Erschöpfung und Lustlosigkeit sind zwei Gemütszustände die uns in die „Welt der grauen Decke“ katapultieren. Wenn du dich erschöpft und lustlos fühlst, erscheint alles mühsam bis hin zu sinnlos. Kennst du das Gefühl? Du fragst dich dann vielleicht, ob es überhaupt Sinn macht, was du gerade tust? Ob das, was dir vielleicht vor ein paar Tagen noch total spannend vorkam, heute noch irgendeine Relevanz für dich hat. Oder ob das nicht nur ein vorübergehender Hype gewesen ist.
Erschöpfung und Lustlosigkeit und das Gefühl damit alleine zu sein
Wenn du dich erschöpft und lustlos fühlst, bekommst du schnell dein Eindruck, dass alle um dich herum voller Energie und Tatkraft sind und nur du hängst in der Ecke und hast nicht die geringste Motivation. Aber sei dir versichert, es gibt kaum jemanden, der dieses Gefühl nicht kennt. Es ist nur so, dass die meisten Menschen in diesem Zustand sehr leise werden und sich damit nicht outen. So erscheint es dir dann, dass nur du so ein Piesepampel bist, der gerade zu nichts Lust hat und sich nicht aufraffen kann.
Überwindung versus Erkennen
Meist versuchst du vielleicht, dich trotz aller Erschöpfung und Lustlosigkeit doch noch aufzurappeln und deine Dinge zu machen. Dies führt nicht selten zu noch mehr Erschöpfung und Lustlosigkeit. Manchmal kann es funktionieren, aber in den meisten Fällen höhlt es dich noch mehr aus. Daher ist es gut, zunächst einmal zu erkennen, was zu dieser Erschöpfung und Lustlosigkeit geführt hat. Und ganz oft liegt es daran, dass du dir zuviel auf einmal vorgenommen hast, oder dass du an einem Punkt stehst, wo dir wertvolle Informationen fehlen, sodass die Hürde, die du nehmen wolltest viel zu groß erscheint. Und dieses Erkennen, woher es denn gerade kommt, dass du keine Energie hast, deine Dinge zu erledigen, führt meist dazu, dass du dich erst einmal besser fühlst. Denn du fühlst dich verstanden – zumindest von dir selbst.
Ein Beispiel von mir
Gestern Morgen habe ich meine To-Do-Liste bis zum Ende der kommenden Woche geschrieben. Also, was ist alles zu tun bis dahin. Die Liste war zum Schluss 2 A4-Seiten lang, jede Zeile ein To-do. Und als ich mir diese Liste angeschaut habe, wurde mir bewusst, dass ich mir viel zu viel auf einmal vorgenommen habe. Zunächst habe ich genau mit dem heutigen Thema reagiert: Erschöpfung und Lustlosigkeit. Ich starrte meine Liste an und ich wusste, dafür braucht es mindestens drei Leute, die das abarbeiten müssen, aber ich bin nur einer. Blöderweise waren auch ganz viele Dinge dabei, die ich – zumindest auf die Schnelle – nicht abgeben konnte.
Wie bin ich der Erschöpfung und Lustlosigkeit gestern entkommen
Zuerst habe ich Kaffee getrunken. Dann habe ich noch einen Kaffee getrunken. Als nächstes habe ich überlegt und die Pflanzen gegossen und noch mehr überlegt. Dann bin ich kurz verzweifelt. In der Verzweiflung habe ich drei Kerzen angezündet und mich daran erinnert, dass es alleine meine Entscheidung ist, wie es mir geht. Es wurde mir klar, dass ich es auch selbst war, der mich in diese Erschöpfung getrieben hat.
Und im nächsten Schritt habe ich meine Liste genommen und habe sortiert. Ich habe die Dinge, die ich unbedingt machen muss bis Ende kommender Woche schwarz gelassen. Dann habe ich die Aufgaben, die ich verschieben kann, lila eingefärbt. Als nächstes habe ich geschaut, wobei ich mir doch Hilfe holen kann. Diese Aufgaben habe ich orange eingefärbt und dann habe ich angefangen abzuarbeiten. Alles, was ich erledigt hatte, habe ich grün eingefärbt. Und plötzlich wurde es überschaubar. Ich habe also nichts getan, außer sortiert. Und das hat mich aus der Erschöpfung und Lustlosigkeit herausgeholt.
