Unser Leben im Siebenjahres-Rhythmus

Rudolf Steiner hat schon vor mehr als hundert Jahren aufgezeigt, dass die Biografie des Menschen gewissen Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Die Gliederung in Jahrsiebte hat er ebenfalls hellsichtig wahrgenommen, weil jedes Jahrsiebt einem bestimmten Thema unterliegt. Wenn wir nun diesen Siebenjahres-Rhythmus in unserer Biografie ergreifen, können wir viele Phänomene besser verstehen, bzw. auch unser Potential wesentlich besser entfalten, wenn wir uns daran orientieren. Natürlich darf man auch dies nicht als Dogma betrachten. Die sieben Jahre sind Richtwerte – bei dem einen Menschen geschieht ein Entwicklungsschritt etwas früher, bei einem anderen etwas später. Aber als Richtwerte sind die Jahrsiebte auf jeden Fall sehr hilfreich

Das 1. Jahrsiebt „Die Welt ist gut“ 0-7 Jahre

Das Kind im ersten Jahrsiebt ist wie ein großes wandelndes Sinnesorgan, das alles aufnimmt, was in seiner Umgebung geschieht. Sowohl die Stimmungen der Eltern und anderer Bezugspersonen, als auch die Harmonie der Wohn- und Lebenssituation sind ausschlaggebend für das weitere Empfinden der Welt. Je mehr Geborgenheit, Gelassenheit und Schönheit das Kind in diesen Jahren aufnehmen darf, desto mehr kann es den Sinn für diese Qualitäten entwickeln. Im besten Fall erlebt das Kind seine Eltern und Bezugspersonen als „gütige Götter“, die es bedingungslos nachahmen kann. In diesem Jahrsiebt unterstützen die Kräfte der Sonne die Entwicklung des jungen Menschen und der Ätherleib wird in allen seinen Anlagen fertig ausgebildet. Auf das Ende dieses Jahrsiebtes fällt auch der Zahnwechsel.

Das 2. Jahrsiebt „Die Welt ist schön“ 7-14 Jahre

In diesem Alter beginnt die Denkreife. Das Lernen findet nicht mehr nur durch Nachahmung statt. Daher sind frühintellektualisierende Maßnahmen zu unterlassen, da sie die Entwicklung des Kindes nachteilig beeinflussen. Das Kind lebt noch ganz in den Empfindungen und will die Welt daher als schön erleben. Schöne Empfindungen, harmonische Umgebung, das ist das, was die Entwicklung des Kindes in dieser Zeit braucht. Die Eltern sind nun nicht mehr gute Götter sondern werden (im besten Fall!) als weise KönigInnen erlebt. Führungspersönlichkeiten, die aufgrund ihrer natürlichen Autorität die Rahmenbedingungen der Entwicklung leiten. In dieser Zeit wird der Astralleib des Kindes fertig ausgebildet und die Mondkräfte unterstützen zusätzlich zu den Sonnenkräften diesen Prozess.

Das 3. Jahrsiebt „Die Welt ist wahr“ 14-21 Jahre

In dieser Zeit entwickelt der Jugendliche mit der Geschlechts- und Denkreife auch die Erdenreife. Das zeigt sich dadurch, dass nun Kritik- und Urteilsfähigkeit erwacht. Das Abwägen zwischen Gesagtem und Erlebten und das selbstständige Einordnen desselben sind Themen in dieser Zeit. In dem jungen Menschen erwacht das eigene Interesse, die Wahrheit der Welt zu erleben. Wenn der Sinn für Ästhetik im zweiten Jahrsiebt gut ausgebildet worden ist, kann aus dieser Kraft heraus nun die eigene Urteilsfähigkeit und die eigene Moral entwickelt werden. Nun wählt sich der Jugendliche auch seine Autoritäten selbst. Die Erwachsenen werden nun zu kompetenten Wegbegleitern. In dieser Zeit entwickelt sich das Ich des jungen Erwachsenen, sodass er nach Abschluss dieser Periode gut in der Welt drinnen steht und seinen Platz finden kann. In dieser Zeit wirken zusätzlich zu den Sonnen- und Mondkräften noch die Planetenkräfte an der Entwicklung des jungen Menschen mit.

Das 4. Jahrsiebt „Die Welt ist reich“ 21-28 Jahre

Wenn der junge Mensch sich bis hierhin gut entwickelt hat, drängt es ihn nun, sich in die Welt hinaus zu begeben und deren Reichtum und Fülle zu erleben. Das vierte Jahrsiebt ist geprägt von dem Austesten der eigenen Grenzen in der Auseinandersetzung mit dem Fremden. Das ist die Sturm und Drang Zeit des Lebens. Vielfältige Erfahrungen wollen gemacht werden, beruflich werden meist die Weichen für die Karriere gestellt. Der junge Erwachsene will nun all das prüfen und auf die Probe stellen, was er bisher in sich aufgenommen hat. Nun kann der junge Erwachsene seine eigene Autorität finden und sich in der Gesellschaft positionieren. Es unterstützen in dieser Zeit noch die Kraft der Fixsterne und der junge Mensch hat noch die Möglichkeit, kosmische Kräfte für die Entwicklung seiner Persönlichkeit heranzuziehen.

Das 5. Jahrsiebt „Die Welt ist geordnet“ 28-35 Jahre

Das fünfte Jahrsiebt gilt ganz der Positionierung des Erwachsenen im Leben. Die Sturm und Drang Zeit findet meist ein Ende und es erwacht der Wunsch nach Stabilität und Familie. Dies ist eine Zeit, die irdischer nicht sein kann. Die kosmischen Kräfte stehen in dieser Zeit auch nicht im gewohnten Umfang zur Verfügung, sondern das Ich bildet sich weiter aus in der direkten Auseinandersetzung mit dem irdischen Leben. Meist ist in dieser Zeit auch keinerlei Interesse an spirituellen Themen, da alles nach der Erfüllung im Irdischen strebt. Man sieht das Leben im Hinblick auf den persönlichen Nutzen und das persönliche Fortkommen in Karriere und Stellung in der Gesellschaft.

Das 6. Jahrsiebt „So stehe ich in der Welt“ 35-42 Jahre

Im sechsten Jahrsiebt – in der eigentlichen Lebensmitte werden Fragen gestellt, wie: „Wer bin ich eigentlich?“ und „Was ist mein Eigenes?“. In dieser Periode erwacht die Suche nach der eigenen Identität. Nicht selten mündet dies in eine Krise, da im Außen Vieles erreicht ist, aber das Innere sich nach Erfüllung sehnt. Viele bisher gemachten Erfahrungen werden in Frage gestellt und die Suche nach dem eigentlichen Seelenweg beginnt. Das Leben erscheint nicht selten als glanz- und farblos und ein gewisser Überdruss kann sich einstellen. Wer bis hierher seine Entwicklung in einem gesunden Maß vollzogen hat, kann nun beginnen, nach dem eigentlichen Sinn des Daseins zu suchen. Es ist die Zeit der Selbsterkenntnis.

Das 7. Jahrsiebt „Ich kann meinen Beitrag leisten“ 42-49 Jahre

Nun tritt bei vielen Menschen der Wunsch auf etwas eigenes zu schaffen. Ideen zu verwirklichen und etwas zu kreieren, dass das eigene Dasein überdauert. Es ist die Zeit in der noch genügend Lebenskräfte vorhanden sind und die Erfahrungen auf allen Ebenen einen guten Grundstock für eigene Projekte und Ziele bieten. Die eigenen Ideale werden nun, insofern sie zuvor gut ausgebildet wurden, zum richtungsgebenden Impuls des Menschen. Nun entsteht der Wunsch in der Welt etwas zu verändern. Ideale wollen in den Vordergrund rücken.

Das 8. Jahrsiebt „Ich kann weise werden“ 49-56 Jahre

Während im siebten Jahrsiebt der Mensch sich noch selbst im Mittelpunkt seines Handelns gesehen hat, kann er nun beiseite treten und unterstützend wirken. Dies ist die Zeit, in der ein Mensch auch beginnen kann, andere Menschen zu lehren. Zuvor ist dies zu stark geprägt von dem Wunsch nach dem Eigenen. Ab dem achten Jahrsiebt tritt dies nun langsam in den Hintergrund und der mehr altruistische Wunsch kann entstehen, der Welt etwas vom erworbenen Wissen zurückzugeben.

