Awwwww – ich bin total im Glück!

Wenn Ihr jetzt lesen werdet warum, wisst Ihr, dass ich ganz leicht zu unterhalten bin. Ich habe vorgestern meine Lieferung Wolle erhalten, die ich bestellt habe. Nein, nicht irgendeine Wolle, sondern feinstes Alpaka und Maulbeerseide zum Filzen und Seide als Grundlage. Ich liebe es, mit den Händen zu arbeiten und etwas Schönes entstehen zu lassen. Und ich liebe es genauso, die wunderbaren Zutaten dazu zu kaufen. Ich mache ja viele Videos in meinem winzig kleinen Büro, das auch mein Bastelzimmer ist und in dem Unmengen von kleinen Kartons mit meinen Schätzen stehen. Wer die Videos kennt, wird sich vielleicht schon gefragt haben, was da wohl drin sein mag. 🙂 Auch im Moment sitze ich hier und fühle mich gesegnet – umgeben von all dem kreativen Material, das darauf wartet, verarbeitet zu werden.

Meine innere Künstlerin braucht Nahrung

Eigentlich lässt es meine Zeit kaum zu, dass ich an meinen Projekten arbeite, doch habe ich mir etwas Zeit freigeschaufelt, weil ich bemerkt habe, dass ich nicht glücklich bin, wenn ich keine Zeit für meine Kreativität habe. Das erscheint mir manchmal selbst wie ein absoluter Luxus – aber mal ganz ehrlich: Wer, wenn nicht wir selbst, soll darauf schauen, dass auch diejenigen Dinge nicht zu kurz kommen, die wir lieben. Natürlich liebe ich meine Arbeit mit Klienten und der geistigen Welt und natürlich liebe ich das Schreiben – beides dürfte bekannt sein. Aber da ist noch diese leise Stimme in mir, die unbedingt mit dem Werkstoff Wolle arbeiten möchte.

Wolle ist wunderbar

Ich habe ja als Kind eine Weile in einem Wolle-Laden ausgeholfen. Dabei habe ich offenbar einen tiefen inneren Bezug zu diesem wunderbaren Werkstoff aufgebaut und auch zu den zauberhaften Tieren, die ihn auf ihrem Körper wachsen lassen – Schafe! Daher achte ich auch sehr darauf, woher die Wolle kommt, die ich mir kaufe, denn der Gedanke, dass es Schafen dafür schlecht geht, würde mir jegliche Freude verderben. Bei Seide ist es noch schwieriger. Die Raupen werden ja getötet, um Seide zu gewinnen. Ich liebe Seide als Material, aber ich weiß auch, dass es Opfer gibt dabei. Daher setze ich sie nur sparsam ein. Gestern war eine liebe Klientin bei mir, die auch Schafe hat und die diese Woche noch geschoren werden. Und ich bekomme die Vliese! Ich habe noch nie Wolle gewaschen und kardiert, aber ich möchte es einmal ausprobieren.

Warum der Kontakt zur eigenen inneren Künstlerin/zum eigenen inneren Künstler so wichtig ist

In jedem Menschen wohnt ein Künstler und es ist unglaublich wichtig, dass dieser Raum erhält. Kunst ist kein Luxusgut, sondern es ist gelebter Ausdruck unserer Seele. Viele Menschen haben den Kontakt zu ihrem inneren Künstler verloren. Und dies führt zu einer permanten inneren Trauer, weil die Seele keinen Weg findet, sich auszudrücken. Und dabei ist es völlig egal ob man wunderschöne Torten backt, Kleinmöbel restauriert, töpfert, malt, strickt, musiziert, tanzt…es gibt tausend Möglichkeiten seinem inneren Künstler Ausdruck zu verleihen. Wenn wir künstlerisch tätig sind, entsteht ein innerer freier Raum, der sich mit seelischen Inhalten füllen und sich im Außen manifestieren kann. Es ist reinste Seelenhygiene und reinste Freude.

