Die derzeitigen Energien und was sie für uns bedeuten können

Wenn ich mich in die derzeit herrschenden Energien einklinke, fühle ich verschiedene Qualitäten. Aber was gerade vorherrschend ist, ist eine Verwirrung, ein Gezerre und ein Gefühl von Resignation auf Seiten der Widersacher. Es fühlt sich an, als ob die verschiedenen Widersacher – wir sprechen hier ja nicht nur von einer Energie oder Macht – gerade sehr uneins sind. Es ist eine Verwirrung hinsichtlich der aktuellen Situation aber auch im Hinblick auf das weitere Vorgehen spürbar. Ein Teil der Widersachermächte scheint sogar schon resigniert zu haben. Die Dinge sind nicht so gelaufen, wie sie es sich vorgestellt haben. Die Menschheit war und ist nicht ganz so leicht zu übertölpeln. Und es überkommt mich eine Ahnung, dass gerade diskutiert wird, ob das Ziel auch nur mit einem Teil der Menschheit erreicht werden kann.

Der Plan der Widersacher

Wie im irdischen Bereich so ist es auch im Geistigen oft so, dass sich Kräfte und Mächte zusammentun um gemeinsam etwas zu erreichen. Allerdings hat nicht jede dieser Kräfte das idente Ziel vor Augen. Die Erde und die Menschen, die hier leben, sind seit langer Zeit ein sehr begehrtes Ziel, weil die Entwicklung der Menschen auch für andere Wesenheiten und Hierarachien gravierende Auswirkungen hat. Wir dürfen nicht unterschätzen, dass nur die Menschen über einen freien Willen verfügen und dass unsere Entscheidungen sowohl für die Welt der Engel als auch für die Welt der Elementarwesen und Naturgeister von großer Bedeutung sind. Ich habe darüber schon öfter geschrieben. Und nun war es der Plan der Widersacher, dass die Menschen endgültig ihres freien Willens beraubt werden. Die letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte waren ja schon darauf ausgerichtet, dass die Menschen von sich aus diesen freien Willen aufgeben und sich nur mit banalen Dingen beschäftigen. Doch dann wurde der teuflische Plan gefasst, dass man diesen Willen ganz ausmerzen sollte. Und dies sollte über Substanzen geschehen, die man zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in die Menschen injiziert, sodass sie gar nicht mehr auf die Idee kommen, dass es etwas Geistiges überhaupt gibt. Und in weiteren Generationen wäre auch dies gar nicht mehr notwendig gewesen, da sie es epigenetisch weitergegeben haben würden. Sie sollten wie Bio-Roboter werden und von den dunklen Mächten einfach geführt werden können. Die Menschen würden somit für den Entwicklungsschritt nicht mehr zur Verfügung stehen. Es müsste eine neue Zivilisation aufgebaut werden, die diesen Schritt nun geht.

Was das Aufwachen der Menschen bewirkt hat

Die Menschen sind nun aber zu einem doch beachtlichen Teil den Widersachern gar nicht anheim gefallen, sondern haben schon sehr früh bemerkt, dass etwas nicht stimmt. Und obwohl man versucht hat, die Menschen zu isolieren, zu diskreditieren, unter Druck zu setzen…etc. ist es nicht gelungen, sie zu brechen. Sondern genau das Gegenteil ist passiert. Die Menschen haben sich nicht nur untereinander solidarisiert, sondern auch mit geistigen Wesenheiten. Sie haben – noch viel mehr als sonst – begonnen, die geistigen Realitäten in ihren Alltag zu integrieren. Sie gefühlt und verstanden, dass es nun um etwas viel Größeres geht und haben sich zur Verfügung gestellt, um den Prozess in die helle Richtung zu unterstützen. Und damit haben die Widersacher nicht gerechnet. Sie hatten es sich einfacher vorgestellt. Sie dachten, wenn man die Menschen in Angst und Schrecken versetzt, kann man sie wie Schlachtvieh vor sich hertreiben. Aber genau das hat nicht geklappt. Ja, es ist ein Teil der Menschen auf den Betrug hereingefallen, aber ein beachtlicher Teil eben nicht. Und dieser beachtliche Teil, der sich nicht täuschen ließ, hat Unglaubliches bewirkt. Der Zusammenschluss der Widersacher bröckelt nun nämlich. Ich kann es nicht genau erklären, wie ich das wahrnehme, aber in unsere irdischen Zusammenhänge übersetzt, fühlt es sich gerade so an, als ob die verschiedenen Kräfte sich gegenseitig die Schuld für das Scheitern zuschieben. Und dies führt dazu, dass deren Kraft zerbröckelt, weil ihnen genau das passiert, was sie für die Menschen initiieren wollten: Divide et impera! Teile und herrsche! Wenn sich eine Seite uneins ist, dann verliert sie ihre Schlagkraft und in meiner Wahrnehmung ist das gerade geschehen.

