Spiritualität des Geldes

Geld regiert die Welt…das ist ein Spruch, der bereits im Jahr 1616 bei Georg Henisch aufgetaucht ist. Mittlerweile dürfen wir es ergänzen: Geld und Daten regieren die Welt. Aber während die Daten hauptsächlich für die großen digitalen Konzerne geldwert sind, ist es bei den meisten Menschen das Geld, das dem einen Menschen große Freude und Genugtuung und dem anderen ein Grund zur ewigen Verzweiflung ist. Und natürlich gibt es alles dazwischen. Doch kaum jemanden lässt das Thema Geld vollständig kalt. Daher möchte ich dieses Thema einmal genauer betrachten.

Was ist Geld eigentlich?

Was wir heute als Geld bezeichnen ist ja nicht mehr als ein Symbol. Und es ist ein Tauschmittel. Wenn wir einen 100-Euro-Schein zücken, dann ist dieser Schein zwar die Kaufkraft von 100 Euro wert, aber er selbst trägt den Wert nicht in sich. Während in den Anfangsjahren hauptsächlich Materialien wie Edelmetalle oder Edelsteine als Geld verwendet wurden, die den Wert in sich selbst trugen, ist es heute eine reine Definition, was dieses Geld wert ist. Diese Definition ist veränderlich – das sehen wir bei der Inflation besonders gut.

Welche Macht hat Geld?

Wer genügend Geld hat, hat mehr Freiheiten als ein Mensch, der wenig oder gar kein Geld hat. Geld ist die Eintrittskarte für Wohnen, Essen, Reisen, medizinische Versorgung und so weiter. Geld kann man mit Freiheit gleichsetzen. Menschen mit viel Geld genießen auch oft ein deutlich höheres Ansehen – durch die Macht der Materie. Auch treten Menschen mit Geld oftmals sehr viel selbstbewusster auf, da sie über viel mehr Eintittskarten für die gesellschaftliche Teilhabe verfügen, als Menschen ohne oder mit wenig Geld. Dies alleine umgibt sie oftmals mit dem Charisma der Macht und der Persönlichkeit. Ganz besonders ausgeprägt ist dies bei Menschen, die aus Familien des sogenannten „alten Geldes“ stammen. Diese sind bereits seit frühester Kindheit dahingehend konditioniert, dass sich zu dem Thema „Macht der Materie“ auch noch das Thema „Macht der Abstammung“ gesellt. Menschen, die erst neuerdings zu Geld gekommen sind, zeigen dies nicht selten sehr deutlich durch übertriebene Statussymbole und das sogenannte „neureiche Gehabe“. Doch in jeden Falle drückt nahezu jeder Mensch alleine durch sein Auftreten seinen finanziellen Status aus.

Wer Geld hat, kann wählen

Der Hauptgrund, der Geld so attraktiv macht ist der, dass Menschen mit Geld wählen können, was sie NICHT tun wollen. Sie können Dinge oder Umstände abwählen, während ein Mensch mit wenig Geld oftmals alles tun muss, um zu einer weiteren kleinen Summe Geldes zu gelangen. Und darin liegt die unglaubliche Sprengkraft, die im Thema Geld steckt. Es spielt im Großen und Ganzen keine Rolle ob man im New Yorker oder bei Versace einkauft, aber es spielt eine große Rolle wofür man seine Lebenszeit tauscht. Wer tagein tagaus seine kostbare Lebenszeit eintauschen muss gegen eine trostlose Beschäftigung, die kaum mehr als das bloße Überleben sichert, fühlt sich eingeengt und nicht selten entlädt sich dies als Wut auf die anderen, die nicht in einer solchen Situation stecken.

Geld ist Energie

Wenn wir uns bewusst machen, dass Geld genauso Energie ist, wie jede andere Energie, dann können wir auch davon ausgehen, dass wir den Geldfluss wie jeden anderen Energiefluss befördern oder blockieren können. Wir können jede Art von Energiefluss steuern. Energie in Form zu Geld darf zu uns fließen, wenn wir uns dieser Energie öffnen. Wenn wir diese Energie aber bewusst oder unbewusst ablehnen, dann werden wir den Zufluss stoppen, oder im schlechtesten Fall niemals in Gang bringen. Leider existieren seit ewigen Zeiten sehr negative Glaubenssätze zum Thema Geld, dass es notwendig sein wird, diese einmal zu betrachten.

