12. Tag der 13 heiligen Nächte – Wahrheit und Aufbau der Beziehung zur geistigen Welt

Keine Ahnung, wie es Euch vergangene Nacht ergangen ist, aber meine Nacht war schlaflos. Es war eine sehr bewegte Nacht mit den Seraphim :-), die ja heute auch noch bis zur Dämmerung wirken. Danach gehen wir über in die Energie des Heiligen Geistes und das Thema ist Wahrheit und der Aufbau der Beziehung zur geistigen Welt. Wahrheit ist ja sehr verbunden mit dem, wie wir in der Welt stehen. Stehen wir in voller Wahrheit und Wahrhaftigkeit in der Welt? Oder zeigen wir immer nur eine Maske, die uns gerade opportun erscheint?

Wahrheit und Wahrhaftigkeit

Im Begriff der Wahrhaftigkeit ist unser eigenes Streben zur Wahrheit enthalten. Wie sehr können wir unser Leben in der Wahrheit leben? Wie sehr ist unser Leben wahrhaftig? Viele Menschen haben ein ganzes Arsenal an „Masken“, die sie der Umwelt präsentieren, je nachdem, wer gerade ihr Gegenüber ist und wie dieses Gegenüber zu denken pflegt. Dies erscheint oftmals einfacher, weil man nicht in eine Kontroverse geraten kann, allerdings ist es mühsam, da man stets nur einen Teil der Persönlichkeit zeigt, und den Rest hintenan hält. Alleine die Organisation der vielen Masken-Zustände kann schon recht ermüdend sein. Hingegen leben Menschen, die sich dem Gegenüber in Wahrhaftigkeit zeigen, ein viel einfacheres Leben. Sie sind in der Lage an ihren inneren Wesenkern zu gelangen und zu diesem auch zu stehen. Je öfter wir eine Maske tragen, desto mehr wird dieser Masken-Zustand zu einem Teil von uns. Irgendwann wissen wir selbst nicht mehr, wer wir eigentlich sind und was unseren Wesenskern ausmacht. Das ist das Gegenteil der gelebten Wahrhaftigkeit. In unserer Gesellschaft ist Opportunismus durchaus akezptiert und wird mit vielerlei Nützlichkeit gerechtfertigt.

Das Streben nach Wahrheit

Wenn wir ein wahrhaft spirituelles Leben führen wollen, dann ist das Streben nach Wahrheit eines unserer Hauptziele. Die geistige Welt lässt sich nicht durch Prahlerei und Unwahrheiten beeindrucken. Sehr viele Menschen neigen dazu, immer und immer wieder Unwahrheiten zu verbreiten, zu übertreiben und Tatsachen zu verdrehen, um sich selbst in ein besseres Licht zu stellen. Dies ist das Gegenteil von gelebter Spiritualität. Man erkennt diese Menschen oft daran, dass sie die immer gleichen Geschichten über sich selbst jedem erzählen, der sie hören will oder auch dem, der sie nicht hören will. Solche Menschen sind nicht spirituell. Doch man begegnet ihnen gerade im Dunstkreis der Spiritualität immer wieder. Sie möchte dadurch interessanter wirken und Aufmerksamkeit erzielen. Doch wenn man solch einem Menschen gegenüber tritt – und spätestens wenn man diese Unwahrheit durchschaut – wird genau das Gegenteil erzeugt. Wo die Wahrheit fehlt, ist die Lüge zuhause.

Geistesforscher sind Wahrheitssucher

Wenn wir in und mit der geistigen Welt arbeiten wollen, dann sind wir aufgerufen, zunächst uns selbst einer genauen Prüfung zu unterziehen. Wo sind wir nicht in der Wahrheit und wo sind wir nicht wahrhaftig? Geisterkenntnis beginnt mit Selbsterkenntnis. Und dazu ist die kommende Nacht wunderbar geeignet. Diese Energie des Heiligen Geistes – der ja der Aspekt der göttlichen Trinität ist, der am wenigsten leicht zu begreifen ist – kann uns helfen, unsere eigene Wahrhaftigkeit und Wahrheit auf den Prüfstand zu stellen und uns dabei begleiten, die letzten Unwahrheiten aus unserem Sein zu verbannen. Wenn wir diesen Schritt gehen, dann sind wir auf dem Weg zur Beziehung mit der geistigen Welt.

