Wenn der Sommer plötzlich „tödlich“ wird – gefährliche 30 Grad erwartet

Wait a minute – war das nicht jedes Jahr im Sommer? Warum wird der diesjährige Sommer zur tödlichen Falle, wenn wir früher auf diesen Moment sehnsüchtig gewartet haben? Während meiner Schulzeit (zugegeben schon ein paar Tage her) starrten wir auf das Thermometer und halfen manchmal ein wenig mit Streichhölzern nach (ja, die guten alten Quecksilber Thermometer), denn es musste im Klassenzimmer erst 30, später 27 Grad haben, damit wir endlich hitzefrei bekamen. Wir rasten nach Hause, packten unsere Handtücher ein und radelten zum Badesee. Dort verbrachten wir den Nachmittag in der prallen Sonne und wussten, wenn wir nach Hause kamen, war Garten gießen dran. Es war vollkommen normal. Wenn es sehr heiß war, blieben die Erwachsenen über Mittag im Haus, falls sie nicht hinaus mussten, um Heu zu machen. Und ab drei Uhr nachmittags startete das Leben wieder ganz normal. Es war einfach ganz gewöhnlich. Temperaturen um die 36 oder 37 Grad waren perfektes Badewetter.

Ich habe das Gefühl verarscht zu werden

Ich bin normalerweise nicht der „Früher-war-alles-besser“-Typ, aber in diesem Falle muss ich sagen, dass es das wohl war. Sommer war Sommer und da gehörte Hitze nicht nur dazu, sondern war erwünscht. Die einen freuten sich darüber, dass das Heu auf der Wiese schnell trocknete, andere wuschen die Bettwäsche, weil auch die schnell wieder benutzbar war und das Gemüse im Garten wuchs fröhlich vor sich hin. Wir wussten, wie wir mit der Hitze umgehen mussten und ab und zu hatte man halt einen Sonnenbrand und manchmal einen kleinen Sonnenstich. Das gehörte zum Sommer dazu. Wir tranken, wenn wir durstig waren und war scheinbar genug. Ich arbeitete in den Ferien in den Versuchsfeldern für Maisanbau. Dabei mussten wir in der Hitze durch die Maispflanzen gehen und die Blütenstände entfernen. Es war eine schwere Arbeit, denn es war heiß, die Blätter vom Mais sind nicht gerade kuschelig und die Blütenstände sind weit oben, sodass wir über dem Kopf arbeiten mussten. Diese Arbeit musste am Vormittag erledigt werden, später war es dazu echt zu heiß. Wenn ich damit fertig war, gab es zuhause Mittagessen und danach radelte ich fünfzehn Kilometer zu einem Badesee, wo ich als Küchenhilfe am Nachmittag beschäftigt war. Alles war heiß, alles klebte, aber es war normal. Ich habe keine Ahnung, wieviel Grad es damals in der Küche hatte, aber ich weiß noch, dass das Kühlhaus ein begehrter Ort war. Und alle lebten damit. Jeder tat seine Arbeit und hatte auch noch Spaß.

Warum ist jetzt der Sommer so schrecklich?

Ich kann nicht feststellen, dass die Sommer heißer geworden sind. Ganz im Gegenteil. Während es in meiner Jugend oft wochenlang nicht regnete und ebenso die Sonne vom Himmel knallte, gibt es jetzt kaum noch länger anhaltende Sonnenperioden. Kaum ist der Himmel blitzblau, kommen die ersten „Kondensstreifen“ und kurz danach Wolken. Und zugegeben, heute bin ich keine Sonnenanbeterin mehr. Ich leide, wenn es zu heiß ist – ganz im Gegenteil zu früher. Das liegt aber nicht daran, dass es nun heißer ist, sondern eher daran, dass ich deutlich älter bin. Aber alleine die Wetterkarten, die heute in dunklen, alarmierenden Rot-Tönen die sonnigen Gegenden zeigt, geht mir auf die Nerven. Ich habe das Gefühl, dass wir von einem Angst-Szenario in das nächste gepeitscht werden. Doch was ist der Sinn hinter dem Unsinn?

Ängstliche Menschen sind leichter zu manipulieren

Lassen wir uns doch nichts vormachen: Im Sommer ist es heiß und im Winter ist es kalt. So ist es in unseren Breitengraden immer gewesen und gehört auch so. Dass nun plötzlich der Fokus auf hitzebedingten Todesfällen liegt ist neu. Ja, die hat es immer schon gegeben. Auch früher konnte man an einem Hitzschlag oder an Kreislaufversagen sterben, ebenso an Grippe. Aber so ist das Leben! Gestorben wurde immer schon. Doch die Menschen wussten dies und nahmen es hin. Wer konnte, achtete darauf, dass es ihn nicht erwischte. Und das war noch, bevor viele Wohnungen Klimaanlagen hatten. Ich habe keine Lust, mich von einem Angstszenario in das nächste treiben zu lassen. Deshalb mache ich einfach nicht mit. Ich schaue mir die Nachrichten nicht an und lasse mich auch nicht in eine Klimahysterie versetzen. Klar, müssen wir auf die Umwelt achten. Ich finde folgende Dinge sinnvoll:

  • Wir haben zuviel CO2? – Lasst uns Bäume pflanzen ohne Ende
  • In der Stadt brütet die Hitze? – Fangen wir endlich an, Fassaden zu begrünen und Bäume zu pflanzen um ein gutes Kleinklima zu schaffen
  • Zu Mittag ist es unerträglich? – Betrachten wir es wie unsere südlichen Nachbarn: Zu Mittag gehen nur Touristen und Esel auf die Straße.

