Angst, es nicht zu schaffen, nicht gut, nicht perfekt, nicht clever, nicht schön, nicht irgendwas genug zu sein, ist vielleicht auch dein Begleiter. Du wirst permanent überflutet mit Bildern von perfekten Menschen, perfekten Häusern und Haushalten, perfekten Karrieren und perfekten Familien. Und vielleicht darfst du dir mal in Erinnerung rufen, dass es genau das sind: Bilder! Es ist nicht das wahre Leben. Denn das wahre Leben ist von Perfektion ganz weit entfernt. Wenn das in dir Resonanz erzeugt, lies weiter…
Angst es nicht zu schaffen – die Perfektionsfalle
All diese wunderbaren Fotos und AI-Bilder von der perfekten Welt können einem ganz schön zu schaffen machen. Du siehst vielleicht Bilder einer perfekt gestylten Küche und schaust in dein eigenes Sammelsurium an Zeug in der Küche. Oder du siehst die Frau, die leichtfüßig und perfekt gekleidet und natürlich mit der perfekten Figur ein Laptop schwingt und ganz nebenbei telefoniert und ihren Kindern eine gesunde schmackhafte Mahlzeit zubereitet, während sie ihren Mann mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Und du stellst fest: Bei dir ist das ganz anders.
Ganz ehrlich: Bei mir ist das auch ganz anders
In meiner Küche, die über 20 Jahre alt ist, und von Ikea stammt, sammelt sich alles mögliche Zeug, meine Hüften sind wohlgerundet, meine Mahlzeiten für die Familie sind oft nur was Schnelles und die Ankunft meines Mannes bekomme ich meist nicht mal mit, weil ich schon wieder oben im Büro bin. Und weißt du was: Es ist okay! Es ist Leben! Es ist das echte Leben. Das echte Leben ist nicht perfekt und die Angst, es nicht zu schaffen ist kein guter Begleiter. Stattdessen ist es wunderbar, diese Nicht-Perfektion zu begrüßen.
Was wird dir auf dem Sterbebett wichtig sein?
Ein sehr gutes Mittel, um echte Relationen herzustellen ist die Frage: Was wird dir auf dem Sterbebett wichtig sein? Wirst du darüber nachdenken, dass sich eine Speckfalte über deinem Rock wölbte? Oder wird es dir wichtig sein, dass deine Fenster stets makellos waren? Wird es wichtig sein, dass du immer perfekt gekleidet warst? Wahrscheinlich nicht. Aber es wird dir wichtig sein, wie du dich in deinem Leben gefühlt hast. Die Bedeutung in deinem Leben wird eher da liegen, wo du mit deiner Freundin in einem unordentlichen Wohnzimmer Kaffee getrunken und Tränen gelacht hast. Oder sie wird da liegen, dass du Menschen in schwierigen Situationen geholfen oder dich für Tierwohl und/oder Naturschutz eingesetzt hast. Sie wird da liegen, wo du dich einfach gut gefühlt hast.
Schmeiß die Angst, es nicht zu schaffen in den Mülleimer
Erkenne stattdessen die vielen guten und vielleicht kleinen Momente in deinem Leben, die tatsächlich bedeutsam sind und lass sie dir nicht von der Angst überschatten. Wie schade ist es um die guten Momente, wenn du sie – anstatt sie zu lieben – mit Nörgelei an dir oder der Situation degradierst.
Denn denke daran: All diese wunderbaren Bilder, die du in den sozialen Medien siehst, sind nur Bilder. Du siehst nicht das Durcheinander, das außerhalb des Kamerawinkels liegt. Auch siehst du nicht die Tränen der Menschen, die so strahlend auf den Fotos lachen. Du siehst nicht den Stress, den es bedeutet, solche Bilder zu erstellen. Alles was du siehst, ist ein Trugbild!
Ja, es ist wichtig, zu wachsen und sich zu entwickeln
Ich finde auch, dass es wichtig ist, sich zu entwickeln und an den Herausforderungen des Lebens zu wachsen. Aber das ist ein Prozess und es ist wichtig, jeden Schritt in diesem Prozess zu genießen. Wenn du es erst genießen kannst, wenn alles perfekt ist, wirst du es wahrscheinlich nie genießen – weil es diese Art von Perfektion gar nicht gibt.
Der kleine, böse Piesepampel
Die Angst, es nicht zu schaffen ist der kleine böse Piesepampel auf deiner Schulter, der dir die schönen Augenblicke des Lebens stiehlt. Er ist ein Dieb und ein Arsch! Magst du diesem kleinen Widerling wirklich die guten Momente deines Lebens opfern?
Ich mag es nicht und habe deshalb gelernt, mich auch dann zu mögen, wenn ich mal wieder alles andere als perfekt war, Dinge vergessen und Erledigungen aufgeschoben habe und wenn ich aussehe, als hätte mich gerade ein Mähdrescher überrollt. Weil das alles bin ich und ich habe gelernt mich zu mögen und gut auf mich zu schauen. Und ich verspreche dir: Ich bin gaaaaaanz weit weg davon, in irgendwas perfekt zu sein.
Und ich wünsche dir, dass du dich selbst auch mit Milde und Güte behandelst und einfach nett zu dir bist. Du selbst bist dein bester Freund und du verbringst dein ganzes Leben mit dir!
Ganz liebe Grüße in deinen Dienstag
Manou
Weil du es verdienst, dein seelengerechtes Leben zu leben!









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