Was derzeit für uns Menschen spürbar ist

An uns Menschen geht der Kampf im Geistigen nicht spurlos vorüber, sondern zeigt sich in folgenden Auswirkungen:

  • Es geschehen gerade seltsame Dinge mit der Zeit, mal dehnt sie sich, dann verkürzt sie sich und manchmal bleibt sie einfach stehen. Die Dehnung ist derzeit am auffälligsten. Sie geschieht am häufigsten dann, wenn wir an eine Sache ganz hingegeben sind oder uns mit einer drohenden Verspätung bereits abgefunden haben.
  • Wir Menschen geraten derzeit leicht in Ausnahmezustände. Diese können sich auf viele Arten zeigen. Es kommen zum Beispiel alte Muster hoch, die sich dann aber in unglaublicher Geschwindigkeit auflösen. Themen, die uns seit Jahren oder Jahrzehnten belasten, lösen sich unter Umständen in Stunden oder Tagen völlig auf.
  • Eine bleierne Müdigkeit an manchen Tagen. Dabei habe ich das Gefühl, dass uns die geistige Welt kurz aus der Schusslinie nimmt, damit die Veränderungen am Energiefeld stattfinden kann, ohne dass wir Widerstand leisten. Deshalb fühlt man sich nach einem oder mehreren Tagen mit dieser bleiernen Müdigkeit auch oft, als sei man seelisch frisch gewaschen oder erneuert
  • Plötzlich auftretende Wahrnehmungen aus geistigen Welten. Derzeit erleben Menschen vermehrt, dass sie in Kontakt mit verschiedenen geistigen Wesenheiten sind und auch Botschaften von ihnen erhalten. Nicht immer schafft man es, diese Botschaften ins Bewusstsein zu bekommen, aber man weiß, dass man welche erhalten hat.
  • Sehr intensive Träume zwischen Schlaf und Wachbewusstsein. Ich höre immer wieder Berichte von Menschen, die ganz klare „Träume“ oder sagen wir besser Erlebnisse hatten, während sie in einem halbbewussten Zustand waren.

Diese und noch viel mehr Erlebnisse zeigen, dass gerade etwas Großes vor sich geht und dass die helle Seite zunehmend an Kraft gewinnt und unsere Entwicklung unglaublich Fahrt aufnimmt.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass es genau in dieser Richtung weitergeht. Lassen wir uns nicht entmutigen, lassen wir uns aber auch nicht einschläfern, sondern bleiben wir dran in der Richtung, die wir eingeschlagen haben. Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Dienstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Willgard Krause auf Pixabay

Dream big – act small

Wenn Sie eine große Veränderung in Ihrem Leben planen, dann ist es zunächst wichtig, sich das Ergebnis in allen wunderbaren Farben auszumalen. Stellen Sie sich ganz genau vor, wie sich Ihr Leben verändert haben wird, wenn Sie dieses Ziel erreicht haben. Wie wird Ihr Tagesablauf dann aussehen? Wie werden Sie leben? Wie kleiden Sie sich? Wie ernähren Sie sich? Mit welchen Menschen werden Sie sich umgeben? Was werden Ihre Hobbys sein? Jedes kleinste Detail sollte sich in Ihren Träumen wieder finden. Seien Sie großzügig und mutig! Und dann brechen Sie das Ergebnis auf viele kleine Einzelschritte herunter. Wie können Sie das erreichen, was Sie sich wünschen?

Der Faktor Zeit

Die meisten Menschen machen einen Fehler bei der Planung großer Veränderungen – sie setzen die benötigte Zeit zu kurz an. Egal, was Sie planen, zwei Jahre sind immer eine gute Zeit. Egal, ob Sie planen ein Unternehmen zu gründen, sich selbst in vielen Bereichen zu optimieren, etwas Neues zu lernen…wenn Sie sich genügend Zeit geben, dann können Sie ALLES schaffen. Also überlegen Sie sich, wann Sie das Ziel gerne erreicht haben möchten und dann verdoppeln Sie die Zeit. Erfahrungsgemäß brauchen wir meist die doppelte Zeit und das doppelte Kapital um Ziele zu erreichen. Aber der Weg ist ja bekanntlich auch ein Ziel.

