Wenn Männer keine Männer mehr sind und Frauen keine Frauen

Ich kann den Sturm der Empörung schon hören. Aber das ist mir egal, schließlich habe ich früher sogar Diversity unterrichtet. Aber damals ging es darum, den TeilnehmerInnen (ja- in solchen Fällen verwende ich das Binnen-I, weil ich es richtig finde) nahezubringen, dass es Normen und Normvarianten gibt. Es war mir damals ein Anliegen, für die Normvarianten, sei es in sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identifikation, körperlicher Beeinträchtigung etc. Verständnis zu wecken und zu sensibilisieren. Dieser Meinung bin ich immer noch. Doch was ich derzeit erlebe, ist der Versuch, die Normvarianten zur (besseren!) Norm zu erheben. Es gab zu jeder Zeit Menschen, die sich selbst im falschen Körper empfanden, die eine variantenreiche sexuelle Orientierung haben – das ist nicht das Problem, das ich heute sehe (solange es keinem schadet). Heute sehe ich das Problem, dass es fast schon absurd ist, wenn man Menschen in Männer und Frauen unterteilt. Aber wir sind Männer und Frauen und das ist auch gut so!

Das Absurditätenkabinett ist unermesslich

Da sollen Frauen als menstruierende Menschen bezeichnet werden, weil….ja warum eigentlich? Weil vielleicht eines Tages auch Männer menstruieren? Da dürfen Elternteile nicht mehr Mutter und Vater genannt werden, weil es auch gleichgeschlechtliche Eltern gibt. Ja, die gibt es. Aber die große Mehrheit der Eltern setzt sich nun einmal aus Mutter und Vater zusammen. So funktioniert das mit der Befruchtung – Eizelle trifft Spermium. Alles andere soll von mir aus ganz in Ordnung sein, doch müssen wir nun nicht die ganze Biologie auf den Kopf stellen. Ich bin weder homophob noch ewig gestrig, noch halte ich an überalterten Normen fest. Es gibt einfach Dinge, die gut sind wie sie sind. Und dazu gehören auch die Geschlechterrollen. Ich bin nun weit in meinen 50ern und ich finde es immer noch gut, dass Männer kräftiger sind als Frauen und die schweren Arbeiten verrichten – auch hier gibt es Ausnahmen und das ist auch okay – und dass Frauen generell der empathischere Teil der Bevölkerung sind und sich mehr auf die zwischenmenschliche Ebene konzentrieren. Auch hier gibt es selbstverständlich Ausnahmen.

Gleichberechtigung ist nicht Gleichmachung

Als Frau sehe ich, dass der Feminismus zwar ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Diskurses war und ist, doch sind auch sehr viele Frauen in eine Falle getappt, bzw. geschickt worden. War es noch vor ein paar Jahrzehnten völlig normal, dass Frauen sich nach der Geburt eines Kindes für die nächsten Jahre der Brutpflege gewidmet haben, so ist es heute absolut wichtig, dass frau möglichst rasch wieder in den Arbeitsalltag einsteigt. Möglichst in Vollzeit, damit sie nicht in ein Karriereloch fällt. Das ist für die meisten Frauen eine immense Überforderung und für die Kinder eine Quelle unglaublichen Leides. Fremdbetreuung bzw. familienergänzende Betreuung in einem sehr frühen Alter ist Kindern nun einmal nicht zuträglich, egal was Interessensgruppen dazu immer wieder an Behauptungen aufstellen. Anstatt Mütter staatlich so zu versorgen, damit sie zumindest drei Jahre bei vollem Gehalt zuhause bleiben können, werden Abermillionen in die Betreuung der unter Dreijährigen investiert. Falls eine Frau das dringende Bedürfnis nach einer sofortigen Wiederaufnahme des Arbeitslebens hat, sollte ihr das selbstverständlich freistehen. Menschen sind verschieden, auch innerhalb der Geschlechter. Jedoch, dass nun von Frauen erwartet wird, dass sie die gleiche außerhäusliche Arbeitsleistung wie ihre nicht-gebärenden Partner erbringen sollen, negiert, dass Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit Schwerstarbeit ist.

Geschlechtervermischung aus spiritueller Sicht – der Ätherleib der Mutter und des Kindes

Aus spiritueller Sicht zielt die Geschlechtervermischung ganz klar auf eine Schwächung der Menschen ab. Wenn wir diese Erscheinung in den Gesamtkontext der derzeitig umgesetzten Bestrebungen setzen, dann erkennen wir, dass die Zelle der Gesellschaft – die Familie – angegriffen wird. Sicherlich ist es im Erwachsenenalter so, dass wir auch Wahlfamilien haben können, doch Kinder gedeihen am besten in einer stabilen Kernfamilie. Auch gleichgeschlechtliche Eltern, alleinerziehende Elternteile und andere Varianten können eine stabile Kernfamilie bilden. Doch dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass das Elternkonzept – bestehend aus einer Mutter und einem Vater – seine eindeutigen Vorteile hat. Spirituell betrachtet sind der Ätherleib der Mutter und des Kindes in den ersten drei Lebensjahren des Kindes noch nicht getrennt. Das bedeutet, dass das Kind im Ätherleib der Mutter lebt und idealerweisen auch Muttermilch (nicht: Menschenmilch!) zu sich nimmt. Mutter und Kind bilden für die Dauer von drei Jahren eine unzertrennliche Einheit. Wird diese Einheit zerstört, leiden beide. Wenn Frauen und Mütter wieder auf ihre Gefühle hören dürfen, bemerken sie nämlich, dass sie in dieser Zeit auch kaum das Bedürfnis nach Berufstätigkeit haben. Wie gesagt, auch hier dürfen Ausnahmen sein. Das ist völlig in Ordnung. Doch die meisten Frauen möchten gerne ein paar Jahre bei ihren Kindern sein.