Das 9. Jahrsiebt „Ich kann gütig werden“ 56-63 Jahre

Dies ist bereits die Zeit des Abschieds von den äußeren Tätigkeiten in der Welt. Die Zeit des Rückzugs und der Konzentration auf das eigene Innere. Wahrheiten wollen in einem vertieften Maß gefunden werden. Der äußere Schein ist nicht mehr wichtig und ausschlaggebend. Der Mensch, dessen Wahrnehmungsorgane wie Augen und Ohren nun schlechter werden, bezieht sich nun mehr auf das Erleben der Welt in seinem Inneren. Es werden schon gewisse Vorbereitungen für den Abschied von der irdischen Welt getätigt – auch wenn dieser noch lange nicht in Sicht ist. Der Mensch im neunten Jahrsiebt sucht nach

Nach dem neunten Jahrsiebt

Mit 63 endet die Impulsierung der Biografie durch die allgemein menschlichen Entwicklungsgesetzmässigkeiten. Von jetzt an hängt die Entwicklung jedes Menschen ausschliesslich von ihm selber ab. Die Aufgabe besteht darin, innerlich, seelisch immer autonomer, das heisst eigengesetzlicher zu werden, immer weiser, gütiger und selbstloser. Der Mensch hat nun die Möglichkeit, durch Entwicklung seelisch-geistiger Kräfte die Schwere des Leibes, der Materie zu überwinden.

Ich wünsche Ihnen viel Freude mit der Betrachtung Ihrer eigenen Biographie

Manou Gardner Medium

Was wir aus früheren Leben mitbringen

Wenn wir nur so auf unser Leben schauen, dass wir es von der Geburt bis zum Tod betrachten, macht oftmals so manches, das uns widerfährt keinen Sinn. Es macht erst Sinn, wenn wir uns in dem Rad der immer wiederkehrenden Erdenleben betrachten. Es ist oft die Rede von Karma. Und damit ist dann meist gemeint, dass das irgendwie eine Strafe ist, also dass wir (oder andere Menschen) für Vergangenes büßen müssten. Aber das stimmt so nicht. Karma bedeutet lediglich, dass wir selbst uns vorgeburtlich bestimmte Aufgaben vornehmen, die wir im nächsten Leben meistern möchten. Wenn wir etwas bewältigen, erwachsen uns daraus nämlich neue Kräfte, wie Mutkräfte oder Durchhaltekräfte, die wir entwickeln wollen. Deshalb nutzt es auch oft nichts, wenn wir vor Situationen davonlaufen, denn wir kreieren uns diese Situationen so lange wieder und wieder, bis wir sie bewältigt haben.

Nicht den falschen Umkehrschluss denken

Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass wir Situationen, die für uns sehr belastend sind, ewig aushalten müssen. So einfach ist es nicht. Es ist wahrscheinlich, dass wir lernen wollten, uns selbst daraus zu befreien. Das menschliche Leben ist schon recht vielschichtig, aber die geistige Welt und ihre Gesetzmäßigkeiten sind noch viel vielschichtiger. Das heißt, es gilt ganz genau zu sein und immer wieder in sich hineinzuhören, was jetzt der richtige Weg ist. Wir haben dies ja alles deshalb hinter dem Schleier des Vergessens verborgen, damit wir in diesem Leben aus dem völlig freien Willen heraus das Eine oder das Andere wählen. Und es ist kein Problem, wenn wir manches Mal das Falsche wählen, solange wir es irgendwann bemerken und nicht in der Trance gefangen bleiben.

Die Sache mit den PartnerInnen

Wenn wir z.B. immer wieder PartnerInnen wählen, die uns nicht gut tun, dann ist es nicht so, dass wir das nun bis zur bitteren Neige auskosten sollen, sondern es ist so, dass wir dieses Muster erkennen wollen und es bewusst durchbrechen. Nicht nur, dass wir uns von diesem Partner und dieser Partnerin trennen, sondern dass wir auch merken, dass etwas in unserem Inneren uns immer wieder in die Arme solcher Menschen treibt. Und dann gilt es dies in unserem Inneren ausfindig zu machen, damit wir innerlich frei werden für Partnerschaften, die uns gut tun und in denen wir mit unserem Partner auf Augenhöhe sein können. Dies gilt nicht nur für Liebesbeziehungen, sondern ist genauso in Geschäftsbeziehungen und am Arbeitsplatz möglich. Wenn wir immer wieder einen despotischen Chef oder GeschäftspartnerIn haben, dann gilt es genauso dieses Muster zu durchbrechen und zu erkennen, welche Art von ChefIn oder GeschäftspartnerIn wir denn anziehen wollen.

Begabungen und Talente

Wenn wir merken, dass wir in manchen Dingen besondere Begabungen haben, dann ist es meist so, dass wir diese ganz bewusst in dieses Leben mitgebracht haben, um Angefangenes weiterzuführen oder zu vollenden. Aber oftmals verkümmern diese Gaben, weil wir glauben, dass wir – aus Sachzwängen heraus – nicht in der Lage sind, uns damit zu beschäftigen, weil wir soviele andere Dingen MÜSSEN. Die besonderen Gaben werde oftmals als „Glück“ oder „Hobby“ betrachtet und auf jeden Fall nicht in ihrem Wert gesehen. Das ist ja bereits im Schulsystem so, dass nicht mit und an den Stärken gearbeitet wird, sondern immer nur am Defizit. Die Stärken werden als nicht besonders erwähnenswert betrachtet, die sind halt einfach da. Aber das Defizit erhält die Aufmerksamkeit. Dies führt zum Schluss dann meist dazu, dass wir in allen Bereichen nur mittelmäßig sind, weil die Stärken keinerlei Aufmerksamkeit erhalten haben und die defizitären Bereiche nie zur Meisterschaft führen. Dabei wäre es gerade wichtig, dass wir das, was wir aus früheren Leben mitbringen – und genau das zeigt sich oft in Begabungen und Talenten – ausbauen und daraus etwas erschaffen.

Spirituelle Talente und Sensitivität

Gerade derzeit sind wahnsinnig viele Menschen inkarniert, die hellsichtig sind auf die eine oder andere Weise und die das Talent mitbringen, gewisse Dinge wahrzunehmen, die andere Menschen nicht wahrnehmen. Diese sensitiven Menschen sind oftmals vom alltäglichen Leben überfordert. Sie nehmen so viel mehr wahr als die Mitmenschen, sodass sie sehr schnell unter der Reizüberflutung unseres Alltags leiden. Und auch hier tritt wieder eine ähnliche Situation ein wie in der Schule. Diese Menschen versuchen verzweifelt mit den nicht-sensitiven Menschen mitzuhalten, erschöpfen sich aber viel früher und fühlen sich dann falsch und nicht belastbar genug. Das führt dazu, dass diese sensitiven Menschen immer dem vermeintlichen Ideal nachjagen, so zu werden wie ihre Mitmenschen. Genau so robust, genau so belastbar…usw. Und dabei erschöpfen sie sich mehr und mehr. Hier würde es gelten, dieses Anders-Sein zu erkennen und daraus etwas zu gestalten, anstatt zu versuchen, sich dem Mainstream anzupassen. Ein Fisch versucht ja auch nicht, genauso schnell zu laufen wie ein Leopard. Diese Menschen nun, die die spirituellen Talente mitbringen gehören gefördert und begleitet und vor allen Dingen sollten sie die Gesellschaft suchen von Menschen, denen es ähnlich ergeht. Es macht keinen Sinn, wenn sensitive Menschen versuchen sich „abzuhärten“, damit sie in der Welt der Nicht-Sensitiven bestehen können.

Das Leben in seinen Herausforderungen erkennen und anzunehmen

Wenn wir aufhören in Schubladen zu denken, und irgendwelchen fragwürdigen Idealen, die der von Konzernen gesteuerte Mainstream vorgibt, nachzulaufen, können wir endlich anfangen, der Mensch zu sein, der wir vor unserer Geburt vor Augen hatten. Wir können sein, wer wir wirklich sind. Aber es ist nicht einfach, sich den Krallen der gesteuerten Desinformation zu entziehen. Dazu braucht es eine Menge Mut. Und wir müssen uns der gesteuerten Fehlinformation aktiv entziehen. Das, was uns Fernseher und Zeitungen vorgaukeln, was das Wichtige im Leben ist, ist für unser Leben in Wahrheit völlig uninteressant. Zu viele Interessen stecken dahinter.