Hören wir auf, diese ständigen Hiobsbotschaften zu glauben. Während wir eingeredet bekommen, dass unsere Umwelt tödlich ist, werden ganz andere Dinge vorbereitet. Genießen wir den Sommer. Wer mag geht raus, wer nicht mag bleibt drinnen. So einfach ist das.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Sommer-Dienstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Jill Wellington auf Pixabay

Die derzeitigen Energien sind nur schwer auszuhalten

Die momentanen Energien sind so anstrengend und viele Menschen, und auch ich, fühlen sich durch alle möglichen Zustände gebeutelt und gleichzeitig wissen wir, dass es notwendig ist. Falls es Dir oder Ihnen ebenso geht, dann lesen Sie einfach weiter. Während vor einiger Zeit die Energien zwar auch schnell gewechselt haben, habe ich derzeit das Gefühl, dass sich die Energie im Kreis dreht. Es ist ein ewiges hin und her und es ist kaum möglich bei einem Gedanken oder einer Empfindung zu bleiben. Der Sturm passt gerade noch dazu, bzw. ist ein Teil des Ganzen. Und ich finde, es ist sehr schwer auszuhalten.

Was passiert gerade?

Aus meiner Sicht passiert gerade wahnsinnig viel und das bleibt für uns nicht ohne Folgen. Wir machen gerade den nächsten Shift in eine andere Zeitqualität und das fühlt sich an, als ob wir durch einen Fleischwolf gedreht würden. Zumindest ich empfinde es in dieser Weise. Und es ist kein Ende in Sicht. Das wird noch eine Weile so gehen. Es ist wichtig, dass wir wissen, dass dies gerade ein kollektiver Prozess ist und sich nicht nur auf einzelne Menschen beschränkt, wobei jeder Mensch diese Zeiten natürlich individuell erlebt. Aber viele Menschen fühlen sich gerade genau so, wie ich es nun beschreiben werde. Sollten Sie dazu gehören, trösten Sie sich: Es ist nichts falsch mit Ihnen, Sie sind nur besonders empfindsam und das ist gut so.

Welche Symptome ruft das hervor?

  • Brainfog ist eines der häufigsten Symptome. Man hat das Gefühl, der Kopf ist in Watte gepackt und man kann weder klar denken, noch bekommt man wirklich einen Zugang zur Umwelt. Es ist gedämpft und irgendwie isoliert.
  • Was hilft dagegen? Aushalten, Ruhe bewahren, viel trinken, akzeptieren, keine hohen Anforderungen stellen und warten, bis es vorbei ist.
  • Das nächste Symptom fühlt sich an wie herannahende Panikattacken. Unruhe im ganzen System bei gleichzeitiger Kraftlosigkeit.
  • Was hilft dagegen? Auch hier gilt es Ruhe bewahren, moderate Spaziergänge, die Nebennieren gut schützen, indem man die Nebennieren-Snack nach Anthony Williams macht. Alle 90 Minuten z.B. ein Stück Gurke, ein Stück Apfel und eine Dattel. Wir müssen die Nebennieren deshalb ein wenig pflegen, weil in diesen Zuständen übermäßig viel Adrenalin produziert wird.
  • Ein weiteres Symptom ist bleierne Müdigkeit, Erschöpfung und Kraftlosikgkeit bei gleichzeitigen Schlafstörungen.
  • Was hilft dagegen: Soviel Ruhe wie nur möglich gönnen, sich ausschließlich mit den guten Dingen beschäftigen und das Wissen, dass es zu diesem Prozess dazugehört
  • Ein weiteres Symptom ist Gereiztheit, eine niedere Frustrationstoleranz und ein schnelles „Aus-der-Haut-fahren“.
  • Was hilft dagegen: Ruhe, Rückzug, Abkehr vom Perfektionismus, mit sich selbst nachsichtig sein
  • Und dann gibt es derzeit noch das Symptom der absoluten Niedergeschlagenheit. Alles ist blöd, dunkel, die Freude ist nicht mehr spürbar, es fühlt sich an wie ein tiefes dunkles Loch.
  • Was hilft dagegen? Schlafen, sich mit schönen Dingen beschäftigen, Ruhe bewahren, das Wissen, dass es in den nächsten Tagen wieder vorbei geht…in ganz schlimmen Fällen bitte Hilfe suchen.

Wir dürfen davon ausgehen, dass wir in den nächsten Jahren noch viel mehr mit diesen Energien zu kämpfen haben werden. Nicht jeder reagiert gleich. Manche Menschen mögen sich momentan sogar euphorisiert fühlen, doch auch das ist nur ein Symptom. Aber auf viele Menschen wirken die derzeitigen Energien drückend.

Was wir für uns lernen können

Wir können in energetisch so turbulenten Zeiten lernen, dass wir nicht immer nur funktionieren müssen, dass wir darauf achten dürfen, wie es uns gerade geht und auch dies in unsere Planung und unser Leben einfügen. Wir dürfen von unseren Mustern abrücken und darauf achten, welche Tagesqualität gerade vorherrscht und daraufhin unseren Tag planen. Je freier wir leben und arbeiten, desto leichter wird es sein. Menschen, die zumindest acht Stunden am Tag funktionieren müssen, dürfen an diesen Tagen zumindest sehr nachsichtig mit sich selbst sein und falls möglich schwierige Aufgaben auf die leichten und guten Tage verlegen und an Tagen wie heute sich auf Routinearbeiten beschränken.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen allen trotz der schwierigen Energien einen wunderschönen Freitag – auch heute ist wieder ein Venus-Tag. Gönnen Sie sich doch etwas besonders Erholsames am heutigen Tag.

Ganz liebe Grüße

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von kalhh auf Pixabay

Es gibt keinen Tod – wir können nicht sterben

Ein etwas provokanter Titel, aber genau das ist das Thema. Als ewig lebende geistige Wesen sind wir nicht in der Lage zu sterben. Wir leben auf unterschiedliche Weise und an unterschiedlichen Orten, aber wir leben. Der physische Tod, der so viele Menschen in Angst und Schrecken versetzt, ist real. Wir legen unsere sterbliche Hülle ab wie einen Anzug, der alt und verschlissen oder eben einfach nicht mehr passend ist. Danach leben wir in der geistigen Welt und haben dort unsere Aufgaben zu verrichten. Wir sind auch in der geistigen Welt zusammen mit den Menschen, die uns hier in der physischen Welt wichtig waren und treffen unsere Liebsten immer wieder.

