Wie schauen verstorbene auf das Leben zurück?

Es ist wichtig zu wissen, wie unsere lieben Verstorbene auf das Leben zurückschauen. Ich erlebe es oft in Jenseitskontakten, dass die Angehörigen – übrigens völlig verständlich – gerne wissen wollen, wie der Verstorbene das Begräbnis erlebt hat und andere Dinge, die ihnen wichtig erscheinen. Dabei geht es diesen Menschen einfach darum, dass sie gerne wüssten, ob sie alles richtig gemacht haben. Doch dies ist für die Verstorbenen oftmals nicht von Interesse. Am spannendsten sind Jenseitskontakte, wenn man den Verstorbenen erzählen lassen kann, was ihn/sie gerade bewegt. Und das sind meist ganz andere Dinge, als uns Lebende beschäftigen.

Die Lebensrückschau als zentraler Punkt nachtodlich

Wenn der Mensch seinen Körper abgelegt hat, ist er erst einmal mit dem Ankommen in der geistigen Welt beschäftigt. Sobald dies erledigt ist, beginnt er seine Lebensrückschau. Dabei sieht er auch seine verpassten Gelegenheiten und andere Dinge, die ihn dann sehr beschäftigen. Darüber möchte er dann auch im Jenseitskontakt oftmals sprechen. Auch über ihr „Versagen“ auf der emotionalen Ebene – so dies der Fall war, möchten Verstorbene gerne sprechen, denn sie erleben in der Lebensrückschau, welche Gefühle dies in ihren Angehörigen oder bei Freunden und Lebenspartnern ausgelöst hat. Dies führt dann oftmals dazu, dass sie sich von diesem Thema gar nicht abbringen lassen wollen. Sie haben dann das Bedürfnis sich diesbezüglich zu erklären. Und das kann überaus heilsam sein.

Die Erinnerungen an das Leben

Die Erinnerungen an das vergangene Leben sind für die Menschen in der geistigen Welt nicht, wie wir uns an vorgestern erinnern. Dies ist im Jenseitskontakt zu beachten. Die Menschen aus der geistigen Welt erinnern sich an ihr vergangenes Leben, wie wir an einen sehr intensiven Traum. Was dabei heraussticht, sind die großen emotionalen Baustellen, die es in diesem Leben gegeben hat. Daher kann es vorkommen, dass ein Verstorbener mir nur ein Kind zeigt, und zwar dieses mit dem er/sie entweder sehr eng verbunden, oder mit dem es sehr konfliktreich war. Meist erkenne ich dann schemenhaft im Hintergrund noch die anderen Kinder, aber sie stehen in diesem Moment nicht so sehr im Vordergrund, weil es jetzt – in der Lebensrückschau – nicht so emotional ist. In dieser Erinnerung möchte der Mensch in der geistigen Welt erklären, warum dieses oder jenes so war. Oftmals ist es ja auch gerade dieses Kind, das den Jenseitskontakt beauftragt hat. Sehr häufig nehmen die Hinterbliebenen wahr, dass es noch etwas aufzulösen gilt und wünschen sich dann ein Gespräch mit dem Verstorbenen – hierbei geschieht echte Heilung auf beiden Seiten!

Was nachtodlich nicht so wichtig ist

Ich habe oft Klienten, die zum Beispiel wissen wollen, ob es für die Oma oder den Opa in der geistigen Welt sehr schmerzhaft wäre, wenn sie deren Haus verkaufen würden, weil dieser Mensch zu Lebzeiten sehr an diesem Haus hing. Dabei erlebe ich meist, dass die Menschen in der geistigen Welt keinerlei Bezug mehr zu materiellen Dingen haben. Sie wünschen sich in der Mehrzahl der Fälle einfach, dass die Hinterbliebenen glücklich sind. Wenn es sie glücklicher macht, das Haus zu verkaufen, dann ist es den Menschen in der geistigen Welt völlig recht, auch wenn sie dies zu Lebzeiten niemals gebilligt hätten. Hier ändert sich die Haltung der Menschen grundlegend. Generell kann ich sagen, dass ich niemals erlebt habe, dass materielle Dinge für Menschen in der geistigen Welt eine Rolle spielen – mit einer Ausnahme: Ungeklärte Schulden.

Schulden verursachen Schuld

Es kommt nicht von Irgendwo, dass es gut ist, vor dem Tod noch alle Schulden zu tilgen, bzw. alle Lebensumstände ins Reine zu bringen. Ungeklärte Schulden empfinde ich bei Verstorbenen als eine Bürde. Sie sagen dies oftmals gleich zu Anfang eines Kontaktes. Sie fühlen sich dadurch im wahrsten Sinne schuldig.

