Wie oft träumst Du Deine Träume nicht zu Ende, weil sie Dir zu unrealistisch erscheinen. Kennst Du nicht diesen Moment, an dem ein Funken eines Traumes, oder besser gesagt einer Vision vor Deinem inneren Auge auftaucht und noch bevor dieses Bild wirklich in Gänze erscheint, kommt irgendeine Instanz aus Deinem Inneren und wischt das gerade begonnene Bild weg? Die Begründung dieser Instanz ist dann oft: „Dieses Bild ist unmöglich.“ oder „Das kann ich nicht schaffen.“ oder „Dazu bin ich zu alt…zu wenig klug…zu unbegabt…habe nicht die Voraussetzungen dafür….“ Diese innere Instanz, die die Bilder einfach so wegwischt, ist Dein innerer Zensor.

Dein innerer Zensor

Dein innerer Zensor ist kein echtes Teil von dir. Er ist entstanden aus Sätzen, die man Dir einmal gesagt hat und aus den Glaubenssätzen, die er daraus kreiert hat. Er ist derjenige, der Dir immer wieder sagt: „Schuster bleib bei deinen Leisten!“ Dieser innere Zensor hat manchmal eine wichtige Aufgabe. Wenn Du auch einem Hochhaus stehst und Dir überlegst, ob Du die zehn Meter zum nächsten Hochhaus überspringen kannst, sagt er Dir auch, dass dies eine blöde Idee ist. Aber genauso sagt er Dir bei anderen, viel weniger gefährlichen Dingen auch, dass dies eine blöde Idee ist, weil er nicht unterscheiden kann. Der innere Zensor ist… sagen wir mal … er ist ein wenig dumm. Er weiß nämlich nur: Dinge die er kennt und die bereits gut gegangen sind, sind gut. Dinge, die er nicht kennt, sind grundsätzlich einmal schlecht. Deshalb hält er Dich von allem ab, das er als neu empfindet.

Die Stimme des Zensors kennenlernen

Dein innerer Zensor hat eine eigene Stimme – eine eigene Art sich auszudrücken. Wenn Du es schaffst, diese Stimme so gut kennenzulernen, dass Du immer sofort erkennst, wer jetzt spricht, kannst Du damit viel besser umgehen. Dazu ist es notwendig, eine Distanz von Dir zu dieser Stimme aufzubauen. Wir haben ja bereits begonnen, die Inspirationen aus der geistigen Welt kennenzulernen. Nun kann es passieren, wenn Du nicht aufpasst, dass Du diese beiden – und es gibt noch eine Menge anderer Stimmen in Deinem Inneren (ohne dass dies auf eine psychiatrische Erkrankung hinweist!) – verwechselst. Deshalb ist heute das Thema, einmal genau hinzuhorchen, wie der innere Zensor sich ausdrückt.

Wenn der innere Zensor schon viel Raum eingenommen hat

Manche Menschen haben dem inneren Zensor schon so viel Raum eingeräumt, dass gar keine Träume und Visionen mehr spürbar sind. Wenn es Dir genauso geht, dann versetze Dich einmal ein paar Jahrzehnte in die Zukunft. Stelle Dir vor, Du weißt, dass Dein Leben bald endet. Was ist Dir dann wichtig, wenn Du auf Dein Leben zurückblickst? Oftmals kann man im Rückblick erkennen, was eigentlich wichtig gewesen wäre. Was sollen die Menschen über Dich denken und sagen? Was möchtest Du erreicht haben? Was ist das, was Du gerne hinterlassen möchtest? Wenn Dein innerer Zensor ganz stark geworden ist, kann es sein, dass sogar diese Übung schwierig wird. Aber lass Dich von ihm nichts ins Boxhorn jagen. Es ist nur verschüttet.

Das innere Bild fertig malen

Wenn Dein innerer Zensor Dir noch genügend Freiheit gibt, dass Du ein Bild von Dir malen kannst, in dem wirklich guten und glücklichen Leben, dann nimm Dir doch heute einmal Zeit, dieses Bild zu Ende zu malen. Oftmals stellt man dabei fest, dass dieses Bild ganz anders aussieht, als man es ursprünglich gedacht hatte. Es geht nämlich weniger darum, es zu denken, sondern in die Zukunft hinein zu spüren.

Wozu Du dieses Bild brauchst

Wenn wir jetzt damit beginnen, uns auf die neue Welt vorzubereiten, dann ist es gut, wenn Du ein Ziel vor Augen hast. Wie soll das Leben in der neuen Welt aussehen? Wir werden manche Dinge hinter uns lassen, aber wir können andere – vielleicht wichtiger – erreichen. Und dass die Welt sich verändert, das ist nun einmal eine Tatsache. Aus der Nummer kommst Du genauso wenig raus wie ich. Jeder von uns wird davon betroffen sein, aber es liegt an uns, wie schlecht oder wie gut, wir diese Veränderung erleben. Wenn wir proaktiv sind und nicht erst dann reagieren, wenn wir nur noch wenige Möglichkeiten haben, dann haben wir noch Raum zur Gestaltung.

Warum der innere Zensor ausgedient hat

Der innere Zensor hat vollkommen ausgedient, weil das, was jetzt kommt, kennt er nicht. Du, ich und alle anderen sind aufgerufen, unser Weltbild, das uns über Jahrzehnte eingetrichtert wurde, zu korrigieren und neu zu gestalten. Vieles ist nicht so, wie wir es gelehrt bekommen haben. Daher hat der Zensor keine Vergleiche und kann gar nicht angemessen reagieren. Alles ist neu. Deshalb ist es wichtig, ihn und seine Stimme kennenzulernen, damit er Dich nicht davon abhält, die wirklich wichtigen Bilder in Deinem Inneren zu malen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen wunderschönen Dienstag

Manou Gardner Medium aka Manuela Pusker

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

4 Kommentare zu „Sich der eigenen Träume gewahr werden – den inneren Zensor entlarven

  1. Liebe Manu,
    unser Tätigwerden ist mehr denn je gefordert, damit wir unseren Teil zu einer besseren Zukunft beitragen. Das ist mir – und vor allem Ernst – durch deine Zeilen wieder bewusst geworden. Wir haben JETZT unsere Aufgaben!!
    Liebe Grüße, Antonia

  2. „Der innere Zensor ist… sagen wir mal … er ist ein wenig dumm. “
    Coole Formulierung! Du bringst es mal wieder auf den Punkt! DANKE… ja, wir brauchen ein gewisses Maß an Mut für unsere Träume und unsere gemeinsame Zukunft!
    Ganz liebe Grüße Renate

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