Wir inkarnieren in Seelengruppen

Diejenigen Menschen, die uns sehr nahe stehen, sind Wesenheiten, die wir schon aus vielen Leben kennen. Wir haben schon viele Inkarnationen miteinander verbracht in immer anderen Konstellationen. Wir waren enge Freunde, Familienangehörige…was auch immer. Und wir treffen uns immer wieder. In der geistigen Welt existiert keine Zeit und wir erleben das Warten auf die anderen Mitglieder einer Seelengruppe nicht als endloses Warten, sondern wir erfüllen in dieser Zeit unsere Aufgaben. Wir treffen in der geistigen Welt auch Mitglieder unserer Seelengruppe, die wir in der physischen Welt gar nicht als Mitglieder erkannt haben. In der geistigen Welt wird uns aber bewusst, welchen wichtigen Teil sie in unserem Leben erfüllt haben. Zum Beispiel kann es ein Lehrer sein, der uns auf eine bestimmte Weise ermutigt hat und ohne den wir etwas nicht getan oder uns nicht zugetraut hätten. Es kann sein, dass dieser Mensch zu unserer Seelengruppe gehört, auch wenn wir das zu Lebzeiten in der physischen Welt nicht vermutet hätten, weil der Kontakt flüchtig oder scheinbar oberflächlich war. In der geistigen Welt erkennen wir dann aber die übergeordneten Zusammenhänge und sehen die Fäden die sich von uns zu anderen Menschen ziehen.

Unsere Aufgaben in der geistigen Welt

Ein Teil unserer Aufgabe kann sein, dass wir Menschen, die noch inkarniert sind, aus der geistigen Welt heraus bei ihren Aufgaben beistehen, oder wir empfangen die Menschen, die gerade ihren Übergang erleben, oder wir haben andere Aufgaben, die wir uns mir dem irdischen Bewusstsein nicht vorstellen können. Auf jeden Fall betrachten wir unser Lebenstableau und entscheiden, was aus dem vergangenen Leben aus der erweiterten Sicht gut und nicht so gut war. Und aus dieser Betrachtung entsteht dann der Wunsch, es in der nächsten Inkarnation besser zu machen. Wir sitzen auf jeden Fall kaum auf einer Wolke und spielen Harfe, sondern wir sind auch in der geistigen Welt aktiv und wirken – wie zu Lebzeiten in der physischen Welt – in beiden Welten.

Unsere „Werkzeuge“ und Fähigkeiten in der geistigen Welt

Da wir nur als inkarnierte Menschen gewissen Entwicklungen machen können, ist dies unsere Ausrüstung in der geistigen Welt. Je mehr wir uns als Persönlichkeiten entwickelt haben, umso differenzierter können wir auch in der geistigen Welt – und im nächsten Leben – wirken. Unser echtes Kapital, über viele Leben, ist das, was wir aus uns selbst machen. Je mehr wir um Erkenntnis ringen, je mehr wir unsere niedere Natur überwinden, umso dienlicher sind wir in beiden Welten. Das steigert sich von Leben zu Leben. Aber natürlich sind wir Menschen, wir bemühen uns, wir scheitern, wir bemühen uns wieder…genauso ist es auch gedacht. Nicht nur das erfolgreiche Voranschreiten ist als Erfolg zu werten, sondern ebenfalls die Durchhaltekräfte, die wir in uns entwickeln, indem wir uns immer wieder bemühen. Dies ist Teil des Prozesses.

Unser Lebenstableau

Wenn wir nachtodlich unser Lebenstableau betrachten, gehen wir unser ganzes Leben noch einmal rückwärts durch und empfinden dabei nicht das, was wir zu Lebzeiten selbst empfunden haben, sondern wir empfinden die Gefühle, die wir in anderen hervorgerufen haben. Rudolf Steiner beschreibt dies sehr anschaulich. Und das erklärt auch, warum Menschen aus der geistigen Welt oftmals im Jenseitskontakt ein starkes Bedürfnis haben, gewisse Dinge aufzuklären und zu erklären. Während wir unser Lebenstableau betrachten, erleben wir noch einmal Begegnungen mit Menschen, die uns zu Lebzeiten in der physischen Welt gar nicht so stark in Erinnerung geblieben sind, als besonders wichtig. Wir erkennen, wie wir Menschen geholfen haben oder wie Menschen uns in der Begegnung den richtigen Weg gewiesen haben, bzw. uns zu etwas inspiriert haben. Dies erscheint oftmals erst nachtodlich in der ganzen Tragweite. Bei der Betrachtung unseres vergangenen physischen Lebens ist niemand ist da, der uns beurteilt. Wir sind diejenigen, die erkennen, was wir gut gemacht oder nicht so gut gemacht haben. Und aus uns heraus entsteht der Wunsch nach Ausgleich.

Warum Jenseitskontakte Heilung sind

Ich erlebe es so, dass der Kontakt zwischen dem Menschen in der physischen Welt und dem Menschen in der geistigen Welt noch so stark ist, dass es Momente gibt, in denen der Mensch in der physischen Welt das dringende Bedürfnis hat, sich an ein Medium zu wenden um einen Jenseitskontakt herzustellen. Und meist erweist sich dies als richtig. Es gibt noch etwas auszusprechen und zu erklären. Und es ist sehr häufig sehr berührend, wenn sich gewisse Dinge aufklären, bzw. wenn die Worte noch gesprochen werden, die noch gesprochen werden sollten. Jenseitskontakte sind immer schön. Es gibt keinen Jenseitskontakt, der gruselig oder unangenehm ist – selbst wenn ein Mensch erscheint im Jenseitskontakt, mit dem wir eigentlich – aus unserem Denken heraus – nichts mehr zu tun haben möchten. Auch hier kann es gut tun, eine Entschuldigung anzunehmen oder einer Erklärung zu lauschen. Aber natürlich kann man einen Jenseitskontakt auch zurückweisen, ich rate aber nicht dazu. Ich finde, wenn jemand kommt, sollten wir diesem Menschen zumindest die Möglichkeit geben, das zu sagen, was er zu sagen hat. Wir müssen ja nicht sehr viel Raum einräumen. Doch es geht ja um Heilung – auf beiden Seiten.

