Bitte anschnallen – ein sehr bewegter Oktober liegt vor uns – Vollmond am 9. und 10 Portaltage

Dieser Monat bietet wieder Einiges an Herausforderungen, aber viel eher auch an Chancen. Am 9. Oktober haben wir einen Vollmond, der uns vor die Frage stellt: Dürfen wir endlich auf unser Herz hören? Dieser Vollmond ist eine riesengroße Chance, alles, was schon lange in der geistigen Schublade liegt, herauszuholen und der Prüfung zu unterziehen, ob dies das Thema unseres Herzens und unserer Seele ist. Und danach, ab dem 11. Oktober geht es wieder los mit einer zehntägigen Serie von Portaltagen. Auch hier kann wieder Einiges transformiert werden. Doch wer glaubt: „Ach, das hatten wir ja letzten Monat auch, das kenne ich doch schon…“ wird sich wundern. Die Energien haben sich noch einmal um Einges gesteigert, sodass bei den meisten Menschen die Post abgehen kann. Und das ist gut so!

Warum die Energien sich gesteigert haben – die Begegnung mit dem eigenen Schatten

Mit dem Eintritt in die dunkle Jahreszeit, und die hat bereits begonnen, wie unschwer zu erkennen ist, kommen neue, andere Kräfte zum Vorschein, als die, die in der sommerlich-hellen Jahreszeit wirken. Nachdem der Herbst begonnen und Michaeli uns die Mutkräfte verliehen hat, können wir im Oktober ein ganz anderes Thema finden, nämlich die Begegnung mit dem eigenen Schatten. Das sind die Seelenanteile, die noch unerlöst sind und die wir bislang nicht transformiert haben. Dies ist ja einer der Gründe, warum viele Menschen die dunkle Jahreszeit nicht mögen, denn da begegnen wir uns selbst. Und das kann manchmal auch ein wenig unangenehm sein, zumindest wenn wir bisher ein verklärtes Bild unserer selbst vor Augen hatten. Wir dürfen nun erkennen, wer wir wirklich sind. Und das ist – auch wenn es nicht immer schmeichelhaft ist- eine riesengroße Chance. Denn nicht selten sind unsere vermeintlich größten Schwächen auch unsere größten Ressourcen. Und nur, wenn wir uns selbst begegnen, wenn wir unsere eigenen Anteile, die wir so gerne verborgen halten, auch betrachten, können diese Anteile transformiert werden.

Wir dürfen aufhören, von uns zu erwarten, dass wir engelsgleiche Wesen sind

Wäre dies vom Universum so gewollt, wären wir nicht als Menschen inkarniert. Wir sind hier, um genau dies zu tun: Uns aus eigenem Willen und aus eigener Kraft zu transformieren. Wir dürfen all unsere Makel und unsere Unvollkommenheit sehen und diese integrieren. Niemand verlangt von uns perfekt zu sein. Nur wir selbst sind oftmals so ungnädig mit uns selbst und verachten die dunkleren Anteile in uns. Doch der Mensch ist ein Wesen der Dualität und wie Rudolf Steiner es sinngemäß sagte: „Das wahre Gute ist nicht das, was immer schon gut war, sondern es ist das transformierte Böse.“ Und auch unsere dunklen Anteile tragen dazu bei, dass wir diese transformieren und uns damit auf ein nächstes Level begeben können. Doch dazu dürfen wir sie zunächst einmal anschauen und annehmen.

Keine Sorge, wir gehen wieder gemeinsam durch diese Tage

So gut ich kann, werde ich wieder die Impulse der entsprechenden Tage mit Euch teilen. Denn dieser Oktober ist in Wahrheit eine wunderbare und spannende Reise zu uns selbst. Wir haben die Gelegenheit, uns ganz ungeschönt den Spiegel vorzuhalten und uns selbst – trotz aller Unzulänglichkeiten – lieben zu lernen. Denn nur, wenn wir gelernt haben, uns selbst zu lieben und anzunehmen, sind wir auch in der Lage, andere Menschen mit all ihren Macken und vermeintlichen Fehlern, auch zu lieben und anzunehmen.

