Ich möchte heute das gestrige Thema noch etwas ausführen, da ich es für überaus wichtig halte. Die Angriffe deren wir gerade ausgesetzt sind, sind mannigfaltig und zielen nicht zuletzt ganz auf unsere archaische Kraft ab. Man muss nur mal die Designer-Mode für Männer betrachten, bei der Männer z.B. in rosa Latexanzüge mit Ballonhosen gesteckt werden, oder Schuhe mit umgekehrtem Absatz tragen. Worauf zielt das denn ab? Das ist eine Kastration der Männer. Man muss sie nur in völlig unpassende Kleidung stecken und ihnen somit jegliches Mann-Sein entziehen, dann können sie gar nicht mehr anders, als sich im Unisex-Brei zu verlieren. Glücklicherweise setzt sich so eine Mode nicht im Alltag durch, doch ist alleine die Tatsache, dass sie erschaffen wird, bedenklich. Jetzt könnte man es noch als Ironie oder Kunstform betrachten, doch angesichts der derzeit vorangetriebenen Schwächung aller Menschen, kann man es – aus meiner Sicht – nicht als harmlose Erscheinung sehen.

Warum unisex schlecht ist

Wenn man die Grenzen der Geschlechter willentlich verwischt, beraubt man sowohl Frauen als auch Männer ihrer Kraft. Wie gestern schon gesagt, finde ich es völlig okay, wenn dies aus der inneren Motivation einzelner Menschen heraus stattfindet, weil sich weder als Mann noch als Frau sehen. Doch seit jeher sind dies Ausnahmen, die es zu akzeptieren und zu respektieren gilt. Doch der derzeitige Trend, dies eher zur Norm zu erklären, ist gefährlich. Es erzeugt Menschen, die den Zugang zu ihrer Kraft verlieren. Man sieht es in der Politik häufig, dass Frauen zu einer Art Mann-Frau mutieren. Ein berühmtes Beispiel war Margret Thatcher und auch Angela Merkel hat sich in diese Richtung entwickelt. Frauen müssen mindestens so stark und so hart sein wie Männer. Das ist nicht gut, auch wenn es verständlich ist, dass es geschieht. Politik ist eine von Männern gemachte Welt. Es wäre besser, diese Welt noch einmal neu zu denken und sie so zu gestalten, dass Frauen sie selbst bleiben und sich trotzdem darin behaupten können.

Bleiben wir bei der Politik – wie könnte das aussehen? Der Rat der weisen Frauen

Wenn es zusätzlich zur männlichen Politik einen Rat der weisen Frauen gäbe, die alle Entscheidungen der Männer noch einmal auf ihre Weise prüfen würden, dann würden vermutlich deutlich bessere Entscheidungen gefällt werden. Während Männer sich gerne als Einzelgänger vor anderen Männern profilieren und auch am (Wort-)Gefecht ihre Freude finden können, denken Frauen allgemein wesentlich konsensueller und vernetzter. Zudem brauchen Frauen oft auch das Gespräch mit anderen Frauen um zu einem guten – wesentlich umfassenderen – Ergebnis zu kommen. Frauen kränken sich viel mehr, wenn sie den Anfeindungen ausgesetzt sind, weil sie sensibler sind und das Kämpfen nur dann möglich ist, wenn sie sich stark panzern – was dann wieder dazu führt, dass sie Männern gleich werden. Doch wenn (weise) Frauen gemeinsam über Themen beratschlagen würden, bevor sie entschieden werden, wären vermutlich viele Probleme unseres Planeten bereits gelöst.

Das Ding mit dem Altern

Eines, was sich schon sehr lange durch die ganze Presse zieht, ist der Trend, dass Frauen nicht altern dürfen. Anstatt, dass Frauen sich auch über die jugendlichen Jahre hinaus entwickeln dürfen, werden sie beeinflusst, ihre ganze Energie auf das Ideal der „alternden Barbie“ zu verwenden. Nichts sieht alberner aus, wie Frauen jenseits der Wechseljahre, die versuchen, sich auf jung zu stylen. Das bedeutet nicht, dass Frauen dann in Sack und Asche gehen sollen, auch nicht mit der Kittelschürze unserer Omas, sondern es geht um die gesunde Beckenkraft der Frauen, die sich dann entfalten kann, wenn sie sich und ihren Körper vollkommen annehmen können. Sie müssen keine Energie in Botox, Lifting oder andere chirurgische Gimmicks verschwenden, sondern sie dürften sich dann auf das sich entwickelnde Bild der „weisen Alten“ konzentrieren – die durchaus optisch ansprechend und attraktiv sein kann. Diese weise Alte ist schön, weil sich in ihrem Gesicht das Leben zeigt, das sie geführt hat. Aus ihren Augen spricht die Güte und die Weisheit und aus ihrem Mund kommen kraftvolle Worte – die leider ihre Magie verlieren, wenn sie zwischen Lippen hervorkommen, die wie Ballons aufgespritzt sind.