Wir brauchen den Mut zur Individualität und dürfen wieder lernen selbst zu denken, uns die Informationen, die wir brauchen, von weniger zweifelhaften Quellen zu holen. Das ist weniger bequem als sich einfach nur berieseln zu lassen, aber es lohnt sich – für dieses und die weiteren Leben!

Ich wünsche Euch und Ihnen allen einen erfreulichen und/oder erkenntnisreichen Mittwoch

Manou Gardner Medium

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Schluss mit Selbstgeißelung!

Kennen Sie das? Sie wachen morgens auf, bereuen alles, was Sie am Tag vorher getan oder nicht getan haben und nehmen sich vor, dass dieser Tag nun endlich produktiv, diszipliniert, aktiv und so weiter wird… Wir werden überschüttet mit Angeboten zur Selbstoptimierung: Weniger essen, mehr Sport, abnehmen, mehr Produktivität, mehr KundInnen, mehr Umsatz…Und tausend anderer Dinge. Aber ist das der Sinn unseres DaSEINs? Es heißt doch DaSEIN und nicht DaTUN. Wir haben verlernt, dass es genau genommen reicht, wenn wir einfach sind. Natürlich entsprechen wir damit nicht der gesellschaftlichen Norm, die zu immer lauter, immer besser, immer schneller aufruft. Eine Gesellschaft, die mit einer Menge Probleme kämpft, will uns sagen, was der richtige Weg zu leben ist! Eine Gesellschaft in der es anerkannt ist, wenn Menschen eine Arbeitssucht ausbilden, aber Menschen mit psychischen Problemen schnell einmal zu Simulanten erklärt werden? Das ist unmenschlich!

Die Phasen des Lebens

Wir gehen in unserem Leben durch eine Menge verschiedener Phasen. Da sind durchaus produktive Phasen dabei. Aber manchmal werden wir müde von all der Produktivität. Und anstatt sich dann die nötige Ruhe zu gönnen, versuchen wir uns mit Kaffee, Zucker und anderen Hilfsmitteln aufzuputschen, um trotz Erschöpfung weiter zu funktionieren. Dabei haben wir rund um uns eine Menge Blockwarte, die es selbst nicht besser wissen, sich aber auserkoren fühlen, uns zu sagen, was gut und was richtig ist. Anzuerkennen, dass es einfach Phasen im Leben gibt, wo wir über unser ganzes Dasein nachdenken und Korrekturen einfügen können, ist ein wichtiger erster Schritt in die Freiheit und das gute Leben.

Hören wir nicht mehr auf die anderen Leute

Hören wir einfach nicht mehr zu! Hören wir nach innen und fragen uns: Was brauche ich heute wirklich? Das mag für manch einen Menschen vermessen klingen. Wie können wir unser eigenes Wohl vor unsere Pflichten stellen? Wie können wir einfach hinfühlen, was WIR brauchen? Das geht doch nicht! Wir sind dich eingebunden in eine Menge Pflichten und müssen immer funktionieren! Das sind die Sätze, nach denen eine Menge Menschen leben. Alles ist wichtig, nur das eigene Wohlbefinden nicht. Natürlich müssen wir funktionieren, wenn wir kleine Kinder haben. Die können wir unmöglich sich selbst überlassen. Aber muss dazu auch noch die Küche auf Hochglanz gebracht werden und ein 3-Gänge Menü auf dem Tisch stehen? Oder reicht es, wenn es einfach nur Spaghetti gibt? Lassen wir uns nicht verwirren, von all den Experten, die uns sagen wollen, was die einzig richtige Art zu leben ist. Übernehmen wir wieder das Ruder und das Steuer für unser Leben. Und hören wir uns einfach auch mal wieder selbst zu!

Wenn wir einmal zurückblicken

Wenn wir uns vorstellen, wie wir einmal über unser Leben denken werden, wenn wir auf dem Sterbebett liegen, dann stellen wir sehr rasch fest, dass es dann von untergeordneter Bedeutung sein wird, ob unsere Küche oder das Badezimmer immer auf Hochglanz gebracht war. Aber wir werden an all die verpassten Momente denken, wo wir uns nicht die Zeit genommen haben, Dinge zu tun, die wir gerne getan hätten. Und wenn wir uns überlegen, was wir tun würden, wenn wir nur noch ein paar Monate zu leben hätten, dann wären eine Menge der täglichen Dinge, die uns ach so wichtig erscheinen, plötzlich gar nicht mehr wichtig. Und wer hält uns eigentlich ab, unser Leben genauso zu leben, wie wir es leben würden, wenn wir wüssten, wie begrenzt es ist?

Dieses Leben ist endlich!

Wir wissen es alle: Unser Leben IST begrenzt. Zumindest dieses eine, das wir gerade leben. Natürlich geht es danach weiter. Aber wollen wir nicht alle auf ein Leben zurückblicken, in dem wir uns wohl gefühlt haben? Warum tun wir dann ständig Dinge, die uns nicht guttun? Warum quälen wir uns selbst ständig, indem wir auf alles blicken, was wir nicht geschafft haben, anstatt, auf das zu schauen, was wir geschafft haben?

Warum sind wir hier?

Wir sind hier, weil wir uns weiterentwickeln wollen, weil wir unsere Gaben und Talente ausbauen und in die Gesellschaft einbringen wollen. Aber wir sind ganz sicher nicht hier, um uns permanent selbst zu quälen. Wir brauchen Ruhezeiten, wir brauchen Kontemplation und Stille um zu hören, was unsere Seele uns zuflüstert. Damit wir einmal auf ein Leben zurückblicken können, das vielleicht nicht perfekt war, aber in dem wir uns entwickelt und entfaltet haben.

Meine Erfahrung in diesem Thema

Ich habe lange Zeit versucht mein Leben zu strukturieren und produktiver zu machen, in dem ich morgens ellenlange To-Do Listen geschrieben habe. Und jeden Morgen habe ich den Übertrag des vorigen Tages gemacht, weil ich es natürlich nie geschafft habe, alles zu erledigen, was ich mir morgens enthusiastisch vorgenommen hatte. Und natürlich hatte ich auf diese Art niemals ein Erfolgserlebnis, weil ich hatte es ja nie geschafft.

Eines Tages habe ich beschlossen, dass jetzt endlich Schluss damit ist und ich habe begonnen, I-did Listen zu erstellen. Ich habe abends oder am nächsten Morgen aufgeschrieben, was ich am vergangenen Tag alles geschafft hatte und das veränderte den Blick auf mich selbst und auf mein Leben total.

Es ist doch so, dass wir sehr oft ganz genau wüssten, was wir jetzt gerne tun würden. Aber da wir das GERNE tun würden, ist es ja etwas „nicht so Wichtiges“, somit handeln wir mit uns selbst einen Deal aus, dass wir ZUERST noch etwas tun müssen, das wir nicht gerne tun. Das Ende vom Lied ist dann oft, dass wir beides nicht getan haben. Weder das, was wir gerne getan hätten, noch das, von dem wir glaubten, dass es zuerst erledigt werden müsste.

Ich habe einen Vorschlag für Sie

Probieren Sie doch einmal für zwei oder vier Wochen aus, wie es ist, wenn Sie – wann immer es möglich ist – das tun, wozu Sie gerade einen Impuls verspüren. Das geht oftmals sogar in der Arbeit. Schauen Sie einfach, wie es mit Ihrem Leben zu vereinbaren ist. Kinder müssen versorgt werden, das ist klar. Aber es gibt genügend Zeiten während des Tages, wo man sich selbst geißelt, indem man ständig Dinge tut, die man eigentlich nicht tun will. Probieren Sie es mal aus. Wenn Sie den Impuls nach einen Spaziergang verspüren, gehen Sie spazieren. Wenn Sie den Impuls nach Kreativität verspüren, seien Sie kreativ. Wenn Sie den Impuls nach einem guten Buch verspüren, lesen Sie das gute Buch…etc. Machen Sie doch einmal dieses Experiment mit sich selbst. Und urteilen Sie erst nach einiger Zeit, wie es Ihnen ergangen ist und wie sich Ihr Leben nun anfühlt. Aber geben Sie dem Experiment ein wenig Zeit. Es muss sich erst einpendeln.

