Der innere Widerstand – ein unangenehmer Zeitgenosse

Der innere Widerstand! Manchmal könnte man glauben, dieser würde ein Eigenleben führen. Plötzlich ist er da, erschwert das Leben und alles was zu tun ist. Er ist oftmals eine Mischung aus Empörung und Wut, gepaart mit Unwillen und Gejammer. Und er erschwert das Leben in einem großen Ausmaß. Nichts geht mehr leicht von der Hand, weil der Widerstand dazwischen steht und raunt: „Was soll das Ganze? Ich habe keine Lust. Das nervt mich. Ich frage mich, warum ich das tun soll…“ Der innere Widerstand baut eine Mauer zwischen Mensch und Leben. Er verdeckt die Freude, verunmöglicht gute Ergebnisse und bremst die Schaffenskraft. Aber woher kommt dieser innere Widerstand?

Erwartung und Realität

Teilweise kommt der innere Widerstand aus der Kluft zwischen Erwartung und Realität. Der Mensch hat sich ein Bild von einem Umstand gemacht und der Umstand verändert sich. Dies nimmt der innere Widerstand sofort als Gelegenheit um auf den Zug aufzuspringen, sich im Gemüt des Menschen niederzulassen und seinen Klagegesang anzustimmen. Der innere Widerstand ähnelt einem alten Waschweib, das immer nur das Negative sieht und sich ununterbrochen beschwert. Ebenso ähnelt er einem gemeinen Schuft, der sich ohne Rücksicht auf des Menschen Seele setzt und den guten Gefühlen keinen Raum mehr zugesteht.

Der innere Widerstand erschwert alles

Es ist keine Übertreibung, wenn man dem inneren Widerstand nachsagt, dass er alles – wirklich alles – erschwert. Wo Widerstand ist fehlt Leichtigkeit, fehlt Hingabe, fehlt Freude. Widerstand vermag den sonnigsten Tag in einen Kerker zu verwandeln, so man sich ihm ergibt. Wenn man die Kluft zwischen Erwartung und Realität als einen dunklen Spalt betrachtet, so kriecht er aus diesem heraus und verjagt alles andere. Nichts fällt leicht, wenn der Widerstand sich eingeschlichen hat.

Die gute Nachricht: Der Schuft ist besiegbar

Die Kraft des Widerstands kann sich nur entfalten, wenn sie auf einen guten Nährboden fällt, der aus starren Erwartungen besteht. Wenn der Mensch sich dessen bewusst ist, dass Leben Wandel und Überraschung bedeutet, ist dem Widerstand schon ein großer Teil seines Nährbodens entzogen. Wenn der Mensch darüber hinaus noch weiß, dass es oftmals gut ist, wenn Dinge unerwartet eintreten, weil sie ihn aus den starren Bahnen seinen Lebens lotsen, dann gibt es überhaupt keine Raum für den Widerstand und die Lebenskraft kann wieder fließen.

Mit dem Leben tanzen anstatt dem Widerstand Raum geben

Wenn Menschen verinnerlichen, dass Leben Wandel ist, der sich auch im Kleinen zeigt, so tritt etwas zutage, das ein Sinnbild für Lebensfreude ist. Plötzlich ist das Leben bunt und aufregend. Neue Dinge geschehen und die Menschen umarmen sie und machen das Beste daraus, weil sie wissen, dass nichts so tödlich für den Lebensfluss ist, wie der sinnlose innere Widerstand. Die besten Dinge geschehen oftmals plötzlich. Wie traurig wäre es, wenn Menschen darin nicht das Gute sehen können, weil sie an ihren vorgefertigten Meinungen und Erwartungen festhalten. Mit dem Leben tanzen bedeutet, sich auf den Wandel einzustellen, sich über Überraschungen freuen, anstatt dem gewohnten Trott nachzuweinen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen einen wunderschönen Dienstag, den 22.02.2022 – ein Palindrom, das vorwärts und rückwärts gelesen das gleiche Datum ergibt. Vielleicht mögen Sie heute Ihre Haltung einfach umdrehen und statt Widerstand zu leisten mit dem Leben tanzen.

Alles Liebe

Manou Gardner aka Manuela Pusker

Bild von LwcyD auf Pixabay

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