Es macht mich wütend und traurig…heute zumindest

Das Foto zeigt übrigens meinen Schreibtisch, an dem ich täglich die Morgenimpulse schreibe. Damit Ihr wisst, wo ich gerade bin 🙂 Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber bei mir stellt sich immer wieder so eine tiefe Traurigkeit ein. Ich versuche dann herauszufinden, woran es liegen mag und komme zu keinem echten Ergebnis. Es ist einfach alles – ein ganzes Konglomerat von Gründen und von Stimmungen. Einerseits die Erkenntnis, dass der Prozess, der bereits begonnen hat, einfach so weiterlaufen wird. Und dann kommt auch immer wieder so ein hilfloses Gefühl, dass wir hier kämpfen und aufklären und sprechen und schreiben und dies für alle Menschen tun und dafür werden wir an den Rand der Gesellschaft gestellt. Lange konnte ich darüber lachen, als verrückt und verdreht, verschwurbelt, bildungsfern und dumm und sogar als politisch rechts (!OMG) dargestellt zu werden. Aber langsam reicht es mir. Ich schaue mir diese selbstgefälligen Menschen an, die in Talkshows sitzen und sich über Menschen wie uns – die wir uns Gedanken darüber machen, dass unsere Freiheit immer mehr und immer weiter eingeschränkt wird – lustig machen. Und ich könnte einfach kotzen.

Es war noch nie leicht, nicht mit dem Strom zu schwimmen

Mir ist es durchaus bewusst – und ich kenne es ja aus anderen Situationen in meinem Leben – dass es nicht leicht ist, nicht dem Mainstream anzugehören. Das weiß ich – zumindest kann ich es denken. Und es ist ja auch nicht schwierig, in einer kurzen Debatte seine Meinung und Haltung zu bewahren. Aber ich weiß, dass dieser Weg noch lange dauern wird. Und ich weiß noch nicht einmal, ob ich das Ende dieses Weges in dieser Inkarnation erleben werde. Was grundsätzlich auch egal ist. Aber ich habe diese Momente, in denen mir bewusst wird, dass die Unbeschwertheit in diesem Leben vielleicht nie mehr kommen wird, dass ich (und natürlich alle anderen) in der jetzigen und vermutlich noch engeren Situation verharren müssen – und natürlich wird mich das nicht dazu bringen, meine Haltung aufzugeben. Denn ich habe die ja nicht nur aus Prinzip, sondern ich hoffe, dass wir alle zusammen die neue Welt erschaffen werden. Aber manchmal geht mir ein wenig die Luft aus.

Warum ich Euch das schreibe

Ich schreibe es deshalb, weil ich mir sicher bin, dass es Jedem/Jeder von uns zeitweise so geht und dass niemand damit alleine ist. Es ist keine Schande, wenn man mal nicht nur lustig und fröhlich ist, sondern wenn die ganze Last der Situation auf dem Herzen drückt und es auch in Ordnung ist, wenn der Optimismus auch mal kurz verschwindet und der Trauer und ja, auch der Wut Platz macht. Und das Depperte ist ja, dass ich gar nicht so wütend auf die Drahtzieher bin – die sind sowieso auf der dunklen Seite. Viel wütender bin ich oft über die Leute, die sich im Fernsehen hinstellen und voller Skrupellosigkeit die Menschen manipulieren. Das sind die Schergen der Widersacher – dumme, arrogante, ignorante Kretins zu denen ich auch keine Brücke bauen will. Auf jeden Fall nicht heute. Heute würde ich sie lieber schütteln.

Und dann bin ich sauer auf diejenigen, die es sehen, wissen und schweigen. Menschen, die vielleicht auf viele andere Menschen Einfluss nehmen könnten, die diese Menschen aber nicht aufrütteln, sondern lieber in der Deckung bleiben – aus Feigheit oder weil sie nicht in die Ecke der Schwurbler gedrängt werden wollen. Und ja, natürlich hat jeder Mensch seinen freien Willen und kann machen, was er für richtig hält.

Was Rudolf Steiner gesagt und getan hat

Rudolf Steiner wird heute von vielen Menschen sehr verehrt. Aber damals ist er von Vortrag zu Vortrag gezogen und hat versucht, die Menschen aufzurütteln. Er hat kompliziert gesprochen für die Anthroposophen, er hat einfach gesprochen in den Arbeitervorträgen, er hat vor vielen Menschen gesprochen und auch vor wenigen. Auch er musste sich – bis heute – alles Mögliche nachsagen lassen. Aber er hat es getan. Er ist aufgestanden und hat die Verantwortung gefühlt, dass es Zeit ist, die Menschen zu warnen, bevor sie in ihren Untergang rennen. Ich bin nicht Rudolf Steiner – nicht einmal ansatzweise – aber ich kann mir heute vorstellen, wie es ihm oft gegangen sein mag. Manchmal ist es, wie gegen Windmühlen zu arbeiten und dann wieder kommt die Hoffnung und die Erkenntnis, dass wir ja Viele sind.

