Die Erde als fühlende und lebendige Wesenheit

Für viele Menschen ist die Erde nur eine unbelebte Kugel, die durch das Weltall kreiselt. Doch ist die Erde so viel mehr als das. Der Planet auf dem wir leben, ist ein riesengroßer Organismus, den wir nur schwer verstehen können. Wir können hier wieder den Vergleich mit der Ameise wählen, die auf unserem Oberschenkel krabbelt. Sie wird spüren, dass dieser warm ist und sich bewegt, aber sie wird den Organismus Mensch, mit all seinen Facetten, nicht ergreifen können. Und genau so ist es mit uns und der Erde.

Die Erde atmet und lebt

Da die Erde sowohl in ihrer räumlichen als auch in ihrer zeitlichen Ausdehnung für das menschliche Bewusstsein nur schwer zu fassen ist, können wir uns hier nur an ihre Existenz als lebendigen und fühlenden Organismus annähern. Sie ist unsere riesengroße Mutter, die mit einer Engelsgeduld ihre ungezogenen Kinder erträgt. In vielen Kulturen wird die Erde als eine Wesenheit verehrt. Gaia, Terra Mater und Pachamama sind nur einige Begriffe, die der Erde zugeordnet werden. Mit unseren derzeit noch sehr rudimentären wissenschaftlichen Methoden ist dies natürlich nicht in der Form nachzuweisen. Doch hat schon vor langer Zeit der österreichische Mystiker Jakob Lorber (1800 – 1864), der sich selbst als „Schreibknecht Gottes“ bezeichnete, eine umfangreiche Beschreibung der Erde aus spirituell-ganzheitlicher Sicht gegeben. Lorber war das, was wir heute als ein Channel-Medium bezeichnen. Eines Tages spürte er eine Stimme in seiner Herzgegend, die ihm befahl zu schreiben. Daraufhin schrieb er mehr als 20.000 Manuskriptseiten nieder in der er viele Zusammenhänge der Welt erklärte. Aus diesen Manuskripten entstanden rund 25, teilweise sehr umfangreiche, Bücher. Wer sich darin vertiefen möchte, wird viele interessante Thesen finden.

Menschen und Erde

Die Menschheitsentwicklung ist sehr eng mit der Erdentwicklung verbunden. Diese Ideen, dass die Menschheit sich physisch auf den Mars begeben würde, um dort eine Art Kolonie zu begründen, sind nur dann stimmig, wenn man das Menschsein völlig aus seinem spirituellen Zusammenhang herausreißt und alles unter rein materialistischen Aspekten betrachtet. Elon Musk, der diese Idee ja schon lange verfolgt (ebenso wie die Mensch-Maschinen-Koppelung in seiner Firma Neuralink) ist zwar vielleicht auf der kognitiven Ebene ein spannender Charakter mit sehr lösungsorientiertem Ansatz – allerdings fehlt ihm jeglicher Zugang zu tieferen, spirituellen Einsichten. In seiner Welt zählt nur die Materie. Doch dies ist genau der Punkt, der die alte Welt, die gerade am Dahinscheiden ist, ausmacht. Hier wird gezählt, gemessen und gewogen. Doch wenn wir alle Zusammenhänge verstehen wollen, müssen wir den spirituell-feinstofflich-wesenhaften Aspekt mit einbeziehen. Sonst bleibt alles schal und hohl. Wir kennen viele Berichte von durchaus nüchtern denkenden Raumfahrern, die erzählen, dass sie niemals in ihrem Leben so stark berührt waren, als beim Anblick der Erde aus dem Weltall. Sie erlebten die Erde zart und zerbrechlich aus der Perspektive der unendlichen Weltraum-Weiten. Und diese seelische Berührtheit kommt daher, dass wir auf verschiedenen Ebenen genau wissen, dass es Menschen, so wie wir es sind, nur auf der Erde geben kann. Die Erde und wir sind untrennbar.