Warum wir keine Angst vor dem Tod haben müssen

Wir müssen beileibe keine Angst vor dem Tod haben. Die meisten Menschen fürchten sich davor, weil sie Angst haben, dass danach nichts mehr ist. Aber diese Angst ist spätestens seit den Forschungen von Elisabeth Kübler-Ross obsolet. Wir wissen mittlerweile von ganz vielen Seiten, und erleben es ja auch selbst in den Jenseitskontakten, dass das Leben einfach weitergeht. Und sobald wir die Grenze zur geistigen Welt überschritten haben, sind wir sofort in Geborgenheit. Wir sind auf unausprechliche Art und Weise begleitet von vielen Wesenheiten, die uns durch alle Leben hindurch begleitet haben. Wir werden sofort liebevoll in Empfang genommen. Der schwerste Moment ist der Moment, diesen einen Schritt zu machen und über die Schwelle zu treten. In meiner zehnjährigen Tätigkeit in der Altenpflege und der Begleitung Sterbender habe ich den eigentlichen Übergang immer als sehr wunderbaren und friedlichen, sogar freudigen Moment erlebt. Schwer war oftmals der vorherige Kampf – das Klammern an das physische Leben.

Eine neue Art von Sterbebegleitung wäre aus meiner Sicht wünschenswert

Es wäre schön, wenn sich mediale Menschen auch der Begleitung der Sterbenden widmen würden. Als Medium können wir den Menschen einen Schritt weiter begleiten. Wir könnten sozusagen den Übergang deutlich leichter machen, indem wir als Medien bereits den Kontakt zu den abholenden Wesenheiten aufnehmen und auch aktiv im Sterbeprozess eine Brücke zwischen den Welten darstellen. Diese Aufgabe gehört für mich zu denjenigen Aufgaben, die in der neuen Welt, die sich gerade entwickelt, völlig normal sein werden.

Mein Wirken als Medium – Jenseitskontakte

Ich liebe Jenseitskontakte und ich liebe die Arbeit in beiden Welten. Aber noch vielmehr sehe ich meine Aufgabe darin, die Menschen von der Angst vor dem Tod zu befreien. Denn wenn wir den Tod als natürlichen Teil unseres Lebens betrachten, können wir das Leben viel freier leben. Wir haben dann nicht stets das Damoklesschwert des Todes über uns schweben, sondern wir können den Tod akzeptieren als das, was er ist: Als Übergang zu einem neuen Lebensabschnitt.

Die Angst vor dem Tod

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was sie alles tun oder nicht tun, aus lauter Angst vor dem eigenen Tod oder dem Tod geliebter Menschen heraus. Wenn wir den Tod als unseren Freund betrachten können, wenn wir erkennen können, dass es oftmals besser ist, jetzt aus der geistigen Welt heraus zu arbeiten, dann sind wir frei. Wir sind frei, weil wir erkannt haben, was wir wirklich sind: Unsterbliche geistige Wesenheiten, die gerade mal inkarniert sind. Und aus dieser Freiheit heraus sind wir in der Lage auch unsere Werte völlig neu zu überdenken. Wenn es ein „Nach mir die Sintflut“ nicht mehr gibt, wenn es die Trennung durch den Tod nicht mehr gibt, wenn es die Angst nicht mehr gibt.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Donnerstag

Eure und Ihre

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

6. Portaltag – Strategien gegen die Angst

Heute, am sechsten Portaltag, kann wieder die Angst eine Rolle spielen. Morgen ist Wintersonnwende, die Energien verdichten sich und diese Dichte empfinden wir oft als Angst. Angst ist per se kein schlechtes Gefühl, wenn es uns vor einer Gefahr warnt. Aber Angst kann sich auch selbstständig machen und uns einfach überfallen. Und oftmals ist der Auslöser der Angst das Gefühl der Dichte, das sich anfühlt wie Enge und uns an das Gefühl der Angst erinnert. Und daraus kann Angst entstehen. Wir können also dem Gefühl der Angst entgegen wirken, wenn wir die Dichte der Energien als solche erkennen und annehmen können.

Die Genese der Angst im Alltag

Die Entwicklung der Angstgefühle ist hoch komplex, oftmals entsteht sie aus Empfindungen, die wir sonst aus dem Zusammenhang mit der Angst kennen. Wenn jemand z.B. an Panikattacken leidet und dieser Mensch hat für einen kurzen Moment körperliche Empfindungen wie auch im Moment der Panikattacke, dann kann daraus eine Panikattacke entstehen. Wir reagieren oftmals sehr schnell auf bestimmte Wahrnehmungen mit dem nächstliegendsten Gefühl – und manchmal ist das Angst. Wenn wir nun damit beginnen unsere Wahrnehmungen und Empfindungen erst einmal zu beobachten, ohne reaktiv sofort einen Zustand dazu zu entwickeln, werden wir innerlich freier. Wir können die Wahrnehmung oder Empfindung beobachten, also sind wir nicht damit identifiziert. Das bedarf – zugegeben – einiger Übung, aber funktioniert.

Wenn die Angst in den Portaltagen auftaucht

Wenn die Angst nun während der Portaltage auftaucht, kann es einfach daran liegen, dass nun die Energien so hoch schwingen, dass wir in einen Verwirrungszustand geraten. Wir nehmen wahr, dass etwas anders ist als sonst und reagieren darauf mit Angst. Aber wenn wir uns bewusst machen, dass wir mitten in einem riesigen Transformationsprozess stecken, und dass während diesem Prozess viele Wahrnehmungen in unser Bewusstsein dringen, die wir auf diese Art gar nicht gewohnt sind, werden wir zum Beobachter der Wahrnehmungen. Wir gewinnen ein inneres Zeitfenster, um diese Wahrnehmung einem neuen Zusammenhang zuzuornden.

