Wenn Du Dich veränderst – die Reaktionen der Umwelt

Anlässlich des gestrigen Löwenportals, das ja prädestiniert war, um Veränderungen einzuleiten, möchte ich heute einmal betrachten, was denn passiert, wenn man sich wirklich aus seiner Komfortzone herausbewegt. Denn, wenn Du Dich veränderst, reagiert das Umfeld oft nicht besonders angetan. Die meisten Menschen in Deinem Umfeld mögen es, wenn alles so bleibt, wie sie es gewohnt sind. Und das kann sich ganz schön ungut anfühlen. Schließlich hast Du Dich ja eigentlich FÜR etwas entscheiden und nicht GEGEN etwas.

Familienmitglieder

Familienmitglieder können förderlich sein – müssen aber nicht. Da kommt es oftmals darauf an, ob Du trotzdem in Deiner Funktionalität bleibst. Du willst Dich verändern und verwirklichen? Kein Problem, solange mittags das Essen pünktlich auf dem Tisch steht, oder Samstags weiterhin der Rasen gemäht wird. Tja, das funktioniert aber oftmals nicht. Doch sobald Familienmitglieder durch Dein Voranschreiten Nachteile erleben, kannst Du wirklich erkennen, wie sehr Du um Deiner selbst Willen geliebt wirst. Nur der Partner, der Deine Veränderung mitträgt und sich damit arrangiert, dass Du nun vielleicht nicht mehr alles so regelst wie bisher, hat den Namen Partner überhaupt verdient. Wenn Dein Partner oder Deine Partnerin von Dir verlangt, dass Du alles weiter so machst wie bisher, sieht er sich wohl eher als eine Art Dienstgeber und Dich als Dienstnehmer. Auch Eltern, Geschwister, Kinder und so weiter haben oftmals eine sehr spezielle Meinung zu Deiner Entwicklung. Lass Dich davon nicht abhalten. Sie werden sich daran gewöhnen oder auch nicht. In letzter Konsequenz sterben zu viele Ideen, weil irgendwer anderer sie nicht mochte. Es obliegt alleine Dir selbst, zu entscheiden, welche Pflichten nun als nächstes für Dich noch gelten. Wie immer gilt dies nur eingeschränkt, wenn man kleine Kinder zu versorgen hat – die gehen IMMER vor.

Freunde

Mit Freunden ist es ganz ähnlich. Nur die Freunde, die Deine Veränderung freudig begleiten, Dich ermutigen weiterzuschreiten sind wahre Freunde. Freunde fangen Dich auf, wenn Du strauchelst und ermutigen Dich weiterzumachen, anstatt erleichtert zu sagen, dass Du es besser lassen sollst. Es gibt nur ganz wenige solcher echten Freunde, die sich über Dein Voranschreiten freuen. Viele Menschen warten nur darauf, dass Du scheiterst und wieder zum alten Ausgangsort zurückkehrst, weil Du es nicht geschafft hast. Dann können sie erleichtert aufatmen und fühlen sich besser. Daher ist es ganz wichtig, darauf zu achten, welche Freunde in Deinem Leben noch Platz haben. Und mach Dir nichts vor, viele Menschen in Deinem Umfeld werden hinter Deinem Rücken über Dich sprechen – und das nicht immer zu Deinem Vorteil. Das ist eine klassische Bewältigungsstrategie von Menschen, die selbst nicht voranschreiten. Versuche, Dir darüber möglichst keine Gedanken zu machen.

Fremde Menschen

Das Verrückte ist ja, dass es sein kann, dass Du Dir Gedanken machst, was fremde Menschen oder flüchtige Bekannte über Dich denken. Viele Menschen fühlen sich von dieser Furcht regelrecht verfolgt. Was wohl die Leute sagen? Es kann sein, dass Du Dich sogar von fremden Menschen argwöhnisch beäugt fühlst. „Was bildet der oder die sich denn ein? Glaubt sie, dass sie etwas Besseres ist? Wie kommt er jetzt dazu?“ All das sind Gedanken, die Du diesen fremden Menschen vielleicht unterstellst. Dabei weißt Du – gerade bei fremden Menschen – oft gar nicht, was sie über Dich denken. Und die häufigste Wahrheit ist: Sie denken gar nicht über Dich nach. Sie sind mit ihren eigenen Dingen beschäftigt. Und selbst wenn sie über Dich nachdenken sollten, weißt Du meist nicht, was sie wirklich denken. Vielleicht bewundern sie Dich ja? Vielleicht nehmen sie sich ein Beispiel an Dir? Und sollten sie schlecht über Dich denken oder sprechen, gilt das Gleiche wie bei Freunden und auch Familienmitgliedern: Ignoriere es!

Anerkennung erhalten – Der Prophet gilt nichts im eigenen Land

Manchmal hast Du vielleicht das unglaubliche Glück, dass in Deinem Umfeld Menschen sind, die Deinem Veränderungsprozess so stark vertrauen, dass sie auch Dein neues Ich anerkennen. Aber oftmals musst Du Dich erst einmal bei fremden Menschen beweisen. Schon Jesus sagte: Mt 13,57: Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie.

Hey, und wenn es sogar Jesus so gegangen ist?! Dann machst Du Dir Gedanken darüber? Lass die Leute reden, lass sie denken was sie wollen und mach trotzdem Dein Ding. Es werden Menschen kommen, die Dich genau dafür schätzen und lieben werden. Hab keine Angst davor, in Deinem engen Umfeld womöglich verlacht zu werden oder unverstanden zu sein.

Denn am Ende aller Tage zählt nicht, was die anderen Menschen über Dich gesagt oder gedacht haben, sondern einzig und alleine nur das, was Du getan oder nicht getan hast.

Ich schicke Dir ganz liebe Grüße in Deinen Dienstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Karin Henseler auf Pixabay