Ergebnisse vorweg nehmen

Angenommen, Sie möchten ein erfolgreiches Unternehmen gründen und Sie malen sich Ihr Leben bereits aus, wie es sein wird, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben. Was von den Dingen, die Sie dann tun werden, können Sie bereits jetzt tun? Können Sie sich schon so kleiden, wie Sie es tun werden, wenn das Ziel erreicht ist? Können Sie sich schon jetzt mit den entsprechenden Menschen umgeben? Können Sie schon jetzt die Hobbys pflegen, die Sie dann pflegen werden? Irgendwas ist sicher schon dabei, das Sie bereits jetzt umsetzen können. Tun Sie es! Gehen Sie schon ganz in das Gefühl, dass Sie es bereits geschafft haben. Ich habe ja schon darüber geschrieben, dass unsere Realität nicht ganz so ist, wie wir das immer so denken. Unsere Realität ist davon abhängig, wie wir sie sehen. In der Physik wurde dies ja bereits durch das Doppelspaltexperiment und andere Experimente bewiesen. Teilchen und Wellen verhalten sich so, wie es sich der Beobachter vorstellt. Das ist im Kleinen und im Großen so. Unsere ganze Welt besteht ja nur aus Teilchen und Wellen. Also, nehmen Sie die Zukunft vorweg.

Schritt für Schritt vorangehen – first things first

Und lassen Sie sich durch nichts beirren. Wenn Sie einen großen Plan haben, dann unterteilen Sie ihn in Abschnitte. First things first! Angenommen Sie wollen Bestseller-AutorIn werden, dann fangen Sie einfach mal an zu schreiben. Schreiben Sie! Schreiben Sie Kurzgeschichten, schreiben Sie Tagebuch…egal was! Hauptsache Sie schreiben! Wenn Sie ein Unternehmen gründen wollen, entwickeln Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen. Feilen Sie täglich daran herum, bis sie gut genug sind, damit nach außen zu treten. Nichts muss perfekt sein, aber es sollte gut sein. Perfektionieren können Sie später immer noch. Wenn Sie einen neuen Beruf erlernen wollen, machen Sie eine Ausbildung, suchen Sie die passenden Kurse, bilden Sie sich fort. Aber fangen Sie an!

Sprechen Sie nicht mit kleinen Geistern über große Pläne

Wenn Sie wirklich große Pläne haben, sprechen Sie nicht mit Kleingeistern darüber. Diese werden Sie nicht verstehen. Suchen Sie sich Gleichgesinnte, die Sie verstehen werden, oder behalten Sie Ihre Pläne zunächst für sich. Wenn Sie niemanden haben, der Sie unterstützt ist es nicht so schlimm, als wenn Sie jemanden haben, der Ihre Pläne lächerlich macht oder schlecht darüber spricht oder denkt. Je frischer der Plan, desto empfindlicher ist er. Sie ziehen auch nicht Pflanzen auf der Fensterbank vor und setzen sie danach bei Frost ins Freibeet. Nein, sie härten sie erst ab. Und ebenso gehen Sie bitte bei Ihren Plänen vor. Je konkreter diese sind und je weiter Sie vorangekommen sind, desto widerstandsfähiger sind diese auch gegen Kritik. Aber am Anfang sind sie leicht zu zerstören. Daher: Behandeln Sie Ihre großen Pläne wie Ihren größten Schatz!

Setzen Sie sich (realistische!) Zwischenziele

Sie brauchen einen Zeitplan, damit Sie Ihre Fortschritte überprüfen können. Angenommen Sie nehmen sich eine Zeit von zwei Jahren vor. Das sind 24 Monate, dann planen Sie vierteljährliche Ziele, und halten diese schriftlich (!) fest. Und überprüfen Sie diese regelmäßig. Korrigieren Sie da, wo Sie im Plan verrutscht sind. Auch wenn Sie schneller sind als geplant – dann fügen Sie weitere Schritte hinzu.

