Heute ist Michaeli – wir erhalten den Mut für den Kampf mit den Widersachern

Als meine Kinder noch die Waldorfschule besuchten, war Michaeli ein besonderer Tag. Die Oberstufenschüler bereiteten Mutproben für die Mittelstufe vor. Die Kinder mussten über Bäche balancieren, auf Bäume klettern, sich unbekannten Gegnern im Wettkampf stellen und so weiter. Dies geschah, um in den Seelen der Kinder das Verständnis für den Impuls zu wecken, der heute und in den kommenden Tagen aus dem Kosmischen zu uns hereinströmt. Mit Michali beginnt das Einatmen des großen Erdenwesens, wir können Michaeli sogar als Gegenüber zum Osterfest betrachten. Während an Ostern der große Ausatmungsvorgang beginnt, beginnt heute der Einatmungsvorgang der Erde. Was über den Sommer sich im Kosmos entwickelt hat, wird nun auf und in die Erde getragen.

Michael besiegt den Drachen

Jeder kennt wohl das Bild des Michaels mit dem Schwert, der den Drachen besiegt. Einem solchen Drachen sehen wir uns nun schon seit geraumer Zeit gegenüber. Und es braucht Mut, sich diesem Drachen zu stellen. Wir haben erlebt, wie Menschen verschwanden, plötzlich verstarben, ihre Karrieren zerstört wurden, indem sie sich gegen den Drachen stellten. Nicht jeder von uns ist so prominent, dass er die Aufmerksamkeit im Kampf gegen den Drachen erhält – und das ist gut so. Wir können den Drachen besiegen durch viele kleine Schwerthiebe. Und auch dadurch, dass wir uns nicht auf seine Lockrufe einlassen.

Der heutige Tag versorgt uns mit den notwendigen Impulsen

In unserem Kampf muss kein Blut fließen, sondern es kann der Kampf des friedvollen Kriegers sein. Des Kriegers, der sich nicht vom Drachen instrumentalisieren lässt, sondern unbeirrt seinen eigenen Weg fortsetzt – ungeachtet der Schmähungen, die dadurch auf ihn einprasseln. Es ist der Mut, der den friedvollen Krieger vorantreibt und das Wissen um die gute, die bessere Welt, die es zu erschaffen gilt. Und wir dürfen heute erkennen, dass nicht stilles und leises Verstecken die Waffe ist, mit der wir den Drachen besiegen, sondern mutiges Erheben der Stimme, mutiges Voranschreiten, mutiges sich zur Wahrheit zu bekennen.

Der spannende Herbst wird nun eingeläutet

Wenn wir heute der Mutkräfte gewahr werden, so erhalten wir unser Rüstzeug für die kommenden Wochen und Monate. Wir erkennen die Manipulation und weichen ihr aus. Wir erkennen unseren Teil der Aufgabe und setzen ihn um. Es ist nicht die Zeit des Wartens, dass es ein Anderer tut. Es ist die Zeit des mutigen Handelns. Was nicht mehr passt, muss verändert werden. Michael hilft uns dabei, indem er unsere Mutkräfte mit seinen stärkt. Er steht in unserem Rücken und wir können uns auf seine sieghafte Kraft verlassen. Michael ist ja verbunden mit der Kraft des größten Sonnenwesens, mit Christus, und durch diese ungeheuren Kräfte sind wir nun angeleitet, unsere eigene Kraft zu entfalten.

Kosmisch betrachtet

Kosmisch betrachtet ist Michaeli der Auftrakt für die Vorbereitung auf das Christfest, auf Weihnachten. Wir bereiten nun den Boden für die Christuskräfte, die dann zu uns kommen. Es ist ja kein Zufall, dass der derzeitig wirkende Widersacher-Drachen auch seit Jahren massiv gegen die christlichen Jahresfeste vorgeht. Und dabei geht es mir nicht um konfessionelles Christentum sondern um das Christentum als mystische Tatsache, wie Rudolf Steiner es benannt hat. Es sind durch Christus Kräfte in die Welt gekommen, ohne die wir die derzeitigen Herausforderungen niemals bestehen könnten. Wir könnten ohne die Christuskräfte, die uns geschenkt wurden, durch das Mysterium von Golgatha, nicht einmal den Kontakt zur geistigen Welt aufnehmen. Doch das führt nun zu weit. Heute ist Michaeli und schauen wir, dass wir den Mut in uns finden, dem Drachen gegenüber zu treten und laut und deutlich „Nein“ zu sagen.

Schreiten wir mutig voran, nehmen wir es mit dem Drachen auf

Indem wir unseren eigenen Weg suchen und unbeirrt gehen, können wir, als eine Gemeinschaft, den Drachen besiegen. Wir haben Unterstützung von vielen geistigen Wesenheiten und heute und in der kommenden Zeit insbesondere von Michael, der ja ohnehin unser Zeitgeist ist. Nehmen wir diese Impulse auf und tun wir das, was getan werden muss: Erschaffen wir eine neue Welt!

