Die Energie im Januar: Alte Ängste und Ravenroost Ridge

Die Energie im Januar ist so, dass alte Ängste noch einmal zutage treten. Dies kann auch gekoppelt sein mit körperlichen Schwächegefühlen, Erkältungen, die einfach nicht weichen wollen und so weiter. Der Januar bringt noch einmal ein wenig Chaos ins Feld, das aber lediglich dazu dient, dass wir uns der alten Welt, die wir gerade verlassen, noch einmal bewusst werden.

Die Energie im Januar: Alte Ängste

Alte Ängste sind sehr unangenehm zu spüren und deshalb wirkt es fast ein wenig enttäuschend, wenn der Januar nicht mit dieser gewaltigen Erneuerungsenergie kommt. Das Gegenteil ist bei vielen Menschen der Fall: Es darf noch einmal alles angeschaut werden, was danach verabschiedet werden darf. Es sind noch rund eineinhalb Monate, bis wir in der Drachenenergie des Jahres 2024 angekommen sind bis dahin kann die Energie im Januar ein wenig chaotisch werden.

Was kannst du tun?

Um die Energie im Januar trotzdem für dich nutzen zu können, kannst du mit Dankbarkeit all dies noch einmal anschauen. Was sind das für Ängste? Aus welcher Zeit kommen sie? Kommen sie aus dieser Inkarnation, oder aus einer anderen? Was ist wirklich dein Weg? Woher kommst du und wohin gehst du?

Das alles sind Fragen, die sehr eng mit deinem Seelenplan zusammenhängen. Ich möchte dich daher noch einmal einladen, kommenden Montag bei unserem kostenlosen Webinar zum Seelenplan dabei zu sein.

Wann: Montag, 08.01.2024

Wo: Online via Zoom

Kosten: keine, es ist kostenlos

Anmeldung unter: manuela@pusker.at

Und nun geht`s ab nach Ravenroost Ridge!

Neunter Teil von Ravenroost Ridge

Wer unterhielt sich da mit ihr? Wurde sie langsam verrückt? Und plötzlich galoppierten Tommas Gedanken davon. Ein Gedanke reihte sich plötzlich an den nächsten. Das ging so schnell, dass sie keine Chance hatte, diese aufkeimenden Gedanken zu bremsen.

Es erschien ihr plötzlich alles höchst merkwürdig und es war, wie aus einem Drogenrausch zu erwachen. Hatte sie vorher noch viele bunte Farben und Muster gesehen, so war sie urplötzlich wieder in der tristen, grauen Realität angekommen.

Ihre eigene Veränderung in den wenigen Tagen war doch total absurd gewesen! Hatte sie sich das alles denn nur eingeredet oder einreden wollen? War es nicht einfach nur sehr verlockend erschienen, nach dem, was sie mit Rob erlebt hatte, in einer Art Gemeinschaft mit geheimnisvollen Frauen zu leben? Hatte dies ihr Urteilsvermögen getrübt? Es begann ja bereits damit, dass sie vor dem Gerichtsgebäude einfach zu Thaddea, Jacky und Phillipa ins Taxi gestiegen war. Als rationales Verhalten konnte man das schließlich nicht bezeichnen. Sie war 25 Jahre lang mit einem Anwalt verheiratet gewesen – ihm wäre das ganz sicher nicht passiert. Was war nur mit ihr los?

Und dann wurde sie an einen Ort gebracht, an dem scheinbar bereits alle auf sie gewartet hatten. Tomma schüttelte den Kopf. Sie war wirklich sehr naiv gewesen. Wieso sollte ausgerechnet jemand auf sie warten? Sie war nichts als eine fulminant gescheiterte Existenz. Aber für einen kurzen Moment hatte das Gefühl, etwas Besonderes zu sein und in einen erlauchten Kreis aufgenommen zu werden, ihre Sinne vernebelt.

Oder war es vielleicht noch viel schlimmer und sie war verrückt geworden und dies alles fand nur in ihrer Phantasie statt? Aber wo war sie dann in der Realität? Immer schneller und schneller wirbelten die Gedanken durch Tommas Kopf. Und obwohl sie bereits ihre Fäuste an die Schläfen presste, hörte das Karussell in ihrem Kopf nicht auf.