Suchen Sie sich Gleichgesinnte

Wenn sie im Lauf der Zeit merken, dass viele Ihrer bisherigen Mitstreiter nicht mehr zu Ihrem zukünftigen Leben passen, so suchen Sie sich Menschen, mit denen Sie Ihre großen Pläne besprechen können. Nichts geht auf Dauer alleine. Wir brauchen den Austausch mit anderen Menschen. Die Menschen, in Ihrer Umgebung, die mit Ihren Plänen nichts anfangen können, können Sie ja immer noch besuchen und die Freundschaften pflegen, aber Sie brauchen auch neue, motivierende Menschen um Sie herum.

Lassen Sie sich von Fehlern und Fehlschlägen nicht beirren

Nichts geht so reibungslos, wie Sie sich das vielleicht anfangs vorgestellt haben. Wenn die ersten Hürden auftauchen, nehmen Sie diese mit Eleganz und Gelassenheit. Deshalb haben Sie ja die doppelte Zeit eingeplant. Sie wachsen ja auch an den Widerständen, die Sie überwunden haben. Betrachten Sie jede Schwierigkeit, jeden Widerstand, jedes Problem, das auftaucht sportlich als Herausforderung, die Sie meisterlich nehmen. Suchen Sie sich Rat bei Menschen, die diesen Weg schon gegangen sind. Scheuen Sie sich nicht zu fragen! Im Allgemeinen sprechen Menschen gerne über ihre Erfolge.

Seien Sie sich der Unterstützung der geistigen Welt bewusst

Arbeiten Sie zusammen mit der geistigen Welt. Schöpfen Sie weniger aus dem Nachdenken und mehr aus der Intuition. Gehen Sie mit aufkommenden Fragen schlafen und nehmen Sie die Antworten, die Ihnen morgens als erstes in den Sinn kommen. Lassen Sie Korrekturen zu! Vielleicht hatte Ihr Plan auch noch Fehler drin. Lassen Sie zu, dass die geistige Welt Ihren Kurs ein wenig korrigiert. Verbeißen Sie sich nicht an Einzelheiten, sondern seien Sie wild, mutig und flexibel. Dann werden Sie nahezu alles, was Sie sich vornehmen, auch umsetzen können.

Und wenn Sie zwischendurch entmutigt sind und die Zuversicht Sie vielleicht zwischendurch verlässt, dann denken Sie an das Zitat von Viktor E. Frankl: „Ich muss mir von mir selbst auch nicht alles gefallen lassen.“ Gehen Sie einfach weiter!

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Freitag!

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Jose Antonio Alba auf Pixabay

Die Kunst „Nein“ zu sagen

Es gibt immer wieder Momente, bei denen es wirklich wichtig wäre, „Nein“ zu sagen, aber es fällt so schwer, weil man andere Menschen nicht vor den Kopf stoßen möchte. Ich kenne mich da aus, denn ich könnte das Problem erfunden haben. Doch ich musste auch lernen, meine Zeit so zu planen, dass für mich selbst genügend Freiräume entstehen durften.

Der Spruch: „Jedes NEIN zu einem Anderen ist ein JA zu mir selbst“ ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden, denn wenn man nicht aufpasst, sind die Tage ganz schnell von morgens bis abends verplant und man kommt selbst nicht zu den Dingen, die man eigentlich gerne tun möchte.

Ich habe erfahren, dass es nicht nur mehr Zeit verschafft, wenn man – auch gut gemeinte – Angebote ausschlägt, sondern dass es auch zu mehr Souveränität des Lebens führt. Wenn ich selbst bestimmen kann, womit ich meine Zeit verbringe, bin ich Herrin meines Lebens. Wenn ich mich aber von außen verplanen lasse, bin ich dies nicht.

Und da spreche ich nicht nur von Einladungen zum Kaffee oder anderem Zeitvertreib, sondern auch von beruflichen Möglichkeiten und Angeboten. Zu prüfen, ob es das jetzt wirklich ist, was man gerne möchte, ist unglaublich wichtig, um sich nicht im Strudel der Verführung zu verlieren. Manche Angebote klingen im Moment wirklich verlockend, aber wenn man längere Zeit darüber nachdenkt, stellt man fest, dass dies nur wieder einen Schritt vom eigenen Weg weg führt.

Der eigene Seelenplan und der der eigene Weg ist das Maß aller Dinge

Nicht immer sind es nur Verlockungen, die vom Weg abbringen, oft genug sind es auch vermeintliche Pflichten, die so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass für sich selbst nichts mehr über bleibt. Dabei stellt sich dann oft die Frage: Sind es echte Pflichten oder tut man es nur, um nicht in einem schlechten Licht gesehen zu werden? Dabei ist es meist doch so, dass man seiner eigenen Anwesenheit viel mehr Gewicht gibt, als notwendig ist. Meistens ist man den anderen Menschen deutlich gleichgültiger, als man das selbst empfindet.