Aber Ihr habt noch ein paar Tage Verschnaufpause

Heute ist erst der vierte Oktober und es sind noch ein paar Tage Zeit, die Ihr – wenn Ihr wollt – dazu nutzen könnt, Euch innerlich vorzubereiten. Es ist ja immer gut, wenn man eine Reise plant. Denn wer diese Kräfte im Oktober nützt, kommt mit einer ganz anderen Energie in den November, der uns dann mit einer ganz anderen Herausforderung gegenübertritt. Doch darüber schreibe ich dann, wenn es soweit ist.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Dienstag!

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von John auf Pixabay

Der Herbst ist da – eine Hommage an den Herbst

Wenn der Herbst beginnt, selbst wenn es laut Kalender noch Spätsommer ist, ist es für Menschen wie mich, die die Hitze nicht so gerne mögen, eine Erlösung. Endlich wird die Sonne golden und ist nicht mehr so grell. Und die Tage werden insgesamt dunkler. Ich liebe diese dunkle, regnerische, nebelige Stimmung, wenn die Welt ihre ganze Mystik zeigt. Der Herbst ist in meiner Wahrnehmung ruhig. Er gibt uns wieder die Möglichkeit uns zurückzuziehen in unser eigenes Ich, während der Sommer sich so wahnsinnig extrovertiert anfühlt. Und ich weiß, dass viele Menschen den Herbst nicht so gerne mögen, eben aus den genau gleichen Gründen, die ich oben angeführt habe und die mir so gut gefallen. Deshalb möchte ich heute eine Hommage an den Herbst schreiben. Vielleicht erhält er ja dann ein wenig mehr Sympathie.

Der Herbst als Sterbejahreszeit

Im Herbst beginnt die Natur (scheinbar) abzusterben. Die ersten Blätter färben sich gelb und fallen ab. Alles bekommt neue Farben. An sonnigen Tagen leuchtet er in Gelb- und Rottönen und bei Regen und Nebel wirkt er wunderbar mystisch. Die Natur bereitet sich auf die lange Ruhephase vor, in der sie wieder die Kraft findet, im Frühling neu zu erstehen. Vielleicht ist es das, was den Herbst für viele Menschen so unangenehm macht. Er zeigt uns die Vergänglichkeit. Und gerade das ist doch das Wunderbare. Der Herbst zeigt uns, wie schön das Alter, das Vergängliche sein kann. Es ist ja nicht schlagartig alles Laub von den Bäumen weg und auch nicht alles plötzlich kahl. Sondern es verändert sich langsam. Genau genommen haben wir ja jetzt erst Spätsommer, aber das Licht ist schon herbstlich. Die Sonne steigt nicht mehr so hoch und wird gnädiger. Wenn sie scheint, erwärmt sie alles sanft und prügelt nicht die ganze Hitze auf die Erde.

Herbst als Jahreszeit für Melancholiker

Ja, auch wenn man es nicht glauben mag, weil ich oft extrovertiert bin, so ist mein Haupttemperament das des Melancholikers. Melancholiker lieben den Herbst, denn die äußere Stimmung entspricht dem Innen. Es ist dunkel und ruhig, nachdenklich, ein wenig melancholisch halt. Die anderen Temperamente mögen die anderen Jahreszeiten lieber. Der Choleriker liebt den Sommer, der Sanguiniker den Frühling und der Phlegmatiker vermutlich den Winter. Dies beruht keineswegs auf einer wissenschaftlichen Studie, das ist nur meine persönliche Wahrnehmung und kann auch falsch sein. Niemand trägt ja nur ein Temperament in sich. Die meisten von uns sind Mischtypen und das ist auch gut so. Aber das ist eine Theorie, die ich mir zurecht gelegt habe.

