Oftmals haben wir das Gefühl, alleine und verlassen im Leben zu stehen. Doch wenn man es genauer betrachtet, so ist dies überhaupt nicht möglich. Wir sind stets von vielen Wesenheiten begleitet. Und hinzu kommt, dass die Kraft unserer Ahnen uns ebenfalls begleitet – selbst wenn wir sie in diesem Leben nicht kannte. Es ist niemals ein Zufall, in welche Familie man hineingeboren wird. Diese Entscheidung steuern wir zwischen Tod und neuer Geburt ganz bewusst. Und die Kraft derer, die vor uns hier waren und ebenfalls die Kraft derer, die nach uns kommen, begleitet uns durch diese ganze Inkarnation und darüber hinaus. Für viele Menschen ist es deshalb wichtig, eine Art Ahnenforschung zu betreiben. Wer waren die Menschen, deren Erbgut ich trage? Welche Schicksale haben sie überwunden? Woran sind sie gescheitert? Dies sind die Fragen, die viele Menschen beschäftigen.

Familienmuster auflösen

Wenn man sich näher mit seinen Ahnen beschäftigt, so kann man feststellen, dass man dabei auch in Mustern gefangen ist, die schon seit Jahrhunderten in Familien wirken. Das können die schweigenden Frauen oder die Männer sein, die ein bestimmtes Bild von Männlichkeit durch die Generationen getragen haben. Und gerade jetzt, in dieser Zeit sind die weiblichen, bzw. männlichen Nachfahren in der Lage, diese Muster aufzulösen. Dies erlöst nicht nur uns selbst und diejenigen, die nach uns kommen. Da es in der geistigen Welt keine Zeit gibt, erlöst es auch die Vorfahren. Sobald man sich mit den Ahnen beschäftigt, erhält man auch einen neuen Blick auf die eigene Gegenwart.

Man kann sich darüber folgende Fragen stellen:

  • Welches destruktive Muster zieht sich in meiner Familie durch Generationen?
  • Trage auch ich Anteile dieses Musters in mir?
  • Wie wirkt sich das Muster auf mein Leben aus?
  • Könnte ich mir vorstellen, mich und meine Ahnen von diesem Muster zu erlösen?
  • Wenn ich mir das vorstellen kann, welche Hilfe brauche ich dazu?
  • Wie würde sich mein Leben anfühlen, wenn dieses Muster nicht mehr aktiv wäre?

Das sind wichtige Fragen für die eigene Biographie und darüber hinaus. Wir sind niemals getrennt von etwas oder jemanden. Wenn wir etwas dafür tun, innerlich freier oder gelöster zu werden, dann hat dies auch Auswirkungen auf das eigene Leben.

Sich diesen und ähnlichen Fragen zu stellen, ist oft nicht einfach. Teilweise wühlt es längst verschüttet geglaubte Erinnerungen und Wunden auf. Doch ist es absolut heilsam, denn auch wenn etwas zugeschüttet ist, ist es noch aktiv. Erst wenn wir mit den Erinnerungen im Frieden und die Wunden versorgt sind, kann echte Heilung – für Generationen – entstehen.

Erfahrungen aus Jenseitskontakten

In den Jenseitskontakten erleben ich sehr oft, dass die KlientInnen oft ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie sich aus alten Mustern lösen wollen, weil sie fürchten, damit die Familientradition zu verletzen. Wenn wir dann aber die Menschen in der geistigen Fragen, zeigen diese oft Erleichterung darüber, dass bestimmte „Traditionen“ ausgemerzt werden. Wir unterschätzen oftmals, dass auch die Menschen in der geistigen Welt von dieser Heilung in einem besondern Maße profitieren. Nicht selten tritt sogar eine Ahnin oder ein Ahne herbei, der überhaupt erst einmal auf bestehende Familienmuster aufmerksam macht, noch bevor sich die Klientin oder der Klient darüber bewusst sind. Und die Menschen aus der geistigen Welt bitten auch um Auflösung, indem sie zunächst einmal erklären, wie diese Muster überhaupt zustande gekommen sind. Es ist befreiend zu erleben, welches Aufatmen dann auch durch die geistige Welt geht.

Wenn zum Beispiel die männliche Ahnenreihe dadurch geprägt war, dass die Männer nicht gelernt haben, über ihre Gefühle zu sprechen oder diese anderweitig auszudrücken als durch besonders dominantes Verhalten, so ist es für Väter und Großväter in der geistigen Welt ein besonderes Bedürfnis darüber zu sprechen, weil sie von der erweitertern Sicht aus vor allen Dingen erkennen, was damit angerichtet wurde. Wie sehr Generationen von Jungen darunter gelitten haben, in diesem seltsamen Männerbild aufzuwachsen. Diese Gespräche mit der geistigen Welt sind überaus heilsam.

Bei Frauen sind es oft Themen des Missbrauchs, die sich von Generation zu Generation ziehen – und das muss nicht zwingend sexueller Missbrauch sein. Und es ist wunderbar, wenn man die Erleichterung der Ahninnen verspürt, wenn dieses Muster aufgelöst wird.

Grundsätzlich hat jede Generation, aber auch jedes Individuum, eine spezielle Aufgabe innerhalt der Familie übernommen und es ist gut, diese Aufgabe zu erkennen und unter Umständen im Jenseitskontakt mit den Vorfahren zu besprechen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen wunderschönen Dienstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von David Krüger auf Pixabay

2 Kommentare zu „Die Kraft der Ahnen – Familienmuster – Erfahrungen aus Jenseitskontakten

  1. Das ist wieder so interessant. Ich schaue mir gerade die Geschichte der Frauen mütterlicherseits an. Ich habe eine total taffe Uroma……

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