Das Ziel des Lebens ist wichtig

Um herauszufinden, wann man besser NEIN sagt, ist es natürlich auch wichtig, wenn man sein Lebensziel kennt. Ansonsten läuft man noch mehr in Gefahr, hier ein wenig anwesend zu sein und dort ein wenig. Nur wenn wir wissen, wohin wir eigentlich gehen, haben wir eine gute Richtschnur, an die wir uns anhalten können. Die Frage lautet dann: Ist das eine Etappe auf meinem Weg, oder bringt mich das davon ab?

Es geht nicht darum, anderen Menschen keine Zeit zu widmen

Ich bin sogar sehr dafür, dass wir anderen Menschen Zeit widmen. Menschen, die uns wichtig sind, oder die Zuwendung brauchen. Dabei finde ich sogar, dass wir großzügig sein sollten mit unserer Zeit. Aber wichtig dabei ist, dass wir die Entscheidung selbst treffen und uns nicht zum Spielball machen lassen. Deshalb brauchen wir Freiräume. Mit einer einsamen Nachbarin einen Kaffee zu trinken, halte ich für eine gut investierte Zeit. Das Gejammer einer Bekannten zum hundertsten Mal anzuhören, ist eher Zeitverschwendung – weil es keinem von beiden hilft. Wenn jemand in akuter Not ist, sollten wir ein offenes Ohr haben. Wenn aber jemand Zeit stiehlt, indem er oder sie sich seit Jahren über die gleichen Dinge beschwert, aber nichts ändert, ist schlecht investierte Zeit.Wählen wir also weise!

In diesem Sinne wünsche ich einen wunderschönen Donnerstag

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Monoar Rahman Rony auf Pixabay

Existieren wir in mehreren Dimensionen gleichzeitig?

Haben Sie sich schon einmal überlegt, ob Sie tatsächlich nur einmal existieren? Könnte es nicht sein, dass Sie gleichzeitig in verschiedenen Dimensionen existieren? Sind deja-vu Erlebnisse und manche Träume etwas, das aus diesen anderen Dimensionen zu uns herüberschwappt? Oder auch das Gefühl, einen Menschen bereits zu kennen? Könnte es nicht sein, dass wir diesen Menschen aus einer anderen – zeitgleichen – Existenz kennen? Oder wenn wir plötzlich etwas wissen, das wir eigentlich nicht wissen können? Könnte das dann sein, dass wir es aus einem anderen Dasein wissen? Müssen „frühere“ Leben tatsächlich früher gewesen sein, oder sind sie genauso JETZT wie dieses Leben?

Wie funktioniert eigentlich die Welt?

Lange dachte ich, ich wüsste wie die Welt funktioniert – einschließlich der Sache mit der geistigen Welt. Schließlich hatte ich (damals) mehr als zwanzig Jahre lang Rudolf Steiner gelesen und war sehr streng anthroposophisch mit meinem Blick auf die Welt. Allerdings hatte ich damals nicht so sehr darauf geachtet, dass Steiner sehr häufig darauf hinwies, dass über dieses oder jenes noch nicht gesprochen werden konnte. Das hatte ich schlicht aus meinem Bewusstsein gestrichen. Somit ist es also auch kein Widerspruch, wenn ich, wenn wir, nun neu darüber nachdenken, wie es vielleicht auch sein könnte…

Komplexität der Weltdie Enge verlassen

Ich bin der Meinung, dass die menschliche Existenz noch viel komplexer ist, als wir uns das vorstellen können. Daher kann jedes Schreiben darüber nur eine Annäherung sein daran, wie es sein könnte. Aber auch wenn gewisse Dinge bis heute vielleicht noch nicht wirklich vorstellbar sind, so kann man sich ihnen zumindest einmal gedanklich nähern. Und es würde uns vermutlich gut tun, wenn wir aus der Enge der momentanen äußeren Situation etwas entschwinden in erweiterte geistige Gefilde.

