Das war mein Traum! Einmal da zu stehen, wo Hippokrates mit Hilfe des Gottes Asklepios (oder Äskulap, wie er auch genannt wird) gewirkt, geheilt und gelehrt hat. Das Asklepieion auf Kos war die erste medizinische Fakultät. Hier wurde die wahre Medizin, die eine Brücke zwischen der geistigen und der physischen Welt war, praktiziert. Nicht Ärzte arbeiteten mit den Patienten, sondern Priester. Sie waren die echten Mittler zwischen den Welten.
Der Heilschlaf des Asklepios
Beim Heilschlaf hier im Asklepieion wurden die Patienten zunächst einer, meist zweitägigen, Fastenkur unterzogen, danach gebadet und gesalbt und dann lagen sie im Tempel und schliefen den Heilschlaf. Während dieses Schlafes erfuhren sie, wie sie geheilt werden konnten. Sie gaben also ihr Schicksal nicht ab an den Arzt oder Priester, sondern wurden durch diese dazu ermächtigt, ihre Heilmethode im Schlaf zu erfahren. Danach wurden diese Methoden von den Ärzten angewandt.
Eigenverantwortung statt Gurus
Egal, ob man einen Arzt oder Heiler aufsucht, die meisten Menschen neigen dazu, zu hoffen, dass ein anderer die Heilung und somit die Verantwortung für ihre Gesundheit übernimmt. Doch auch Rudolf Steiner sagte, dass in der Zukunft wahre Heilung und wahre Spiritualität nur über das Bewusstsein der Menschen erlangt werden kann. Somit war Hippokrates, unter der Führung von Asklepios, seiner Zeit weit voraus.
Ich habe den Besuch dieser Stätte sehr intensiv wahrgenommen. Wir hatten es gut erwischt, weil wir sehr früh heute dort angekommen sind und der touristische Trubel erst begann, als wir schon wieder gingen.
Das Asklepieion strahlt in seiner ganzen Größe und Ausdehnung auch heute noch eine unwiderstehliche Kraft aus. Ich war so unendlich dankbar, diesen würdigen Ort in aller Ruhe betreten zu dürfen und dort eine kleine Meditation abhalten zu können.
Ich schicke euch herzliche Grüße in eurem Mittwochabend!
Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker









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