Dienstag spirituell betrachtet

Während der Montag eher der träumende und planende Tag ist, ist der heutige Dienstag wunderbar geeignet, Dinge einfach abzuarbeiten. Was gestern geplant wurde, kann heute umgesetzt werden. Ich lade Euch ein, einmal für Euch zu fühlen, ob Euch die Dinge anhand der Tagesqualitäten nicht leichter von der Hand gehen. Für mich stellen sie schon lange die übergeordneten Strukturen dar und so weit ich kann, orientiere ich mich an diesem Rhythmus. Heute können wir also alle die Dinge erledigen, die schon lange erledigt werden sollten. Es kann geschaffen werden.

Der Planet des Dienstags ist der Mars

Im Französischen Wort für Dienstag steckt der Mars noch drin = Mardi. Der Mars als Kriegsgott, als schaffender und gestaltender Herrscher führt die Qualität dieses Tages an. Wir sind voller Mut, Schaffenskraft und Tatkraft. Natürlich wirken – gerade auch derzeit – auch andere Qualitäten, die vielleicht die Tagesqualität überlagern, aber es ist ja auch eine Entscheidung, welcher Qualität und welcher Energie wir unsere Aufmerksam schenken mögen.

Rudolf Steiner sagt spannende Dinge über die Mars, die ich Euch hier gerne einfügen möchte. Quelle: Anthrowiki

Mars ist der Sitz jener Marswesenheiten, die die Empfindungsseele anregen (Lit.: GA 98, S. 198, GA 102, S. 59f). Die Marssphäre ist das Herrschaftsgebiet der Geister der Bewegung, die die Herren der alten Monden-Entwicklung waren. Führender Erzengel der Marssphäre ist Samael.

Bis etwa zum 16. Jahrhundert war der Mars in absteigender Entwicklung begriffen. Aus den Impulsen, die der Mars der Erde und der Menschheit bis dahin geben konnte, ist die moderne Naturwissenschaft entstanden. Nachdem der Buddha seine letzte irdische Inkarnation durchgemacht hatte, ist er zum Mars aufgestiegen, um hier eine neue Mission zu erfüllen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts vollzog er hier eine Tat, die für den Mars eine ähnliche Bedeutung hat, wie das Mysterium von Golgatha für die Erde. Es gelang ihm dadurch die Mars-Kräfte zu besänftigen und damit begann eine aufsteigende Entwicklung des Mars. Damit erfüllte sich die Mission des Buddha auf dem Mars (vgl. GA 130, S. 319ff).

In der ersten Hälfte der Erdentwicklung, als die Erde noch nicht im physischen Zustand war, kam es zu einer Durchdringung mit den Mars-Kräften. Dadurch ist auf Erden das Eisen entstanden. Im menschlichen Organismus offenbart sich der Mars vor allem durch die Gallentätigkeit und in der Sprache durch den Vokal E. Von den Bäumen entspricht dem Mars insbesonders die Eiche.

Das Metall des Dienstags: Das Eisen

Das Eisen ist die Grundlage unserer Zivilisation, daher möchte ich noch einmal Rudolf Steiner dazu zu Wort kommen lassen, um die große Bedeutung des Eisens für uns Menschen darzustellen. Quelle: Anthrowiki

„Die Marskräfte bewahren uns vor dem Verfließen in dem Wärmeelemente. Würden die Marskräfte nicht in der richtigen Weise da sein, so würde der Mensch in der Wärme ausfließen. Es ist das sogar das Wichtigste im Menschen, denn weil er in sich mehr Wärme hat, als in seiner Umgebung vorhanden ist, ist er fortwährend in der Gefahr, im Wärmeelemente auszufließen. Daher müssen die Marskräfte geradezu im Menschen konzentriert sein. Und das geschieht durch das Eisen, das der Mensch im Blute hat. Das Eisen enthält Kräfte, die mit den Marskräften gleich sind.“ (Lit.: GA 213, S. 59)

Tatsächlich entstammt das irdische Eisen nach den okkulten Forschungen Rudolf Steiners auch substanziell der Marssphäre. Das irdische Eisen ist ein Überbleibsel des sog. Marsdurchganges, der sich etwa zu der Zeit ereignete, als sich der Mond von der Erde loslöste:

„Gleichzeitig mit der Trennung der Sonne und des Mondes von der Erde fand ein anderes Weltereignis statt: der Durchgang des Mars durch die Erde. Die Substanzen der beiden Weltkörper Mars und Erde waren dazumal so dünn, daß der Mars seiner Substanz nach durch den Erdenkörper hindurchgehen konnte. Er ließ einen Stoff zurück, den die Erde früher nicht hatte: das Eisen.“ (Lit.: GA 101, S. 88)

Das Blut ist das primäre Werkzeug des menschlichen Ichs und das Eisen im Blut ist das Inkarnationsmetall schlechthin. Es verbindet Kosmos und Erde und ermöglicht es dem Menschen sein geistiges Wesen, sein Ich, mit seinem irdischen Wesen, mit seinem Leib zu verbinden.

Das Getreide des Dienstags ist die Gerste

Die Gerste ist ein – in unseren Breiten – nur noch selten verwendetes Getreide. Ich selbst kenne sie noch von früher als Gerstengraupen, die ich aber nie sonderlich gemocht habe. Die Gerste verleiht uns ebenfalls die Kräfte des Mutes und der tätigen Kraft.

Hier habe ich ein wunderbares Rezept gefunden: Quelle: Waldorfshop.eu

Das Gersten-Rezept des Dienstags

Gerstenwasser (Es gilt in England als beliebtes Mittel gegen Erkältungskrankheiten).

100g Gerste
2 L Wasser
1/2 Zimtstange
2 Datteln oder Feigen, kleingeschnitten
5 Nelken
1/2 Zitrone kleingeschnitten
2 EL Honig
500ml Apfelsaft
2 Prisen Salz
Die Gerste im Wasser über Nacht einweichen lassen. Gewürze und Zitrone hinzugeben und 2 Stunden köcheln lassen. Anschließend abkühlen lassen und mit dem Saft, Honig und Salz vermischen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen wunderbaren tatkräftigen Dienstag.

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Wolfgang Sojer auf Pixabay

4 Kommentare zu „Dienstag spirituell betrachtet

  1. Liebe Manu,
    zur Gerste möchte ich noch folgendes ergänzen: Mein Großvater war immer sehr erpicht darauf, dass an unsere Pferde nur eine bestimmte (kleine) Menge Gerste gefüttert wurde, damit sie nicht „wild“ und zu lebendig/aggressiv wurden, weil sie mit ihrer Kraft und Energie nichts anzufangen wussten.
    Liebe Grüße, Antonia

    Gefällt 1 Person

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