Lügen sind Wesenheiten in der geistigen Welt

Wir werden nicht umhin kommen, uns hier einer ganz genauene Prüfung zu unterziehen, da jede einzelne Lüge ein sehr hässliches Wesen in der geistigen Welt ist. Und die geistige Welt mag uns die eine oder andere Ungenauigkeit vielleicht verzeihen, aber wenn wir umgeben sind von Lügenwesen, dann werden wir nicht sehr weit kommen. Dann ist unsere ganze Zusammenarbeit mit der geistigen Welt nur eine Lüge. Daher: Nutzen wir die kommende Nacht dazu, herauszufinden, ob wir überhaupt die Grundregeln beherrschen. Seien wir schonungslos ehrlich mit uns selbst und nutzen wir diese Nacht für die notwendigen Korrekturen.

Welche Fragen können wir uns kommende Nacht stellen?

  • Wo spreche ich in Floskeln? Das Sprechen in Floskeln ist weit verbreitet, hat aber mit der Wahrheit nichts zu tun. Floskeln sind getötete Sprache. Verwenden wir doch stattdessen unsere eigenen Begriffe!
  • Wo habe ich meine Lebensgeschichte verdreht und erzähle diese immer wieder?
  • Wo neige ich dazu zu übertreiben? Was übertünche ich?
  • Wo bin ich ungenau mit der Wahrheit?
  • Wo ist mir gar nicht mehr bewusst, was Wahrheit und was Lüge ist?
  • Wo rede ich mir die Lüge schön?
  • Wo akzeptiere ich bei mir immer wieder Unwahrheiten?
  • Wo bin ich nicht genau?

Diese und ähnliche Fragen dürfen uns gerne in der kommenden Nacht begleiten.

Aber Vorsicht: Es ist hiermit nicht gemeint, dass wir jedem Menschen, der uns gegenübertritt mit einem vollkommenen Seelenstriptease entgegen treten! Manchmal ist einfach Schweigen Gold! Ich möchte niemanden dazu anhalten, viel zu viele Details über sich und sein Leben in den ungeschützten Raum zu werfen. Das kann fatal sein. Aber wenn wir etwas sprechen, dann sollte es wahr und wahrhaftig sein!

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Dienstag und viel Freude bei der Wahrheitssuche

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Über die richtigen Weggefährten

Während wir uns als Menschen entwickeln, passiert es einfach. Freundschaften zerbrechen, Partnerschaften lösen sich auf, Menschen mit denen wir über Jahre verbunden waren, kritisieren unseren Weg und versuchen uns abzuhalten. Das ist normal! Wir sind nicht unser ganzes Leben lang gleich und Menschen entwickeln sich unterschiedlich – oft auch in verschiedene Richtungen. Was vielleicht vor zwei Jahren noch gut gepasst hat, spießt sich jetzt. Dann ist es Zeit loszulassen. Wie viele Wege sind wir schon nicht gegangen, weil die Menschen in unserem Umfeld diesen Weg als falsch betrachtet und auf unsere Entscheidung Einfluss genommen haben? Oder wie viele Wege sind wir schon alleine deshalb nicht gegangen, weil wir Rücksicht auf die bisherigen Weggefährten genommen haben. Das ist aber nicht der Plan für unsere irdische Reise.

Der Plan ist, dass wir uns immer weiter entwickeln, dass wir lernen und möglichst neue Wege ausprobieren und gehen. Wenn wir dann Menschen an unserer Seite haben, die sich selbst nicht bewegen wollen, sondern an ihrem Alten festhalten (das sie meist täglich beklagen), dann hindert uns das daran, dass wir unsere eigenen Wege gehen.

Zeit des Abschieds

Wenn Menschen uns nicht mehr begleiten wollen oder können, ist es Zeit für einen Abschied. Dann ist es besser, den Weg alleine weiterzugehen als sich von jemand bremsen zu lassen. Das erscheint oftmals herzlos und grausam. Aber manchmal ist es einfach notwendig. Wenn Menschen uns nicht gut tun, ist es besser, wir lassen sie los. Das ergibt sowohl für uns selbst als auch für den anderen Menschen die Möglichkeit, sich ein neues Umfeld zu kreieren. Und dies kann in aller Wertschätzung und in Frieden geschehen. Es ist doch schade, wenn wir unsere kostbare Lebenszeit damit verschwenden, uns mit Menschen zu treffen, die uns immer wieder in das Alte zurückziehen. Ab einem Punkt in der Entwicklung gilt es nach vorne zu schauen und jetzt aktiv als SchöpferIn tätig zu werden. Und dazu gehört auch, sich das neue Umfeld zu erschaffen.