Und schon tauchte ein nächster schrecklicher Gedanke auf: Vielleicht war ja ganz Ravenroost Ridge in Wahrheit eine offene Psychiatrie? Und die Hausdamen waren die Pflegerinnen? Dann wüsste sie zumindest wo sie war und war nicht ganz in ihrer Psychose gefangen. Langsam wurde das Drehen der Gedanken weniger und sie merkte, dass sie einem perfiden Plan auf die Spur gekommen war.

Tomma fing an zu grübeln. Hatte sie selbst bisher irgendwelche Fähigkeiten bei den Damen wahrgenommen? Thaddea hatte ihre Gedanken gelesen. Sie hatten über ihr ganzes Leben Bescheid gewusst. Aber waren das Beweise für übersinnliche Fähigkeiten, oder hatte sie nur gut recherchiert und auf ihre Reaktionen geachtet? Als Journalistin wusste Tomma, dass man nahezu jede Information über einen bestimmten Menschen erhalten konnte, wenn man gute Quellen hatte. Vielleicht war Thaddeas Quelle ja sogar Rob selbst gewesen.

Dass Andrea angeblich mit Raben sprechen konnte, klang ja auch ziemlich unglaubwürdig und ließ sich nicht beweisen. Ihre Ohnmacht in Andreas Haus konnte sie sich zwar nicht erklären, aber Menschen wurden immer mal wieder ohne ersichtlichen Grund ohnmächtig. Das war definitiv auch kein Beweis.

Hatte womöglich Rob dies alles arrangiert, um sie aus dem Verkehr zu ziehen? War sie vielleicht, ohne dass sie es bemerkt hatte, verrückt geworden und sie war gar nicht nur geschieden, sondern auch gleich entmündigt worden und die anderen Frauen hier hatten das gleiche Schicksal? Immerhin hatte sie gerade versucht, sich mit einem Park zu unterhalten.

Tomma verspürte Angst. Nach all den wunderschönen Momenten kroch ein ganz schales und ernüchterndes Gefühl in ihr empor. War ihr Ravenroost Ridge vor wenigen Minuten als die Erfüllung all ihrer Träume und als der beste Ort der Welt erschienen, so überkam so fühlte sich plötzlich Bedrohung. Sie musste nachdenken. Das konnte sie am besten während sie ging.

Auf dem Weg zurück zu Rose Mansion wurden ihre Zweifel immer stärker. Es lag auf der Hand. Sie war einem gemeinen Komplott auf den Leim gegangen! Nun musste sie strategisch denken und sich Klarheit verschaffen. Bis jetzt war sie ohne jegliche Grundlage davon ausgegangen, dass alle Anwesenden hier die Wahrheit sprachen. Aber wie oft hatte sie schon erlebt, dass Menschen logen? Die Behaglichkeit von Ravenroost Ridge schien ihren Verstand lahmgelegt haben, falls sie überhaupt noch über Verstand verfügte. Vielleicht war das ja genauso gewollt? Sie hatte keinerlei Evidenzen dafür, dass das, was hier geschah nur irgendeinen Bezug zur Realität hatte.

Auf halbem Weg kam ihr eine Idee. Wenn das eine Art offener Psychiatrie war, dann musste das Tor vorne am Eingang zu Ravenroost Ridge verschlossen sein. Sie würde es herausfinden! Je länger sie darüber nachdachte, desto mehr Indizien fand sie, dass nicht nur sie, sondern auch alle anderen eine psychiatrische Erkrankung hatten. Alleine die bonbonbunten zweiteiligen Kleider, die die drei trugen, als sie sie vor dem Gerichtssaal abholten. Wer trug so etwas jemals außer der Queen und Queen Mum? Tomma beschleunigte ihre Schritte immer mehr. Und der kurze Hinweis, dass die Queen, diese zarte elegante Dame der anderen, also bösen Seite angehörte. Das war ja alles komplett verrückt! Wie hatte sie nur so dumm sein können?