So, ich muss jetzt noch einmal jeden Wollbobbel in die Hand nehmen und streicheln, bevor ich mich meinem Tageswerk widme. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen wunderschönen Freitag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Raphael Ofagbe auf Pixabay

Über die Lebenskunst

Viele Menschen behaupten für sich, dass sie keine Künstler seien. Dabei ist Kunst etwas, das tief in uns ein menschliches Grundbedürfnis ist. Wir erfreuen uns an verschiedenen Künsten, sei es Musik, gestaltende Kunst oder Theater und vergessen, dass auch in unserem Leben die Kunst eine große Rolle spielt und sei es, weil wir Lebenskünstler sind. Nicht jeder Mensch hat die Lebensumstände, die er oder sie gerne hätte, macht aber aus dem, was ist, das Beste. Auch dies ist eine Kunst. Mit dem Leben zu tanzen ist einer meiner Lieblingsausdrücke, und genau dieser Tanz mit dem Leben macht uns zu Künstlern.

Wenn das Leben uns Zitronen schenkt

Es gibt ja auch den Spruch: „Wenn das Leben dir Zitronen schenkt, mach Limonade draus“ und daran ist etwas wirklich Wahres. Wir können jetzt die Zitronen beweinen, weil sie keine süßen Mandarinen sind, oder wir ändern unseren Plan und machen etwas Leckeres daraus. Und so handeln ja viele Menschen, sehen das aber oftmals gar nicht, wie kreativ und erfindungsreich sie eigentlich sind. Es gibt so viele Momente in unserer aller Leben, in denen uns die Umstände oder Ereignisse einfach einen Strich durch unsere Planung machen, und trotzdem schaffen wir eine Wendung hin zum Guten. Ich finde, dass jeder Mensch sich einmal vor Augen halten sollte, was er oder sie in diesem Zusammenhang schon für erstaunliche Leistungen erbracht hat. Es ist ja oftmals gar nicht spektakulär, aber wenn wir ehrlich sind, ist das Wenigste in unserem Leben spektakulär, weil das Leben einfach überwiegend aus den einfachen Dingen besteht. Auch bei einem Olympiasieger sind die spektakuären Momente eher rar, im Vergleich zu der vielen Zeit, in der dieser Mensch einfach banal und einsam trainiert.

Der Kunst bewusst werden

Wenn wir uns der vielen Künste in unserem Leben bewusst werden, dann wird uns auch unser kreatives Potential bewusst. Ich erlebe bei meinen KlientInnen oft, dass sie sich nicht bewusst sind, über wieviel kreatives Potential sie verfügen. Aber wenn man dies einmal ins Bewusstsein holt, dann entsteht daraus wieder eine wunderbare neue Ressource, die uns helfen kann, auch widrige Umstände im Leben zu meistern.

  • Es gibt Menschen, die aus der Not heraus aus ganz wenigen Zutaten ein wunderbares Mahl kochen können. Das ist eine wahrhaft großartige Kunst. Meine Oma war so eine Frau. Sie hatte wenig Geld und einen Garten. Und es stand jeden Tag ein wunderbares Essen auf dem Tisch, das sie aus dem Wenigen gekocht hatte.
  • Dann gibt es Menschen, die sich tolle Kleidungsstücke und Accessoires erschaffen können, aus Materialien, die andere wegwerfen würden. Das sagt man ja insbesondere den Pariserinnen nach. Aber auch außerhalb Frankreichs habe ich schon Frauen kennengelernt, die diese Kunst beherrschen
  • Dann gibt es Menschen, die aus alten Möbelstücken wahre Kunstwerke erschaffen können, indem sie sie abschleifen, oder lackieren und neue Griffe oder Knöpfe anbringen
  • Andere Menschen haben innerlich die Möglichkeit, sich auf veränderte Situationen einzustellen und daraus für sich und für Andere das Beste zu machen
  • Wieder andere Menschen sind sehr kreativ darin, wie sie mit unangenehmen Zeitgenossen umgehen. Sie haben Mittel und Wege gefunden, deren negative Energie nicht an sich heranzulassen
  • Und manche Menschen machen aus einem winzigen Stückchen Erde einen wunderschönen Garten
  • Und so gibt es ungezählte Beispiele..

Die Kunst im neuen Jahr kultivieren

Es tut unserer Seele gut, wenn wir uns unserer verschiedenen Künste bewusst werden und diese eventuell in diesem neuen Jahr 2022 kultivieren und weiterentwickeln. Wir Menschen sind so konzipiert, dass wir innerlich immer nach dem nächsten Schritt streben und es müssen nicht immer die wahnsinnig großen Veränderungen sein, sondern es mögen vielleicht bei vielen Menschen, die kleinen, leisen Veränderungen sein. Sich seiner selbst und seiner Fähigkeiten bewusst zu werden, mag ein erster Schritt sein, sich in seiner Einzigartigkeit bewusst zu werden und den „grauen Mantel“ der Mittelmäßigkeit abzulegen, den wir uns selbst angezogen haben.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Freitag – Tag der Venus… Vielleicht mögen Sie sich heute etwas Gutes tun?

