Die Rauhnächte nähern sich dem Ende und Ravenroost Ridge

Die Rauhnächte nähern sich nun ihrem Ende und ich hoffe, du konntest wertvolle Erfahrungen machen. Und selbst, wenn dir dies nicht gelungen sein sollte, so hast du in diesem Jahr noch viele Gelegenheiten, zu echten Erkenntnissen zu kommen. Die geistige Welt verschließt die Türen längst nicht mehr so dicht, wie dies früher der Fall gewesen ist. Es ist jederzeit möglich in den Kontakt mit der geistigen Welt und somit in den Kontakt zu dir selbst zu treten.

Die Rauhnächte nähern sich dem Ende

Wenn die Rauhnächte zu Ende gehen, stellst du dir vielleicht die Frage: Was sollst du nun mit den teilweise bruchstückhaften Erkenntnissen anfangen? Diese Frage ist durchaus berechtigt und es ist auch normal, dass Erkenntnisse in Bruchstücken vor deinem inneren Auge erscheinen. Vor allen Dingen fehlt oftmals der Bezug zum eigenen Leben und insbesondere auch zum Alltag. Daher schließen wir gleich am Montag an mit unserem Webinar über den Seelenplan.

Dabei geht es darum, einen Eindruck zu erlangen, wer du eigentlich bist. Welche Aspekte von dir anzuschauen sind, um den Ruf deiner Seele zu vernehmen. Viele Dinge spielen dabei eine Rolle:

  • Frühere Inkarnationen
  • geistige Begleiter
  • Karmische Fragen
  • Aufzeichnungen in der Akasha Chronik
  • und vieles mehr…

Wir werden dir am Montag einen ersten Überblick verschaffen, wie du deinen Seelenplan erkennen kannst.

Wann: Montag, 08.01.2024 um 18.00 Uhr

Wo: Online via Zoo,

Kosten: Keine

Anmeldung unter: manuela@pusker.at mit dem Betreffe „Webinar Seelenplan“

Und nun schauen wir, was in Ravenroost Ridge wohl heute los ist

Zwölfter Teil von Ravenroost Ridge

„Ich habe über Telekinese gelesen, aber als ich es zuhause ausprobiert habe, hat es nicht funktioniert.“ Tomma fiel in diesem Moment auf, dass sie Rose Mansion plötzlich als ihr Zuhause bezeichnet hatte. Sie stutzte. War es das tatsächlich? Und war es jetzt wirklich an der Zeit, all ihre Zweifel über Bord zu werfen und einfach hier anzukommen?

Offensichtlich hatte sie doch ein paar Fähigkeiten. Aber noch war sie nicht überzeugt. Sie konzentrierte sich erneut auf die Zuckerdose, doch nichts geschah. „Warum klappt es jetzt kein zweites Mal?“, fragte sie Jacky, die sehr genau beobachtet hatte, dass Tomma versuchte, das Phänomen noch einmal zu wiederholen. „Vermutlich liegt es daran, dass du es vorhin ganz automatisch gemacht hast und jetzt schwingt in deiner Absicht Misstrauen mit.“

Tomma dachte nach. Das klang plausibel. Und tatsächlich hatte sie vorhin nur den Wunsch, Jacky die Zuckerdose zu reichen. Dabei bewegte sie sich von ganz alleine. Nun war es so, dass sie sich selbst und Jacky beweisen wollte, dass es klappte. Dieses Wollen schien die Kräfte zu verunmöglichen. Aber wie konnte man etwas lernen und üben ohne zu wollen?

Jacky sagte: „Bei mir ist auch so. Wenn ich rausgehe und will unbedingt etwas mit den Gnomen besprechen, kann ich sie oft erst dann wahrnehmen, wenn ich bereits resigniert aufgegeben habe. Dann zeigen sie sich plötzlich. Ich denke, es geht uns allen so. Solange wir in unserem Alltagsdenken stecken, steht etwas zwischen uns. Heute zum Beispiel habe ich gar nicht darüber nachgedacht, dass ich die Gnome frage, wegen den Pilzen. Ich machte mich einfach auf die Suche und plötzlich waren sie da und zeigten mir die Orte, an denen sie wuchsen. Wir müssen, um unsere Kräfte zu nutzen, weitgehend frei von eigenen Absichten sein.“

Tomma versuchte es an dem Abend noch ein paar Mal, aber es wollte einfach nicht mehr klappen. Und doch war sie ganz elektrisiert von der Vorstellung, dass sie vielleicht tatsächlich Gegenstände mit der Kraft ihres Geistes bewegen konnte. Nur war sie noch ratlos wie sie die Absichtslosigkeit mit ihrem Wunsch zu üben vereinbaren konnte. Kurz vor dreiundzwanzig Uhr verabschiedete sie sich von Jacky. Es war ein schöner Abend gewesen und Tommas Herz fühlte sich deutlich leichter an. Jacky und Fairy Mansion hatten ihr den Blick auf das Zauberhafte von Ravenroost Ridge zurückgegeben.