Die Sache mit der Zeit

Ist die Zeit nun linear? Geht die Zeit tatsächlich einfach so voran, von der Vergangenheit in die Gegenwart und von der Gegenwart in die Zukunft. Wir stellen uns die Zeit ja vor wie eine Linie, die bei den meisten Menschen gedanklich links in die Vergangenheit führt, vor dem Körper in der Gegenwart ist und nach rechts ist die Richtung der Zukunft. So erfühlen die meisten Menschen die Zeit. Aber unter Umständen ist das nur ein Konstrukt, das uns eine gewisse Orientierung innerhalb der – eventuell nicht vorhandenen – Zeit liefert. Aber muss es tatsächlich so sein? Ich bin davon überzeugt, dass sie das nicht ist. Ich hatte ein paar Erlebnisse, die mir deutlich demonstriert hatten, dass Zeit nicht linear ist.

Was ist, wenn die Zeit in verschiedenen Räumen vor uns liegt?

Wenn wir nun diesen Zeitstrahl einmal wegdenken und uns die Zeit stattdessen in verschiedenen Räumen vorstellen. Dann könnte es sein, dass wir in jedem dieser Räume vorhanden sind. Es könnte sein, dass wir in einem dieser Räume gerade mit Reifrock durch einen Saal rauschen und in einem anderen als futuristische WissenschaftlerInnen durchs All rasen. All dies zur gleichen Zeit. Oder wenn wir den Gedanken sogar noch weiterdenken, könnten wir auch gleichzeitig in einem Raum sein, der in einer anderen Dimension – mit ganz anderen Möglichkeiten – liegt. Oder in einem der Räume existieren wir zeitgleich in einer anderen Galaxie? Hatten Sie nicht auch manchmal das Gefühl, aus der Zeit gekippt zu sein?

Mein erstes Erlebnis mit der Nicht-Linearität

Als ich vor Jahren meine Ausbildung zum Medium in England, im Arthur Findlay College, gemacht habe, geschah folgendes: Sie müssen sich vorstellen, es ist wie in einem Internat, in dem man immer wochenweise ist, also so eine Art Hogwarts für Medien. Ich bin an diesem Tag aufgestanden, habe gefrühstückt und fand mich in der Sanctuary ein, das ist so eine Art Kapelle, um die Morgen-Meditation zu absolvieren. Es ging mir gut. Ich war ausgeschlafen, satt und war gespannt, was der neue Tag bringen würde. Während der Meditation änderte sich plötzlich mein Zustand. Mir wurde übel. Ich hatte fürchterliche Schmerzen im rechten Oberbauch, also im Bereich Leber und Galle und auch im Unterleib. Gleichzeitig wurde mein Kopf wie wenn er in Watte stecken würde. Alles drehte sich. Mir war schwindelig und schlecht. Ich konnte bald der Meditation nicht mehr folgen und fragte mich, was mit mir gerade passierte. Der Zustand verschlechterte sich rapide, sodass ich mitten unter der Meditation aufstand und in den Park hinaus ging, um mich unter den Tulip-Tree zu legen. Es war Sommer und ich lag unter diesem Baum und dachte noch, dass dies kein schlechter Moment wäre, um zu sterben, denn hier wären ja genügend Menschen, mit denen ich anschließend sprechen könnte. Langsam wurde mein Zustand soweit besser, dass ich in unseren Unterrichtsraum gehen konnte. Die erste Session hatte bereits begonnen. Die KollegInnen waren in Zweiergruppen aufgeteilt und jeder hatte ein Blatt Papier mit menschlichen Umrissen in der Hand. Ich setzte mich zu der einzigen Kollegin, die, aufgrund meiner Abwesenheit, noch keine Partnerin hatte und sie erklärte mir dann, dass ich nun auf dieses Blatt den Namen einer mir bekannten Person, die gesundheitliche Probleme hat, schreiben solle und sie würde das gleiche tun und danach tauschen wir die Blätter aus und beschreiben hellsichtig den Zustand der uns unbekannten Person, in die wir nur über den Namen eintunen konnten. Wir taten dies beide und sie reichte mir das Blatt mit einem weiblichen Namen. Ich schaute mir den Namen kurz an und plötzlich wurde mir bewusst, dass diese Frau all die Symptome hatte, die ich gerade fühlte. Ich beschrieb nun also meinen eigenen Zustand der letzten Stunde und gab das Blatt zurück. Mittlerweile fühlte ich mich wieder vollkommen gut. Die Kollgin schaute auf das Blatt und war höchst erstaunt, da ich auf Anhieb den Zustand dieser Person extrem detailliert beschrieben hatte – was ja nicht schwer war, da ich ihn im Vorfeld aus heiterem Himmel in allen Einzelheiten selbst gespürt hatte.

Was genau ist daran nun erstaunlich?

