Selbstsabotage im Namen der Anderen oder Was werden nur die Leute denken?

Wer kennt sie nicht, die Frage: „Was wird der oder die nun von mir denken?“ Diese Frage verhindert soviel Potential, weil wir uns dadurch – bewusst oder unbewusst – stark einschränken. Wir zeigen uns nicht in unserer ganzen Größe, vor lauter Angst, dass uns irgendwer verurteilen oder schlecht über uns sprechen wird. Aber seien wir doch ehrlich! Die Menschen, die schlecht über uns sprechen, tun dies so oder so. Es gibt Menschen, für die ist nichts wichtiger, als andere Menschen klein zu reden – meist um selbst dadurch größer zu erscheinen. Und oft sind es genau diese Menschen und ihre spitzen Zungen, die uns davon abhalten wirklich der Mensch zu sein, der wir sind. Und noch einmal Hand aufs Herz: Meist sind das sogar die Menschen, die wir selbst gar nicht leiden können. Und trotzdem fürchten wir deren Urteil. Warum nur?

Unsere hinderlichste Eigenschaft: Allen gefallen zu wollen

Ach, wer wünscht es sich nicht insgeheim: Allen gefallen zu wollen. Unser Wunsch nach Anerkennung ist verständlich, doch sollten wir wieder mehr überprüfen, ob er auch angemessen ist. Warum sollte jemand, der uns sowieso nicht wohl gesonnen ist, plötzlich gut über uns sprechen? Das wird vermutlich sowieso nicht passieren. Was hindert uns also daran, unser Leben genau so zu leben, wie wir es gerne wollen?

Die eigene Unsicherheit

Oftmals spielt dabei die eigene Unsicherheit eine Rolle. Passen mir die Schuhe, die ich gerne anziehen möchte, oder sind sie mir eine Nummer zu groß? Aber wer musste nicht erst einmal in seine Schuhe hineinwachsen? Es ist normal, dass man am Anfang ein Anfänger ist – egal auf welchem Gebiet. Zum Profi oder zum/zur MeisterIn wird man erst, wenn man es TUT! Und dieses TUN wird oft dadurch verhindert, dass wir im Vorfeld zuviel denken. Natürlich sollen wir denken. Über den Inhalt dessen, was wir gerne tun oder zeigen würden. Aber darüber nachzudenken wer nun welche Meinung dazu haben wird, ist müßig. Die größten Entdecker wurden von ihren Zeitgenossen verspottet und verlacht. Erst nachdem sie Erfolge vorweisen konnten, änderte sich die Meinung der anderen Menschen.

Wir müssen auch diejenigen Menschen verstehen, die schlecht über uns sprechen

Angenommen, Ihr seid seit Jahren, sogar Jahrzehnten in einem bestimmten Beruf. Sagen wir mal, Ihr seid ErzieherInnen in einem Kindergarten. Ihr habt Euch in diesem Bereich eine Expertise aufgebaut und seid dafür geachtet und respektiert. Und nun wächst schon seit Jahren der Wunsch nach einer Veränderung in Euch. Ihr habt gespürt, dass Ihr in der Lage seid mit feinstofflichen Energien zu arbeiten und Ihr möchtet das nun umsetzen. NATÜRLICH wird sich Euer Umfeld wundern! Schließlich bringt Ihr damit das ganze System des Umfelds in Unordnung. Wart Ihr bislang auf einem klar zuzuordnenden Platz, so habt Ihr plötzlich die Dreistigkeit, diesen zu verlassen. Das ist unbequem für die anderen, weil sich dadurch alles ein wenig verändert. Und dann dürft Ihr nicht vergessen, dass sich in den anderen Menschen dann auch die unbequeme Frage auftut, ob es nicht auch für sie selbst möglich wäre, etwas zu verändern. Doch die meisten Menschen haben Angst vor Veränderung, bleiben lieber in ihrem Trott, den sie gut kennen. Aber Eure Veränderung hält ihnen nun praktisch den Spiegel vor. Und das ist nicht angenehm. Daher rücken diese Menschen ihr Weltbild gerne wieder insofern zurecht, als dass sie Euer tun schlecht reden. Wenn sie sich nur genügend bemühen, Euer Tun zu diffamieren, dann passt das eigene Weltbild wieder. Gerne holt man sich dazu noch die Zustimmung von anderen. Das sind dann diese Grüppchen, die vor der Bäckerei oder dem Supermarkt zusammenstehen und über einen anderen Menschen herziehen.

