Es stimmt etwas nicht mit der Realität

Du betrittst einen Raum, den Du gut kennst. Es ist nichts anders. Die Möbel stehen an ihrem Platz, das Licht fällt wie immer durch das Fenster, und doch spürst Du sofort, dass etwas nicht mehr ganz stimmt. Es ist kein dramatischer Unterschied und niemand außer Dir würde es bemerken, aber die Atmosphäre hat sich verändert. Der Raum fühlt sich nicht mehr vollständig verbunden an. Es ist, als würdest Du ihn gleichzeitig wahrnehmen und doch mit einem Teil Deines Bewusstseins außerhalb von ihm stehen.

Solche Momente betreffen oft nicht nur Räume, sondern auch Dein Zeitempfinden. Du erlebst Phasen, in denen Stunden ungewöhnlich schnell vergehen, während einzelne Augenblicke eine unerwartete Tiefe bekommen, als würden sie sich ausdehnen. Du schaust auf die Uhr und stellst fest, dass die äußere Zeit nicht mehr mit Deinem inneren Erleben übereinstimmt. Du funktionierst weiter, aber Du bemerkst, dass Deine Wahrnehmung nicht mehr vollständig synchron mit der gewohnten Realität verläuft.

Manchmal passiert es auch mit der Erinnerung

Besonders irritierend kann es werden, wenn selbst Deine Erinnerungen sich anders anfühlen. Du erinnerst Dich an etwas ganz klar. Du weißt, was gesagt wurde, Du weißt, wie etwas war, und doch scheint die äußere Welt eine andere Version zu zeigen. Es sind keine großen Dinge, sondern kleine Details, die sich nicht mehr eindeutig einordnen lassen. Du beginnst nicht, an Dir zu zweifeln, aber Du erkennst, dass Wahrnehmung kein starres System ist, sondern etwas Lebendiges.

Der Wunsch nach Rückzug

In solchen Phasen entsteht oft ganz automatisch ein Bedürfnis nach Rückzug. Du verlierst das Interesse an oberflächlicher Ablenkung und bemerkst, dass Deine Aufmerksamkeit sich nach innen richtet. Du beobachtest mehr, reagierst weniger und nimmst Deine Umgebung auf eine ruhigere, klarere Weise wahr. Dieser Rückzug fühlt sich nicht wie ein Verlust an, sondern wie eine Neuordnung.

Die Wahrnehmung steigert sich

Gleichzeitig stellst Du fest, dass Deine Wahrnehmung sensibler wird. Du bemerkst Stimmungen in Räumen sofort. Du spürst die Präsenz von Menschen, Tieren oder etwas, das sich nicht direkt benennen lässt, noch bevor etwas sichtbar oder hörbar wird. Du kannst nicht immer erklären, was genau Du wahrnimmst, aber Du weißt, dass Deine Wahrnehmung sich erweitert hat.

Du gehörst nicht mehr ganz dazu

Auch Dein Verhältnis zur Welt beginnt sich zu verändern. Dinge, die früher eine starke emotionale Reaktion ausgelöst hätten, erreichen Dich nicht mehr auf dieselbe Weise. Du bist weiterhin Teil dieser Welt, aber Du fühlst Dich nicht mehr vollständig an sie gebunden. Es ist, als hättest Du einen anderen Standpunkt eingenommen, von dem aus Du alles klarer erkennen kannst, ohne sofort darin aufzugehen.

Du hast Vorahnungen

Und manchmal bemerkst Du etwas, das sich am ehesten als Vorahnung beschreiben lässt. Du weißt, was geschehen wird, bevor es geschieht. Nicht als Gedanke, sondern als stilles inneres Wissen. Du kannst nicht erklären, woher es kommt, aber Du erkennst im Nachhinein, dass es da war.

All diese Erfahrungen haben eines gemeinsam: Sie zeigen Dir, dass Deine Wahrnehmung nicht statisch ist. Die Realität, die Du erlebst, ist kein unveränderliches System, sondern etwas, das in Beziehung zu Deinem Bewusstsein steht. Wenn sich Deine Wahrnehmung verändert, verändert sich auch die Art, wie Du die Welt erlebst.

Und genau darum geht es im heutigen Video – ich wünsche dir viel Freude und Erkenntnisse damit.

Übrigens: Am Freitag, den 13.03. mache ich noch einmal ein Kamingespräch – hoffentlich das letzte zu diesem Thema – über die Widersachermächte.

Das ist der Titel:

Wo wird Ahriman auftauchen und wie stark bedrohen uns die Widersachermächte?“
Ein Abend über die spirituelle Gegenbewegung und wie wir uns wappnen können. Wie können wir Rudolf Steiners Warnung verstehen und wie können wir Ahriman erkennen? 

Natürlich geht es dabei auch ein wenig um den Fall Epstein. Falls du Teilnehmen möchtest, hier geht`s zur Anmeldung:

Ein Kommentar zu „Es stimmt etwas nicht mit der Realität“

  1. 1:1 – „eines Tages werdet ihr anerkennen müssen, dass das, was ihr Realität genannt habt, eine noch größere Illusion ist, als die Welt der Träume“ Salvador Dali Grüße Rudi

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