Am Anfang steht die Einsamkeit

Das ist etwas, das viele Menschen kennen. Am Anfang eines ernsthaften spirituellen Weges steht oft die Einsamkeit. Man merkt, dass man von seinem Umfeld nicht mehr verstanden wird und fühlt sich alleine auf weiter Flur. Aber glücklicherweise ist das nur ein Gefühl. Die Welt ist voll von Menschen, die sich ebenfalls auf diesen Weg begeben haben. Und dazu ist das innere Vakuum, das entstanden ist, wenn man sich von Altem trennt, sehr hilfreich. Jedes Vakuum will sich füllen, das ist das Wesen des Vakuums. Und wenn Platz geschaffen ist, kann Neues entstehen.

Das Mitwirken der geistigen Welt

Und dabei wirkt die geistige Welt auch kräftig mit. Wir lernen neue Menschen kennen, mit denen wir uns endlich darüber austauschen können, was uns beschäftigt und worüber wir gerade nachdenken, ohne dass wir dauernd überlegen müssen, ob wir dies jetzt wirklich erzählen können, ohne für verrückt erklärt zu werden. So ein Umfeld ist heilsam. Endlich darf eine Entwicklung ungehindert stattfinden.

Weniger ist oft mehr

Und auch hier gilt: Weniger ist oft mehr. Lieber eine Hand voll Weggefährten, die ebenfalls mit gewissen Erkenntnissen ringen, als eine ganze Kompanie Menschen, die uns nicht verstehen können oder wollen. Es kommt mehr auf die Qualität an als auf die Quantität. Zudem brauchen wir für die Zeit unserer inneren Entwicklung auch sehr viel Zeit mit uns selbst.

Der innere Weg erfordert Mut

Wenn wir den inneren Weg gehen – also den Weg durch die Selbsterkenntnis zur Geisterkenntnis – dann sind wir gefordert unsere eigenen Grenzen zu weiten und auch einen ungeschönten Blick auf uns selbst zu richten. Wir können dann nicht mehr oberflächlich nur den äußeren Schein betrachten, sondern wir müssen tief in unserem Inneren nach der Wahrheit und der Erkenntnis suchen. Und die ungeschönte Selbsterkenntnis ist dazu der erste Schritt. Wenn wir dabei unpassende Wegbegleiter haben, dann können wir sehr verletzt werden. In dieser Zeit sind wir verletzlich und seelisch leicht beeindruckbar. Wir brauchen auf diesem Weg gute und unterstützende Begleitung von Menschen, die auf einem ähnlichen Weg sind. Sonst verlieren wir uns dabei wieder.

Warum sollten wir so einen unbequemen Weg gehen?

Der Grund unseres Daseins auf der Erde, der Grund für diese und jede andere Inkarnation ist das eigene Wachstum als Mensch. Dazu gehört nicht zwangsläufig äußeres Wachstum, aber das innere Wachstum ist entscheidend. Wenn wir uns als SchöpferInnen begreifen, dann ist es auch wichtig, uns selbst sehr gut zu kennen, damit wir das Richtige kreieren, uns für die wirklich wichtigen Dinge entscheiden.

Das Gute, das Schöne und das Wahre

Wenn wir nicht richtig wissen, was das Richtige ist, dann können wir uns folgende Fragen stellen:

  1. Ist es gut? Ist es gut für mich oder die Welt? Trägt es Güte in sich?
  2. Ist es schön? Hat das, worüber wir nachdenken, eine Strahlkraft? Trägt es Schönheit in sich?
  3. Ist es wahr? Ist es wirklich wahr in einem umfassenden Sinne? Trägt es Wahrheit in sich?

Wenn wir diese Fragen problemlos mit JA beantworten können, sind wir wahrscheinlich auf dem richtigen Weg.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Samstag!

Manou Gardner Medium

Bild von Annie Spratt auf Pixabay