Und wenn Sie dabei absolut keinen Impuls verspüren, in die Arbeit zu gehen, dann sollten Sie sich überlegen, ob diese Arbeit wirklich das Richtige für Sie ist!

Ich wünsche Ihnen gute Erkenntnisse dabei!

Manou Gardner Medium

Zeit des Umdenkens

Durch die Veränderungen der letzten Monate ist es vielen Menschen nicht mehr möglich, ihr Leben wie gewohnt weiterzuführen. Freundschaften sind zerbrochen, Jobs wurden verunmöglicht, die politische Identität wurde in Frage gestellt und selbst durch Familien gehen Risse. Es war ein großer Schock zu erkennen, dass die Welt vielleicht doch vollkommen anders funktioniert, als man das bisher gedacht hatte. Ein Vertrauensverlust dieser Größenordnung wiegt schwer. Viele Menschen erleben dies als vollkommen Verwirrung und fühlen sich orientierungslos in einem Chaos angekommen.

Doch der Weg in die Ordnung geht immer durchs Chaos. Selbst wenn wir den Kleiderschrank aufräumen, holen wir erst einmal alle Sachen raus und beginnen dann erst wieder, alles neu zusammenzulegen und zu sortieren. Und so ist es auch im Großen.

Wir haben erlebt, wie sich innerhalb weniger Wochen und Monate unser gesamtes, bisher gewohntes, Leben verändert. Dinge, die wir nie für möglich gehalten haben, sind plötzlich – mit rasender Geschwindkeit – eingetroffen. Wer hätte das vor zwei Jahren vermuten können? Und nun sind wir in einer Welt angekommen, die uns nicht einmal für ein paar Monate vorausplanen lässt. Wir sind es mittlerweile gewohnt, alles was wir planen unter der Prämisse zu planen, dass wir nicht wissen, was in wenigen Wochen oder Monaten sein wird.

Wie kommt man mit der neuen Situation zurecht?

Zunächst tun wir derzeit gut daran, dass wir unser persönliches Leben beleuchten, bevor wir das Große betrachten. Wie wollen wir leben? Wo wollen wir leben? Wie wollen wir arbeiten? Welche Menschen werden uns die nächste Zeit begleiten? Wie fühlen wir uns gut? In diesem Umbruch steckt auch eine ungeheure kinetische Energie jetzt Veränderungen zu veranlassen, die wir bisher nicht umgesetzt haben, obwohl sie längst überfällig waren. Wie viele von uns waren in Jobs gefangen, die sie nicht gerne gemacht haben? Wie viele Freundschaften haben nur noch aus Gewohnheit bestanden?

Das Leben aufräumen

So, wie wir manches Mal uns Zuhause gründlich aufräumen, dürfen wir nun unser ganzes Leben einer genauen Prüfung unterziehen und überlegen, was für die Zukunft noch dienlich ist und was nicht. Was ist eigentlich unser Ziel und welche Werte wollen wir auf jeden Fall beibehalten? Wie wollen wir eigentlich leben? Was wollen wir in die Zukunft einbringen?

Das Neue denken

Wenn wir unser Leben beleuchten, dann steht es uns auch frei, völlig neue Wege zu denken. Dazu müssen wir aber erst einen großen Schritt zurücktreten und einmal alles in Frage stellen. Wie darf unser Leben in den nächsten Jahren aussehen? Was brauchen wir wirklich? Was wäre vielleicht viel besser als das bisher gelebte? Welche Möglichkeiten und Chancen können wir erkennen? Wie können wir freier leben?

Die neue Lust an der Selbstversorgung

Es war ja spannend zu sehen, wieviele Menschen plötzlich wieder damit begonnen haben, ihr Gemüse selbst anzubauen, ihr Brot selbst zu backen und auch Gegenstände selbst anzufertigen. Durch die Veränderung sind viele Talente und Wünsche an die Oberfläche gekommen. Viele Menschen haben auch erkannt, dass sie ihr Geld lieber durch andere, sinnvollere Tätigkeiten verdienen wollen. Wieder andere haben erkannt, dass sie gar nicht so viel brauchen, wie sie bisher dachten… Die Liste ist unendlich. Und was in vielen Menschen aufgetaucht ist, ist der Wunsch nach Unabhängigkeit. Unabhängigkeit von den Konzernen, von den zentralen Versorgern, von Jobs in denen sie zu Entscheidungen gezwungen sind, die sie nicht wollen.

Die neue Kreativität

Was wir auf jeden Fall erleben, ist eine neue Kreativität der Menschen. Die Trance in der wir uns Jahrzehnte lang befunden haben, ist abgefallen und nach dem Schock kommt der Lebensmut wieder an die Oberfläche. Nun ist es Zeit eine Zukunft zu bauen, die tragfähig und lebenswert ist. Ganz neue Interessen sind wieder aufgetaucht und es haben sich Menschen zusammengefunden, die gemeinsam diese Zeit des Umbruchs gehen wollen und werden. Menschen tauschen sich aus über ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Möglichkeiten und es entsteht eine Gesellschaft, die es vorher nicht gab. Eine Gesellschaft in der nicht der Staat oder andere Institutionen das Sagen haben, sondern eine, die von den Menschen selbst ausgeht. Das wäre ohne diesen Umbruch nicht denkbar gewesen – zumindest nicht in dieser Größenordnung.

Nun ist es Zeit neue Wege zu finden. Das ganze große Leben wieder für uns selbst in Anspruch zu nehmen in dem Wissen, dass wir nicht Armeen kleiner arbeitsamer Ameisen sind, sondern Schöpfer mit einem unglaublichen Potential, die bereit sind, eine neue Welt, eine neue Gesellschaft auf den Weg zu bringen.

Ich wünsche Euch und Ihnen einen schönen Montag und einen fröhlichen Start in die Woche

Manou Gardner Medium

Das Wesen des Hauses

Unser Zuhause hat ein Bewusstsein. Wir leben nicht in einem unbeseelten Raum, sondern können, wenn wir es wollen, mit unserem Zuhause kommunizieren. Wenn Sie sich jetzt fragen, warum Sie das tun sollten, so gibt es darauf eine Menge Antworten. Das Wesen des Hauses fühlt sich genauso zuständig für Ihr Zuhause, wie Sie selbst. Sie dürfen es also immer zu Hilfe rufen, wenn etwas nicht funktioniert, oder wenn Sie Unterstützung brauchen, damit Dinge einfacher gehen. Außerdem ist das Wesen Ihres Zuhauses auch in der Lage Ihr Zuhause gegen fremde Energien zu schützen. Das ist besser als jede Alarmanlage. Wenn Sie sich also manches Mal fürchten, wenn Sie alleine sind, so können Sie das Wesen des Hauses bitten, eine energetische Glocke um Ihr Haus oder Ihre Wohnung zu legen, sodass weder physische noch energetische Fremdenergien eindringen können.

Allerdings sollten Sie sich mit dem Wesen des Hauses genauso vertraut machen, wie Sie es mit einem physischen Menschen tun würden. Es ist schön, wenn Sie es zunächst einmal einfach kennenlernen.

