Wenn du nicht voran kommst, liegt es nicht daran, dass du zu faul oder zu dumm bist, sondern es liegt zu einem großen Teil daran, dass du müde bist, weil du zu viele Entscheidungen treffen musst. Bei den meisten Menschen beginnt es bereits am Morgen: Was soll ich frühstücken? Was soll ich anziehen? Womit beginne ich meinen Tag? Und so weiter… Falls du selbstständig bist oder bereits in Pension, ist diese Gefahr sogar noch viel größer…
Wenn du nicht voran kommst
Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die bis Mittag bereits eine Menge Entscheidungen getroffen haben. Das können recht belanglose Entscheidungen sein, aber sie machen müde. Sie erschöpfen dein Gehirn und nehmen viel zu viel Raum ein, den du für andere, wichtigere Dinge brauchen würdest. Du kannst dir das so vorstellen: Du hast einen Tank für Entscheidungsenergie. Der wird jede Nacht neu gefüllt. Aber er reicht nur für eine bestimmte Anzahl von Entscheidungen. Wenn du nicht voran kommst, kann es sein, dass du bereits viel zu viele Entscheidungen getroffen hast.
Wie es mir erging
Mir erging es nicht anders. Als Selbstständige hatte ich tagtäglich eine Menge Entscheidungen zu treffen. Was soll ich heute tun, um mein Business voran zu bringen? Was sind die nächsten Schritte? Was will ich heute essen? Was ziehe ich zu welcher Gelegenheit an? Treffe ich mich mit jemandem oder nicht? All das hat mich erschöpft und ausgelaugt. Daher habe ich irgendwann die riesige Entscheidung gefällt, nicht mehr soviel entscheiden zu wollen. Und das sieht so aus:
Entscheidungen im Vorfeld treffen
- Ich führe einen Kalender. Was nicht drin steht, wird – außer in einem Notfall – nicht gemacht – das heißt, ich habe die Entscheidungen bereits getroffen und muss nicht täglich neu überlegen
- Ich esse meist die gleichen Dinge zum Frühstück, meist auch um die gleiche Uhrzeit. Da denke ich nicht weiter darüber nach
- Wenn ich von zuhause aus arbeite und keine persönlichen Termine habe, trage ich bequeme Kleidung, mach mich aber trotzdem am Morgen soweit fertig, dass ich auch jederzeit wen empfangen könnte.
- Ich habe wöchentliche Routinen für das Familienessen. Sonntags koche ich für Montag vor, Dienstag gibt es meist Gemüsesuppe (auch wenn alle die Nase hochziehen)… und so weiter
- Ich habe klare Arbeitsroutinen. Zuerst Morgenseiten, dann Morgenimpuls, dann schreiben, dann Erledigungen… und so weiter. Klienten nur an bestimmten Tagen und frühestens ab 10.00 Uhr, besser sogar erst ab 11.00. Dann habe ich nämlich die anderen Dinge bereits erledigt.
- Ich lasse keine Störungen zu. Spontane Besuche von Menschen sind höchst unerwünscht, weil sie mich aus meinen Routinen reißen. Wer mich besuchen möchte, muss einen Termin mit mir vereinbaren. Das geht selten spontan – und ja, das stieß anfangs auf Empörung bei ein paar Menschen, aber mittlerweile haben sich alle daran gewöhnt.
- Zeitfresser habe ich abgestellt. Menschen, die mich nur besuchen oder anrufen, um mir ihr Leid zu klagen – immer und immer wieder, habe ich aus meinem Leben verbannt. Wenn ich meine Zeit mit Menschen verbringe, möchte ich keine Klagemauer sein.
- Anrufe nehme ich nur entgegen, wenn ich gerade auch Zeit habe. Oder ich sage gleich, dass ich später zurückrufe. Es zerstört ebenfalls meine Routinen, wenn ich durch Anrufe gestört werde.
Dies sind nur ein paar kleine Ideen, die dir helfen können, für dich eigene Routinen aufzustellen.
Routinen helfen dir voran zu kommen
Routinen klingen langweilig, und ich fand lange, dass alleine das Wort „Routine“ schon so unsexy ist, dass ich mich dagegen gewehrt hatte – selbst als ich schon längst welche eingeführt hatte. Routinen vereinfachen das Leben, weil du die Entscheidung nur einmal treffen musst und dann kannst du dich einfach danach richten. Du kannst trotzdem in einem gewissen Umfang flexibel bleiben, aber du wirst nicht mehr erschöpft sein, weil du mit deinem Entscheidungs-Tank besser haushaltest.
Ich wünsche dir einen wunderschönen Start in die Woche
Ganz liebe Grüße
Manou
Weil du es verdienst, dein seelengerechtes Leben zu leben!









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