Das Dreikönigsfest und Ravenroost Ridge

Das Dreikönigsfest fußt vom Datum her auf einem anderen bedeutenden Fest – dem Osirisfest im alten Ägypten. Osiris wurde von Typhon besiegt, zerstückelt und über die ganze Erde verteilt. Isis, seine Frau, suchte und fand ihn und setzte ihn wieder zusammen. Es ist ein Fest der Wunder der Liebe, die immer und überall geschehen können. Was immer auch unmöglich erscheint, kann durch die Liebe geheilt werden.

Das Dreikönigsfest im Christentum

Im Christentum feiern wir das Fest zu Ehren der drei Magier, die angereist kamen, um Jesus zu begrüßen. Sie waren aus drei verschiedenen Kulturkreisen. Kaspar als dunkelhäutiger Magier, der den afrikanischen Kontinent repräsentiert, Melchior der den europäischen Raum repräsentiert und Balthasar der für Indien und den asiatischen Raum steht. Und sie bringen Gold, Weihrauch und Myrrhe – stellvertretend für die göttliche Alchemie.

Die Magie des heutigen Tages

Am heutigen Dreikönigsfest kannst du erfahren, dass die Welt aus der reinen Liebe erbaut ist. Alles was du in den letzten Tagen verabschiedet und eingeladen hast, kannst du heute noch einmal mit der Kraft der Liebe versehen und dadurch noch stärker in der geistigen Welt verankern. Es ist ein ganz besonderer Tag und auch das Ende der Rauhnächte.

Noch einmal geht`s nach Ravenroost Ridge

Meine lieben Freunde von Ravenroost Ridge. Wie immer ist die Geschichte mit heute am Dreikönigstag erst einmal zu Ende – doch dieses Mal nur von ganz kurzer Zeit. Ravenroost Ridge hat es verdient, weiter in den Köpfen der Menschen zu leben und einen eigenen Raum zu haben. Ab Mitte nächster Woche erhält Ravenroost Ridge eine eigene Webseite und auch eine eigene Facebook-Seite, auf der ihr, wenn ihr wollt, Tommas Ankunft auf Ravenroost Ridge in Bildern und Texten bis zum Erscheinungdatum (Ende Februar) des Buches mitverfolgen könnt.

Und auch danach erhaltet ihr auf dieser Seite dann immer die aktuellen Infos, was in Ravenroost Ridge gerade los ist. Ravenroost Ridge ist kein erdachter Ort und auch die anderen Orte sind real existent – in dieser oder in anderen Zeitlinien. Und die Geschehnisse in Ravenroost Ridge sind nahezu in Echtzeit. Doch schau erst einmal nach, was heute geschieht. Ich werde dir hier Bescheid geben, sobald es fertig ist.

Dreizehnter Teil von Ravenroost Ridge

Tomma lächelte ungläubig in sich hinein. Das Mausoleum war viel zu klein, um ihnen allen Platz zu bieten. Und doch trat eine nach der anderen ein und verschwand im Mausoleum. Tomma war die vorletzte vor Andrea. Andrea schob sie sacht zum Eingang und Tomma machte einen Schritt vor. Sie erwartete die Damen da drinnen so gedrängt wie in einem überfüllten Aufzug. Doch als sie die Schwelle des Mausoleums überschritt, war ihr kurz als würde ihr schwindelig werden und sie fand sich Sekunden später in einem großen Saal, in dem die anderen Damen bereits auf im Kreis aufgestellten Stühlen saßen.

Tomma sah sich erstaunt um. Dies konnte unmöglich der Innenraum des Mausoleums sein. Dieses hatte nicht einmal einen Bruchteil der Größe dieses Saales. Und doch waren sie alle da. Ein Sessel blieb frei und Tomma wagte kaum, sich darüber Gedanken zu machen, für wen dieser wohl sei. Als sie alle saßen schien es plötzlich, als würde ein Wind durch den Saal wehen und wundersamerweise saß auf dem gerade noch leer gewesenen Sessel eine ältere Frau. Tomma hatte den dringenden Verdacht, dass sie bald in ihrem Bett aufwachen und feststellen würde, dass dies nur ein verrückter Traum gewesen sein konnte.