In den meisten Fällen schwingen wir selbst die Peitsche
Es ist egal, um welchen Lebensbereich es geht, ob es die Arbeit oder den Haushalt oder andere Dinge betrifft. In den meisten Fällen stellen wir zu hohe Erwartungen an uns selbst. Weil wir in einer Gesellschaft leben, in der – zumindest die Generation, der ich angehöre, also die in den 50ern, 60ern und 70ern geborenen Menschen, gelernt haben, dass ihre Bedürfnisse nicht so wichtig sind, sondern dass nur das Ergebnis zählt. Und deshalb sind wir leistungsorientiert, was per se nicht schlecht ist, aber oftmals einfach zuviel. Hier noch ein anderes Beispiel.
Als ich das erste Mal die karibischen Inseln besucht habe
Als ich in den 90er Jahren das erste Mal in der Karibik war – ich war dort zu einem Seminar mit dem Titel: „Werden Sie Lebenskünstler“ – bin ich durch die Dörfer gegangen und dachte mir: „Wieso sitzen die alle vor ihren Wellblechhütten und reden und lachen, wenn es hier so aussieht? Können die nicht mal aufräumen und alles ordentlich machen? Und ich wurde richtig sauer, weil die einfach alle in ihrem Chaos saßen und es sie offensichtlich nicht kratzte. Erst nach etwa einer Woche verstand ich, dass diese Menschen eine unglaubliche Fähigkeit besaßen, die uns völlig abtrainiert wurde: Sie lebten einfach im Augenblick. Jetzt waren gerade Freunde da, also hatte man Zeit, mit den Freunden zu plaudern und Spaß zu haben. Und natürlich ist auch daran nicht alles nur gut, sondern die Mischung machts.
Erschöpfung und Lustlosigkeit geschieht, wenn wir den Augenblick aus den Augen verlieren
Erschöpfung und Lustlosigkeit sind die Folge davon, wenn wir nur im gestern und im morgen leben. Gestern hat uns was geärgert, das ist aber vorbei und es ist nicht notwendig, länger darüber nachzudenken. Morgen kommt dies und das auf uns zu – aber das ist morgen. Und wer weiß, was morgen ist. Wir erschaffen doch unsere Realität selbst! Daher ist es gut, den Augenblick im Bewusstsein zu haben und in diesem zu agieren. Ja, das ist nicht immer leicht, aber nur das JETZT ist von Bedeutung, weil wir immer im JETZT die Weichen für das NACHHER stellen. Wir entscheiden im JETZT wie unsere Welt morgen ist. Daher ist es so unglaublich wichtig, sich dies immer und immer wieder vor Augen zu stellen und sich bewusst zu machen, dass sich die Erde auch dann weiterdreht, wenn wir:
- nicht perfekt sind
- nicht alles erledigt haben
- uns Ruhe und Auszeiten gönnen
- den Moment genießen
- die To-Do-Liste erst gar nicht schreiben
- uns nicht selbst durchs Leben peitschen
- einmal 5 gerade sein lassen
- eine Kerze anzünden und den Frieden zu uns einladen
- einfach gut zu uns selbst sind
Die Portaltage zeigen uns diese Themen auf
Die derzeitigen Portaltage zeigen uns all diese Themen auf. Bringen uns ins Zweifeln, in die Erschöpfung und in die Lustlosigkeit – wenn wir es zulassen. Aber wir haben die Wahl. Wir können das Steuer wieder übernehmen und uns in dieser Zeit dem guten Leben verschreiben.
Falls du noch beim Webinar, bei der Samhain-Feier oder der Mesa dabei sein möchtest
Falls du noch zum kostenlosen Webinar „Erwecke die Magie in dir“ am 31.10. um 18.00 Uhr dazustoßen möchtest, findest du die Anmeldemöglichkeit hier: Hier gehts zum Webinar
Und falls du noch zur Samhain-Feier oder zur Mesa dazustoßen möchtest: Hier gehts zur Mesa und zur Samhain Feier
Schreibe mir bitte in das Formular, wofür du dich anmeldest.
Ich schicke dir ganz herzliche Grüße in deinen Donnerstag
Manou









Antworte auf den Kommentar von Manuela PuskerAntwort abbrechen