Es geschehen viele Dinge, die uns auf diese Art nicht bekannt sind

Sowohl in der äußeren physischen Welt, als auch auf der energetischen Ebene passieren derzeit viele Dinge, die wir in dieser Form bisher nicht kennengelernt haben. Im Außen tritt uns ein Regelwerk entgegen, das zum Ziel hat, uns in die Enge zu führen. Auf der energetischen Ebene spüren wir den Kampf zwischen den lichten und den dunklen Kräften. Und all dies zusammen kann ein schönes Durcheinander auf unserer Empfindungsebene verursachen. Da wir die momentane Situation in dieser Form noch nie erlebt haben, haben wir auch keine bewährten Handlungsmuster und Handlungsstrategien. Allein diese Tatsache kann beängstigend sein. Dies dürfen wir uns einmal ins Bewusstsein holen. Ja, wir sind in einer für uns völlig neuartigen Situation und dies darf uns Unbehagen bringen. Wenn wir diesen inneren Schritt zuerst gehen, beginnt der Empfindungsknoten bereits, sich zu lockern.

Wir haben die Ressourcen für diese Entwicklung

Wenn wir nun den nächsten Schritt gehen, und uns bewusst machen, dass wir nicht zufällig hier und jetzt inkarniert sind, sondern dass wir uns dies vorgeburtlich ausgewählt haben, dann machen wir bereits den nächsten Schritt. Damit kommen wir in das angehobene Bewusstsein und erkennen, dass wir die Ressourcen zur Bewältigung haben. Da wir uns vor unserer Geburt dafür entschieden haben, haben wir uns damals – in der geistigen Welt – auch das Repertoire an Ressourcen zurecht gelegt. Jeder Schritt unseres bisherigen Lebens hat uns dazu gebracht, dieses Ressourcenpotential bestmöglich zu nutzen.

Und: Wir haben eine Aufgabe in dieser Zeit

Wenn wir nun unseren Blick darauf richten, was unsere Aufgabe ist, kommen wir in das überpersönliche Bewusstsein, in dem die Ängste vollkommen in den Hintergrund treten. Dann geht es nämlich nicht mehr nur um uns, sondern es geht darum, dass wir diesen Weg nun mutig mit unseren Weggefährten beschreiten. Wir kommen an den Punkt, dass wir die Augen offen halten und uns überlegen, was unser Beitrag in der momentanen Zeit ist.

  • Braucht jemand unsere Hilfe?
  • Können wir eine Bewegung ins Leben rufenß
  • Haben wir Ideen für neue Lebensentwürfe?
  • Werden wir nun endlich den Weg gehen, den wir wirklich – aus dem Herzen heraus – gehen wollen?
  • etc…

Die Angst als kinetische Kraft betrachten

Wenn wir die Angst, die uns hin und wieder zu übermannen droht, als das betrachtet was sie ist, eine derzeitige Verwirrung der Gefühle, wenn wir darüber hinaus die Angst genau anschauen und analysieren und wenn wir sie als Antrieb nutzen, um uns einen neuen Standpunkt in der momentanen Situation zu wählen, dann sind MeisterInnen des Schicksals. Dann haben wir eine Möglichkeit gefunden, uns der Situation mutig zu stellen und unseren Beitrag zu leisten.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Montag – stellen Sie sich Ihrer Angst und transformieren Sie diese in die kinetische Kraft, die Sie nun brauchen, um in die neue Zeit zu gehen! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

Herzlichst Ihre und Eure

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Lothar Dieterich auf Pixabay

Spannende Entwicklung! Politiker räumen das Feld

Wenn an einem Tag drei führende Politiker ihre Ämter verlassen, dann ist das schon eine Erwähnung wert. Als der junge Altkanzler gestern Vormittag verkündete, dass er alle poliitschen Ämter aufgeben wolle, dachte ich noch: „Sehr gut. Da regt sich nun doch etwas.“ Und ich überlegte mir, welcher Schachzug und welche geistige Kraft wohl dahinter stecken mag. Dann kam am frühen Abend die Information, dass nun auch der amtierenden Kanzler sein Amt zur Verfügung stellen wolle, da dachte ich: „Au weia…da scheint echt was im Busch zu sein.“ Aber ich war kaum fertig, darüber nachzudenken, da kam auch schon die Meldung: „Der Finanzminister tritt zurück.“ Spätestens da war klar, da scheint Einiges los zu sein, hinter den Kulissen…

Seien wir doch mal ehrlich: Ein Land zu regieren ist doch nicht wie Monopoly spielen. Wenn man keine Lust mehr hat, hört man einfach auf? Und die Kumpels sagen dann: „Och, wenn du gehst, gehe ich auch. Ich habe auch keine Lust mehr.“

Man darf also ganz gerechtfertigt vermuten, dass da etwas mehr dahinter steckt. Schließlich ist es nicht, wie einfach einen gewöhnlichen Job aufzugeben. Diese Jobs sind ja nicht nur recht gut entlohnt, sondern auch mit einem Quentchen Macht versehen.

Warum entscheidet man sich dann, einfach aufzuhören?

Zunächst könnte ich mir vorstellen, dass die Erkenntnis gereift ist, dass der Karren schon dermaßen tief im Dreck steckt, dass man keine Ideen mehr hat, wie man den wieder da rausbekommen soll. Das wäre mal der erste Gedanke. Glaube ich aber nicht.

In weiterer Folge könnte das Gewissen hinterrücks zugeschlagen haben, das halte ich aber eher für zu weit hergeholt. Das hätte sich schon viel früher melden müssen…

Dann bleibt noch die Variante, dass auf alle super Jobs in der Wirtschaft warten…aber die würden vermutlich auch bis zur nächsten Wahl warten.

