Seit 64 Tagen im Hausarrest – und es ist super :-)

Gestern habe ich ein Video gesehen, in dem die Zahl 63 aufkam. 63 Tage, in denen eine große Bevölkerungsgruppe, heute sind es 64 Tage, zuhause eingesperrt ist. Da ist mir bewusst geworden, dass mir das gar nicht aufgefallen ist. Und natürlich, wenn ich mit meinem Alltagsgeist denke, dann kommen Sätze wie: „Was für eine unglaubliche Frechheit!“ und so weiter. Aber wenn ich zu mir ganz ehrlich bin, hat es mich bis jetzt nicht sonderlich gestört. Ich finde sogar, dass dieses Abgeschottetsein einen großen Teil der persönlichen Entwicklung fördert. Normalerweise müssen wir viel auf uns nehmen, ins Kloster oder sonstwohin fahren, um eine Weile mit uns selbst sein zu können, und jetzt dürfen wir das zuhause in den eigenen vier Wänden. Bei mir kommt hinzu, dass ich gerade auch noch in Quarantäne bin, also bin ich ganz für mich und habe Zeit und Muse mich den Dingen zu widmen, die ich liebe.

Der innere Zwiespalt

Und ja, manchmal denke ich auch: „Das darf man sich einfach nicht gefallen lassen – ich muss aufstehen und protestieren!“ Und dann merke ich, dass dies derzeit nicht meine Aufgabe ist. Meine Aufgabe ist es, gemeinsam mit der geistigen Welt an der Entwicklung der Menschheit zu arbeiten. Ich bin aufgefordert meinen winzig kleinen Teil dazu beizusteuern, daher ist es nicht meine Aufgabe im inneren Widerstand zu sein. Ich hatte in der letzten Zeit so viele schöne Erlebnisse, die mich und meine Aufmerksamkeit so in Beschlag nehmen, dass es mir gar nicht auffällt, dass ich gewisse Dinge derzeit nicht tun kann, weil ich gar kein Interesse daran habe. Und so wie mir geht es vielen Menschen, mit denen ich im Gespräch bin. Eine Menge Menschen genießt die Tatsache, vom lebenslang gewohnten Hamsterrad ausgeschlossen zu sein. Je weiter man aus den Fängen des Systems draußen ist, umso besser kann man es natürlich genießen.

Es gibt keinen Nachteil ohne einen Vorteil

Natürlich ist es nicht schön, einer Willkür ausgeliefert zu sein, aber ganz ehrlich: Die Menschen, die diese Vorgaben machen, können vielleicht den physischen Teil von Menschen mit gewissen Auflagen belegen, aber das, was uns Menschen ausmacht, der geistige Teil, kann nicht kontrolliert werden. Auch wenn gewisse Bestrebungen in diese Richtung gehen. Und die Zeit zu haben, zu forschen, zu lesen, zu meditieren, zu denken, gute Gespräche zu führen…all dies ist ein Geschenk der jetzigen Zeit. Es ist mehr Qualität und weniger Quantität. Die Freundschaften dünnen sich aus, es bleiben die wirklich wichtigen Menschen und die vielen sinnlosen Beschäftigungen der Vergangenheit sind tatsächlich Vergangenheit und werden es auch wahrscheinlich danach noch bleiben. Für mich steht fest, dass ich viele Dinge nicht mehr tun werde. Ich werde auch nach dieser Zeit nicht mehr halbe Tage lang durch Einkaufszentren pilgern oder von hier nach da fahren um etwas zu bekommen – sondern ich werde weiter Ausschau halten nach den wenigen, guten Produkten, die mir Menschen zuschicken können. Und ich werde auch weiterhin Gespräche über Zoom führen, anstatt hunderte von Kilometern zu fahren. Aber wenn ich dann zu jemandem fahre, dann wird es sein, weil ich es will. Weil ich diesen Menschen sehen möchte. Es wird weniger sein, dafür kostbarer.

Das Gartenjahr beginnt bald wieder

Gerade heute Morgen habe ich mit einer Freundin geschrieben, wann wir wohl anfangen werden, die ersten Samen auszusähen. Und vor ein paar Tagen habe ich über Pflanzlampen nachgedacht und es kam ein Paket für meinen Mann – mit Pflanzlampen darin. Wir hatten nicht miteinander gesprochen, aber wir schauen die gleichen Videos. Wer sich dafür interessiert, hier ist der Link zum Kanal: Wurzelwerk

Wir kümmern uns wieder um Wesentliches und es macht uns Freude. Gestern Abend habe ich Brotbackformen und ein paar andere nette Küchenhelfer bestellt, weil ich mich freue, gute wirklich lebendige Nahrung auf den Tisch zu bringen.

Wir brauchen wunderbare, aufbauende Geschichten

Ha! Das muss ich auch noch erwähnen. Meine nächste Geschichte ist fast fertig und ich freue mich, Ihnen und Euch im Frühling damit ein paar schöne Stunden bereiten zu können. Sobald der Roman erhältlich ist, werde ich Euch informieren. Es ist wieder eine aufbauende Geschichte über eine Frau, die ihren Weg geht und dabei Wundersames erlebt….

Ich lese derzeit selbst gerne schöne Geschichten, die meiner Seele Flügel verleihen und bemühe mich, solche auch zu schreiben.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Dienstag, egal ob sie Hausarrest haben, oder nicht 🙂

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Pete Linforth auf Pixabay

4 Kommentare zu „Seit 64 Tagen im Hausarrest – und es ist super :-)

  1. Liebe Manou, danke für deinen Beitrag es geht mir ähnlich ich bin zwar nicht 64 Tage im Hausarrest aber trotzdem aus anderen Dingen und Gründen an das Haus (fast) gefesselt … zuerst monatelang das Problem mit dem Bein das jetzt wieder aufgehalten wird da ich seit Sonntag liege weil ich positiv bin und in Quarantäne…also irgendwie werde ich auch an- oder zurückgehalten, mich auf andere Dinge zu konzentrieren wie die, die ich ursprünglich vorhatte. Mein Problem ist, ich weiß nicht welche, bekomme keine Hinweise…

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    1. Liebe Maria, hach, jetzt bist Du auch noch positiv…. ja, das mit den Hinweisen ist oft gar nicht so einfach, weil wir zunächst mal die anderen Geschäftigkeiten loslassen dürfen. Aber wenn Du Unterstützung brauchst, melde Dich einfach. Liebe Grüße Manou

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  2. Danke! Ja, ich liebe dieses „Wenig im Außen“ auch. Und wie wahr… ohne künstliche „gemachte“ wäre ich womöglich immer noch nicht auf meinen „Seelenweg“ aufmerksam geworden. Das alte Leben zurück, will ich schon lange nicht mehr. Danke für Deine Inspirationen und schönen Tag für dich. Liebe Grüße Renate

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