Am nächsten Morgen konnte Tomma es kaum erwarten, ihre Lektüre aufzunehmen. Es regnete und sie war ganz froh darüber. Sie wollte sich heute lieber nicht mehr mit Ivy, der Parkdeva, unterhalten. Wer wusste schon, welche Gedanken dann kommen würden. Daher war sie den ganzen Vormittag tief in verschiedenen Büchern zur Telekinese versunken. Sie lernte über die geistige Haltung, mit der solche Phänomene möglich wurden und auch darüber, wie Zweifel diese Fähigkeiten tatsächlich negativ beeinflussen. Kurz vor dem Mittagessen schaute Thaddea vorbei. „Wie geht’s dir Tomma?“, fragte sie ohne Umschweife. „Danke Thaddea, es geht mir heute schon deutlich besser. Es tut mir leid, dass ich gestern so einen Anfall hatte.“ Thaddea lächelte. „Schon vergessen. Die meisten von uns verstehen das. Wir hatten alle unsere Fragen, als wir nach Ravenroost Ridge gekommen sind. Nur wenige waren so unkompliziert wie Jacky.“

Thaddea studierte die Buchrücken des Stapels, der sich auf dem Couchtisch befand. „Jacky hat mir schon erzählt, dass du gestern die Zuckerdose telekinetisch bewegt hast. Das ist großartig. Deine Fähigkeiten zeigen sich sehr schnell. Das ist ein Hinweis darauf, dass du bald als vollständiges Mitglied hier aufgenommen werden kannst. Und deshalb werden wir dich heute auch mitnehmen. Dein Abendessen bei Judith entfällt, wir sind heute Abend auf einer Mission, die sich ganz plötzlich gezeigt hat. Das ist ein wenig außerplanmäßig, aber es ist auch ein guter Augenblick, dich schon etwas tiefer in die Materie einsteigen zu lassen.“

Tomma war überrascht. „Und was für eine Mission wird das sein? Thaddea lächelte. Das sagen wir dir heute Abend. Sophie macht dir heute um 18.00 Uhr ein Abendessen zurecht und danach treffen wir uns Punkt 19.00 Uhr am Eingangstor. Stell dich darauf ein, dass wir sehr spät zurückkommen werden.“ Thaddea drehte sich an der Tür noch einmal um und fügte hinzu: „Und zieh bequeme Kleidung an. Warm und praktisch wäre perfekt.“ Mit diesen Worten wandte sie sich zur Tür und ging. Tomma saß auf dem Sofa und grübelte. Sie war aufgeregt und gespannt auf diese Mission. Nun fiel es ihr schwer, sich auf die Lektüre zu konzentrieren.

Der Nachmittag zog sich zäh in die Länge, weil Tomma es kaum erwarten konnte, dass die Uhr gegen sieben vorrückte. Sie hatte intensiv ihre Garderobe inspiziert und sich für einen warmen Wollpullover, Jeans und Chelsea Boots entschieden. Darüber zog sie noch einen leichten Parka. Bereits um viertel vor sieben machte sie sich auf den Weg zum Tor. Unterwegs traf sie Andrea, die ebenfalls sehr praktisch gekleidet war. Tomma traute sich nicht zu fragen, wohin der Ausflug heute ging. Sie würde es schon noch sehen.

Vor dem Tor standen bereits vier Black Cabs und Thaddea verteilte alle Damen in die Autos. Tomma saß mit Thaddea und Andrea in einem der Wagen. Punkt sieben setzte sich der Konvoi in Richtung Innenstadt in Bewegung. Thaddea beobachtete Tomma genau, die sich bemühte, möglichst gelassen zu wirken. Doch der Konvoi der vier Black Cabs mit allen Damen an Bord machte schon Eindruck auf Tomma und sie war mehr als angespannt. Was würde heute geschehen und wohin fuhren sie?

Thaddea lächelte und sagte: „Du musst nicht allzu lange warten. Wir werden schon bald am Ziel angekommen sein. Ich möchte dich nur bitten, dass du die ganze Zeit an meiner Seite bleibst und dich an alle Anweisungen hältst, die ich dir gebe.“ Tomma nickte still, denn sie spürte die Ernsthaftigkeit hinter Thaddeas Worten.

Die Wagen bogen nun bereits langsam in die Fulham Road ein und Tomma hatte bereits einen Verdacht, was das Ziel sein konnte. Wenige Augenblicke später hielten sie vor dem Eingang des Brompton Friedhofes. „Nicht euer Ernst“, murmelte Tomma halblaut und Thaddea und Jacky grinsten. „Der Friedhof ist seit mindestens zwei Stunden geschlossen“, wisperte Tomma noch, als sie bereits vor dem Eingangstor standen.