„Hallo Hannah“, sagte Thaddea als sei es das Normalste auf der ganzen Welt, dass eine Frau in einem Raum, den es eigentlich nicht geben konnte, aus dem Nichts erschien. „Seid gegrüßt, liebe Damen aus Ravenroost Ridge und vor allen Dingen grüße ich unseren Neuzugang Tomma. Wir haben sehr lange auf dich gewartet“, sagte sie und lächelte Tomma freundlich an.

Tomma war erstarrt. Da sie weder ihren Mund öffnen, noch etwas sagen konnte, nickte sie nur in Richtung der Frau. Das war das Maximum an Höflichkeit, zu dem sie gerade noch fähig war. Natürlich spürte Tomma die belustigten Blicke der anderen Damen auf sich. Aber ihre Gedanken rasten im Kreis. Thaddea hatte die Frau mit „Hallo Hannah“ begrüßt. Wer war sie und woher war sie gekommen? Und wieso saßen sie in einem riesigen Raum in einem höchstens vier Quadratmeter großen Mausoleum? Kurz überlegte Tomma, ob dies denn Hannah Courtoy sein könnte, in deren Mausoleum sie gerade saßen. In diesem Moment fühlte sie Thaddeas Blick auf sich gerichtet, die ihr fast unmerklich zunickte.

Tomma schnappte nach Luft. Hannah Courtoy war irgendwann um 1850 herum gestorben. Selbst wenn sie nicht gestorben wäre, könnte sie hier nicht als ältere Frau sitzen. Sie wäre mittlerweile mehr als hundertsiebzig Jahre alt. Tomma sah sich in der Runde um. Die anderen Frauen aus Ravenroost Ridge schienen dies hier nicht das erste Mal zu erleben. Sie wirkten völlig entspannt, als sein diese Situation völlig normal. In diesem Moment begann die Frau, die Thaddea Hannah genannt hatte, wieder zu sprechen:

„Ich habe euch herbestellt…“, fuhr sie fort „…weil von nun an Eile geboten ist. Mir ist bewusst, dass ihr eigentlich die nächsten Tage damit verplant hattet, Tomma in die Geheimnisse von Ravenroost Ridge einzuführen. Doch bedauerlicherweise haben wir nur ein sehr kleines Zeitfenster, um zu handeln. Seit sie verstorben ist, sind sie geschwächt und es ist nun die Gelegenheit vieles, das vor der Menschheit verborgen war, ans Tageslicht zu bringen.

Aber es wird nicht lange dauern, bis wieder irgendwer ihre Rolle übernimmt. Noch hat sich keiner gefunden.“ Tomma überlegte die ganze Zeit von wem die Rede sein konnte. Thaddea antwortete ihr: „Wir sprechen von Elisabeth.“ Tomma, deren Mund plötzlich wieder funktionierte fragte: „Aber hat nicht Charles ihre Rolle übernommen?“ Die Frau, die Thaddea Hannah nannte, lachte: „Ja, für die Öffentlichkeit sieht es so aus, aber er kann sie in den okkulten Angelegenheiten nicht ersetzen. Er ist ein Versager in diesen Dingen. Und er ist nicht einmal vollständig eingeweiht. Warum glaubst du, hat sie so lange gewartet, bis sie ihm den Thron übergeben hat? Sie haben alle gewusst, dass er es nicht weiterführen kann, aber es gab keine andere Wahl. Und diese kurze Phase ist nun unsere Chance, ein paar der Dinge an die Oberfläche zu bringen.“

Tomma versuchte zu verstehen. „Worin ist Charles ein Versager und was sind das für Dinge, die es an die Oberfläche zu bringen gilt?“, fragte sie. Doch Hannah winkte ab. „Entschuldige bitte Tomma, aber das sollen dir die Damen später erklären. Ich habe nicht viel Zeit, denn es ist mir nicht möglich, euch lange in dieser Zeitlinie zu halten. Deshalb müssen wir uns beeilen. Ich hoffe, du verzeihst mir das.“

Tomma nickte verwirrt. „Thaddea ich spreche nun zu dir, denn es ist wichtig, dass du dann die Einteilung vornimmst. Ihr müsst das neunte Portal finden und dafür sorgen, dass das Geheimnis der Portale gewahrt bleibt. Es unsere einzige Möglichkeit zu kommunizieren und alle, die daran beteiligt sind, zu Wort kommen zu lassen. Ich bitte euch also inständig: Verliert keine Zeit. Achtet auf alle Zeichen und arbeitet so schnell und zielgerichtet wie es nur irgendwie möglich ist.