Wir sind Viele – sind wir Viele? Sind wir genügend Viele?

Ich weiß es nicht, hoffe es aber. Und ich freue mich über jeden Menschen, der einmal kurz innehält und sich fragt: „Stimmt da womöglich etwas nicht? Werden wir vielleicht gerade manipuliert und wird gerade Wissen unterdrückt?“ Ja, all dies passiert gerade. Es werden die unerwünschten Wirkungen der Substanzen unterdrückt, es wird unterdrückt, dass die Grundrechte Stück für Stück reduziert werden. Es laufen Menschen auf den Straßen herum mit einer Maske im Gesicht! Warum? Diese Dinger helfen nicht, haben nie geholfen. Sie sind Zeichen der Demut und Gehorsamkeit! Ich habe einmal einen guten Satz gehört, den der Hausarzt einer lieben Freundin ausgeprochen hat: „Wer glaubt, dass die Masken ein Virus aufhalten können, glaubt auch, dass die Unterhose einen Furz aufhält.“ Das fand ich erfrischend klar.

Das wollte ich heute, am venusischen Freitag mal gesagt haben. Ich habe mir etwas Gutes getan, indem ich meinem Unmut Ausdruck verliehen habe. Wer mich kennt, weiß, dass dies oft nur Momentaufnahmen sind, aber ich finde es wichtig, auch diesen Emotionen Raum zu geben – wir müssen ja noch lange durchhalten.

Vielleicht mögt Ihr Euch heute auch etwas Gutes tun? Alles Liebe in Euren Freitag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

8 Kommentare zu „Es macht mich wütend und traurig…heute zumindest

  1. Liebe Manou, Ich glaube, dass es gerade energetisch sehr schwierig ist. Ich hatte heute drei lange, schreckliche und klare Albträume hintereinander (dazwischen wurde ich wach um sofort in den nächsten hinein zu rutschen).
    Und ja, momentan wirkt es sehr ausweglos. So hat mir eine Freundin einen Text von einem „Aufklärer“ geschickt, dass wir jetzt alle verhungern werden, weil nur jeder 1.000 auf eine Krise vorbereitet ist usw.
    Das hat mich dann auch ziemlich runter gezogen, bis mir eingefallen ist, dass 20% der Bevölkerung nicht mitmachen und ziemlich viel wissen und auch (zumindest etwas) vorbereitet sind (das ist jeder fünfte!) und dass solche Texte nur von der dunklen Seite im Mantel der Alternativszene kommen können. Die dunkle Seite ist momentan so laut.

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  2. Liebe Manou, danke für deinen Gefühlsausbruch. Wie recht du hast mit jedem Detail! Erschwerend kommt die Energie aus dem Kollektiv hinzu…weil ja diese Angst verbreitet wird. Dass man sich dann manchmal erdrückt und wütend fühlt ist echt menschlich und darf und muss mal sein ….
    Ja, Alruna spricht auch wahr: die dunkle Seite ist so laut…
    Aber: WIR STRAHLEN UMSO HELLER
    Ganz liebe Grüße Renate

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  3. Ich kann nachvollziehen wie es Dir geht/gegangen ist. Und danke dafür, dass Du das formulierst. Für mich sind es die Selbstzweifel, die mich beschäftigen: Bin i c h vielleicht falsch und die „Anderen“ richtig?
    Dann sehe ich auch in die Vergangenheit und erkenne, dass die Lichten immer in der Unterzahl waren und selbst die ersten Christen sich von Löwen fressen lassen mussten…..
    Manchmal hilft es, aber nicht immer.
    Am schlimmsten erwischt es mich, wenn ich Anrufe mit Hilfesuche erhalte und nicht weiß wie ich helfen soll.
    Von meinem Schreibtisch aus (ich wäre echt froh, meiner wäre so einladend wie Deiner) sende ich Grüße an Alle!

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  4. Mir ging und geht es auch oft so. Ich versuche dann immer an der Hoffnung festzuhalten das die „vielen“ oder „wenigen“ das Fass umkippen. Glaube kann Berge versetzen und unsere mentale Stärke wird (hoffentlich) mal Überhand bekommen…..
    Glg Maria

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