Mittlerweile rannte sie fast. Als sie das Tor erreichte, war sie völlig außer Atem. Sie war ja nur bei ihrer Ankunft hier gewesen und dabei war ihr nicht aufgefallen, dass der ganze Eingang vergittert war. Es war also kein Tor, über das man einfach so klettern konnte. Wie sie befürchtet hatte, war das Tor verschlossen. Sie erinnerte sich auch daran, dass Thaddea es bei der Ankunft mit einem großen altmodischen Schlüssel geöffnet hatte. Tomma rüttelte an den schmiedeeisernen Stäben und nun kam Panik in ihr auf. Rob, der verdammte Mistkerl hatte sie nicht nur enteignet, sondern auch gleich entmündigt. Und sie war darauf reingefallen! So hatte er sie ein für alle Mal aus dem Weg geräumt.

Sie musste zurück nach Rose Mansion! Es musste einen Schlüssel geben. Wenn Sophie ihre Pflegerin war, hatte sie einen Schlüssel! Tomma hastete zurück und Sophie kam ihr in der Halle entgegen. „Gibt es einen Schlüssel zu dem Tor am Eingang?“, fuhr sie Sophie an, ohne sie auch nur zu begrüßen. Sophie runzelte die Stirn, als sie Tomma in diesem aufgelösten Zustand sah. „Selbstverständlich Lady Tomma. Aber was möchten sie denn tun?“, hakte sie nach.

„Ich will hier raus!“, schrie Tomma und nun rannen Tränen über ihre Wangen. Wie konnte sie so dumm und naiv gewesen sein? „Bitte beruhigen sie sich Lady Tomma! Erzählen sie mir doch erst einmal, was passiert ist?“, versuchte Sophie sie zu beruhigen. Doch Tomma war nicht im Geringsten gewillt, sich beruhigen zu lassen, denn schließlich war das ja die Aufgabe, die Sophie ganz offensichtlich hatte.

„Ich will nur den Schlüssel und dann so schnell wie möglich weg von hier“, schluchzte Tomma. „Aber sie wissen doch, dass Lady Thaddea gesagt hatte, dass sie nicht rausgehen sollen, solange sie ihre Fähigkeiten nicht beherrschen.“ Tomma hielt kurz inne. Das war der Beweis! „Sie waren nicht anwesend, als Thaddea das gesagt hat!“, sagte sie aufgebracht und nun wurde alles in ihr innerlich kalt. „Sie sind eine Lügnerin und ich lasse mich hier nicht einsperren! Noch bin ich im Besitz meines Verstandes und ich will auf der Stelle hier weg. Geben sie mir unverzüglich den Schlüssel!“

Sophie zögerte und Tomma sah ihr an, dass sie verunsichert war. Tommas Herz raste, sie musste es schaffen, dass Sophie ihr den Schlüssel gab. Deshalb ging sie drohend ein paar Schritte auf sie zu. Sophie wich zurück und griff in einen kleinen Kasten an der Wand. Noch einmal zögerte sie. Tomma sah den Schlüsselbund in ihrer Hand, trat einen Schritt näher und entriss ihn ihr. Ja! Sie hatte es geschafft. Sie konnte sich nun befreien.

Sophie wirkte verzweifelt und rief: „Lady Tomma, das ist nicht klug! Sie sollte sich zuerst einmal beruhigen.“ Doch Tomma hörte nicht mehr hin. Sie rannte noch hinauf in das Schlafzimmer, suchte ihre Handtasche und eilte wortlos zur Tür. Was für ein Glück, dass sie dem allem hier noch rechtzeitig auf die Schliche gekommen war. Auf dem Weg zum Tor überlegte sie kurz, was sie als nächstes tun sollte. Sie würde zum Bankschließfach fahren und ihre Wertgegenstände holen und sich dann in ein günstiges Hotel einmieten, bis sie eine Wohnung gefunden hatte. Vor Tommas Auge entstand ein Plan.


Und morgen geht`s weiter.

Ganz liebe Grüße in deinen Tag!

Manou

Weil du es verdienst, dein seelengerechtes Leben zu leben!

4 responses to “Die Energie im Januar: Alte Ängste und Ravenroost Ridge”

  1. Es wird immer spannender, wahrlich, zumal, wie ich verstand, der Roman eine Wahrheit einkleidet 💖

    1. Nicht nur eine 😁

      1. 💖👍😀

      2. 💖👍😀

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