Alles Liebe

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von PublicDomainPictures auf Pixabay

Das Seelen-freundliche Leben

Wir bemühen uns immer, alles richtig zu machen: Gesund zu essen, unsere Arbeit zur Zufriedenheit aller zu erledigen, unseren Haushalt in Schuss zu halten und all die Dinge, die wir zu tun haben. Wir sind so schrecklich erwachsen! Wir haben verlernt, uns wie die Kinder einfach in ein Abenteuer, eine Prozess zu stürzen, damit wir fühlen, dass wir lebendig sind. Unsere Seele, also das, was uns als Mensch eigentlich ausmacht, braucht Pflege und Abenteuer. Achten wir darauf, dass unsere feinstoffliche Natur zu ihrem Recht kommt? Haben wir das Gefühl, dass dieser zarte Aspekt in uns genügend Beachtung findet? Oder fahren wir da einfach immer wieder drüber, weil die vermeintlichen Sachzwänge im Außen es so wollen?

Aber was braucht unsere Seele überhaupt?

Die Seele betrachte ich hier einfach einmal als die Summe unserer verschiedenen Seelenanteile. Diese haben auch ihre Bedürfnisse, wollen angeregt sein. Und das wird nicht geschehen, wenn wir nur dumpf unseren Verrichtungen nachgehen. Die Seele wünscht sich Harmonie und Achtsamkeit. Sie wünscht sich, in Verbindung mit ihrer geistigen Heimat zu sein und das Geistige in das Stoffliche zu bringen. Sie braucht im Stofflichen die Anknüpfungspunkte zum Geistigen.

Welche Anknüpfungspunkte gibt es für die Seele im Stofflichen?

Immer da, wo Stoff sich transformiert, wo zum Stoff etwas Geistiges hinzukommt, daran nährt sich die Seele. Wenn ein Künstler als Stoffliches Leinwand und Farbe hat, so braucht es ein Geistiges, dass daraus ein Gemälde wird. Wenn ein Musiker ein Instrument oder seine Stimme hat, dann braucht es ein Geistiges um daraus etwas Harmonisches zu kreieren, wenn ein Schriftsteller Blatt und Stift hat, dann braucht es ein Geistiges, dass daraus eine Geschichte oder ein Gedicht wird. Immer wenn aus etwas Banalem etwas Neues entsteht, haben wir den Anknüpfungspunkt des Geistigen im Stofflichen.

Müssen wir nun alle Künstler werden?

Nein, das müssen wir nicht, denn wir sind bereits alle Künstler. Wenn aus etwas Gemüse ein Eintopf wird, dann ist dies ebenfalls eine Kunst, oder wenn aus Plänen und Ziegeln ein Haus wird ebenso. Wir sind alle Künstler auf eine Art. Wir können sogar, wenn wir in einer Fertigungsstraße arbeiten, unsere Arbeit so verrichten, dass es Kunst ist. Aber das ist schon eine fortgeschrittene Variante. Wir brauchen das Empfinden, wie das Geistige in das Stoffliche einzieht. Wir brauchen die bewusste Wahrnehmung desssen. Wir müssen in unserer Seele den Prozess nachvollziehen können, damit wir diesen Anknüpfungspunkt haben. Jede Tätigkeit kann Kunst sein, kann somit Anknüpfungspunkt sein – aber nur, wenn wir sie bewusst vollziehen, bzw. das Ergebnis bewusst betrachten oder hörend nachvollziehen, wie z.B. in der Musik.

Wie kann man dies im Alltag aufrecht erhalten?

Je mehr man seinen Alltag selbstbestimmt gestalten kann, umso einfacher ist es natürlich. Wenn wir sehr stark in Sachzwänge eingebunden sind, kann es manchmal schwieriger sein, aber nicht unmöglich. In erster Linie brauchen wir die Fähigkeit zur Beobachtung und zum staunenden Erkennen. Wir dürfen uns wieder darüber wundern, wie wunderbar unser Körper – ein wahres Kunstwerk – funktioniert und wir dürfen auch andere Menschen als dieses Kunstwerk betrachten – auch wenn dies nicht immer ganz leicht ist. Und wir dürfen mehr künstlerische Leichtigkeit in unser Leben bringen. Und wir dürfen die größeren und kleineren Abenteuer unserer Welt wieder wahrnehmen. Wie dürfen uns, wie Kinder, wieder hineinfallen lassen, wenn uns etwas interessiert und begeistert. Wir müssen nicht immer der Vernunft den Vorzug geben.

