen. Sie beobachten unsere Reise und setzen ihre Fähigkeiten für uns ein.

Es war schön, dass ihr gesehen habt, wie die Menschen gute Dinge umsetzen können und ihr sollt auch irgendwann noch einmal zu Martin und Mongila reisen, aber jetzt müssen wir sie alleine arbeiten lassen. Sie haben unseren Schutz und unsere Unterstützung.“

„Aber was machen wir dann bei den Menschen?“, fragte Luisahim.  „Wir werden uns durch die verschiedenen Kontinente arbeiten. Die Menschen rufen überall um Hilfe und die Verzweiflung wird immer größer. Wir müssen nun schauen, wie wir am besten helfen können. „Wird das jedes Jahr vor Weihnachten gemacht?“, fragte Theorahel.

Phanuel lachte auf. „Nein, so dringend haben sie unsere Hilfe schon seit langer Zeit nicht mehr gebraucht. Das letzte Mal war vor rund neunzig Jahren. Damals haben die dunklen Mächte sich ebenfalls der Menschen bemächtigt, so wie es gerade jetzt geschieht. Und wenn sie einmal eingedrungen sind, können wir nicht mehr viel machen. Damals waren nur sehr wenige Menschen standhaft.“

„Du meinst, das war die Zeit, als es dann einen Krieg gegeben hat?“, fragte Luisahim. „Ja, genau damals. Das war eine sehr düstere Zeit. Und das Einzige, was wir damals noch tun konnten war, dafür zu sorgen, dass die Zeit nicht so lange andauerte, wie sie eigentlich dauern sollte. Aber bis dahin war schon unheimlich viel Leid geschehen.“

„Und zwischen damals und heute haben die dunklen Mächte die Menschen in Ruhe gelassen?“, fragte Theorahel. „Nein, sie haben den nächsten großen Schlag im Verborgenen vorbereitet. Wir haben den Menschen immer wieder Zeichen geschickt und viele Menschen haben diese Zeichen auch verstanden. Aber es waren immer noch nicht genug. Wisst ihr, die dunklen Mächte sind schlau. Sie haben die Menschen dumpf gemacht, indem sie ihnen viel Zerstreuung und leichte Unterhaltung geschickt haben. Die Menschen sind dadurch unaufmerksam geworden. Sie haben sich wohl gefühlt und nicht bemerkt, dass sie etwas zusammenbraut.“

„Und die, die es bemerkt haben, haben die nichts gesagt?“, fragte Luisahim. „Warum haben sie die anderen Menschen nicht gewarnt?“ Phanuel schüttelte den Kopf. „Sie haben versucht, die Menschen zu warnen, aber diese wollten nicht zuhören. Es gab zu allen Zeiten Menschen, die versucht haben, auf das Wirken der dunklen Mächte hinzuweisen. Aber wenn es den Menschen gut ging, wollten sie nichts davon wissen. Es ist ja sogar jetzt noch so, dass es eine Menge Menschen gibt, die alles, was gerade passiert gutheißen. Sie sehen nicht hinter das Trugbild. Und sie beschimpfen diejenigen, die sie aufmerksam machen wollen. Das ist ein Jammer!“

Luisahim und Theorahel schauten betreten. Sie hatten keine Ahnung, wie sie nun vorgehen sollten. Gerade hatten sie noch geglaubt, dass sie einfach täglich auf die Erde reisen und den Menschen helfen würden, wie sie Martin und Mongila geholfen haben. Nun war das schneller zu Ende gegangen, als sie geglaubt hatten. Die beiden waren ein wenig enttäuscht. Es hatte ihnen große Freude gemacht.