Das Wesen des Hauses kennenlernen

Dazu setzen Sie sich am besten an den Ort, den Sie als das Zentrum Ihres Zuhauses empfinden. Werden Sie nun innerlich ganz still und laden Sie das Hauswesen ein, sich zu Ihnen zu gesellen. Wenn Sie eine schamanische Trommel besitzen, trommeln Sie ein wenig. Sie können dem Hauswesen auch ein Lied singen, das mögen sie sehr gerne. Oder bitten Sie es einfach, sich zu Ihnen zu setzen. Bedanken Sie sich bei dem Hauswesen für all die Arbeit und Mühe, die es mit Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung hat und sitzen Sie einfach gemeinsam. Dann können Sie Ihre Bitte an das Hauswesen richten. Wenn Sie etwas im Haus verändern wollen, teilen Sie es dem Hauswesen einfach mit. Sagen Sie ihm, was Sie vorhaben. Das macht das Leben Ihres Hauswesens deutlich einfacher und auch Ihres, da es Sie dann dabei unterstützen wird. Das Hauswesen freut sich auch sehr, wenn Sie ihm von Ihren Lieblingsspeisen immer wieder etwas abgeben. Nehmen Sie dafür einen kleinen Teller und füllen Sie ein wenig drauf. Lassen Sie den Teller mindestens einen Tag lang stehen, bevor Sie die Speisen dann entsorgen. Hauswesen verzehren nicht die physischen Speisen, sondern nehmen sich nur die Energie davon. Es ist also wichtig, die „Reste“ dann zu entsorgen und nicht mehr selbst zu essen. Idealerweise stellen Sie die Speisen auf ein Regal, oder irgendwohin, wo es Sie nicht stört. Wenn Sie gerne Kaffee trinken, freut sich Ihr Hauswesen auch sehr, wenn Sie ihm hin und wieder auch einen Kaffee anbieten. Sagen Sie dazu, dass die Speisen oder das Getränk für das Hauswesen ist. Sprechen Sie es an, wünschen Sie ihm einen guten Appetit.

Warum es wichtig ist, mit dem Hauswesen in Kontakt zu sein

Wenn Sie mit Ihrem Hauswesen in Kontakt sind, fühlt sich Ihr Zuhause rasch viel behaglicher an. Sie wissen nun, dass da stets jemand ist, der sich ebenso um die Räumlichkeiten kümmert und sich damit sehr verbunden fühlt. Sie wissen auch, dass Ihre Räumlichkeiten beschützt sind, auch wenn Sie nicht zuhause sind. Und wenn Sie nach Hause kommen fühlen Sie sich liebevoll begrüßt und in Empfang genommen. Der Kontakt mit Ihrem Hauswesen kann sehr viel zum Wohlgefühl in Ihrem Zuhause beitragen. Sie sind nun ein Team. Außerdem kann das Hauswesen, wenn Sie es darum bitten, all die Fremdeinflüsse fernhalten, die ein Zuhause oft belasten.

Hauswesen lieben Ordnung

Ebenso wie wir lieben Hauswesen Ordnung und ein schönes Zuhause. Sie tun sich beiden einen Gefallen, wenn Sie stets darauf achten, dass Ihr Zuhause zumindest soweit in Ordnung ist, dass Sie jederzeit Gäste empfangen können. Das ist sowieso ein sehr guter Maßstab. Wir leben ja in unserem Zuhause und daher kann es da nicht immer aussehen wie in der Ausstellung eines Möbelhauses. Aber viele Menschen sind sich unsicher, was nun das „richtige Maß“ an Ordnung ist. Und dies ist relativ einfach: Wenn Sie sich nicht genieren, wenn jemand unverhofft zu Besuch kommt, dann ist es das richtige Maß. Wenn in einem Haus kleine Kinder wohnen, ist es selbstverständlich, dass Spielsachen herumliegen. Wenn Sie gerade kochen, ist die Küche vielleicht durcheinander. Aber grundsätzlich sollten vor allen Dingen Sie sich in Ihrem Zuhause wohlfühlen. Und dafür ist ein gewisses Maß an Ordnung durchaus hilfreich.

Der Herbst als Zeit der Wohnungsgestaltung

Gerade jetzt im Herbst, wenn wir wieder mehr in unseren Häusern und Wohnungen sind, ist es wunderbar, wenn wir uns ein paar behagliche Inseln schaffen. Wir können uns an die Tür jedes Raumes stellen und uns – und somit auch das Hauswesen – fragen, was der Raum gerade braucht. Muss ein wenig Zeug eingesammelt werden, das überall herumliegt? Sollte ein altes, mittlerweile schäbiges, Möbelstück ausgetauscht werden? Stehen Dinge herum, die Sie nicht mögen, aber irgendwann einmal geschenkt bekommen haben? Gerade diese Dinge sollten Sie so rasch wie möglich entsorgen. Haben Sie dabei kein schlechtes Gewissen! Alles was sich in Ihrem Zuhause befindet, sollte von Ihnen geliebt werden. Stellen Sie Ihr Bedürfnis vor das Bedüfnis der Person, die Ihnen das geschenkt hat. Sie leben an diesem Ort! Entrümpeln Sie immer wieder Ihre Räume und befreien Sie diese von Krempel, der nicht mehr gebraucht wird. Jedes einzelne Stück bringt eine Energie in Ihr Zuhause. Halten Sie diese Energie möglichst klar, indem Sie alles entsorgen, was nicht gebraucht oder geliebt wird. Sie werden sehen, Sie fühlen sich sofort besser.

Das Zuhause als Ort des Wohlfühlens und der Erholung

Wenn Ihr Zuhause mit ungeliebten Dingen angeräumt ist, dann werden Sie sich niemals so wohlfühlen, wie es möglich wäre. Erst wenn Sie es ganz ergriffen haben und alles, das herumsteht auch dahin gehört, dann ist Ihr Zuhause ein Ort, an dem der Stress des Alltags von Ihnen abfallen kann. Lieber weniger als mehr ist eine gute Devise. Das Zuhause ist unser erweitertes Energiefeld und es ist wichtig, dass wir und dort uneingeschränkt wohlfühlen können. Gerade im Schlaf sind wir den Energien unseres Zuhauses ausgesetzt.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie zuerst eine gründliche energetische Reinigung machen möchten, habe ich hier ein Angebot für Sie: Haus-Heilung

Wenn Sie sich mehr und näher mit den Wesenheiten des Hauses beschäftigen wollen, empfehle ich Ihnen diese zwei Bücher:

Gespräche mit Müller Band 1 und

Gespräche mit Müller Band 2

Ich wünsche Euch und Ihnen einen wunderschönen Sonntag

Manou Gardner Medium

Der Herbst als Mystiker – vom Zauber des Herbstnebels

Wenn die sonnigen Tage sich dem Ende zuneigen und der Herbst mit Regen und Nebel ins Land zieht, ist für viele Menschen die Zeit der schönen Tage vorbei. Aber wenn wir uns innerlich auf die Melancholie und das Vergehen der Natur einlassen können, erscheint der Herbst wie ein großer Mystiker. Die Orientierung liegt jetzt nicht mehr im Außen. Herbst ist die Zeit des Rückzugs und der Innenschau. Niemals können wir uns selbst näher kommen, als im Herbst. Wenn wir hinaus schauen, und alles dunkel und trüb ist, lenkt uns nichts ab. Wir sind auf uns zurückgeworfen. Wir dürfen das Vergehen spüren, das ja auch Teil unserer Existenz ist. Nichts währt ewig. Aber nichts vergeht auch für ewig. Wir wissen aus vielen Jahren Erfahrung, dass der Frühling unweigerlich wieder kommen wird. Aber noch ist das weit weg. Noch sind wir mitten im Vergehen. Die Blätter fallen von den Bäumen, die Nebel huschen über die Erde, es wird immer früher dunkel. Zeit für Innenschau und Kontemplation.

Mystischer, geheimnnisvoller Herbst

Der Herbst lädt dazu ein, innerlich ruhiger zu werden. Duch das frühe Hereinbrechen der Dunkelheit, sind wir früher im Haus und können die länger werdenden Abend dazu benutzen, einmal auf uns selbst und unser Leben zu schauen. Viele Menschen mögen den Herbst deshalb nicht, weil sie genau davor – eine meist unbestimmte und diffuse – Angst haben. Aber da gibt es nichts zu befürchten. Wir sind, wer wir sind und wie wir sind – ob wir hinschauen oder nicht. Lediglich die Möglichkeiten des Ausweichens werden geringer.