Kreativität ist der Schlüssel

Je kreativer wir sind in unserem täglichen Leben, desto mehr Anknüpfungspunkte erschaffen wir für unsere Seele. Wir können kreativ kochen und backen, kreativ unser Zuhause gestalten, wir können Kreativität zeigen darin, wie wir unseren Garten planen und gestalten, oder den Balkon. Wir können etwas Nähen oder aus Holz bauen. Viele Menschen negieren ihre Kreativität und behaupten, sie hätten keine. Aber das stimmt nicht. Jeder Mensch ist auf seine Art kreativ. Und wenn wir es nicht umsetzen, dann heißt das nur, dass wir da unter Umständen noch eine Blockade haben, die uns darans hindert. Unsere Seele liebt Kreativität und liebt die Freude am Tun. Immer wenn wir etwas mit Begeisterung und mit Liebe tun, fließt auch Kreativität hinein und unsere Seele jubelt.

Unsere Seele braucht Nahrung

Wenn wir unsere Seele nicht nähren, werden wir freudlose, griesgrämige und graue Gestalten. Dann erfüllen wir nicht das Spektrum des Menschseins. Wir vertrocknen innerlich und werden unglücklich. Das passiert zum Beiespiel auch, wenn wir zuviel Fernsehen und Internet konsumieren. Wir fühlen uns anschließend leer und ausgelaugt anstatt beflügelt. Und es ist kein Zufall, dass die Widersachermächte und soviele Möglichkeiten zur Verfügung stellen, dass wir direkt die Bedürfnisse unserer Seele überhören können. Das ist Teil des Planes, aus uns Menschen nicht die großen freien Wesen werden zu lassen, die wir eigentlich sind, sondern es geht darum, uns abzuschneiden von unserem größeren und göttlichen Ursprung.

Was können wir tun?

Wagen wir doch einmal ein Experiment für ein paar Tage: Lassen wir Fernseher und Internet so gut wie möglich weg und versuchen in der Zeit mal etwas Kreatives zu machen und diese seelischen Anknüpfungspunkte an das Geistige zu finden. Holen wir die Nähmaschine raus, schleifen wir ein kleines Möbelstück ab, holen wir die Wolle, die wir schon so lange gekauft haben oder kochen wir endlich das Rezept nach, das uns so sehr begeistert hat. Egal, was wir tun, tun wir es mit der Freude und Begeisterung eines Kindes – es geht nicht um das Ergebnis, es geht um den Prozess. Es geht darum, uns wieder wahrzunehmen, zu fühlen, wobei unsere Seele jubiliert und was sie nährt. Es geht auch darum wahrzunehmen wie etwas aus der geistigen Welt sich zu uns gesellt, während wir tätig und schaffend sind. Seelen-freundliches Leben ist auch Menschen-freundliches Leben. Wir sind frei darin, selbst zu entscheiden, wie wir leben und womit wir unsere Seele beglücken.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Seelen-freundlichen Dienstag!

Manou Gardner Medium

Bild von Willgard Krause auf Pixabay

Kunst – KünstlerIn – Lebens-Kunst

In unserer Zeit und unserer Welt wird Kunst nach wie vor oft als etwas Abgehobenes betrachtet, etwas, das mit unserem Alltag so gar nichts zu tun hat. Doch stimmt dies in keinster Weise, wir sind umgeben von Kunst und selbst unentwegt künstlerisch tätig. Egal was wir tun, wenn wir dabei ganz bei der Sache sind und die Dinge von der Unordnung in die Ordnung überführen, oder wenn wir etwas veredeln, so sind wir künstlerisch tätig.