Wollt Ihr wirklich die Retter des Weltbildes anderer Leute sein?

Wenn Ihr nun wisst, dass es bei den Schlechtrednern nun in erster Linie darum geht, dass sie sich selbst nirgendwohin bewegen müssen und in ihrem Trott bleiben können, dann stellt sich doch rasch die Frage, ob das Euer Lebensziel sein soll.Wollt Ihr eines Tages, wenn Ihr im Begriff seid, Euren physischen Leib zu verlassen auf dem Bett liegen und denken: „Gott sei Dank habe ich niemandem Anlass gegeben schlecht über mich zu sprechen!“ Oder wollt Ihr lieber auf ein Leben zurückblicken, das abenteuerlich, ambitioniert und erfüllt war? Und dabei geht es gar nicht darum, dass Ihr es zur vollendeten Meisterschaft gebracht haben müsst. Es geht vielmehr darum, dass Ihr das gelebt habt, was IHR wolltet. Ich verspreche Euch, das ist ein wesentlich erfüllteres Gefühl!

Also, wenn Ihr das nächste Mal zögert, etwas zu tun, weil Ihr Angst davor habt, dass jemand dies verurteilen oder schlecht darüber sprechen könnte, dann macht Euch bewusst, dass es dabei nicht um Euch, sondern um die Bequemlichkeit dieser Person geht und dass es für Euch absolut gleichgültig ist, was diese darüber denkt oder sagt. Und es geht sogar noch einen Schritt weiter. Mit Eurem Mut könnt Ihr Vorbild für andere Menschen sein, die ebenso Angst vor dem Urteil der Leute haben.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen wunderschönen Donnerstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Prawny auf Pixabay

8 Kommentare zu „Selbstsabotage im Namen der Anderen oder Was werden nur die Leute denken?

  1. Liebe Manou,
    In deinem heutigen Post kann ich mich sehr gut wiederfinden. Auch ich habe oft bedenken das zu sagen was ich wirklich denke, aus Angst, mein Gegenüber zu kränken oder davor, dass ich selber mit der Reaktion, die darauf folgen könnte nicht klarkomme ( Beschimpfungen oder vielleicht sogar tätlicher Angriff) oder mir dann die weiteren Worte fehlen könnten um einer Diskussion standzuhalten . Ich lasse mich auch sehr schnell beeindrucken von Personen die selbstsicher auftreten und fühle mich dann immer gleich klein und unwissend. Dank unserer letzten Sitzung weis ich ja jetzt um meinen tollen geistigen Beistand und bin selbst schon sehr gespannt auf den weiteren Prozess, wie ich mich weiter entwickeln werde
    Liebe Grüße Sabine

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  2. Kindheitsmuster: „Einem bösen Hund schmeißt man 2 Knochen hin“ „Lieb sein macht schön, böse sein macht hässlich“ oder der Klassiker: „Das macht man nicht“.
    Und es hat sich in den Erziehungsanstalten namens Schule und in den meisten Elternhäusern nichts geändert.
    Manchmal wird man „uralt“ ehe sich Muster auflösen.
    Danke!

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  3. Oh wie wahr. Habe Jahrzehnte gebraucht, um diese Konditionierungen los zu werden und ertappe mich trotzdem auch heute noch dabei, dass ich je nach Situation beinahe wieder in alte Muster zurückfalle. Gerade deshalb passt deine Affirmation: „ich bin gut, so wie ich bin“ einfach ganz wunderbar zu meinem heutigen ICH-Bewusststein. Danke dir.

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