„Was können wir nun tun?“, fragte Theorahel noch einmal. „Wir müssen nun mit Herzensenergie arbeiten“, mischte sich der Erzengel Michael in das Gespräch ein. „Wir können nicht mehr einzelne Menschen inspirieren etwas zu tun, das die Energie auf der Erde anhebt, sondern wir müssen so viel Energie auf die Erde bringen, dass viele Menschen gleichzeitig beginnen, für das Licht zu arbeiten. Wir müssen zu ihren Herzen sprechen und sie inspirieren, dass sie das Licht weiterverbreiten.

„Wie genau werden wir das machen?“, fragte Luisahim und sah, wie die Michael ihnen winkte mitzukommen. Er führte sie zu dem Fenster, von dem aus sie die Erde immer beobachteten. Wenn sie wollten, konnten sie die Bilder von der Erde ganz nah heranholen und immer genauer schauen. Und die beiden Erzengel holten nun verschiedene Bilder heran, auf denen man sehen konnte, wie die Menschen Licht erzeugten.

Die einen beteten, die anderen meditierten, wieder andere machten Musik und trommelten. Über die ganze Welt verteilt waren Menschen zu sehen, die gemeinsam mit anderen aufgestanden waren, um die dunklen Mächte zu vertreiben. „Seht ihr, da wo diese Menschen sind, müssen noch viel mehr dazu kommen. Die Menschen sollen nicht ängstlich alleine zu Hause sitzen und immer trauriger werden. Sie sollen zusammenkommen, egal wie!“

Er zeigte ihnen auch Bilder von Menschen, die fröhlich singend und rufend durch die Straßen gingen und Theorahel und Luisahim konnten sehen, dass es über diesen Menschen sehr hell wurde. Überall wo die Menschen sich zusammenschlossen und gemeinsam den Weg für das Licht bereiteten, wurde es immer heller.

„Wir werden hinuntergehen und so viel Herzensenergie zu diesen einzelnen Gruppen bringen, damit immer mehr Menschen von diesem Licht angezogen werden. Das ist das beste Mittel um die dunklen Mächte zu verjagen. Diese düsteren Gesellen mögen kein Licht. Sie mögen auch keine Musik und kein Lachen und keine Freude. Sie wollen, dass die Menschen zuhause sitzen und selbst immer düsterer und griesgrämiger werden und dass sie beginnen, sich gegenseitig die Schuld zu geben.

Und unsere Aufgabe ab morgen wird nun sein, dass wir hinuntergehen und ebenfalls mit ihnen tanzen, singen, beten, meditieren und durch die Straßen gehen, sodass es immer heller und heller wird. Dann sind die dunklen Mächte mehr und mehr gezwungen, sich zurückzuziehen.“

Luisahim und Theorahel konnten sich immer noch nicht recht vorstellen, wie sie das anstellen würden, aber sie vertrauten auf die Erzengel. Sie waren ja die Jüngsten und Unerfahrensten, sie mussten die Verantwortung nun nicht mehr alleine tragen.

„Eines noch“, sagte Michael. Luisahim und Theorahel sahen ihn abwartend an. „Wir werden nicht mehr jeden Abend zurückkommen. Es ist ein großes Opfer von uns Engeln, aber wir werden einige Zeit auf der Erde bleiben. Der Höchste hat dies vor langer Zeit auch getan. Nun werden wir diese Mission antreten und in diesem Kampf gegen die dunklen Mächte alles tun, was in unserer Macht steht.“

Die beiden Jung-Engel schaute erstaunt. „Wir werden nachts nicht zurückkehren?“, fragten sie. Michael schüttelte den Kopf. „Nein, wir werden uns für eine unbestimmte Zeit unter die Menschen mischen. Aber alles andere erfahrt ihr morgen. Zieht euch zurück und sammelt eure Kräfte, ihr werdet sie dringend brauchen. Morgen treffen wir uns wie immer in der großen Halle.“

So, und wie das Abenteuer weitergeht, werdet Ihr morgen hören oder lesen.

Ich wünsche Euch allen eine wunderbare und ruhige Nacht. Alles wird gut!

Manou

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