Kunst ist ein Bedürfnis unserer Seele

In unserer Seele lebt etwas, das uns ständig dazu bringt, künstlerisch tätig zu sein. Wenn wir unser Zuhause gestalten, einen Kuchen backen, den Garten anlegen…all dies ist künstlerisches Schaffen. Und je freier unser Geist ist, desto mehr traut sich unsere Seele. Wir fügen Kreativität hinzu und betrachten zum Schluss das Ergebnis unseres Schaffens. Indem wir Materie verwandeln, aus einem Erdhaufen ein Beet machen, aus Zutaten ein Gericht kochen, aus Farbe und Leinwand ein Bild malen…arbeiten wir im Geistigen. Ein Kuchen ist mehr als die Summe seiner Bestandteile. Etwas Mehl, Butter, Zucker und Äpfel können sehr unschön auf einem Tisch ausgebreitet werden, aber wenn wir sie in der richtigen Weise zusammenfügen, wird daraus ein Kunstwerk und das ist seelisches Erleben in der Materie. Durch unseren Willen, unser Wissen und Können, unseren Geist und unsere Liebe ist etwas entstanden, das eine völlig neue Qualität aufweist.

Es kommt etwas hinzu, das nicht aus der Materie stammt. Das ist das Wesen der Kunst.

Die Kunst als schöpferisches Element im Leben

Wenn wir uns bewusst als KünsterInnen empfinden, und dabei ist es egal, in welchem Bereich wir künstlerisch tätig werden, stellen wir uns damit in das Feld aller Künstler. Wir sind in einem Feld, das uns immer mehr und mehr inspiriert. Ideen fliegen uns zu, Dinge wollen ausprobiert werden und wir veredeln nicht nur die Summe der Materialien, sondern wir veredeln damit unser Leben. Wir schaffen, sind schöpferisch, leben ganz im Prozess, freuen uns über das Ergebnis.

Durch die Kunst neue Welten entdecken

Den/die KünstlerIn in uns zu erwecken, bedeutet dem Leben eine völlig neue Dimension hinzu zu fügen. Wir sind weg aus der tristen Routine des zu Erledigenden sondern befinden uns in einer ganz anderen Welt. Wir betrachten ein unordentliches Zimmer nicht mehr als lästiges Mühsal, sondern als Rohstoff für das nächste Kunstwerk. Wir sind ja frei in dem, wie wir unser Leben betrachten. Wenn wir alles als Mühe und Arbeit empfinden, sind wir ganz in der Welt des „normalen Erwachsenen“. Wir stöhnen darüber, was es alles zu tun gilt. Wenn wir in der Dimension des Künstlers leben, sind wir seelisch frei. Wir können ausprobieren, mit Herzblut etwas schaffen, wir leben in einer kindlichen, freud- und erwartungsvollen Dimension und drücken durch unser Tun aus, was wir fühlen. KünsterIn zu sein, bedeutet auch, einen Schritt zurücktreten, das Geschaffene zu betrachten, vielleicht unvollendet zurückzulassen bis zum nächsten Impuls. Wir dürfen dabei solange arbeiten, solange wir von der Muse geküsst sind und müssen nicht Dinge bis zum bitteren Ende durchziehen, auch wenn wir schon lange keine Freude mehr daran haben.

Vom Künstler zur Lebenskunst

Wenn wir uns diese Freiheit erlauben, wenn wir uns zugestehen können, dass – egal was wir zu tun haben – wir es aus der seelischen Haltung eines Künstlers oder einer Künstlerin machen werden, dann nähern wir uns der schönsten aller Künste: Der Lebenskunst. Wir betrachten nicht nur das gegenwärtige Tun als unsere Kunst, sondern sehen unser ganzes Leben als ein Kunstwerk, an dem wir feilen, ausbessern, gestalten und auch neu beginnen können. Wir haben kein Leben vor uns, das uns auferlegt, dass alles möglichst mechanistisch und seelenlos zu verrichten ist, sondern unser Leben liegt wie eine weiße Leinwand vor uns, und wir sind jederzeit in der Lage die Gestaltung zu verändern.

Neubeginn am Sonntag

Heute ist Sonntag und der eignet sich, wie wir ja bereits wissen, hervorragend dazu, das Leben zu betrachten und Korrekturen vorzunehmen. Vielleicht haben Sie/habt Ihr heute Lust, Ihrem/Eurem inneren Künstler mehr Raum zu geben und das Leben bewusst zu veredeln, indem Ihr Euch erlaubt, das künstlerische Element, das spielerische Element, die Abenteuerlust und die Freude wieder mehr zu spüren und als ganz bewusste Zutat in Euren Alltag zu integrieren.

Ich wünsche Euch und Ihnen viel Freude dabei

Manou Gardner