Der Herbst als Zeit der Hände

Ja, klingt lustig. Aber meine Hände freuen sich jedes Jahr am meisten auf den Herbst. Dieses Jahr war die Vorfreude so groß, dass ich von Kos aus, bei vierzig Grad Hitze, dicke Schurwolle bestellt habe, die ich nach meiner Rückkehr, am ersten Tag, an dem es nicht mehr so heiß war, sofort in Angriff genommen habe. Ich liebe die herbstliche – und natürlich auch die winterliche – Zeit so sehr um zu stricken, zu häkeln, zu filzen. Das sind Tätigkeiten, die ich im Sommer nicht ausführen kann. Jetzt, wo die Arbeit auch im Garten weniger wird – oder wo mein Ehrgeiz erloschen ist 🙂 ist auch wieder Zeit dazu. Es wird wieder früher dunkel. Ach, dieses frühe Dunkelwerden mag ich ganz besonders. Ich mag auch die Tage an denen es gar nicht richtig hell wird. Wie wunderbar kuschelig und gemütlich sind solche Tage. Man kann am Laptop sitzen und schreiben, lesen, oder handarbeiten oder eben arbeiten, aber man muss nicht mehr draußen sein bis es fast Schlafenszeit ist.

Der Herbst und der gemütliche Tee

Im Herbst kann man wieder mit guten FreundInnen Tee oder Kaffee trinken und dabei plaudern. Man kann die letzten Feldfrüchte genießen und das letzte Obst ernten und dieses zu köstlichen Gerichten verkochen. Selbst das Kochen macht im Herbst viel mehr Freude, weil die Hitze des Herdes nicht mehr als unangenehm empfunden wird.

Ja, ich weiß, viele von Euch werden sich nun an den Kopf fassen und sich denken, dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe, was vielleicht auch stimmt, aber ich liebe diese Jahreszeit, die jetzt beginnt, nunmal über alles.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen wunderschönen Wochenbeginn. Hier in Reichenau beginnt die Woche wunderbar regnerisch und herbstlich. Ganz liebe Grüße in Euren Montag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Melk Hagelslag auf Pixabay

Der Herbst als Mystiker – vom Zauber des Herbstnebels

Wenn die sonnigen Tage sich dem Ende zuneigen und der Herbst mit Regen und Nebel ins Land zieht, ist für viele Menschen die Zeit der schönen Tage vorbei. Aber wenn wir uns innerlich auf die Melancholie und das Vergehen der Natur einlassen können, erscheint der Herbst wie ein großer Mystiker. Die Orientierung liegt jetzt nicht mehr im Außen. Herbst ist die Zeit des Rückzugs und der Innenschau. Niemals können wir uns selbst näher kommen, als im Herbst. Wenn wir hinaus schauen, und alles dunkel und trüb ist, lenkt uns nichts ab. Wir sind auf uns zurückgeworfen. Wir dürfen das Vergehen spüren, das ja auch Teil unserer Existenz ist. Nichts währt ewig. Aber nichts vergeht auch für ewig. Wir wissen aus vielen Jahren Erfahrung, dass der Frühling unweigerlich wieder kommen wird. Aber noch ist das weit weg. Noch sind wir mitten im Vergehen. Die Blätter fallen von den Bäumen, die Nebel huschen über die Erde, es wird immer früher dunkel. Zeit für Innenschau und Kontemplation.

Mystischer, geheimnnisvoller Herbst

Der Herbst lädt dazu ein, innerlich ruhiger zu werden. Duch das frühe Hereinbrechen der Dunkelheit, sind wir früher im Haus und können die länger werdenden Abend dazu benutzen, einmal auf uns selbst und unser Leben zu schauen. Viele Menschen mögen den Herbst deshalb nicht, weil sie genau davor – eine meist unbestimmte und diffuse – Angst haben. Aber da gibt es nichts zu befürchten. Wir sind, wer wir sind und wie wir sind – ob wir hinschauen oder nicht. Lediglich die Möglichkeiten des Ausweichens werden geringer.