Und die Mystik des Herbstes zeigt sich uns am deutlichsten in den frühen Morgen- und Abenstunden. Spaziergänge um diese Zeit lassen in unserer Seele Bilder aufsteigen, die mit uns kommunizieren. Die Kräfte, die da wirken, unterscheiden sich von den Sommerkräften, sodass Ihre Seele die Möglichkeit bekommt, ganz neue Saiten in sich zum Klingen zu bringen. Fürchten Sie sich nicht vor dieser Melancholie. Je unangenehmer Sie Ihnen ist, umso näher ist sie Ihnen. Die menschliche Gewohnheit, sich nur mit der Sonnenseite beschäftigen zu wollen, beraubt uns unserer eigenen Tiefe und Harmonie. Denn alles, was wir verdrängen, alles dem wir ausweichen, macht sich doch irgendwann bemerkbar. Sie müssen auch nicht fürchten, dass diese Melancholie Sie in die Depression treibt. In den meisten Fällen bringt sie uns lediglich weg von der Schnelllebigkeit und der Oberflächlichkeit des „normalen“ Alltags.

Erlauben Sie dem Herbst, Sie zu entschleunigen

Spätestens nach der Zeitrückstellung werden die Abende viel länger. Die Zeit zwischen Abend und Zubettgehen erlaubt uns, zur Ruhe zu kommen. Schon seit jeher war der Herbst, wenn die Felder abgeerntet und die Gärten versorgt waren, die Zeit des abendlichen Beisammenseins, die Zeit der mündlich überlieferten Geschichten und die Zeit der Handarbeiten. Dies ist der natürliche Rhythmus aus einer Zeit, in der es im Außen ganz wenig Zerstreuung gab. Und immer noch ist dieses Bedürfnis in uns vorhanden. Wir müssen ihm nur Raum geben.

Ich möchte Ihnen und Euch gerne ein paar Inspirationen für lange Herbstabende geben

Niemals ist es wichtiger als im Herbst oder Winter, dass wir uns in unserem Zuhause wohlfühlen. Das Zuhause ist der Ort, an dem wir sicher und geschützt sind und worin wir uns regenerieren. Es ist unser erweitertes Energiefeld. (Dazu schreibe ich morgen mehr!) Hier nun ein paar ganz einfache Ideen, womit Sie Ihre Herbstabende füllen können:

  • Lassen Sie den Fernseher aus. Zünden Sie eine Kerze an, halten Sie Zwiesprache mit sich selbst.
  • Überlegen Sie, wie Sie Ihre Kreativität im Herbst einsetzen können. Beginnen Sie ein Hobby. Ob das Handarbeiten oder Kochen oder Backen ist, oder ob Sie sich in Kalligraphie oder der Schriftstellerei üben – es ist ganz egal. Wichtig ist nur, dass Sie dabei Ihrem Inneren Ausdruck verleihen können.
  • Lesen Sie gute und inspirierende Bücher
  • Schreiben Sie doch mal wieder einen Brief
  • Dekorieren Sie Ihr Zuhause neu
  • Gönnen Sie sich einen heißen Tee und ein paar Kekse und seien Sie einfach mal gut mit sich selbst
  • Oftmals ist es hilfreich, wenn man sich schöne warme Socken – möglichst aus Wolle und ein gemütliches Heimdress zulegt – das ist auch eine Art der inneren Wertschätzung
  • Meditieren Sie – Anleitungen dazu finden Sie auf Youtube und Co

Und wenn Sie jetzt denken, dass das doch alles all zu einfach und zu „normal“ klingt, dann darf ich Sie daran erinnern, dass der Weg zu uns selbst, in unsere eigene Mitte, ziemlich unspektakulär ist. Wir sind das nicht mehr gewohnt, dass nicht etwas mit Pauken und Trompeten in unser Leben tritt, sondern ganz langsam und unaufgeregt Einzug in unsere Seele hält.

Ich wünsche Ihnen und Euch einen wunderschönen Herbst-Samstag

Manou Gardner Medium

Wenn im Außen alles zusammenbricht…

Manchmal passiert es einfach. Etwas, das wir als feste Tatsache betrachtet haben, fällt plötzlich weg. Das kann der Job sein, den wir verlieren oder der beste Kunde. Es kann eine ernste Diagnose sein, die wir erhalten oder es kann sein, dass uns der Partner oder die Partnerin verlässt, oder dass ein geliebter Mensch stirbt… Auf jeden Fall haben wir in diesem Moment das Gefühl, dass uns der Boden unter den Füßen wegbricht. Wir stehen unter Schock. Alle Ressourcen zur Krisenbewältigung sind im ersten Moment nicht erreichbar. Unsere Welt ist von einem Moment auf den anderen nicht mehr das, was sie noch kurz davor war. Wir stehen vor einer völlig veränderten Situation und haben das Gefühl, als würden wir von außen gelebt. Wir fühlen uns als wären wir vollkommen handlungsunfähig.

Wenn der erste Schock abgeklungen ist, fangen wir meist an, uns selbst in Frage zu stellen. Was habe ich falsch gemacht? Warum immer ich? Wie hätte ich das verhindern können? Und wir stellen fest, dass wir nun beginnen, an den Grundfesten des Lebens zu zweifeln. Wir stellen uns selbst, Gott und die Welt in Frage. Wir sind in einer Hilflosigkeit gefangen und die Gedanken kreisen immer wieder um die selben Fragen. Wir können einfach den Sinn in der Situation nicht entdecken. Wollten wir doch mit dem Partner/der Partnerin alt werden, den Job behalten, bis wir in Pension gehen, das Unternehmen zum Erfolg führen…etc. Wir fragen nach dem „Warum?“. Ganz viele verloren geglaubte Träume tauchen auf und wir zermartern unser Gehirn um möglichst wieder in den alten Zustand zurückzufinden.

Wenn wir in diesem Bemühen bleiben, erschöpfen wir all unsere Kräfte. Und auch wenn es leichter gesagt ist als getan, so gilt es dann doch, sich in der veränderten Situation zurecht zu finden.

Der große Blick auf das Ganze

Wenn wir das Leben nur betrachten von der Geburt bis zum Tod, macht tatsächlich Vieles, das uns passiert, keinen Sinn. Aber wenn wir unser Leben betrachten können, als eine Reihe von Inkarnation…Geburt – Tod – Zeit zwischen Tod und neuer Geburt – Geburt – Tod….etc.dann bekommen einzelne Ereignisse eine ganz andere Gewichtung. Wenn wir zum Beispiel einen geliebten Menschen durch seinen Tod verlieren, und wir sind der Meinung, dass wir ihn/sie nun endgültig verloren haben, ist der Schmerz wesentlich größer, als wenn wir in der Gewissheit sind, dass wir niemanden verlieren können. Natürlich ist es traurig, dass dieser Mensch nicht mehr in unserem physischen Leben vorhanden ist, aber wir wissen dann, dass wir uns weitere unzählige Male treffen können. Oder wenn unser Unternehmen zusammenbricht, und wir haben das Gefühl, all unsere Pläne sind gescheitert, können wir aus diesem Wissen die Kraft schöpfen, dass vielleicht etwas Wichtigeres und Besseres auf uns wartet.

Das Leben macht oft nur Sinn, wenn wir es im größeren Zusammenhang betrachten

Erst wenn wir uns als unsterbliche Wesen betrachten können, die eine Reise in dieses Leben angetreten haben, können wir ein Bewusstsein dafür entwickeln, wohin diese Reise überhaupt geht. Was ist das große Ziel unserer aktuellen Inkarnation? Wir sind hier um zu lernen, Kräfte in uns zu entwickeln, Situationen zu überstehen und Neues daraus entstehen zu lassen. Wir dürfen unseren Blick stets nach vorne richten. Und wir verlieren durch die Dinge, die im Außen geschehen, niemals unseren Wert. Wir sind immer noch wertvoll und liebenswert, auch wenn uns gerade der Partner oder die Partnerin verlassen hat. Wir dürfen aus einer Krankheit, die zu uns kommt, lernen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben. Viele Menschen erkennen erst den Sinn und die Wahrhaftigkeit ihres Daseins, wenn sie mit ihrer Endlichkeit konfrontiert sind. Erst dann kommt die Erlaubnis, nicht mehr funktionieren zu müssen, sondern sich um sich selbst zu kümmern. Die wirklich wahrhaftigen Fragen zu stellen. Nicht umsonst wird oft gefragt: Wenn Du nur noch sechs Monate zu leben hättest, was würdest Du dann tun? Und all dies, was wir dann tun würden, können wir auch tun, auch wenn wir nicht wissen, wie lange die Zeit noch ist, die wir auf dieser Erde in dieser Inkarnation wandeln. Und selbst wenn wir wissen, dass die Zeit begrenzt ist, wissen wir dann doch, dass wir wiederkommen werden, dass wir auch ohne Körper ein Leben haben. Das Leben an sich ist nicht an unseren Körper gebunden. Wir haben auch ein Leben in der geistigen Welt – genauso wie hier.

