Sich Ruhe zu gönnen

Sich Ruhe zu gönnen ist oftmals gar nicht so einfach. Gerade berufstätige Menschen haben meist ein großes Programm am Wochenende. Der Haushalt und die Wäsche will gemacht werden und es warten eine Menge anderer Aufgaben. Ich habe das bis vor Kurzem auch so gemacht, dass ich am Sonntag alles erledigt habe, was ich unter der Woche nicht geschafft habe. Aber das habe ich nun für mich geändert.

Es ist so wichtig, sich an einem Tag der Woche Ruhe zu gönnen

Mir geht es so, dass mir montags alles viel leichter von der Hand geht, wenn ich einen Tag Pause hatte. Und ja, das ist nicht leicht, schließlich sehe ich, was alles liegengeblieben ist. Und doch brauche ich auch diese Ruhe im Kopf, die ich erhalte, wenn ich meine Strickarbeit vor mir habe und kreativ bin. Dazu ist unter der Woche meist nicht so viel Zeit. Aber der Sonntag ist ein wunderbarer Tag dafür, sich selbst ein wenig Ruhe zu gönnen, die Gedanken streifen zu lassen und die Welt aus einer neuen Perspektive heraus zu betrachten.

Weil ich mir heute Ruhe gönne, schreibe ich nicht allzu viel

Ich möchte dich dazu inspirieren, auch dir selbst diesen einen Tag, diesen Sonntag, Ruhe zu gönnen und einfach einmal alles liegen zu lassen. Es läuft ja sowieso nicht weg. Und wenn du am Montag ausgeruht bist, fallen dir wahrscheinlich auch viele Dinge ein, die sonst im Alltag nicht gesehen werden.

Sich Ruhe gönnen ohne schlechtes Gewissen

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe einen schrecklichen inneren Antreiber in mir, der mir permanent versucht einzuflüstern, was unbedingt alles getan werden muss. Und ich übe mich darin, diesen Antreiber am Sonntag in die Pause zu schicken. Denn ein seelengerechtes Leben braucht Pausen. Die Seele braucht diese Momente der Besinnung und Entschleunigung.

Ich wünsche dir einen wunderschönen, ruhigen Sonntag

Ich wünsche dir, dass auch du heute einfach mal alles liegen lassen kannst und dich dem widmest, was deine Seele nährt. Ich werde heute einen schönen Brunch machen, danach ein Schläfchen und dann stricken und nebenbei ein Hörbuch hören. Und all die dringenden und wichtigen Dinge bekommen morgen wieder den Raum, den sie verlangen. Aber heute ist Ruhe angesagt.

Falls du weiterlesen magst: Das Sonntags-Wunder

Und hier: Fünf Schritte zum inneren Frieden

Ich schicke dir ganz liebe Grüße in deinen Sonntag

Manou

Live the soul friendly and spiritual life you deserve!

Bild von Anrita auf Pixabay

Fünf Schritte zum inneren Frieden

Der innere Frieden ist so unermesslich wichtig, weil dieser die Ressource zu unserer inneren Kraft ist. Wir haben oftmals ein quantitatives Verständnis der Welt und denken: Nur viel hilft viel. Aber das stimmt nicht. Die geistige Welt ist qualitativ ausgerichtet. Zum Beispiel bringen ein paar Minuten intensive Meditation mehr, als Stunden der Halbherzigkeit. Und deshalb ist es so unermesslich wichtig, dass wir zuallererst unseren Frieden in uns finden. Dann sind wir überhaupt erst in der Lage, etwas Anderes mit Erfolg umzusetzen. Weil wir dann aus der Ganzheit unseres Wesens heraus agieren.

1. Den inneren Saboteur entlarven

Die meisten Menschen haben in sich einen inneren Saboteur, der sie immer wieder daran hindert, wirklich zu sich selbst zu kommen. Es kommt nie die Zeit, das zu tun, was das Herz wirklich will, sondern es steht immer eine – wie auch immer geartete – Pflicht zwischen dem Herzen und dem Herzenswunsch. Kaum wäre es möglich, sich um die wirklich aus dem Inneren kommenden Dinge zu kümmern, prescht der Saboteur herein und zeigt auf, was stattdessen noch getan werden muss. Innerlich läuft damit immer ein Motor, der uns nicht zur Ruhe kommen lässt. Der erste Schritt ist also, dies einmal zu erkennen und den inneren Saboteur zu benennen. Manchmal hilft es, ihm einen Namen zu geben. Die Stimme des Saboteurs erinnert oftmals auch an jemanden aus unserer Vergangenheit. Er spricht oft in den Worten der Mutter oder des Vaters oder anderer Personen, die uns tief geprägt haben. Daher ist es gut, zwischen sich selbst und dem Saboteur zu unterscheiden. Wenn uns bewusst ist, dass diese Gedanken jetzt nicht aus den Tiefen unseres Seins kommen, ja, dass sie nicht einmal etwas mit uns selbst zu tun haben, sondern Sätze sind, die andere Menschen früher zu uns gesagt haben, dann ist es leichter, sich Schritt für Schritt davon zu distanzieren.

