Es gibt in der spirituellen Lehre die sieben geistigen Gesetze des Hermes Trismegistos. Diese Gesetze helfen uns nun ganz praktisch, gut durch die kommende Zeit zu segeln. Der Name Trismegistos, das heißt, der dreimal Größte, bezieht sich darauf, dass er wohl der größte Priester, der größte Philosoph und der größte König gewesen sein soll. Und auch wenn es gegensätzliche Meinungen dazu gibt, ob Hermes Trismegistos in dieser Form jemals gelebt hat, oder ob er eine mystische Verschmelzung der Götter Hermes und Thot war – wenn man seine sieben Gesetze verinnerlicht, weiß man im Prinzip alle, was man wissen muss.

Das erste der sieben geistigen Gesetze – Das Gesetz des Geistes

Alles, was existiert ist Geist, ist Schwingung. Dieser Geist ist reines Bewusstsein. Alle Materie ist von Geist durchdrungen und der Geist herrscht stets über die Materie – denn er ist der Ursprung und die Gegenwart der Materie. Und da alles Geist ist, ist auch alles, rein durch den Geist, veränderbar und möglich. Wenn wir Menschen uns nur unserer geistigen Kraft bewusst werden würden, bräuchten wir uns vor nichts zu fürchten. Unser Geist ist so mächtig, dass wir alles – augenblicklich – durch ihn verändern könnten. Genau diese Tatsache ist es, gegen die die Widersachermächte ankämpfen. Die Menschen sollen sich ihrer wahren Kraft nicht bewusst sein. Umso wichtiger ist jeder Einzelne, der dieses Wissen tief in sich trägt.

Das zweite der sieben geistigen Gesetze – Das Gesetz der Schwingung

Im zweiten Gesetz, dem Gesetz der Schwingung erfahren wir, dass alles stets in Bewegung ist. Es gibt keinen Stillstand. Selbst wenn wir uns ein Atom betrachten, so bewegen sich die Elektronen immer um den Kern des Atoms. Alles um uns herum schwingt. Es kann uns nur dann fest erscheinen, wenn wir in der gleichen Frequenz schwingen. Sobald wir gelernt haben, unsere Schwingung zu verändern, verändert sich alles. Angst hat eine sehr niedere Schwingung. Daher ist es nur logisch, dass die Widersacher versuchen und in Angst und Schrecken zu halten. Hören wir nicht hin. Ebenfalls eine sehr nieder Schwingung hat Wut und Hass – das ist der Grund, warum man die Menschen spaltet und gegeneinander aufhetzt. Es liegt in unserer Verantwortung, diesen Bestrebungen nicht anheim zu fallen. Denn je mehr Liebe wir in uns tragen, umso höher schwingen wir. Liebe, Verständnis und echtes Interesse am anderen Menschen ist unsere große Chance, unsere Schwingung zu erhöhen. Folgen wir doch lieber diesem Weg. Dann sind die Widersacher machtlos.

Das dritte Gesetz – Das Gesetz der Polarität

Alles hat einen Pol und einen Gegenpol. Wie im Yin und Yang trägt aber jeder Teil auch einen Teil des anderen in sich. Es geht nun darum, diese Pole zusammenzuführen, ohne sie aber zu schwächen. Wenn wir Pol und Gegenpol zusammenbringen, entsteht Einheit. Aber diese entsteht nicht in der Auflösung der einzelnen Pole. Wir dürfen ganz bewusst die Pole zusammenführen. Erst zusammen können sie ihre wahre Kraft entfalten. In der Dualität liegt begründet, dass wir jede Meinung auch von zwei Seiten betrachten können. Hören wir zu jeder Meinung auch die Gegenmeinung und lassen wir uns nicht durch platte Meinungen lenken. Audiatur et altera pars!

Das vierte Gesetz – Das Gesetz von Ursache und Wirkung

Es gibt nichts, das ohne Ursache ist und jede Ursache hat eine Wirkung. Solange es die Ursache gibt, solange gibt es auch die Wirkung. Wenn wir krank sind, macht es keinen Sinn die Symptome zu bekämpfen. Wir müssen die Ursachen finden. Denn wenn die Ursache verschwindet, verschwindet auch die Wirkung. Das bedeutet das Wort „Karma“. Doch Karma wirkt niemals gegen uns. Karma hilft uns, den richtigen Weg zu erkennen. Und unter dem Gesichtspunkt des Lebensrades aus Geburt – Tod – Geburt – Tod… können wir erkennen, dass wir manche Themen vielleicht sogar in mehreren Leben zu bearbeiten haben. Wir haben keine Eile, aber wir sollten dran bleiben. Unser Leben spiegelt uns unsere Themen.

Das fünfte der sieben geistigen Gesetze – Das Gesetz der Entsprechung

Wie oben, so unten – wie im Großen, so im Kleinen – wie innen, so außen! Alles hat seine Entsprechung. Zwischen allen Ebenen besteht eine Resonanz. Wenn wir nun im Kleinen Frieden, Freude, Harmonie und Liebe erschaffen, so erschaffen wir es auch im Großen. Nicht das System muss sich ändern, die Menschen im System sind der Schlüssel. Je mehr Menschen sich darin üben, desto schneller und wirksamer verändert sich auch das große Ganze.

Das sechste Gesetz – Das Gesetz der Anziehung

Je nachdem, wie unsere Gedanken und Gefühle sind, ziehen wir positive oder negative Dinge in unser Leben. Es gibt allerdings auch Ereignisse, die ihren Ursprung auf einer völlig anderen Ebene oder in lange vergangenen Zeiten haben. Da uns der große Überblick über alle unsere Inkarnationen meist nicht gegeben ist, kann es sein, dass uns Dinge widerfahren, die ihren Ursprung nicht in unserem gegenwärtigen Sein haben. Trotzdem ist es wichtig, das eigene gegenwärtige Sein immer einer guten Prüfung zu unterziehen. Was trage ich in die Welt? Wenn ich als alter Piesepampel durch die Welt gehe und nur Missmut verbreite, werde ich vermutlich auch Missmut ernten. Betrachten wir die Welt als den Spiegel unseres eigenen Seins und seien wir auch einmal kritisch mit uns selbst. Wo können wir noch zugewandter und liebenswürdiger sein?

Das siebte Gesetz – Das Gesetz der Harmonie

Das Leben sucht immer den Ausgleich. Doch dieser geschieht oftmals völlig anders, als wir uns dies vorgestellt haben. Wenn wir Gutes in die Welt senden, wird die Welt uns zu der richtigen Zeit auch Gutes zurücksenden. Doch das ist kein Tauschhandel. Die geistigen Gesetze sind ewige Gesetze. Wir können nicht erwarten, dass der Ausgleich und die Harmonie auf der Stelle entstehen. Aber wir dürfen und sollen darauf vertrauen, dass sie insgesamt entstehen werden.

Das Wichtigste bei den geistigen Gesetzen ist, dass wir vertrauen. Dass wir das beste Leben leben, dessen wir mächtig sind und ansonsten einfach im Vertrauen bleiben, dass alles was geschieht, aus einem Grund heraus geschieht. Nichts passiert zufällig. Alles hat einen Sinn, auch wenn wir diesen nicht immer erkennen können. Die geistige Welt ist viel größer als unsere physisches Mensch-Sein. Doch wir können uns annähern, indem wir im Vertrauen sind – dann sind wir im Kontakt mit unserem geistigen Mensch-Sein.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen wunderschönen Freitag

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Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

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