Tja, und wenn man dann ein wenig vom Offensichtlichen weg geht, dann könnte Angst dahinter stecken. Doch Angst wovor?

Angst ist ein wichtiger Motivator, aber selten ein guter Ratgeber

Eines wird den drei Herren (bis jetzt drei! Mal schauen, wer sich noch dazu gesellt) ja klar sein. So eine politische Veränderung bleibt weder innerhalb noch außerhalb der Landesgrenzen ungesehen und unkommentiert. Das ist nicht einfach mal ein diskretes Zurückziehen, das ist in der Position ja gar nicht möglich – und dann gleich zu dritt! Da nimmt man ja Einiges in Kauf. Also muss eine wirklich starke Motivation dahinter stecken.

Die Widersacher gehen auch mit ihren Schergen nicht besonders nett um

Man darf sich nur ein paar Beispiele aus der Literatur bedienen, allen voran dem berühmten Pakt bei Goethes „Faust“ und auch Oscar Wilde widmete sich in „Das Bildnis des Dorian Gray“, diesem Thema. Allerdings wissen wir auch, dass man davor nicht flüchten kann. Es ist also ziemlich egal, wann die Erkenntnis reift, dass es keine gute Idee war, man steckt zunächst einmal in diesem Pakt drin.

Die Kräfte des Lichtes sind auch nicht zu unterschätzen

In den vergangen Wochen und Monaten wurde von unzähligen Menschen und geistigen Wesenheiten lichtvoll gearbeitet. Unter Umständen trägt auch dies dazu bei, dass diese Menschen sich nun nicht mehr in der Lage sehen, ihre unheilvolle Mission weiter fortzuführen….wer weiß?

Was wir nun tun können

Wir wünschen den Scheidenden einfach einmal alles Gute. Wenn es tatsächlich so ist, dass sie sich eines Besseren besonnen haben, das ist das eine wunderbare Entscheidung. Wenn sie aus anderen Gründen scheiden, dann können wir ihnen nur wünschen, dass sie einen gute Weg in ein gutes Leben finden.

Was jetzt nachkommt

Hier ist nun unsere eigentliche Aufgabe: Visualisieren wir an der Spitze des Landes (und natürlich aller Länder) Menschen, die die Macht von der hellen Seite erhalten. Wünschen wir uns kluge, weise Frauen und Männer, die sich nicht von der Industrie und vor allen Dingen den Widersachermächten umgarnen lassen, sondern mutig und integer ein Land so führen, dass ALLE Menschen darin einen guten Platz finden und ihr Leben in einem guten Sinne leben können.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen allen einen wunderschönen Freitag – wie immer ist der Freitag Tag der Venus – tun Sie sich etwas Gutes heute und genießen Sie das!

Eure

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von svetlanabar auf Pixabay

Angst als Wesenheit

Da wir derzeit viel Angst verspüren, die einen als Angst vor einer Krankheit, die anderen als Angst vor entsprechenden Sanktionen, Substanzen und auch Existenzängsten, möchte ich mich heute mit der Wesenheit der Angst beschäftigen. Die Angst als Wesenheit ist ein astrales Wesen, das uns einerseits hemmt, aber andererseits durch die Überwindung derselben in unserer Entwicklung weiterhilft. Um Angst zu überwinden brauchen wir Mutkräfte. Um in unserer Entwicklung weiterzukommen, müssen uns der Angst stellen und sie dadurch überwinden.

Was ist Angst?

Angst ist eine innere Drehbewegung, die uns hindert nach außen zu schauen. Wenn wir in der Angst sind, sind wir in uns eingeschlossen. Wir drehen uns im Kreis, da Angst – im Gegensatz zur Furcht – abstrakt ist. Angst ist oftmals sogar die Angst vor der Angst. Wenn wir wesenhaft denken, dann haben wir Angst vor dem Angstwesen, das mächtig genug ist, uns zeitweise vollkommen in Besitz zu nehmen. Das bedeutet, dass unsere Ich-Kräfte sich für eine Weile zurückziehen. Wo Angst ist, kann das Ich nicht sein. Die Angst, bzw. das Angstwesen nimmmt für eine Zeit die Stelle unseres Ichs ein. Auf längere Zeit ist das fatal. Jetzt ist es aber so, dass bei „normaler“ Angst noch Teile des Ichs da sind. Und wir wissen ja, dass das Ich ganz wichtig ist, um unsere Mensch-Entwicklung voranzutreiben. Ganz fatal wird es erst, wenn die Angst sich zur Panik steigert. Dann ist das Ich für eine Zeit ganz aus unserem System vertrieben. An Stelle des Ichs tritt die Panik und wir haben keinerlei Verbindung mehr zu unseren anderen Kräften. Daher ist es wichtig, dass wir die Angst zur Furcht heruntertransformieren. Wenn das Gefühl der Angst ein Gefühl ist, das sich vor etwas Konkretem, einer konkreten Gefahr fürchtet, dann ist es tatsächlich „nur“ Furcht. Furcht lässt uns im Bewusstsein und vor allem lässt sie uns nach außen schauen. Wir schauen zum Beispiel auf eine hohe Leiter, auf die wir hinauf müssen, dann ist es Furcht, eventuell Furcht vor dem Herunterfallen. Wenn wir aber generell unter Höhenangst leiden, dann ist es Angst. Es ist nicht mehr auf eine bestimmte Situation bezogen, sondern es geht um etwas Generelles. Natürlich ist der Grat dazwischen sehr schmal.

Und je öfter wir nun eine dieser Ängste überwinden, je öfter wir es schaffen, dass das Ich wieder die Oberhand gewinnt, desto stärker werden wir seelisch. Je mehr wir uns der Angst hingeben, alles vermeiden, wo sie lauern könnte, desto mehr schwächen wir unser Ich und wir haben in unserer persönlichen Entwicklung praktisch einen Stillstand produziert – unter Umständen sogar eine Rückwärtsbewegung. Somit können wir die Angst durchaus als etwas betrachten, das uns – richtig gehandhabt – dazu bringen kann, stärker zu werden und jene Kräfte zu mobilisieren, die wir auch nachtodlich, und natürlich in weiteren Leben, zur Verfügung haben werden.