Und die Mystik des Herbstes zeigt sich uns am deutlichsten in den frühen Morgen- und Abenstunden. Spaziergänge um diese Zeit lassen in unserer Seele Bilder aufsteigen, die mit uns kommunizieren. Die Kräfte, die da wirken, unterscheiden sich von den Sommerkräften, sodass Ihre Seele die Möglichkeit bekommt, ganz neue Saiten in sich zum Klingen zu bringen. Fürchten Sie sich nicht vor dieser Melancholie. Je unangenehmer Sie Ihnen ist, umso näher ist sie Ihnen. Die menschliche Gewohnheit, sich nur mit der Sonnenseite beschäftigen zu wollen, beraubt uns unserer eigenen Tiefe und Harmonie. Denn alles, was wir verdrängen, alles dem wir ausweichen, macht sich doch irgendwann bemerkbar. Sie müssen auch nicht fürchten, dass diese Melancholie Sie in die Depression treibt. In den meisten Fällen bringt sie uns lediglich weg von der Schnelllebigkeit und der Oberflächlichkeit des „normalen“ Alltags.

Erlauben Sie dem Herbst, Sie zu entschleunigen

Spätestens nach der Zeitrückstellung werden die Abende viel länger. Die Zeit zwischen Abend und Zubettgehen erlaubt uns, zur Ruhe zu kommen. Schon seit jeher war der Herbst, wenn die Felder abgeerntet und die Gärten versorgt waren, die Zeit des abendlichen Beisammenseins, die Zeit der mündlich überlieferten Geschichten und die Zeit der Handarbeiten. Dies ist der natürliche Rhythmus aus einer Zeit, in der es im Außen ganz wenig Zerstreuung gab. Und immer noch ist dieses Bedürfnis in uns vorhanden. Wir müssen ihm nur Raum geben.

Ich möchte Ihnen und Euch gerne ein paar Inspirationen für lange Herbstabende geben

Niemals ist es wichtiger als im Herbst oder Winter, dass wir uns in unserem Zuhause wohlfühlen. Das Zuhause ist der Ort, an dem wir sicher und geschützt sind und worin wir uns regenerieren. Es ist unser erweitertes Energiefeld. (Dazu schreibe ich morgen mehr!) Hier nun ein paar ganz einfache Ideen, womit Sie Ihre Herbstabende füllen können:

  • Lassen Sie den Fernseher aus. Zünden Sie eine Kerze an, halten Sie Zwiesprache mit sich selbst.
  • Überlegen Sie, wie Sie Ihre Kreativität im Herbst einsetzen können. Beginnen Sie ein Hobby. Ob das Handarbeiten oder Kochen oder Backen ist, oder ob Sie sich in Kalligraphie oder der Schriftstellerei üben – es ist ganz egal. Wichtig ist nur, dass Sie dabei Ihrem Inneren Ausdruck verleihen können.
  • Lesen Sie gute und inspirierende Bücher
  • Schreiben Sie doch mal wieder einen Brief
  • Dekorieren Sie Ihr Zuhause neu
  • Gönnen Sie sich einen heißen Tee und ein paar Kekse und seien Sie einfach mal gut mit sich selbst
  • Oftmals ist es hilfreich, wenn man sich schöne warme Socken – möglichst aus Wolle und ein gemütliches Heimdress zulegt – das ist auch eine Art der inneren Wertschätzung
  • Meditieren Sie – Anleitungen dazu finden Sie auf Youtube und Co

Und wenn Sie jetzt denken, dass das doch alles all zu einfach und zu „normal“ klingt, dann darf ich Sie daran erinnern, dass der Weg zu uns selbst, in unsere eigene Mitte, ziemlich unspektakulär ist. Wir sind das nicht mehr gewohnt, dass nicht etwas mit Pauken und Trompeten in unser Leben tritt, sondern ganz langsam und unaufgeregt Einzug in unsere Seele hält.

Ich wünsche Ihnen und Euch einen wunderschönen Herbst-Samstag

Manou Gardner Medium