Mit dem Leben tanzen

Es ist unglaublich befreiend, zu erkennen, dass wir hier auf der Erde sind als Lernende. Wir können nichts falsch machen, da alles was uns widerfährt, nur Lektionen sind, die wir lernen dürfen. Wir können auch niemanden verlieren, weil wir uns immer und immer wieder begegnen. In diesem Wissen steckt soviel Freiheit, soviel Gelassenheit und daraus entsteht dann der Mut, alles mit dem nach vorne gerichteten Blick zu betrachten. Plötzlich werden Katastrophen zu Erfahrungen, werden Zusammenbrüche zu Neuanfängen…Das Leben ist ein Abenteuer und es endet in jedem Fall mit dem Tod. Aber was wir dazwischen erleben und erschaffen liegt zu einem großen Teil in unserer Hand. Wenn wir weniger Opfer und mehr Schöpfer sind, können wir Kräfte in uns entstehen lassen, die auch nachtodlich wichtig für uns sind.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch alles Liebe und einen schönen letzten Arbeitstag in dieser Woche

Manou Gardner Medium

Wasser hat Bewusstsein – was bedeutet das für uns?

Gerade war ich kurz draußen und habe zu meiner großen Freude festgestellt, dass es regnet. Es ist ein schöner Regen, ein Landregen, der den Boden nicht wegschwemmt, sondern ihn durch und durch befeuchtet. Die Anwesenheit von Wasser hat für mich etwas Beruhigendes. Wasser ist Leben, ist Wachstum, ist Gesellschaft auf eine bestimmte Art. Und im Wasser leben viele verschiedene Wesenheiten. Wir kennen einige davon aus den alten Märchen. Zum Beispiel die Nixen, die die Seefahrer mit ihren wunderschönen Gesängen in den Tod getrieben haben. Aber nicht nur irgendwo draußen auf Meer ist das Bewusstsein des Wassers. Wasser hat stets ein Bewusstsein.

In jedem kleinsten Wassertropfen leben Wesenheiten, die das Wasser überhaupt erst zu Wasser machen und ihm seine Eigenschaften verleihen. All diese Wesenheiten sind auch stets mit uns verbunden, da auch wir einen besonders großen Wasseranteil in unseren Körpern haben.

Der Wissenschaftler Dr. Masaru Emoto hat in den Wasserkristallen sichtbar gemacht, dass Wasser auch auf Worte und Musik etc. reagiert. Er hat verschiedene Worte auf Papier geschrieben und sie entweder am Wasserglas befestigt, oder sie einfach unter das Wasserglas gelegt. Dadurch hat sich die Struktur der Wasserkristalle verändert. Natürlich wurde auch Dr. Emoto heftig angefeindet, denn immer noch gilt: Was nicht sein darf, das nicht sein kann!

Aber was bedeutet das für uns?

  1. Da wir selbst zu einem großen Teil aus Wasser bestehen, hat es natürlich Auswirkungen, wie wir über uns selbst denken. Verurteilen wir uns ständig und kritisieren an uns selbst herum, verzerren sich alle Zellen in unserem Körper, aber insbesondere auch das Wasser in uns.
  2. Wenn wir unser Wasserglas auf ein Blatt Papier stellen, auf dem das Wort „Liebe“ geschrieben steht, bekommt das Wasser eine völlig andere Kristallstruktur und versorgt uns auf eine ganz andere, bessere Weise.
  3. Wann haben Sie sich das letzte Mal bei Ihrem Badewasser bedankt, dass es all den Schmutz und Schweiß mitnimmt, den Sie abwaschen? Das wäre ein schöner erster Schritt um mit dem Bewusstsein des Wassers in Kontakt zu treten.
  4. Haben Sie sich schon einmal überlegt, was es für das Wasser bedeutet, in künstlichen Kanälen viel schneller, als es das eigentliche Wesen wäre, zu fließen? Dadurch bekommt das Wasser eine ganz andere Fließqualität als es sie ansonsten hätte.
  5. Haben Sie sich auch schon einmal überlegt, dass die Unterscheidung „schönes Wetter“ = Sonnenschein und „schlechtes Wetter“ = Regen mit dem Bewusstsein des Wassers macht. Das kränkt die Wasserwesen! Ich habe noch nie verstanden, warum man Regenwetter als schlechtes Wetter bezeichnet, wo doch nur durch den Regen die Natur leben kann.

Es gibt viele Gedanken, die man sich zum Wasser machen kann. Zu all seinen segensbringenden Eigenschaften hat Wasser auch eine unglaubliche Macht zur Zerstörung. Wasserschäden sind verheerende Schäden, da Wasser selbst in die kleinsten Ritzen eindringt und die Substanz dort verändert. Wasser ist also nicht nur lebensspendend, sondern kann ebenso lebensvernichtend sein. Und so wie wir Menschen mit dem Wasser oftmals umgehen, es als reine Ressource betrachten, nicht im geringsten daran denken, dass Wasser auch ein Bewusstsein hat, brauchen wir uns nicht wundern, wenn es sich manchmal gegen uns wendet.

Mein Wunsch wäre, dass wir das Wesenhafte in allem erkennen, das uns umgibt. Wenn wir erkennen, dass nicht nur Wasser, sondern auch Pflanzen und Steine und auch das Wesen der Erde Bewusstsein haben, könnten wir ganz anders mit den Elementen und Wesenheiten arbeiten.

Und noch ein praktischer Tipp:

Da wir derzeit alle aufgerufen sind, Wasser abzufüllen und als Notration aufzubewahren, wäre es doch eine super Idee, wenn wir auf dem Behälter ein Wort anbringen, das die Qualität des Wassers hebt. Oder vielleicht versuchen sie es mal, dass sie ihr Wasserglas auf einen Untersetzer stellen, der mit einem harmonischen Wort beschriftet ist. Auch ein einfaches „Danke“ bewirkt bereits, dass die Moleküle des Wassers sich völlig neu anordnen.

Hier ist übrigens ein Link zu einigen Bildern aus der Forschung von Dr. Masaru Emoto

Liebe Grüße

Manou Gardner

Das Beste hoffen – auf das Schlimmste vorbereiten

Wir leben in herausfordernden Zeiten, schon lange können wir ahnen, dass etwas „im Busch“ ist und wir schauen müssen, dass wir auf das Schlimmste vorbereitet sind – wenn wir es dann nicht brauchen, umso besser! Das hat nichts mit Panik zu tun, sondern es ist auch eine Frage des gesunden Menschenverstandes. Die geistige Welt ist stets darum bemüht, uns zu helfen und zu unterstützen, aber wir dürfen unsere Hausaufgaben ruhig machen.

Wenn wir in solchen Zeiten leben, wie momentan, ist es ganz vernünftig, etwas vorgebaut zu haben. Wir haben im März 2020 bereits erlebt, dass auch das Unvorstellbare eintreten kann. Wenn uns wenige Wochen vorher jemand gesagt hätte, dass wir das Haus nicht mehr verlassen sollen, dass unsere Kinder nicht zu Schule dürfen, dass wir nicht mehr arbeiten gehen sollen, sondern alles von zuhause erledigen müssen, wer hätte das geglaubt? Wenn uns jemand gesagt hätte, dass die Teilhabe am öffentlichen Leben, Arbeitsplätze etc. abhängig davon sind, dass wir eine Substanz in unseren Körper einbringen, wer hätte das für möglich gehalten? Das heißt, wir sollten davon ausgehen, dass alles möglich ist.

Nun ist dauernd die Rede von einem Blackout. Im Juli tagte bereits beim WEF das Cyber Polygon 2021, wobei das Vorgehen bei einem Blackout über große Flächen und lange Zeiten besprochen wurde. Man könnte auch sagen, er wurde geplant. Wenn man sieht, dass Ende 2019 beim Event 201 geplant wurde, was beim Ausbruch einer Pandemie mit einem bestimmten Erreger zu tun sei und „zufällig“ hat dieser Ausbruch dann wenige Monate später stattgefunden, so dürfen wir davon ausgehen, dass auch das Thema von Cyber Polygon unter Umständen zum Tragen kommen wird.

