Alles ist Geist… ist geheimnisvoll… ist magisch

Wir sind manchmal dumpf in der Erkenntnis, dass alles, was uns umgibt von Geist erfüllt ist. Jede Materie ist Schwingung, ist Geist. Wir leben in einer magischen Welt, ohne es zu bemerken. Aber wenn wir uns einlassen darauf, dass nichts um uns herum NICHT beseelt ist, das alles durchdrungen ist von Bewusstsein, dann erleben wir die Welt in einer völlig neuen Qualität. Wir werden uns des Zaubers bewusst, der in allen Dingen steckt. Wenn wir eine scheinbar leblose Materie in Händen halten, so können wir doch, wenn wir unsere Sinne genügend geschärft haben, erkennen, dass auch diese schwingt. Wir können erfühlen, wie die Schwingung dieser Materie unsere eigene Schwingung beeinflusst und wie wir mit allem, was wir berühren – ja sogar mit allem, was durch unsere Augen in uns eindringt – in Verbindung stehen.

Warum wir uns mit Schönem umgeben sollten

Das ist der Grund, warum es so wichtig ist, dass wir uns mit schönen Dingen umgeben sollten, dass wir Schönheit leben sollten. Wenn wir uns mit Hässlichem umgeben, dann stimmt sich unsere eigene Schwingung auf die Schwingung des Hässlichen ein. In Unordnung ist eine unruhige, eine disharmonische Schwingung, daher ist es wichtig, immer wieder aus Unordnung Ordnung zu schaffen. Wie anders wirkt ein ordentlicher Raum auf uns als ein unordentlicher. Auch wenn es manchmal mühsam ist, immer wieder Ordnung zu schaffen, so ist es doch von unglaublicher Wichtigkeit, dass wir es tun. Die Überwindung, die es kostet, zahlt sich aus. Wir werden danach ganz anders schwingen.

Mein Erlebnis mit einem Bild

Ich war vor sehr langer Zeit bei Bekannten zu einer Party eingeladen. Da ich zu den Menschen gehöre, die erst einmal völlig überfordert sind, wenn sie in einen Raum voller Menschen kommen, habe ich mich nach der Begrüßung auf ein Sofa gesetzt und erst einmal das Treiben beobachtet und versucht, mich zu sortieren. Aber während ich dort saß, stieg Übelkeit in mir auf. Ich hatte bislang nichts von dem Raum wahrgenommen, außer den vielen Energien der Menschen und mich auch nicht umgesehen. Ich saß da und kämpfte mit meiner Übelkeit, die immer stärker wurde. Irgendwann sagte ich zu meinem Begleiter, dass mir so schlecht sei und ich erst einmal an die frische Luft gehen müsste. Er lachte und sagte mir, ich solle mich mal umdrehen. Da erkannte ich den Grund der Übelkeit. Hinter mir hing ein riesiges Originalbild von Hermann Nitsch, das durch das Schütten von Schweineblut auf eine Landwand hergestellt war. Erst da wurde mir bewusst, dass die Übelkeit die ganze Zeit von hinten kam und ich die Schwingung dieses Bildes absolut nicht ertragen konnte. Es war in weiterer Folge auch egal, wohin im Raum ich mich stellte, immer war ich belästigt von der Schwingung dieses Bildes. So stark wirken Schwingungen auf uns Menschen – und oftmals sind wir uns dessen gar nicht bewusst.

Wir erleben oftmals ein Unwohlsein, ohne zu wissen, woher es kommt

Wenn wir uns bewusst machen, dass alles in unserer Umgebung schwingt und dass diese Schwingung unweigerlich einen Einfluss auf unsere eigene Schwingung hat, dann können wir uns vorstellen, wie sehr wir von manchen Dingen und Gegenständen, aber auch von Menschen und Gestaltungen und ganz wesentlich auch von Kunst beeinflusst werden. Und es liegt an uns, ob wir uns dem hilflos ergeben, oder ob wir – zumindest in unserer eigenen Umgebung – darauf achten, dass alles in einer guten Schwingung ist. Wir spüren dies übrigens sofort. Spätestens wenn wir es geändert haben.