2. Den inneren Frieden erfühlen

Manchmal steht vor dem Erreichen des inneren Friedens auch noch, dass wir ihn gar nicht kennen. Viele Menschen sind es so sehr gewohnt sich selbst durchs Leben zu peitschen oder peitschen zu lassen, dass ihnen gar nicht bewusst ist, wie sich so ein innerer Friede anfühlen könnte. Der innere Friede ist der Zustand, den wir erreichen, wenn wir einen Moment ganz im Einklang mit uns sind. Für manche Menschen ist es der Moment am Abend, mit einer Tasse Tee und einem guten Buch. Für andere Menschen ist es der Moment während eines Spazierganges im Wald. Der zweite Schritt ist, die Erinnerung zu durchforsten, wann wir – ganz alleine mit uns selbst – einen Moment der tiefen Zufriedenheit, Ruhe und Ausgeglichenheit verspürt haben. Die größte Verirrung hierbei ist, dass viele Menschen diesen Zustand gerne abhängig machen davon, ob sie einen liebenden Partner an ihrer Seite haben, oder nicht. Dies ist ein riesengroßer Trugschluss. Wenn der innere Friede nur in der Verbindung mit einem anderen Menschen spürbar wäre, dann wären wir in einer fatalen Abhängigkeit. Der innere Friede ist zutiefst persönlich – nur wir mit uns selbst.

3. Die äußeren Störfaktoren erkennen und ausschalten

Am meisten werden die Menschen aus dem inneren Frieden gerissen, wenn sie sich dauernd die Nachrichten und Informationen von außen zuführen. Dies ist wunderbar dazu geeignet, dass man niemals innerlich zur Ruhe kommt. Wir brauchen keine Angst zu haben, dass uns wichtige Neuigkeiten entgehen. Das ist in der heutigen Zeit gar nicht möglich. Aber wenn wir uns stets – von den derzeit ja fast stündlich wechselnden – Nachrichten aus der Ruhe bringen lassen, sind wir irgendwann ein nervliches Wrack und insofern auch nicht mehr in der Lage, das Geschehen zu beeinflussen. Manche Menschen stellen sich auch dauernd anderen Menschen zur Verfügung, die dies dann als selbstverständlich betrachten, ihre Bedürfnisse stets zu äußern. Wenn wir in Gefahr laufen, ständig für andere Menschen erreichbar sein zu müssen, dann dürfen wir uns getrost fragen, ob wir wirklich soooo wichtig sind, dass diese Bedürfnisse nicht noch warten können, bis wieder die richtige Zeit dafür ist. Natürlich gilt das nicht, wenn man kleine Kinder hat. Dies ist sicher eine Ausnahmezeit. Aber auch kleine Kinder schlafen einmal und dann darf man sich überlegen, ob das Geschirr in der Küche jetzt wirklich wichtiger ist, als das, was wir eigentlich nun gerne tun wollen.

4. Anerkennen, dass wir niemals alles erledigt haben werden

Dies ist ein so banaler wie wichtiger Punkt, da die meisten Menschen dem Irrtum unterliegen, dass sie erst dann zur Ruhe und somit in den Frieden kommen können, wenn alles andere erledigt ist. Und es ist erstaunlich, wie stoisch wir daran Jahrzehnte festhalten können. Aber niemals ist alles erledigt. Es wird immer irgendetwas auf uns warten, das noch erledigt werden will. Das wird sich nie ändern. Wenn für einen Moment alles erledigt ist, taucht bereits das nächste schon wieder auf. Daher dürfen wir lernen, mit dem Unperfekten zu leben. Überlegen wir doch einmal: Wollen wir am letzten unserer Erdentage auf ein Leben zurückblicken, in dem kein Staubkörnchen auf unseren Möbeln gelegen ist, oder wollen wir lieber auf ein Leben blicken, in dem wir das, was in uns geschlummert hat, zur Entfaltung gebracht haben? Ich denke, die Frage ist leicht zu beantworten. Daher dürfen wir – wenn wir wollen – ab sofort damit beginnen, das Unperfekte zu lieben und stattdessen unserer Seele die Freiräume gestatten, die sie braucht.

5. Mit uns selbst im Reinen sein

Wenn wir gelernt haben, mit dem Unperfekten zu leben, wenn wir auch aufgehört haben, unseren inneren Frieden von anderen Menschen abhängig zu machen, wenn wir die äußeren Störfaktoren abgestellt haben und unseren inneren Saboteur kennen, dann dürfen wir damit beginnen, uns so zu lieben, wie wir sind. Wir mögen nicht perfekt sein, aber das Leben liebt uns, wie wir sind. Daher dürfen wir diesen Faden aufgreifen und uns mit der gleichen Liebe und Fürsorge behandeln, wie wir andere Menschen oft ganz selbstverständlich behandeln. Wir dürfen dafür sorgen, dass wir Zeit und Raum haben, um mit uns selbst zu sein und wo wir nichts und niemanden brauchen, um uns wohl zu fühlen. Wenn wir diesen Zustand erreichen, sind wir innerlich im Frieden mit uns selbst. Und aus dieser Kraft heraus, ist soviel möglich. Aus genau dieser Kraft heraus können wir Berge versetzen. Nicht mit blindem Aktionismus sondern mit der absoluten Fokussierung auf das nächste, kleinere oder größere Ziel. Alles andere ist kraftlos und verschwendete Energie. Fangen wir mit uns selbst an, seien wir uns selbst der beste Freund, die beste Freundin und leben wir in dem Frieden, den wir uns in der Welt wünschen. Und leben wir in der Freiheit, die wir uns in der Welt wünschen. Dann wird alles gut! Dann ist alles gut!

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen allen einen wunderschönen Montag Heute ist Mond-Tag, die Kraft des Mondes begleitet uns und sorgt für ein klein wenig Raum für Träume. Der Mond wirkt auf das Wässrige und das Wasser steht für die Tiefen in uns und lässt uns spüren, wohin unsere Reise gehen darf.

Eure Manou Gardner aka Manuela Pusker

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