Um diesen Prozess zu unterstützen, möchte ich Euch/Ihnen gerne das folgende Gebet zur Verfügung stellen. Die ersten Teile gehen direkt auf Rudolf Steiner zurück, die weiteren sind von Zeylmans von Emmichhofen, der aber sagte, dass sie direkt auf Rudolf Steiner zurückgehen. Quelle: Anthrowiki

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Samstag

Manou Gardner

Ergebenheits – Gebet

Was auch kommt, was mir auch die nächste Stunde, der nächste Tag bringen mag:
Ich kann es zunächst, wenn es mir ganz unbekannt ist, durch keine Furcht ändern.
Ich erwarte es mit vollkommenster innerer Seelenruhe, mit vollkommener Meeresstille des Gemütes.

Durch Angst und Furcht wird unsere Entwicklung gehemmt;
wir weisen durch die Wellen der Furcht und Angst zurück, was in unsere Seele aus der Zukunft herein will.

Die Hingabe an das, was man göttliche Weisheit in den Ereignissen nennt,
die Gewissheit, dass das, was da kommen wird, sein muss,
und dass es auch nach irgendeiner Richtung seine guten Wirkungen haben müsste,
das Hervorrufen dieser Stimmung in Worten, in Empfindungen, in Ideen,
das ist die Stimmung des Ergebenheitsgebetes.

Es gehört zu dem, was wir in dieser Zeit lernen müssen: Aus reinem Vertrauen zu leben,
ohne Daseinssicherung, aus dem Vertrauen auf die immer gegenwärtige Hilfe der geistigen Welt.
Wahrhaftig anders geht es heute nicht, wenn der Mut nicht sinken soll. Nehmen wir unseren Willen gehörig in Zucht und suchen wir die Erweckung von innen jeden Morgen und jeden Abend.

Panikattacken und die Angst vor dem Tod

Panikattacken können wahrscheinlich nur vollständig von Menschen verstanden werden, die diese – zumindest einmal – selbst erlebt haben. Dieses Gefühl, scheinbar aus dem Nichts kommend, die Bedrängung, die Angst, die Hilflosigkeit in der akuten Attacke…Menschen, die Panikattacken nicht kennen, stufen sie meist als harmlos ein, da sie nicht wissen können wie sehr der/die Betroffene leidet!

Panikattacken beginnen oft mit Schluckbeschwerden, Herzrasen, Schwindel und oft ist auch Atemnot und Kurzatmigkeit dabei. Das hält meist 15-30 Minuten an und wird langsam besser. Manchmal sind Panikattacken wie Wehen, auf- und abschwellend. Das kann bei manchen Menschen den ganzen Tag lang anhalten. Nach einer Panikattacke ist man meist erschöpft. Kein Wunder, schließlich leistet der Köper Schwerstarbeit während der Attacke. Hormone werden ausgeschüttet, der ganze Kreislauf und das vegetative Nervensystem stellen sich auf Flucht ein. Das ist anstrengend.

Das Verwunderliche an Panikattacken ist ja, dass sie aus heiterem Himmel kommen. Es gibt kein unmittelbares Erlebnis, das sie auslöst. Es kann aus heiterem Himmel kommen.

Meine eigene Erfahrung mit Panikattacken

Ich hatte mehr als zwanzig Jahre lang Panikattacken und dachte schon, dass ich damit mein ganzes Leben verbringen muss. Und damals kam ich zu dem Schluss, dass das Schlimmste während der Panikattacke die Todesangst ist.

Irgendwann habe ich dann begonnen, mich mit meinem möglichen Tod zu versöhnen. Ich bin sehr früh schon mit dem Tod in Berührung gekommen, da ich als ganz junge Frau in der Altenpflege viele Menschen beim Sterben begleiten durfte. Damals habe ich schon erkannt, dass der Tod nicht annähernd so schrecklich ist, wie wir das vermuten. Viele der Menschen sahen ihre verstorbenen Angehörigen kurz vor dem Tod. Oftmals kehrte eine heilige Ruhe ein und im Moment des Todes erschien es mir, als Begleiterin, als würde ich einen kleinen Blick in die Ewigkeit werfen dürfen. Die Atmosphäre im Sterbezimmer ist mit nichts zu vergleichen. Diese – lange zurück liegenden – Erlebnisse habe ich mir damals wieder ins Gedächtnis gerufen. Und ich begann das Thema Tod und Sterben auch in Bezug auf mein eigenes Leben zu betrachten.

Keiner weiß, wann es Zeit ist zu sterben

Keiner von uns weiß, wann der Moment gekommen ist, den irdischen Körper zu verlassen. Daher habe ich mich damals mit dem Gedanken angefreundet. Das fiel mir insofern nicht so schwer, wie es vielleicht klingen mag, weil ich immer an Reinkarnation und das Schicksal glaubte. Damals arbeitete ich noch nicht als Medium, hatte keine mediale Ausbildung, aber ich war mich sicher, dass der Tod nicht das Ende ist. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werde ich gehen. Um zu dieser Erkenntnis und inneren Ruhe zu kommen, habe ich lange gebraucht. Im Rahmen meiner Ausbildung zum Medium wurde aus dieser Erkenntnis eine ruhige Gewissheit.

Als ich es geschafft hatte, und mit dem Gedanken an meinen eigenen Tod gut umgehen konnte, ließen meinen Panikattacken deutlich nach. Irgendwann waren sie ganz verschwunden. Nur ganz selten erlebe ich noch einen Hauch, wie eine beginnende Panikattacke, dann setze ich mich hin und schaue ihr ins Auge.

