Brücken bauen – Wie wir es schaffen GEMEINSAM zu arbeiten

Manchmal ist es nicht leicht, sich mit Menschen zu unterhalten, oder gemeinsam mit ihnen zu sein, wenn sie doch so eine völlig andere Meinung vertreten als man selbst. Und im Eifer des Gefechts vergessen wir oft, dass wir genau in diesem Moment in die Falle der Widersachermächte rennen. Was war denn das Ziel der letzten beiden Jahre? Die Menschen zu vereinsamen! Wir müssen nur nach Shanghai schauen, dann sehen wir, wohin dies führen kann. Daher ist es umso wichtiger, dass wir das Spiel durchschauen – eigentlich ist es ja kein Spiel, sondern wirklich bitterer Ernst. Und wenn wir uns nicht dazu hinreißen lassen, hauptsächlich auf die Gräben zu schauen, die es zwischen uns Menschen mittlerweile zur Genüge gibt (die gab es immer, aber derzeit sind sie eben so offensichtlich), dann sind wir auf einem guten Weg in die richtige Richtung.

Und dazu habe ich heute etwas gezeichnet (wehe, es lästert wer über meine Zeichenkünste!) das uns damals unsere Lehrerin Vera F. Birkenbihl aufgezeichnet hat – und ich muss sagen, ihre Zeichnung war nur unwesentlich schöner 🙂

Der Mensch auf seiner Insel

Wir haben hier zwei Menschen. Jeder dieser Inseln ist das, was der Mensch in seinem Leben erfahren hat. Sein sozialer und familiärer Hintergrund, seine Bildung, Glauben, Glaubenssätze, sein Wesen, Erfahrungen aus früheren Leben, Einstellungen zu verschiedenen Themen, Meinungen…you name it. Ganz viel Hintergrund für einen Menschen, aber der Hintergrund des einen Menschen hat mit dem Hintergrund des anderen Menschen nichts zu tun. Daher findet auch kein Erkennen und kein Verständnis statt. Jeder sitzt auf seiner Insel und glaubt, dass diese Insel stellvertretend die ganze Welt symolisiert. Und das macht natürlich traurig und schafft Konflikte.

Überschneidung der Inseln

Auf dem zweiten Bild sehen wir zwei Menschen, deren Inseln sich teilweise überschneiden. Hier gibt es Gemeinsamkeiten. Daher können diese Menschen, zumindest in bestimmten Bereichen, gut miteinander kommunizieren. Sie können sich im Falle eines anbahnenden Konfliktes auf die Gemeinsamkeiten zurückziehen. Und somit ist ihre Welt wieder in Ordnung. Das ist der Idealfall.

Aber was tun wir, wenn die Inseln sich nicht überschneiden?

Wenn die Inseln sich nicht überschneiden müssen wir aktiv werden. Da kommt es darauf an, ob wir es schaffen, Brücken zu bauen, indem wir aktiv Interesse am Leben und den Gedanken des anderen Menschen in uns entwickeln. Brücken bauen wir am besten durch Zuhören. Wenn wir einem Menschen zuhören, ohne dass wir uns dabei schon überlegen, was wir erwidern wollen, dann können wir eine Brücke zu seiner Insel bauen. Wir müssen dabei nicht seine Meinungen oder Gedanken übernehmen, aber wir können lernen zu verstehen, warum der Mensch dieses so oder so betrachtet. Und wenn wir uns dann so weit zurücknehmen können, dass wie diese Meinung als gleichberechtigt zu unserer Meinung stehenlassen können, dann kommen wir in die Situation wo eine echte Kommunikation, ein echter Austausch zwischen zwei Menschen stattfinden kann. Nur mit Hilfe dieser Brücken schaffen wir es, die Absicht der Widersacher, uns zu vereinsamen, zu durchkreuzen. Denn nur gemeinsam sind wir stark.

Wir Menschen können so viel erreichen – aber nur gemeinsam!

Wir Menschen sind so stark und so mächtig, wenn wir uns zusammentun. Und natürlich dürfen und müssen wir jedem einzelnen Menschen seinen Weg zugestehen, aber indem wir miteinander sprechen und vor allen Dingen zuhören, werden neue Möglichkeiten sichtbar und wir treten in einen tieferen Kontakt.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen wunderschönen Donnerstag mit möglichst vielen neuen gebauten Brücken.

Liebe Grüße

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

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