Was wir aus früheren Leben mitbringen

Wenn wir nur so auf unser Leben schauen, dass wir es von der Geburt bis zum Tod betrachten, macht oftmals so manches, das uns widerfährt keinen Sinn. Es macht erst Sinn, wenn wir uns in dem Rad der immer wiederkehrenden Erdenleben betrachten. Es ist oft die Rede von Karma. Und damit ist dann meist gemeint, dass das irgendwie eine Strafe ist, also dass wir (oder andere Menschen) für Vergangenes büßen müssten. Aber das stimmt so nicht. Karma bedeutet lediglich, dass wir selbst uns vorgeburtlich bestimmte Aufgaben vornehmen, die wir im nächsten Leben meistern möchten. Wenn wir etwas bewältigen, erwachsen uns daraus nämlich neue Kräfte, wie Mutkräfte oder Durchhaltekräfte, die wir entwickeln wollen. Deshalb nutzt es auch oft nichts, wenn wir vor Situationen davonlaufen, denn wir kreieren uns diese Situationen so lange wieder und wieder, bis wir sie bewältigt haben.

Nicht den falschen Umkehrschluss denken

Das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass wir Situationen, die für uns sehr belastend sind, ewig aushalten müssen. So einfach ist es nicht. Es ist wahrscheinlich, dass wir lernen wollten, uns selbst daraus zu befreien. Das menschliche Leben ist schon recht vielschichtig, aber die geistige Welt und ihre Gesetzmäßigkeiten sind noch viel vielschichtiger. Das heißt, es gilt ganz genau zu sein und immer wieder in sich hineinzuhören, was jetzt der richtige Weg ist. Wir haben dies ja alles deshalb hinter dem Schleier des Vergessens verborgen, damit wir in diesem Leben aus dem völlig freien Willen heraus das Eine oder das Andere wählen. Und es ist kein Problem, wenn wir manches Mal das Falsche wählen, solange wir es irgendwann bemerken und nicht in der Trance gefangen bleiben.

Die Sache mit den PartnerInnen

Wenn wir z.B. immer wieder PartnerInnen wählen, die uns nicht gut tun, dann ist es nicht so, dass wir das nun bis zur bitteren Neige auskosten sollen, sondern es ist so, dass wir dieses Muster erkennen wollen und es bewusst durchbrechen. Nicht nur, dass wir uns von diesem Partner und dieser Partnerin trennen, sondern dass wir auch merken, dass etwas in unserem Inneren uns immer wieder in die Arme solcher Menschen treibt. Und dann gilt es dies in unserem Inneren ausfindig zu machen, damit wir innerlich frei werden für Partnerschaften, die uns gut tun und in denen wir mit unserem Partner auf Augenhöhe sein können. Dies gilt nicht nur für Liebesbeziehungen, sondern ist genauso in Geschäftsbeziehungen und am Arbeitsplatz möglich. Wenn wir immer wieder einen despotischen Chef oder GeschäftspartnerIn haben, dann gilt es genauso dieses Muster zu durchbrechen und zu erkennen, welche Art von ChefIn oder GeschäftspartnerIn wir denn anziehen wollen.

Begabungen und Talente

Wenn wir merken, dass wir in manchen Dingen besondere Begabungen haben, dann ist es meist so, dass wir diese ganz bewusst in dieses Leben mitgebracht haben, um Angefangenes weiterzuführen oder zu vollenden. Aber oftmals verkümmern diese Gaben, weil wir glauben, dass wir – aus Sachzwängen heraus – nicht in der Lage sind, uns damit zu beschäftigen, weil wir soviele andere Dingen MÜSSEN. Die besonderen Gaben werde oftmals als „Glück“ oder „Hobby“ betrachtet und auf jeden Fall nicht in ihrem Wert gesehen. Das ist ja bereits im Schulsystem so, dass nicht mit und an den Stärken gearbeitet wird, sondern immer nur am Defizit. Die Stärken werden als nicht besonders erwähnenswert betrachtet, die sind halt einfach da. Aber das Defizit erhält die Aufmerksamkeit. Dies führt zum Schluss dann meist dazu, dass wir in allen Bereichen nur mittelmäßig sind, weil die Stärken keinerlei Aufmerksamkeit erhalten haben und die defizitären Bereiche nie zur Meisterschaft führen. Dabei wäre es gerade wichtig, dass wir das, was wir aus früheren Leben mitbringen – und genau das zeigt sich oft in Begabungen und Talenten – ausbauen und daraus etwas erschaffen.

Spirituelle Talente und Sensitivität

Gerade derzeit sind wahnsinnig viele Menschen inkarniert, die hellsichtig sind auf die eine oder andere Weise und die das Talent mitbringen, gewisse Dinge wahrzunehmen, die andere Menschen nicht wahrnehmen. Diese sensitiven Menschen sind oftmals vom alltäglichen Leben überfordert. Sie nehmen so viel mehr wahr als die Mitmenschen, sodass sie sehr schnell unter der Reizüberflutung unseres Alltags leiden. Und auch hier tritt wieder eine ähnliche Situation ein wie in der Schule. Diese Menschen versuchen verzweifelt mit den nicht-sensitiven Menschen mitzuhalten, erschöpfen sich aber viel früher und fühlen sich dann falsch und nicht belastbar genug. Das führt dazu, dass diese sensitiven Menschen immer dem vermeintlichen Ideal nachjagen, so zu werden wie ihre Mitmenschen. Genau so robust, genau so belastbar…usw. Und dabei erschöpfen sie sich mehr und mehr. Hier würde es gelten, dieses Anders-Sein zu erkennen und daraus etwas zu gestalten, anstatt zu versuchen, sich dem Mainstream anzupassen. Ein Fisch versucht ja auch nicht, genauso schnell zu laufen wie ein Leopard. Diese Menschen nun, die die spirituellen Talente mitbringen gehören gefördert und begleitet und vor allen Dingen sollten sie die Gesellschaft suchen von Menschen, denen es ähnlich ergeht. Es macht keinen Sinn, wenn sensitive Menschen versuchen sich „abzuhärten“, damit sie in der Welt der Nicht-Sensitiven bestehen können.

Das Leben in seinen Herausforderungen erkennen und anzunehmen

Wenn wir aufhören in Schubladen zu denken, und irgendwelchen fragwürdigen Idealen, die der von Konzernen gesteuerte Mainstream vorgibt, nachzulaufen, können wir endlich anfangen, der Mensch zu sein, der wir vor unserer Geburt vor Augen hatten. Wir können sein, wer wir wirklich sind. Aber es ist nicht einfach, sich den Krallen der gesteuerten Desinformation zu entziehen. Dazu braucht es eine Menge Mut. Und wir müssen uns der gesteuerten Fehlinformation aktiv entziehen. Das, was uns Fernseher und Zeitungen vorgaukeln, was das Wichtige im Leben ist, ist für unser Leben in Wahrheit völlig uninteressant. Zu viele Interessen stecken dahinter.

Wir brauchen den Mut zur Individualität und dürfen wieder lernen selbst zu denken, uns die Informationen, die wir brauchen, von weniger zweifelhaften Quellen zu holen. Das ist weniger bequem als sich einfach nur berieseln zu lassen, aber es lohnt sich – für dieses und die weiteren Leben!

Ich wünsche Euch und Ihnen allen einen erfreulichen und/oder erkenntnisreichen Mittwoch

Manou Gardner Medium

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

2 Kommentare zu „Was wir aus früheren Leben mitbringen

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