Meine heutige Blockade – ich weiß nicht, was ich schreiben werde

Just heute, am 183. Tag der Morgen-Impulse, also genau in der Halbzeit der 365-Tage-Morgen-Impuls-Challenge, habe ich eine völlige Blockade. Zwei Artikel habe ich bereits wieder gelöscht. Ich habe nämlich eine grundsätzliche Sinnfrage. Soll ich weiter Artikel schreiben, worin ich die Menschen beschwichtige und besänftige, oder soll ich sagen, was wirklich ist? Soll ich wirklich darüber schreiben, wie sehr der Hut schon brennt? Ich weiß es nicht. Bisher sah ich meine Aufgabe darin, die Stimmung der Menschen oben zu halten, damit niemand die Hoffnung aufgibt und weiter vertraut, dass alles gut werden wird. Doch heute Nacht ist mir bewusst geworden, dass es nur dann gut werden wird, wenn die Menschen auch endlich ihre Verantwortung übernehmen. Was ist mein Beitrag dazu? Ich habe heute den Verdacht, dass ich, wenn ich weitermache wie bisher, ein Teil des Problems bin.

Es reicht nicht, abzuwarten und zu hoffen

Es reicht bei Weitem nicht, wenn wir – als Menschheit – nur abwarten und hoffen, sondern wir müssen aktiv werden. Auf welcher Ebene wir aktiv werden, das bleibt jedem selbst überlassen. Aber wir dürfen die Dinge, wie sie jetzt laufen, nicht einfach geschehen lassen. Ich bin Pazifistin – auf der einen Seite. Aber ich bin auf der anderen Seite auch Amazone – wenn es sein muss, ziehe ich auch in den Kampf. Darauf hat mich mein Leben vorbereitet. Ich habe genügend Krisen überlebt, um zu wissen, dass es manchmal gut ist, die Dinge auszusitzen. Aber dann gibt es Momente, wo das Aussitzen nicht mehr reicht. Dann muss man aktiv werden. Diese Aktivität hat nicht zwingend etwas mit Aggressivität zu tun. Es geht vielmehr darum, endlich den verwöhnten Hintern zu erheben und die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Es geht nur in Zusammenarbeit mit der geistigen Welt

Wer mir bis hierher gefolgt ist, weiß, dass ich darüber schon X-mal geschrieben habe. Aber ist es auch angekommen? Wie viele Menschen sind denn bereit, wirklich eine Kooperation mit der geistigen Welt zu suchen? Viele wollen es gerne, erkennen aber nicht, dass es mit ein paar mal meditieren nicht getan ist. Ich habe diesem Thema nahezu 40 (!) Jahre meines Lebens gewidmet und es ist mir möglich, mit der geistigen Welt zusammenzuarbeiten. Doch dies ist mir nicht in den Schoß gefallen. Es waren harte, teilweise frustrierende Jahre, und doch war es notwendig. Wo sind die Menschen, die bereit sind, eine Zeit ihres Lebens wirklich daran arbeiten zu wollen? Es ist kein Hobby, es wird überlebenswichtig werden – eines Tages. Und da nicht alle Menschen dies sehen, braucht es ein paar friedvolle KriegerInnen, die mit in diesen „Kampf“ ziehen. Frauen und Männer die bereit sind, einen Teil ihres Lebens dafür zu nutzen, diese Kooperation zu suchen und dann auch zu leben und wieder andere Menschen zu inspirieren.

Unsere größte Kraft ist die Herzenskraft – das mutige Herz wird gebraucht

Viele glauben immer noch, wenn sie nur brav und friedlich bleiben, dann wird alles gut werden. Bullshit! Wird es nicht. Wir brauchen die Herzenskraft. Aber die Herzenskraft ist nicht nur die Kraft der Liebe. Es ist auch die Kraft des Mutes. Das mutige Herz wird nun gebraucht. Und dazu noch der messerscharfe Verstand. Wo kann ich etwas erreichen? Dort bringe ich mich ein. Wo kann ich nichts erreichen? Dort spare ich meine Kräfte. Mut und Klugheit sind die angeforderten Eigenschaften. Wir müssen diese nun aktivieren und uns von Trägheit und Bequemlichkeit verabschieden.

Die Menschen wurden gezielt zu Weicheiern gemacht – das hat Methode!

Wollen die Menschen nun, an so einem wichtigen Punkt der Menschheitsentwicklung, wirklich weiter auf dem Sofa sitzen und Nabelschau betreiben? Können wir bitte endlich anfangen, auch über den eigenen Tellerrand hinaus zu denken? Können wir aufhören, uns von den Systemmedien an der Nase herumführen zu lassen und schon wieder einen Schuldigen zu suchen. Mir ist egal, wer derzeit der Böse oder der Gute ist, es geht darum, dass Vieles, was um uns herum geschieht, von langer Hand geplant und inszeniert ist und dass wir nun endlich erkennen müssen, dass wir uns unsere eigene Meinung bilden müssen. Wissen und Information ist eine Holschuld, keine Bringschuld.

So, das musste nun raus. Ich mag keine weichgespülten Worte von mir geben, wenn es ernst ist. Wenngleich ich es nach wie vor wichtig finde, in der Mitte zu bleiben. Aber aus der Mitte heraus zu handeln ist gefragt und nicht, aus der Mitte heraus weiterzudösen und das Verlorene zu beklagen. Und ganz ehrlich: Das Verloren kommt nie wieder! Aber wir haben es noch in der Hand, mitzuwirken an dem, was kommen wird.

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Samstag und vielleicht regen meine – heute etwas eindringlicheren Worte – ja den einen oder anderen Menschen zum Nachdenken an.

Eure

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von Christine Engelhardt auf Pixabay