Ängste überwinden und Träume leben

Es ist mal wieder Sonntag – der Tag der Veränderung. Und viele Menschen träumen von einer Veränderung, nur stehen manchmal konkrete und diffuse Ängste im Weg. Und dies ist absolut nicht ungewöhnlich. Jeder Mensch hat seine Ängste, es ist nur die Frage, was wir damit tun. Wir können den Ängsten das Ruder überlassen oder wir können uns unseren Ängsten stellen und trotzdem weitergehen. Das Gute an den Ängsten ist ja, dass sie uns helfen, uns zu entwickeln. Jede überwundene Angst macht uns kräftiger und mutiger. Und wir müssen uns ja nicht zuerst den allergrößten Ängsten stellen. Wir können ja mit den kleinen Ängsten beginnen. Ich möchte mal ein paar Beispiele aufzählen.

Die erste Angst: Was werden die Nachbarn (Kollegen, Familie….you name it! ) bloß denken?

Das mag lächerlich klingen, aber ganz oft steht uns diese Angst im Weg. Wir wollen uns nicht zeigen, weil wir uns dadurch in unserem Umfeld angreifbar machen könnten. Und das Verrückte daran ist, dass wir dabei ganz oft an Menschen denken, die wir nicht einmal mögen. Wir fürchten das vernichtende Urteil von Menschen, die uns vielleicht nicht wohlgesonnen sind. Das ist verständlich, aber Quatsch. Wenn wir uns die Situation vorstellen, wie wir auf unserem Sterbebett liegen und auf unser Leben zurückschauen, dann werden wir sicher nicht zu uns sagen: „Gott sei Dank habe ich XY nicht die Gelegenheit gegeben, schlecht über mich zu sprechen“, sondern wir werden denken: „Warum um alles in der Welt habe ich der Meinung von XY soviel Gewicht gegeben und deshalb nicht meine Träume gelebt?“

Weg aus dieser Angst:

Machen Sie sich keine Gedanken, was XY über sie denkt. Erstens wissen Sie es nicht, sondern vermuten es nur und zweitens ist das echt kein Grund, sich mit irgendwas zurückzuhalten. Sie würden es am Ende aller Tage bereuen. Sie sind nicht hier um unangreifbar zu sein, sondern, weil ihre Seele sich etwas vorgenommen hat.

Die zweite Angst: Was ist, wenn es schief geht?

Jaaaaa, das ist auch eine beliebte Angst. Wir sind fähig, uns jedes erdenkliche Horrorszenario auszudenken, um uns davon abzuhalten, irgendwas zu beginnen. Natürlich! Alles kann schief gehen. Wir werden es aber nie erfahren, wenn wir es nicht ausprobieren. Viele Menschen setzen ihre Träume deshalb nicht in die Tat um, weil sie Angst vor dem Scheitern haben. Aber alle Menschen, die etwas geschaffen haben, sind auch mal dabei gescheitert. Das gehört dazu. Kein einziges Unterfangen ist von vornherein zum Erfolg bestimmt. Es gehört dazu, dass etwas schief geht, das Nächste geht wieder gut und so weiter… Wenn wir das Scheitern verhindern wollen, verhindern wir auch den Erfolg. Es gibt Menschen, die für jede Lösung das passende Problem finden, immer auf dem gleichen Fleck verharren und sich darüber beklagen. Das macht doch keinen Spaß!

Weg aus dieser Angst:

Üben wir uns in Fehlertoleranz. Ja, alles was wir aufgreifen kann scheitern. Das ist keine Schande. Es ist nur total schade, wenn wir es deshalb niemals probiert haben. Und auch das ist auf dem Sterbebett keine schöne Erkenntnis. Lieber etwas probiert haben und daran gescheitert sein, als immer nur geträumt zu haben. Oder wie die Lateiner zu sagen pflegen: „In magnis et voluisse sat est“ das heißt: „In den großen Dingen genügt es, gewollt zu haben.“ Und dabei meint „gewollt“ es probiert zu haben.

Die dritte Angst: Was ist, wenn es klappt?

Nein, das ist kein Scherz! Auch die Angst vor dem Erfolg lähmt viele Menschen. Wenn es klappt könnte es ja sein, dass ich meinen ganzen Mindset ändern muss. Ich wäre plötzlich kein Opfer mehr, würde vielleicht zu den bösen Kapitalisten gehören, würde Freunde verlieren, wäre erfolgreicher als meine Eltern, müsste mein ganzes Leben verändern… auch um den Erfolg herum sind viele Ängst. Diese sind nur oftmals viel weniger bewusst als die anderen Ängste. Aber die Angst davor, dass sich vielleicht das ganze Leben verändern würde, hält ebenfalls viele Menschen davon ab, ihre Träume zu leben.

Weg aus dieser Angst:

Wenn wir etwas beginnen, dann verändert sich unser Leben ein wenig. Wenn dieses dann tatsächlich erfolgreich wird, wachsen wir damit. Das bedeutet, dass sich damit auch unsere Persönlichkeit verändert und wir immer mehr und neue Wege erkennen. Viele Wege entstehen beim Gehen. Und keine Angst: Die wenigsten Dinge bescheren uns einen Erfolg über Nacht. Wir werden genügend Zeit finden, hinein zu wachsen. Lassen Sie sich davon nicht aufhalten.

Das waren nur drei der häufigsten Ängste, die uns davon abhalten, wirklich unser Leben zu leben. Wenn wir diese Ängste überwinden, eröffnen sich gleich ganz neue Möglichkeiten. Denken Sie doch einmal darüber nach.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen schönen Sonntag und ein freudvolles Überwinden der beliebtesten Ängste 🙂

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von mskathrynne auf Pixabay