Umgang mit der akuten Panikattacke

In den ersten Jahren der Panikattacken versuchte ich mich abzulenken, wenn sie kamen. Ich lief herum, schaltete den Fernseher ein, versuchte mich auf etwas Anderes zu konzentrieren. Das funktionierte aber meist nicht. Meine Angst und meine Verzweiflung ließen sich nicht abschütteln. Erst später stellte ich fest, dass das ruhige Abwarten, das Annehmen der Angst, das Abklingen wesentlich beschleunigt. Aber das war ein langer Weg. Lange dachte ich, wenn ich die Panikattacke zulasse, explodiert etwas in mir. Sie wird mich überrollen und besiegen. Aber solange ich dagegen angekämpft habe, solange ich selbst im Kampf-Modus war, solange hatte die Angst die Oberhand.

Spirituelle Aspekte der PanikattackeAngst als Wesenheit

Und irgendwann erkannte ich, dass diese Panik, die ich spürte, gar nicht meine persönliche Panik war. Dazu brauchte es erst einmal die Ruhe, das Abwarten, das Kennenlernen der Angst. Und das Erkennen, dass Angst auch eine Wesenheit ist, die uns besucht. Sie ermächtigt sich unseres Geistes und unserer Gefühle und hat auf ihre Art ein Eigenleben. Wenn man den Zugang zum Wesenhaften nicht so hat, kann man es auch einfach als Energie bezeichnen, die plötzlich aus dem vermeintlichen Nichts auftaucht. Natürlich gäbe es auch in meiner Biographie genügend Begebenheiten, die auch eine Flash-Back Theorie unterstützen würden, aber ich fühlte damals einfach, dass die Panik, die sich gerade meines Körpers bemächtigte, nicht meine eigene war. Sie war etwas, das außerhalb von mir war. Das war der nächste heilsame Aspekt. Ich identifizierte mich plötzlich nicht mehr mit der Angst.

Wir Menschen werden empfindsamer

Es erscheint mir plausibel, dass wir Menschen nicht nur immer empfänglicher werden für Wesenheiten der geistigen Welt, dass sich unsere Hellsichtigkeit und Hellfühligkeit weiter ausprägt, sondern dass wir ebenfalls empfänglicher werden für all die Gefühle anderer Menschen, die wir ständig aufnehmen. Wir Bewohner dieser Erde sind nicht voneinander getrennt. Egal wo wir leben, atmen wir die gleiche Luft wie alle anderen Erdenbewohner. Selbst auf chemischer Ebene sind wir miteinander verbunden. Der Atem der Textilarbeiterin in Bangladesch erreicht mich genau so, wie der Atem des missbrauchten Kindes im Nachbarhaus. Ebenso erreicht mich der Atem der Schweine aus den Mastanlagen. Und all das ist ständig um uns herum. Und all das atmen wir in homöopathischer Verdünnung ein. Wir sind viele Lebewesen auf der Erde und alle leben wir atmend unser Schicksal.Und jeder trägt des Anderen Schicksal auf eine Weise mit – bewusst oder unbewusst.

Panikattacken erzeugen Enge

In dem Moment, in dem uns eine Panikattacke überrollt, wird unsere Welt und unser Denken eng. Wir haben Angst – Todesangst. Und was wirft uns mehr auf uns selbst zurück, als die Angst um unser Leben? Wir sind nicht mehr in der Lage zu abstrahieren, sondern sind mit den ganz ursprünglichsten menschlichen Instinkten beschäftigt: Kampf oder Flucht! Das Leben reduziert sich auf diesen einen Moment, den es zu überwinden oder anzuschauen gilt.

Panikattacken als Zeichen der Verbundenheit mit der Welt

Wenn wir anerkennen können, dass unsere Panikattacken nichts anderes sind, als körperlich/seelisch/geistig empfundenes Mitgefühl mit der Welt, kommen wir plötzlich aus der Enge der Panikattacke heraus. Dann können wir unser Bewusstsein öffnen für die Bedürfnisse der Welt, für das Gefühl der Weite. Diese Angst, die wir in dem Moment der Panikattacke spüren, unterscheidet sich durch nichts von der Angst, die tausende und abertausende Menschen, Tiere, Wesenheiten gerade in diesem Moment erleben. Wenn wir es schaffen, die Enge hinter uns zu lassen, wenn wir die Panikattacke abstrahieren können und uns nicht punktuell auf uns selbst konzentrieren, sondern uns in diesem Moment bewusst machen können, dass wir nun tätig das Schicksal unserer Mitmenschen und Mitbewohner auf der Erde teilen, kann der Moment der Panikattacke ein Moment der Erkenntnis sein. Dann geschieht nicht mehr einfach mit uns, sondern wir lassen geschehen und handeln.

Heilung durch tätiges Sein

Auch wenn wir vielleicht nie frei sein werden von Panikattacken, ist es ein qualitativer Unterschied, ob wir diese als Angsterkrankung und somit psychiatrische Störung erleben, oder ob wir sie als Schwellenerlebnis für das Erkennen des Feinstofflichen, der geistigen Welt empfinden. In dem Moment, in dem uns eine Panikattacke zu überrollen droht, dürfen wir uns als EmpfängerIn der Weltenbotschaft empfinden. Die Angst als Wesenheit sucht uns aus und weiß, dass wir die Kraft haben, sie zu tragen und eines Tages vielleicht auch zu erlösen. Und wenn wir uns bewusst machen, dass wir, als sensitive Menschen, Panikattacken auch als Aufruf zum tätigen Mitgefühl betrachten können, wird aus Passivität Aktivität.

Keine Scheu, Hilfe zu suchen

Allerdings soll diese kurze Ausführung niemanden davon abhalten, sich psychologische und/oder psychotherapeutische Hilfe zu suchen. Es ist gut, wenn wir beginnen uns mit uns selbst und unserem eigenen seelischen Schmerz zu beschäftigen, bevor wir uns dem Schmerz der Welt zuwenden. Wir können nicht helfen, so lange wir selbst Hilfe brauchen. Aber wir können jederzeit versuchen, die Dinge in größeren Zusammenhängen zu denken.