Erinnerung an meine Oma

Und ich erinnere mich daran, wie sich meine eigene Oma auf den Tod vorbereitet hat. Sie war eine Frau, die zu Lebzeiten niemals viel Geld hatte, sie musste mit sehr wenig Rente auskommen. Jedoch hat sie eisern gespart, sodass genügend Geld für ihr Begräbnis zur Verfügung steht und dass meine Tante und mein Onkel, die sich viele Jahre aufopfernd um sie gekümmert haben, als Gegenwert ihr Häuschen erhielten. Und in den vielen Jenseitskontakten mit ihr – vor allen Dingen während meiner Ausbildung in England – erschien sie dadurch niemals belastet.

Ganz anders meine Mutter

Meine Mutter starb mit vielen Schulden, um die sie sich zu Lebzeiten niemals gekümmert hatte. Mein Bruder und ich, sowie alle unsere Kinder hatten Mühe, das Erbe auszuschlagen, weil wir sonst viele Jahre für ihre Schulden hätten aufkommen müssen – bis in die dritte Generation! Und ich kann schon behaupten, dass ich darüber sehr verärgert war, zumal sie auch zu Lebzeiten nichts für uns über gehabt hatte. Bisher war sie noch bei keinem Jenseitskontakt da, aber ich bin mir sicher, dass sich dies für sie nachtodlich gar nicht gut anfühlt.

Wie sich die nachtodliche Zeit gestaltet, hängt davon ab, wie wir gelebt haben

Der Spruch „Nach mir die Sintflut“ könnte falscher nicht sein. Wir stehen nachtodlich all unseren Taten gegenüber und erleben alles, was wir in anderen ausgelöst haben. Daher ist es gut, wenn wir rechtzeitig damit beginnen, unser Leben zu säubern und zu klären. Wie schön ist es nachtodlich, wenn wir hauptsächlich gute Emotionen wahrnehmen, die wir in anderen ausgelöst haben, wenn wir ein gutes und aufrichtiges Leben gelebt haben und unsere Dinge noch zu Lebzeiten in Ordnung gebracht haben.

Achtung: Das bedeutet nicht, dass wir es jetzt allen Menschen recht machen müssen!

Ich meine wirklich nicht damit, dass wir es nun zu Lebzeiten allen Menschen recht machen müssen, weil auch das kann gerade falsch sein. Es ist trotzdem gut und wichtig, dass wir unsere eigenen Grenzen wahren und darauf achten, was wir möchten und was nicht. Denn wenn wir es den Menschen um uns herum deshalb recht machen würden, weil wir uns dafür ein gutes nachtodliches Leben versprechen, wären wir ja unaufrichtig – und genau das ist nicht wünschenswert!

Das gute Leben ist das wahrhaftige Leben

Um ein wirklich gutes Leben zu führen – sowohl vor als auch nach dem Tod – geht es stets um Wahrhaftigkeit. In der Wahrhaftigkeit finden wir das Maß, wie wir auf uns selbst, aber auch auf andere Menschen schauen. Was nicht wahrhaftig ist, erzeugt schlechte Energie. Und die ist niemals dienlich, weder im Diesseits noch im Jenseits. Daher achte am besten immer darauf, was sich für dich gut, richtig und wahrhaftig anfühlt. Dann bist du immer auf der sichern Seite.

Ich hoffe, du konntest aus diesem Blogartikel etwas für dich mitnehmen.

PS: Ich habe einen Fehler gemacht: Das Webinar „Find your Vision“ findet nicht am Donnerstag, den 14.3. sondern am Freitag, den 15.03. um 18.00 Uhr statt. Ich schicke heute dazu noch eine E-Mail aus.

PPS: Am kommenden Mittwoch ist Kristallmeditation um 20.00 Uhr

Beide Veranstaltungen sind kostenlos!

Ganz liebe Grüße und einen guten Start in die Woche wünscht

Manou

6 responses to “Wie schauen verstorbene auf das Leben zurück?”

  1. Danke für deine Offenheit☺️

    1. Sehe gerne, liebe Sybille 🥰

  2. Danke💖sehr wertvoll für mich.
    Und danke für den Hinweis auf die Kristallmeditation🌻
    Liebe Grüße, Dagmar

    1. Sehr gerne liebe Dagmar! Freue mich, wenn du am Mittwoch dabei sein wirst 🥰

  3. Ich wäre auch gern bei der Kristallmeditation dabei und danke für den Beitrag

    1. Bitte eine Mail schicken an Manuela@pusker.at. ich sehe hier nicht, wer du bist 🥰

Antworte auf den Kommentar von Manuela PuskerAntwort abbrechen

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