Erstaunlich ist daran, dass niemand wusste, welche Übung kommen würde. Niemand wusste auch im Vorfeld wer mit wem üben würde und welchen Namen er oder sie auf das Blatt schreiben würde. Das heißt, ich habe körperlich etwas gefühlt, das etwa eine Stunde später erst geschehen war. Und mir wurde in diesem Moment bewusst, dass dies ein deutlicher Fingerzeig der geistigen Welt war, über dieses Thema weiter nachzudenken und zu versuchen, mich diesen Gedanken zu nähern.

Aber was nützen uns die Gedanken darüber, ob wir gleichzeitig in mehreren Dimensionen oder Zeiten leben?

Aus meiner Sicht führen uns diese Gedanken über die Begrenztheit der Existenz hinaus und relativieren vieles, das wir gerade erleben. Es führt auch zu einem neuen Verständnis, was wir – als Menschen und als Menschheit – eigentlich wirklich sind. Es bringt uns eventuell geistig an diesen Punkt, dass wir uns unserer wahren Kraft und unseres wahren Seins bewusst werden und wir uns gedanklich nicht mehr nur auf diese eine Existenz, diese eine Inkarnation, beschränken. Wir können dadurch einen Hauch von Schöpferkraft erleben. Wir können ebenso erleben, dass das Leben viel größer ist als das, was wir vielleicht bisher dafür gehalten haben.

Das Leben lässt sich nicht einsperren

Und es wird uns bewusst, dass das Leben und auch die menschliche Existenz an sich, sich nicht einsperren lässt. Das geht gar nicht. Man kann vielleicht unsere Körper zu Hausarrest verdonnern (selbst das ist schon total absurd!) aber man kann uns nicht wirklich unsere Freiheit nehmen. Im Geiste sind wir alle frei und eventuell ist das nur eine von vielen Dimensionen, die wir gerade lebend bereisen. Vielleicht ist das die Dimension, in der gerade der schlechte Film läuft. Und dies in kein Eskapismus im Sinne eines: „Wir trösten uns mit anderen Dimensionen, weil diese gerade so unerträglich ist“,sondern es ist eher der Aufruf: „Nutzen wir die Zeit um uns über unsere wahre Existenz und unser wahres Sein bewusst zu werden.“

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen heute einen schönen Mittwoch – heute ist der Tag des Merkur und das zugeordnete Metall ist Quecksilber. Wir sind heute in der Lage mit unseren Gedanken sehr quirlig zu sein und Dinge zu erfassen, die an anderen Tagen nicht so gut ergriffen werden können.

Eure Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Mystic Art Design auf Pixabay

Chronos und Kairos – Zeitumstellung

In der kommenden Nacht wandern die Uhren wieder eine Stunde zurück. Es wurde und wird viel über diese Stunde hin oder her diskutiert. Was aber viel mehr der Betrachtung wert wäre, ist, welcher Art von Zeit folgen wir? Folgen wir Chronos, dem Gott, der mit der Sanduhr dargestellt wird? Das ist die Zeit, die wir im allgemeinen als die gültige Zeit betrachten. Wir betrachten chronologisch, messen die Zeit mit dem Chronometer…Chronos ist die Zeit, die uns am Gängelband hält. Kairos hingegen ist der Gott des richtigen Zeitpunktes, des richtigen Augenblickes.

Die Qualität von Kairos

Kairos ist die Zeit, die ab und an bei uns vorbeikommt im Sinne einer guten Gelegenheit, eines Momentes, den es am Schopf zu packen gilt. Daher wird Kairos auch mit einem Schopf voller Haare an der Stirn dargestellt. Da müssen wir ihn packen, wenn er mit uns auf Augenhöhe ist. Wenn wir zulange warten, ist er vorbei. Der Hinterkopf von Kairos ist nackt. Dort kann man ihn nicht mehr packen. Wenn wir zu lange zögern, ist es vorbei. Dann haben wir Kairos verpasst. Von diesem Haarschopf, den Kairos trägt, kommt auch der Begriff „Etwas am Schopf zu packen“.