Negative Glaubenssätze zu Geld

  • Geld verdirbt den Charakter – kann sein, muss aber nicht. Wir können ja selbst entscheiden, was wir mit Geld machen oder nicht.
  • Geld alleine macht auch nicht glücklich – stimmt! Aber unglücklich macht es auch nicht. Glücklich sein und Geld haben ist auch eine Option.
  • Wer Geld hat, hat Sorgen – das kann sein, aber eines ist sicher: Wer kein Geld hat, hat auf jeden Fall Sorgen
  • Lieber arm und gesund als reich und krank – ein besonders schwachsinniger Spruch, da man ja auch die Option reich und gesund wählen könnte
  • Es gibt Wichtigers als Geld – auf jeden Fall! Aber solange man in Geldnöten ist, verbraucht man eine Menge Zeit und Energie damit
  • Was der Eine zuviel hat, hat ein Anderer zu wenig – da Geld ja nur ein Symbol ist, ist es in beliebiger Menge verfügbar. Das Universum ist mit allen Dingen üppig und verschwenderisch.

So könnten wir ewig weitermachen. Wichtig ist zu erkennen, dass Geld – solange man nur ausreichend davon hat – eigentlich gar keine soooo große Bedeutung hat. Die erhält es erst, wenn zu wenig davon da ist.

Spirituelle Menschen sprechen nicht gerne über Geld

Das stimmt! Weil ganz viele – gerade spirituelle Menschen – zu wenig davon haben. Zu tief sind die Glaubenssätze verankert, dass man entweder gut oder wohlhabend sein kann. Oder dass man für spirituelle Arbeit kein Geld verlangen darf, da es ja eine „Gabe“ ist.

Wenn Menschen verlangen, dass man spirituelle Arbeit für Gotteslohn tun soll

Immer wieder taucht diese Forderung auf, dass man als Medium, als Geistheiler, als Energetiker kein Geld für seine Arbeit verlangen sollte. Diese Forderung kommt interessanterweise immer von Menschen, die einfach selbst nichts bezahlen möchten. Ist okay. Aber ziehen Sie sich bitte diesen Schuh nicht an. Jeder Mensch darf frei entscheiden, für welchen Gegenwert er seine Lebenszeit zur Verfügung stellt. Das macht ein Anwalt, Arzt oder Architekt auch (ich weiß, dass es bei allen dreien eine Gebührenordnung gibt. Diese bietet aber eine Menge Spielraum.)

Wenn man Geld anziehen möchte

Wenn man Geld anziehen möchte, dann ist es zunächst gut, wenn man mit seinen alten Glaubenssätzen aufräumt. Wer denkt, dass Geld schlecht ist, wird es nicht anziehen. Wenn man erkennt, dass Geld vollkommen neutral ist, dann darf es ins Leben fließen. Was jeder Einzelne mit seinem Geld macht, bleibt jedem selbst überlassen. Ob man es zu Gucci trägt oder einem Obdachlosen etwas schenkt, ob man das vierzehnte Auto kauft oder einen Privatjet oder an Ärzte ohne Grenzen spendet, oder beides…das entscheidet jeder Mensch aus seiner Freiheit heraus. Und das ist gut so. Es steht niemandem zu, einem Menschen vorzuschreiben, was er mit seinem Geld machen soll. Wer sich ständig darüber mockiert, dass superreiche Menschen nicht genügend von ihrem Geld abgeben, darf einfach damit beginnen, selbst viel Geld zu ernten und dann zu entscheiden, was er damit machen möchte.

Das Geld entmystifizieren

Geld hat keinen Eigenwillen und auch keinen eigenen Sinn. Ob wir es in unser Leben lassen oder wozu es verwendet wird, liegt an den Menschen selbst. Daher möchte ich heute dazu inspirieren, die eigenen Glaubenssätzen zu Geld einmal zu hinterfragen.

Ich wünsche einen wunderschönen Dienstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

6 Kommentare zu „Spiritualität des Geldes

  1. Ganz toller Beitrag. Etwas fürs Kopfkino :-). Vielen Dank dafür. Es ist genauso, Geld sollte fliessen und es ist schön, wenn man das ohne Nöte und Sorgen einfach geschehen lassen kann. Das Thema Geld schreibt auf dieser Welt schon lange die unglaublichsten Geschichten – von überirdisch gut bis unterirdisch schlecht – und jeder ist mit seiner eigenen irgendwo dabei.

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