„Nicht für uns“, erwiderte Thaddea und zog einen ähnlichen Schlüssel wie den von Ravenroost Ridge aus der Tasche um das Tor zu öffnen. Leise betraten sie alle gemeinsam den Friedhof. Es war mittlerweile stockdunkel und nur am Eingang brannten ein paar Lichter. Der innere Teil des Friedhofs lag komplett in der Dunkelheit. „Deine Augen werden sich an das fehlende Licht gewöhnen und außerdem kennen wir den Weg“, wisperte Thaddea.

Gemeinsam gingen sie tiefer in den Friedhof hinein. Die Dunkelheit schien sie gnädig zu umfangen. Wenn jemand den Tross von älteren Damen gesehen hätte, der sich über die Wege des Brompton Friedhofes einem, für Tomma noch unbekanntem, Ziel näherte, hätte er sich sicher sehr gewundert. Nicht nur die Dunkelheit machte den Friedhof unheimlich, auch der Nebel zwischen den Gräbern und auf den Rasenflächen schuf eine unwirkliche und gruselige Atmosphäre.

Tomma war froh, sich dicht neben Thaddea halten zu können. Tatsächlich hatten ihre Augen sich nun an die Dunkelheit gewöhnt und sie sah zumindest die Umrisse der Grabsteine und Mausoleen. Am liebsten hätte sich Tomma bei Thaddea eingehakt. Aber so vertraut waren sie nun auch wieder nicht. Außerdem zeigten die anderen Ladies alle keinerlei Angst. Lediglich ein angespanntes Schweigen konnte Tomma wahrnehmen.

Sehr still wanderten sie durch das weitläufige Areal, bis sie sich dem Mausoleum der Hannah Courtoy näherten. Tomma kannte das Mausoleum, um das sich viele Legenden rankten. Angeblich barg es im Inneren ein Geheimnis. Tomma hatte die Berichte in den Zeitungen hin und wieder gelesen, die alle paar Jahre erschienen. Manche schrieben über eine Zeitmaschine und allerlei anderes Zeug. Allerdings hatte sie diese als bloßen Quatsch oder Sensationslust der Journalisten betrachtet. Niemals hätte sie so etwas geglaubt.

Als Tomma darüber nachdachte, was sie über das geheimnisvolle Mausoleum von Hannah Courtoy alles gelesen hatte, stellte sie fest, dass ihr diese Erinnerung wie aus einem früheren Leben erschien. Damals war es ganz klar für sie, dass all diese Legenden und Mythen ausgemachter Blödsinn waren. Heute dachte sie darüber schon ein wenig anders und ihre Spannung wuchs von Sekunde zu Sekunde.

Doch was wollten sie nun hier? Den Berichten zufolge war der Schlüssel zum Mausoleum seit hundertfünfzig Jahren verschwunden und der Denkmalschutz verhinderte, dass das Schloss getauscht werden konnte. Dies war ja genau der Aspekt, der die Mythen befeuerte. Einerseits die seltsamen, ägyptisch anmutenden Schriftzeichen, die rund um die Eingangstür angebracht waren, und andererseits die Tatsache, dass es seit hundertfünfzig Jahren niemandem möglich war, das Mausoleum zu betreten, befeuerte die Phantasie der Menschen.

Und nun stand sie mit elf weiteren Frauen in der Dunkelheit vor diesem seltsamen Bauwerk. Was wollten sie hier nur? Langsam und leise versammelten sie sich alle vor dem Eingang des maximal vier Quadratmeter großen Mausoleums. Doch Tomma beruhigte sich. Sie konnten glücklicherweise ja nicht hineingehen. Also wartete sie gespannt, was als nächstes kam.

Und wieder wühlte Thaddea in ihrer Tasche und zog erneut einen Schlüssel hervor, der problemlos in das Schloss des Mausoleums passte. Tomma schnappte nach Luft. Das konnte doch nicht wahr sein! „Ihr habt den Schlüssel!“, zischte sie und sah im Dunkeln dass Thaddea wieder grinste. Tomma hatte die alten Damen ganz offensichtlich unterschätzt. War sie bisher der Meinung gewesen, dass selbst wenn an dem ganzen Gerede über übersinnliche Erlebnisse etwas dran sein sollte, sich dies auf Ravenroost Ridge beschränkte, schien das Ganze doch ganz plötzlich noch andere Dimensionen anzunehmen. Die Tür öffnete sich lautlos und Thaddea winkte allen, ihr zu folgen.


Und morgen gehts weiter…

Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag

Ganz liebe Grüße

Manou

Weil du es verdienst, dein seelengerechtes Leben zu leben!

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