Chronos und Kairos im Alltag

Obwohl unser Leben meist von Chronos bestimmt wird, erleben wir Kairos auch hin und wieder. Chronos ist der, der uns To-do Listen machen lässt. Wir sind mit Chronos zugange, wenn wir unseren Tag planen, wenn wir versuchen, so viel aus der Zeit herauszuholen, wie es nur geht. Es ist die Zeit, die wir messen und mit der wir ständig im Konflikt sind. Es ist zu wenig Zeit, es dauert zu lange…Und dann kommen manchmal die Momente des Kairos. Wer kennt es nicht, das Gefühl gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Dabei hatte Kairos seine Hände im Spiel. Oder man schiebt etwas ewig vor sich her, und plötzlich kommt der Moment, an dem es total einfach geht. Auch hier war Kairos mit dabei. Oder man denkt über eine Entscheidung nach, kann sich einfach nicht entschließen und erwägt Für und Wider und plötzlich kommt der Moment, an dem klar ist, welche Option die richtige ist. Auch hierbei hat Kairos mitgewirkt.

Wie können wir mehr Verbindung mit Kairos eingehen?

Wenn wir uns auf einen geistigen Schulungsweg begeben, kommen wir immer öfter an den Punkt, dass wir ganz im Einklang mit dem Universum, das heißt, auch mit unseren geistigen Wesensgliedern sind. Das sind die Momente, in denen Kairos durch uns hindurch wirken kann. Wenn wir uns auf Kairos besinnen, dann wissen wir, dass wir im Prinzip alle Zeit der Welt haben, und dass es möglich ist, den genau richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Wenn wir mit Chronos agieren, laufen wir oft gegen die Zeit. Mit Kairos hingegen tanzen wir mit der Zeit. Wir erfühlen den richtigen Augenblick und ersparen uns unter Umständen viele leere Kilometer.

Was uns Kairos lernen kann

Kairos kann uns lernen, dass wir mehr darauf achten, was wir zu einer bestimmten Sache fühlen. Wir müssen nicht unbedingt alles jetzt und sofort tun oder entscheiden. Vielleicht ist es gar nicht dran. Aber wenn Kairos da ist, dann müssen wir startklar sein. Kairos erfordert Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Das ist in unserer, von Chronos beherrschten Welt, nicht so einfach. Wenn wir nicht mehr dumpf irgendwelche Listen und Pläne abarbeiten, sondern beginnen, mit dem Leben zu tanzen, dann laden wir Kairos in unser Leben ein. Aber Vorsicht: Kairos duldet keine Trägheit und Verschlafenheit. Wenn der richtige Zeitpunkt da ist, müssen wir hellwach sein. Wir ergreifen ihn und erledigen Dinge unter Umständen in einem Bruchteil der Zeit, die wir ansonsten darauf verwendet hätten. Aber Kairos lädt uns nicht zur Prokrastination ein. Aber er lädt uns ein, genauer zu sein, aufmerksamer zu sein, wacher zu sein, wilder zu sein!

Chronos und Kairos sind kein Widerspruch

Wenn wir eine Verabredung planen, macht es wenig Sinn auf Kairos zu warten, denn der kommt zu jedem Menschen zu einem anderen Zeitpunkt. Da ist es gut, mit Chronos zu arbeiten und eine bestimmte Uhrzeit auszumachen, sonst treffen wir uns unter Umständen nie. Aber wenn wir ein Projekt beginnen wollen, dann ist es gut, die Vorbereitungen ruhig in Verbindung mit Chronos zu treffen und dann zu schauen, wann Kairos vorbeikommt um den Startschuss zu geben. Wir dürfen uns zwischen den Polen, zwischen den Qualitäten hin und her bewegen. Wir müssen uns nicht zwischen den beiden entscheiden.

Das Leben aus mehreren Blickwinkeln betrachten

Wenn wir das Leben immer aus mehreren Blickwinkeln betrachten, so werden wir innerlich frei. Wir müssen dann nicht mehr nach unseren Gewohnheiten, nach unseren alten Mustern oder sogar nach uralten Familienmustern handeln, sondern wir dürfen aus dem Vollen schöpfen – wir dürfen all diese Qualitäten in unser Leben einladen und erfühlen, wie unser Leben dadurch an Qualität gewinnt. Wir sind frei!

In diesem Sinne möchte ich Sie und Euch einladen, die Zeitumstellung in der kommenden Nacht wohlwollend zu betrachten. Wir dürfen eine Stunde länger schlafen und haben ab übermorgen behagliche lange und dunkle Winterabende, die uns zur Kreativität einladen. Aber vielleicht wollen Sie Kairos mehr in Ihr Leben einladen.

Ich wünsche Ihnen und Euch einen wunderschönen Samstag

Manou Gardner Medium

Bild von Eduin Escobar auf Pixabay