Erde und Elementarwesen

Ebenfalls sehr eng mit der Erde verbunden, sind die Elementarwesen und Naturgeister. Ganz im Gegensatz zu uns Menschen sind sich diese Wesenheiten der Wesenhaftigkeit der Erde stets bewusst. Sie sind ihre direkten ausführenden Organe. Und sie sind es auch, die sich ab und zu dazu aufmachen müssen, uns Menschen in unsere Schranken zu weisen und uns zu zeigen, dass nicht alles, was wir der Erde antun, ohne Folgen bleibt. Wenn die großen Wasserwesen Sturmfluten entstehen lassen, die großen Luftwesen Orkane und Wirbelstürme leiten und die Feuerwesen Vulkanausbrüche und Brände begleiten, dann ist dies das Schütteln der Erde, wenn wir zu weit gegangen sind. Aber nicht nur deshalb entstehen solche „Naturkatastrophen“ wie wir es nennen. Manchmal sind es auch notwendige Umbauprozesse der Erde, die sich so auswirken. Und natürlich sind – gerade bei Bränden – auch die Menschen als Verursacher im Spiel. Indirekt verursachen wir als Menschen wesentlich mehr davon, als wir uns gerne eingestehen wollen. Doch weder die Erde noch die Naturgeister tun dies, um die Menschen zu bestrafen – solche Gedanken und Empfindungen sind ihnen fern. Sondern es sind notwendige Reaktionen, damit die Erde überleben kann. Sobald wir der Erde gegenüber das Bewusstsein entwickelt haben, dass sie wesenhaft und wahrnehmend ist, werden wir in eine ganz neue Zusammenarbeit sowohl mit der Erde als auch mit Elementarwesen und Naturgeister kommen. Und wozu die Elementarwesen und Naturgeister fähig sind, haben wir ja schon in den 60er Jahren erfahren dürfen, als in Schottland in der Zusammenarbeit mit den Elementarwesen das Findhorn-Projekt entstanden ist. Dort entstand auf absolut unwirtlichem Boden und in schlechtestem Vegetationsklima einer der ertragreichsten Gärten der Welt. Selbst absolute Skeptiker mussten sich dem Offensichtlichen beugen und zugeben, dass dies so eigentlich nicht funktionieren dürfte.

Was können wir nun für die Erde tun?

Wir wissen es alle, die Erde wird von uns Menschen extrem schlecht behandelt. Wir können nun vielleicht nicht die globalen Probleme der Menschheit lösen oder verändern. Doch hier gilt insbesondere der Leitsatz: „Pars pro Toto“ – ein Teil steht für das Ganze. Wenn wir jetzt damit beginnen, Gärten anzulegen und kleine Stücke von Mutter Erde mit der Ehrerbietung und der Liebe zu behandeln, die wir für die ganze Erde wünschen, dann starten wir damit einen Heilungsprozess – für uns und für die Erde. Und je mehr Menschen dies tun, umso mehr Heilung wird geschehen, die sich dann aber nicht nur für die einzelnen kleinen Fleckchen, sondern für die ganze Erde auswirken. Wir werden auf diesem Weg die Erde wieder als das würdigen, was sie ist: Unsere große und fühlende Mutter!

Lassen wir heilende Gärten für Mutter Erde entstehen!

Wie genau wir das machen können, beschreibe ich morgen. Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Freitag!

Manou Gardner Mediuma aka Manuela Pusker

Bild von Ajay kumar Singh auf Pixabay

2 Kommentare zu „Die Erde als fühlende und lebendige Wesenheit

  1. Liebe Manu,
    jeden Tag bin ich aufs Neue berührt von deinen Texten, die so viel Tiefsinniges, Wissenswertes und Weises enthalten! Auch heute hast du wieder so schöne Worte gefunden, uns sanfte Dringlichkeit nahezulegen. Mögen sie vielen bewusst werden! Danke dafür!!
    Liebe Grüße, Antonia

    Gefällt 1 Person

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