Wir werden weiterhin in Kontakt bleiben. Aber ich muss mich nun auf den Weg machen und versuchen, die fehlenden Puzzleteile in allen erdenklichen Zeitlinien zu finden.“ Thaddea und alle anderen nickten noch, als Hannahs Umrisse unschärfer wurden und sie plötzlich ganz verschwunden war. „Gut, Ladies. Das ging ja schneller als ich dachte. Dann werden wir uns auf den Weg zurück nach Ravenroost Ridge machen. Ich fürchte auch, wir sind Tomma nun doch einige Erklärungen schuldig.“

Eine nach der anderen traten sie aus dem Mausoleum heraus. Tomma bemühte sich, die letzte zu sein und warf einen Blick zurück. Der Innenraum lag zwar im Dunkeln aber Tomma erkannte, dass er maximal vier Quadratmeter groß war. Wo war also der Saal gewesen? Sie grübelte, aber gleichzeitig hoffte sie inständig, dass sie heute Abend noch mehr Informationen erhalten würde. Schweigend machten sie sich auf den Weg zurück zum Ausgang.

Die Black Cabs standen alle am Eingang des Brompton Friedhofes und die Fahrer öffneten galant die Türen. Sie setzten sich und schon befanden sie sich auf dem Rückweg nach Ravenroost Ridge. „Wir treffen uns alle bei mir auf ein spätes Dinner“, hatte Thaddea noch gesagt, bevor sie einstiegen. Die Fahrt verlief schweigsam. Obwohl Tomma vor Neugierde schier platzte, traute sie sich nicht, etwas zu fragen.

Thaddeas ansonsten fröhliches Gesicht war angespannt. Offenbar schien die Aufforderung von Hannah sie alle sehr zu beschäftigen. Nur Tomma, die sich auf dies alles keinen Reim machen konnte, war von dieser Sorge nicht betroffen. Stattdessen grübelte sie über den Saal im Mausoleum und über Hannah nach. Wer war sie? Und wie konnte sie erscheinen und einfach wieder verschwinden? Und was war mit Zeitlinien gemeint? Tommas Gedanken drehten sich ein weiteres Mal im Kreis. Wie lange würde es wohl dauern, bis ihr nicht mehr alles fremd und suspekt vorkommen würde. Wo war sie da nur gelandet?

Als sie in Ravenroost Ridge ankamen, fiel Tomma auf, dass sie nicht einmal wusste, wo Thaddeas Haus war. Sie würde also heute ein weiteres der Häuser kennenlernen. Sie war schon sehr gespannt. Und sie mussten auch nicht weit gehen, da Thaddeas Haus das erste der Häuser war. Über dem Eingang befand sich eine riesengroße Eidechse und Thaddea, die Tommas Blick gefolgt war, sagte: „Willkommen in Lizard Mansion.“

Dies schien ein ganzer Zoo zu sein in Ravenroost Ridge, stellte Tomma insgeheim fest. Nach den Raben nun auch noch Eidechsen. Und wie sie es erwartet hatte, waren auch im Inneren überall Echsen zu sehen. Irgendwann würde sie Thaddea fragen, was es damit auf sich hatte. Doch heute brannten ihr ganz andere Fragen auf der Zunge. Tomma staunte nicht schlecht, als sie feststellte, dass scheinbar alle Hausdamen ebenfalls hier versammelt waren. Sophie kam lächelnd auf sie zu und nahm ihr den Parka ab. „Was machen sie denn hier, Sophie?“, fragte Tomma. Sophie lächelte und erwiderte: „Wir haben alle Marie geholfen, ein kleines Abendessen zuzubereiten.“

Thaddea winkte alle in den Salon und die Hausdamen brachten kurz darauf eine Menge Häppchen auf Tellern und Platten herein. Anscheinend schien es ein längerer Abend zu werden, vermutete Tomma. Und obwohl sie um achtzehn Uhr ein wenig gegessen hatte, freute sie sich über die Stärkung. Interessanterweise hatte sie nämlich Hunger. „In den Zeitlinien zu reisen macht hungrig“, sagte Thaddea und bot Tomma an, sich zu bedienen. Tomma fand es immer noch irritierend, dass Thaddea dauernd ihre Gedanken las. Aber sie konnte es ihr auch nicht verübeln. Denn was heute geschehen war, war noch surrealer als alles andere zuvor. Und nach ihrem kurzen Anfall gestern, war es auch verständlich, dass Thaddea ein wenig misstrauisch war, wie sie reagieren würde.

