Warum Lügen gar keine kurzen Beine haben

Viele Menschen lügen aus Gewohnheit. Wieder andere lügen, um andere Menschen zu beeindrucken. Und eine weitere Gruppe verbreitet über lange Zeit Lügen, um Menschen zu manipulieren. Doch was sind Lügen eigentlich? Wenn wir Lügen geistig betrachten, haben wir es hierbei mit Wesenheiten zu tun. Kleine Wesenheiten, die bei einer Notlüge entstehen und großem mächtige Wesenheiten wenn große Lügen verbreitet werden. Diese kleinen Lügenwesen sind nicht unbedingt harmlos. Wenn Menschen öfter lügen, sind sie umringt von Wesenheiten, die lebenshemmend wirken – und zwar nicht nur auf den Lügner, sondern auch auf denjenigen, über den gelogen wird.

Was Rudolf Steiner über die Lüge sagt

„Jede Lüge ist in der Astralwelt ein Mord! – Das ist ein sehr bedeutungsvoller Satz, dessen Wichtigkeit nur der einsieht, der Erkenntnis der höheren Welten hat. Wie leichthin sprechen die Menschen: Ach, das ist ja nur ein Gedanke, ein Gefühl, das bleibt in der Seele; eine Ohrfeige darf ich nicht geben, aber ein schlechter Gedanke, der schadet nichts. – Es gibt kein unwahreres Sprichwort als: Gedanken sind zollfrei, – denn jeder Gedanke, jedes Gefühl ist eine Wirklichkeit, und wenn ich denke, einer sei ein schlechter Mensch, oder ich liebe ihn nicht, so ist das für den, der in die Astralwelt hineinschauen kann, wie ein Pfeil, wie ein Blitz, der sich wie eine Flintenkugel gegen den Astralleib des anderen bewegt und ihn schädigt. Jedes Gefühl, jeder Gedanke ist eine Wesenheit, eine Form in der Astralwelt, und für den, der Einblick hat in diese Welt, ist es oft viel schlimmer, mit anzusehen, wenn einer einen schlechten Gedanken über seinen Mitmenschen hat, als wenn er ihn physisch schädigt. Macht man diese Wahrheit bekannt, so heißt das Moral begründen, nicht predigen. Sagt man über einen Menschen die Wahrheit, so bildet sich eine Gedankenform, die der Seher nach Form und Farbe erkennen kann und die das Leben des Nächsten verstärkt. Der Gedanke, der eine Wahrheit enthält, geht auf die Wesenheit hin, auf die er sich bezieht, und fördert und belebt sie. Wenn ich also eine Wahrheit denke über meinen Mitmenschen, so stärke ich sein Leben; sage ich eine Lüge über ihn, so ströme ich eine feindliche Kraft auf ihn, die zerstörend, ja tötend wirkt. Daher ist jede Lüge ein Mord. Jede Wahrheit bildet ein lebenförderndes Element, jede Lüge ein lebenhemmendes Element. Wer das weiß, der wird sich mehr in acht nehmen in bezug auf Wahrheit und Lüge als jener, dem man nur predigt, man solle nur immer hübsch die Wahrheit sagen.“ (Lit.GA 095, S. 23f)

Hier zeigt Steiner auf, dass Lügen in der geistigen Welt eine schreckliche Sache sind. Wenn man sich das bewusst macht, dann wird es wichtig, seine eigenen Worte und Gedanken immer wieder zu überprüfen.

Wir sind ja nun kollektiv über eine sehr lange Zeit angelogen worden. Manche haben es bemerkt, wieder andere nicht. Aber eine große Gruppe mächtiger Menschen hat sich zusammengetan um den Menschen, ja sogar der Menschheit unisono Lügen zu erzählen. Dazu sagt Steiner auch etwas Interessantes:

