Ich habe einen Freund in der geistigen Welt, der, als er noch ein physischen Körper hatte, Sozialarbeiter war und ein Jugendzentrum im sozialen Brennpunkt eines Ballungsgebietes in Deutschland geleitet hat. Ich war, als ich noch viel jünger war, auch oft dort und habe erlebt, wie gekonnt er Streit schlichtete und vor allen Dingen, wie gut er auf die, oftmals recht schwierigen, Jugendlichen eingehen konnte. Er war ein ruhender Pol in Brandung. Da er auch Musiker war, hat in diesem Jugendzentrum oftmals seine Band gespielt und immer dann war ich dort. Ich liebte seine Musik. Und ich liebte ihn für sein Sein. Ich war begeistert davon, welche natürliche Autorität er verstrahlte und wie die jungen Leute an seinen Lippen hingen. Er sah aus, wie einer von ihnen. Lange Haare, Schnauzbart, Che Guevara Mütze auf dem Kopf. Und doch war er so anders.

Dieser Freund ist am Tag vor seinem sechzigsten Geburtstag auf dem Sofa sitzend in die geistige Welt gereist und hat seinen Körper hier gelassen. Und nun habe ich ja die beiden jüngeren Kinder, die jetzt in einem Alter sind, indem sie sich auch auf Partys und Feste begeben und wobei sie sich außerhalb des elterlichen Schutzes befinden. Und das soll auch so sein. Und trotzdem habe ich manches Mal meine Bedenken, wenn sie so unterwegs sind. Und jetzt kommt mein Freund ins Spiel. Ich bitte ihn in diesen Momenten, sie zu begleiten. Ich weiß, dass unter seiner Aufsicht nichts passieren kann. Er ist in der Lage, jede schwierige Situation zu umschiffen und doch wird er ihnen genügend Freiraum lassen, sich selbst auszuprobieren.

Eines Tages fuhr meine Tochter am sehr späten Abend mit dem Zug nach Hause. Da wir recht abgelegen wohnen, ist der Zug um diese Uhrzeit ab der vorletzten Station vor unserer meist ziemlich leer. Und das machte mir an diesem Abend ein ungutes Gefühl. Ich bat meinen Freund, sie zu begleiten. Als ich sie am Bahnhof abholte sah ich, dass sie die Einzige war, die ausstieg und sagte zu ihr: „Oh, warst du ganz alleine im Zug?“ Und sie antwortete: „Ja, aber ich saß auf einem Viererplatz und hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass mir gegenüber jemand sitzt. Aber da war niemand.“ Ich erzählte ihr von meinem Freund und dass er sie begleitet hatte und sie war sich dann nicht sicher, ob ihr die Gesellschaft eines Menschen ohne Körper lieber war, als alleine zu fahren. Aber für mich war es ein wahnsinnig gutes Gefühl, dass er sogar seine Präsenz so deutlich spürbar machen konnte, dass jemand, der keine Ahnung hatte, dass da noch jemand mitfuhr, es auch wahrnehmen konnte. Und so bitte ich ihn jederzeit, wenn ich das Gefühl habe, dass es mich beruhigen würde, wenn die Kinder nicht ganz so unbeaufsichtig sind, mitzugehen.

Und da ich ihn gestern Abend auch gebeten hatte, meinen Sohn zu begleiten, und dieser sehr früh zurückgekommen ist, habe ich mich innerlich lachend gerade bei meinem Freund bedankt und gesagt, dass ich es gut fand, dass er ihn so früh nach Hause begleitet hat. In diesem Moment merkte ich, dass er sich auf einem der Campingstühle niedergelassen hat und mich lachend ansah und seinen Schnurrbart zwiebelte, wie er das früher immer getan hatte. Und er sagte, dass es ihm Freude macht, auch jetzt noch in der physischen Welt eine Aufgabe zu haben und dass er es gerne tut.

Und dies erlebe ich auch in Jenseitskontakten immer wieder. Die Menschen in der geistigen Welt möchten uns noch zur Seite stehen. Sie helfen und unterstützen uns. Je mehr wir uns dessen gewahr sind, umso besser können sie uns helfen. Wir können und sollen sie darum bitten. Gegen unseren Willen, bzw. ohne unseren Auftrag, können sie kaum etwas tun, aber wenn wir sie darum bitten, dann stehen sie uns liebend gerne zur Seite.

Ich möchte Euch mit dieser Geschichte dazu ermutigen, dass Ihr Euch auch an die Menschen in der geistigen Welt wendet, wenn Ihr auf irgendeine Art Hilfe braucht. Sie sind da und sie möchten Euch gerne beistehen.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Donnerstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Enrique Meseguer auf Pixabay

5 Kommentare zu „Wie uns Menschen aus der geistigen Welt helfen – eine wahre Geschichte

  1. Das ist herrlich, ich wünsche mir so oft ich würde das alles so fühlen und sehen können….das Interesse ist da, der Glaube ist da, es geschehen manchmal Dinge wo ich weiß da wurde mit Sicherheit geholfen, aber es ‚fehlt“ immer so ein entscheidendes Teil im Puzzle…..
    Schönen Urlaub noch liebe Manou🙏🥰 Maria 🐞

  2. Eine wunderschöne Geschichte!!!
    Wenn meine Tochter erfährt, bitte ich auch immer meine Krafttiere, auf sie aufzupassen🥰!

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