Die Magie des Alltags ist nicht zu unterschätzen

Alles, was uns umgibt ist nicht nur Schwingung, sondern auch wesenhaft. Das bedeutet, dass wir mit den Dingen um uns herum nicht nur in Beziehung treten können, wir können sogar mit unserer Umgebung kommunizieren und wir tun das ständig. Nur sind wir uns dessen ganz häufig nicht bewusst. Aber eine gute Übung ist, sich einfach einmal hinzustellen und den Raum zu fragen, was er uns heute zu sagen hat und dann in uns hineinfühlen, welche Gefühle und Gedanken in uns aufsteigen. Das können wir natürlich auch mit einzelnen Gegenständen machen. Alles um uns herum hat ein Eigenleben und es ist gut, wenn wir Schritt für Schritt dieses Wissen in unseren Alltag integrieren. Das ist die Aufgabe der neuen Zeit. Laufen wir nicht mehr blind durch die Gegend und lassen uns von Schwingungen und Wesenheiten überrumpeln, sondern treten wir ganz bewusst in einen Dialog und versuchen wir mit allem, was uns umgibt, einen Konsens herzustellen.

Auch Geschichten sind wesenhaft

Wenn wir uns in eine gute Geschichte vertiefen, nehmen wir die Schwingung des Geschriebenen auf und verbindung uns mit den Protagonisten, wir durchleben ihre Freude, ihr Leid, ihre Angst. Dadurch wird das, was wir gerade lesen, auch in uns lebendig, wird genauso ein Teil von uns wie die Nahrung, die wir aufnehmen. Wenn wir uns dessen bewusst werden, dann wird es klar, warum wir auch genau schauen sollten, welche Arten von Geschichten wir verinnerlichen wollen. Wollen wir Schönheit in uns entstehen lassen? Hoffnung? Freude? Oder wollen wir das Hässliche in uns kultivieren? Alles was wir tun hat Einfluss auf unser Sein. Auch wenn es noch so banal erscheint. Es ist wie beim Überweisen von Rechnungen. Keine davon ist hoch, aber die Summe ist oftmals echt stattlich. Und so ist es mit den Schwingungen und den Wesen mit denen wir uns umgeben. Jedes Einzelne mag nicht so gewaltig sein, aber in Summe formen sie unser Leben.

Meine Aufgabe des heutigen Tages

Ich werde heute – nachdem ich an meiner neuen Geschichte weitergeschrieben habe – Küche und Speisekammer wieder neu aufräumen, ordnen und sortieren, da sich da über die letzten Monate eine Menge Zeug angesammelt hat, das nicht dahin gehört. Und ich habe gewaltigen Respekt vor dieser Aufgabe, da ich weiß, dass der Weg in die Ordnung erst einmal durch das Chaos führt. Und davor habe ich immer ziemliche Angst. Nicht selten habe ich mitten im Chaos beschlossen, dass ich unbedingt ein Buch fertiglesen muss und habe es nicht geschafft, es wieder zu entfernen. Daher nehme ich heute all meinen Mut zusammen und nutze einen der vermutlich letzten Tage in der Quarantäne zu diesem Abenteuer, weil ich weiß, dass ich hinterher wahnsinng glücklich sein werde. Aber zunächst werde ich mit dem Hausewesen sprechen, werde ihm sagen, was ich vorhabe und es um Unterstützung bitten. Denn die Hauswesen wollen in solche Arbeiten immer eingebunden werden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen auch einen wunderschönen Mittwoch und vielleicht haben Sie Lust, auch etwas in Angriff zu nehmen, das bislang nicht angenehm schwingt.

Eure Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Comfreak auf Pixabay

4 Kommentare zu „Alles ist Geist… ist geheimnisvoll… ist magisch

  1. Liebe Manou,
    ich durfte bei der letzten Ausstellung 2009 von Alfred Hrdlicka in Wr. Neustadt singen (er hatte sich Lieder von Franz Schubert gewünscht). Im Ausstellungsraum von St. Peter an der Sperr hingen zahlreiche seiner meterhohen Christusbilder (mit erigiertem Penis und anderen grauslichen Dingen). Ich habe es vermieden dorthin zu schauen, sonst hätte ich nicht singen können! Er hat die ganze Zeit über ganz laut vor sich „hingemault“ (auch bei seiner Laudatio). Ich hatte echt weiche Knie, bevor mein erstes Lied kam!! Da wurde er völlig still. Bei der nächsten Politiker-Ansprache brabbelte er wieder vor sich hin (im roten Nachthemd in seinen Rollstuhl gesunken, eine durchsichtige Flasche mit klarem Inhalt in Händen haltend). Auch die beiden anderen Lieder, deren Auswahl ich – jetzt im Nachhinein gesehen – nicht besser hätte wählen können, war er in Schweigen versunken. Seine Partnerin kam anschließend zu mir: „Der Meister lässt sich herzlich bedanken – es war für ihn sehr ergreifend!“ Knapp drei Monate später verstarb er.

    Liebe Grüße, Antonia

    Gefällt 1 Person

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