Heute ist Donnerstag, Tag des Jupiter, ein besonders tatkräftiger Tag im Wochenkreislauf. Ich wünsche Euch viele Mut-Impulse am heutigen Tag.

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Jeroným Pelikovský auf Pixabay

Im Wechselbad der Gefühle…

Die Situation der letzten nun fast schon zwei Jahre zerrt an den Nerven. Bei vielen Menschen liegen die Nerven blank und auch mir geht es so, dass es Momente gibt, in denen ich mir denke, dass ich das einfach nicht mehr aushalten möchte. Vor allen Dingen trifft mich immer wieder die Situation, als Bevölkerungsgruppe so dermaßen ausgegrenzt und erlaubterweise beschimpft zu werden. Ich denke dabei auch weniger an mich, ich bin ja nicht so exponiert, als an die ganzen wissenschaftlichen Koryphäen, deren Existenzen und Karrieren einfach so zerstört wurden, weil sie ihre Sicht der Dinge kund getan haben.

Natürlich weiß ich, dass das alles zum Spiel gehört. Und es ist notwendig, trotzdem auszuhalten und den Weg weiterzugehen und das Vertrauen in die geistige Welt und in sich selbst nicht zu verlieren. Vor allen Dingen, wenn sich die Diskussion und die Zwietracht bis in die eigene Familie zieht. Das ist genau das, was die Widersachermächte wollen. Es sollen die Menschen entzweit werden. Sie werden so sehr damit beschäftigt sein, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen und dabei ganz vergessen, wer in Wahrheit auf der anderen Seite steht.

Vertrauen in Christus

Gestern bei der Freiheits-Meditation ist mir bewusst geworden, dass diese Sache, die Sache des obersten geistigen Sonnenwesens ist – die Sache von Christus. Wir müssen und dürfen nun in Christus vertrauen und um seinen Schutz und seine Unterstützung bitten, damit wir diese Zeit, in der wir alle so sehr gefordert sind, gut überstehen und die Entwicklung einen guten Verlauf nehmen kann.

Was können wir konkret tun, wenn uns die Gefühle davon galoppieren?

Zuerst sollten wir schauen, welche Gefühle es sind. Es ist ja oftmals ein Potpourri an Gefühlen, die uns manchmal aus heiterem Himmel zu überrollen drohen

Das Gefühl der Angst

Rudolf Steiner sagte einmal sinngemäß: Angst ist ein zutiefst unchristliches Gefühl. Denn wo Angst ist, kann keine Liebe sein. Daher ist beim Gefühl Angst sofort die Hinwendung zu Christus hilfreich. Und natürlich ist Erzengel Michael auch ein wunderbarer Unterstützer wenn die Angst kommt.

Das Gefühl der Verzweiflung

Verzweiflung ist auch eine Form der Angst. Es ist die Angst davor, dass die Dinge sich nun einfach irgendwie entwickeln und man der Geschwindigkeit nicht mehr Herr wird. Auch hier ist die Hinwendung zu Christus und allen geistigen Wesenheiten, auch zu den Engeln hilfreich.

Das Gefühl der Ohnmacht

Wenn die Ohnmacht uns überwältigt, dann ist das ebenfalls die innere Kapitulation vor dem, was gerade geschieht. Da dürfen wir uns selbst sagen, dass nicht wir als Einzelne, das nun schaffen müssen, sondern wir dürfen auf die Kraft der Menschengemeinschaft mit der Unterstützung der geistigen Welt bauen. Wir dürfen die Last an die Gemeinschaft abgeben und uns auf den winzig kleinen Teil konzentrieren, der für uns zu erledigen ist.

Das Gefühl der Trauer

Wenn wir Trauer spüren, dann ist es oft die Trauer darüber, unser altes, doch liebgewonnenes, Leben nicht mehr zu haben. Da dürfen wir in das Vertrauen gehen, dass das, was nun kommt, noch viel besser ist als das Alte. Aber natürlich ist das schwer, weil es noch nicht sichtbar ist. Wir wissen nur, was wir verloren haben, aber können das Neue noch nicht sehen. Daher ist es nur menschlich, wenn wir das Alte betrauern. Aber das bringt uns auf Dauer nicht weiter, daher dürfen wir uns hierbei auf das konzentrieren, was wir nun für das Neue herbeisehnen.

Das Gefühl der Wut und Empörung

Wut kann aufkommen, wenn wir merken, dass es scheinbar in Ordnung ist, uns zu beschimpfen und mit gemeinen Worten zu belegen. Dann merken wir, dass wir eigentlich ganz bewusst stigmatisiert werden. Das macht unter Umständen wütend. Und wir dürfen in diesem Fall das Unrecht spüren, und auch die Wut und die Empörung. Denn es ist ein Unrecht, das gerade geschieht. Aber in weiterer Folge sollten wir uns dabei nicht allzu lange aufhalten, sondern den Weg, den wir gewählt haben, weitergehen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen allen einen wunderschönen Sonntag – möge Christus mit uns sein!

Manou Gardner aka Manuela Pusker