Wahre phantastische Geschichten

In meiner Arbeit als Medium ist es ja völlig normal, dass man mit Menschen in der geistigen Welt kommuniziert und auch mit Wesenheiten, die nicht-menschlich sind. Und auch, dass viele Dinge geschehen, die aus „normalen“ Gesichtspunkten heraus unerklärlich sind. Doch manchmal geschehen noch Dinge, die auch mich in Erstaunen versetzen. Eine dieser Geschichten werde ich Euch heute erzählen. Ich überlege nämlich schon die ganze Zeit, dass es gut wäre, diese Geschichten aufzuschreiben, damit andere Menschen auch ihre Erlebnisse darin erkennen können.

Vor einigen Jahren, es müssen schon acht oder mehr Jahre sein, verbrachte ich den Sonntag Nachmittag im Garten. Ich hatte tausend Dinge vor, die ich tun wollte, lag aber in der Hängematte und las und überlegte, wann ich endlich damit beginnen würde. Meine Tochter war noch recht klein, vielleicht sechs oder sieben Jahre, und sie spielte irgendwo im Garten. Plötzlich hatte ich das unbändige Gefühl, den Hügel hinter unserem Haus erklimmen zu müssen. Da ich kein sehr sportlicher Mensch bin, vermeide ich solche Anstrengungen eigentlich, zumal es an dem Tag recht heiß war. Aber der Gedanke, jetzt da hinauf zu müssen, ließ mich einfach nicht los. Eine Weile hielt ich noch stand und schwang mich dann aber aus der Hängematte und verkündete, dass ich jetzt da hinauf gehen würde. Mein Mann, der die ganze Zeit gehofft hatte, dass ich ihm bei der Gartenarbeit helfen würde, schaute nicht gerade begeistert. Meine Tochter erklärte sich bereit mitzugehen.

Also marschierten wir, trotz der Hitze, los. Während wir gingen, fragte ich mich mehrmals, warum ich auf so eine bescheuerte Idee gekommen war, den Hügel hinauf zu gehen. Ich wollte sogar mehrmals umdrehen, doch irgendwas zog mich magisch hinauf. Als wir etwa die Hälfte der Strecke hinter uns gebracht hatten, kam uns ein Bauer entgegen, der eine Kuh am Strick mit sich führte. Wir hielten kurz an und sprachen ein paar Worte und er erklärte mir, dass seine Kühe heute ganz durch den Wind waren, weil schon zwei von ihnen gekalbt hatten, und auch diese schon kurz vor der Entbindung steht. Deshalb war sie heute ausgebrochen und hatte sich alleine auf den Weg ins nächste Tal gemacht. Nach ein paar Minuten verabschiedeten wir uns und ich überlegte erneut, dass ich gerne wieder nach Hause gehen würde. Doch der bewaldete Teil des Weges war schon nah und irgendeine Macht ließ mich einfach nicht umkehren. Ich tröstete mich damit, dass im Wald ja zumindest Schatten sein würde.

Wir gingen ein paar Minuten weiter, und um meinen Widerwillen gegen die körperliche Anstrengung zu vergessen, konzentrierte ich mich auf die Pflanzen am Waldrand. So gingen wir schweigend. Das heißt, ich schleppte mich und meine Tochter tänzelte neben mir her. Und nach ein paar weiteren Minuten, sah ich etwas Braunes im Wald. Ich konnte absolut nicht zuordnen, was das sein könnte und ging näher. In dem Moment erkannte ich, dass da im Wald ein neugeborenes Kälbchen lag. Plötzlich fiel mir der Bauer wieder ein und seine Aussage, dass die Kuh bald kalben würde. Wir rannten so schnell wir konnten zurück und schafften es, uns auf Hörweite zu nähern. Aus Leibeskräften schrieen wir dem Bauern zu, dass da im Wald ein Kalb lag. Er winkte uns, dass wir dort bleiben sollten und er bald kommen würde. Meine Tochter und ich gingen zurück zu der Stelle, an der das neugeborene Kälbchen im Wald lag und betrachteten es. Es war wunderschön, hatte ein braun-weißes Fell und wirkte gesund, aber schwach. Wir verharrten an der Stelle und vielleicht eine halbe Stunde später kam der Bauer mit der Mutterkuh im Anhänger um das Kälbchen abzuholen. Die Mutterkuh war außer sich vor Freude, wieder bei ihrem Neugeborenen zu sein.

Und während der Bauer und sein Sohn das Kälbchen mit Hilfe der Mutter vorsichtig in den Hänger bugsierten, erzählten uns die Bauern, dass sie wahrscheinlich erst am nächsten Tag bemerkt hätten, dass die Kuh bereits gekalbt hatte, weil – wie bei Menschen – ist zunächst der Bauch noch fast genauso groß und erst mit den Nachwehen bildet er sich zurück. Und da sie an dem Tag so viel Stress auf dem Hof hatten, hätten sie sich vermutlich auch gar nicht mehr groß um diese Kuh kümmern können, zumal sie ja dachten, dass sie erst in den nächsten Tagen kalben würden.

Der Bauer erklärte uns, dass das Kälbchen die Nacht wohl nicht überlebt hätte, da es dringend auf die Biestmilch der Mutter angewiesen war – außerdem hätten sie nicht gewusst, wo sie suchen sollten, da sie die Kuh an einem ganz anderen Ort aufgefunden hatten. Offenbar war sie, nach der Geburt aufgescheucht worden und hatte sich, um ihr Kalb zu schützen, von ihm entfernt. Meine Tochter durfte das Kälbchen noch taufen und glücklich wurden Mutter und Kind nach Hause gebracht.

Und für mich war plötzlich klar, warum etwas in mir mich gezwungen hatte, diesen Weg zu gehen. Oftmals frage ich, wer der Sprecher dieser deutlichen Stimme war und ich glaube, dass es einer der Naturgeister war, die sich um das Wohl der Tiere kümmern – aber ich weiß es nicht. Auf jeden Fall war ich wahnsinnig froh und glücklich, der Stimme gefolgt zu sein.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen wunderschönen und inspirierten Dienstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Willgard Krause auf Pixabay

10 Kommentare zu „Wahre phantastische Geschichten

  1. Mein Gott🙏eine herrliche Geschichte…ja – solche „Eingebungen“ sind oft da. Menschen hören leider nicht sehr oft darauf. Die sagen dann “ hätte ich doch nur…..“ – bin sehr froh dich zu kennen und dankbar das du uns so viel lehrst und weitergibst…..öffnen müssen wir uns halt selbst.
    Schönen Tag
    Glg Maria 🐞

    Gefällt 2 Personen

  2. Schön, Deinen Blog gefunden zu haben. Eine sehr schöne Geschichte, die mir auch die Freudentränen in die Augen treiben ließ. Ich glaube auch das in diesem Fall die Naturgeister den Impuls gegeben haben, den Hügel zu erklimmen um dem Kälbchen zu helfen. ❤
    Viele liebe Grüße
    Jacqueline

    Gefällt 1 Person

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