Oftmals suchen Menschen verzweifelt den Platz im Leben, der der richtige für sie ist und finden ihn einfach nicht. Dabei wäre es so einfach, wenn sie erkennen würden, dass das Lebensthema schon so lange da ist. Nicht immer ist das Thema auf den ersten Blick so prickelnd oder sexy, dass man sich unbedingt gerne näher damit beschäftigen möchte, aber es hat sich schon zig Male in verschiedener Weise gezeigt. Und oftmals ist man diesem Thema schon so oft ausgewichen, dass man es zwischenzeitlich sogar ganz aus den Augen verloren hat. Bei mir war es das Thema „Tod“, das mich das ganze Leben begleitet hat und schlussendlich das Thema meines Lebens wurde. Ich erzähle Dir mal meine Geschichte. Vielleicht findest Du Dich selbst darin.

Kindheit und Jugend

Ich wuchs bei meiner sehr betagten Oma auf, die einem kleinen Tunichtgut wie mir nicht mehr gewachsen war. Da ich außer ihr niemanden hatte, bei Pflegeeltern und im Kinderheim war ich schon gewesen, merkte sie sehr bald, dass sie ein wunderbares Druckmittel hatte, wenn ich mal wieder schlimm gewesen bin – was sehr häufig der Fall war. Sie hatte ein schwaches Herz und sagte mir dann jedes Mal, dass sie wahrscheinlich nun sterben würde, da ich sie so sehr geärgert hatte. Dies wiederum löste einerseits Angst in mir aus, denn wohin sollte ich dann gehen? Aber andererseits machte es mich auch neugierig. Wohin würde sie gehen, wenn sie stirbt? Das war ein spannendes Thema, wenngleich auch nicht der pädagogische Erfolg, den sich meine Oma versprochen hatte. Und deshalb beschloss ich alle Menschen zu fragen, die eine Ahnung haben könnten. Meine Oma sagte, sie würde dann nirgendwo hingehen. Nach dem Tod ist alles nur schwarz. Das glaubte ich ihr keine Sekunde. Der Pfarrer erzählte mir, was er immer so erzählte. Auch das fand ich sehr….naja unbefriedigend. Und alle anderen Leute zuckten nur mit den Schultern. Deshalb lebte ich viele Jahre mit dieser Frage, was wohl mit meiner Oma nach ihrem Tod passieren würde. Müßig zu sagen, dass sie fast hundert Jahre alt wurde!

Und dann im Beruf…

Nachdem ich die Schule abgeschlossen hatte, ging es mir eigentlich nicht darum, dass ich etwas tue, das mir Spaß macht oder worin ich meine Zukunft sah, sondern es war nur der Drang da, endlich aus der Enge des kleinen Dorfes zu entfliehen. Ein Freiwilliges Soziales Jahr schien perfekt. Das Thema und den Ort wählte ich lediglich nach dem Kriterium aus, dass es nicht möglich war, nach Hause zu fahren, sondern dass ich dort ein Zimmer erhalten musste. Und somit landete ich in Baden-Baden in einem Pflegeheim und bezog mit drei weiteren Mädels ein Zimmer im Altersheim. Da waren auch die FSJlerinnen untergebracht. Und hier kam ich erst recht mit dem Thema Tod in Berührung, denn nirgendwo wird so rege gestorben, wie in einem Pflegeheim. Meine Vorgesetzten wunderten sich oft darüber, dass ich gerne auch noch nach Dienstschluss blieb, wenn sich gerade jemand auf die Reise machte. Aber für mich waren das wunderbare Studien. Man muss dazu sagen, dass es nun einmal wirklich keine Dramatik hat, wenn ein Mensch in einem Pflegeheim verstirbt, denn diese Menschen warten ja eigentlich nur auf diesen Tag. Und mir war auch klar, dass alles, was danach kommen sollte, nur besser sein konnte, als das Leben bei uns – obwohl wir ein ausgezeichnetes Pflegeheim waren. Aus diesem Grund blieb ich ungefähr zehn Jahre in diesem Beruf. Denn zu erleben, dass ein Mensch an der Schwelle wahrnimmt, dass seine vorausgegangenen Angehörigen in abholten, war das Spannendste, was ich mir vorstellen konnte.

