Menschen, die Träume töten

Es gibt in der geistigen Welt ganz bestimmt einen unermesslich großen Friedhof der getöteten Träume. Träume, die Visionen und danach Projekte oder Unternehmungen hätten werden können, wenn sie nicht jemand in einem viel zu frühen Stadium getötet hätte. Wer sind diese Mörder der unschuldigen Träume? Meist sind es Menschen, die sich selbst nicht erlauben, zu träumen. Die arroganten Vertreter des realistischen Denkens, die ewig Gestrigen, die Misantrophen, die anderen Menschen genau so wenig zutrauen, wie sich selbst. Es sind die Menschen, denen man eine Idee erzählt und die sofort – ohne zu Ende zu hören – alle Argumente auflisten, warum es nicht funktionieren kann.

Warum tun die Menschen das?

Sie tun es deshalb, weil sie selbst nicht in der Lage sind zu träumen. Daher sprechen sie es auch allen anderen Menschen ab. Wo kämen wir denn hin, wenn die anderen Menschen ihnen zeigen würden, dass nur sie nicht in der Lage sind, über ihren Tellerrand hinauszuschauen? Das wäre ja ein bitteres Erwachen. Deshalb erschlagen sie alles Lebendige in ihrem Umfeld gleich im Anfangsstadium und sind erst dann zufrieden, wenn sie wieder ihre eigene persönliche Ordnung hergestellt haben. „Schuster, bleib bei deinen Leisten“, ist das Credo, das sie auf alle anderen Menschen anlegen. Sie wollen nicht miterleben, dass ihnen womöglich jemand über den Kopf wachsen könnte. Und dabei ziehen sie sich gerne das Mäntelchen des besorgten Freundes oder der besorgten Freundin an, und fühlen sich auch noch als Retter Desjenigen, dessen Träume sie gerade zertrampelt haben. Sie wissen es nicht besser, haben kein schlechtes Gewissen, sondern atmen erleichtert auf, wenn das Gegenüber endlich wieder von dem „ach so unrealistischen“ Unterfangen abweicht.

Fast jeder hat solche Menschen in seinem Umfeld

Ich kann heute sagen, dass ich kaum noch mit solchen Menschen zu tun habe. Ich habe auch gelernt, meine Träume nur noch den Menschen zu erzählen, von denen ich Wohlwollen erwarte. Das ist mir extrem wichtig. Auch viele meiner Träume liegen auf dem geistigen Friedhof, weil ich sie zu früh den falschen Menschen erzählt habe. Aber im Lauf des Lebens entwickelt man auch eine gewisse Resilienz, besonders dann, wenn man schon viele Dinge umgesetzt hat. Dann kann man auf solche Träume-Mörder mit Sanftmut und Gleichgültigkeit reagieren. Aber gerade jetzt, wo viele Menschen erstmalig damit beginnen, das bisherige Leben in Frage zu stellen und die ersten Schritte in ein neues Leben zu wagen, müssen sie besonders auf der Hut sein vor diesen Zeitgenossen. Das Schlimme ist nämlich, dass sie im Gewand des Wohlmeinenden erscheinen und sich meist auch selbst diese Geschichte glauben.

Hütet Euch vor Menschen, die Eure Träume töten wollen

Jeder Traum, der im Geiste und der Seele eines Menschen entsteht, hat seine Bedeutung und seine Berechtigung. Was wäre, wenn Henry Ford nicht von selbstfahrenden Kutschen oder wenn Thomas A. Edison nicht von Glühbirnen geträumt hätte? Viele Dinge, die heute ganz normal sind, wurden von Menschen erträumt, die von wieder anderen als Spinner dargestellt wurden. Doch sie haben sich nicht beirren lassen. Ich möchte aber gar nicht wissen, welche wunderbaren Errungenschaften wir vielleicht hätten, wenn andere – zartere Gemüter – sich nicht von den selbsternannten Realisten abgebracht worden wären. Deshalb ist es so unglaublich wichtig, sein Umfeld dahingehend zu prüfen. Menschen, die selbst keine Träume haben, sind keine guten Weggefährten, wenn wir uns grundlegend verändern wollen. Hütet Euch davor, mit diesen Menschen Eure Träume zu teilen.

Heute ist Montag, der Tag an dem es sich wunderbar träumen lässt – ich wünsche Euch, dass Ihr die Stimme Eurer Seele hört.

Ganz liebe Grüße

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

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