„Es gibt eine gewisse Abstufung in bezug auf das Lügen. An erster Stelle kommen die Kirchen, an zweiter kommt erst die Presse und an dritter kommen dann die Politiker. Das ist ganz objektiv dargestellt und nicht etwa aus der Emotion heraus. Der Enthusiasmus des Lügens wird durch die Dinge hervorgerufen, die man nur durch die Erziehung innerhalb der Kirche (und ähnlicher Hierarchien) bekommen kann. Der Enthusiasmus der Lüge in der Presse wird durch die sozialen Verhältnisse hervorgerufen, und in der Politik ist die Lüge eigentlich nur, ich möchte sagen, eine Fortsetzung im zivilen Leben dessen, was ja beim Militarismus – mit diesem hängt ja die Politik eng zusammen – ganz selbstverständlich ist: wenn man einen Gegner besiegen will, so muß man ihn täuschen. Aber da ist es Methode, während es bei den anderen beiden Klassen, bei der Presse und den Vertretern der Bekenntnisse, Enthusiasmus des Lügens ist. Diese Dinge sind auch nicht Radikalismus, wenn man sie so darstellt; es ist einfach eine objektive Tatsache. Das Schlimme liegt darin, daß durch das Vorurteil der Menschen ein großer Teil der Menschen noch nicht einsieht, daß es eben unmöglich ist, innerhalb der Bekenntnisse zu stehen und die Wahrheit zu sagen.“ (Lit.GA 338, S. 242f.)

Steiner zeigt hier auf, dass es praktisch nicht möglich ist, in gewissen Bereichen, die Wahrheit zu sagen – es ist somit systemimmanent. Das macht die Sache aber keineswegs besser, sondern es zeigt die grundsätzlichen Missstände unsere Systeme auf. Wenn es in einem System nur möglich ist, sein Ziel durch Lügen zu erreichen, dann muss zwingend das System geändert werden. Denn die Wirkung der Lügen wird dadurch ja nicht aufgehoben: Der Zweck heiligt die Mittel NICHT!

Hier noch ein Zitat zum Thema der Lüge und was sie anrichtet

„Der Mensch wirkt während des Tagesbewußt­seins fortwährend auf den physischen Leib und den Ätherleib. Wenn der Mensch denkt und empfindet, dann spielt sich das ab im astralischen Leibe, aber es geht über in den Ätherleib und den physischen Leib. Das prägt sich darin aus. Früher gingen physischer Leib und Ätherleib rein aus dem Willen der höheren Wesenheiten hervor. Wenn aber der Mensch ichbewußt wird, so gehen diese Einflüsse aus dem physischen Leib und Ätherleib hinaus. Das, was in der Seele lebt, ist nicht ohne Wirkung auf den physischen Leib und Ätherleib. Der Anatom kann natürlich nicht feststellen, welche Veränderungen in des Menschen physischem Leib und Ätherleib vorgehen, aber sie finden statt. Eine große Wirkung geht vor im physischen Leib und Ätherleib, wenn der Mensch lügt. Lüge und Heuchelei sind Vorgänge in der Seele und im Ich. Man kann vom materialistischen Standpunkt aus glauben, daß Lügen nur im Innern sich abspielen. Aber der okkulte Beobachter weiß, daß dadurch bis in den physischen Leib, bis in die Struktur Veränderungen vor sich gehen. Solche Veränderungen gehen auch vor sich durch die zahl­reichen konventionellen Lügen, die in der Welt leben.

Überblicken wir die materielle Wirklichkeit: wir wissen, wie unser Leben gespickt ist mit allerlei Unwahrhaftigkeiten. Wenn die Leute sich etwas sagen, was sie nicht so meinen, so ist es damit wie der Abdruck von einem Petschaft im Siegellack. Dieser Abdruck bleibt. Alle Heuchelei, Unwahrheit, Verleumdung bleibt wie ein Abdruck im physischen Leibe vorhanden. Wenn der Mensch in der Nacht seinen physischen Leib und Ätherleib verläßt, so kann man solche Abdrücke sehen. Nun kommen die Wesen aus den höheren Welten und finden diese darin. Das verträgt sich nicht mit den höheren Welten. Dadurch tritt etwas Neues ein, es wird etwas ganz Neues geschaffen. Nun werden von den höheren Wesenheiten Wesen abgeschnürt durch den physischen Leib, die dann ein selb­ständiges Dasein führen, zwischen unseren Welten. Man nennt sie in der Geheimwissenschaft Phantome. Phantome nennt man sie des­halb, weil sie dem physischen Wahrnehmen am nächsten stehen. Sie sind ferner Wesenheiten mit physischer Gesetzmäßigkeit. Sie durch­schwirren unseren Raum. Sie halten die menschliche Entwickelung auf. Sie machen das, was in der Welt lebt, schlechter, als wenn sie nicht da wären. Diese Phantome sind Wesenheiten, die die Men­schen schaffen durch Lüge, Heuchelei und so weiter, welche die Entwickelung zurückhalten.