Ab da war ich infiziert

Ab diesem Zeitpunkt kamen auch schon die ersten Bücher zu diesem Thema auf den Markt. Ich las sie ALLE! Auch Kübler-Ross und all die Menschen, die versuchten, das Geheimnis des Todes wissenschaftlich zu lösen, faszinierten mich. Und doch ging ich beruflich dann völlig andere Wege. Ich blieb zwar im medizinischen Bereich, Orthopädie, Radiologie und schließlich die Selbstständigkeit im Bereich Medizintechnik folgten, aber das Interesse ließ niemals nach. Sobald ein neues Buch auf den Markt kam, musste ich es lesen.

Schließlich wechselte ich in die Erwachsenenbildung und leitete sehr lange mein eigenes Bildungszentrum und war vor allem auch in der Berufsorientierung tätig. Dies hätte noch lange so gehen können, wenn ich nicht 2010 an einem heftigen Burn-out erkrankt wäre, der mich für ein ganzes Jahr aus dem Verkehr gezogen hat. In dieser Zeit wurde mir bewusst, dass ich nicht mehr in den arbeitsmarktpolitischen Bereich zurückkehren wollte. Ich wollte mich mit essentielleren Themen beschäftigen und mit Menschen arbeiten, die sich auf ihr Sterben vorbereiten. Auch hier war ein deutlicher Wink des Schicksals notwendig, da ich offenbar die Zeichen wieder mal verpennt hatte. Und den Rest kennen die meisten ja. Ich ließ mich zum Medium ausbilden und so weiter….

Tja, und gerade heute ist es sehr spannend, weil ich gestern ins Theater wollte und dann den Abend VOR dem Theater liegend verbrachte, weil ich so einen akuten Rückenschmerz hatte, dass ich nicht sitzen konnte. Daher wartete ich liegend auf einer Bank auf meine Familie. Wie schön, dass ein Freund mir Heilenergie schickte, sodass ich irgendwann zumindest draußen sitzen konnte. Und nun habe ich mir heute Morgen auch bereits selbst geholfen, mit einer zweistündigen Radionik- und Magnetfeldbehandlung. Und während dieser zwei Stunden wurde mit Einiges bewusst. Denn natürlich habe ich mich gefragt, warum mir das so plötzlich passiert war und ich spürte, dass die geistige Welt mich offenbar kräftig in den Hintern treten musste, denn es stand sofort ganz klar vor meinen Augen, dass der Weg noch lange nicht zu Ende ist. Das war eine spannende Erkenntnis, denn eigentlich bin ich sehr zufrieden mit meinem jetzigen Weg.

Aber plötzlich war sonnenklar, dass ich mich noch viel intensiver mit dem Thema „Leben zwischen den Leben“ beschäftigen muss. Danke, liebe geistige Welt für diesen Tritt in den Hintern – ich habe es offenbar vorher nicht gehört, weil ich so beschäftig war….

Ja, und so hilft uns die geistige Welt immer wieder an einem Thema dran zu bleiben und auch wenn wir mit unserem Verstand nicht unbedingt zustimmen, wenn wir uns dieses Thema vorgeburtlich gewählt haben, werden wir immer wieder drauf gestoßen. Und natürlich können wir ausweichen, weil wir ja einen freien Willen haben. Dann bekommen wir halt irgendwas, das uns mal zwingt innezuhalten – praktisch als kleinen Hinweis, dass da vielleicht noch etwas ist.

Daher möchte ich Dich heute einladen: Vielleicht magst Du übers Wochenende mal überlegen, wo die Themen sind, die in Deinem Leben immer wieder auftauchen?

Ich wünsche viel Freude dabei!

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

2 Kommentare zu „Welches Thema begleitet Dich schon Dein ganzes Leben lang? Wie es mir ergangen ist…

  1. Ich kenne Dich schon so lange und finde in den Erzählungen immer noch Details, die es erkären, wo Dein unglaubliches Wissen herkommt.
    Meine Themen werde ich Dir Privat erzählen, respektive in Deiner Eigenschaft als meine Therapeutin und Helferin bei meinen Haus und meinen Tieren. Heute war für die Tiere ein sehr schwerer Tag. Elwyn war richtig erledigt.
    Erst gegen Abend wurde es besser. Der ganze Tag war „unwirklich“.
    Liebe Grüße und gute Gesundung.

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