Daher meine Fragen an Euch/an Sie:

  • Sind genügend Lebensmittel und Wasser im Haus? Auch solche Lebensmittel, die ohne Kochen genießbar sind?
  • Wie wird geheizt und gekocht, wenn kein Strom mehr vorhanden ist? Falls Heizen nicht möglich ist, wie hält man sich dann warm?
  • Sind genügend Kerzen und andere Lichtquellen im Haus?
  • Bei elektronischen Türen und Schließanlagen: Tragen Sie stets auch Schlüssel mit sich?
  • Sind alle Powerbanks, Handys, technische Geräte stets aufgeladen um zumindest im ersten Moment noch das Wichtigste regeln zu können?
  • Gibt es Freunde und Familienangehörige, die dann Unterstützung brauchen? Gibt es die Möglichkeit, sie zu holen und bei Euch/Ihnen unterzubringen?
  • Wie wird miteinander kommuniziert? Sind Treffpunkte vereinbart?
  • Ist das Auto stets aufgetankt und eventuell sogar Treibstoff in Reserve?
  • Gibt es die Möglichkeit, mit anderen Menschen Waren zu tauschen?

Und nicht zuletzt: Sind wir im Vertrauen, dass schlussendlich alles gut wird?

Immer wieder mussten Menschen durch schwierige Zeiten gehen. Wenn wir statt Angst Zuversicht in uns tragen – ohne den Kopf in den Sand zu stecken, dann werden wir auch diese Zeiten gut überstehen. Und falls der Kelch dann doch an uns vorübergeht, dann ist es auch gut.

Ich werde oft nach meiner persönlichen Meinung gefragt, was ich für möglich halte. Dazu kann ich sagen, dass ich persönlich sehr wohl erfühlen kann, dass noch Ausnahmezustände in absehbarer Zeit auf uns zukommen werden. Aber ich habe das Gefühl, dass wir, wenn wir gut vorbereitet sind, das auch überstehen werden. Aber ich selbst spüre, dass es notwendig ist, dass wir unseren Teil dazu beitragen. Die Zeichen sind da, wir müssen uns nicht einmal besonders anstrengen, um zu merken, dass es eine Bedrohung gibt.

Daher wünsche ich Euch/Ihnen allen, dass Sie sich gut vorbereiten und trotzdem gelassen dem entgegen schauen, was unter Umständen auf uns zukommt.

Eine wunderschönen Mittwoch wünsche ich

Manou Gardner

Machen Sie Ihre eigenen Regeln!

Der Grund, warum wir oft das Gefühl haben, nicht im richtigen Leben, oder zumindest nicht am richtigen Platz zu sein, ist, dass wir eingesperrt sind, in eine Vielzahl von Regeln, die wir selbst oder wer anderer einmal erstellt hat. Diese Regeln werden unhinterfragt immer und immer wieder angewandt. Dabei haben sie meist überhaupt keinen Sinn (mehr). Wir leben in diesen Regeln wie in einem Korsett. Dazu gehören Gedanken wie: „Was wird XY denken wenn ich dieses oder jenes tue?“ Und dabei schweifen unsere Gedanken oftmals zu Menschen, die wir nicht einmal besonders mögen, aber wir haben Angst vor ihrer Kritik.

Oder wir sind der festen Meinung, dass bestimmte Dinge nur auf eine ganz besondere Art und Weise erledigt werden können und ziehen nicht einmal in Betracht, dass man es auch auf eine andere Art tun kann. Das Einzige, was diese Regeln für uns tun ist, dass wir darin unfrei sind. Wir verlieren jede Kreativität und auch oft jede Freude am Leben und funktionieren stattdessen.

Wäre es nicht schön, wieder HerrIn über sein eigenens Leben zu werden?

Wir sind alle wunderbare, unsterbliche, geistige Wesen in einem physischen Körper. Und jeder von uns ist auf die Erde gekommen um etwas in seiner/ihrer eigenen, ganz persönlichen Art und Weise zu erledigen. Wir haben wunderbare Gaben und Talente und anstatt diese in ihrem vollen Ausmaß zur Geltung zu bringen, verschwenden wir unsere Energie oftmals in dieses schreckliche Regelwerk, von dem wir glauben, dass es für unser Leben Gültigkeit hat. Aber was wäre, wenn wir damit beginnen würden, all diese unausgesprochenen und ausgesprochenen Regeln einmal zu hinterfragen?

Ich habe dazu einen wunderschönen Text im Internet gefunden, dessen VerfasserIn ich allerdings nicht kenne. Aber er ist sehr inspirierend. Den möchte ich gerne mit Euch/Ihnen teilen.

Den Geschirrspüler zweimal laufen lassen

Als ich an einem meiner tiefsten (mentalen) Punkte im Leben war, konnte ich an manchen Tagen nicht aus dem Bett aufstehen. Ich hatte weder Energie noch Motivation und kam kaum zurecht.

Ich hatte einmal pro Woche eine Therapie, und in dieser Woche hatte ich einfach nichts zu sagen. Mein Therapeut fragte, wie meine Woche war und ich wusste nicht, was ich antworten sollte.

„Womit kämpfen Sie?“, fragte er. Ich gestikulierte herum und sagte: „Ich weiß nicht. Mit dem Leben.“

Mit meiner Antwort nicht zufrieden, sagte er: „Nein, worüber machen sie sich gerade Sorgen? Was fühlt sich überwältigend an? Wenn Sie nach dieser Sitzung nach Hause gehen, welches Problem wird Sie dann anstarren?“

Ich kannte die Antwort, aber sie war so lächerlich, dass ich sie nicht sagen wollte. Ich wollte etwas Substanzielleres haben. Etwas Tiefgründigeres.

Aber ich hatte nichts. Also sagte ich ihm: „Ehrlich? Das Geschirr. Es ist blöd, ich weiß, aber je mehr ich es mir ansehe, desto mehr KANN ich es NICHT machen, weil ich es schrubben muss, bevor ich es in die Spülmaschine stecke, weil die Spülmaschine nicht gut ist und es ansonsten nicht sauber wird. Und ich kann das einfach nicht machen!

Ich fühlte mich wie ein Idiot als ich das sagte. Welche erwachsene Frau wird fürchtet sich vor einem Stapel Geschirr? Es gibt Leute da draußen mit „echten“ Problemen, und ich jammere bei meinem Therapeuten wegen Geschirr?

Aber mein Therapeut nickte verständnisvoll und sagte dann: „Lassen sie den Geschirrspüler zweimal laufen.“

Ich begann ihm zu erklären, dass man das nicht tut. „Warum zum Teufel tut man das nicht?“ fragte er.

„Wenn Sie das Geschirr nicht schrubben möchten und Ihre Spülmaschine nicht gut wäscht, lassen sie sie zweimal laufen. Lassen sie sie dreimal laufen, wen interessiert das?! Regeln gibt es nicht, also hören sie auf, sich selbst Regeln zu machen.“

Diese Ansage hat mich erst einmal sprachlos gemacht. An diesem Tag ging ich nach Hause und warf mein stinkendes Geschirr wahllos in die Spülmaschine und ließ sie dreimal laufen. Ich fühlte mich, als hätte ich einen Drachen besiegt.

Am nächsten Tag duschte ich liegend. Ein paar Tage später faltete ich meine Wäsche zusammen und legte sie dort hin, wo sie gerade passte. Es gab keine willkürlichen Regeln mehr, denen ich folgen musste, und es gab mir die Freiheit, wieder Leistungen zu erbringen.

Jetzt, wo ich gesünder bin, spüle ich mein Geschirr ab und stelle es richtig in die Spülmaschine. Ich dusche im Stehen. Ich sortiere meine Wäsche. Aber zu einer Zeit, in der das Leben ein Kampf statt ein Segen war, habe ich eine unglaublich wichtige Lektion gelernt:

Es gibt keine Regeln! Lassen Sie den Geschirrspüler zweimal laufen!

Ich wünsche Ihnen/Euch viel Freude beim Hinterfragen der Regeln

Manou Gardner