Sexualisierung der Gesellschaft

Was mich auch immer wieder an der ganzen LGBTQ+ Debatte entsetzt, ist die Tatsache, dass sie sehr häufig sexualisiert und sexualbetont geführt wird. Natürlich gibt es auch sexualisiertes Verhalten in den alten Normen, doch gerade in der Regenbogenszene wird das Thema der sexuellen Gelüste und Praktiken oftmals mit einer eher trotzigen Konnotation geführt, im Sinne von: „Wir wollen, dass ihr das wisst!“ Aber ich möchte manche Dinge einfach nicht wissen und auch nicht aufgedrängt bekommen – und vermutlich viele andere Menschen auch nicht. Mir kommt das ein wenig vor wie die Punk-Bewegung der 70er Jahre. Und was ich dabei besonders erschreckend finde, ist der Umstand, dass diese sexualisierte Debatte bis in die Grundschulen hinein geführt werden. Kinder sollen zu einem besonders frühen Zeitpunkt schon mit dieser Realität konfrontiert werden. Kein langsames Herantasten an Bienchen, Blümchen, Eizelle und Spermium mehr, sondern die ganze Palette an sexuellen Praktiken einschließlich Darstellung derselben. Eine kindliche Seele mag dies aber nicht sehen und auch nicht erfahren. Wir bringen damit krankmachende Impulse in die Seelen der Kinder. Zu viel Information zu einem zu frühen Zeitpunkt. Das ist letztendlich Missbrauch am Kind. Wenn sie dies alles in oder nach der Pübertät erfahren würden, wäre immer noch Zeit genug.

In der neuen Welt: Das gesunde Empfinden wieder herstellen

Es wäre schön, wenn wir in der neuen Welt das gesunde Empfinden wieder herstellen könnten. Menschen sollen ihre Neigungen leben, solange sie auf allen Seiten aus dem freien Willen heraus stattfinden. Jedoch sollen sie wieder lernen, gewisse Dinge als Privatsphäre zu betrachten. Sexualität ist eine Sache, die den Betroffenen gehört und durch die inflationäre Bekanntmachung wird sie weder kostbarer noch aufrichtiger. Es wäre auch schön, wenn Frauen und Männer wirklich frei entscheiden können, wo sie im gesamten Leben ihre Schwerpunkte sehen und keinen Konzepten mehr folgen müssen – weder den alten Konzepten noch den neuen. Menschen, die sich als nicht-binär verstehen, sollen so sein dürfen wie sie sich fühlen. Doch dürfen wir ohne schlechtes Gewissen auch erkennen, dass die meisten Menschen eben entweder Mann oder Frau sind – alles andere sind Normvarianten, die ihre Daseinsberechtigung haben. Diese müssen aber keinesfalls zur Norm erklärt werden.

Ich wünsche mir, dass wir Menschen wieder lernen, unsere individuellen Stärken zu finden, ohne dass wir angehalten sind, diesem oder jenem Konzept zu folgen. Und ich wünsche mir auch, dass wir das, was wir nach außen tragen, darauf prüfen, ob es diese drei Fragen mit einem eindeutigen JA beantworten kann:

  • Ist es gut?
  • Ist es schön?
  • Ist es wahr?

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen guten, schönen und wahren Sonntag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Susan Cipriano auf Pixabay

10 Kommentare zu „Wenn Männer keine Männer mehr sind und Frauen keine Frauen

  1. Liebe Manu, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!!! Dir kann man bestimmt nicht unterstellen, reaktionär zu sein!!!
    Frag mich immer wieder, was damit bezweckt werden will! Aldous Huxley lässt grüßen… LG Judith

    Gefällt 2 Personen

    1. Man sollte „1984“, „Schöne neue Welt“, „Wir“ und „Fahrenheit 451“ zur Pflichtlektüre machen. Problem ist nur, ob die Leser die Parallelen zu unserer Zeit erkennen (Habeck (Vorwort zu 1984) hat es wohl nicht so ganz verstanden). Vor allem „Schöne neue Welt“ ist ja fast schon prophetisch. Aber so eine Welt ist definitiv nicht erstrebenswert.

      Gefällt 1 Person

  2. Was mich vor allem stört, ist die extreme Aggressivität und Intoleranz vieler Vertreter der LGBDingsbums (anderes kann ich die nicht bezeichnen)-Lobby. Ein Herr Lehmann ist schon ein ausgesprochen unsympathisches Beispiel, aber die Spitzen der Opferpyramide werden ja derzeit durch die „Transmenschen“ gestellt und deren grossmäuliges Geschrei wird sich noch als Bumerang erweisen. Meiner Ansicht nach ist die LGBdingsbums-Gemeinde dabei, viel von dem zu verspielen, was sie erreicht haben. Der Streit zw. einer Feministin und einem „lesbischen Mann“ (früher wäre so jemand in der Klappse gelandet – zu Recht) in Norwegen wird die Abneigung gegen solche Menschen(?) nur weiter erhöhen. Das Pendel schlägt irgendwann immer in die andere Richtung aus.

    Gefällt 1 Person

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