Lebe doch Deinen Traum!

„Die meisten Menschen führen ein Leben in stiller Verzweiflung“ sagte Henri David Thoreau bereits irgendwann in den Jahren 1817-1862. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Viel zu viele Menschen warten im Leben auf diesen einen Moment, in dem sich alles richtig anfühlt um endlich das zu tun, was sie wirklich tun wollen. Das kann eine gute Strategie sein, in den meisten Fällen ist es aber nichts Anderes als ein Aufschieben. Dieses Aufschieben passiert oft aus Angst, noch nicht wirklich perfekt zu sein. Viele Menschen versuchen es auch gar nicht, weil sie Angst davor haben zu scheitern und somit die Illusion zerstört zu haben, dass sich doch eines Tages alles ändern kann. Oder es passiert, weil man nicht weiß, wo man anfangen soll. Aber der Traum ist immer da und im Hinterkopf klopft er auch immer wieder an.

Seinen Traum zu leben klingt einfach – ist es aber nicht

Denn um im Leben etwas zu ändern, muss man zuerst einmal seine Komfortzone verlassen und sich überlegen, was die ersten Schritte sein könnten. Viele Menschen hassen zwar ihren Job oder ihre Lebensumstände, aber sie hassen sie offenbar nicht genug, um wirklich etwas daran zu verändern. Sie bringen alle möglichen Argumente ins Feld und finden für jede Lösung das passende Problem. Oftmals ist das Vertraute auch verbunden mit einer gewissen Sicherheit und Routine. Diesen Komfort darf man nicht unterschätzen. Und das wäre ja auch völlig in Ordnung, wenn da nicht dieser Traum wäre, eigentlich etwas ganz anderes machen zu wollen. Aber stattdessen verharren sie in der Gewohnheit und ziehen es vor, weiter zu träumen.

Die wirklich großen Dinge sind niemals aus der Komfortzone heraus entstanden

All die Menschen, die in den vergangenen Jahrhunderten ihren Traum verwirklicht haben, mussten ihre Komfortzone weit verlassen und haben dies auch getan. Nicht selten haben sie dabei sogar ihr Leben riskiert. Aber sie haben es trotzdem getan, weil sie wussten, dass es getan werden will. Ob es war, die Welt zu bereisen, zu Zeiten in denen man noch glaubte, dass die Erde eine Scheibe sei, oder ob es war eine neue Erkenntnis in die Welt zu bringen. Über viele Jahrhunderte war das eine höchst mühsame Sache.

Und noch einmal Henri David Thoreau in seinem Buch „Walden“

„Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben; intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten was nicht Leben war. Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt hätte.“

Heute ist es viel einfacher seinen Traum zu leben

Noch nie war es so einfach seinen Traum zu leben wie heute. Wir verfügen über die notwendigen technischen Mittel um uns augenblicklich mit Gleichgesinnten in der ganzen Welt zu vernetzen. Wir können auf Knopfdruck alle Informationen einholen, die wir dazu brauchen und uns auch mit wenigen Mausklicks mit unserer Idee sichtbar sichtbar machen. Wieso ist es trotzdem offenbar so schwierig?

Wir sind verweichlicht und bequem geworden

Die Errungenschaften der modernen Technik und Unterhaltungsindustrie haben uns faul gemacht – träge und faul. Wir sind es nicht gewohnt, selbst irgendwelche Risiken einzugehen oder Abenteuer zu erleben, sondern schauen uns lieber Filme über andere Menschen an, die Risiken eingegangen sind und Abenteuer erlebt haben – dies aber aus der sicheren Bequemlichkeit der Wohnzimmercouch und der Chipstüte. Das war auch Sinn der Unterhaltungsindustrie. Brot und Spiele – die Menschen zu beschäftigen und sie zu einer leicht lenkbaren Masse zu machen – Gratulation! Das hat in weiten Teilen funktioniert.

Aber wollen wir das wirklich?

Ist nicht das Ideal Thoreaus in Wirklichkeit das Ideal vieler Menschen? Das Mark des Lebens ins sich aufsaugen?! Das klingt doch nach Abenteuer, nach Intensität, nach Blut, Schweiß und Tränen – und es klingt nach Leben. Nach dem Leben, das sich viele Menschen wünschen. Und seien wir doch ehrlich: So schlimm wird es bei den meisten Träumen gar nicht werden. Wer von uns wird denn tatsächlich Kopf und Kragen riskieren müssen? Die meisten von uns müssen sich nur vom Sofa erheben und damit beginnen, die eigenen Träume zur Realität werden zu lassen.

Wenn wir die Energie verwenden…

Wenn wir die Energie verwenden würden, etwas zu verändern, die wir in das Verdrängen unserer Wünsche und Sehnsüchte stecken, dann kommen wir meist schon recht weit. Denn es ist ein Irrtum, dass wir für das Nicht-Leben unserer Träume keine Energie aufwenden müssen. Es ist anstrengend, jeden Morgen Gründe zu finden, warum wir immer noch nichts geändert haben und den Traum, der stets und unablässig in unser Ohr wispert, zu ignorieren und die Umstände auch vor sich selbst schön zu reden.

Wo anfangen? Das Feld des Neuen erschaffen

Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir zuerst das Feld des Neuen erschaffen. Wir müssen um uns geistig und energetisch ein Feld erschaffen, indem das Neue schon vorhanden ist. Die gute Nachricht dabei: Im ersten Schritt müssen wir im Außen noch gar nicht verändern – sondern nur im Hinblick darauf, wie wir uns selbst sehen. Und dabei erschaffen wir Schritt für Schritt das Feld, in dem Veränderung möglich ist.

Doch dazu morgen mehr.

Heute möchte ich sie einladen, sich einmal den ganzen Tag lang so zu sehen, wie sie sich gerne sehen möchten. Und ziehen sie dazu ihre künhnsten Träume heran. Es ist Zeit aufzuwachen – sich aus der Trance zu befreien und das echte Leben zu leben.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Start in die Woche und einen schönen Montag!

Manou Gardner Medium

Bild von Daniel Kirsch auf Pixabay

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