Auch Männer dürfen altern

Während Männer in ihren jungen Jahren gerne die Rolle des Beschützers und des Jägers einnehmen, dürfen Männer – wenn sie natürlich altern – ebenfalls Güte, Weisheit und Reflektiertheit entwickeln. Aus dem jungendlichen Hau-Drauf wird der kluge und weise männliche Mentor. Wenn allerdings Männer dies nicht akzeptieren, wird aus ihnen ein eher schwächlich wirkender und gockelhafter Sportwagenfahrer mit einer viel jüngeren Geliebten auf dem Beifahrersitz. Auch hier wird der natürliche Prozess, zugunsten einer künstlich verlängerten Jugend, gekappt. Doch bei den Männern ist es wie bei den Frauen, wenn sie sich nicht in das kraftvolle Leben stellen, das gerade aktuell ist, sondern mit ihren Wünschen, Gedanken und Hoffnungen sich in eine künstlich verlängerte Jugend verlieren, werden auch sie kraftlos. Das, was ihre Attraktivität zu diesem Zeitpunkt ausmachen würde, verfällt, und wird zu einer Comic-artigen Farce. Das ist so unendlich schade.

Der Weg zur echten Diversität

Wenn wir wirkliche Diversität leben möchten, dann gilt es, es wieder anzunehmen, dass es gewisse biologische Normen gibt, die aber nicht auf allen Menschen zwingend als Dogma umgelegt werden müssen. Wenn einzelne Menschen sich, aufgrund ihrer Veranlagung zu einem diversen Lebensstil entscheiden, ist dies völlig in Ordnung und bedarf gar keiner weiteren Diskussion – es entsteht aus der Freiheit des Menschen. Die Tendenz der Menschheit darf in unserem Bewusstseinseelen-Zeitalter durchaus hingehen zur Individualisierung der Menschen. Und oftmals kann durch diese Individualisierung eine gewisse Vereinsamung einzelner Menschen entstehen, die dann als ein echtes und wahres Interesse am anderen Menschen, überbrückt werden kann. Diese individuellen Prozesse sollten aber weiterhin individuell bleiben und nicht auf alle Menschen umgelegt werden. Wir sind in einer Zeit in der wir auf der einen Seite unsere alte, archaische Kraft brauchen und auf der anderen Seite ständig neu hinzulernen dürfen.

Betrachten wir Diversität als eine Strömung aus der Zukunft, so können wir sowohl die Kraft der Ahnen, des Geschlechts und der Identifikation innerhalb der Gesellschaft nutzen und können aus diesem sicheren inneren Ort heraus, das Zukünftige auf uns zukommen lassen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen wunderschönen Montag und einen guten Start in die Woche

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

6 Kommentare zu „Was wäre, wenn Männer und Frauen wieder ihre archaische Kraft fänden…?

      1. ich bin eh kein Emanzipations Mensch, ich kann mich da nur schwer hineinverdenken. Ich finde nur, dass die ganze Sachlage mit den Kindern durcheinander gerät. Das ying und yang purzelt,..wir sind ja keine Zwitter Schnecken. Sonst wären wir ja keine (Rudel“tiere“) Gerade in Deutschland sind wir ein zerpflücktes Rudel, somit eben auch schwach, würde ich sagen. Wenn etwas zu viel wird kippt es . Es passt nicht mehr ins kosmische Gesetz. Von daher würde ich mal unüberlegt sagen, das deutsche Volk ist vom aussterben bedroht. Zu abgehoben …Der Flug des Ikarus, was sicherlich auch damit zu tun hat, das die Frau zu sehr den Mann steht.

  1. Liebe Manou, das Thema geht mir auch sehr nahe. Meine „Kinder“, also die drei Mädels mit 14,14 und 19 sind so von diesem THEMA beseelt, dass es überhaupt keine Normalität gibt. Jede beansprucht gerade irgendein „Zwischengeschlecht“ für sich. Wenn man den Gesprächen so zuhört……man ist fassungslos. Und natürlich ist es längst an der Zeit jedwede sexuelle Orientierung einfach hinzunehmen (sofern sie niemandem schadet). 1977 war ich selbst in B.W. das erste Mädel, dass eine KFZ Lehre beginnen durfte. Ich fuhr Motorrad, ritt die verrücktesten Pferde u wurde trotzdem immer als Mädel behandelt. Im Gegenteil: Man zollte großen Respekt. Das eine schließt das andere nicht aus. Im Gegenteil. (Delia ist ja auch Feuerwehrfrau – und mehr Mädel geht ja nicht). Jeder soll so leben, dass er seine Aufgabe erfüllt und glücklich ist. Aber wenn die jungen Menschen mehr Interesse daran haben an welchem Tag sie vom Geschlecht A zu Geschlecht B gewechselt haben und wann es zu C oder D geht, dann ist das gefährlich. In diesem Sinne,
    Guten Tag für Dich und Danke für die Radionik. Hat wieder sehr, sehr gut geholfen.
    Heike

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