Heute ist der erste Portaltag einer zehntägigen Serie und er steht unter dem Aspekt des Wandels. Und hier geht es in erster Linie darum, den Wandel zu akzeptieren. Wenn Umstände sich verbessern sollen, muss zunächst das Alte weichen. Das gilt auch im persönlichen Leben. Beziehungen unterliegen dem Wandel und das Leben an sich ist reinster Wandel. Doch oftmals wollen wir den Wandel nicht. Wir wollen das, was ist, erhalten – um jeden Preis! Doch so funktioniert das Leben nicht, denn es muss sich ständig verändern. Das Leben selbst probiert sich aus.

Der derzeitige Wandel und der erste Portaltag

Viele Strukturen fallen derzeit dem Wandel zum Opfer. Unternehmen schließen, Umstände verändern sich. Das ist natürlich für die betroffenen Menschen zunächst schlimm. Doch aus dem Alten, das nun bis zu seinen Grundfesten zerstört ist, kann wieder etwas Neues geschaffen werden. Es dürfen neue Strukturn entstehen. Auch die politischen Lager unterliegen einem Wandel. Wer vor ein paar Jahrzehnten noch für Frieden und Pazifismus stand, befeuert nun den Krieg. Und aus „Waffen zu Pflugscharen“ wurde „Waffen für die, mit denen wir sympathisieren.“ Auch diesen Wandel gilt es zu akzeptieren, auch wenn es schwer fällt. (Und mir fällt es schwer!) Doch nichts ist hinderlicher für eine neue Gemeinschaft, als die Erneuerung aufzuhalten. Es gilt am heutigen 1. Portaltag, den Wandel willkommen zu heißen.

Mein persönlicher Wandel am ersten Portaltag

Bei mir wandelt sich heute meine Webseite. Im hinteren Bereich, dem Backend, hat sie sich bereits verändert. Nun wird dieser Wandel auch vorne stattfinden, im Frontend. Daher wundert Euch bitte nicht, wenn Ihr heute ein wenig Durcheinander auf der Webseite findet. Ich habe es so vorbereitet, dass die Links alle noch funktionieren (sollten!). Bis heute Abend wird sie in neuem Glanz erstrahlen. Auch diese Dinge dürfen sich verändern. Ich persönlich liebe den Wandel, daher wird mir der heutige Portaltag nicht schwer fallen.

Das Mantra des ersten Portaltages

„Ich begrüße den Wandel, der alles auf eine neue Stufe hebt.“

Gedicht „Stufen“ von Hermmann Hesse

Ich liebe dieses Gedicht von Hermann Hesse schon seit meiner Jugend. Deshalb möchte ich es heute mit Euch teilen, obwohl die meisten von Euch es wahrscheinlich kennen. Aber es ist immer aktuell.

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Ich habe zum Thema „Wandel“ schon einige Artikel geschrieben. Wenn Ihr sie (noch einmal) lesen wollt, ich verlinke sie hier:

Nichts ist so beständig wie der Wandel

Wenn alles sich wandelt, wandle Dich mit

Die sieben Stufen des spirituellen Erwachens

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen wunderschönen wandelhaften ersten Portaltag am heutigen Dienstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von HANSUAN FABREGAS auf Pixabay

2 Kommentare zu „1. Portaltag: Wandel

  1. Danke Manou, für deine guten Worte und das coole Gedicht
    Gestern träumte ich von Loslassen und Neubeginn – und es war gut🌟

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