„Meine Damen, setzen wir uns alle doch einmal um den Tisch herum“, unterbrach Thaddea das Stimmengewirr. „Ich glaube, wir sind Tomma nun doch einige Erklärungen schuldig.“ Tomma setzte sich und erwartete gespannt, was sie nun erfahren würde.

„Liebe Tomma, das was du gerade erlebt hast, war eine sehr kurze Reise in eine andere Dimension. Das Mausoleum von Hannah ist eines der Portale in London, wo dies zu bestimmten Zeiten möglich ist. Hannah war eine der Gründerinnen von Ravenroost Ridge und stellt nun ihr Mausoleum immer noch für unsere Kontakte in andere Dimensionen oder Zeitlinien zur Verfügung. Dass der Schlüssel verschwinden musste, war natürlich kein Zufall und auch nicht, dass der britische Denkmalschutz unerbittlich verbietet, ein neues Schloss einzubauen. Auch wir haben unsere Kontakte in die Gesellschaft.“

Tomma nickte, obwohl sie es nicht ganz verstand. Aber sie verstand so vieles in Ravenroost Ridge nicht. „Und wer war diese Hannah?“, hakte sie dann gleich nach. „Und woher kam sie und wohin ist sie dann verschwunden?“ „Das war Hannah Courtoy, die Eigentümerin des Mausoleums“, sagte Thaddea. Tomma verstand kein Wort. „Aber Hannah Courtoy ist doch schon vor langer Zeit gestorben…“ sagte sie nur und ihre Stimme schien zu versagen. „Aber nur in dieser einen Zeitlinie“, antwortete Thaddea. „Das ist genau das, was du nun vorzeitig erfahren musst. Nur eines vorab: Das Mausoleum ist kein Grab, sondern es ist ein Dimensionstor. Sie hat damals unter allen Möglichkeiten die ihres Grabes gewählt, weil dieses am längsten unangetastet stehen würde.“


Und nun bitte ich dich um einige Tage Geduld, damit ich das Zuhause von Ravenroost Ridge fertigstellen, und dich mit weiteren Informationen versorgen kann.

Ich wünsche dir einen ganz wunderbaren Dreikönigstag

Ganz liebe Grüße

Manou

Weil du es verdienst, dein seelengerechtes Leben zu leben!

8 responses to “Das Dreikönigsfest und Ravenroost Ridge”

  1. Avatar von Antonia Braditsch
    Antonia Braditsch

    Liebe Manou,
    danke für diese spannende Geschichte!!! Sie ist wunderbar und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung!
    Liebe Grüße, Antonia

    PS: Mit „Echtzeit“ meinst du, dass du eine Folge schreibst und sie dann gleich veröffentlichst – ohne zu wissen, wie es weitergeht??? DAS IST ECHT FASZINIEREND!

    1. Liebe Antonia, vielen Fank für dein Interesse 🥰 mit Echtzeit meine ich, dass das, was in RRR geschieht, in einer Zeitlinie zur gleichen Zeit passiert

  2. Avatar von Gertrud Maria Reitbauer
    Gertrud Maria Reitbauer

    Wunderbar danke ich freue mich schon darauf, wie es weitergeht

    1. Das wirst du bald erfahren, liebe Gertrud 🥰

  3. Danke dir für diese wundervolle Geschichte! Bin darin wahrlich eingetaucht….. freue mich auf den Fortsetzung!

    1. Darüber freue ich mich sehr 🥰

  4. Liebe Manou! Ich habe mich jeden Tag auf deine Geschichte gefreut! Sie ist so magisch und gleichzeitg spannend! Ich freue mich aufs Weiterlesen!
    Liebe Grüße
    Sandra Feigl

    1. Dankeschön liebe Sandra 🥰 es gibt auch schon ganz bald weiter 😍

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