Zufälle gibt es nicht – alles hat einen Sinn

Ich möchte mich noch einmal dem Thema „Zufälle“ widmen. Wir denken oft: „Hach, dann hab ich da zufällig diesen oder jenen Menschen getroffen…“ oder „Dann ist mir zufällig dieses oder jenes in die Hände gefallen…“ Dabei steckt es ja schon im Wort Zufall – es ist mir etwas zugefallen. Und dass dieses mir zugefallen ist, hat einen Sinn. Wir wissen doch inzwischen, dass alles, was existiert, reiner Geist ist. Und auf der Ebene des reinen Geistes gibt es keine Zufälle in der Bedeutung, die wir dem Wort gegeben haben. Auf der Ebene des reinen Geistes ist alles wohl durchdacht. Wir erleben eine Menge sogenannter Zufälle, die uns helfen, unseren roten Faden nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn wir „zufällig“ jemanden treffen, dürfen wir ganz genau hinhören, was dieser Mensch gerade zu sagen hat. Wenn wir „zufällig“ auf ein Buch stoßen, sollten wir schauen, welche Botschaft für uns darin zu finden ist.

Zufälle sind Hilfestellungen der geistigen Welt

Wen wir treffen, was wir hören, sehen oder lesen, was gerade unsere Aufmerksamkeit fesselt…all dies hat einen tieferen Sinn. Auch die Dinge, die uns widerfahren. Und oftmals sind wir gar nicht glücklich damit, speziell nicht mit den Dingen, die uns widerfahren. Stellen wir uns einmal vor, Du arbeitest in einem Unternehmen, das aufgrund der aktuellen Situation Personal abbauen muss. Und zufällig fällt die Wahl auf Dich. Du hast Dir nichts zu Schulden kommen lassen, hast immer Deine Arbeit gut und gewissenhaft erledigt – und doch, Du wirst gekündigt. Das ist natürlich ein Schock und es steigt Enttäuschung und Wut in Dir auf, über die Ungerechtigkeit des Schicksals und so weiter. Doch auf der Ebene des reinen Geistes muss das Ganze einen Sinn haben. Da nichts zufällig geschieht, muss es zum Beispiel den Sinn haben, dass es Dich aufrüttelt oder Dir zeigt, dass dieser Weg hier zu Ende ist und dass etwas Neues kommen darf. Doch da wir Menschen allzu oft in unserem begrenzten Denken gefangen sind, kann es passieren, dass Du die Zeichen nicht erkennst und ganz tief in die Opferrolle kippst. Dann bist Du an dem Punkt an dem Du alles und jedes beklagst, Dich als Opfer des Schicksals fühlst und vor lauter Selbstmitleid nicht sehen kannst, welche Chancen sich Dir stattdessen nun offenbaren. Du bist nun blind für das, was die geistige Welt Dir gerade zeigen möchte, denn Deine ganze Aufmerksamkeit steckt noch in diesem Widerstand gegen die aktuelle Situation fest. Du versuchst verzweifelt das Alte wiederherzustellen, anstatt Dich umzuschauen, was nun Neues auf Dich warten könnte. Und so ist es nicht nur mit Job und Kündigung, sondern auch mit Beziehungen und so weiter. Immer wenn etwas geschieht, das drastisch in unser Leben eingreift, ist das doch auch ein Zeichen, dass nun eine Wegstrecke zu Ende ist und eine neue beginnen darf.

Das Gefühl, Opfer des Schicksals zu sein, macht uns schwach und blind

Wenn wir uns in einer Opferrolle befinden, sind wir geschwächt. Wir fühlen uns ohnmächtig. Das Schicksal hat etwas für uns entschieden und nun sind wir in dieser Rolle gefangen. Doch das Schicksal entscheidet nichts für uns. Wir haben unserer Entscheidungen bereits vor dieser Inkarnation getroffen und die geistige Welt hilft uns oftmals nur, unseren geplanten Weg auch zu gehen. Und dazu muss sie uns manchmal aus bequemen Situationen lösen, weil ansonsten kein inneres Wachstum stattfindet.

Wir wachsen leider oft nur im Schmerz

Seien wir doch mal ehrlich: Welches innere Wachstum findet wohl statt, während wir an einem weißen Sandstrand liegen, auf das türkisblaue Meer schauen und Cocktails schlürfen. Das ist eine wunderbare Szene und wir alle sollten dies hin und wieder erleben, damit wir uns erholen können – genau dies ist in solch einer Situation auch möglich. Aber unser inneres Wachstum findet dann statt, wenn wir uns an Widerständen – gerne auch an unseren eigenen Widerständen – reiben. Da entsteht das, was wir die Willenskraft nennen. Und über die Willenskraft entsteht die Ich-Kraft. Wenn wir Widerstände überwinden, schwierige Situationen auflösen, uns auf Unbekanntes und auf Abenteuer einlassen, dann können wir unseren Willen und unser Ich stärken und das ist eine wichtige Voraussetzungen für die Anforderungen der Zeit. Und damit meine ich nicht nur die Zeit, die wir gerade erleben, sondern die ganze Zeitspanne, in der die Menschen aufgefordert sind, die Bewusstseinsseele zu entwickeln. Das ist das, was im Rahmen der gesamten Menschheitsentwicklung nun ansteht. Und dies gelingt uns, indem wir unkomfortable Situationen überwinden.

Seien wir also den Zufällen dankbar und achten wir darauf, was uns zufällt

Wenn wir unsere Wahrnehmung schärfen, wenn wir lernen, immer besser und sensibler zu erkennen, was als nächstes dran ist auf unserem Seelenweg, dann gleiten wir deutlich geschmeidiger durch das Leben. Das heißt nicht, dass wir nicht auf herausfordernde Situationen stoßen werden, das wäre ja auch wieder kontraproduktiv. Aber wir erkennen die Zusammenhänge und den Sinn hinter vermeintlich „sinnlosen“ Umständen schneller und besser und dies gibt uns die Macht über unser Leben wieder zurück – wir sind dann nicht mehr die Opfer, die die Macht abgegeben habe, sondern wir sind wieder Gestalter.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen wunderschönen Samstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

2 Kommentare zu „Zufälle gibt es nicht – alles hat einen Sinn

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