Dadurch, daß wir die Wirkungen der geistigen Wesenheiten kennenlernen, wird viel mehr geholfen als durch Moralpredigen. Eine zukünftige Menschheit wird wissen, was sie schafft durch Lüge, Heuchelei und Verleumdung.“  (Lit.GA 98, S. 105ff)

Wenn wir uns dessen bewusst machen, was an Wesenheiten auf der Erde wirkt, dadurch dass die Menschen so unverschämt lügen und dadurch dass in gewissen irdischen Systemen die Lüge ein Teil der Lehre ist, dann können wir uns vorstellen, dass wir noch einen weiten Weg zu gehen haben, wenn wir in der neuen Welt diese Lügenwesen nicht in unserem Leben haben wollen. Und es sollte ein erklärtes Ziel sein, dass Lügenwesen nicht mehr die Menschheitsentwicklung behindern.

Und Lügen haben zwar vielleicht kurze Beine hinsichtlich der Tatsache, dass man sie viel schneller entlarvt, als es dem Lügner recht ist, aber sie haben sehr lange Beine, wenn wir ihre Wirkung in der geistigen Welt betrachten.

In diesem Sinne wünsche ich einen wunderschönen Sonntag. Vielleicht können wir im Kleinen damit beginnen, dass Lügen immer mehr und immer öfter der Vergangenheit angehören.

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Foto: Bild von Roland Schwerdhöfer auf Pixabay

Quelle Rudolf Steiner Zitate: Anthrowiki

Wahrheit und Lüge in der geistigen Welt

Wenn wir uns überlegen, wie wir sprechen, so dürfen wir erleben, dass es nicht immer ganz einfach ist, vollkommen bei der Wahrheit zu bleiben. Wie schnell rutscht eine Notlüge heraus, wie schnell eine Übertreibung. Aber es ist egal, aus welchem Grund die Wahrheit nicht gesprochen wird, wenn es nicht die Wahrheit ist, ist es eine Lüge. Und Lügen sind Wesenheiten, die wir auch nachtodlich noch mit uns tragen. Lügen, die oft gesprochen werden, sind sogar riesige Wesenheiten, die uns und auch die Menschen, über die wir lügen, schädigen. In den Jenseitskontakten erlebe ich, dass z.B. Ehebruch in der geistigen Welt eine große Rolle spielt. Ehebruch führt ja sehr häufig zu vielen Lügen. Menschen, die ihren Partner/ihre Partnerin lange Zeit belogen haben, kommen mit einer anderen Energie zum Jenseitskontakt als Menschen mit reinem Gewissen. Diese Energie verändert sich, während darüber gesprochen wird. Meist wusste der Partner/die Partnerin darüber Bescheid oder hat es zumindest geahnt. Erst gestern hatte ich einen Jenseitskontakt mit einem Großvater, der über seinen Ehebruch gesprochen hat. Das nagt an dem Menschen nachtodlich. Es ist dann immer dieser Wunsch dahinter, sich zu erklären.

Rudolf Steiner sagt über das Wesen der Lüge:

„Die Lüge ist eine wesenstötende Kraft in der Astralwelt. Zur Lüge wird der Mensch von Ahriman verführt und durch die Lüge wird in letzter Kosequenz der Weg zur schwarzen Magie gebahnt. Jede Lüge ist in der Astralwelt ein Mord! – Das ist ein sehr bedeutungsvoller Satz, dessen Wichtigkeit nur der einsieht, der Erkenntnis der höheren Welten hat. Wie leichthin sprechen die Menschen: Ach, das ist ja nur ein Gedanke, ein Gefühl, das bleibt in der Seele; eine Ohrfeige darf ich nicht geben, aber ein schlechter Gedanke, der schadet nichts. – Es gibt kein unwahreres Sprichwort als: Gedanken sind zollfrei, – denn jeder Gedanke, jedes Gefühl ist eine Wirklichkeit, und wenn ich denke, einer sei ein schlechter Mensch, oder ich liebe ihn nicht, so ist das für den, der in die Astralwelt hineinschauen kann, wie ein Pfeil, wie ein Blitz, der sich wie eine Flintenkugel gegen den Astralleib des anderen bewegt und ihn schädigt. Jedes Gefühl, jeder Gedanke ist eine Wesenheit, eine Form in der Astralwelt, und für den, der Einblick hat in diese Welt, ist es oft viel schlimmer, mit anzusehen, wenn einer einen schlechten Gedanken über seinen Mitmenschen hat, als wenn er ihn physisch schädigt. Macht man diese Wahrheit bekannt, so heißt das Moral begründen, nicht predigen. Sagt man über einen Menschen die Wahrheit, so bildet sich eine Gedankenform, die der Seher nach Form und Farbe erkennen kann und die das Leben des Nächsten verstärkt. Der Gedanke, der eine Wahrheit enthält, geht auf die Wesenheit hin, auf die er sich bezieht, und fördert und belebt sie. Wenn ich also eine Wahrheit denke über meinen Mitmenschen, so stärke ich sein Leben; sage ich eine Lüge über ihn, so ströme ich eine feindliche Kraft auf ihn, die zerstörend, ja tötend wirkt. Daher ist jede Lüge ein Mord. Jede Wahrheit bildet ein lebenförderndes Element, jede Lüge ein lebenhemmendes Element. Wer das weiß, der wird sich mehr in acht nehmen in bezug auf Wahrheit und Lüge als jener, dem man nur predigt, man solle nur immer hübsch die Wahrheit sagen.“ (Lit.GA 095, S. 23f)

Wenn man sich dies vor Augen hält, dann sind nicht nur die Lüge, sondern auch die schlechten Gedanken über einen anderen Menschen ein Problem. Daher sollten wir schauen, dass wir unsere Gedanken und Gefühle klären und reinigen. Natürlich sind wir hin und wieder wütend auf einen Menschen – aber bleiben wir bei der Wahrheit!

Auch die sogenannten „kleinen Lügen“ sind überaus schädlich. Daher sollten wir auch darauf achten, dass wir diese nicht sprechen.

  • Sagen wir nicht, wir sind im Stau gestanden, wenn wir einfach nur zu spät losgefahren sind.
  • Sagen wir nicht, es ist schön, wenn wir es nicht so meinen. Wenn wir sagen „Mir gefällt es nicht“ sind wir ehrlicher und helfen auch dem Menschen mehr, der uns nach unserer Meinung gefragt hat.
  • Hören wir auf zu übertreiben und Dinge zu behaupten, die gar nicht stimmen. Wie schnell wird aus ein wenig ganz viel, nur weil es (vermeintlich!) besser klingt.
  • Hören wir auf, uns mit Federn zu schmücken, die uns nicht zustehen. Bleiben wir bei der Wahrheit!
  • Erzählen wir nicht Dinge, die uns (vermeintlich!) interessanter machen, wenn es so gar nicht stimnmt

Es gibt Menschen, die Wahrheit und Lüge schon gar nicht mehr unterscheiden können, so sehr sind sie schon gewohnt, ihre „eigene Wahrheit“ zu sprechen. Und man spürt, wenn man mit diesen Menschen spricht, wie kraftlos diese Lügen sind und wie sich eine Art schmutziger Film auf die Szene legt. Und vergessen wir nicht, dass Lügen das Tor zur schwarzen Magie sind. Das sind Kräfte, die wir nicht in unserem Leben haben möchten.

Wie anders sind Menschen, die wahr, aufrichtig und klar sind. Die nicht aufschneiden müssen, um sie selbst zu sein und mit denen wir auf einer reinen und hellen Ebene kommunzieren können. Wenn man mit solchen Menschen spricht, dann bekommt die Situation eine Strahlkraft, die mit nichts zu beschreiben ist.

Wenn die Wahrheit gesprochen wird, wird es hell!

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wahrhaftigen Donnerstag

Manou Gardner Medium

Bild von sebastian del val auf Pixabay